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22.10.2020

Gestern zeitig im Bett gewesen (ging nicht anders, ich war zu nix anderem mehr fähig), und trotzdem fiel das Aufstehen heute schwer. Aber: fast wolkenloser Himmel. Das hatte sich zum Sonnenaufgang dann leider schon wieder geändert, sonst hätte ich noch ein paar schöne Pastell-Fotos machen können, zeitig genug unterwegs war ich. Warm war es. Ich hatte im Radio schon gehört, daß es schon recht mild ist (13°C) und bis zu 20° werden sollen, weswegen ich die dünnere Jacke angezogen habe. War mir trotzdem fast zu warm.

Als ich im Büro saß, kam die Sonne wieder richtig raus. Das war doof, hatte ich so doch noch weniger Laune in die große Halle zu gehen, denn dort sieht man von der Sonne nichts. Nunja, half ja nichts.

Mittag heute mit den Lieblingskollegen. Und mit Eis. Es war so warm und sonnig, daß ich die Jacke ausgezogen habe. Und kurz nach 2 hatte ich meine Aufgaben in der großen Halle erledigt. Yeah!

Bei der Mittagsrunde hatte ich ja noch überlegt, bei dem schönen Wetter zeitig Feierabend zu machen. Als ich aus der Halle raus kam, war aber gar kein schönes Wetter mehr. Zumindest war die Sonne hinter Wolken verschwunden. Also nicht zeitig Feierabend gemacht, sondern erstmal innerhalb des Büros wieder umgezogen. Da ich ja nun weiß, daß es überall im Büro zieht wenn ein Fenster und die Tür offen sind, und mein alter Platz wieder frei ist (der Kollege ist ausgezogen), wollte ich gern dorthin zurück, denn da sitze ich direkt neben der Heizung statt neben einer nicht sehr gut wärmeisolierten Wand. Und ich habe nun wieder eine Wand im Rücken statt Raum und eventuelle Besucher des Kollegen. Und überhaupt das ganze Büro und damit auch alle Fenster vor mir. Da hat man noch viel mehr davon, wenn die Sonne scheint (zumal ich fast alle Jalousien wieder hochgeleiert habe, außer mir ist ja eh niemand im Büro).

Anschließend wieder richtig gearbeiet. Das ging auch ganz gut, denn die große Müdigkeit der letzten Tage blieb heute aus. Vielleicht doch endlich genug geschlafen. Oder es war wegen der Euphorie ob der beendeten Aufgabe. Für mehr Bewegung mußte ich noch zwei Mal rüber in die Halle um dort etwas nachzusehen. Wie gut, daß ich die eine Aufgabe, die ich eigentlich morgen machen wollte, auf heute vorgezogen habe. Morgen hätte ich nicht mal eben rüber gehen können. Dabei wieder etwas entdeckt aus der Kategorie „wäre gut gewesen das früher zu wissen“. Das eine Tool hat interessante Features… Schnell noch eine dringlich wichtige Mail geschrieben (vielleicht läßt sich ja noch ein bißchen was retten) und dann halb 6 Feierabend gemacht. So konnte ich auf dem Weg zur S-Bahn doch noch ein bißchen schönes Wetter genießen (die Wolken hatten sich im Laufe des Nachmittags wieder verzogen), während der S-Bahnfahrt ging dann die Sonne unter.

Zu Hause dann müde und hungrig, also gleich erstmal Abendbrot gemacht, nicht erst auf‘s Sofa. Danach hätte ich eigentlich gern im Buch weiter gelesen, war dazu aber zu müde.

21.10.2020

Am Abend gut Laune, yeah!

Morgens grau, es regnet sogar, was ich im Bett noch gehört, danach aber wieder vergessen hatte. Draußen vorm Haus fällt es mir dann wieder auf. Ich gehe trotzdem zu Fuß zur S-Bahn, was soll ich sonst so früh da (wenn ich die Straßenbahn nehme)? Nun, ich wäre pünktlich im Büro gewesen. So hat mal wieder der Anschluß nicht gepaßt und ich mußte 20 Minuten auf die nächste Bahn warten. Und hatte nicht mal Musik dabei! Gestern hatte ich mich noch drüber unterhalten, daß ich derzeit wenig Musik höre, heute wäre mir sehr danach gewesen, aber ging nicht. Hab dann gelesen.

Arbeitstag begann mit einer Telco, die allerdings schnell vorbei war. Danach noch dies, das, jenes getan, denn ich hatte keine Lust auf die große Halle. Irgendwann dann doch rüber und dort weiter gemacht.

Zum Mittagessen hatte ich mich mit einer Kollegin verabredet, auf dem Weg dorthin noch meinen alten Chef getroffen. So saßen wir heute immerhin zu dritt. Nach dem Essen hatte es zum Glück aufgehört zu nieseln. Während sich die Kollegin am Bäckerwagen noch einen Nachtisch kaufte (ich hatte ein Eis), fing es kurz wieder an, hörte aber schnell auch wieder auf.

Weiter in der großen Halle. So gegen 2 setzte die Müdigkeit ein. Zum um 3 bin ich rüber ins Büro für noch eine Telco (auf 2 andere habe ich heute verzichtet) und das war ein bißchen doof, denn danach war ich noch müder und hatte noch weniger Lust zurück zu gehen. Einer der Lieblingskollegen wollte mich zum zeitigen Feierabend überreden, aber meine Fleecejacke war ja noch drüben, und ich wollte wenigstens mein Zwischenziel noch schaffen. „Du bist zu ordentlich“ meinte er, und ich befürchte, da ist was dran. Kurz die Augen zu gemacht (bei mir aufm Flur ist grad gar nichts los, die Gefahr, daß ausgerechnet dann jemand ins Büro kommt also minimal), dann ging es wieder. Noch eine Stunde in der großen Halle getan, dann wurden die Fehler häufiger und ich hielt es für sinnvoll, aufzuhören. Zurück im Büro stellte ich fest, daß ich diesmal zwar die Fleecejacke und fast alles andere dabei hatte – aber meinen Arbeitsrechner nicht. Also noch mal zurück, Rechner holen. Dann wollte ich nur noch schnell was machen (bzw. vom Rechner machen lassen), was dann natürlich doch wieder länger dauerte und so wurde es kurz vor 6 mitm Feierabend. Beim Verlassen des Gebäudes eine Fledermaus fliegen gesehen.

Heimweg unspektakulär. Kein Treffen heute in der S-Bahn. Auf dem Rückweg hat der Anschluß auch wieder geklappt.

Zu Hause dann etwas fitter als gestern und vor allem: ziemlich gute Laune. Ich bin fast fertig in der großen Halle, vermutlich liegt es daran.

16.10.2020

Heute morgen fragte ich mich, warum eigentlich der Wecker plärrt obwohl doch Sonnabend ist? Naja, war dann doch erst Freitag. Und das Aufstehenklappte dann auch erstaunlich gut.

Der Arbeitstag bestand heute hauptsächlich aus Daten zusammensuchen, Daten zusammen tragen, xe Vergleichen (ist in der einen Excel-Tabelle das gleiche angekreuzt wie in der anderen? Und in der dritten auch?). Zwischendurch viel mit einem Kollegen gechattet, der eher nicht so motiviert war heute. Und n bißchen anderer Kleinkram war auch noch.

In der Mittagspause wollte ich mal schnell in die Bibliothek. Sowieso und überhaupt. Und dann war auch noch kurz vor Mittag eine Mail gekommen, daß das Dienstag vorbestellte Buch endlich in meiner Bibliothek zum Abholen bereit liegt. Da hatte ich mich ja schon gewundert, wie lange des dauert, und dann gestern im meinem Benutzerkonto gesehen, daß es angeblich derzeit nicht verfügbar sei. Die berlinweite Suche ergab aber, daß es bei fast allen Bibliotheken, die es in ihrem Bestand haben auch verfügbar ist (nur ist leider keine Bibliothek davon in meiner Nähe). Deswegen wollte ich heute auch mal nachfragen. Mußte ich nun nicht mehr. Nur mit dem Bibliotheksbesuch wurde es erstmal nicht. Als ich nach dem Mittagessen losgehen wollte hatte gerade fieser Sprühregen eingesetzt. Sprühregen wird vom Wetterradar nicht erfaßt. Nun, hab ich erstmal weiter gearbeitet und bin später los. Da war es dann auch wieder deutlich heller. Mein Bibliotheksbesuch war diesmal sehr zielstrebig. Ich habe nicht alle Bücher der Liste mitgenommen, das wäre viel zu viel geworden. Und einige sind auch derzeit ausgeliehen. Bei einem anderen, das ich unbedingt haben wollte und das laut Katalog verfügbar sein sollte, mußte ich ganz schön suchen. Es stand nicht im Regal sondern ganz woanders auf einer Sonderpräsentationsfläche. Und bevor ich die Bücher dann ausleihen konnte, mußte ich erstmal zum Infoschalter und bestätigen, daß ich immer noch da wohne, wo ich wohne. Das hatte ich schon vermutet, denn ich hatte den Ausweis im Internet verlängert und im Bibliothekskonto wurde mir immer rot angezeigt, daß er „nur“ online verlängert worden war. Da die Bibliothekarin aber gar nicht meinen Ausweis sehen wollte, sondern mit der einfachen Bestätigung zufrieden war, fand ich das dann doch etwas albern.

Zurück zu Hause habe ich den Rucksack nur abgestellt (ich hatte extra den großen Rucksack mitgenommen, es hätten noch mehr Bücher reingepaßt, aber 10 reichen ja erstmal) und weitergearbeitet, aber nach Feierabend dann! Erst alle Bücher ins Regal gestellt und dann einzelne wieder rausgegriffen, drin geblättert und schließlich in dem „will ich unbedingt lesen“ angefangen zu lesen. Und vorher so richtig aufgeregte Vorfreude empfunden, wie als würde ich auf Reisen gehen. Das kannte ich bei einem Buch jetzt so auch noch nicht (ich hatte im eBook schon angelesen, wußte also schon ein bißchen, was mich erwartet). „Das Gedächtnis der Welt : vom Finden und Ordnen der Pflanzen“ von Marc Jeanson und Charlotte Fauve, Übersetzerin Elsbeth Ranke. Und ich glaub, das ist wirklich gut.

Allzulange habe ich aber nicht gelesen, denn ich wollte ja noch Sport machen. Die gleiche Einheit wie letzten Freitag. Es war wieder genauso anstrengend. Wie wird es dauern, bis ich die Übungen komplett durchhalte?  Anschließend duschen, Abendbrot, fernsehen, bloggen. Und ich glaub, ich lese jetzt einfach weiter, statt die fehlenden Tage noch zu verbloggen.

15.10.2020

Heute morgen war ich kurz davor, das Schwesterherz aus der Wohnung zu werfen. Sie hatte sich, nachdem sie auf dem nassen Balkon war, nicht die Füße abgetreten und war mit den dreckigen Schuhen über meinen hellen Teppich gelaufen. Der war natürlich total eingesaut. Und als ich mich drüber beschwerte, hat sie nur gelacht. Ich war wirklich so sauer! Und kurz davor sie rauszuwerfen – und dann hat der Wecker geklingelt.

Heute also wieder Bürotag. Da ich das Gefühl hatte, etwas spät losgegangen zu sein, nahm ich lieber die Straßenbahn. Sie wartete netterweise auch auf mich (obwohl sie erstmal abklingelte kurz bevor ich ran war) und war – vermutlich ferienbedingt – angenehm leer. Hat aber trotzdem nicht gereicht um den Zug mit dem sicheren Anschluß zu bekommen. Dann muß ich immer erstmal einen Zug der „falschen“ Linie abwarten bevor meine Bahn kommt. Als dieser falsche Zug losfuhr sah ich, daß drinnen die Fahrkarten kontrolliert wurden. Nun fahre ich derzeit so selten, daß ich mir nicht ganz sicher war, ob ich das richtige Monatsticket dabei habe (Wann hab ich das letzte Mal gewechselt? Das ist doch schon ewig her?), also hab ich lieber kontrolliert – und festgestellt, daß mir das komplette Portemonaie fehlt. Mist. Aber immerhin noch zeitig genug, das erst bei der Fahrkartenkontrolle festzustellen wäre wesentlich unangenehmer gewesen. Ich bin dann also zurück nach Hause gelaufen und auch dort geblieben, denn dann noch mal loszugehen – da wäre ich erst um 10 im Büro gewesen. Das Portemonaie mußte ich dann erstmal suchen – klar, hätte es auf dem Flurregal gelegen, hätte ich es ja eingepackt. Es steckte noch in dem Rucksack, mit dem ich Dienstag auf dem Markt gewesen bin.

Sehr zeitiger Arbeitsbeginn – das erschien mir dann doch sinnvoller, als eine halbe Stunde Zeit totzuschlagen um dann zur üblichen Zeit anzufangen. Da ich ja bei diversen Kollegen angekündigt hatte, daß ich heute im Büro sei, hab ich mich erstmal überall wieder abgemeldet. Ein Kollege erzählte dann, daß er sich heute morgen im Büro gewundert hatte, warum die Fahrradtasche noch so schwer ist, obwohl er doch alles schwere rausgenommen hatte. Es war das Fahrradschloß. Er hatte sein Fahrrad also nur abgestellt, aber nicht angeschlossen. Wahrscheinlich war heute einfach so ein komischer Tag. (Fahrrad war noch da, der Verlust wäre auch deutlich schmerzhafter gewesen als das erhöhte Beförderungsentgelt bei mir.)

Da ich von zu Hause die eigentlich geplanten Dinge nicht erledigen kann, hatte ich Zeit für umfangreiche Recherchen zu Problemen, die in den letzten Wochen aufgetaucht waren. Kollegen befragen, selber suchen, hier und da… Das eine Problem war recht schnell gelöst, das zweite wäre auch schnell zu lösen gewesen, wenn ich gleich den richtigen Kollegen gefragt hätte. So war ich dann doch fast den ganzen Tag damit beschäftigt (auch weil remote alles doch was länger dauert als im Büro). Aber ich hab dabei auch neues gelernt, ist ja auch was.

Zum Mittagessen mußte ich mir jetzt selbst was ausdenken, Kantine war ja zu weit weg. Dabei hätte es heute sogar etwas vernünftiges gegeben. Es war Markt, ich überlegte kurz mir einen Brathering zu kaufen. Dann hätte ich mir ja aber noch Bratkartoffeln (oder sowas) dazu machen müssen, das hätte alles ganz schön lange gedauert. Drum ist es dann doch der vietnamesische Imbiss ein paar Meter weiter geworden. Die Portion wieder so groß, daß ich mir für morgen Mittag keine Gedanken machen muß. Im Briefkasten ist Post! Schokoladenpost! Mit schöner Karte. Frühestens Dienstag abgeschickt. Die Karte, die ich am Sonntag in Gegenrichtung auf den Weg brachte ist immer noch nicht da.

War der Vormittag eher geruhsam gewesen (weil ich viel auf reintröpfelnde Daten warten mußte), wurde am Nachmittag zwischendurch fast hektisch. Erst brauchte ein Kollege ein paar Infos von mir (Teams hängt sich beim Verbindungsaufbau jetzt grundsätzlich erstmal auf und beim zweiten Versuch gibt es, nachdem die Verbindung eigentlich steht (die andere Seite also abgenommen hat) erst noch mal kurz eine Fehlermeldung bis es dann wirklich geht). Die konnte ich ihm geben und rettete ihm somit den Tag (wie er meinte). Dann diskutierte ich gerade mit einem Kollegen ein drittes Problem mit Arbeitsauftrag an zwei weitere Kollegen (den ich geben sollte) als sich plötzlich doch noch mal der Kollege zum Verabschieden meldete, den ich längst im Urlaub wähnte. Und auf mein flapsiges „Wenn ich gewußt hätte, daß du noch da bist, hätte ich dich noch mal nach xyz gefragt“ bekam ich dann noch eine ausführliche Antwort, telefonisch (nach den üblichen Teams-Verbindungs-Problemen). In der Zwischenzeit hatte sich das dritte Problem als vermutlich-kein-Problem herausgestellt und der Arbeitsauftrag war nichtig (was ich natürlich auch möglichst schnell kommunizieren wollte). Und mittendrin chattete mich noch ein Kollege an dem langweilig war. Danach mußte ich mich dann erstmal sortieren. Ergebnisse der Recherchen zusammenfassen und per Mail verschicken. Problem 3 war durch eine Mail aaufgekommen, die ich auch noch beantwortet habe. Noch eine kurze Kontrolle von Änderungen in einer Datenbank und dann Feierabend. Früher angefangen, später aufgehört – das ist der Grund, warum ich normalerweise nicht früher anfange – das zeitig Schlußmachen funktioniert ja doch nicht (weil ich nachmittags einfach produktiver bin).

Danach hab ich erstmal den Balkon inspiziert, gegossen, was keinen Regen abbekommt und die beiden Kästen, die außen am Geländer hängen nach innen gehängt, damit sie beim nächsten Regen nicht wieder voll Wasser laufen. Eigentlich hatte ich ja überlegt, noch zur Bibliothek zu gehen, aber wenn man erst um halb 6 Feierabend macht und dann noch auf dem Balkon hantiert, bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum Bibliotheksschluß um 6. Also einfach so entspannt. Danach Sport, Abendbrot, längeres Telefonat mit dem Schwesterherz (die heute Besuch von einem Handwerker hatte, der wirklich einfach in Straßenschuhen über die Teppiche gelatscht ist ohne sich vorher so Überzieher drüber zu ziehen). War ein ganz schön voller Tag, irgendwie, so müde wie heute war ich schon länger nicht mehr.

11.10.2020

Gestern bin ich erst um 1 im Bett gewesen und heute trotzdem gegen 8 wach. Das verwundert mich mehr, als wenn ich bis 10 geschlafen hätte. Aber gut, hat man mehr vom Tag. Weil es gestern ohne nicht so richtig funktioniert hat, gibt es heute mal wieder eine Liste zum abhaken und das funktioniert erfreulich gut. Bis zum Mittag kann ich schon ein paar Punkte abhaken, darunter einen, den ich aus nicht nachvollziehbaren Gründen schon ein Weilchen vor mir her schiebe.

Beim Mittagessen habe ich getestet, ob ich dabei auch Podcast hören kann – hauptsächlich, weil mir das Wochenend-(Mittags-)Progamm von radioeins nicht so zusagt, mein Küchenradio aber analog und schon älter ist, weswegen ich den Sender da nicht verstellen will. Ging gut. Nur esse ich keine dreiviertel Stunde lang. Die zweite Hälfte gab es dann zum Abendbrot.

Dank der Liste habe ich heute sogar Hausaufgaben gemacht (die vergesse ich ja sonst gern mal). Wir haben über die Herbstferien eine ganze Menge aufbekommen: Buch lesen, Text schreiben, Grammatikübungen. Zumindest die Grammatikübungen sind jetzt erledigt (Ich hatte schlecht Laune am Ende, weil viel und doof und ich will das nicht lernen, ich will das können. Die ganzen Verbformen kann ich aber nur bedingt).

Nicht auf der Liste stand, daß ich heute einen Plattenspieler bekomme. Daß ich überhaupt einen bekomme, hatte sich angekündigt, der Freund vom Schwesterherz hatte einen abzugeben. Daß das heute passieren würde war (mir) nicht klar. Schwesterherz hatte ihr kommen zwar vorher noch angekündigt, das hab ich aber nicht mitbekommen. Entsprechend verwirrt war ich, als sie dann vor meiner Tür standen. Nun hab ich also einen Plattenspieler. Haben wollte ich schon länger einen, da mir aber vernünftiger Platz dafür (und für die Platten) fehlt, hatte ich das bisher vor mir her geschoben. Nun. Nun muß ich mir eben schneller was einfallen lassen, wie ich dieses Platzproblem elegant löse.

Und mit dem Abschließen dieses Blogbeitrags kann ich tatsächlich den letzten offenen Punkt der heutigen Liste abhaken. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal geschafft habe, nur so viel auf die Liste zu schreiben, wie wirklich in den Tag paßt (und das dann auch konsequent abzuarbeiten). Oft war das jedenfalls nicht. Und heute habe ich sogar mehr gemacht: nicht nur ein Kalenderbild für diesen Monat, sondern für den nächsten gleich noch mit. Das für diesen sieht so aus (ich bin einigermaßen stolz drauf, weil ich nicht erwartet hatte, daß ich die vage Idee doch so gut umgesetzt bekomme. Der Igel ist von mir, der Apfel nicht. Aber Äpfel kann ich notfalls auch selber, bei Igel war ich mir nicht sicher. (Und beim nächsten Mal nehme ich mir zum Platzieren des Apfels so viel Zeit wie für das Auge. Aber ich war hungrig. Sehr.)):

Igel mit Apfel auf den Stacheln.

 

 

 

10.10.2020

Gestern wie an einem normalen Arbeitstag ins Bett gegangen (also kurz nach 11), heute wie an einem (derzeit) normalen Arbeitstag wach geworden (also kurz vor halb 8). Okee. Das paßte ganz gut, denn das Schwesterherz hatte angekündigt, daß sie eher zeitig auf den Markt muß, weil Mittags rum bei ihr Rauchwarnmelder angebaut werden sollen. Ich glaub, sie ist später aufgestanden als ich. Sie war auf alle Fälle erst wesentlich später fertig als ich.

Nach dem Marktbesuch wurde mein Tag eher ineffektiv. Ich hatte zwar diverse Ideen im Kopf was ich machen will, hab aber (außer abwaschen) keine davon umgesetzt. Ist auch mal ok, so ein fauler Tag. Ich hab mich nur geärgert, daß ich hauptsächlich sinnlos im Internet las statt irgendwas von dem Kram den ich schon lange lesen will.

Beim ausführlichen Mittagspaziergang habe ich mal getestet, ob ich dabei Podcasts hören kann, ich hatte mich eh für eine wohlbekannte Strecke entschieden. Am Anfang fand ich es etwas seltsam, mich so von der Umgebung akkustisch abzukapseln*. Später tauchte dann ein anderes Problem auf: Beim Gehen denke ich, wenn ich mich in Bewegung setze, tun meine Gedanken das noch viel viel mehr. Das ist aber doof, wenn man eigentlich weiter zuhören will. Vielleicht hätte ich einfach Pause drücken sollen, der MP3-Player war aber in der Pullovertasche und die Jacke darüber zu – er war also nicht erreichbar. Ein Mal mußte ich dann aber doch stehen bleiben und zurück spulen. Da war mir zu spät aufgefallen, daß meine Gedanken irgendwo abgebogen sind. Das hatte ich dann zu Hause aber noch viel schlimmer. Der Podcast war nämlich 75 Minuten lang, ich aber „nur“ 55 Minuten unterwegs gewesen. Die restlichen 20 Minuten hörte ich dann also auf dem Sofa. Und das dauerte deutlich länger als 20 Minuten. Vielleicht lag es aber auch am Podcast, viel zu viele Denkanstöße. Im Laufe des Tages hab ich dann noch die ganz großen Fragen gewälzt: wer bin ich, wer will ich sein? Corona tut mir nicht gut.

 

* Was mir beim Schreiben gerade auffällt: vor ein paar Jahren hab ich mal ein Hörbuch gehört, was ich so spannend fand, daß ich es bei jeder Gelegenheit gehört habe und Fußwege extra verlängerte, um mehr Zeit dafür zu haben (weil zu Hause hören damals schon nicht klappte). Damals hatte ich offenbar kein Problem damit. Seltsam. Ob das auch eine Corona-Isolations-Folge ist?

09.10.2020

Zu Beginn der Ersthelfer-Schulung am Dienstag sollten wir uns kurz vorstellen und sagen, ob wir seit der letzten Schulung (also vor etwa 2 Jahren) einen Einsatz als Ersthelfer hatten. „Außer Pflasterkleben war nichts“, sagte ich (und war mir nicht mal beim Pflaster sicher). Heute morgen im Bett fiel mir ein, daß ich im Winterurlaub sehr wohl einen erste Hilfe geleistet habe in einer Situation, die ohne mein Eingreifen unter Umständen wesentlich weniger glimpflich ausgegangen wäre. War nur eben nichts von den spaktalulären Sachen an die man bei Erste Hilfe denkt, keine Seitenlage, keine Wiederbelebung (zum Glück!). Und überhaupt eine Situation, die man in hiesigen Breiten in solchen Schulungen eher nicht thematisiert, denn mit Schneesturm und sehr niedrigen Temperaturen haben wir hier eher selten zu tun – im Gegensatz zum Sonnenstich, den wir durchaus durchgesprochen haben (und der einem bei „Erste Hilfe“ vermutlich auch nicht sofort einfällt). Etwas später am Tag fiel mir ein, daß ich im letzten Wanderurlaub noch mal eine Situation hatte.  Eine Mitwanderin war gestürzt, es reichte kümmern (Rucksack abnehmen) und gut zureden, aber genau das ist ja wichtig bei Erster Hilfe, wie wir in der Schulung gelernt haben: Da sein, beruhigen, nicht allein lassen. (Und angesichts der Tatsache, daß etliche der Schulungsteilnehmer kleine Kinder haben, glaub ich nicht, daß sie in den letzten zwei Jahren keine Erste Hilfe geleistet haben. Die fängt eben nicht erst bei Seitenlage und Wiederbelebung an, sondern viel früher.) Das Thema hat mich den Tag über immer wieder beschäftigt und abends hab ich endlich die Rettungsdecke zum meinem Erste-Hilfe-Set gepackt – wollte ich seit März schon, aber immer wieder vergessen. Wir hätten sie gut gebrauchen können.

Der Arbeitstag war eher doof. Ich habe einiges auf meiner Liste abhaken können – auch weil ich mir angewöhnt habe, auch kleinere zwischendurch auftauchende Aufgaben mit aufzuschreiben (wie ich es vor einigen Wochen bei Frau Brüllen las). Aber hauptsächlich war ich damit beschäftigt, dem Computer zu sagen, was er tun soll und dann (ewig) zu warten, bis es erledigt ist. Das ist eher unbefriedigend. Zum Teil habe ich parallelisiert, aber das geht ja auch nicht endlos, weil der Rechner dann für die Einzeltasks länger braucht als würde er sie einzeln abarbeiten. Und außerdem war es so schwerer den Überblick zu behalten, was schon erledigt war, was noch läuft, was noch zu tun ist… Alles doof. Und es dauerte alles sooo lange. Als ich dann gegen 5 zwei kurze Netzwerkabrisse hatte und das eine Tool erstmal nicht mehr wollte, habe ich das als Signal genommen, endlich Feierabend zu machen. Dringendes war nicht mehr offen, den Rest kann ich nächste Woche tun. Es wäre nur schön gewesen, alles abhaken zu können.

Bei der heutigen Einheit Sport wußte ich beim Durchführen schon, daß das Muskelkater geben wird. Genau genommen, wußte ich es vorher schon, denn ich hab die vor ein paar Wochen schon mal gemacht. Ich hatte aber nicht mehr in Erinnerung WIE anstrengend die ist. Nunja. (Anschließend mir mal wieder vorgenommen, jetzt aber wirklich wieder regelmäßig Sport zu machen. Mal sehen, wie lang ich durchhalte.)

08.10.2020

Heute habe ich wieder von zu Hause aus gearbeitet, das heißt, ich konnte noch eine halbe Stunde länger schlafen. Als ich das Haus zur Morgenrunde verließ, schien mir die Sonne so dermaßen ins Gesicht, daß ich kaum was sehen konnte, so tief steht sie jetzt um die Zeit noch.

Vor Arbeitsbeginn mußte ich erst noch schnell die Wäsche abnehmen um Platz zu haben, dann folgte ein durchaus angenehmer Arbeitstag. Es gab viel zu tun, gefühlt ständig kamen neue Aufgaben dazu, aber alle in einem Umfang, daß ich sie problemlos und ohne hetzen zu müssen erledigen konnte. Es zog sich nur nach hinten raus etwas, so daß ich später Feierabend machte als geplant.

Die Infektionszahlen steigen ja schon seit einiger Zeit wieder viel zu schnell, in Berlin gilt seit Montag eine Maskenpflicht in Bürogebäuden, Brandenburg hat beschlossen das auch einzuführen wenn dort die Infektionszahlen über einen bestimmten Wert steigen (noch sieht es dort besser aus), 4 der Berliner Bezirke galten (zum Teil schon seit Tagen) als Coronarisikogebiet, im Laufe des Tages wurde Gesamtberlin so eingestuft und nun reagierte auch mein Arbeitgeber: Heute kam eine Mail, daß wir im Oktober jetzt doch 100% von zu Hause aus arbeiten dürfen (nicht mehr nur 75%). Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehe, hatte ich doch gerade erst beschlossen, jetzt 2 Tage die Woche ins Büro zu fahren, weil mir der Kontakt mit anderen einfach zu sehr fehlt. Wenn da aber niemand mehr ist, brauch ich da auch nicht mehr hinfahren. Nunja, aus arbeitstechnischen Gründen werd ich im Oktober eh diverse Tage hinfahren müssen.

Abends dann endlich den neuen Schreibtisch und -stuhl bestellt. Nicht, wegen der neuen Regelung meines Arbeitgebers, sondern weil mein Entscheidungsprozess jetzt entsprechend gereift war. Hilfreich war aber auch, daß ich hier mehrfach drüber schrieb – so gab es schon Nachfragen, ob ich denn inzwischen bestellt hätte. Geliefert wird nicht vor November. Ich werde berichten.

07.10.2020

Was war es schön, gestern Abend den Wecker auf eine Stunde später stellen zu können. So eine Stunde länger schlafen zu können, macht viel aus. Es war dann sogar schon hell draußen, als ich aufstand.

Der Bürotag begann gleich mal mit einem Meeting, bzw. einer Telco. Der Vormittag brachte neben einem weiteren eine gewisse Verzweiflung ob der Menge an Mails, die ich die letzten zwei Tage bekommen hatte. Das Projekt ist gerade in einer heißen Phase, da sind zwei Tage Abwesenheit ganz schön viel. Es war auch nicht eben hilfreich, daß der Besprechungsraum nebenan belegt war (so voll wie zu Vor-Corona-Zeiten, Fenster hatten sie auch nicht auf, nur die Tür zum Flur…), die Wand dorthin sehr dünn ist und dort drüben sehr viel und zum Teil viel durcheinander gesprochen wurde. Bis zum Mittag war ich aber durch und auf dem aktuellen Stand. Erfreuliches zwischendurch: die Kollegin, mit der ich im März das letzte Mal real sprach und die ich gestern wegen meiner Schulung nur mal kurz von weitem sah, war auch heute da und wir konnten endlich mal wieder richtig quatschen und uns austauschen. Das kann ein Chat nicht ersetzen.

Mittags weitere Kollegen getroffen (beide gestern auch schon und da fragte der eine „Wie war es eigentlich im Harz“, was auch etwas seltsam war, weil ja schon so lang her und inzwischen war ich ja noch mal weg). Und kurz nach dem Mittag kam noch ein Kollege bei mir vorbei, den ich auch Anfang März das letzte Mal gesehen hatte. Schon schön.

Aber eigentlich war ich am Nachmittag mit Recherche beschäftigt. Da war ich schon froh über die zwei Bildschirme im Büro. Wenn man diverse Dokumente parallel offen haben und vergleichen muß, kann man gar nicht genug Bildschirmfläche haben. Ein Teil der Ergebnisse gleich eingearbeitet, der Rest wird dokumentiert auf später verschoben. Außerdem habe ich in einer kurzen Pause endlich daran gedacht, mir einen Termin beim Zahnarzt zu holen. Die Praxis hatte mir schon vor einigen Tagen geschrieben, daß es Zeit wäre, wieder einen Kontrolltermin auszumachen und um das ganze zu unterstützen, hat sich gestern noch die eine Krone selbstständig gemacht. Montag wird das gerichtet.

Fast wie geplant Feierabend gemacht und auf dem Weg zum Bahnhof noch Pfefferkuchen gekauft. Meine Lieblingspfefferkuchen muß ich jetzt kaufen, später gibt es sie nicht mehr.

Zu Hause dann wieder ein interessantes Phänomen beobachtet. Auf dem Heimweg, auch noch kurz vor zu Hause, stellte ich fest, daß ich noch fit und gar nicht müde bin. Kaum zu Hause begann das große Gähnen. Viel passierte dann am Abend auch nicht mehr.

06.10.2020

Um 6 ist es draußen noch duster. Um 7, beim Losgehen, wurde es hell. Und als ich das Büro betrat, knallte mir die Sonne ins Gesicht. Das war ein bißchen fies, denn im Flur vor dem Büro war es relativ dunkel, und kaum hatte ich die Tür einen Spalt breit geöffnet, war ich voll geblendet.

Da hab ich es dann gerade geschafft, Blumen zu gießen, mir Tee zu machen und ein Mal kurz den Posteingang zu überfliegen, dann mußte ich auch schon los. Ersthelferschulung stand auf dem Programm. Ich war wenig begeistert. Eigentlich finde ich es total sinnvoll, regelmäßig die 1.-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen (weswegen ich mich auch als Ersthelfer gemeldet hatte), aber in den letzten Jahren waren diese Schulungen einfach schlecht. Total theoretisch, der Schulungsleiter hörte sich selbst gern reden, stellte fragwürdige medizinische Behauptungen auf und lehrte überholte, zum Teil auch wirklich falsche Methoden und Dinge („Jaja, das steht jetzt so in den Unterlagen, aber die haben ja keine Ahnung“). Dieses Mal war es ganz anders. Anderer Anbieter, damit anderer Schulungsleiter und der war richtig gut. Voll engagiert und guter Schauspieler. Wir haben nicht nur theoretisch besprochen was zu tun ist, sondern durften/mußten das real durchmachen. Er simulierte die Situation und wir mußten damit fertig werden – bis wir es gut gelöst hatten oder offensichtlich gar nicht mehr weiter wußten. Und für das Thema „Wunden versorgen“ gab es Kunstblut (zumindest an ihm), sowie ein Imitat für „Finger abgerissen“. Ich hab ja nicht so ein Problem mit Blut, aber da wurde mir dann doch etwas komisch. Super Schulung, hat wirklich Spaß gemacht. Und gelernt haben wir auch noch was.

Danach noch Schwedisch. Ich war ja nach der Schulung wie erwartet sehr müde (allerdings nicht vom Zuhören, sondern von der kurzen Nacht). Zum Kurs morgen wollte ich aber auch nicht. Nicht nur wegen des Corona-Leugners, sondern auch weil das zeitlich nicht sonderlich gut paßte. Also hab ich einen schwarzen Tee getrunken und mir gesagt: Versuch ichs eben mal. Wenn ich zu müde bin, kann ich ja einfach früher gehen. Mittags hatte ich eine SMS von der Lehrerin bekommen, daß wir uns nicht in der Schule treffen, sondern in einem Café draußen mit beheizten Sitzbänken. Ich dachte ja, das wären Heizpilze, aber nein: Die hatten ihren Vorgarten tatsächlich mit einer „Zentralheizung“ ausgestattet und unter die Bänke Heizkörper montiert (bzw. alte Rippenheizkörper genommen und drumrum Bänke gebaut). Das funktionierte erstaunlich gut, aber an den Füßen wurde es dann doch irgendwann kalt. Und auch wenn wir unter der Markise saßen, erreichte uns irgendwann der Sprühregen. Aber da war der Kurs dann eh schon zu Ende. Nur hab ich für den Heimweg dann doch die S-Bahn genommen (obwohl ich von dort oft genug zu Fuß gehe), das Feuchte war mir dann doch zu unangenehm. Und kalt war mir ja auch. Darum gab es zu Hause noch einen warmen Tee zum Bloggen. Und dann ab ins Bett.