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14.07.2020

rot leuchtende Beeren zwischen grünen Blättern

Heute standen – neben der normalen Arbeit mit ihren diversen Meetings – zwei Termine auf dem Plan: Der Mensch, der die Badezimmerlüftung reparieren sollte für „9:30 bis 10:30“ und der zweite Zustellversuch für die Matratze für „gegen Mittag“. Der Lüftungsmensch klingelte schon 7 Minuten vor Termin und war nicht mal eine viertel Stunde später schon fertig und ich hatte einen neuen Lüfter im Bad. Das ist einerseits schön, weil ich damit auf Wunsch wieder sehr viel mehr Luft aus dem Bad befördern kann als nur durch die Zwangsentlüftung, andererseits pfeifft der nicht mehr, wenn die Lamellen geschlossen sind. Man hört auch nicht, wenn die Lamellen sich bewegen. Man muß also darauf vertrauen, daß er tut, was man ihm per Schalter vorgibt.

Und kurz nach halb 10 klingelte dann tatsächlich der Fahrer des Logistikunternehmens bei mir – und erklärte mir, daß er mir das Paket einfach in den Fahrstuhl stellt und mir diesen dann hoch schickt. Da war ich doch etwas perplex. Klar, der Weg vom Fahrstuhl zu mir ist nicht weit, aber so ein Matratzenpaket sehr schwer (32kg) und unhandlich. Vor allem, wenn es auf dem Kopf steht und so gedreht ist, daß man die Grifflöcher auf halber Höhe nicht sieht. Da ich gerade in nem Meeting war, hab ich das ganze nur in den Flur gewuchtet und dort erstmal stehen gelassen. In der Mittagspause hab ich es dann so in den Flur gestellt, daß es nicht mehr im Weg steht, denn: ich hab grad gar keinen Platz für Matratzenwechsel. Aber immerhin: sie ist da.

Weil es so richtig sommerlich war, bin ich nach Feierabend direkt auf den Balkon gegangen zum Lesen, habe da irgendwann Abendbrot gegessen und dann weiter gelesen bis es zu dunkel wurde. Und dann bin ich direkt ins Bett. Das war zwar ungewöhnlich zeitig für mich (kurz nach 10), aber ich war müde und hatte vor allem überhaupt keine Lust mehr auf Internet und Rechner und so. (Wie im Wochenendbeitrag erwähnt: laue Sommerabende sind schlecht für’s Bloggen.)

13.07.2020

Lilienblüte

Vor 4 Wochen habe ich meine Matratze reklamiert, weil sie nach 2 Jahren schon eine deutlich spürbare Liegekuhle hatte. Vor drei Wochen bekam ich – auf Nachfrage – bestätigt, daß die Reklamation berechtigt wäre und ich Ersatz bekäme. Leider hätten sie das Modell gerade nicht auf Lager, aber sobald es da wäre, würde es mir zugeschickt. Am Sonntag Morgen hatte ich eine Mail eines Logistikunternehmens im Posteingang: Ihr Paket wird morgen zugestellt. Wie höchst praktisch, daß ich Montags je eh frei habe – und auch noch nichts vor hatte. (Ich gebe zu, ich hätte allerdings schon erwartet, daß sich der Matratzenhersteller vorher noch mal meldet, daß die Matratze jetzt versendet wird.) Das Logistikunternehmen ist eigentlich auf Geschäftskunden spezialisiert, dachte ich bisher immer. Um genauere Angaben zur Lieferzeit zu bekommen, sollte man sich einen Kundenaccount anlegen. Das tat ich, weil ich eigentlich nicht den ganzen Tag zu Hause verbringen wollte. Es war mir trotzdem nicht möglich, eine genauere Lieferzeit zu erfahren und die Fehlermeldungen waren bei dem Problem auch nicht hilfreich. Also bemühte ich das Internet, welches verriet, daß dieses Unternehmen in der Regel zwischen 9 und 17 Uhr liefert (macht Sinn, bei Geschäftskunden). Entsprechend zeitig klingelte am Montag mein Wecker, damit ich im Zweifelsfall Punkt 9 schon das Paket entgegen nehmen konnte.

War natürlich völlig unnötig. Gegen 12 sah ich einen neuen Status in der Sendungsverfolgung: Der Firmen-/ Empfängername ist falsch. Das fand ich ja höchst amüsant. „Ja, die Adresse gibt es, aber da finden wir den Namen nicht, also ist der Name falsch“? Ich konnte die Adresse nicht mal überprüfen, dann alles was ich in der Hinsicht sah war „An: BERLIN/DE“. Hotline des Logistikers kostet 20ct die Minute, das sah ich nicht ein, also hab ich beim Matratzenhersteller angerufen (dessen Hotline kostenlos ist). Die Dame an der Hotline konnte mir auch nicht weiterhelfen, das muß der Kundendienst tun, der war aber gerade komplett belegt, würde mich aber so schnell wie möglich zurückrufen. Diesen Rückruf gab es nie. Stattdessen hat kurz vor 5 jemand vom Logister angerufen. Bei ihm im Hintergrund war es tierisch laut, was das Telefonat sehr erschwerte. Ich konnte ihm aber klar machen, daß mein Name sehr wohl auf dem Klingelschild steht und sogar recht einfach zu finden ist. Anhand des Gewicht des Pakets vermutete der Anrufer ganz richtig, daß es sich um eine Matratze handelt und dann, daß der Zusteller vielleicht einfach keine Lust hatte – bis er feststellte, daß dieser in einer ganz falschen Straße gewesen ist. Ja, dann kann das nicht klappen. Erneuter Zustellversuch morgen. Ganzen Tag zu Hause gewartet für nix. Toll.

Ich hab natürlich nicht nur gewartet, sondern auch diversen Kram erledigt und Nachmittags war ich irgendwann auf den Balkon gegangen zum lesen. Das hab ich nach dem Telefonat weiter gemacht mit zwischendurch Abendbrot bis mir um halb 10 auffiel, daß ich den ganzen Tag nicht draußen gewesen bin, obwohl super schönes Wetter gewesen ist (morgens hab ich gedacht, wie gern ich gleich die Wanderung vorm Vortag fortgesetzt hätte, aber …) und mir die Bewegung echt fehlte. Kurz überlegt und dann eben noch einen Abendspaziergang gemacht. War gut.

11.07. und 12.07.2020

Sonnenblume

Laue Sommerabende sind nicht gut fürs Bloggen. Und manche Tage sind einfach so, daß man am Ende gar nicht weiß, was man schreiben soll. So hat sich am Wochenende das Stimmungstief, was sich Freitag angekündigt hatte, richtig breit gemacht, was alles etwas schwierig machte.

Sonnabend hauptsächlich Haushalt und Lesen. Und dann hat eine Milchtüte verhindert, daß ich Eis und Süßkram kaufe. Die Milch habe ich mit anderen notwendigen Lebensmitteln in der einen Kaufhalle erworben und auf dem Rückweg fiel mir ein, daß ich direkt nach dem Verräumen der Einkäufe ja noch mal losgehen könnte für spezielles Eis und Süßwaren zum anderen Laden. Tja, und dann mußte ich zu Hause erstmal den Rucksack säubern und trocken legen und die Milch umfüllen, weil das winzig kleine Loch leider direkt am Fuß der Tüte war und so wichtig waren mir Eis und Süßkram dann doch nicht. Das mit den Löchern in den Milchtüten kam ja früher öfter vor, bei dieser Milch in dieser Verpackung traf es mich jetzt das erste Mal und ich kaufe die schon diverse Jahre. Das Schwesterherz hatte das „Vergnügen“ aber auch schon mal.

Auch Sonntag brauchte ich wieder ewig, bis ich in die Gänge kam. Dann habe ich erstmal das Kästchen mit den Fotos von Opa vorgenommen.

Stapel von kleinen schwarz-weiß-Fotos auf einem Tisch

Eigentlich wollte ich sie aussortieren, aber ich bin einfach nicht gut im Aussortieren von Fotos. Immerhin habe ich sie mal thematisch bzw. nach Orten sortiert, so sie denn beschriftet waren. Gerade letztens erst habe ich einen Tweet gelesen, daß man späteren Generationen das Leben erleichtern würde, wenn man Fotos mit Ort und Jahr beschriftet. Ich möchte ergänzen: und zwar leserlich! Den einen Ort, an dem etliche der Fotos gemacht wurden, habe ich noch nicht entziffern können.

Abends dann hatte ich endlich Energie und Bewegungsdrang und habe es ein wenig dem Schwesterherz nachgemacht, die am Sonnabend von Steglitz bis zum Alex gelaufen war. Ich bin jetzt nicht extra nach Steglitz gefahren, sondern habe mir von mir aus eine große Runde für eine Stadtwanderung entlang der „Grünen Hauptwege Berlins“ ausgetüftelt.
Da habe ich Außerirdische getroffen!

Außerirdische im Baum

Später kam ich zum Ritter-Runkel-Platz.

Hochhäuser am Platz der Vereinten Nationen

Von da aus zum Straußberger Platz.

Straußberger Platz mit Springbrunnen in der Mitte

Und immer weiter gerade aus zur Spree.

Die Spree mit Blick zur Jannowitzbrücke

Und da offenbart sich dann mal wieder eines der Hauptmankos dieser grünen Hauptwege: Da hat sich einer eine tolle Routenführung ausgedacht, die hat aber noch Lücken und an der Beseitigung dieser Lücken wird nicht gearbeitet. Von hier aus nämlich hätte der Weg direkt am linken Ufer entlang führen sollen. Praktisch ist da aber das Heizkraftwerk Mitte im Weg und wie es dahinter aussieht weiß ich gar nicht. Um diese Lücke zum umgehen muß man dann gar nicht so grüne Straßen entlanglaufen. Die Köpenicker geht ja noch, aber die Brückenstraße, die mich zurück zur Spree bringen sollte, ist super eng, laut, dreckig (laut Messungen ist dort die schlechteste Luftqualität der Stadt, soweit ich weiß), weswegen ich schon vorher abbog und eben durch den Köllnischen Park ging.

im köllnischen Park

Von da ab ging es dann immer an der Spree entlang weiter. Bei Erreichen der Schloßbrücke entschied ich mich aber, abzubrechen. Ich hatte Hunger, die Füße taten weh und die Sonne war ja eh schon ewig hinter Wolken. Außerdem war es auch schon fast 9.

15.07.2020

lila Blüten

Was heute schön war: Um halb 7 wurde es heller draußen, nachdem es den ganzen Tag mehr oder weniger geregnet hat. (Morgens noch nicht, die Morgenrunde konnte ich noch trocken absolvieren.) Diese Regenpause habe ich gleich mal zum Einkaufen genutzt. Und weil danach sogar noch die Sonne raus kam, habe ich noch den ausgefallenen Mittagsspaziergang nachgeholt und einer wirklich große Runde gedreht. Von der Sonne hatte ich da zwar nicht viel, da sie meist hinter Häusern oder Bäumen war, schön war es trotzdem.

 

Danach dann endlich die neue Matratze ausgepackt. Sie hat jetzt bis Freitag Zeit sich zu entkomprimieren, bis dahin schlafe ich noch auf der alten. Morgen arbeite ich im Büro, denn im Schlafzimmer habe ich zwar, wenn der Wäscheständer nicht gebraucht wird, durchaus Platz für eine zweite große Matratze – dann kann ich es aber nicht mehr als Arbeitszimmer verwenden. Und Freitag früh bringe ich die alte Matratze mit Unterstützung der Eltern zum Recyclinghof.

10.07.2020

Blatt der Wunderblume mit Wassertropfen

Eigentlich hätte ich heute Abend in den Nachzug nach Schweden steigen wollen und morgen mit anderen Zügen durch Schweden fahren um dann Sonntag Nachmittag/Abend schließlich auf den Lofoten anzukommen, die ich dann zwei Wochen lang bewandern wollte (Lofoten und Vesterålen um genau zu sein).

Dann kam die Einladung zur Hochzeit der Cousinentochter für heute und ich überlegte, ob ich auf die Anreise per Zug verzichte und einfach Sonntag das Flugzeug nehme um bei der Feier dabei zu sein (da ich keine direkte Einladung bekam, sondern nur über die Eltern mit eingeladen war, fand ich schon, daß man da mal überlegen darf statt sofort zu entscheiden).

Und dann kam Corona. Norwegen machte seine Grenzen dicht und als Ende Mai klar wurde, daß sie auch nicht zeitig genug wieder auf gemacht werden würden, wurde die Reise abgesagt. Da stand ich dann da mit zwei Wochen Urlaub im Juli und ohne Pläne. Ich hatte überlegt, zu Hause zu bleiben und einfach ganz viel zu lesen, aber ich habe im Mai schon gemerkt: Jetzt, wo ich die meisten Tage von zu Hause aus arbeite, fallen freie Tage kaum auf, da sitze ich dann einfach an einer anderen Stelle der Wohnung rum, sonst ändert sich ja nicht. Ich hatte überlegt, für eine Woche einfach in den Garten der Eltern zu ziehen. Da hätte ich aber jeden Tag Besuch von den Eltern und/oder Tante und Onkel nebst Enkeln. Deswegen erschien das dann auch nicht mehr so verlockend. Also habe ich meinen Urlaub zwei Wochen nach hinten verschoben um mit dem Schwesterherz gemeinsam Urlaub machen zu können (wie sie richtig feststellte: ist schöner als allein). Wir hatten uns dann irgendwann auch irgendwie drauf geeinigt, in den Harz fahren zu wollen (war eh eine Idee von mir gewesen für diesen Urlaub, aber alleine…). Und gestern Abend haben wir abgemacht, wo genau wir Quartier beziehen wollen. Statt wandern auf den Lofoten also Wandern im Harz. Doch, ich glaub, das ist eine ganz okaye Alternative. Aber ein bißchen traure ich den Lofoten schon nach. (Und ich sollte dem Schwesterherz vielleicht vorher schon mal sagen, daß ich evtl. nicht jeden Tag wandern, sondern einfach mal nur auf dem Balkon sitzen und lesen will. Sie hat irgendwie immer viel mehr Energie als ich.)

Achja, Hochzeitsfeier war heute auch nicht, dIe Cousinentochter hat die Feier vor einiger Zeit auf nächstes Jahr verschoben. Feiern bis zu 50 Leute sind zwar wieder erlaubt, aber die Hoffnung ist, daß das nächstes Jahr alles wieder entspannter ist.

 

09.07.2020

Margerite, eventuell

Manchmal ist komisch. Ich hätte darauf wetten können, daß der Nachmittag heute sehr anstrengend und zäh wird, wegen Müdigkeit, weil die letzte Nacht kurz und wenig erholsam war. Wenn ich so richtig heftig müde bin, dann dauert das Einschlafen oft ewig – als wenn ich zu müde zum Einschlafen wäre. Und dann hatte ich wegen des viel zu hohen Tischs in der großen Halle ziemliche Probleme mit der eh schon maladen Schulter. Aufstehen heute morgen ging noch, aber erholt fühlte ich mich nicht.

Und dann: ich hatte heute nicht mal das Mittags- bzw. Nachmittagstief! Dann hab ich aus Gründen auch noch eine Stunde länger gearbeitet als normal und war trotzdem nicht k.o. als ich zu Hause war. Seltsam. Aber beschweren will ich mich darüber natürlich nicht.

Die Gründe: Habe heute das große Arbeitspaket der letzten Monate fertig gemacht (das aus diversen kleineren Paketen bestand). Das wollte ich unbedingt heute noch erledigen, weil ich da auf Daten zugreifen mußte, auf die ich von zu Hause aus nicht zugreifen kann (weil der Rechner sich verweigert). Und dann ist mir auch noch eingefallen, daß es eine ziemlich gute Idee wäre, die Dinge, die vor Ort schon länger brauchen, remote aber wirklich Ewigkeiten, auch wirklich vor Ort zu erledigen. Naja, und so wurde es dann fast halb 7, bis ich Feierabend machte.

Hatte aber auch eine positive Seite: Es schien die Sonne, als ich das Büro verließ. Das hatte sie bis dahin heute noch nicht gemacht. Stattdessen hatten wir heute Mittag einen richtig schönen Landregen über längere Zeit. Der setzte ein irgendwann als ich mit den beiden Lieblingskollegen beim Mittagessen war. Am Anfang war er noch ganz fein, so daß wir trotzdem zur Mittagsrunde aufgebrochen sind. Während der Runde wurde er stärker und schon unangenehm, weswegen 2 von 3 sich weigerten, die ganz lange Runde zu gehen. Am Ende der Runde störte er dann aber doch nicht so sehr, daß wir nicht noch ne Weile zusammen standen und redeten. Wir sehen uns ja auch kaum noch. Und wir standen unterm Dachvorsprung. Der ist zwar 2 Stockwerke höher, reichte aber trotzdem. Ich war hinterher aber sehr froh über die Fleecejacke, die ich ja immer im Büro liegen habe. Der Pullover war ja doch naß geworden und nun kalt. Für den Weg in die große Halle kurz darauf hab ich mir dann noch die Jacke übergezogen., die hatte ich schließlich extra für den Regen eingepackt.

08.07.2020

rosa-pinke Stockrose

Das Tier, das ich heute morgen neben der S-Bahn sah, war defintiv ein Reh. Und das war dann auch schon das bemerkenswerteste an diesem Tag. Ein ganz normaler Arbeitstag vor Ort, ohne besondere Vorkommnisse. Ok, die nervenden Statusmeetings jeden Morgen wurden abgesagt. Und mein Mittagstief war auch ziemlich beeindruckend. Bisher dachte ich ja, es läge an der großen Halle, daß ich spätestens um drei sehr k.o. bin. Es ist ja nicht wirklich Müdigkeit. Müdigkeit wäre ja: „ich will ins Bett“. Es ist eher das Gefühl, über Kreuz zu sehen. Und das Denken ist ähnlich effektiv. Jedenfalls: heute war ich nicht mal eine Stunde in der großen Halle, als sich das Gefühl einstellte. Liegt wohl doch an etwas anderem.

Und: ich habe endlich einen Termin wegen meiner Badezimmerentlüftung. Gestern hatte ich den Hausmeister getroffen, er wollte wissen, ob sich jemand gemeldet hat und weil das nicht der Fall war, versprach er, sich drum zu kümmern. Heute hat er kurz vor Mittag bei mir deswegen angerufen, um mitzuteilen, daß er es noch mal weiter gereicht hat, die Firma behauptete, mir auf den Anrufbeantworter gesprochen zu haben (ich habe gar keinen Anrufbeantworter), sich aber noch mal bei mir melden wird. Das war dann tatsächlich kurz vor 3 der Fall. Nächsten Dienstag kommt jemand. Geht doch.

Als ich nach Hause kam war ich grad wieder so fit, daß ich tatsächlich noch eine Einheit Sport eingelegt habe. Leider viele Liegestützübungen heute. Die habe ich fast alle ausgesessen. Meine Schulter beschwert sich auch so schon genug. Und hätte ich die Einheit voll durchgezogen, wäre ich vermutlich schon kurz danach ins Bett gekippt. So habe ich wesentlich länger durchgehalten (allerdings auch wie ein trotziges Kleinkind: ich will noch nicht ins Bett!).

 

Gestern ganz vergessen zu erwähnen: das erste „meiner“ drei Konzerte ist verschoben worden auf nächstes Jahr. Um ehrlich zu sein: eigentlich warte ich nur darauf, wann die anderen beiden verschoben werden, denn so richtig vorstellen kann ich es mir nicht, dieses Jahr noch mal zu Konzerten zu gehen.

 

07.07.2020

rosa Blüten

Heute bin ich schon vom Klicken des Weckers bei Erreichen der Weckzeit wach geworden und dann richtig zusammengezuckt als er losrappelte. Er ist sehr laut, wenn man keine Ohrstöpsel in den Ohren hat. Sehr, sehr laut. Ich war dann also wach, bin auch kurz danach aufgestanden und habe schließlich eine halbe Stunde früher als sonst mit der Arbeit begonnen. Draußen war ich zwischen Aufstehen und Frühstück natürlich auch noch. Es war verdammt frisch, nur 14°C! Der Sommer dieses Jahr ist seltsam. Am Wochenende war der Himmel fast die ganze Zeit bewölkt, aber wir hatten 25°C. Heute sehr viel Sonne (wenn auch Wolken zwischendurch) und trotzdem dauerte es, bis das Thermometer bis in die Nähe der 20°C kam. Und es ist immer noch viel zu windig und regnet viel zu wenig. Wenn der Himmel schon voll Wolken ist, kann es gefälligst auch regnen. Und zwar mehr als 3 Tropfen. Beim letzten „Regen“ ist es wieder unter den Bäumen trocken geblieben. Das ist doch kein Regen!

Ansonsten: Arbeit. Meetings, Statistik, Kram erledigt. Ein ziemlich produktiver Dienstag war das. Und ich habe nicht nur eine halbe Stunde früher angefangen, sondern auch über eine halbe Stunde länger gemacht. Da kann ich Freitag eine Stunde früher aufhören. Wenn das nicht motivierend ist!

Danach etwas rumgetrödelt. Ich glaub, das brauch ich einfach. Wenn ich im Büro arbeite habe ich den Heimweg, auf dem ich mein Gehirn quasi ausschalten kann. Vielleicht sollte ich einsehen, daß ich diese Pause einfach brauche und nicht noch was sinnvolles machen wollen in der Zeit. (Außer Abwaschen, da muß man ja auch nicht bei denken). Danach Sport. Da hatte ich auch leichte Motivationsprobleme. Und dann war die heutige Einheit auch noch so schweißtreibend. Und überhaupt doof. Vielleicht war aber die Pause davor auch nicht lang genug gewesen. Ich hab dann aber gleich noch das Nacken-Schulter-Programm hinterher geschoben. Ich hoffe, das hilft irgendwann.

Zum Abendbrot hab ich mir den neuesten „Lifestream“ aus dem BKA Theater mit Bodo Wartke angesehen. Eigentlich nur als Unterhaltung während des Essens gedacht, war ich dann so beeindruckt, daß ich immer weiter geguckt habe und nur aufhörte (also Pause gemacht habe), weil ich ja morgen wieder zeitig raus muß und vorher noch bloggen wollte. Große Empfehlung. Bodo Wartke sowieso und dieses Programm ganz besonders (es ist das mit den Boxhandschuhen im Standbild. Und ja, die ersten 10 Minuten sind zwischenzeitlich zäh, aber es wird!). Kein Link hier, weil ich nicht weiß, wie lang das überhaupt verfügbar ist. Wer zeitnah hier liest, möge bitte eine Suchmaschine seiner Wahl befragen.

06.07.2020

gelbe Blüten vor hellblauem HImmel

Wohnung geputzt, in der Bibliothek gewesen, Tee und Brot gekauft. Und auch Mittagessen von unterwegs mitgebracht, denn beim Blick in den Speiseplan für diese Woche habe ich am Freitag festgestellt, daß ich mir an meinen Büroarbeitstagen nichts mitnehmen mußt (da Kantinenangebot ok), aber beim Einkaufen vergessen, daß ich für die Tage zu Hause ja auch Mittagessen benötige.

In der Bibliothek war es etwas seltsam, denn ich habe natürlich nicht nur das Buch weg gebracht, sondern auch noch eine Runde durch die Bibliothek gedreht. Da ich kurz nach Öffnung heute da war, war es wunderbar leer. Außer ein paar Reise- und Wanderführern (da steht ja noch Urlaub an) habe ich aber nichts mitgenommen. Nur gucken, nicht mitnehmen! Ich muß schließlich erstmal die Bücher lesen, die schon hier stehen. Trotzdem fühlte es sich dann komisch an, quasi ohne Bücher wieder raus zu gehen (nach meinen beiden letzten Bibliotheksbesuchen sind 3 schmale Bänder nun mal wirklich „nichts“).

Beim Warten auf mein Essen beim Vietnamesischen Imbisswagen bin ich dann noch in den Genuß eine Lebensweisheit des eines schon leicht alkoholisierten Herren an einem der Tische dort gekommen: Wenn du heiraten willst, brauchst du erstmal das Geld für die Scheidung.

Nachmittags gelesen, dabei immer wieder die Balkonblumen winken gesehen, die irgendwann so von der Sonne beschienen wurden, daß ich sie jetzt wirklich fotografieren wollte. Gar nicht so einfach bei dem Wind.

Und weil ich die Kamera nun eh schon in der Hand hatte, habe ich gleich noch ein paar mehr Fotos gemacht. Das Männertreu, das zu überwintern sich angeblich nicht lohnt.

weißes Männertreu

Und das selbstausgesamte aus dem anderen Kasten.

weißes und rosa Männertrau

Das überwinterte Eisenkraut in voller Blüte (mit einzelnen Männertreu direkt daneben)

weißes Eisenkraut

Das zweite Eisenkraut, was sich jetzt doch überlegt hat noch mal was werden zu wollen, nachdem ich es schon fast rausgeschmissen hätte. Mit einzelnen Männertreu drumrum (ich lass die stehen, dann ist es da nicht ganz so leer).

grüne Triebe zwischen braunen Stengeln

Der Salat. Da kann ich dann demnächst wohl ernten.

Blumenkasten mit kleinen Salatblättern

Bei den Erdbeeren konnte ich bisher immerhin eine Erdbeere ernten. Aber die zweite hat jetzt auch eine Blüte! Die sieht aber etwas seltsam aus (so mit Knick), mal sehen, ob das wirklich eine Beere wird.

pinkfarbene Erdbeerblüte

Den Sonnenhut kenn ich aus dem elterlichen Garten als große Pflanze. Mindestens 30 Zentimeter hoch. Meiner bleibt eher gedrungen. Ist bei dem Wind aber vielleicht auch eine ganz gute Strategie. Die Wunderblumen zumindest sehen so zerzaust aus, daß ich sie nicht fotografiert habe.

Sonnenhut

05.07.2020

rote Stockrosenblüten

Jeden Monatsfünften frag Frau Brüllen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT) und das Internet antwortet – zumindest der bloggende Teil.

Ich schlafe bis halb 10 etwa und schlumpfe dann noch eine ganze Weile im Bett rum. Frühstück gibt es erst um 11 ungefähr – reduziert, weil es ja schon so spät ist. Den Temperaturen nach könnte man eigentlich auf dem Balkon frühstücken – 26/27°C – aber das Wetter ist ansonsten eher nicht einladend: dicke graue Wolken am gesamten Himmel dazu ein heftiger Wind. Also bleibe ich drin. So kann ich auch die „100 besten Lieder mit Vornamen“ hören, das Sommersonntagsspezial von radioeins. Nach dem Frühstück lesen (ich will das Buch endlich beenden), und irgendwann sehe ich ein, das es höchst albern ist, allein in der Küche zu sitzen und sich die Ohren zuzuhalten damit das Radio nicht vom Lesen ablenkt und mache das Radio aus.

Irgendwann ist Zeit für Mittag, diesmal auf dem Balkon. Die Schmorgurken habe ich schon besser hinbekommen und die aktuelle Kartoffelsorte ist doof. Danach weiterlesen und um 3 hab ich das Buch durch, yeah! Es gibt noch ein Zusatzkapitel im Internet. Das lade ich runter, lese es aber nicht sofort. Da inzwischen immer wieder für längere Zeit die Sonne raus kommt, erledige ich erstmal den Abwasch, bevor die Sonne voll aufs Küchenfenster scheint und die Küche zu sehr aufheizt. Danach eine Runde raus. Ich will eh die Gurkenkerne gleich in den Biomüll bringen (weil die so sehr nass sind), und Bewegung ist ja prinzipiell gut. Eigentlich könnte ich das Buch gleich wegbringen, denn es stammt aus der Bibliothek mit dem 24-Stunden-Rückgabeautomat. Der ist aber derzeit außer Betrieb, wie ich Freitag sah. Also nehme ich nur die Kamera mit, schließlich waren Fotos gewünscht. Es sieht zwar beim Losgehen (inzwischen ist es 4) sehr grau und nach Regen aus, im Laufe der Runde kommt aber sogar ein paar Mal die Sonne raus. Bei der Wärme mag ich mich nicht so schnell bewegen (feucht ist es ja außerdem auch noch) und ich bleibe oft wegen Fotos stehen (ich kündige schon mal ein hohes Stockrosenaufkommen hier im Blog an), so daß ich letztlich doch fast eine Stunde unterwegs bin, obwohl ich nicht die große Runde drehe.

Zu Hause gibt es Tee und Rhabarbercrumble und Eis. Crumble und Eis esse ich noch auf dem Balkon, dann gehe ich aber rein, der Wind ist mir einfach zu ruppig. Jetzt, wo ich das Buch endlich durch hab, kann ich ja endlich eins der neuen lesen, die mich seit gestern immer wieder anlachen. Allein: es fehlt die Konzentration und Ruhe. Weil ich aber andererseits ja auch die Songs mit Vornamen weiter hören will, fange ich einfach an, wieder Farbflächen zu sortieren – und höre so bald nicht auf. Denn ich höre nicht nur den Rest der 100 Songs, sondern auch noch das komplette Sommernachtskonzert danach (1 Stunde) und den Anfang der King’s Hour. Eigentlich ist es auch ganz schön, so da zu sitzen und Musik zu hören (und Farbflächen zu sortieren damit ich beschäftigt bin), wenn da nur nicht das Fernweh wäre. Als im Radio Leonard Cohen „Jesus was a sailor“ (aus „Suzanne“) singt überrollt mich plötzlich eine riesig große Welle Fernweh. Und das geht dann so bald nicht weg.

Es ist schon halb 9 als ich mir endlich Abendbrot mache. Dann sehe ich ein paar Videos aus offenen Tabs. Zwischendurch lerne ich noch was über Traktoren dank einer Präsentation, die die Freundin für’s Studium machen mußte. Danach dann Blloggen und Fotos sichten (ineinanderverschachtelt). Jetzt werd ich noch ein bißchen Internet und dann Bett.

 

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.