12 von 12 – Januar 2019

Heute ist wieder mache-12-Fotos-übern-Tag-verteilt-und-zeige-sie-im-Internet-Tag.

Das fällt mir aber erst ziemlich spät ein. Der Tag fängt auch komisch an. Um 7 bin ich schon mal wach, finde das aber zu früh zum Aufstehen. Das nächste Mal wach ist dann deutlich später und letztlich stehe ich erst gegen halb 11 auf. Nicht so schlimm für ein Wochenende, aber es ist ja Sonnabend und damit Markttag und da sollte man nicht zu spät sein. Also gibt es heute nur kleines schnelles Frühstück und gegen 11, als wir uns auf den Weg machen zum Markt hat es sogar aufgehört zu regnen. Auf dem Heimweg vom Markt fällt mir auf, daß ja heute der 12. ist, ich habe aber nichts zum Fotografieren bei. Dafür fotografiere ich die Pullover, die ich nach dem Verräumen der Einkäufe von der Leine nehme und zusammenlege.

Beim zweiten – richtigen – Frühstück (das gleichzeitig auch Mittagessen ist, denn inzwischen ist es 12) vergesse ich das Fotografieren wieder. Frühstücksfotos gab es bisher ja aber auch an jedem 12. Nach dem Essen räume ich ein bißchen, unter anderem die Weihnachtgeschenke weg. Jetzt stehen wieder Holzpferd und Monster im Flur.

Danach gebe ich meiner Müdigkeit nach und lege mich ’ne Runde aufs Sofa.

Die Musik dazu kommt aus der Bibliothek.

Fast eine Stunde liege ich, danach brauch ich wieder, bis ich in die Gänge komme. Eigentlich will ich Papierkram machen. Es sind in den letzten Wochen diverse Briefe gekommen die abgeheftet werden müssen.

Weil es aber gerade trocken ist, entscheide ich mich erstmal, eine Runde raus zu gehen. Vom Schwesterherz habe ich noch ein paar Dosen, die ich ihr zurück bringen will. Kaum bin ich draußen, fängt es natürlich an zu tröpfeln. Hört wieder auf, fängt wieder an… Auf dem Rückweg regnet es zwischendurch so stark, daß ich dann doch den Schirm aufspanne. Kurz danach hört es natürlich wieder auf. Trocknen muß der Schirm danach aber doch.

Ich sauge schnell noch das Bad und dann ist Kaffeezeit – es gibt Tee und diverses Weihnachtsgebäck.

Davon hab ich noch richtig viel. (Und das ist nur eine der Dosen.)

Dazu darf sich ein letztes Mal für diese Saison die Pyramide drehen bis die Teelichter runtergebrannt sind. Morgen werde ich sie wegräumen.

Ich lese derzeit die Graphic Novel „Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger“ von Sarah Glidden. Das ist nicht nur wegen des Themas anstrengend, sondern auch, weil die Schrift sehr klein und eng und echt schlecht lesbar ist (und das Buch ist sehr textlastig). Gestern fiel mir ein, daß ich ja die Lupe besitze. Damit lesen sich die Texte leichter, dafür gehen halt die Bilder unter.

Letztes Wochenende habe ich festgestellt, daß ich letzten Januar echt viel Sport gemacht habe. Heute Nachmittag fiel mir auf, daß das hilfreich sein könnte gegen die permantent eher dunkelgraue Stimmung meinerseits sein könnte (wenn ich schon nichts am dunkelgrauen Wetter ändern kann). Also lege ich eine Sporteinheit ein. Musik dazu:

(Konkret das Sylt-Konzert von 1988).

Danach duschen, Abendessen, weiterlesen. Alles nicht so wahnsinnig fotogen, darum belasse ich es bei den 11 Fotos (und weil ich beim Abendessen das Fotografieren wieder vergessen habe).

 

Die anderen Teilnehmer des 12-von-12 gibt es wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen.

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WMDEDGT – Januar 19

Heute ist wieder der fünfte des Monats und damit Tag des „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Das erste Mal wach war ich, da war es noch dunkel draußen. Zu früh zum Aufstehen hab ich entschieden und bin auch schnell wieder eingeschlafen. Dafür bin ich dann den Rest des Tages nicht ausm Knick gekommen.
Aufgestanden, Frühstück gemacht. Als ich gerade mit Frühstücken beginnen  (kurz nach 10) rief das Schwesterherz an, daß sie heute nicht mitkommt auf den Markt. Also gemütliches Frühstück, daß ich am Küchentisch lesend noch verlängere bis mir irgendwann auffällt, daß ich so langsam mal zum Markt gehen sollte. Denn: je später, desto weniger Auswahl. Und die ist ja wegen Winter eh nicht groß. Draußen ist es im Vergleich zu gestern richtig warm (8°C statt 1°C) und das Zwitschern der Vögel verstärkt den Frühlingseindruck noch. Außerdem ist es auch ziemlich hell (wenn auch längst nicht wolkenlos). Markt geht schnell, danach überlege ich, was ich nun tue. Eigentlich wäre mir nach einem Nickerchen. Stattdessen imprägniere ich erstmal die neuen Schuhe und dann bügel ich Tischdecken. Die brauche ich zwar in nächster Zeit nicht, aber wenn ich sie brauche, hab ich vermutlich wieder keine Zeit.
Danach gibt es Mittag (Linseneintopf) und dann lese ich. Bis mir irgendwann auffällt, daß ich ja noch Milch und Chicorée kaufen wollte (den gibt es auf dem Markt nicht). Ich nehme auch die Pfandflaschen mit und denke im Laden sogar daran, sie abzugeben. Auf dem Heimweg fällt mir auf, daß ich mich heute viel zu wenig bewegt habe. Darum bringe ich gleich noch den Müll runter und nehme jedes Mal die Treppe. Ich überlege auch, vielleicht noch ne Runde zu drehen und zum Beispiel dem Schwesterherz die geliehenen Dosen zurück zu geben, aber erstmal gibt es Tee und Plätzchen. Und dann – naja, ich sitze ja nun schon auf dem Sofa und lese einfach wieder.
Abends gibt es noch ein paar Geschichtshappen mit „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ aus der Mediathek. 1966 scheint nicht viel los gewesen zu sein, so daß man einer erfolglosen Schlagersängerin, die heute niemand mehr kennt, mehrere Minuten widmet um die anderthalb Stunden irgendwie voll zu bekommen. Mich überzeugt die Sendereihe nicht so richtig, aber ein paar interessante Happen sind dann doch immer dabei. Daß es in Westberlin auch heftige Militärparaden gab, war mir zum Beispiel neu.
Jetzt noch ein bißchen Internet, dann Bett.

 

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Wie man sich selbst das Leben schwer macht

Wie ich es hasse, wenn sich mein Gehirn abends vorm Einschlafen etwas greift, was am Tag noch eine relativ harmlose Situation war und dann beginnt, darauf rumzudiskutieren und keine Ruhe gibt! Es bringt nichts (außer daß mir irgendwann einfiel, daß ich den Wecker noch aktivieren muß), sorgt nur für Müdigkeit am nächsten Tag – und am Morgen sehen die Dinge meist eh nicht mehr mal halb so schlimm aus. Es halb aber nichts, mein Kopf wollte gestern Abend erst Ruhe geben, nachdem ich das Tablet geholt hatte, um eine Mail zu schreiben. Nur schreiben als Entwurf! Solche Mails sollte man nie sofort abschicken, sondern mindestens vorher morgens noch mal gelesen. Aber es ist gut für: „Hier, Kopf, aufgeschrieben! Da machen wir morgen weiter.“ Danach bin ich dann aber wirklich irgendwann eingeschlafen.
Und nein, ich habe die Mail heute morgen nicht noch mal gelesen. Es war der erste Arbeitstag nach etwas über einer Woche Urlaub, da hatte ich anderes zu tun. Spätestens auf dem Heimweg aber holte es mich wieder ein. Ich verfaßte gedanklich weitere Mails. Diskutierte weiter mit mir. War das wirklich ein Problem? Bin ich nicht vielleicht etwas empfindlich? (Mehrere große offene Baustellen derzeit. Die Haut ist dünn.) Oder hat sich mein Bauch (der sich zwischenzeitlich sogar körperlich einmischte) das Problem nur gegriffen, weil er es für am einfachsten zu lösen hält zu Vergleich mit den anderen Baustellen (ich kenne mich ja nun schon ein paar Jahre.) Außerdem hatte ich Angst, etwas kaputt zu machen. Oder noch kaputter. Meine diplomatischen Fähigkeiten sind ja nicht sehr gut entwickelt. Darum sehr vorsichtig. Immer wieder neue Ansätze probiert, immer neue Mails entworfen. Die Mail aus der Nacht hatte ich eh längst gelöscht. Irgendwann hatte ich einen Ansatz. Kein Vorwurf. Es war ja eh noch was offen / zu klären und das dann ergänzen mit dem Hinweis „Ich hätte es übrigens besser gefunden, wenn …“ Also Mailprogramm geöffnet. Die Mail geöffnet um drauf zu antworten und festgestellt: Der Hauptvorwurf, der Aufhänger des ganzen, ist nicht haltbar. Ich hatte die Mail nicht richtig gelesen. Mann, ey!

(Zu meiner Verteidigung: ich war ja gestern schon übermüdet. Und die Haut ist wirklich dünn zur Zeit.)

Neujahrsspaziergang

Als ich heute die Vorhänge aufzog, war da blauer Himmel! Er war nicht komplett blau, aber doch ein ziemlich großer Teil davon. Kurz danach kam auch die Sonne raus. Leider mußte ich wirklich erstmal frühstücken, bevor ich rausgehen konnte. Und während ich frühstückte, verschwand die Sonne leider wieder. Als sie später aber erneut rauskam, habe ich den gerade gebrühten Tee Tee sein lassen und bin erstmal rausgegangen. So richtig Sonne und blauen Himmel hatten wir schon ziemlich lange nicht mehr, glaub ich.

Es wurde auch heute wieder eine größere Runde und ganz kurz und ganz schwach nur habe ich sogar einen Regenbogen gesehen.

Es zog sich immer weiter zu und sah zwischendurch echt dramatisch aus.

Aber ich habe es geschafft, vor dem Regen wieder zu Hause zu sein.

Letztlich war aber auch das nur ein relativ kurzer Schauer. Als ich wenig später mit Teetasse und Pfefferkuchen auf dem Sofa saß, konnte ich schon wieder in blauen Himmel und auf sonnenbeschienene Kräne sehen.

30. und 31. Dezember

Am 30. war ich um 6 das erste Mal wach. Das fand ich höchst albern, so zeitig stehe ich ja nicht mal an Arbeitstagen auf, erst Recht nicht an Sonntagen im Urlaub. Ich bin dann aber auch relativ schnell wieder eingeschlafen. Das nächste Mal war ich dann gegen 10 wach, das fand ich durchaus passender. Gemütlicher Start in den Tag. Es dauerte eine Weile, bis ich wirklich aufgestanden bin und nach dem Frühstück bin ich einfach am Tisch sitzen geblieben und habe gelesen. Irgendwann bin ich ins Wohnzimmer gewechselt und habe überlegt, was ich jetzt mit dem Rest des Tages anfange – da war es dann aber schon Einse und ich hab erstmal Mittag gemacht. Es gab den Kartoffelsalat den es beim Geburtstag zum Abend hätte geben sollen es aber mangels Gästen zum Abendessen nicht gab. Danach noch kurz gelesen, dann aber raus für eine ziemlich lange Runde. Frische Luft und Licht. Es kam zwischendurch sogar mal die Sonne raus. Leider steht sie ja derzeit so tief, daß sie mich nicht erreichte. Zur besten Kaffee-Zeit war ich wieder zurück, wobei es bei mir wie immer Tee gab und Stolle und Pfefferkuchen dazu. Und dann habe ich entschieden, eins von den könnte-ich-eigentlich-mal-machen-Dingen umzusetzen. Vor Jahren habe ich mir mal ein Puzzle gekauft. Das ist inzwischen so lange her, daß ich gar nicht mehr genau weiß, wie lang eigentlich genau. Ich bin mir relativ sicher, daß das Puzzle mit mir schon von Braunschweig nach Berlin umgezogen ist. Es könnte aber durchaus auch sein, daß es schon von Berlin nach Braunschweig umzog. Ich hab es nie gepuzzelt, weil man dafür Zeit braucht und viel Platz auf dem Tisch. Aber Zeit hatte ich ja nun, zweieinhalb Tage noch, bis ich wieder arbeiten gehe. Also habe ich angefangen.

Irgendwann fühlte ich mich etwas eigenartig und noch etwas später fiel mir auf, daß es schon halb 9 und dieses komische Gefühl wohl eine Mischung aus Hunger und Durst ist. Nunja. Ich habe dann also gegessen und getrunken und irgendwann nach Mitternacht sah es dann so aus:

Heute gab es auch wieder einen eher späten Start (kein Wunder, wenn ich bis um 1 am Puzzle hänge), aber nach dem Frühstück bin ich direkt wieder puzzeln gegangen statt zu lesen. Ergebnis so um Mittag rum:

1000 Teile, und jedes an der richtigen Stelle. Und es ist vollständig. Das ist ja auch gut zu wissen.

Nach dem Mittag hab ich noch schnell abgewaschen und dann war ich noch mal für eine große Runde draußen, so lang es noch halbwegs hell war. Dabei habe ich die Runde so gewählt, bei möglichst wenigen Knallwütigen vorbei zu kommen. Im nahegelegenen Park hat jemand Zettel aufgehängt „Kein Feuerwerk im Park, bitte bleibt damit auf der Straße“. Das wird wohl wenn überhaupt nur bedingt wirken. Tatsächlich kam ich an eine Stelle vorbei, wo schon ausgebrannte Feuerwerksbatterien lagen, an einem Weg, über dem besonders dichtes Geäst ist von den Bäumen von beiden Seiten. Wer zündet da Feuerwerk? Und warum?

Bei mir beschränkt sich ja die Pyrotechnik wenn dann auf Wunderkerzen. Irgendwann am Nachmittag war mir noch eingefallen, daß ich vor 2 Jahren Wunderkerzen gekauft hatte, die definitiv noch nicht alle waren. Und nachdem sie ewig im Flur rum lagen, habe ich sie irgendwann weggeräumt. Ich habe nur keine Ahnung mehr, wohin. So werde ich mich dann jetzt gleich ohne Wunderkerzen auf den Weg zum Schwesterherz machen um dort zu feiern.

 

Ergänzung für’s Protokoll: Wir haben ziemlich lange Ligretto gespielt. Und obwohl ich das schon ewig nicht mehr gespielt hatte, war ich richtig gut. Nach der Feuerwerkbetrachtungspause auf dem Balkon in der ersten Stunde des neuen Jahres haben wir dann noch Wizard gespielt. Da merkt man gar nicht, wie die Zeit vergeht, weswegen ich dann erst sehr sehr spät wieder zu Hause war.

29. Dezember

Es ist durch die ganzen Feiertage nicht sofort spürbar, aber heute ist Sonnabend, also wieder Markttag. Weil ich zu spät wach wurde, das Schwesterherz aber gewisse Zeitprobleme hatte, waren wir ausnahmsweise mal unabhängig voneinander auf dem Markt, allerdings wohl kurz nacheinander, denn ich wurde begrüßt mit „Die Schwester ist grad weg.“ Dann wurde in Richtung der anderen beiden Verkäufer gerufen „Das ist die Schwester!“. Die Verkäuferin sah hoch und rief dann dem Nachwuchsverkäufer auch noch mal zu „Das ist die Schwester!“ Gut, das sollte dann jetzt klar sein. Irgendwas sagte der Chef auch noch von „die Schwester hat eine Gurke spendiert“, das habe ich aber nicht ganz verstanden bis ich alles zusammen hatte und bezahlen wollte. Da wurde mir nämlich noch mal erklärt, daß das Schwesterherz die letzten beiden Gurken gekauft hatte, eine aber für mich dort hat liegen lassen. Und weil der Nachwuchsverkäufer nicht sicher war, ob er mich als die Schwester erkennt (wie das Schwesterherz mir hinterher erzählte), haben ihn die anderen dann eben drauf hingewiesen, als ich da war. Ich glaub, jetzt weiß er es.

 

Und dann durfte ich ja schon wieder Geschenke einpacken, denn am 29. haben wir einen Familiengeburtstag. Ich hab erst überlegt, ob ich es mir einfach mache und eine Geschenktüte für alles nehme, mich dann aber doch für das Einzeln-Einpacken entschieden – ich find es ja auch spannender, einzelne Geschenke auszupacken. War auch gar nicht so schlimm. Und ich hab schönes Papier (und mein Tisch jetzt eine geriffelte Delle vom unteren Marmeladenglasrand).

Die Feier begann wegen einer vergessenen 2 sehr verspätet und endete deutlich früher als gedacht, war aber trotzdem schön.

28. Dezember

Ich bin ja gestern ewig nicht müde geworden und heute früh dann gegen halb 2 ins Bett gegangen – auch ohne müde zu sein. Das Schlafen ließ dann entsprechend ein Weilchen auf sich warten. Trotzdem war ich um 9 wieder wach. Aufgestanden bin ich aber erst gegen 10.

Mir war aufgefallen, daß heute vermutlich der beste Tag sein würde um einkaufen zu gehen. Ich hatte aber nicht viel Lust, das Haus zu verlassen. Also hab ich erstmal ein bißchen Haushalt erledigt. Gesaugt. Wäsche gewaschen. Sowas. Und: die Mengen an Plätzchen, die ich geschenkt bekommen habe in Dosen umfüllen. Zwischendurch ein wenig Gymnastik für den Rücken, der mir den gestrigen Nachmittag übel nimmt. Nach Eins gab es Mittag. Apfelreis. Und irgendwann fiel mir auf, daß ich, wenn ich um 3 am Gendarmenmarkt verabredet bin, da auch demnächst mal los muß um pünktlich zu sein. Der liegt ja nicht direkt um die Ecke. Es fiel mir zum Glück rechtzeitig auf, also war ich pünktlich. Es folgten zwei Stunden mit Besuch von weiter weg, mit angenehmen Gesprächen, heißer Schokolade und einem Schwarze-Johanisbeer-Törtchen und später noch Tee. Sehr schön.

Dann haben wir uns getrennt. Der Besuch nahm die U-Bahn, ich aber bin gelaufen. Ich habe nämlich festgestellt, daß ich diesen Herbst (und den Anfang vom Winter) noch nicht ein mal Wandern gewesen bin und daß das Stimmungstief vielleicht auch damit zusammenhängen könnte. Vom Gendarmenmarkt nach Hause sind es gute 6 Kilometer, ich war dann gleich noch einkaufen und hinterher angenehm müde.

27. Dezember

Heute hatte ich nach Monaten endlich mal wieder einen Termin beim Friseur. Gefühlt direkt nach dem Aufstehen, tatsächlich war der Termin um 12. Da war richtig viel los und ich mußte noch ein Weilchen warten, bis ich endlich dran kam. Und beim Gehen mußte ich zusehen, daß ich durch kam zu Jacke und Rucksack.

Wieder zu Hause habe ich dann überlegt, was ich mit dem Rest des Tages anfange. Da war einiges, was zu erledigen war. Ich habe mich dann für etwas ganz anderes entschieden, meine Metallbaukästen rausgekramt und auf dem Boden sitzend und Ärzte hörend ein Riesenrad gebaut.

Ich hatte schon schlechtere Nachmittage (mein Rücken sieht das vermutlich aber anders).

 

(Den Abend dann leider trotzdem mit massiven Selbstzweifeln und dunkelgrauen Gedanken verbracht. Wird Zeit, daß es wieder heller wird.)

 

 

 

 

24. bis 26. Dezember

Am 24. habe ich tatsächlich direkt nach dem Frühstück angefangen, das Bad zu putzen. Zwischendurch hab ich auch noch die Küche gewischt, weil die das gebrauchen konnte und es grad paßte. Danach beim Wäsche Abnehmen habe ich festgestellt, daß ich so langsam mal was essen sollte. Während das Essen so vor sich hinköchelte, habe ich schon mal alle Geschenke zusammen gesucht und festgestellt, daß ich das Bügeln der Tischdecke von der Liste streichen kann. Ich hatte noch eine große gebügelte (mit Liegefalten, aber egal). Das Einpacken der Geschenke dauerte dann sehr viel länger als gedacht. Und machte zum Ende hin auch keinen Spaß mehr. Aber irgendwann waren alle Geschenke verpackt.

Anschließend noch Tisch decken und dann war es halb 4, aber von meiner Familie war niemand zu sehen. Also habe ich noch schnell abgewaschen, mich dann umgezogen und um 4 waren alle da. Es folgten Tee trinken und Stolle und Pfefferkuchen essen. Quatschen, quatschen, quatschen. Irgendwann Bescherung die sich sehr hinzog (wir spielen ja immer Mensch-ärgere-dich und wer eine 6 würfelt, darf nicht nur rauskommen, sondern auch ein Gechenk verteilen), so daß ich schon mächtig Hunger hatte. Zum Abendessen gab es Nudelsalat. Und danach haben wir das gerade geschenkte Spiel „Dobble“ gespielt, fast den gesamten Abend.

Am 25. ging es Mittags dann bei den Eltern weiter. Traditionell gab es erst sehr spät Mittag, weil das zuzubereitende Tier sehr viel länger braucht als veranschlagt (diesmal Kaninchen). Dafür war es aber sehr lecker. Danach dann den obligatorischen Spaziergang und anschließend habe ich mich noch eine Runde hingelegt. Die Nacht hatte ich schlecht geschlafen, war diverse Male wach geworden – ich habe die quietschende Tür eines Nachbarn im Verdacht.
Nach Tee und Kuchen haben wir weiter gespielt. Erst noch mal Dobble, dann Yenga und nach dem Abendessen nach Jahren mal wieder Rommé.

Am 26. trafen wir uns beim Schwesterherz. Es gab die Reste des Vortages zum Mittag (und deswegen zeitig), Stolle und Kuchen zum Tee und Abends noch mal Nudelsalat und zwischendrin Gespräche, Fotos, Spielen. Wir haben es beim Rommé erstmals in der Familiengeschichte geschafft, punktemäßig fast gleichauf zu liegen. Und danach dann noch die Siedler von Catan gespielt Das hab ich gewonnen, obwohl es am Anfang gar nicht gut aussah für mich. Und da hatte ich gar nicht jammern wollen. Hab ich aber wohl doch). Achja, der obligatorische Spaziergang fiel aus, wegen ganztägigem Sprühregen.

 

23. Dezember

Heute morgen hatte ich noch auf meiner Liste der vor Weihnachten zu erledigenden Dinge: Geschenke einpacken, Tischdecke bügeln, Bad putzen.

Heute abend noch auf der Liste: Geschenke einpacken, Tischdecke bügeln, Bad putzen.

Das war ein richtig fauler Tag heute. Weihnachtsentspannung. Die nächsten drei Tage komme ich ja eher nicht dazu nix zu tun und auch danach hab ich jeden Tag was vor.

Was ich dann heute aber doch noch gemacht habe: ich war mit dem Schwesterherz auf dem Weihnachtsmarkt am Schloß Charlottenburg. Da wollte ich unbedingt dieses Jahr noch hin. Es war allerdings nicht die beste Idee. Als wir Jungfernheide ausstiegen, tröpfelte es. Kurz danach war es dann richtiger Regen. Kurz vorm Schloß hörte er kurz auf, fing aber gleich wieder an. Am Weihnachtsmarkt angekommen wurde der Regen weniger, aber auf den Wegen standen große Pfützen. Weil wir beide Hunger hatten, sind wir direkt beim Schafskäse im Fladenbrot stehen geblieben. Und weil es immer noch regnete und sonst keiner weiter da war, haben wir unsere Brote dann auch direkt unter dem Vordach der Hütte gegessen. Denn während wir da so standen und aßen, wurde der Regen immer heftiger, es war kurzzeitig kurz vor „jetzt geht die Welt unter“. Aber als wir fertig waren hatte es fast wieder aufgehört. Schön die Frage von der Verkäuferin gegenüber, die ihre Wetterapp befragt hatte: „Wenn das hier leichter Regen war, wie sieht dann starker Regen aus?“ Nun, tatsächlich war es das dann mit Regen für den Rest unseres Besuches. Da wir aber ja gut durchgefeuchtet waren (die Jacken waren dicht, aber die Hosen…, und mein rechter Schuh), war das diesmal doch eher ein schneller Besuch.

Und danach zu Hause: Sofa, Tee, Schokobanane, lesen.