12 von 12 – Juli 2018

So. Zwölfter Tag des Monats, Zeit für 12 Fotos vom Tag.

Beim Wachwerden heftiger Regen.

Das Müsli heute morgen saisonal ergänzt mit roten Johannisbeeren (frisch aus dem Kühlschrank, darum so matt).

Auf dem Küchentisch die Blümchen vom Wochenende (ja, man kann auch Dill in die Vase stellen).

Als ich los gehe, hat der Regen erstmal etwas nachgelassen und regnet mit verminderter Intensität. Während ich auf die S-Bahn warte, dreht er aber wieder auf.

Auch der Fernsehturm ist heute reichlich matt (und kurz nach dem Foto zur Hälfte verschwunden).

Arbeit, Heimweg, einkaufen, Heimweg ohne Foto.
Zu Hause erstmal Kontrolle auf dem Balkon. Alles reichlich naß.

Dann Einkäufe verräumen. Die Melone gibt es morgen als Nachmittagssnack (die Hälfte davon).

Zum Abendbrot eine große Schüssel Salat….

…. und was dazu.

Zum Nachtisch Erdbeeren mit Vanillesoße (noch vom Rhabarber übrig und muß so langsam weg).

Und dann kommt, kurz bevor sie unter geht die Sonne doch mal raus heute.

Und kurz danach gibt es sogar einen großen Flecken blauen Himmel.

Inzwischen ist bis auf einen orangenen Streifen am Horizont wieder alles grau.

 

Die anderen Teilnehmer gibt es diesmal nicht wie immer bei „Draußen nur Kännchen“, wie ich gerade feststellen mußte. Ich wünsche gute Besserung!

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Schön und gut – KW 27/18

Dienstag wieder mit dem Fahrrad auf Arbeit gewesen und dann nach Hause gefahren. Und obwohl ich auf dem Hinweg nur ca. 2 Kilometer tatsächlich mit dem Fahrrad gefahren bin hatte ich im Büro angekommen deutlich bessere Laune als sonst. Der Rückweg war auch toll – bis mir dann die Kette vom Ritzel gesprungen ist und sich zwischen Ritzel und Rahmen verhakte. Gut: ich habe auf der Suche nach einem Fahrradladen ein paar Leute angesprochen und nachgefragt, ob sie wüßten, wo ich einen finde. Hat leider nicht geholfen, im Sprengelkiez gibt es keinen Fahrradladen mehr. Nunja.

Mittwoch mal wieder eine größere Aufgabe auf Arbeit abgeschlossen. Aber ach… es ist alles komisch dort.

Wochenende war besser.

Am Sonnabend bin ich am Nachmittag zu den Eltern in den Garten gefahren. Wir haben da schön gesessen, Kaffee bzw. Tee getrunken und Kuchen gegessen und gequatscht. Viel gequatscht. Und irgendwann stellte ich völlig überrascht fest, daß es schon halb 7 war. Bin dann noch deutlich später mit zwei Zucchini, Zuckererbsen und Blümchen im Gepäck wieder nach Hause gefahren. (Und stellte da fest, daß „heute fahre ich aber langsamer“ eher nicht geklappt hat – waren nur 19,5 Durchschnitt statt der 20,5 vom Dienstag).

Sonntag war ich wieder wandern. Spontan entschieden am Sonnabend, was möglich war, weil es keine Teilnehmerbeschränkung gab. Das führte aber zu einer ziemlich großen Gruppe (über 40, glaub ich), und das ist mir nix. Beim Losgehen merkte ich ziemlich schnell, daß ich keinen Bock auf Kommunikation habe. Könnte aber auch daran gelegen haben, daß ich gleich zu Anfang zwei eher unangenehme Männer in der Nähe hatte („in Amerika nennen wir das slimy“, sagte meine Mitwanderin über den einen), denn ziemlich bald war ich doch in ein Gespräch verwickelt und hatte dann gute und interessante Unterhaltung für den Rest der Wanderung.
Vom S-Bahnhof Heerstraße aus sind wir erstmal auf den Drachenberg hoch. Blick über Berlin.

Dann ging es wieder runter, auf halber Höhe um den Teufelsberg drumrum, ganz runter, am Teufelssee vorbei und dann zum Grunewaldturm. Dort im Biergarten Mittagspause. Wildschweinburger gab es, den ich sofort ausprobieren mußte. Und eine Liveband spielte Swing. Das fand ich ganz besonders schön und passend: es paßte zum Wetter und irgendwie auch zu einem Biergarten in Berlin denn in den 20ern sind die Berliner am Wochenende ja immer raus ins Grüne in die Ausflugslokale geströmt um der Enge der Mietskasernen zu entfliehen.

Nach der Pause ging es dann an der Havel, bzw. über den Havelhöhenweg

weiter bis zum Strandbad Wannsee vor dem die BSR eine riesige Konservendose aufgestellt hat.

Von dort ging es dann zum S-Bahnhof Nikolassee. Die meisten sind dann dort noch in den Biergarten gegangen, aber ich hatte erstmal genug Kommunikation und außerdem wollte ich wenigstens noch ein bißchen im Haushalt machen, da war am Wochenende außer Einkaufen nichts passiert. Und auch wenn ich wegen viel Sonne und warm und unterhalten auf Englisch ziemlich müde war, habe ich nach einer Pause auf dem Balkon tatsächlich am Abend noch etliches erledigt.

 

 

 

WMDEDGT – Juli 18

Es ist wieder der 5. des Monats (zum 7. Mal schon dieses Jahr) – es ist also wieder Zeit für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT).

Der Jetlag vom Urlaub ist definitiv vorbei, ich werde wieder vom Wecker geweckt und bin nicht schon eine Stunde früher wach. Um 7 klingelt er, der Wecker, zu den Wirschaftsnachrichten (ca. 7:20) stehe ich auf. Bad, dann entscheiden, was ich heute im Büro anziehen will, dann in die Küche, Frühstück. Vor dem Frühstück noch schnell die restlichen Erdbeeren von gestern klein geschnippelt, um sie heute wieder mitzunehmen (wenn sie eh schon klein sind, stört weiteres Vermatschen durch den Transport nicht so. Alles Mitzunehmende (Bürosachen, Erdbeeren, Wasser) in die Fahrradtasche stapeln, und ziemlich genau um 8 verlasse ich die Wohnung.

Als ich das Fahrrad aus meinem Kellerverschlag schiebe stelle ich fest, daß die Kette nicht mehr auf dem Kettenblatt sondern eher auf der Tretkurbel hängt. Vermutlich noch eine Folge vom Dienstag, da war mir die Kette vom Ritzel gesprungen. Hab ich wohl nicht richtig wieder repariert. Mist. Also wieder Finger dreckig machen. Immerhin ist „Kette wieder aufs Kettenblatt“ bugsieren einfacher als „zwischen Ritzel und Rahmen eingeklemmte Kette wieder richtig positionieren. Und ich hab ja seit Dienstag eine Packung Taschentücher in der Radtasche (brauche aber nur das eine eh frische aus der Hosentasche). Nur wird es so langsam zeitlich knapp mit der S-Bahn und ich fahre nicht so entspannt wie sonst, sondern ziemlich zügig zum Bahnhof. Die Bahn mit dem sicheren Anschluß ist auch schon weg, das Umsteigen klappt aber auch mit der knappen Variante.

Der Kollege, der mich seit letztem Jahr zum Fahrradfahren überreden wollte ist nach Urlaub und Krankheit wieder da. Ich treffe ihn beim Teekochen in der Teeküche. Er erzählt gleich ein wenig vom Urlaub. Danach gehe ich mich umziehen und beginne die Arbeit. Mails lesen, nachsehen, ob in der Übersicht schon zu sehen ist, was gestern getestet wurde. Dann versuche ich, mich in ein für mich neues Projekt reinzufinden. Das Projekt ist leider so gar nicht neu, nur ist von denen, die das mal machten quasi niemand mehr in der Firma. Einer noch, aber der ist im Urlaub gerade. Das macht die Sache nicht einfacher, denn viele Arbeitsmethoden sind nicht beschrieben. Als das Projekt noch aktuell war, wußten ja alle, wie es geht… (Merke: immer aufschreiben! Alles aufschreiben! Erst Recht, wenn sich die Methoden bei neuen Projekten ändern!).

Mittagspause. Das Gespräch dreht sich um Toiletten. Nunja. Danach Geländerundgang mit Eis. Das hat mir der Ex-Urlauber spendiert – für 100 gefahrene Kilometer hatte er mir ein Eis versprochen, und die hab ich längst zusammen.

Nach dem Mittagessen weiter versuchen zu verstehen, wie was ging. Zwischendurch ist mein Chef da und holt noch den einen Projektleiter dazu um zu klären, wie viel ich jetzt für welches Projekt arbeiten soll. Lustig, wie der Projektleiter, der eben noch nicht bereit war, einen Aufwand zu nennen, plötzlich böse wird bei der Erwähnung, daß ein anderer Projektleiter darauf wartet, daß ich endlich für sein Projekt arbeite. Wir einigen uns dann aber tatsächlich noch.

Halb 6 packe ich zusammen, ziehe mich um und mache mich auf den Heimweg. Gestern Nachmittag saß ich noch im Büro und dachte wie schade es ist, daß ich nicht mit dem Rad heimfahren kann (weil ich es nicht dabei hatte), heute denke ich auf dem Weg zum Fahrrad eher „soooo weit, so richtig Lust hab ich gar nicht“. Ich nehme trotzdem die lange Strecke und nicht nur die kurze zur S-Bahn. Und eigentlich ist der Weg ja zu 2/3 auch sehr schön. Immer am Wasser entlang. Bei den Kanupolo-Spielern mache ich einen Trink- und Fotostop.

Zwischendurch war die Laune wesentlich besser und ich habe das Radeln genossen, aber bei Kilometer 17 ungefähr ist sie wieder da, die Frage: „Warum mache ich das eigentlich?“

Die Laune wird nicht mehr besser, ein paar Kilometer weiter stelle ich (allerdings dann doch leicht amüsiert) fest, daß das Wort „Sackratten“ zu meinem Beschimpfungsrepertoire gehört. (Ich hab es nur gedacht). Und dann ist es auch noch vorbei mit dem Weg im Grünen und ich muß durch den echten Stadtverkehr. Der ist eigentlich gar nicht so schlimm, und die Ausschilderung ist auch gar nicht so schlecht. Aber meine Laune… ist ein gutes Zeichen dafür, daß ich entweder zu schnell unterwegs war oder aber die Strecke zu weit, oder beides. Jedenfalls bin ich ziemlich K.O. und damit unleidlich. Trotzdem fahre ich noch bei der Schwester vorbei, Balkonblumen gießen. Einige sehen verdammt traurig aus. Es war heute aber auch richtig heiß.

Der Fernsehturm, fällt mir auf, sieht aus, als wäre er frisch poliert. Er strahlt und glänzt heute richtig.

Dann fahre ich nach Hause und gieße auch dort erstmal alles auf dem Balkon (es ist inzwischen ca. 8). Dann überlege ich, ob ich erst dusche oder erst esse, entscheide mich ein paar Mal um, bringe endlich den Müll weg und mach mir dann doch erstmal etwas zu essen. Ich bin noch bei den Vorbereitungen, da klingelt das Telefon. Die Eltern sind von ihrem Kurzurlaub zurück. Ich kann aber auf später vertrösten, denn ich muß wirklich dringend was essen. Das mache ich dann auf dem Balkon und danach telefonieren wir, bis es mir dort zu kalt wird. Dann mache ich mir eine Portion Rhabarberkompott mit Vanillesoße. Ich starte den Rechner und ärgere mich, daß ich das nicht schon viel früher gemacht habe, denn er ist ja nicht mehr der jüngste und braucht fast eine Viertel Stunde, bis ich endlich den Blogartikel schreiben kann.

Jetzt noch duschen, dann ins Bett.

Die anderen Teilnehme der Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Nachtrag: Fast 25 km, um die 30°C.

Schön und gut – KW 26/18

Montag Abend versucht, mit einer Mischung aus Yoga und Dehnungsübungen die verspannte Nacken-/Schulter-/Rückenmuskulatur zu lockern. Hat tatsächlich ein bißchen funktioniert.

Dienstag wollte ich eigentlich wieder das Rad mit zur Arbeit nehmen und dann den Rückweg radeln. Es war aber morgens so grau und trüb und kalt, daß ich dazu nicht sonderlich motiviert war. Dafür habe ich dann abends tatsächlich eine halbe Stunde lang anderen Sport gemacht.

Mittwoch gab es dann den tatsächlich letzten Spargel der Saison (der Rest aus dem Kühlschrank) und außerdem brachten meine Eltern die erste Zucchini der Saison vorbei.

Donnerstag endlich den neuen Perso beantragt – und zwar im schönsten Bürgeramt das ich kenne (zumindest das äußere drumrum). Ich habe mich noch mal sehr gefreut, daß ich tatsächlich dort einen Termin ergattern konnte, der zeitlich für mich noch paßte.

Abends hatten wir wieder Abteilungsstammtisch und weil ich damit ja inzwischen angefangen habe, bin ich mit dem Kollegen gemeinsam mit dem Fahrrad hin gefahren. Diesmal waren wir (also vor allem ich) schon deutlich schneller unterwegs. Italiener lag ungefähr mittig zwischen den S-Bahnhöfen Tegel und Wittenau und weil dort öfter Züge fahren, bin ich nach dem Stammtisch dann zu letzterem geradelt. Das hat nur so bedingt funktioniert (eine Bahn gerade weg, die nächste fällt aus, die danach kommt in 18 Minuten). Aber dafür war die Sonne schön golden.

Freitag war ich einfach nur müde. Das war nicht schön, ich wollte es aber aus Chronistendings festhalten.

Sonnabend habe ich auf dem Balkon gefrühstückt, obwohl es dazu eigentlich nicht so wirklich warm genug war (18°C und Wind). Aber dann zieht man sich eben einen Pulli über. Und die Daunenweste.

Am Nachmittag feierte eine Freundin ihren runden Geburtstag. Sie wohnt so, daß ich mit Fahrrad tatsächlich deutlich schneller dort bin als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil ich die Zeit vertrödelt hatte und eh schon zu spät dran war (und ja eh mit Fahrradfahren angefangen habe), hab ich also das Rad genommen. Ich wollte noch vor 4 dort sein und hab das auch geschafft (2 Minuten vorher). Und ich war auch nur ganz wenig außer Atem.
Es waren fast nur Leute da, die ich nicht kannte, aber inzwischen komme ich damit gut klar und kann auch mit komplett Fremden erstaunlich gute Gespräche führen.
Für die Rückfahrt hatte ich mir die Option offen gehalten, mit der S-Bahn zu fahren, aber das wäre schon ein riesiger Umweg gewesen und überhaupt… und es rollte sich wunderbar zurück. Die Straßen waren fast leer, es war noch nicht richtig dunkel – es war einfach toll.

Sonntag Frühstück wie Sonnabend. Zum Mittagessen konnte ich immerhin auf die Weste verzichten. Und ich habe die erste Biene auf dem Balkon gesehen! Seit letztem Jahr achte ich ja auf bienenfreundliche Bepflanzung der Balkonkästen. Letztes Jahr hat das leider nicht viel gebracht, außer Junikäfern hat mich fast nichts besucht. Ich hab nicht mal die Hummeln gesehen, die mich die Jahre vorher immer besucht haben. Dieses Jahr habe ich fast immer eine Schwebfliege zu Besuch. Einen Nachtfalter habe ich auch schon gesehen. Und heute eben die erste Biene, ha! Und kurz danach gleich noch eine zweite. Und später dann auch noch eine Hummel. (Ich finde es ja sehr niedlich, wenn sie so in die Blüten eintauchen).

Ein Kohlweißling kam später auch noch vorbei. Nur Junikäfer hatte ich dieses Jahr nur zwei.

Schön und gut – KW 25/18

Am Montag habe ich in der S-Bahn nach Hause jemanden getroffen, den ich vom Wandern kenne, aber schon ewig nicht mehr gesehen habe. Da er im wissenschaftlichen Bereich arbeitet, hatte ich vermutet, daß er inzwischen weiter gezogen ist, in eine andere Stadt, ein anderes Land. Aber er arbeitet einfach nur viel zu viel, so daß er keine Zeit mehr hat wandern zu gehen, geschweige denn, Wanderungen vorzubereiten. Von dem, was er erzählt, was er so macht habe ich nicht viel verstanden, den Biochemie ist so gar nicht mein Bereich, aber es war trotzdem Klasse, ihn mal wieder getroffen zu haben.

Montag und Mittwoch habe ich auf Arbeit Aufgaben so richtig abgeschlossen. Ein gutes Gefühl. Freitag hätte das fast auch noch mal geklappt, wenn nicht ein Kollege ein Dokument, das ich noch ändern muß, ausgecheckt hätte, so daß ich derzeit nicht dran komme (er kommt erst morgen wieder).

Und Donnerstag bin ich tatsächlich mit der Fahrrad auf Arbeit gewesen und die ganze Strecke zurück gefahren (hin habe ich noch die S-Bahn genutzt). Geplant war das von Anfang an für Donnerstag, weil der eine radfahrende Kollege sich am Donnerstag mit Kumpels bei mir in der Gegend getroffen hat und meinte: „Dann bring ich dich mit dem Rad nach Hause“. Leider sah zwischendurch die Wettervorhersage so gar nicht gut aus, Donnerstag früh hieß es aber, es würde nur Mittags regnen, also habe ich tatsächlich das Rad genommen. Es regnete dann auf’m frühen Nachmittag auch noch mal, aber ab halb 5 sah es gut aus, und wir sind tatsächlich trocken angekommen. Nur der Wind, der war ganz schön heftig. Wir hatten ihn allerdings nur kurz direkt von vorn. Die Strecke selbst war auf der ersten Hälfte schön grün. Und die zweite Hälfte war weniger anstrengend als vorher befürchtet. Ich überlege tatsächlich, das öfter zu machen. Es sind aber fast 30km und ich habe insgesamt, von Ausstempeln bis Wohnung, 2 Stunden gebraucht. Das ist schon eine ganze Menge.

Das Wochenende war kalt, grau und regnerisch und ich habe hauptsächlich nix gemacht, aber immerhin auch diversen Papierkram erledigt. Außerdem gab es den letzten Spargel der Saison. (Naja, fast, ein paar Stangen hab ich noch im Kühlschrank, das wäre sonst zu viel geworden.)

 

Schön und gut – KW 24/18

Auf dem Fußboden gelegen, aus dem Fenster gesehen und die Mauersegler beim Fliegen beobachtet.

Große Teile des Sonnabends lesend auf dem Balkon verbracht. Und dann gab es auch noch frische selbstgebackene Rhabarbermuffins! Abends gab es noch einen schöner roter Sichelmond kurz vorm Untergehen.

Sonntag Cousinengeburtstagsfeier im Garten. Mit grillen und Kuchen und vielen interessanten Gesprächen. War super. Und außerdem habe ich mein Fahrrad wieder mit einem Fahrradcomputer ausgestattet. Plan ist, demnächst des öfteren mit dem Fahrrad von Arbeit nach Hause zu fahren. Mal sehen, was draus wird.

12 von 12 – Juni 2018

Balkonerdbeeren

Frühstück: Müsli mit gekauften Erdbeeren

Warten auf die S-Bahn

Der Himmel eher unfreundlich, aber kurz schien die Sonne durch diese Wolkenlücke

„Kunst“ in der Spüle der Teeküche

Feierabendhimmel

Update vom Baum – sind doch Kirschen!*

Die Kerze verbeugt sich

Heimweg unter Linden

Kein Abendbrot auf dem Balkon da zu kalt – aber Sonnenstrahlen!

Wäsche abnehmen

Mmmmmmm! Rhabarberkompott mit Vanillesoße

 

Die anderen 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen

 

* Im Frühling erklärte mir eine, das könne keine Kirsche sein, denn Kirschen blühen so zeitig noch nicht. Das wäre wohl ein Mandelbaum. Pfff!

Schön und gut – KW 23/18

Balkonerdbeeren. Sooo lecker. Und überhaupt der Balkon. (Fast) jeden Abend habe ich darauf verbracht. Überhaupt das Wetter – ich glaub, wir hatten jetzt schon mehr Sommer als das ganze letzte Jahr zusammen. Da gehört nicht viel zu, aber es ist ja erst Anfang Juni, der eigentliche Sommer kommt ja erst noch. Und auch wenn das ziemlich wahrscheinlich ein Zeichen für die Klimaveränderungen sind, finde ich es ziemlich gut, gerade.

Donnerstag war ich nicht auf dem Balkon, da war ich mit dem Schwedischkurs beim Koreaner/Japaner. War ziemlich lecker und wir haben uns richtig gut unterhalten – wenn auch kaum auf Schwedisch.

Und dann war da der Sonnabend, an dessen Ende ich dachte „so ein toller Tag“ und völlig K.O. ins Bett gefallen bin. Er begann sehr zeitig, den um 9 wollten wir (Schwesterherz und ich) in Großbeeren sein. Das dauert ein bißchen von mir aus. Und einen Salat wollte ich vorher auch noch fertig machen. Pünktlich kurz vor 9 waren wir in Großbeeren, haben uns dort mit ein paar Kollegen von mir getroffen und waren dann 2 Stunden Wasserski fahren. Also wir hatten die Bahn zwei Stunden für uns. Ich hab zwischendurch schon auch Pausen gemacht, denn das ist verdammt anstrengend. Bei den ersten beiden Versuchen bin ich nicht sonderlich weit gekommen, aber bei dritten klappte es dann plötzlich und ich bin bis zur zweiten Wende gekommen. Da wurde mir der Zug zu stark und die Geschwindigkeit zu hoch und ich bin erstmal baden gegangen. Beim nächsten Versuch klappte aber auch das und ich hab zwei Runden gedreht (bis sich meine Rückenmuskulatur zu sehr über die ungewohnte Belastung beschwerte). 4 Runden habe ich in meinem längsten Lauf (dem letzten) geschafft – die letzte Gerade mit heftig schmerzenden Muskeln im Rücken und den Händen. Aber ich wollte bis zum Ausstiegspunkt fahren um nicht ewig zu Fuß gehen zu müssen… Bei diesem letzten Lauf bin ich auf den Geraden dann auch schon Slalom gefahren. Zum einen waren die Geraden sonst etwas langweilig, zum anderen sorgte es auch für etwas andere Belastungen der Muskulatur.
Nachdem die zwei Stunden rum waren, hatten wir dann noch den Grillplatz für uns (darum der Salat). Da haben wir dann noch schön gesessen, gegessen, gequatscht. Und das Schwesterherz und ich waren noch im Badeteich der Anlage baden.
Danach sind wir zwei noch in den Garten der Eltern gefahren, wo die Cousinentochter Jugendweihe feierte. Wir haben schön im Garten gesessen, Kuchen gegessen, gequatscht… und Abends gab es für uns noch Kostproben des Mittagessens, das wir ja verpaßt hatten.
Und es war nicht nur die ungewohnte sportliche Belastung, sondern auch die große Hitze am Tag, die dafür sorgte, daß ich um 10 dann völlig fertig ins Bett gefallen bin. Aber: Es war super toller Tag.

 

Der Sonntag begann dann dafür sehr langsam. Ich habe in sehr vielen Teilen des Körpers Muskelkater. Deswegen war die Nacht auch nicht so erholsam (super Idee, sich wenn man wegen hochsommerlicher Temperaturen nachts eh nicht gut schlafen kann auch noch einen Ganzkörpermuskelkater zuzulegen der jede Bewegung schmerzhaft werden läßt). Aber irgendwann nach dem Frühstück war dann plötzlich doch Energie da und ich habe relativ zügig in der Wohnung klar Schiff gemacht und damit wesentlich mehr geschafft als ich beim Frühstück noch für möglich hielt. Den Rest des Tages habe ich dann aber lesend auf dem Balkon verbracht. Auch sehr schön.

WMDEDGT – Juni 18

5. des Monats – Tag des Tagebuchbloggens („Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“)

 

5 nach 6 gucke ich auf den Wecker und stelle fest, daß man durchaus aufstehen kann. Draußen ist es grau. Bad, Küche für Frühstück.  Ich verzichte auf den Tee – mir ist so schon zu warm, da will ich nicht auch noch heißen Tee trinken. Da der Wetterbericht dabei bleibt, daß es 26°C werden sollen und die bei der aktuellen Luftfeuchtigkeit echt unangenehm sind, entscheide ich mich für „kurz“ bei der Oberbekleidung. Kaum hab ich die Wohnung verlassen, drehe ich aber noch mal um und hole eine Jacke. Es ist doch noch ziemlich frisch, das merkt man sogar schon im Hausflur (Kunststück, diverse Fenster sind offen).

Am Bahnhof hole ich mir meine Erdbeeren – die haben mir im Urlaub echt gefehlt, die Erdbeersaison war in Usbekistan schon vorbei.

Der erste Arbeitstag nach dem Urlaub ist ja immer spannend. Diesmal war die Überraschung, daß mein Schreibtisch einen Monitor verloren hatte (der auf dem Schreibtisch gegenüber stand). Außerdem stellte sich heraus, daß in meiner Abwesenheit bis zu 3 Leute meine beiden Büropflanzen gegossen haben (ohne voneinander zu wissen). Die große hat nur einen Untersetzer, der offenbar deutlich übergelaufen war. Das war weggewischt worden, der Knäuel Papierhandtücher lag aber noch da (???). Die kleine Grünlilie stand bis fast zum Rand des Übertopfs im Wasser, das schon vor sich hinmoderte. Erste Amtshandlung des Tages war also, die Grünlilie trocken zulegen. Dann Tee holen und danach mit Tee zur Kollegin und mir erzählen lassen, was in den letzten 2 Wochen so passiert ist (erstaunlicher Weise fast nix, das ist sehr ungewöhnlich). Dann die Mails der letzten zwei Wochen gelesen.

Meine Motivation ist noch nicht wieder aufgetaucht und der Tag zieht sich. Dazu ist es immer noch grau und auch nicht warm geworden draußen. Im Büro ist mir echt kalt, den Heizlüfter will ich aber auch nicht anmachen. Irgendwann ist immerhin endlich Mittagspause und in der Kantine ist es warm. Auf das Eis nach dem Mittag verzichte ich aber.

Beim Tee stellen der Kollege und ich fest, daß wir beide keine Lust auf Arbeit haben, aber es hilft ja nichts. Absprache mit der Kollegin, was sie während meiner Abwesenheit erledigt hat und wie ein Problem zu lösen ist. Dann mache ich da weiter, wo ich vor dem Urlaub aufgehört habe. Zwischendurch futtere ich immer Erdbeeren. Eigentlich wollte ich heute nur die Hälfte essen und morgen dann den Rest. Wenn ich so weiter mache, wird das nix.

10 nach 5 Feierabend und Heimfahrt. In der zweiten S-Bahn spricht mich plötzlich ein Kollege an. Den hatte ich gar nicht gesehen. Leider will ich nach einer Station schon wieder raus. Ich überlege inzwischen ernsthaft, zumindest den Heimweg zumindest gelegentlich auch mit dem Fahrrad zurückzulegen. Da ich ja aber immer noch kein Smartphone besitze, will ich mich mir mal die altmodischen Navigationsmittel (also Fahrradkarten) im Buchladen ansehen. Und von da geht es dann (wie sowieso eigentlich fast immer) zu Fuß nach Hause. Und: mir war den ganzen Tag im Büro kalt, aber für den Heimweg war ich perfekt angezogen. (Morgen aber lieber Jeans und auf dem Heimweg schwitzen, dafür im Büro nicht frieren.)

Vor den Briefkästen treffe ich einen Nachbar von weiter oben, der meine Balkonbepflanzung sehr sehr lobt (kann er von oben sehen). Die Kästen sind aber auch schön dieses Jahr, da hatte ich Glück bei der Auswahl.

[Das gelbe ist Goldzweizahn, auch Bidens genannt, gibt es inzwischen in diversen Varianten. Es soll bienenfreundlich sein, weswegen ich auswählte. Und wenn man das Verblühte immer fleißig entfernt (und ggf. im späteren Sommer mal kräftig zurückschneidet), dann blüht das bist zum Frost wie blöde. Die Minipetunien dazu sehen toll aus, blühen aber im anderen Kasten gerade wieder fast gar nicht. Die habe ich noch nicht verstanden.]

Gießen auf dem Balkon. Abendessen vorbereiten. Viel Grünzeug und ein Käsebrot. Die Usbeken essen sehr fleischlastig und eher wenig Gemüse, da fehlte mir das Grünzeug schon sehr. Abendessen auf dem Balkon. Leider hängt gerade eine dicke graue Wolke vor der Sonne. Als diese dann wieder rauskommt, ist mir schon zu kalt (der Wind!) und ich verschwinde nach drinnen. Dort verschicke ich gleich erstmal endlich das Gruppenfoto aus dem Urlaub an die anderen Reiseteilnehmer. Im dritten Anlauf habe ich auch endlich alle Adressen richtig.

Und gerade eben fällt mir ein, daß ich ja noch die verbliebenden Erdbeeren für morgen fertig machen wollte (ausschneiden, das Grüne ab). Das mache ich jetzt noch schnell, dann geh ich endlich ins Bett. Is eh schon wieder zu spät.

 

Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Wanderung Falkenberg – Blankenburg

Und dann war ich ja Sonntag noch wandern. Wegen ESC am Sonnabend, bin ich eher spät aufgestanden, hatte mir dann irgendwann überlegt, daß man über den Wannsee schippern und dann zur Sacrower Heilandskirche wandern könnte, da müßte man aber so langsam los. Den Vorschlag hatte ich auch dem Schwesterherz unterbreitet, die am Vortag signalisiert hatte, mich eventuell begleiten wollen, die Wanderung auch gern machen wollte, aber leider strategisch unglücklich die Waschmaschine gestartet hatte. Die mußte jetzt erstmal fertig werden, das wäre dann aber zu spät für Wannsee und so geworden. War vielleicht auch ganz gut so, denn es waren ja Windböen bis 45km/h vorhergesagt. Blieb also die anderen Idee, die Eltern im Garten zu besuchen, was ich ja nicht mit dem Fahrrad machen konnte, weil das beim Schrauber stand, also hab ich meine Berlinwanderkarte studiert, von wo man denn da starten könnte, um irgendwie doch noch zu wandern. Letztlich kam dann – auch mit Hilfe der Anfahrtsplanung mit dem BVG-Routenplaner – Tierheim Falkenberg heraus. Ich hab extra zeitig Mittag gegessen, dann aber sinnloser Weise noch eine Weile im Internet verdaddelt, was ziemlich gut zeigt, daß ich insgesamt von der ganzen Idee nicht so überzeugt war und bin schließlich gegen halb 2 dann doch los. Straßenbahn, Bus (in Hohenschönhausen wartet man tatsächlich an der roten Fußgängerampel, 14 von 15 zumindest), bißchen laufen, schon stand ich am Tierheim. Das sieht jetzt im Eingangsbereich irgendwie nicht so einladend aus (Kamera testen), aber ich wollte ja auch nicht zum Tierheim, sondern zum Weg, der davor lang geht. An dem standen blühende Bäume. Diesem Weg bin ich dann fast die ganze Zeit gefolgt und er führte fast die ganze Zeit mehr oder weniger geradeaus. Grobe Richtung: west-west-nord. Langweilig war es es aber nicht, denn rechts und links gab es immer wieder etwas anderes zu sehen. Zum Beispiel einen Wald, bei dem ich spontan an Neuseeland denken mußte, weil er genauso dicht war wie die Wälder dort, nur eben nicht so vielfältig. Dann gab es eine typische Brandenburger Allee (mit Sommerfahrstreifen), wenn auch halbseitig (also die Allee). War ja aber auch in Berlin. Rechts wuchs Kohl. Als nächstes kam ich an einem Acker vorbei der mit Bauzäunen eingezäunt war, an denen ein großes Plakat hin, daß man sich hier seinen Gemüsegarten pachten kann. Sah gut genutzt aus. Kleingärten bekommt man in Berlin ja auch kaum noch. Ein ganze Stück weiter kam ich dann an einer echten Gärtnerei vorbei mit vielen vielen Gewächshäusern und auch Anbaufläche draußen. Sah nach Salat aus. Links mehrere Fußballplätze, auf einem wurde wohl gerade ein Spiel ausgetragen. Zuschauer waren aber nicht viele da. Dann gab es blühende Uferböschung am Hechtgraben. Und überhaupt viel Gegend. Dit is Berlin, ernsthaft. Die Wartenberger Feldmark nämlich. Danach wurde der Weg dann etwas unschön, führte direkt an einer nicht wenig befahren Straße entlang, rechts und links grün, aber eben laute Autos. Und auch noch ein Radfahrer, der ohne Vorwarnung von hinten kommend haarscharf an mir vorbei fuhr. Irgendwann ging es zum Glück dann links weg, wieder ins Grüne. Links war stabil eingezäunt mit Warnung vor Elektrozaun. Wunderte mich, denn außer Bäumen und Büschen und Gras war nichts zu sehen. Dann aber doch: Zottelvieh vor den Plattenbauten Hohenschönhausens. Irgendwie Ausgleichsfläche, wird extensiv bewirtschaftet von der Argarbörse, die auf der Fläche Hochlandrinder hält im kompletten Familienverband, also inkl. Bulle. Darum der stabile Zaun. Dann geht es wieder nach rechts und man stellt fest, daß an diesem langen Wochenende Prenzlauer Berg vielleicht leerer gewesen sein mag als normal, für Berlin im allgemeinen gilt das nicht. Hier am Malchower See sind viele Menschen unterwegs. Oder liegen auf der Wiese rum. Oder spielen am oder im See. Aber wenn man die nicht mit auf’s Bild nimmt, ist der fast idyllisch*. Nicht nur viele Menschen gibt es hier, sondern auch viele Pusteblumen. Viele sogar noch ungepustet. Jenseits von Malchow wird es dann wieder ruhiger. Nach Berlin sieht es aber immer noch nicht aus. Aber Malchow hat beeindruckende Hochspannungsmasten, die mir vorher nie aufgefallen sind. Und ich bin nicht zum ersten Mal dort.   Die Gegend hier soll – wenn ich das richtig einordne – in den nächsten Jahren massiv bebaut werden. Berlin hat nicht genügend Wohnungen, hier sollen viele neue entstehen. Dann sieht es hier auch nach Stadt aus. Jetzt noch nicht. Man kann dem Wanderweg 16 dann weiter bis Blankenburg folgen und dort in den Bus steigen. Oder die Bahnhofstraße runterlaufen und in die S-Bahn steigen. Man kann auch noch dem Weg durch die Kleingartenanlage folgen und erst später Richtung Bahnhof abbiegen. Das hab ich letztes Jahr schon mal versucht, die Wegeführung in der Anlage ist aber nicht ganz einfach. Man könnte auch dem Wanderweg 16 immer weiter folgen, dann käme man irgendwann in Tegel raus. Das ist aber ein ganz schönes Stück. Ein andernmal vielleicht.   * Ich habe überhaupt nichts gegen Menschen auf Fotos, aber aus Persönlichkeitsschutzrechtsgründen würde ich solche Fotos eh nicht hier zeigen. Oder nur, wenn sie nicht erkennbar sind, die Menschen. Also von hinten und weit weg. Das war am See nicht möglich.