12 von 12 – August 2018

Es ist der zwölfte des Monats und damit wieder Zeit für 12 Fotos vom Tag.

Es ist Sonntag und ich wache relativ spät aber immerhin äußerst gut gelaunt. (Mein neuer Wecker. Sieht altertümlich aus, ist aber absolut leise (tickt nicht), außer wenn er weckt, dann ist er richtig laut.)

Der Himmel ist fast wolkenlos.

Da es aber nicht mal 19°C sind draußen und dafür ziemlich windig, verzichte ich auf das Balkonfrühstück. Die Zeitung liest sich drinnen ohne Wind auch viel leichter.

Während ich so lese, sehe ich zwischendurch mal aus dem Fenster und entdecke einen Greifvogel. Den hab ich noch nie hier gesehen.

Irgendwann bin ich durch mit der Zeitung und widme mich dem Abwasch.

Außerdem stelle ich die Waschmaschine an und fest, daß die Wohnung schon wieder ganz schön verkrümelt ist. Also schnell saugen.

Inzwischen ist es schon fast Mittagszeit und ich hab wieder Hunger. Während die Kartoffeln kochen, erledige ich noch etwas Papierkram.

Zum Mittagessen gehe ich dann auf den Balkon. Inzwischen ist es ja auch deutlich wärmer geworden (man sieht es kaum: es gibt Kartoffeln mit Kräuterquark).

Während des Essens beobachte ich Hummeln und Flugzeuge.

Danach will ich eigentlich weiter Papierkram erledigen, benötige dafür aber den Rechner. Und der verhält sich unkooperativ. Also starte ich ihn erstmal neu. Und weil das auch mal wieder fällig ist, lasse ich den Virenscan laufen und setze mich lesend auf den Balkon. Vorher noch Vorhänge zu im Schlafzimmer. Wenn da die Sonne drauf knallt, heizt es sich schnell auf.

Zum Nachmittag gibt es Schokoeis mit Pflaumen.

Und dann verlasse ich doch noch die Wohnung in Richtung Mitte. Dort im alten Kraftwerk singen heute diverse Chöre. Das wollen Schwesterherz und ich uns ansehen und -hören.

 

Schön ist es. Gegen 8 bin ich wieder zu Hause und super  hungrig. Abendessen gibt es wieder auf dem Balkon – ohne Foto, denn die 12 sind schon voll. Danach schreibe ich den Blogartikel und dann muß ich noch Sachen zusammensuchen für morgen, denn ich will direkt von der Arbeit zum Skaten fahren (wenn es denn hoffentlich nicht regnet).

 

Die anderen Teilnehmer gibt es wieder bei Draußen nur Kännchen.

 

Editiert am 13.8.: Das letzte Foto hinzugefügt, jetzt, wo der Rechner wieder mitspielt.

Advertisements

Redaktioneller Hinweis

Ich habe endlich mal wieder ein „schön und gut“ fertig gestellt. Aus Gründen möchte ich es bei dem Datum belassen, zum dem die eigentliche Veröffentlichung geplant war. Damit es Lesern ohne Feedreader nicht untergeht hier der Link: Schön und gut – KW 28-30/18

WMDEDGT – August 18

Am Sonntag war wieder der 5. des Monats und damit Tag des Tagebuchbloggens. Sonntag und auch gestern Abend war ich aber viel zu müde, darum gibt es meinen Beitrag mit Verspätung.

Es ist nicht nur Sonntag, sondern auch noch das Wochenende, an dem ich mal wieder meine Freundin in Hamburg besuche. Der Sonnabend wurde länger als gedacht und ich bin mir gar nicht sicher, ob wir Mitternacht noch auf dem Heimweg, oder schon wieder bei ihr zu Hause angekommen waren. Wieder bei ihr quatschen wir noch weiter und zeigen und zeigen uns gegenseitig amüsante Musikvideos (im weitere Sinne), unter anderem das Carpool Karaoke mit Paul McCartney (Folge: „Penny Lane“ als Ohrwurm seit gestern). Kurz nach 1 verschwinden wir in den Betten.

Kurz nach 9 werde ich wieder wach, schlafe aber ziemlich schnell auch wieder ein. Das mache ich in Folge noch öfter (u.a. als die Kirchenglocken Radau machen). Ich überlege zwischendurch sogar, mir was zu lesen zu holen, schlafe aber immer wieder ein und träume vom Reisen.

Gegen 11 sind wir dann beide wach und es steht die Frage im Raum: Brötchen oder Eierkuchen (in Hamburg Pfannkuchen genannt) zum Frühstück? „Hast du Lust, Brötchen holen zu gehen?“ – „Nö.“ Also gibt es Eierkuchen (mit Banane statt Ei) zum Frühstück, auch wenn die mehr Arbeit machen. Zum Frühstück kommt auch die Mitbewohnerin der Freundin dazu und weil das Wetter nicht sonderlich verlockend aussieht, quatschen wir danach noch ewig. Irgendwann machen wir uns dann aber doch fertig und auf den Weg. Vorher konsultieren wir noch diverse Wettervorhersagen, weil deren Prognose (kein Regen) und unser Blick aus dem Fenster (ziemlich dunkle Wolken die sehr nach Regen aussehen) nicht so Recht zusammenpassen. Ich kann ja eh nur mitnehmen was ich dabei habe, die Freundin packt aber sicherheitshalber doch die Regenjacke ein und nimmt die regenfeste Tasche (und wird beides nicht benötigen).

Beim Bäcker am Bahnhof kaufen wir unser Mittagessen (da ist es schon fast halb 4) und fahren dann zu Planten & Blomen. Ein wunderschöner Park, in dem ich zwar schon mal war, aber längst nicht alles gesehen habe, wie ich jetzt feststelle. Den Rosengarten zum Beispiel.

Und die Wasserspiele zeigen gerade, was sie so können.

Wir schlendern bis zur Eisbude und kaufen uns dort ein Eis. Unser eigentliches Ziel liegt aber knapp daneben. Die Hamburger Swingszene (oder zumindest ein Teil davon) veranstaltet ein Draußen-Tanzen. Die Freundin macht da begeistert mit und wollte mir das unbedingt mal zeigen (eigentlich will sie ja sogar, daß ich mitmache) und ich wollte mir das mal ansehen. So verbringen wir dann die nächsten anderthalb Stunden: sie immer wieder tanzend, ich zusehend, zwischendurch wir beide quatschend. Nach Mittanzen ist mir aber nicht.

Gegen 7 brechen wir auf zum Bahnhof Dammtor, irgendwann muß/will ich ja doch zurück. Wir sind so zeitig, daß nicht nur Zeit bleibt, um etwas zu essen zu kaufen, sondern auch noch für Postkarten, die ich gleich noch schreibe und in den Kasten werfe (eine zumindest, für die zweite fehlten mir Hausnummer und Postleitzahl. Die fehlten für die erste auch, ließen sich aber telefonisch erfragen).

Danach kaum auf dem Bahnsteig angekommen, fährt auch schon der Zug ein. Er ist absolut leer und ich kann mir einen Platz aussuchen. Die Fahrt verläuft ruhig und problemlos, die Klimaanlage arbeitet etwas zu gut, und ich kämpfe mit der Müdigkeit. Kurz nach 10 bin ich dann zu Hause, reiße alle Fenster auf und packe, während sich die Wohnung langsam etwas abkühlt, den Rucksack aus.

Fenster zu (bzw. auf Kipp), Dusche, Zähneputzen, kurz vor 11 falle ich ins Bett.

Die anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Bahnfreuden 6

Heute in der S-Bahn: „So, wir müssen natürlich noch uff den Jejenzuch warten. Denn uff der eingleisijen Strecke macht et sich nich jut, wenn man sich bejegnet.“

Schön und gut – KW 28-30/18

Editiert am 13.8.: Im Nachhinein war mir aufgefallen, daß ich mich mit den Wochenenden vertan hatte. Die Wanderung, die zur Woche davor gehörte, habe ich rausgenommen und (für mehr Fotos) ein Foto vom Stammtisch hinzugefügt.

Der Sommer, der letztes Jahr ausgefallen war, wird dieses ja aber sowas von nachgeholt. Seit Wochen regnet es nur höchst selten und die Tageshöchsttemperaturen liegen immer über 25°C, diese Woche sogar über 30. Das ist super zum Fahrradfahren. Ich bin in den letzten Wochen immer mindestens ein Mal pro Woche von der Arbeit mit dem Rad nach Hause gefahren und dabei nur einmal naß geworden. Das dafür dann aber richtig. Da das aber im mittleren Abschnitt des Weges passierte, war ich schon wieder trocken, bevor ich zu Hause ankam.

Stammtisch war auch wieder und da bin ich diesmal mit zwei Kollegen hingeradelt. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Leider mußte ich zurück fast die gesamte Strecke allein fahren, weil die beiden ganz woanders wohnen.

Außerdem war ich jedes Wochenende ein mal mit dem Fahrrad bei den Eltern im Garten. Die Renovierung der Laube geht inzwischen rasant vorwärts und man kann jede Woche neues bewundern. Außerdem ist Garten eh toll.

Außerdem war ich zwei mal wandern.

Am ersten Wochenende war ich mit Gruppe in der Umgebung von Königs Wusterhausen unterwegs. Erst am Kanal entlang, dann um einen See drumrum und an einer Dorfkirche sind wir auch noch vorbei gekommen.

Die Tour bot vom Wandern auf dem asphaltierten Wegen bis zu Trampelpfad am See alles was man sich an Wegen vorstellen kann und endete am Schloß in KW, wo wir noch auf ein Getränk und Kuchen und Eis einkehrten.

Am zweiten Wochenende war mal wieder der Südwesten das Ziel. Ich bin schon am S-Bahnhof Wannsee losgelaufen, die Gruppe hat sich dann am Flensburger Löwen getroffen.

Von dort ging es über den sogenannten Märchenwanderweg (überhaupt nicht ausgeschildert, es gibt nur eine Wegbeschreibung im Internet) kreuz und quer durch den Wald. Unspektakulär. Immerhin größtenteils Mischwald. Ziemlich warm, zum Teil sehr sandige Wege. Im Park  Glienicke gab es immerhin eine fast märchenhafte Hütte.

Lange Pause im Wirtshaus Moorlake (mit sehr freundlichem Kellner), dann ging es über Nikolskoe (mit Genuss des Glockenspiels von… direkt zu Füßen der Kirche) zur Fähre zur Pfaueninsel. Die anderen sind noch weiter zurück zum Flensburger Löwen gelaufen, ich habe auf den Bus gewartet und bin direkt zur S-Bahn gefahren, denn ich wollte noch zur Skate-Night und so langsam wurde die Zeit knapp (die Strecke war nicht lang gewesen, wir sind aber erst nachmittags gestartet).

Zum Glück hatte ich den Rucksack zum Skaten schon fertig gepackt, denn ich kam später nach Hause als gedacht. So blieb mir trotzdem noch genug Zeit, schnell etwas zu essen. Dann umziehen (das T-Shirt war schon sehr verschwitzt), Rucksack schnappen und los. Die Straßenbahnfahrt war lang genug, also hab ich schon mal während der Fahrt Skates und Schützer angezogen und war dann sehr bequem rechtzeitig da. Das Skaten war sehr entspannt, da Familiennacht war und das Tempo und die Streckenlänge auf Kinder abgestimmt war. Da liefen 5-Jährige (u.a. der Nachwuchs der Eisbären) mit! Gut, die ganz kleinen wurden wohl hauptsächlich gezogen… Weil es so entspann gewesen war, hatte ich noch viel Energie und hab überlegt ob ich nicht doch auch die zweite Runde mitfahre – wohl wissend, dass die deutlich länger und schneller sein wird. Und weil ich so vernünftig bin, bin ich dann nur ein ganz kleines Stückchen mitgelaufen. Schön war es trotzdem.

Sonst noch? Ich habe endlich ein Hotel für die Übernachtung vor dem Flug in den nächsten Urlaub gebucht. Und während ich noch mit einem bekannten (der dort öfter dienstlich hin fliegt) die beste Option für Frühstück besprach, hat mir ein anderer vorgeschlagen, daß wir uns an dem Abend ja zum Essen treffen können. Freut mich.

Ansonsten. Sommer. Ich verbringe die Abende hauptsächlich auf dem Balkon.

Und Mondfinsternis war ja auch noch. Weil ich die letzte schon fotografiert hatte, war ich diesmal nicht so scharf drauf. Und dann zog sich der Himmel zum Abend hin ja auch zu. Als ich dann vom Schwesterherz aber das erste deutlich erkennbare Bild des roten Monds bekommen habe (beim ersten hat sie extra einen Kringel um den Pixelhaufen gemacht, der angeblich der Mond sein sollte…), bin ich doch noch los.

Usbekistan

Das schöne Wetter diesen Sommer hat zur Folge, daß ich fast jede freie Minute draußen oder zumindest auf dem Balkon verbringe. Das wiederum hat zur Folge, daß der vor Wochen angefangene Blogartikel über meine Usbekistan-Reise immer noch unvollendet im Entwürfe-Ordner vor sich hin dümpelte. Weil es heute viel zu heiß ist, um sich großartig zu bewegen, habe ich deswegen einfach mal den Laptop mit auf den Balkon genommen (den Bildschirm geputzt um überhaupt was sehen zu können) und den Artikel fertig gemacht. Heute also: Wetter, Essen, Sprache. Ich hoffe, die anderen geplanten Artikel kommen dann demnächst auch noch…

Usbekistan also. Nach dem ich letztes Jahr in Kirgisistan war, wollte ich unbedingt wieder nach Zentralasien. Usbekistan hatte ich allerdings sehr schnell ausgeschlossen, denn alle Reisen nach Usbekistan die ich gefunden hatte, waren Kulturreisen die als Anforderung maximal drin stehen hatten, daß man es aushalten können muß, stundenlang im Auto auf zum Teil schlechten Straßen unterwegs zu sein. Das ist ja nichts meins. Also nicht die schlechten Straßen, sondern nur ewig im Auto zu sitzen. Eine schöne Reise nach Kasachstan hatte ich gefunden. 2 Wochen wandern, zum Teil sogar Trekking mit Zeltübernachtung und so. Super. Leider wollte das außer mir keiner machen, so daß die Reise abgesagt wurde. Nun hatte ich aber schon einen genehmigten Urlaubsantrag für die Zeit und das ist bei uns derzeit viel Wert, also suchte ich eine Alternative für genau diesen Zeitraum. Und fand, unter anderem, eine Reise nach Usbekistan mit immerhin vier Wanderungen (und aber auch jede Menge Kultur). Also doch Usbekistan.

Hätte ich nicht schon den genehmigten Urlaubsantrag für die zweite Maihälfte gehabt, hätte ich mich wahrscheinlich eher für die Reise in der ersten Maihälfte entschieden. Ungefähr ab Mitte Mai nämlich ist in Usbekistan Sommer und da wird es sehr sehr warm. Heiß. Auch wir hatten schon Temperaturen deutlich über 30°C, ich meine sogar über 35°C. Vorteil allerdings: es ist sehr trocken, der Schweiß verdunstet also sofort. Und es war fast immer leicht windig. Den Sand-/Salzsturm in Chiwa haben wir zum Glück verpaßt. Dort wo wir waren haben wir nur die Wolken gesehen und es war insgesamt eher dunstig. Nachts regnete es dann heftig und nächsten Morgen war aber wieder strahlender Sonnenschein. Insgesamt haben wir mit dem Wetter – abgesehen von den Temperaturen, an die auch die Usbeken sich erst wieder gewöhnen mußten – absolut Glück gehabt.

Mit dem Essen hatte ich nicht ganz so viel Glück. Das ist in Usbekistan fast immer sehr sehr fettig und das in Verbindung mit der Hitze sorgte in einer Nacht für sehr häufige Toilettengänge meinerseits. Am nächsten Tag habe ich mich nur von Brot und Tee ernährt und danach dann immer sehr drauf geachtet, was und wieviel ich esse. Letzteres war gar nicht so einfach, denn wir bekamen fast immer drei Gänge serviert, manchmal auch vier. Es begann mit Salaten als Vorspeise. Meist standen drei zur Auswahl mittig auf dem Tisch, von denen jeder sich nehmen konnte, soviel er wollte. Es waren höchst selten grüne Salate, sondern eher aus eingelegtem Gemüse, oder Kartoffelsalat, oder Rote Bete, einmal auch Glasnudelsalat, gelegentlich auch gegrilltes Gemüse. Dazu das hochgelobte usbekische Brot (das ganz frisch wirklich gut schmeckt, sonst eben wie Weißbrot). Nach den Salaten gab es im ersten Teil der Reise immer eine Suppe (häufig Brühe mit Fleisch und großen Stücken von Kartoffeln und Möhren), später nicht mehr. Dann der Hauptgang, zumeist Fleisch mit Beilage, sehr fettig. Und dann noch ein Nachtisch. Und dann war man sehr sehr satt. Zum Nachtisch gab es immer den Tee (meist grün, manchmal auch grün und schwarz zur Auswahl), und Wodka trinkt man in Usbekistan grundsätzlich nur bis zum Tee. Was wir außerdem gelernt haben: Bekommt man in Usbekistan zum Nachtisch Melone (Honigmelone?) serviert, ist das ein Zeichen für „es war schön mit dir, aber jetzt solltest du gehen. Es war aber noch nicht Melonenzeit und meist bestand der Nachtisch aus Kuchen oder anderem Gebäck.
Kirschenzeit war, als wir dort waren. Und die ersten Aprikosen gab es auch schon. Beides gab es meist beim Frühstücksbuffet. Außerdem waren die Maulbeeren reif (die Früchte der Maulbeerbäume). Die ersten, die wir kosteten, überzeugten mich nicht sonderlich, aber bei der letzten Wanderung in den Nuratabergen probierte ich dann doch noch mal und ärgerte mich, daß ich das nicht viel früher schon gemacht hatte (wie die anderen). Maulbeeren schmecken vor allem süß und ein bißchen fruchtig.
Zurück zum Frühstück. Hier merkt man deutlich den russischen Einfluß, denn fast immer gab es Blinis, zwei Mal auch Kascha, ein mal Spiegelei – oder eben Buffet, wo man zwischen allem wählen konnte. Dazu Brot, Käse, Marmelade, und natürlich Tee. Wobei es in Usbekistan – im Gegensatz zu Kirgisistan – immer auch löslichen Kaffee gab.

In Usbekistan wird Usbekisch gesprochen (wer hätte das gedacht?). Usbekisch ist eine Turksprache, wer Türkisch beherscht, kann sich vermutlich mit den Usbeken verständigen (zumindest erzählte unser usbekischer Reiseleiter, daß er sich auf Usbekisch mit den Türken in Wien und Berlin unterhalten hat). Neben dem Usbekischen ist auch Russisch wieder Amtsprache in Usbekistan. Außerdem werden auch noch regionale Dialekte gesprochen, in Buchara zum Beispiel ein persischer Dialekt. Und zumindest unser Reiseleiter wechselte munter zwischen den Sprachen hin und her.
In der Schule wird neben Russisch auch Englisch gelehrt, man sollte davon aber nicht zu viel erwarten. Von Kindern sind wir häufig mit „Hello, how are you“ angesprochen – auf die Gegenfrage gab es aber höchst selten eine Antwort. Und in Buchara haben wir eine Gruppe Jugendlicher getroffen, die von ihren Lehrern als Hausaufgabe auf bekommen hatte, mit den Touristen zu sprechen. Aber die meisten Erwachsenen sprechen uns wenn überhaupt dann meist mit „Photo?“ an und viel mehr Konversation war dann meist auch nicht möglich.

12 von 12 – Juli 2018

So. Zwölfter Tag des Monats, Zeit für 12 Fotos vom Tag.

Beim Wachwerden heftiger Regen.

Das Müsli heute morgen saisonal ergänzt mit roten Johannisbeeren (frisch aus dem Kühlschrank, darum so matt).

Auf dem Küchentisch die Blümchen vom Wochenende (ja, man kann auch Dill in die Vase stellen).

Als ich los gehe, hat der Regen erstmal etwas nachgelassen und regnet mit verminderter Intensität. Während ich auf die S-Bahn warte, dreht er aber wieder auf.

Auch der Fernsehturm ist heute reichlich matt (und kurz nach dem Foto zur Hälfte verschwunden).

Arbeit, Heimweg, einkaufen, Heimweg ohne Foto.
Zu Hause erstmal Kontrolle auf dem Balkon. Alles reichlich naß.

Dann Einkäufe verräumen. Die Melone gibt es morgen als Nachmittagssnack (die Hälfte davon).

Zum Abendbrot eine große Schüssel Salat….

…. und was dazu.

Zum Nachtisch Erdbeeren mit Vanillesoße (noch vom Rhabarber übrig und muß so langsam weg).

Und dann kommt, kurz bevor sie unter geht die Sonne doch mal raus heute.

Und kurz danach gibt es sogar einen großen Flecken blauen Himmel.

Inzwischen ist bis auf einen orangenen Streifen am Horizont wieder alles grau.

 

Die anderen Teilnehmer gibt es diesmal nicht wie immer bei „Draußen nur Kännchen“, wie ich gerade feststellen mußte. Ich wünsche gute Besserung!

Schön und gut – KW 27/18

Dienstag wieder mit dem Fahrrad auf Arbeit gewesen und dann nach Hause gefahren. Und obwohl ich auf dem Hinweg nur ca. 2 Kilometer tatsächlich mit dem Fahrrad gefahren bin hatte ich im Büro angekommen deutlich bessere Laune als sonst. Der Rückweg war auch toll – bis mir dann die Kette vom Ritzel gesprungen ist und sich zwischen Ritzel und Rahmen verhakte. Gut: ich habe auf der Suche nach einem Fahrradladen ein paar Leute angesprochen und nachgefragt, ob sie wüßten, wo ich einen finde. Hat leider nicht geholfen, im Sprengelkiez gibt es keinen Fahrradladen mehr. Nunja.

Mittwoch mal wieder eine größere Aufgabe auf Arbeit abgeschlossen. Aber ach… es ist alles komisch dort.

Wochenende war besser.

Am Sonnabend bin ich am Nachmittag zu den Eltern in den Garten gefahren. Wir haben da schön gesessen, Kaffee bzw. Tee getrunken und Kuchen gegessen und gequatscht. Viel gequatscht. Und irgendwann stellte ich völlig überrascht fest, daß es schon halb 7 war. Bin dann noch deutlich später mit zwei Zucchini, Zuckererbsen und Blümchen im Gepäck wieder nach Hause gefahren. (Und stellte da fest, daß „heute fahre ich aber langsamer“ eher nicht geklappt hat – waren nur 19,5 Durchschnitt statt der 20,5 vom Dienstag).

Sonntag war ich wieder wandern. Spontan entschieden am Sonnabend, was möglich war, weil es keine Teilnehmerbeschränkung gab. Das führte aber zu einer ziemlich großen Gruppe (über 40, glaub ich), und das ist mir nix. Beim Losgehen merkte ich ziemlich schnell, daß ich keinen Bock auf Kommunikation habe. Könnte aber auch daran gelegen haben, daß ich gleich zu Anfang zwei eher unangenehme Männer in der Nähe hatte („in Amerika nennen wir das slimy“, sagte meine Mitwanderin über den einen), denn ziemlich bald war ich doch in ein Gespräch verwickelt und hatte dann gute und interessante Unterhaltung für den Rest der Wanderung.
Vom S-Bahnhof Heerstraße aus sind wir erstmal auf den Drachenberg hoch. Blick über Berlin.

Dann ging es wieder runter, auf halber Höhe um den Teufelsberg drumrum, ganz runter, am Teufelssee vorbei und dann zum Grunewaldturm. Dort im Biergarten Mittagspause. Wildschweinburger gab es, den ich sofort ausprobieren mußte. Und eine Liveband spielte Swing. Das fand ich ganz besonders schön und passend: es paßte zum Wetter und irgendwie auch zu einem Biergarten in Berlin denn in den 20ern sind die Berliner am Wochenende ja immer raus ins Grüne in die Ausflugslokale geströmt um der Enge der Mietskasernen zu entfliehen.

Nach der Pause ging es dann an der Havel, bzw. über den Havelhöhenweg

weiter bis zum Strandbad Wannsee vor dem die BSR eine riesige Konservendose aufgestellt hat.

Von dort ging es dann zum S-Bahnhof Nikolassee. Die meisten sind dann dort noch in den Biergarten gegangen, aber ich hatte erstmal genug Kommunikation und außerdem wollte ich wenigstens noch ein bißchen im Haushalt machen, da war am Wochenende außer Einkaufen nichts passiert. Und auch wenn ich wegen viel Sonne und warm und unterhalten auf Englisch ziemlich müde war, habe ich nach einer Pause auf dem Balkon tatsächlich am Abend noch etliches erledigt.

 

 

 

WMDEDGT – Juli 18

Es ist wieder der 5. des Monats (zum 7. Mal schon dieses Jahr) – es ist also wieder Zeit für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT).

Der Jetlag vom Urlaub ist definitiv vorbei, ich werde wieder vom Wecker geweckt und bin nicht schon eine Stunde früher wach. Um 7 klingelt er, der Wecker, zu den Wirschaftsnachrichten (ca. 7:20) stehe ich auf. Bad, dann entscheiden, was ich heute im Büro anziehen will, dann in die Küche, Frühstück. Vor dem Frühstück noch schnell die restlichen Erdbeeren von gestern klein geschnippelt, um sie heute wieder mitzunehmen (wenn sie eh schon klein sind, stört weiteres Vermatschen durch den Transport nicht so. Alles Mitzunehmende (Bürosachen, Erdbeeren, Wasser) in die Fahrradtasche stapeln, und ziemlich genau um 8 verlasse ich die Wohnung.

Als ich das Fahrrad aus meinem Kellerverschlag schiebe stelle ich fest, daß die Kette nicht mehr auf dem Kettenblatt sondern eher auf der Tretkurbel hängt. Vermutlich noch eine Folge vom Dienstag, da war mir die Kette vom Ritzel gesprungen. Hab ich wohl nicht richtig wieder repariert. Mist. Also wieder Finger dreckig machen. Immerhin ist „Kette wieder aufs Kettenblatt“ bugsieren einfacher als „zwischen Ritzel und Rahmen eingeklemmte Kette wieder richtig positionieren. Und ich hab ja seit Dienstag eine Packung Taschentücher in der Radtasche (brauche aber nur das eine eh frische aus der Hosentasche). Nur wird es so langsam zeitlich knapp mit der S-Bahn und ich fahre nicht so entspannt wie sonst, sondern ziemlich zügig zum Bahnhof. Die Bahn mit dem sicheren Anschluß ist auch schon weg, das Umsteigen klappt aber auch mit der knappen Variante.

Der Kollege, der mich seit letztem Jahr zum Fahrradfahren überreden wollte ist nach Urlaub und Krankheit wieder da. Ich treffe ihn beim Teekochen in der Teeküche. Er erzählt gleich ein wenig vom Urlaub. Danach gehe ich mich umziehen und beginne die Arbeit. Mails lesen, nachsehen, ob in der Übersicht schon zu sehen ist, was gestern getestet wurde. Dann versuche ich, mich in ein für mich neues Projekt reinzufinden. Das Projekt ist leider so gar nicht neu, nur ist von denen, die das mal machten quasi niemand mehr in der Firma. Einer noch, aber der ist im Urlaub gerade. Das macht die Sache nicht einfacher, denn viele Arbeitsmethoden sind nicht beschrieben. Als das Projekt noch aktuell war, wußten ja alle, wie es geht… (Merke: immer aufschreiben! Alles aufschreiben! Erst Recht, wenn sich die Methoden bei neuen Projekten ändern!).

Mittagspause. Das Gespräch dreht sich um Toiletten. Nunja. Danach Geländerundgang mit Eis. Das hat mir der Ex-Urlauber spendiert – für 100 gefahrene Kilometer hatte er mir ein Eis versprochen, und die hab ich längst zusammen.

Nach dem Mittagessen weiter versuchen zu verstehen, wie was ging. Zwischendurch ist mein Chef da und holt noch den einen Projektleiter dazu um zu klären, wie viel ich jetzt für welches Projekt arbeiten soll. Lustig, wie der Projektleiter, der eben noch nicht bereit war, einen Aufwand zu nennen, plötzlich böse wird bei der Erwähnung, daß ein anderer Projektleiter darauf wartet, daß ich endlich für sein Projekt arbeite. Wir einigen uns dann aber tatsächlich noch.

Halb 6 packe ich zusammen, ziehe mich um und mache mich auf den Heimweg. Gestern Nachmittag saß ich noch im Büro und dachte wie schade es ist, daß ich nicht mit dem Rad heimfahren kann (weil ich es nicht dabei hatte), heute denke ich auf dem Weg zum Fahrrad eher „soooo weit, so richtig Lust hab ich gar nicht“. Ich nehme trotzdem die lange Strecke und nicht nur die kurze zur S-Bahn. Und eigentlich ist der Weg ja zu 2/3 auch sehr schön. Immer am Wasser entlang. Bei den Kanupolo-Spielern mache ich einen Trink- und Fotostop.

Zwischendurch war die Laune wesentlich besser und ich habe das Radeln genossen, aber bei Kilometer 17 ungefähr ist sie wieder da, die Frage: „Warum mache ich das eigentlich?“

Die Laune wird nicht mehr besser, ein paar Kilometer weiter stelle ich (allerdings dann doch leicht amüsiert) fest, daß das Wort „Sackratten“ zu meinem Beschimpfungsrepertoire gehört. (Ich hab es nur gedacht). Und dann ist es auch noch vorbei mit dem Weg im Grünen und ich muß durch den echten Stadtverkehr. Der ist eigentlich gar nicht so schlimm, und die Ausschilderung ist auch gar nicht so schlecht. Aber meine Laune… ist ein gutes Zeichen dafür, daß ich entweder zu schnell unterwegs war oder aber die Strecke zu weit, oder beides. Jedenfalls bin ich ziemlich K.O. und damit unleidlich. Trotzdem fahre ich noch bei der Schwester vorbei, Balkonblumen gießen. Einige sehen verdammt traurig aus. Es war heute aber auch richtig heiß.

Der Fernsehturm, fällt mir auf, sieht aus, als wäre er frisch poliert. Er strahlt und glänzt heute richtig.

Dann fahre ich nach Hause und gieße auch dort erstmal alles auf dem Balkon (es ist inzwischen ca. 8). Dann überlege ich, ob ich erst dusche oder erst esse, entscheide mich ein paar Mal um, bringe endlich den Müll weg und mach mir dann doch erstmal etwas zu essen. Ich bin noch bei den Vorbereitungen, da klingelt das Telefon. Die Eltern sind von ihrem Kurzurlaub zurück. Ich kann aber auf später vertrösten, denn ich muß wirklich dringend was essen. Das mache ich dann auf dem Balkon und danach telefonieren wir, bis es mir dort zu kalt wird. Dann mache ich mir eine Portion Rhabarberkompott mit Vanillesoße. Ich starte den Rechner und ärgere mich, daß ich das nicht schon viel früher gemacht habe, denn er ist ja nicht mehr der jüngste und braucht fast eine Viertel Stunde, bis ich endlich den Blogartikel schreiben kann.

Jetzt noch duschen, dann ins Bett.

Die anderen Teilnehme der Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Nachtrag: Fast 25 km, um die 30°C.

Schön und gut – KW 26/18

Montag Abend versucht, mit einer Mischung aus Yoga und Dehnungsübungen die verspannte Nacken-/Schulter-/Rückenmuskulatur zu lockern. Hat tatsächlich ein bißchen funktioniert.

Dienstag wollte ich eigentlich wieder das Rad mit zur Arbeit nehmen und dann den Rückweg radeln. Es war aber morgens so grau und trüb und kalt, daß ich dazu nicht sonderlich motiviert war. Dafür habe ich dann abends tatsächlich eine halbe Stunde lang anderen Sport gemacht.

Mittwoch gab es dann den tatsächlich letzten Spargel der Saison (der Rest aus dem Kühlschrank) und außerdem brachten meine Eltern die erste Zucchini der Saison vorbei.

Donnerstag endlich den neuen Perso beantragt – und zwar im schönsten Bürgeramt das ich kenne (zumindest das äußere drumrum). Ich habe mich noch mal sehr gefreut, daß ich tatsächlich dort einen Termin ergattern konnte, der zeitlich für mich noch paßte.

Abends hatten wir wieder Abteilungsstammtisch und weil ich damit ja inzwischen angefangen habe, bin ich mit dem Kollegen gemeinsam mit dem Fahrrad hin gefahren. Diesmal waren wir (also vor allem ich) schon deutlich schneller unterwegs. Italiener lag ungefähr mittig zwischen den S-Bahnhöfen Tegel und Wittenau und weil dort öfter Züge fahren, bin ich nach dem Stammtisch dann zu letzterem geradelt. Das hat nur so bedingt funktioniert (eine Bahn gerade weg, die nächste fällt aus, die danach kommt in 18 Minuten). Aber dafür war die Sonne schön golden.

Freitag war ich einfach nur müde. Das war nicht schön, ich wollte es aber aus Chronistendings festhalten.

Sonnabend habe ich auf dem Balkon gefrühstückt, obwohl es dazu eigentlich nicht so wirklich warm genug war (18°C und Wind). Aber dann zieht man sich eben einen Pulli über. Und die Daunenweste.

Am Nachmittag feierte eine Freundin ihren runden Geburtstag. Sie wohnt so, daß ich mit Fahrrad tatsächlich deutlich schneller dort bin als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil ich die Zeit vertrödelt hatte und eh schon zu spät dran war (und ja eh mit Fahrradfahren angefangen habe), hab ich also das Rad genommen. Ich wollte noch vor 4 dort sein und hab das auch geschafft (2 Minuten vorher). Und ich war auch nur ganz wenig außer Atem.
Es waren fast nur Leute da, die ich nicht kannte, aber inzwischen komme ich damit gut klar und kann auch mit komplett Fremden erstaunlich gute Gespräche führen.
Für die Rückfahrt hatte ich mir die Option offen gehalten, mit der S-Bahn zu fahren, aber das wäre schon ein riesiger Umweg gewesen und überhaupt… und es rollte sich wunderbar zurück. Die Straßen waren fast leer, es war noch nicht richtig dunkel – es war einfach toll.

Sonntag Frühstück wie Sonnabend. Zum Mittagessen konnte ich immerhin auf die Weste verzichten. Und ich habe die erste Biene auf dem Balkon gesehen! Seit letztem Jahr achte ich ja auf bienenfreundliche Bepflanzung der Balkonkästen. Letztes Jahr hat das leider nicht viel gebracht, außer Junikäfern hat mich fast nichts besucht. Ich hab nicht mal die Hummeln gesehen, die mich die Jahre vorher immer besucht haben. Dieses Jahr habe ich fast immer eine Schwebfliege zu Besuch. Einen Nachtfalter habe ich auch schon gesehen. Und heute eben die erste Biene, ha! Und kurz danach gleich noch eine zweite. Und später dann auch noch eine Hummel. (Ich finde es ja sehr niedlich, wenn sie so in die Blüten eintauchen).

Ein Kohlweißling kam später auch noch vorbei. Nur Junikäfer hatte ich dieses Jahr nur zwei.