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22.01.2021

Geht doch! Beim morgendlichen Statusmeeting erkläre ich dem Manager sehr überzeugt, daß das Projekt unsere (des Kollegen und meine) Hilfe nächste Woche nicht mehr benötigt, weil wir mehr geschafft haben als geplant war und der Rest jetzt auch von den eigentlichen Bearbeitern geschafft wird. Und natürlich schreibe ich noch eine Übergabemail aus der hervorgeht, was wir alles erledigt haben und in die gleiche Mail schreibe ich auch all die Hinweise und Verbesserungsvorschläge auf die ich in den letzten Tagen gestoßen bin. Er wirkt überzeugt. Gut, wir waren ja eh nur bis Ende dieser Woche ausgeliehen und er muß bei zwei anderen Kollegen schon mit den entsprechenden Chefs (und Etagen darüber) klären, daß er sie noch länger benötigt, da war er eventuell einfach auch froh über eine Baustelle weniger. Er bedankt sich ausführlich und erwähnt das gestern von ihm geforderte Meeting nicht mehr. Nur der zweite Manager bedankt sich zwar auch ausführlich, erwähnt aber gleichzeitig, daß sie mich in Zukunft noch mal benötigen. Das gefällt mir weniger. Hoffentlich fällt das in die Elternzeit des Chefs, da bin ich dann definitiv schon ausgelastet und im eigentlichen Projekt unabkömmlich.

Ich hab dann natürlich doch wieder nicht so zeitig Feierabend gemacht wie geplant, danach kurz überlegt, was ich jetzt tue und schließlich erstmal das eine Buch ausgelesen. Ist das erledigt (es war nicht wirklich gut). Gerade als ich es ins Regal zurück stellte, klingelte das Telefon. Vati dran. eigentlich hatte ich ja staubsaugen wollen, aber mit ihm zu telefonieren ist mir natürlich viel lieber. Haben wir dann auch fast eine Stunde lang getan.

21.01.2021

Manchmal sind Geschwister echt praktisch: Schwesterherz hat mich heute zum Markt abgeholt. Und hätte sie das nicht getan, hätte ich gar nichts mehr von der Sonne abbekommen. Gut. Genau genommen wollte sie zum Markt, und weil es fast auf dem Weg lag hat sie noch den Schlenker bei mir vorbei gemacht um sich Tintenpatronen abzuholen. Als sie dann da war, fragte sie, ob ich mit wolle zum Markt. Ich wollte ursprünglich erst noch was fertig machen, konnte mich aber ihrer Argumentation: „Noch scheint die Sonne, aber es zieht sich schon zu“, nicht verschließen. Also sind wir auch mal Wochentags gemeinsam auf den Markt gegangen.

Heute nicht am Fotobuch weiter gearbeitet. Während der Arbeit wollte ich nicht und bin auch gar nicht dazu gekommen, groß was nebenbei zu machen. Zum einen hatte ich mich freiwillig angeboten, die Anlage des Kollegen umzuspielen. Das hatte ich gestern bei mir schon gemacht, ich wußte also wie es geht und welche Fallstricke es gibt. Ich hätte es ihm erklären können, aber er wirkt oft, als fühle er sich überfordert, ist manchmal etwas umständlich und vor allem bin ich oft viel zu schnell für ihn und merke es erst, wenn er eine Frage zu einem Punkt stellt den ich gefühlt vor 5 Minuten schon abgehakt hatte. Außerdem war es Abwechslung für mich. Also win-win. Und dann war mein Rechner heute auch noch ganz besonders lahm, was oft dazu führte, daß ich ihm doch beim „arbeiten“ zusah, einfach weil ich dachte, gleich müsse er aber fertig sein. Zumindest wäre er gestern schon längst fertig gewesen. Morgen noch, dann hat sich das Thema für mich (und den Kollegen) hoffentlich erledigt.
(Daß wir den eigentlichen Bearbeitern in einem halb- bis ganzstündigen Meeting erklären sollen, was uns aufgefallen ist, wo Verbesserungspotential besteht, ist wieder so eine typische Management-Idee. Die stecken bis über beide Ohren in diversen Themen (wegen derer ihnen das Management auch beständig auf die Pelle rückt), da werden sie sich Aufnahmekapazitäten für Verbesserungsvorschläge haben, klar. Ich denke, ich werde das noch mal strukturiert in eine e-Mail schreiben mit dem ausdrücklichen Angebot, daß sie fragen dürfen, wenn sie noch Fragen haben. Vielleicht kommen sie ja mal dazu, das zu lesen).

Nach Feierabend wollte ich aber auch nicht am Fotobuch weiter machen. Wohin das führt, hab ich ja gestern gesehen. Stattdessen zu viel Internet, dann Sport, Abendbrot, wieder Internet. Naja. Aber immerhin ein paar der offenen Tabs geschlossen.

20.01.2021

Meine derzeitige Arbeit bringt es ja mit sich, daß ich zwischendrin viel Leerlauf habe, in dem ich wirklich nichts fachliches tun kann, denn wenn der Rechner schon auf Anschlag ausgelastet ist, sorgte jede zusätzliche Aktion dafür, daß alles noch länger dauert. Also beschäftige ich mich anderweitig. Gestern recherchierte ich, inspiriert vom Buch, das ich derzeit lese Reisen durch Japan. Da war ich ja schon mal, will aber unbedingt noch mal hin. Dabei habe ich auch eine Reise gefunden, die total spannend klingt. Und hatte natürlich prompt heftigstes Fernweh. Um das zu bekämpfen dachte ich mir, ich beginne endlich mal mit etwas, was ich unbedingt noch erledigen will, so lange Reisen nicht möglich ist (weil ich danach wieder keine Zeit mehr habe): Fotobücher aus den Fotos der vergangenen Reisen zu erstellen. Seit dem mache ich nach der Arbeit fast nichts anderes mehr. Heute habe ich wiedermal erst nach 8 Abendbrot gegessen, obwohl ich schon seit über einer Stunde Hunger hatte, einfach weil ich nicht weg kam vom Rechner. Hätte ich bloß nie damit angefangen!

(Sport wurde statt Ganzkörpertraining dann nur eins für die Füße, weil das auch mit vollem Magen ging.)

18.01.2021

Was wurde nun aus meiner Mail vom Freitag? Nicht viel. Schade, daß das erst so spät bemerkt wurde, wobei man mir natürlich keinen Vorwurf machen kann, denn ich bin ja erst 3 Tage dabei. Geändert wird jetzt akut nichts, weil das zu viel Aufwand wäre. Beim nächsten Mal dann aber.

Die Leerlaufzeiten habe ich heute mit den Sicherheitsschulungen verbracht, die wir ja online absolvieren. Etwa ein Jahr nach Beginn der Pandemie lernen wir dieses Quartal, wie man sich richtig die Hände wäscht, richtig die Maske auf- und absetzt und richtig lüftet. Letere Schulung brillierte durch excellente Logik: Aerosole können sich in geschlossenen Räumen überall ausbreiten, deswegen ist es wichtig, den Sicherheitsabstand von 1,50m einzuhalten. Auch schön fand ich die Vorgabe, daß Räume, die von mehreren Personen genutzt werden, vorher und hinterher gründlich gelüftet werden müssen. Bei nicht-Einzelbüros ist das ein bißchen wenig.

Nunja, ich habe eh nicht vor, demnächst ins Büro zu fahren – und damit meine Pflanzen das überstehen, habe ich mal den Kollegen, der bisher fast immer da war, wenn ich auch da war, gefragt, ob er bei mir auch gießen würde. Er fährt zwar im Januar auch nicht ins Büro, aber wenn er mal fährt, gießt er, hat er versprochen. Wird schon reichen, der Wasserbedarf sollte jetzt im Winter nicht so hoch sein wie im Sommer.

16. und 17.01.2021

Die Wochenenden sind ja nun kürzer als letztes Jahr, aber wenn man sich drauf einstellt, dann geht es. So hatte ich dann dieses Mal doch das Gefühl, ein erfolgreiches / gutes Wochenende gehabt zu haben.

Gut, es half auch, daß der Gemüsehändler vom Markt Donnerstag schon gesagt hatte, daß sie Sonnabend wegen der Kälte nicht kommen würden. So hatte ich den ganzen Vormittag Zeit für den dringendsten Wohnungsputz.

Sonnabend Mittag fiel dann mein Blick auf die Pyramide und ich stellte fest, daß ich sie nicht noch mal anzünden will am Nachmittag. Weihnachten also vorbei, ich habe alle Weihnachtsdeko (bis auf die beiden Skifahrer und Beleuchtung) weggeräumt. Da mir das Schwesterherz ja den ganzen Kram abgenommen hat den ich loswerden will, hatte ich nun einen großen Umzugskarton frei in den ich alles gesammelt stapeln konnte. Ich freute mich noch, wie viel Platz ich da habe und daß ich nicht wie in einem großen 3D-Tetris zirkeln muß (wie die Eltern) als mir einfiel, daß ja auch noch Kram im Flur steht. Der Karton mit der Pyramide zum Beispiel. Und schon hatte ich nicht mehr genug Platz. Der Karton mit dem Deko-Kleinkram und der Pyramidenkarton übereinander sind zu hoch für die Umzugskiste. Nebeneinander passen sie auch nicht. Da muß ich noch mal ran, wenn ich dann auch die Beleuchtung wegräume.

Sonntag war ich zu Kuchen und Tee bei Mutti eingeladen. Im Gegenzug habe ich ihr das Smartphone eingerichtet. Das war gar nicht so einfach, denn ihre Android-Version ist wesentlich neuer als die meines Tablets (10 vs. 6) und da ist alles! anders! Naja, fast zumindest. Nun muß sie sich nur noch anfreunden mit dem Gerät (was sie ja unbedingt haben wollte). Und wo ich schon mal da war, hat sie mir gleich noch den Pony eingekürzt. Ich war das letzte Mal im August beim Friseur, es ist eigentlich nicht nur der Pony zu lang (aber der war am dringensten).

15.01.2021

Ich habe mir ja vorgenommen, den beruflichen Kram gelassener sehen zu wollen. Kein Neujahrsvorsatz, ist schließlich nicht quantifizierbar, sondern eher so eine Erkenntnis, die mir während des Urlaubs kam: Mich aufzuregen hilft nix. Die Auslöser bekommen es selten mit (jetzt, wo alle von zu Hause aus arbeiten noch weniger) und mir bringt es nur Streß und auf Dauer verspannte Muskeln – und das will ja nu keiner.

Nicht mehr aufregen also – hat heute nicht geklappt. Zum einen gab es technische Probleme, die ich nicht allein beheben konnte und bei denen ich lange und sehr sehr lange nicht wußte, ob der verantwortliche Kollege reagieren und sich kümmern würde. Nachteil der Arbeit zu Hause. Wäre ich im Büro gewesen, wär ich einfach mal rüber gegangen und hätte nachgesehen, wo in den Tiefen der Halle der Kollege gerade beschäftigt ist. (Anrufen hätte auch nichts gebracht, Telefon hat er auch nur am Schreibtisch). Da war also schon Frust, auch weil klar war, daß ich mein selbstgestecktes Ziel nicht annähernd erreichen würde. Naja, vor allem weil ich mein Ziel nicht erreichen würde. Das Ziel laut Plan hatte ich für diese Anlage gestern schon übererfüllt, aber die Planung erschien mir sowieso mit sehr viel Pufferzeiten versehen.

Und dann hatte ich mir mal die Fehlermeldungen des einen Scripts genauer angesehen. War ja gar nicht meine Aufgabe, ich sollte nur ausführen, aber ich hatte ja nunmal Zeit und wollte mich ablenken. Und wenn da ein Automatisierungsscript verwendet wird, bei dem es aber bei 2 von 3 Aufgaben eine Fehlermeldung gibt – naja, dann frag ich schon mal nach, ob das so soll? „War schon immer so und irgendwann fragt man nicht mehr“, war die erste Antwort. Ok, die kam von dem Kollegen, der grundsätzlich NIE fragt. Und „immer so“ stimmt auch nicht, denn als ich noch fest in dem Projekt arbeitete, wurde diese Automatisierung noch voll genutzt. Der andere Kollege meinte, dann, daß sie keine Zeit gehabt hätten, sich drum zu kümmern. Zumindest die eine Fehlermeldung war total eindeutig, der Fehler schnell zu beheben (ok, für mich sehr schnell weil ich ähnliches erst vor einiger Zeit für mein eigentliches Projekt machen mußte, aber für alle anderen wäre das auch schnell zu beheben gewesen, wir haben ein Wiki), aber man pflegt seit fast zwei Jahren lieber die Ergebnisse händisch ein, statt sich mal die Fehlermeldungen genauer anzusehen? Gut, wir (ein Kollege und ich) sollen das Projekt unterstützen, weil es gnadenlos dem Plan hinterher hinkt und ich hab jetzt auch eine Idee, woher das kommt. Aber bei sowas gelassen zu bleiben, fällt mir dann doch recht schwer. Ich habe dann aber nicht auf die Kollegen eingehauen (die wirken eh immer, als hätten sie Angst vor mir), sondern versucht, eine neutrale Mail an die mir bekannten Verantwortlichen zu schreiben in denen ich Zeitoptimierungspotential aufzeige. (Denn der zweite Fehler hat mich in der Recherche zwar etwas mehr Zeit gekostet, weil Fehlermeldung nicht so schön eindeutig, ist aber vermutlich / hoffentlich ebenso schnell zu heben). Mal sehen, was da Montag draus wird.

Zum Ausgleich dann noch Videotelefonat mit dem Lieblingskollegen – der aber auch gerade Frust schob wegen eines anderen Kollegen. Wir haben uns zur Aufmunterung Flachwitze erzählt. Was will man auch sonst tun? Nicht nur, daß man Kollegen nicht hauen darf – man kommt derzeit auch so schwer an sie ran.

 

Weil ich da noch auf die Lösung der technischen Probleme wartete, fiel die Mittagsrunde ins Wasser. Gut, das Wetter war eh auch nicht einladend, es gab fast den ganzen Tag Niederschlag in unterschiedlichen Aggregatzuständen. Nach Feierabend merkte ich dann aber doch, daß mir die Bewegung fehlt, also hab ich die Runde dann gedreht. Vorteil: fast keine Menschen unterwegs, die man umkurven muß. Nachteil: Aufs Tageslichtkonto zahlt man da nicht ein. Ich bleib dann doch bei der Mittagsrunde. Weil ich ja sowieso runter ging, habe ich endlich auch den Biomüll mit runter genommen – und den Deckel der einen Tonne nicht aufbekommen. Der Deckel der zweiten Tonne ließ sich zum Glück mit etwas Nachdruck öffnen. Der der ersten war wohl einfach festgefroren. Kein Wunder, es hatte Nachmittags geschneit, der Schnee war dann aber wieder getaut, inzwischen waren aber wieder Minusgrade. Es waren auch alle Pfützen wunderbare Schlitterbahnen. Und der Wind war eisekalt, so daß ich mir irgendwann die Kapuze aufgesetzt habe. Aber schön wars doch.

 

 

13.01.2021

Total entspannter Arbeitstag heute, eigentlich. Ich bin jetzt für drei bis 5 Tage an ein anderes Projekt verliehen und muß da nicht viel machen. Hauptsächlich: Batchscript starten, lange warten, Ergebnis kontrollieren und ablegen, anderes Batchscript starten, sehr lange warten, Ergebnisse kontrollieren. Parameter ändern und wieder von vorn. Beim ersten Mal war ich noch nervös, aber dann war es hauptsächlich – langweilig. Und so ein Tag, den man hauptsächlich mit warten verbringt, fühlt sich auch nicht sonderlich erfolgreich an, selbst wenn es Ergebnisse im erwarteten Umfang gab. Ich hatte ja die Hoffnung, kurz vor Feierabend noch mal eine Runde starten zu können, dann hätte ich wenigstens ein mal Wartezeit gespart, hat aber nicht geklappt, leider. Morgen vielleicht, da bin ich ja am Anfang schon schneller. Und ich muß mir dringend was überlegen, was ich gut in den Wartezeiten erledigen kann, ohne daß mich die eigentliche Aufgabe jedes Mal zu sehr rausreißt.

 

Nach Feierabend gab es Gewitter. Im Winter! Mit ordentlich Wind und viel Regen der dann zu Schnee wurde. Plötzlich war alles weiß. Nicht viel allerdings. Aber zumindest die Wiese ist noch weiß überzogen.

12.01.2021

Die Leuchtmittel von Küche und Schreibtischlampe getauscht und mich gefragt, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Mit der Lichtsituation am Schreibtisch war ich ja seit Beginn der Arbeit zu Hause nicht so recht zufrieden. Anfangs war da nur eine klassische 40 Watt Glühlampe drin. Reichte für die gelegentlichen Arbeiten am Schreibtisch bis dahin, war mir als permanente Beleuchtung zu wenig, weswegen ich sie durch eine LED-Lampe ersetzte die in etwa einer klassischen 60-Watt-Lampe entsprach. War mir immer noch zu wenig, ich ersetzte sie durch eine LED mit noch mehr Watt (und Lumen) aber wirklich besser wurde das auch nicht. Nun also die Energiesparlampe aus der Küche. Die habe ich damals noch in Braunschweig gekauft, für die Küche und Ziel war: sie soll mich morgens wach machen. Also kaltweißes Licht und so hell wie möglich. Und ich denke, gerade das kaltweiße macht den Unterschied. Die Ikea-LED haben nämlich leider alle einen ziemlich hohen Rotanteil, sind also „gemütlich“, was zum Arbeiten nicht paßt – und auf mich auch immer eher dunkel wirkt. Jetzt also weiß und hell! Hätte ich früher drauf kommen können.

Abends fast eine Stunde mit Vati telefoniert. Das war schön. Er ist ja derzeit zur Kur, da hatte ich sowieso mal anrufen wollen, damit er sich nicht einsam fühlt. Heute hatte ich nun wirklich allen Grund dafür, hatte ich doch eine Karte von ihm im Briefkasten. Es geht ihm gut und er ist dort offenbar der fitteste von allen. Zumindest hat er tatsächlich nur das, weswegen er dort ist und nicht noch diverse weitere Krankheiten/Probleme. Und das Buch, das ich ihm mitgegeben habe, hat er schon fast durch.

11.01.2021

Der Tag begann doof. Zwar hatte es über Nacht geschneit und morgens war alles weiß überpudert, aber meine Laune war deutlich ausbaufähig. „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.“ Es half auch nicht viel, daß ich die Lösung für ein Problem gefunden habe, mit dem wir schon länger kämpfen (und von dem ich immer noch nicht weiß, wie wir uns das eingehandelt haben. Aber wir haben eine Lösung!). Und auch nicht, daß es den halben Tag lang schneite, denn die Temperatur lag über den Gefrierpunkt, es blieb also nicht liegen. Etwas neidischer Blick nach Spanien, insbesondere Madrid, wo es am Wochenende 1m Schnee gegeben hatte. Übereinander. Gut, sie sind dort überhaupt nicht darauf eingestellt, weder auf die Temperaturen noch auf die Schneemengen, aber sich direkt vor der Haustür auf die Langlaufski stellen zu können, das hätte schon was. Winterurlaub wird dieses Jahr ja eher ausfallen.

Weswegen auch die Urlaubsplanung die Laune nicht hob. Die sollten wir bis Mitte der Woche abgeschlossen haben, weswegen ich sie heute machte, aber: Wie soll man denn planen in diesem Jahr? Ich hoffe jetzt einfach mal, daß der Norwegenurlaub ein Jahr später dann doch klappt. Und der Wanderurlaub im Herbst sowieso. Aber in der ersten Jahreshälfte? Mein Chef bat aber drum, wirklich alle Tage zu verplanen (verlegen geht immer später noch, wenn es dann keine Kollisionen mit den Urlauben der Kollegen gibt), also hab ich einfach noch die Woche um meinen Geburtstag als Urlaub geplant. Wegfahren werde ich da sicherlich nicht, aber wenn ich Glück habe, ist schönes Wetter.

Laune also untermittelprächtig, keine Lust auf gar nichts, aber ich hatte gestern in der Mediathek „Die Wahrheit über … Licht“ gesehen und war dran erinnert worden, wie wichtig Tageslicht für das Wohlbefinden ist. Also bin ich doch relativ zeitig nach dem Mittag noch mal eine Runde raus gegangen und habe den Spaziergang genossen – so gut es eben ging bei Wind von vorn mit nassem Schnee. Danach dann noch eine virtuelle Teepause mit dem Lieblingskollegen – und dann war die Laune gar nicht mehr so übel.

10.01.2021

Der Weihnachtsbaum war bewohnt, und weil die Bewohner von der Pflanzenexpertin der Familie als Wollläuse identifiziert wurden, mußte er heute ausziehen. Wollläuse möchte ich nicht an meinen Zimmerpflanzen haben. Das habe ich heute gleich nach dem Frühstück erledigt und bin direkt im Anschluß eine Runde spazieren gegangen. Fast direkt. Als ich mit dem Baum aus dem Haus kam, standen Schwesterherz und Freund davor, um mir den Umzugskarton von gestern und den Karton mit dem Teil, bei dem ich noch mal überlege zurückzubringen. Also bin ich doch noch mal hoch – und habe ihnen auch im Gegenzug gleich noch die Schuhe mitgegeben, die ich loswerden will.

Ich hatte direkt nach dem Frühstück ja überlegt, ob ich wirklich erst den Baum abschmücke oder nicht doch lieber gleich erstmal raus gehe, denn es waren Flecken von blauem HImmel in all dem grau da oben zu sehen, gelegentlich kam sogar die Sonne durch und wer weiß, wie lange das anhält. Aber den Baum nicht mehr im Wohnzimmer zu haben war mir dann doch wichtiger. Allerdings habe ich alles nur abgenommen und in die entsprechenden Kisten gelegt, die dann aber so kreuz und quer stehen lassen. Ich hätte mir fast noch mehr Zeit lassen können mit dem Losgehen, denn im Laufe der Zeit klarte es immer weiter auf, am Ende war der Himmel fast wolkenlos. Andererseits wäre der Park noch später natürlich noch voller gewesen. War schon ok so.

Nach dem Mittagessen habe ich erstmal Mittagsschlaf gemacht, denn die letzte Nacht war eher seltsam und ich nun müde. Dann ging es ans Verräumen der Weihnachtsdeko. Oder doch nicht, denn ich bin zu dem Schluß gekommen, daß ich alles andere noch stehen lassen möchte. So gab es Tee und Plätzchen auf dem Sofa dann bei Kerzenlicht und mit Pyramide.

Vorteil, daß das Schwesterherz mir alle Sachen abgenommen hat, die ich loswerden wollte (also neben der Tatsache, daß ich mich da jetzt nicht mehr drum kümmern muß): Ich habe da jetzt einen großen leeren Umzugskarton, in dem ich die gesamte Weihnachtsdeko sammeln kann, die bisher an mehreren Stellen verteilt war. Also dann, wenn ich dann alles verräume. Im Moment ist da nur der Baumschmuck und die Lichterketten drin. Und viel Luft.

Was dieses Jahr definitiv doof ist: ich muß Montags wieder arbeiten. Letzten Montag fand ich das ja noch nicht so schlimm, und die Woche über hatte ich zwar immer mal Schwierigkeiten, welcher Wochentag nun sei, aber der 5. Arbeitstag war auch nicht so gravierend. Daß meine Wochenenden jetzt nur noch 2 Tage haben ist aber richtig doof. Da schafft man doch nichts mehr! Gut, ich werde mich wieder dran gewöhnen, aber ich vermute, für 2022 werde ich wieder die 4-Tage-Woche beantragen. Vielleicht ist dann auch nicht mehr Pandemie und ich kann dann tatsächlich über die langen Wochenenden andere Städte besuchen.