12 von 12 im August

Das 12 von 12 in diesem Monat kommt mit einem Tag Verspätung (aber Fotos von gestern!). Grund: der Tag war einfach zu lang.

Um 3:15 klingelte in einem kleinen Hotel in Bischkek mein Wecker (da war in Deutschland noch der 11.8., 23:15). Da war ich noch zu orientierunglos für ein Foto. Eine halbe Stunde später war ich wach, angezogen, hatte alles eingepackt und war bereit, runter zu gehen.

Zwischen Tür und Angel (auf der Straße, vor dem Bus) gab es den ersten Tee. Erst schmeckte er komisch, dann sehr bitter. Nunja.

Warten auf den Rest der Gruppe vor der Fahrt zum Flughafen.

Das Fotografieren von Verkehrsanlagen ist in Kirgisistan nicht gestattet, las ich, darum keine Fotos vom Flughafen. An der Paßkontrolle stand es auch explizit dran – dort hätte ich schon gern die zwei großen Plakate fotografiert die klarmachten, daß Bestechung nicht erwünscht ist. Eher unschön übrigens, wenn man erst mitbekommt, daß eine Touristin eine Sonderbehandlung bekommt (erst Diskussion ohne gemeinsame Sprache, dann wurde ihr der Paß abgenommen und sie mußte woanders hin folgen) und dann selbst an der Box steht und der Beamte mit großen fragenden Augen lange auf seine Monitore schaut und nach und nach mehr und mehr die Stirn runzelt. War aber wohl eher ein Computerproblem: er hat mir dann meinen Paß wieder ausgehändigt, danach aber weitere Kontrollen verweigert.

In Bischkek werden an den Anzeigetafeln offenbar nur die Flüge angezeigt an denen irgendwas passiert. Wenn Check-In abgeschlossen ist aber Boarding noch nicht begonnen hat werden sie nicht angezeigt. Das kann schon mal für leichte Panik sorgen, wenn man das nicht kennt. Aber dann saßen wir doch fast pünktlich im Flugzeug. Der Himmel über Kirgistan war grau, aber ein paar Sonnenstrahlen schafften es doch bis auf den Boden.

Dann waren wir aber schnell über den Wolken.

Die meiste Zeit des Fluges (immerhin 5,5 h) habe ich geschlafen oder gedöst, zum Frühstück war ich aber wach.

Landeanflug Istanbul.

Aus Gründen hatte ich in Istanbul planmäßig 7,5 Stunden Aufenthalt. Es gibt diverse Läden, aber das Angebot interessierte mich nur bedingt und der Trubel war mir zu groß. Also suchte ich mir eine ruhigere Ecke zum Lesen.

Das war fast perfekt, da war nur die Klimaanlage sehr kräftig und mir wurde mit der Zeit ordentlich kalt. Also bewegte ich mich mal wieder und fand unter anderem diese drei Telefonzellen.

Und dann fand ich ein Gate, daß mit Glaswänden vom Haupttrubel abgetrennt war, aber keine Sicherheitskontrolle am Eingang hatte. Dafür gab es dort Bänke ohne Zwischenarmlehnen. Erst hab ich es mir da sitzend zum Essen und Lesen gemütlich gemacht. Dann hab ich es wie die meisten anderen dort gemacht: mich der Länge nach ausgestreckt und ein wenig geschlafen.

Ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug erfährt man am Istanbuler Flughafen das Gate. Boarding sollte eine Stunde vor Abflug beginnen – da war noch nicht mal das Flugzeug da. Das kam dann irgendwannn und nachdem alle ausgestiegen waren und die Putztruppe durch war durften wir auch rein – saßen dann aber ewig rum. Außentemperatur war 32°C (hatte ich irgendwo gelesen, ich war ja nicht draußen. Es gibt zwar Terassen, aber das sind die Raucherbereiche, entsprechend „frisch“ ist die Luft dort), im Flugzeug war es noch wärmer, schätze ich. Irgendwann dann Durchsage vom Piloten, daß sie immernoch technische Probleme haben (wenn ich es richtig verstanden habe, waren sie wegen Reifenpanne zu spät angekommen) die erst behoben werden müssen. Zweie wollten gerade wieder aussteigen, da ging es endlich los. Beim Weg zur Startbahn haben wir uns dann mal vorgedrängelt – hatten aber schon über eine Stunde Verspätung.

Der Flug war nach ca. dem ersten Drittel so unruhig, daß zwischendurch sogar die Essensausgabe eingestellt wurde. Mein Magen fand das nicht ganz so toll, die Reisetabletten hatte ich zu Hause vergessen. Habe aber ein paar Eiswürfel bekommen, die mir ja helfen, wie ich seit Hawaii weiß. Kurz vor Berlin wurde es dann wieder ruhiger. Wetter war aber auch nicht schön.

Ich wurde abgeholt vom Flughafen, womit ich nicht ernsthaft gerechnet hatte, was mich darum umso mehr freute. Das Berliner Wetter hingegen freute mich weniger: Fieser Niesel. Aber ich hatte ja sowieso nichts mehr vor, außer zu schlafen.

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

 

WMDEDGT – August

Da ich derzeit im Urlaub bin, gibt es diesmal einen Auszug aus meinem Urlaubstagebuch. Und da es nicht permanent Internetzugang gibt, auch noch einen Tag später. Was habe ich also am 5. August gemacht?

Standortbestimmung: Ich befinde mich in Kirgisistan, in einem kleinen Jurtencamp einer einheimischen Familie am Son-Kul-See.

Und jetzt das Tagebuch:

Ich habe wahnsinnig schlecht geschlafen. Die Unterlage ist hart und läßt Kälte durch (ich konnte nicht mehr aud der Seite liegen), die Höhe führt zu Kurzatmigkeit, die Öfen in den Jurten sind an und sorgen für permanenten Qualmgeruch und der Fastvollmond macht die Jurte ziemlich hell. Außerdrm geht ja auch wieder zeitig die Sonne auf… Am Morgen bin ich ziemlich durch den Wind. 

Nach dem Frühstück (dünner Kascha) fahren wir ein Stück und besteigen dann eine Reihe 3000er – 5 werden es am Ende sein. Das Wetter ist schwierig. Die Sonne scheint und es wirkt, als würde es warm werden, der Wind ist aber kräftig und eisig. Es ist also ein permanenter Wechsel aus schwitzen und frieren. Aber die Wanderung ist schön. Da wir ja schon sehr hoch starten, sind die Berge eher Hügel. Sie bringen aber schöne Ausblicke und wir sehen ein paar Pteroglyphen. Und fast auf jedem Berg machen wir Pause. Leider habe ich die Gipfelschokolade vergessen. 

Zurück an den Bussen fahren wir ein Stück zum Strand des Son-Kul-Sees. Ich gehe sogar mit den Füßen ins Wasser – es ist eiskalt. (Beim Ausziehen der Schuhe bemerke ich, daß mit einem toten Grashüpfer im linken Schuh unterwegs war. Gedrückt hat er nicht.) 

Nach dem See geht es zurück ins Camp zum Mittagessen. Weil mir kalt und doof ist, lege ich mich eine Runde hin (ich habe schon am Morgen aus einer der Reservedecken als zusätzliche Matratze eingebaut) und schlafe sogar ein bißchen. Kurz bevor die Reitwilligen zum Ausritt aufbrechen, stehe ich wieder auf – das will ich mir js nicht entgehen lassen. Danach esse ich etwas Schokolade und dann gehe ich auf eigene Faust noch mal los. Ziel ist eigentlich nur die Straße für ein Foto von oben aufs Camp, dann gehe ich aber noch ein ganzes Stück den Hügel hoch, setze mich schließlich auf die Wiese und warte daß die Wolken so weiterziehen, daß die Landschaft vernünftig ausgeleuchtet ist. Und dann bleibe ich einfach sitzen und genieße die Ruhe – so lange bis die Sonne mal wieder für längere Zeit verschwindet und es einfach zu kalt wird. 

Auf dem Rückweg fotografiere ich noch wunderschönes Edelweiß (das wächst hier wie Unkraut) und setze mich dabei in eine Diestel. Aua. Zurück im Camp hole ich dann – in der Sonne sitzend – die fehlenden Tagebuchaufzeichnungen nach.

Nach dem Abendessen gibt es wieder eine Runde Sonnenuntergangsfotos. Als wir danach wieder zum Quatschen in der großen Jurte sitzen, stellen wir fest, daß am Nachbartisch Geburtstag gefeiert wird. Die Zweitjüngste der Gastgeberfamilie wird drei und bekommt natürlich ein Ständchen von uns. Wir bekommen dafür Saft  und Kuchen. Danach mache ich noch ein paar Vollmondfotos, putze mir die Zähne, unser Jurtenofen wird angeheizt und wir verschwinden im Bett.

Weitere Teilnehmer am Tagebuchbloggen gibt es bei Frau Brüllen.

Was schön war – KW 29 & 30

Unvollständige Sammlung:

Endlich ist das wichtige Dokument fertig. So richtig, wir haben positive Antwort darauf bekommen. (Wegen neuem Streß ist das leider etwas untergegangen).

Dann war ja Botanische Nacht.

Und am Sonnabend mußte/wollte ich noch mal nach Steglitz. Diesmal habe ich mich für eine „Stadtrundfahrt“ mit dem M48er entschieden. Da ich am Alex schon eingestiegen bin, habe ich auch den Platz vorn oben links bekommen. Von da habe ich dann auch das Unwetter beobachtet.

Bei dem Unwetter hat auch mein Balkon eine ganze Menge abbekommen.

Am Sonntag hatte ich schön farbiges Mittagessen.

Und wir waren endlich im Chamäleon, zur Show Scotch & Soda. Hat mir sehr gut gefallen, besser als die vorherige. Beeindruckende Artistik, funktionierendes Gesamtkonzept (es wirkte nicht wie eine Aneinanderreihung von Nummern) und gute Musik.

Montag Abend dann nach einem viel zu langen Tag im Büro hundemüde angefangen Abendbrot zu machen und dann fiel mir ein, daß ich ja noch den Rest vom Sonntag im Kühlschrank habe. Hob die Laune um einiges.

Dienstag hatten wir wieder Stammtisch. Diesmal jott-weh-dee, dafür gut besucht. Und schön.

Mittwoch früh war mein erster Erfolg im Büro, eine Mücke erlegt zu haben. Die Viecher sind echt lästig dieses Jahr.

Mittwoch hat es den ganzen Tag durch geregnet. Aber bevor sie unterging hab ich die Sonne tatsächlich kurz gesehen.

Und dann wurde der Himmel wunderbar rosa.

Donnerstag hatten wir ein wunderbar absurdes Gesprächsthema am Mittagstisch: die 7 Todsünden. Auslöser war der Kollege, der nicht aufessen wollte weil satt, woraufhin ein anderer Kollege feststellte, daß das korrekt ist, weil ja Völlerei eine Todsünde ist. (Die anderen 6 konnten unsere katholischen Kollegen dann aber nicht aufzählen. Da mußte wikipedia helfen.)

Freitag hatte ich frei, Nachmittags/Abends haben wir uns beim ehemaligen Chef im Garten getroffen, gegrillt und viel gequatscht. So viel, daß ich wieder erst am nächsten Tag nach Hause gefahren bin.

Sonnabend haben die Eltern ihre Geburtstage im Garten nachgefeiert. Wieder grillen. Und danach noch Kuchen. Und quatschen.

 

Botanische Nacht

Es wird gedrängelt, wann denn endlich der Blogbeitrag zur Botanischen Nacht kommen würde, also wollen wir mal.

Die I. hatte mich vor einigen Wochen gefragt, ob ich mit ihr dort hin gehen würde. Eigentlich paßte es ja so gar nicht in den Zeitplan, aber eine Kollegin hatte vor 2 Jahren davon geschwärmt, also sagte ich zu.

Wir waren so überhaupt gar nicht vorbereitet. Wir hatten zum Beispiel keinen Mückenschutz mit, obwohl der eine sehr gute Idee gewesen wäre (wir haben hinterher gezählt, ich hab gewonnen mit 28 Mückenstichen).

Das Programm (inklusive Lageplan) haben wir zum Glück am Eingang in die Hand gedrückt bekommen, den Plan zu lesen und zu ermitteln, wo wir gerade sind, bereitete uns aber die ganze Zeit Schwierigkeiten (und normalerweise kann ich mit Landkarten umgehen!). So entschieden wir uns meist dafür, an Kreuzungen spontan zu entscheiden, wo es langgehen soll. Zum Beispiel dorthin, wo es interessant aussieht, wie in den „Bergen“ der Gebirgspflanzen. Hier sorgte eine Nebelmaschine im Verbund mit der untergehenden Sonne für schöne Effekte.

Man hatte von dort auch Blick auf das große Tropenhaus in der Abendsonne.

Danach haben wir dann versucht, nicht zu sehr am Rand des Geländes entlang zu gehen und sind unter anderem am sprechenden Baum vorbei gekommen.

Danach war häufigstes Auswahlkriterium: da lang, wo nicht so viele Menschen sind. Ja, da kommt man dann nicht an so vielen Attraktionen vorbei, aber in so einer Hammelherde unterwegs zu sein mögen wir beide nicht. Immerhin sind wir auch mit dieser Wegeauswahl am See mit der Lichtinstallation gelandet. Und weil es nur etwa eine halbe Stunde bis zum nächsten Programmpunkt dort war, haben wir uns einen Platz gesucht und uns hingesetzt. Die Mücken freute es.

Erster Programmpunkt: Die Feuerfee.

Sphärischer Gesang mit Lichteffekten.

Direkt anschließend gab es dann „Feuer und Wasser“ – Licht- und Pyroeffekte und Artistik am Ring.

Danach ging es dann im großen Pulk weg vom See – und wir sind so bald wie möglich wieder ausgeschert auf weniger frequentierte Wege. Inzwischen war es so dunkel geworden, daß die beleuchteten Bäume richtig wirkten.

Kreuz und quer durch den Wald, vorbei an „Trommeln im Schamanenwald“, die eine sehr spezielle Klangkulisse erzeugten, vorbei an spiegelndem Wasser…

Und dann standen wir plötzlich da und hatten perfekten Blick auf das große Gewäschshaus. Wir haben uns noch gewundert, warum all die Leute da sitzen, sind aber einfach weiter gegangen, näher ran.

Und da wußten wir es dann, es begann nämlich die große Lichtshow mit dem „Dark Tenor“. Joa.

Von unserem Platz aus sah man auch, daß das kleinere Gewächshaus auch beleuchtet ist, da wollten wir auch noch hin. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Harfenspielerin vorbei und sind hängen geblieben. Ein faszinierendes Instrument, diese Harfe.

Und dann standen wir schließlich vor dem kleineren Gewächshaus.

Danach ging es dann auf fast direktem Weg zum Ausgang. Wir hörten noch, wie der schwarze Tenor seine letzte Vorstellung begann (also 0:30), dann waren wir draußen. Und stellten fest, daß der Bus nicht mehr fährt. Zum Glück hat die I. ein Smartphone mit Fahrplanauskunftsapp. Das hat ihr Verbindungen ab den umliegenden U-Bahnhöfen vergeschlagen. Also haben wir einen Blick auf den Stadtplan geworfen und entschieden, daß U Podbielskiallee wohl der nächstgelegende U-Bahnhof, also das Ziel unserer Wahl ist. Wobei nächstgelegen… aber man kommt auf dem Weg an der Iranischen Botschaft vorbei (von Polizei bewacht) und an der Botschaft Jordaniens (unbewacht). Und allzuweit muß man tatsächlich nicht laufen, die U-Bahn kam dann auch bald. Danach wurde es holpriger. Die U9, die die I. nehmen wollte, fuhr nicht wegen Notarzteinsatz, was sie überall sonst im U-Bahnnetz ansagten, nur nicht an den Bahnsteigen der U9. Sie wartete ein Weilchen bis sie sich entschied, mit der U2 zu fahren. Ich saß da schon lange in der U2, die hatte dann aber Märkische Museum eine Türstörung, dadurch Verspätung und somit war meine Straßenbahn weg. Die nächste kam eine halbe Stunde später… Kurz vor 3 waren wir dann aber beide zu Hause (ich schon etwas früher).

Fazit: Beim nächsten Mal Mückenschutz mitnehmen und sich vorher überlegen, wie man wieder nach Hause kommt. Aber ansonsten kann man durchaus noch mal machen.

 

Was schön war – KW 27 & 28

Jaaaa, ich schreib nix auf, mein Gedächtnis ist lückenhaft – es wird immer schwierig mit den was-schön-wars.

Vorletzten Donnerstag konnte ich mal wieder lange auf dem Balkon sitzen, das war toll. Solche Tage sind diesen Sommer rar gesät. Am Freitag hab ich auch mal wieder auf dem Balkon gesessen, aber nicht lang. Ein sehr unsommriger Sommer dieses Jahr.

Vorletztes Wochenende habe ich zwei Familienfeste besucht (also Feste für Familien). Beim ersten Familienfest (am Sonnabend) gab es gut und viel zu essen und vor allem Eis! Und ne ganze Menge Attraktionen für kleine Kinder. Auch das zweite war eher für Kinder. Hier gab es den wunderbaren Satz „Nicht jetzt, ich will jetzt Kuchen essen“. Und es war wunderbares Wetter am Wochenende: viel Sonne, aber nicht zu warm. Außerdem habe ich an dem Wochenende gelernt, daß es in Britz nicht nur Pferde und Schafe gibt, sondern auch Kühe.

Die Woche war dann wieder ziemlich voll gepackt aber definitiv schön war am Donnerstag das Gefühl: Ok, dieses wichtige Dokument ist jetzt fertig und es ist gut. Tatsächlich ist hat da immer noch jemand Anmerkungen und Kritikpunkte und fertig ist es immer noch nicht, aber trotzdem: das wichtigste ist geschafft, ich fühl mich wieder viel besser.

Einerseits. Andererseits habe ich seit Donnerstag eine schöne Erkältung. Naja, was man da so schön nennt. Schön war definitiv am Freitag, als Nachmittags das Krank-Gefühl und die Watte im Kopf verschwand. Ich hatte morgens noch überlegt, ob ich nicht zu Hause bleibe, aber da gings noch…

Nunja, die Erkältung hat immerhin dafür gesorgt, daß ich viel Schlaf nachgeholt habe am Wochenende. Außerdem hab ich mal wieder eine große Runde durch Prenzlauer Berg gedreht am Sonnabend und diverse Straßenfeste besucht. Muß nächstes Jahr aber nicht wieder sein.

Ach, fast vergessen: Wunderschön albern – mit dem Schwesterherz einen Dialog mit kitschigen/niedlichen WeChat-Aufklebern geführt.

12 von 12 im Juli

Es ist wieder der 12. des Monats, es gibt wieder ein 12 von 12 (Erklärlink) – diesmal in etwas spezieller Version.

Heute morgen habe ich versucht, mit dem Wecker das Radio anzumachen. Funktionierte nicht. Immerhin hörte er erstmal auf zu piepen. Und das Radio war sowieso schon an, das hatte ich schon angemacht nachdem ich das erste Mal auf die Snooze-Taste gedrückt hatte. (Ohne Bild, weil: ich hab ja noch geschlafen!)

Während des Frühstücks überlege ich die Kleiderwahl. Das Wetter ist schwierig. Ich entscheide mich, erstmal nur im T-Shirt zu gehen, den Softshellmantel aber in den Rucksack zu stopfen (gute Entscheidung, wie sich herausstellen wird). Ich vergesse die Kamera, aber den Kopf nehme ich immerhin mit bevor ich losgehe.

In der S-Bahn hat jemand in den Dreck auf dem Fenster einen Smiley gewischt – da erst fällt mir auf, daß ich die Kamera vergessen habe. Nunja, wäre vermutlich sowieso schwierig geworden zu fotografieren. Mir kommt die Idee mit den Zeichnungen. Ist aber auch nicht einfach…

Auf Arbeit steht mal wieder die Sicherheitsbelehrung des Quartals an. Es ist wie im Kino: da denkt man, man hat ’nen guten Platz und dann kommt kurz vor Beginn noch n Riese und setzt sich direkt vor einen. Aber seit dem der alte Sicherheitsverantwortliche die Abteilung gewechselt hat, gibt es eh keine Videos mehr, ist also nicht so schlimm.

Pünktlich zur Mittagspause fängt es an zu regnen, hört aber immerhin zum Spaziergang noch mal halbwegs auf. Danach falle ich dann ins Mittagstief, das heute besonders tief ist, weil ich in der Nacht schlecht und wenig geschlafen habe. Zum Ausgleich ist die Arbeit besonders anspruchsvoll. Das verträgt sich nicht und ich habe zwischenzeitlich das Gefühl, über Kreuz zu gucken (Symbolzeichnung).

Arbeit, Arbeit, Arbeit, irgendwann komme ich wenigstens halbwegs aus dem Tief raus und es wird etwas einfacher. Dreiviertel 6 denke ich, daß es eigentlich so langsam wirklich Zeit wäre Feierabend zu machen, stecke aber noch in einem Telefonat. Nach 6 klappt das dann endlich. Zum Glück habe ich noch russisches Konfekt im Rollcontainer, das sorgt dafür, daß ich die Heimfahrt überstehe (und das Papier läßt sich zu Hause fotografieren).

Auf dem Heimweg bin ich sehr froh über die eine gedankliche Superleistung heute morgen. Es regnet nicht nur, da die Sonne nicht scheint ist es auch kühler und ich bin froh über die etwas wärmere Jacke. Einziges Manko: die Strickbündchen an den Ärmeln. Die werden bei Regen naß, weswegen ich sie dann lieber nach innen stülpe, auch wenn das etwas komisch aussieht (späteres Symbolfoto).

Unterwegs entdecke ich Anzeichen dafür, daß es die letzten Tage in Berlin doch etwas feuchter war. Für dieses Foto gehe ich extra noch mal los, trotz Hunger und Nieselregen.

Immerhin: der kleine Spaziergang sorgt dafür, daß ich mich nicht mehr ganz so erschöpft und K.O. fühle. Weil’s grad so schön ist.

Ich habe die Reiseunterlagen im Briefkasten! Sie hatten einen weiten Weg und sehen etwas mitgenommen aus.

Aber innen dann – das sieht schon edel aus.

Und ich weiß endlich, was mit Tourenbuch gemeint ist. Gar nicht so schlecht – auch wenn an den anderen Tagen weniger Platz für persönliche Notizen ist als am Rückflugtag.

Kurze Runde auf dem Balkon: die Kästen sind naß, aber sonst sieht alles gut aus. Die erste Kornblume der bunten Blumensaatmischung blüht.

Danach endlich Abendessen, dann zeichnen, fotografieren, Blogartikel schreiben. Und jetzt sollte ich vernünftigerweise ins Bett gehen.

 

Weitere Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draussen nur Kännchen“.

WMDEDGT – Juli

Ich hab noch gefragt, ob der Baum nicht zu morsch ist. Aber nein, der ist stabil, heißt es. Also ziehe ich am Seil, daß am Baum befestigt ist um Schwung zu holen zum Schaukeln und der riesige Baum ist natürlich doch morsch und kippt in meine Richtung und ich bin schlagartig wach. Manche Träume sind schon speziell. Nunja, immerhin bin ich mit einem „siehste, ich hatte Recht2“-Gefühl wach geworden. Der Blick auf den Wecker sagt 6:21. In 40 Minuten soll er klingeln. Noch mal einzuschlafen zu versuchen macht keinen Sinn, das würde wenn überhaupt erst kurz vorm Klingeln klappen und so stehe ich eben auf. Bad, Frühstück, gegen sieme (sieben Uhr) verlasse ich das Haus. In der S-Bahn treffe ich einen fast schlafenden Kollegen. Außerdem ist sie deutlich voller als eine Stunde später.

Um 8 (und damit eine Stunde früher als normal) bin ich auf Arbeit und verwirre bzw. erschrecke die Kollegen. Nachteil wenn man so früh kommt: der nervige Kollege ist noch in der Teeküche. Er verschwindet zwar kurzzeitig, taucht aber wieder auf, als ich auf mein Teewasser warte. Und auch wenn ich halbwegs freiwillig so zeitig aufgestanden bin, meine Laune ist eher im negativen Bereich so früh, dann kann ich ihn noch weniger ab.

Große Freude beim checken der Mails. In einem Projekt hat sich schon wieder der Umfang geändert. Wie soll man da strukturiert arbeiten, wenn nix fest ist? Vorteil, wenn man früher da ist: man hat mehr Zeit bis zum ersten Meeting und schafft ne Kleinigkeit. Dann das erste Meeting, kurze Pause, danach das zweite Meeting. Jemand mit Ahnung hat sich angesehen, was ich bisher geschrieben habe. Die „Lektorin“ entschuldigt sich, daß so viel rot ist, aber ich finde das gut. Ich hatte ja nur ein altes Dokument als Vorlage – und daß das nicht gut war, hab ich mir schon gedacht. Jetzt also viel Input für Änderungen, aber trotzdem das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

Dann endlich Mittagspause. Und nach der Mittagspause so ein richtiges Müdigkeitsloch. So schlimm, daß ich überlege, ob ich irgendwie im Büro ein Schläfchen halten könnte ohne daß man es von außen sieht (Erdgeschoss und Kollegen, die immer wieder mal vorbei laufen). Irgendwie schaffe ich es aber auch so.

Schwesterherz ruft an um tolle Neuigkeit mitzuteilen: sie hat endlich eine neue Wohnung. Sie sucht schon seit Jahren. Nicht wahnsinnig dringend, denn sie hat ja und muß nicht dringend raus, aber inzwischen dürfte die Wohnung gern etwas größer sein als zu Studentenzeiten. Nun hat es also endlich geklappt. In Zukunft brauche ich etwas länger, wenn ich mal wieder kein Backpulver habe.

Dann Schulung per Telefon und Webex durch den Bereichsleiter. Ein schönes Beispiel, wie man Mitarbeiter NICHT motiviert. Immerhin: ich ärgere mich so, daß ich nicht mehr müde bin. (Ernsthaft: „than you can utilize people in other projects“? Und wenn der Plan nicht eingehalten wird, ist die erste Idee Wochenendarbeit?)

Kurzer Austausch mit den Kollegen über diese „Schulung“, dann mach ich Feierabend, denn ich habe einen Friseurtermin. Der Ärger verschwindet schon auf dem Weg zur S-Bahn: 10 Minuten zu Fuß gehen zu müssen hat Vorteile. Weil ich ein bißchen Hunger habe, kaufe ich mir unterwegs ein Schoko-Puddinghörnchen, was ich auf der Bank vor dem Friseur esse. Dann erneuerte Frisur und quatschen über Urlaubspläne und seltsame Träume.

Nach dem Friseur komme ich an zwei Buchhandlungen vorbei und ich kann selten widerstehen hineinzugehen. Man könnte ja schon mal nach Urlaubslektüre gucken… Da werde ich aber diesmal nicht fündig. Ich lese ja gern Romane passend zum Reiseziel, das diesjährige ist aber etwas spezieller. Hinterher ärgere ich mich, daß ich nicht einfach den Buchhändler gefragt habe. Dazu ist der schließlich da!

Aber ich kaufe trotzdem was:

Nur wird das eben nicht Urlaubs- sondern Sofa-Lektüre. Da fällt mir ein, daß es Asterix ja jetzt auch mit hiesigem Dialekt gibt – da hätten sie aber mal jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. Der hätte ihnen dann sicherlich verraten, daß Berlin (und abgeleitete Wörter) immer Berlin bleibt, Asterix also berlinat. Nix mit a nachm B.

Zu Fuß nach Hause, dort erstmal alle Fenster auf, denn heute ist es schön und relativ warm (im Vergleich zu den letzten Tagen). Dann auf dem Sofa ein bißchen lesen und der Versuch herauszufinden, welche Temperaturen mich auf der Reise so erwarten werden. Es ist nicht leicht.

Gegen 7 mach ich mir Abendbrot (Salat, Käsestulle, Gurke, Möhren, Radieschen), das ich auf dem Balkon esse. Yeah! Endlich mal wieder. Da bleib ich dann auch noch  und lese bis der Wind zu kalt wird. Dann überweise ich die zweite Rate für die Reise, chatte mit der Freundin und schreibe diesen Artikel. Eigentlich müßte ich jetzt noch abwaschen. Aber ich glaub, ich les einfach noch ein bißchen und gehe dann ins Bett.

… und während ich hier noch mit dem Foto oben hantiere, geht draußen gerade hoch dramatisch die Sonne unter…

 

Weitere Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

 

Halbzeit (?)

Die erste Hälfte des Jahres 2017 ist schon wieder rum und wo stehen wir? Ick weeßet nich.

Nach dem ersten Viertel hatte ich schon überlegt, einen Rückblick zu schreiben. Damals war ich dezent euphorisch. Endlich eine neue Aufgabe, vor allem endlich wieder Verantwortung! Ich wußte zwar nicht genau, was mich erwartete, aber besser als vorher war es definitiv. Letzteres stimmt immer noch, aber… Uff. Die Aufgabe ist sehr viel größer und umfangreicher geworden als abzusehen war. Für Detailfragen hab ich diverse Ansprechpartner (die ich manchmal aber auch erst ermitteln muß), aber der große Überblick fehlt mir immer noch. Das führt schon mal dazu, daß ich feststelle, daß ich irgendwas schon viel früher mal hätte erledigen müssen. Glück, wenn es doch schon erledigt ist, nur noch nicht weitergetragen wurde. Es führt aber auch zu dem permanenten Gefühl, keine Ahnung zu haben, was ich da eigentlich tue. Wäre ok, wenn mir nicht immer wieder erzählt würde, wie wichtig das Enddokument von mir sei, und daß man da wirklich nichts falsch machen darf bei. Achja, daß es seit einem viertel Jahr quasi nie nach Plan ging, bzw. die Pläne permanent umgeworfen werden, erleichtert das Ganze auch nicht unbedingt.

Was ich schon gelernt habe: Es kann sich lohnen, nicht alles sofort zu erledigen. Manches erledigt sich tatsächlich von allein.

Was ich gerade lernen muß: Den Umgang damit, daß mir jemand in meinem Aufgabengebiet rumfuhrwerkt, wovon ich dann häufig erst durch Zufall erfahre.

Was ich außerdem lernen muß: Sinnvoll meine Arbeit zu Ordnen. Am besten arbeite ich ja, wenn ich strukturiert vorgehen kann, möglichst von Anfang bis Ende. Da ich aber genaugenommen 5 Aufgaben habe (von denen 2 zum Glück derzeit fast stumm sind), funktioniert das nicht. Ich hatte mir überlegt, mir quasi einen Stundenplan zu machen – jeweils ein halber Tag für eine Aufgabe. Da spielen aber die Aufgaben nicht mit, die mir immer dazwischen grätschen mit aktuellen Anforderungen. Vielleicht sollte ich auf 1h-Blöcke umschwenken und jeweils auswürfeln…

Was ich aber schon ganz gut kann: auf mich aufpassen. Die Arbeit ist anstrengend, fordernd, absorbiert ne ganze Menge Denkkapazität, aber ich kann gut abschalten. Naja, ok, konnte. Sonntag hab ich fast direkt nach dem Wachwerden an dieses blöde Dokument gedacht. Das hätte eigentlich diese Woche fertig werden sollen (daß es das nicht wird, liegt nicht an mir), das ist also ok.

Puh, ich glaube, dieser ganze Text über die Arbeit ist reichlich konfus. Aber das ist meine Arbeit ja auch!

 

Was hab ich abgesehen von der Arbeit sonst noch geschafft in der ersten Jahreshälfte? Das hält sich etwas in Grenzen, weil ich für anspruchsvolle Dinge Abends nicht mehr in der Lage bin. Ich war im Urlaub, hab das aber noch nicht verbloggt. Hab nicht mal die versprochenen Fotos verschickt. Und eigentlich wollte ich noch über den großen Urlaub letztes Jahr schreiben.

Aber ich war beim Yoga, das halbe Jahr lang ziemlich regelmäßig Freitags. Der Kurs ist jetzt vorbei. Mal sehen, ob ich ohne Kurs weitermache…

Ich lerne – mit einem Monat Pause zwischendrin – fleißig Russisch- und Schwedischvokabeln.

Ich war ein paar Mal wandern (längst nicht so regelmäßig wie ich eigentlich wollte, aber die Zeit…).

Und dann war da noch der eine …. mit dem ich ein paar Mal versucht habe ins Gespräch zu kommen. Was leider nicht so wirklich funktionierte. Ich habe meine Smalltalk-Fähigkeiten erheblich ausgebaut, aber da bin ich gescheitert. Wir gehen uns jetzt aus dem Weg, denn krampfhaft anschweigen ist auch unangenehm. Nunja.

 

Vorhaben für das nächste halbe Jahr: Urlaub! Und auf der Arbeit eine möglichst gute Figur abgeben auch wenn ich nicht so genau weiß, was ich da tue. Und mehr bloggen.

Was schön war – KW 23 bis 26

Gestern habe ich mit Schrecken festgestellt, daß es schon 4 Wochen kein was-schön-war mehr gegeben hatte. Fast einen ganzen Monat! Mich da noch zu erinnern…

Praktischer Weise habe ich im Flur einen großen Foto-Duschvorhang hängen, in dem ich die Postkarten sammle, die ich so geschickt bekommen habe, und diversen anderen Kram. Seit diesem Jahr habe ich da für jeden Monat eine Tasche in die alles hinein kommt, was sich im Monat so ansammelt.

So weiß ich: im Juni habe ich Post aus Bergen bekommen, von einer Internetfreundin. Eine Zeit lang haben wir fast jeden Abend gechattet, inzwischen sind unsere Onlinezeiten zu verschieden und wir sehen uns kaum noch. Um so mehr habe ich mich über die Karte gefreut (Karten werden fast immer direkt am Briefkasten gelesen. Und oben dann noch mal).

Außerdem in der Tasche: Die Eintrittskarte vom Aussichtsturm in Woltersdorf und das Fährticket / die Eintrittskarte zur Pfaueninsel. Und natürlich die Karte für das wunderbare Konzert von Depeche Mode. Direkt dahinter klemmt die Eintrittskarte zur IGA. Da war ich nämlich auch noch – und will das seit dem verbloggen.

Weiteres schönes in den letzten 4 Wochen: diverse Abende auf dem Balkon. Gespräche mit den Kollegen (wenn die nicht wären…).

Ich habe mal wieder einen Roman gelesen. „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand. So fesselnd, daß ich nur etwas mehr als zwei Arbeitstage brauchte (ich habe hauptsächlich auf dem Balkon gelesen, das weiß ich noch genau. Kann man sich bei den derzeitigen Temperaturen gar nicht vorstellen).

Letzte Woche war wieder Stammtisch. Wegen des Unwetters in arg reduzierter Besetzung (wir waren zu dritt), aber trotzdem schön. Und Sonnabend hab ich mich mit zwei Freundinnen getroffen und wir haben beim quatschen die Zeit vergessen. Sooo schön.

Seit dem habe ich Urlaubsvorfreude. Ist ja nicht mehr lang bis dahin.

Und der Sonnenuntergang gestern war auch nicht zu verachten.

Mini-Urlaub

Donnerstag 2 Stunden früher als sonst Feierabend gemacht (direkt nach dem Regen), Freitag frei und dann Wochenende. Reichte tatsächlich, um heute auf Arbeit das Gefühl zu haben, ich muß erstmal wieder reinkommen.

Der Grund:

Das Konzert von Depeche Mode am Donnerstag und der Wunsch, am nächsten Tag auszuschlafen. Vor dem Konzert hatte ich vom Ticketverkäufer zwei Mal Mails mit Hinweisen auf die verschärften Sicherheitsmaßnahmen bekommen. Vor Ort war das dann zum Teil… Ja, eigentlich war Kontrolle durch Abtasten, und natürlich sollten Frauen nur durch Frauen kontrolliert werden. Zwei Probleme dabei: Beim Anstellen am Ende der Schlange war das nicht zu erkennen, es gab also bunt gemischte Schlangen. Und generell kamen auf 5 kontrollierende Herren nur eine kontrollierende Frau, das Publikum war aber 50:50. Folge: Während eine Frau kontrolliert wurde, wurden ca. 5 Frauen nur nach Blick in die Tasche durchgewunken. Beim Schwesterherz wurde nicht mal die Tasche kontrolliert. Nunja.

Konzert selbst war super (Schwesterherz kann meine Begeisterung für die Band nicht ganz nachvollziehen, fand es aber auch  nicht völlig doof). Wir hatten Glück, denn wir hatten Plätze unterm Dach – und das Dach war über uns auch dicht. Das ist nicht überall im Stadion so. Schon ein paar Plätze weiter sind sie ab ca. Hälfte des Konzerts naß geworden, denn da fing es heftig an zu regnen (und die auf dem Feld unten sowieso). Es gab aber nicht nur Regen, sondern auch Gewitter mit diversen Blitzen, die die Lichtshow perfekt ergänzten. (Den Donner hat man nicht gehört, dazu war es zu laut.) Einziger Wermutstropfen: Es waren nur zwei Stunden. Das Konzert hätte durchaus noch länger dauern dürfen.

Rückfahrt war problemlos, die S-Bahn wartete schon und ab Westkreuz hatten wir beide einen Sitzplatz.

Freitag dann habe ich tatsächlich lange geschlafen und damit den Kartenverkauf für das Hallenkonzert verpaßt. Nunja. Nach ewiglangem Rumtrödeln habe ich mich Nachmittags noch mit einer Freundin getroffen, wir haben Eis getestet, sind durch den Friedrichshain geschlendert und haben gequatscht.

Ergebnis meines Eistests: „Earl Grey“ war lecker, „Schoko“ auch, „Macha“ war mir zu süß und „Vanille mit Kürbiskernöl“ sah spannend aus, war geschmacklich aber eher egal.

Beim Schlendern durch den Friedrichshain haben wir auch den Großen Bunkerberg bestiegen und das übrigens ist die Aussicht nach Prenzlauer Berg.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Also zumindest nichts von Prenzlauer Berg. Auch die Sichtachse zum ehemaligen Leninplatz gibt es nicht mehr (an die ich mich noch sehr gut erinnere). Da oben sieht man nur noch grün.

Sonnabend dann habe ich Reisevorbereitungen getroffen und mich drei Stunden in einem großen Ausrüstungsladen in Steglitz rumgetrieben. Das Ergebnis:

Die drei Stunden waren die Wartezeit bis ich endlich bei der Reisepraxis drangekommen bin. Zwei Impfungen habe ich direkt mitgenommen. Ein paar muß mein Hausarzt noch auffrischen* und bei Tollwut überlege ich noch. Dieses Bepflastern von Einstichen finde ich ja höchst albern aber nach 3 Stunden warten war ich zu erledigt um noch dagegen zu protestieren.**

Sonntag war dann höchst langweilig mit Haushaltskram gefüllt. Hätte ich mein Telefon gehört, hätte mich das Schwesterherz zur Schloßbaustelle mitgenommen. Hab ich aber nicht. Und ich hatte auch vergessen, daß da am Wochenende Tag der offenen Tür war. Naja, dafür ist die Wohnung sauber. Und ich hab sogar gebügelt. Für den Abend hatte ich eigentlich überlegt, bei der Skate-Night mitzulaufen. Die fiel aber buchstäblich ins Wasser.

Nachteil dieses Miniurlaubs: Er reichte aus, um meinen Schlafrhythmus massiv nach hinten zu verschieben. Als ich Sonntag zur üblichen Zeit ins Bett ging, war ich noch überhaupt nicht müde. Dementsprechend müde war ich heute.

 

 

* Die Praxis wird nicht mehr von der Charité betrieben, sondern privatwirtschaftlich, man muß jetzt alles direkt bezahlen

** Heute, am Montag, tut der Arm auch nur noch wenig weh…