Was schön war – KW12

Sehr viel Schnee. Und viel viel Sonne. Unfassbare unendliche Weite. Superleckeres Essen. Polarlicht. Banja. Unerwarteter Komfort. Unerwartete Eiswelten. Weiche Betten. Ein fantastisches Frühstücksbuffet. Entspanntes Zusammensitzen.

Heute bin ich zurück gekommen und einen ausführlich(er)en Bericht gibt es, wenn ich wieder richtig da bin.

Was schön war – KW11

Schön absurd: Dienstag früh (also eigentlich noch nachts) wach geworden, auf den Wecker gesehen und gedacht: aha, pi Uhr. (Ja, es war 3:14 Uhr.)

Ebenfalls absurd: Mittwoch als Gesprächseinstieg gefragt worden, ob es sein kann, daß ich graue Haare bekomme also eigentlich ja weiße. Und dann erfahren, daß es mich interessant machen würde. Äh, ja. (Das restliche Gespräch lief aber sehr gut für mich.)

Mittwoch Schwedisch ist ja immer ein Highlight der Woche. Diese Woche nicht so ganz. Wir waren nur 3 plus Lehrer und einer mußte auch um halb 8 schon weg und die andere war müde, so haben wir schon sehr zeitig Schluß gemacht und ich war um 8 schon zu Hause statt erst kurz nach 9.

Donnerstag letzter Arbeitstag der Woche und der auch noch kürzer als normal weil ja Termin beim Friseur. Endlich kann ich wieder was sehen!

Freitag Moskau. Metro fahren! Roter Platz! 

Sonntag Schnee! Ganz viel Schnee! Und Sonne!

(Später mehr dazu.)

Was schön war – KW10

Freitag hätte ich geschrieben: daß sie vorbei ist, die Woche. Aber es wurde dann noch besser. Dabei hatte sie gar nicht sooo schlecht angefangen. Montag hatte ich es endlich geschafft einen Termin bei meiner Friseurin auszumachen. Dafür habe ich seit der Feststellung „die Haare sind schon wieder viel zu lang“ mal wieder über 2 Wochen gebraucht. Zu viel zu tun, zu viel um die Ohren – und das war dann auch das, was die Woche so unschön werden lies. Zwischenlichtblick war der Schwedischkurs, der einfach immer Spaß macht, wenn auch der Lerneffekt nicht so wahnsinnig groß ist. Ein Mal die Woche 2,5 Stunden (inkl. Pause) und die Hausaufgaben schnell vorher gemacht bringt nicht so wahnsinnig viel.

Freitag beim Yoga habe ich dann das erste Mal einen Effekt gespürt – wenn auch nicht ganz das, was so üblicherweise erwartet wird. Wir beginnen die Stunde immer auf den Matten liegend (ankommen, rückbesinnen was war die letzte Woche etc. pp. ) und ich konnte mich plötzlich sehr deutlich daran erinnern, wie unruhig ich eine Woche vorher auf der Matte gelegen hatte, da voller Tatendrang. Das war diesmal so gar nicht der Fall, und da war nicht nur das Wetter dran schuld (aber auch! die ganze Woche grau!).

Und dann kam das Wochenende.

Sonnabend waren das Schwesterherz und ich nachmittags beim Junior Robocup. Ich hatte an verschiedenen Stellen gelesen, daß Besucher ausdrücklich willkommen sind, das merkte man vor Ort aber kaum. Besucherführung war quasi nicht vorhanden und das Gebäude der Urania ist alles andere als übersichtlich. Der Anfang war noch einfach – dem Lärm hinterher und wir landeten an den Tischen für die Fußballwettbewerbe. Da fand aber außer Training und Basteleien an den Robotern gerade nichts statt. Irgendwann hatten wir dann den Saal für die Disziplin „Stage Performance“ gefunden. Pünktlich zur letzten Gruppe, deren Performance dann leider ins Wasser fiel, weil der Roboter nicht mitspielte. Also haben wir es noch eine Etage höher versucht und hier war richtig was los. Bei den „Rescue“-Wettbewerben müssen die Roboter einen Parcours in Form einer schwarzen Linie auf weißem Untergrund (und teilweise ohne Linie oder mit Kreuzungen) mit diversen Hindernissen (Rampen, Dosen auf der Linie, Drähte quer) abfahren. Jeder Roboter sah anders aus und alle reagierten sie auch anders auf die Strecken (Rampen und 90°-Kurven waren das, woran die meisten scheiterten). Und es war auch spannend, die Kinder und Jugendlichen zu beobachten, während ihre Roboter unterwegs waren.

Dann haben wir noch mal bei den Proben für „Stage Performance“ reingeschaut. Als wir dazu kamen, waren gerade 5.-Klässler auf der Bühne. Wunderbar der Satz „Lara, deine Palme spinnt!“. (eine tanzende Palme! Die entweder auf die anderen beiden Roboter (Mowgli und Balu) oder den tanzenden Jungen reagierte!(das habe ich nicht so ganz herausgefunden)). Danach kam eine Gruppe von vermutlich demnächst Abiturientinnen. Die Nummer war natürlich viel größer und umfangreicher – und noch längst nicht fertig. Dem King-Kong fehlte noch der Kopf, er konnte auf dem Boden der Bühne auch nicht so recht laufen und die rosa Frau zu greifen klappte auch nicht so ganz… Und das alles erinnerte mich sehr an dieses eine Projekt im Studium, wo wir bis kurz vor der Präsentation werkelten und dann noch schnell versuchten herauszufinden, was denn gerade sicher funktioniert, damit wir nur das zeigen… Wenn ich die Ergebnisse auf der Seite des RoboCups richtig interpretiere, haben die Mädels am Sonntag immerhin den zweiten Platz gemacht. (Und hätte ich nicht am Sonntag schon was vor gehabt, wäre ich vermutlich noch mal hin gefahren, einfach um die diesen Auftritt komplett anzusehen.)

Danach waren wir dann noch mal bei Fußball, da passierte auch was, aber…. Beim Fußball gibt es natürlich das Problem, daß der Roboter nicht nur auf die statische Umgebung und den Ball reagieren muß, sondern daß da noch ein zweiter Roboter unterwegs ist. Dafür eine sinnvolle Strategie zu entwickeln scheint nicht leicht zu sein: einige Roboter waren fast nur in Zweikämpfe verwickelt, egal, wo der Ball gerade war. Ich fand’s nicht so spannend.

Inzwischen war es aber auch schon 18 Uhr durch und viele haben zusammen gepackt, also sind auch wir wieder gegangen.

Und was am Sonntag toll war, habe ich ja gestern schon beschrieben.

12 von 12 im März

Wieder ein Sonntag, aber diesmal ohne Wanderung, obwohl ich sogar überlegt hatte. Aber dann habe ich mich doch dagegen entschieden, unter anderem, um ausschlafen zu können. Und das mache ich dann auch und stehe erst irgendwann nach 10 auf. Der Himmel ist noch unentschlossen.

Die Tulpen haben über Nacht ihre Blütenblätter dekorativ auf dem Tisch verteilt. Da der Tisch nicht sooo groß ist muß ich sie wegräumen um Platz fürs Frühstück und nach dem Frühstück für die Zeitung zu haben.

Nach Frühstück und Zeitung darf der Staubsauger was tun. Im Bad ist es dringend notwendig und in Küche und Flur liegen auch immer Krümel.

Der Regulator im Wohnzimmer will einmal in der Woche aufgezogen werden. Normalerweise mache ich das am Sonnabend. Es sei denn, ich vergesse es, dann wird es auch schon mal Sonntag.

Dann tüdel ich noch ein bißchen vor mich hin und überlege hin und her und stelle fest, daß meine Ideen nicht so ganz mit dem festen Termin in Einklang zu bringen sind. Also gibt es statt Spaziergang und dann was Essen und dann los, gleich eine Kleinigkeit (weil eigentlich noch gar kein Hunger): Käseknäckebrot mit den letzten Tomaten meiner Balkontomate die im Herbst ans Küchenfenster umgezogen war, weil sie noch so viele grüne Tomaten dran hatte. Da es aber am Küchenfenster im Winter keine direkte Sonne gibt, haben sie lange gebraucht um zu reifen.

Danach gibt es dann einen langen „Spaziergang“ (bei anderen sind 3,7 Kilometer schon eine Wanderung) zum Nächsten Programmpunkt. Das Kino Babylon ist mein Ziel.

Hier gibt es noch eine originale und funktionierende Kinoorgel (die einzige in Deutschland, die noch in dem Saal steht für den sie gebaut wurde). Aus Anlass des Todes seines Orgelbaumeisters Hans Joachim Eichberg zeigt das Kino den Film „Das Geheimnis von Babylon“ über eben diese Orgel. Und natürlich wird vorher und nachher auch auf der Orgel gespielt.

Ich kenne die Orgel ja schon von einer der Fußballmeisterschaften, als das Babylon die Spiele mit Orgelbegleitung zeigte, aber mit dem Wissen über die Technik dahinter, hört man noch mal ganz anders. (Vielen Dank an das Schwesterherz, die darauf aufmerksam wurde und mich fragte, ob ich mitkommen will).

So sieht übrigens der Spieltisch der Orgel aus:

Als Ersatz für die ausgefallene Wanderung bin ich dann auch wieder zu Fuß nach Hause gelaufen.

Die Zierkirschen fangen an zu blühen.

Zu Hause gab es dann einen Tee und noch etwas Hausarbeit: ich habe die nun abgeerntete Tomate runter in die grüne Tonne gebracht und auf dem Rückweg das Kettenfett aus dem Keller geholt. Seit letztem Wochenende quietscht meine Schlafzimmertür. Das tut sie immer im Frühjahr und hört auch wieder auf, diesmal war es aber besonders laut und nervig, so daß ich doch mal etwas dagegen tun wollte. Außerdem habe ich noch den restlichen Müll weggebracht. Dafür muß ich aber nicht runter, sondern eine halbe Etage höher. Eigentlich sind sie inzwischen in Berlin wohl verboten, aber meine Genossenschaft hat eine Ausnahmegenehmigung, und so gibt es sie bei uns noch: die Müllabwurfanlage (auch Müllschlucker genannt):

Dann habe ich noch die Waschmaschine angeschmissen…

 

… und dann gab es Essen und Lesen und Internet aufm Sofa. Jetzt werd ich noch ein paar Vokabeln lernen, und dann geht es ins Bett.

 

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

Und Informationen zur Kinoorgel gibt es hier.

Was schön war – KW9

Aus Gründen habe ich mich bei Xing angemeldet und bin gerade dabei, ein Netzwerk aufzubauen. Wenn ein Kollege aus Braunschweiger Zeiten meine Kontaktanfrage mit „aber gerne doch“ beantwortet, dann fängt der Montag gut an.

Dienstag abend war ich mal wieder aus. Bin mit der U-Bahn hin gefahren, da ist draußen ja nix zu sehen, im Wagon war es auch eher langweilig (in jeder Ecke außer meiner ein Mann, der auf sein Smartphone starte) und irgendwann fiel mir auf, daß ich zwar die ganze Zeit irgendwie vor mich hin gedacht habe, aber schon im nächsten Moment nicht mehr wußte, worüber eigentlich. Sehr tolles Gefühl, völlige Entspannung. Leider war das dann aber vorbei in dem Moment wo es mir aufgefallen war. Die U-Bahn wurde dann auch voller und es gab mehr zu sehen.

Und dann: Bela B. in Sartana – Noch warm und schon Sand drauf. Das Konzert, von dem ich Anfang des Jahres schrieb, das aber eigentlich ein Live-Hörspiel mit musikalische Begleitung war. Und ein riesengroßer Spaß. Das Hörspiel basiert auf dem gleichnamigen Film, einem Spaghettiwestern. Die Handlung ist… zu vernachlässigen. Es kommen viele Menschen auf nichtnatürliche Weise um. Ich weiß nicht, ob es in der Synchronfassung des Films schon so war, die Hörspielfassung besteht gefühlt vor allem aus mehr oder weniger guten Wortspielen, dazu auch noch die Dialoge die auch vorgelesen funktionieren (die arme Peta Devlin muß jeden Abend so tun, als hätte sie keine Ahnung, daß hier jetzt ein Hörspiel inszeniert wird und wer Heiner Brand ist) und Pannen, die mit Humor genommen werden – es gab durchaus viel zu lachen. Sartana wird (natürlich) von Bela B. gesprochen, die weibliche Hauptrolle von Peta Devlin, die anderen Rollen von Stefan Kaminski und Oliver Rohrbeck und zum Teil von den Mitglieder der Band (Smokestack Lightnin’). Geräusche machen alle und das war sehr faszinierend zu beobachten, obwohl ich dafür auf der ganz falschen Seite saß.* Und gesungen wurde auch zwischendurch. Mein Lieblingsdialog des Abends. Bela (als Sartana) hat den Einsatz zum Erschießen der Bösewichte verpaßt und diskutiert mit den anderen, ob nicht noch der Off-Sprecher was sagen müßte, während die ihm versichern, daß er jetzt direkt mit schießen dran ist.
Einer der Band (aka einer der Bösewichte): „Erschieß mich bitte endlich!“
Peta (halblaut): „Das denke ich auch jeden Tag“.
Und nicht zu vergessen: die wunderbaren Kleider von Peta. Naja, und Bela sowieso.

Am Mittwoch war ich dann aber im Schwedischkurs sehr sehr müde. So müde, daß ich am Anfang beim freien Sprechen („Was hast du heute so gemacht“) völlig versagt habe. Wir haben dann früher Schluß gemacht. Und der Lehrer verabschiedete mich mit „Sov gott!“ (schlaf gut).

Am Sonnabend war Frühling, fast schon Frühsommer: strahlender Sonnenschein und richtig warm (bis zu 18°C). Bei mir führte das zu einem akuten Anfall von Putzlust. Und weil ich das höchst selten habe, man so motiviert aber auch viel mehr schafft als ohne, habe ich dem tatsächlich nachgegeben und weite Teile meiner Wohnung auf Vordermann gebracht – was das Schwesterherz überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Aber ich war ja auch noch draußen! 10 Kilometer ungefähr bin ich durch die Stadt gelaufen, war seit Jahren mal wieder auf dem Markt am Kollwitzplatz und auch im Mauerpark. Spannend fand ich den Wechsel zwischen „überlaufen“ und „nichts los / kaum jemand zu sehen“ innerhalb weniger Meter. Die Kollwitzstraße vom Markt bis zur Danziger war voll. Der Markt selber dann gar nicht so (oder zumindest nicht voller als die Kollwitzstraße). In der Wörther Straße  und Knaakstraße (auf den anderen Seiten des Platzes) war fast nix los. Die Oderberger wirkte nicht so voll wie die Kollwitzstraße, obwohl die Tische auf dem Gehweg auch alle voll besetzt waren. Der Mauerpark war voll, klar (ich hörte, daß sei er quasi immer, ich bin da ja so selten), aber schon bald hatte ich die Straßen wieder fast für mich allein und dank geschickter Route auch immer noch viel Sonne, obwohl sie schon wieder recht tief stand. Nur Fotos habe ich irgendwie keine gemacht, obwohl ich das fest vor und auch den Fotoapparat dabei hatte.

 

* Ich habe am Mittwoch gleich mal nachgesehen, ob es nicht woanders noch Karten möglichst weit vorn auf der richtigen Seite gibt – gab es aber nicht. Ich hätte sonst ernsthaft überlegt…

 

WMDEDGT – März

Wegen schmerzender Schultern um halb 8 wach geworden. Auf Toilette gegangen (nee, das hilft nicht gegen schmerzende Schultern, aber gegen volle Blase), entschieden daß es noch zu früh ist um aufzustehen, anderes Kopfkissen genommen und weitergeschlafen. Ganze zwei Stunden noch mal. Halb 10 also aufgestanden, gefrühstückt, gelesen.

Das schöne Wetter gestern hatte bei mir für einen akuten Anfall von Putzlust geführt, ich war aber nicht fertig geworden und wollte das heute fortsetzen. Also nach dem Frühstück wieder den Staubsauger rausgeholt und das Wohnzimmer gesaugt (wenn ich am Sonntag schon sauge dann wenigstens nicht in der Mittagsruhe) und den Flur noch mal, weil ich nach dem gestrigen saugen schon wieder Split mit reingeschleppt habe.

Dann habe ich erstmal das Bücherregal etwas umsortiert und im Flur auch noch geräumt, bevor ich im Wohnzimmer Staub gewischt habe. Dann war es Zeit zum Mittagessen und danach habe ich eine ganze  Weile nichts sinnvolles gemacht, weil ich eigentlich raus wollte wegen Bewegung und so, daß Wetter aber nicht so wirklich motivierend war. Schließlich habe ich mich aber doch aufgerafft. Zuerst bin ich zur Bibliothek gegangen, Bücher und DVDs zurückgeben. Bei der Bibliothek kann man zwar leider nicht am Wochenende ausleihen, dafür aber rund um die Uhr an einem von außen erreichbaren Automaten Medien zurückgeben, was ich höchst praktisch finde. Danach bin ich einfach weiter gelaufen, ins Blaue hinein, quasi. Nicht ganz, denn ich hatte mir auf dem Stadtplan schon eine Route durch mir noch unbekannte Straßen ausgesucht, als grobe Orientierung. Vor Ort (und ohne Karte) entscheide ich mich dann schon mal um. Oder lasse mich von meinem Orientierungssinn der auf 90°-Kreuzungen in die Irre leiten. Denn nicht überall gibt es 90°-Kreuzungen und parallele Straßen. Und wenn man dann noch die eine Straße für eine ganz andere hält.. Irgendwann kam ich dann wieder an eine Straße, die ich zweifelsfrei zuordnen konnte – allerdings deutlich weiter von zu Hause entfernt als gedacht. Zu Hause auf der Karte habe ich dann festgestellt, daß ich einen schönen Bogen gelaufen bin. Summe: 5,7 km in etwas über einer Stunde.

Schön Tee auf dem Sofa und den letzten Lebkuchen der Saison, lesen. Weiterräumen, Waschmaschine füllen (und vergessen anzustellen), Dusche, Abendessen, Blogartikel. Der Abwasch wartet noch. Und das Regalfach, wo alle Zeitungen und Zeitschriften drin landen (und sonst so Kram) sieht verdammt unordentlich aus. Vielleicht mach ich das noch. Vorher noch Russisch-Vokabeln lernen. Und dann Bett.

 

Weitere Teilnehmer des Tagebuchbloggens WMDEDGT gibt es bei Frau Brüllen.

Was schön war – KW8

Am Montag waren alle kranken Kollegen wieder gesund. Das Gebäude in dem mein Büro ist, ist wegen Restrukturierung und Umzügen sowieso schon sehr leer inzwischen. Wenn dann von den verbliebenen Kollegen 4 gleichzeitig krank sind, dann fühlt es sich noch viel leerer an. Und auch so ist es natürlich schön, daß sie wieder da sind.

Montag Abend war ich dann auch wieder zum Tanzkurs. Ja, diesmal hat es zwischendurch sogar Spaß gemacht (als ich die Führung übernommen habe). Festgestellt, daß auch andere mit der Art der Lehrerin so ihre Probleme haben. Und daß diese lieber denen hilft, die es schon ziemlich gut können. Die anderen scheinen es nicht Wert zu sein. Nunja. Immerhin festgestellt: doch, ja, es macht mir Spaß (eigentlich) und ich will es lernen – muß mir nur einen anderen Kurs suchen.

Mittwoch wieder Schwedisch. Das vernachlässige ich derzeit etwas, weil ich wegen der bevorstehenden Reise lieber Russisch lerne, aber zum Kurs gehe ich – der macht nämlich immer Spaß. Diesmal haben wir uns erst über Sport unterhalten – und danach über Godis (Süßwaren).

Donnerstag war ich mal wieder im Kino (damit war ich dieses Jahr schon zwei mal mehr als letztes Jahr). Film diesmal: Hidden Figures. Sehr guter Film über die (doppelte) Emanzipation schwarzer Frauen bei der NASA. Zwischendurch des öfteren gedacht: Das ist jetzt schon soooo lange her, und trotzdem sind wir stellenweise nicht viel weiter. Das konnte man wunderbar auch in den Werbespots vor dem Film sehen. Erst Werbung eines Möbelhauses, bei ihm könne man alles werden. Bebildert sowohl mit jungen Männern als auch jungen Frauen (ich befürchte, alles Weiße, aber darauf hatte ich nicht geachtet), aber: Einzelhandelskaufmann (m/w), Bürokaufmann (m/w). Bei den beiden isses mir besonders krass aufgefallen, da dazu immer Frauen abgebildet waren. Ja, das geht anders. Der Spot danach warb dann für einen Staubsauger. Sinngemäß: „Job und Familie unter einen Hut zu bringen fällt mir schon schwer genug, wie gut, daß es den Staubsauger gibt, der mir wenigstens die Hausarbeit erleichtert.“ Ich bin dann erstmal Eis kaufen gegangen. An das Bumbum-Eis hab ich gute Erinnerungen, das habe ich als Kind geliebt. Darum war ich schon neugierig, als ich letztens sah, daß es das jetzt auch als „für zwei“ gibt. Ja, schmeckt wie Bumbum. Allerdings ist das Verhältnis Hülle/Eis deutlich ungünstiger (die Hülle schmeckt schon sehr künstlich nach Kaugummi) und das beste fehlt: der Kaugummistiel.

Kino

Da wir in Tegel im Kino waren, war ich dann erst sehr spät zu Hause und im Bett. Dafür war ich Freitag erstaunlich munter. Ich bin im Yoga-Kurs auch nicht eingeschlafen – im Gegensatz zu drei anderen. Wobei das diesmal schon sehr verleitete – wir haben viel nichts gemacht. Aber auch ohne Einschlafen war ich nach dem Kurs wieder halbwegs munter, so daß ich mir noch in der Arte-Mediathek den Film „B-Movie : Lust & Sound in West-Berlin 1979 – 1989“ angesehen habe.  Das ging ja aus mehreren Gründen an mir vorbei – jetzt habe ich eine leise Ahnung davon.

Nunja, Sonnabend hing in dann ziemlich in den Seilen und habe mal wieder einen eher faulen Tag eingelegt. Dafür hing ich heute dann sehr aktiv in den Seilen, denn ich war mit dem Schwesterherz im Bergwerk.Berlin. Das ist ein Indoor-Hochseilgarten in einem ehemaligen Kinosaal (und drumrum). Er war technisch nicht soooo anspruchsvoll, die meisten Elemente eher einfach. Aber dem Motto Bergwerk entsprechend ist es da drin eher dunkel, und man hat gern mal an ungünstigen Stellen Strahler (z.B. unterhalb des Stahlseils auf das man treten muß, direkt an der Plattform). Hat trotzdem Spaß gemacht. Und morgen werde ich Muskelkater haben. Bekleidungsempfehlung: T-Shirt. Da drin isses ziemlich warm.

Was schön war – KW7

Montag, Dienstag, Mittwoch UND Donnerstag den ganzen Tag Sonne. Spätestens Donnerstag fühlte es sich schon richtig frühlingshaft an und ich habe ernsthaft überlegt Tulpen zu kaufen. Dabei mache ich sowas erst nach dem Winterurlaub – und der liegt erst noch vor mir. Aber die Visa haben wir inzwischen.

Inzwischen ist es nicht mehr dunkel, wenn ich morgens aufstehe. Und noch nicht dunkel, wenn ich Feierabend mache.

Ein Lächeln am Montag auf dem Weg zur Arbeit. Spaß im Schwedischkurs am Mittwoch. Und noch mal Sonne am Sonntag – entgegen der Vorhersage. Apropos Frühling: im Park blühen schon die Winterlinge.

Winterlinge

Außerdem habe ich auf Arbeit derzeit eine Aufgabe, bei der ich zwischendurch die Zeit vergesse. Das hatte ich schon länger nicht mehr und ist sehr schön.

Und am Wochenende konnte ich die Blütenpracht meines Kaktusses bewundern. An Arbeitstagen ist er noch nicht richtig aufgeblüht wenn ich gehe und schon wieder im Schlafmodus, wenn ich zurück komme.

blühender Kaktus

Ich habe zwei Jeans gekauft, was erwähnenswert ist, weil ich shoppen nicht sonderlich mag und ich Probleme habe, Hosen zu finden, die wirklich passen (dito bei Schuhen). Und ansonsten war ich am Wochenende eher faul und habe mich vor allem einem Punkt meiner To-Do-Liste gewidmet: Lesen.

 

Was schön war – KW6

Montag habe ich begonnen, ein altes Homepage-Projekt in modernere Zeiten zu heben. Ich bin noch nicht sehr weit gekommen und im Laufe der Woche stellte sich heraus, daß es sehr viel mehr Arbeit werden wird als ursprünglich gedacht, aber Montag hat es mich sehr glücklich gemacht – etwas tun, wo man sofort Ergebnisse sieht, die aber auch von Dauer sind.

Mittwoch fing der neue Schwedischkurs an. Gelernt, daß das, was in Deutschland fälschlich als Jogginghose bezeichnet wird (die Beinbekleidung um auf dem Sofa rumzuhängen), im Schwedischen mysbyxor heißt.

Donnerstag Familiengeburtstagsabendessen bei den Eltern. Danach waren wir im Chamäleon und haben uns die Show „Underart“ angesehen (eingeladen vom Schwesterherz anläßlich ihres schon längst vergangenen Geburtstages). Die Show war sehr anders als die Shows, die wir bisher im Chamäleon gesehen haben. Ernsthafter. Theater ohne Text. Und es passierte immer entweder längere Zeit fast nichts oder ganz viel auf einmal. Aber artistisch ganz große Klasse.

Freitag erste Stunde Yoga. Hat mir gefallen. Die Yogalehrerin wirkte wesentlich weniger esotherisch als die Lindy-Hop-Lehrerin. (Und Sonnabend hatte ich tatsächlich leichten Muskelkater.)

Sonnabend anläßlich des vergangenen Geburtstages dann noch mal bei den Eltern verbracht. Geredet, Fotos vom Urlaub angesehen, gespielt.

Und Sonntag dann die wunderbare Wanderung.

Winterwandern in der Märkischen Schweiz (12 von 12 mit Bonusfotos)

Oder: Der Tag, an dem mir 15km vorkamen wie 40

Oder: Eigentlich war Sonne angesagt

Oder: Achtsam Wandern

 

Mein Tag heute startete sehr früh für einen Sonntag (beim dem Foto war ich schon in der Küche angekommen, der Wecker hatte 13 Minuten früher geklingelt).

Küchenradio

Sonntag ist (ziemlich oft) Wandertag. Und diesmal ging es in die Märkische Schweiz. Da fährt man was länger, also muß man zeitig aufstehen. 9:15 haben wir uns am Bahnhof Lichtenberg getroffen, dann sind wir mit der Regionalbahn bis Müncheberg gefahren und von dort dann mit dem Bus nach Buckow. Fotos gibt es davon nicht, denn ich habe noch halb geschlafen. Das Gespräch mit dem Busfahrer beim Umsteigen habe ich aber mitbekommen. Man weiß ja nie, wie die drauf sind, also hat unser Häuptling erklärt: Wir sind eine Gruppe von 14 Leuten mit 3 Brandenburg-Berlin-Tickets und fing dabei an, sein Ticket rauszuholen. Reaktion des Buchfahrers: „Wollnse mir dir jetzt wirklich alle zeigen?“ Hammwa dann nich, sondern sind auf seinen Wink hin einfach alle eingestiegen.

In Buckow sind wir an der Jugendherberge ausgestiegen und dann dem Panoramaweg gefolgt. Da dauert es nicht lang, und man hat einen Blick auf den Schermützelsee.

Schermützelsee

Der Weg hat es in sich, es geht beständig hoch und runter.

Panoramaweg

Zusätzliche Herausforderung auf der Strecke: eisige Wege. In der Stadt ist der Schnee ja fast komplett verschwunden, hier lag er noch im Wald rum und in Form von Eis auch auf den Wegen. Folge: Wir haben uns kaum unterhalten, sondern sind sehr aufmerksam gelaufen. Achtsames Wandern eben. Wer da nicht ganz im Hier-und-Jetzt war, lief Gefahr, sich ordentlich hinzulegen. Meine Sturzbilanz der gesamten Wanderung: ein mal hingesetzt, zwei mal hingekniet (vorher mit den Händen abgefangen), immer dann, wenn ich der Meinung war, ich könnte auch problemlos über total vereiste Flächen gehen. Und nicht daran gedacht habe, den Pinguin zu machen (sehr kleine Schritte, funktioniert übrigens tatsächlich noch besser, wenn man die Arme an den Körper anlegt und die Hände abgewinkelt hält, wie Pinguin eben).

Zurück zur Wanderung.

Weg aus Eis

In der Märkischen Schweiz gibt es nicht nur viele Berge, sondern auch nicht wenig Wasser (hier in Kombination).

Märkische Schweiz

Da, wo das Wasser fließt oder fällt, entstehen manchmal besondere Kunstwerke, die mich sehr fasziniert haben.

Eiskunst

Nach gerade mal etwas mehr als 6 Kilometern haben wir Mittagspause gemacht. Ich war froh drum, denn ich hatte schon mächtig Hunger. Ausgewählt haben wir dazu spontan einen Platz mit sehr viel Moos – wobei wir uns natürlich in das schneefreie Moos gesetzt haben.

Moos im Schnee

Frisch gestärkt (und ein wenig durchgefrohren, den es waren nur -3°C), ging es weiter und wir kamen an regelrechten Schneefeldern vorbei.

Schneefelder

Und an einem angefangenen Schneemann.

Schneemann?

Danach sind wir an der Wolfsschlucht vorbei gewandert.

Blick in die Wolfsschlucht

Der Weg auch hier vereist.

Eisweg

Und schließlich standen wir auf dem Dachsberg, von dem man bei guten Wetter bestimmt einen fantastischen Blick hat. Naja, wir haben auch was gesehen.

Blick vom Dachsberg

Wer oben ist darf auch wieder runter und zum Beweis, das wir auch zwischendurch tatsächlich ganz unten waren: der große Tornowsee.

Großer Tornowsee

Diesmal bin ich auch aufs Eis gegangen, das war nämlich definitiv dick genug.

auf dem Eis

Danach haben wir frische Biberspuren bewundert.

Baumeister Biber

Und ein Weilchen später gab es noch mal Eiskunst zu bewundern.

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Es gab auch Eis in filigran.

Eiskristalle

Und dann waren wir ziemlich bald am Ende der Wanderung angelangt. In Buckow im Strandcafe haben wir uns wieder aufgewärmt. Dort gibt es gute dunkle heiße Schokolade und fantastische Torten. Dann brachte uns der Bus zurück nach Müncheberg und von dort der Zug nach Lichtenberg und um 6 war ich wieder zu Hause.

Damit ich die Anzahl der Bilder um exakt 50% überziehe noch ein letztes Bild aus Buckow.

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Und nächstes Mal bleibt es bei 12 Fotos. Obwohl, das ist wieder ein Sonntag…

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

 

(Und ehrlich mal: Sommer kann ja jeder.)