• Kategorien

  • Archiv

06.06.2021

Noch ein Sommertag. Aber heute blieb ich zu Hause, quasi. Ich hatte vor einiger Zeit ein paar Bücher aussortiert, die ich zu einem etwas weiter entfernten öffentlichen Bücherregal bringen wollte. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Bücher liegen nicht mehr bei mir rum aber machen vielleicht noch jemand anderem Freude – und ich komme mal wieder in eine Gegend in der ich eher selten bin. Klar, da könnte ich auch einfach so mal hinlaufen, ist ja eine schöne lange Spaziergangsrunde, so ohne richtiges Ziel mache ich das dann aber meist doch nicht.

Hätte ich nicht auf dem Balkon gefrühstückt, hätte ich vielleicht in den Verkehrsnachrichten gehört, daß Fahrradsternfahrt ist (vorher habe ich das dieses Jahr nicht mitbekommen), so erwischte es mich etwas unvorbereitet. Anfangs überlegte ich noch, Fahrraddemos gibt es ja durchaus häufiger, aber irgendwann war mir klar, daß das die Sternfahrt sein muß und ich habe mich dann doch mal, als sich eine größere Lücke auftat, auf die andere Straßenseite gemogelt. Bis der Pulk der Fahrradssternfahrt vorbei ist, das dauert so innenstadtnah dann doch etwas länger. (Andere Fußgänger haben ja einfach stur geradeaus sehend die Straße überquert und die Radfahrer so zum anhalten gezwungen. Die waren da zum Glück eh gerade langsam, aber in einem echt dichten Pulk – das hätte böse ausgehen können).

Gute Quote am Bücherregal: 7 Bücher rein gestellt, nur eins mitgenommen.

Auf dem Heimweg andere Route gewählt und so noch einen Laden entdeckt, wo man sehr schönes japanisches Geschirr kaufen kann. Zum Glück war Sonntag. Allerdings liegt der Laden auf meinem (langen) Heimweg, wenn ich im Büro war, hm. (Ich gehe normalerweise die andere Straßenseite lang, darum hatte ich das bisher nicht gesehen:)

Zu Hause dann erstmal Mittag, ich war hungrig. Danach hab ich Papierkram erledigt und den Rest des Tages lesend auf dem Balkon verbracht. War ein schöner Tag, bis mir einfiel, daß ich die Polnisch-Hausaufgaben total vergessen habe (da war es aber schon zu spät / ich zu müde) und mir Schwesterherz dann auch noch sagte, daß gestern der fünfte war, was ich auch total vergessen hatte. Naja, aber bis dahin: sehr schöner Tag.

05.06.2021

Wochenendbalkonfrühstück.

Ohne anschließendes Lesen diesmal, denn ich mußte für einen Grünzeug-Großeinkauf auf den Markt und wurde halb elf / elf im Garten erwartet. Für heute war wieder grillen geplant und ich war für die Salatzutaten zuständig.

Weil es schneller geht, bin ich dann das Fahrrad genommen um in den Garten zu kommen statt zu Fuß zu gehen – war trotzdem erst halb 12 da. Machte aber nichts.

Es folgte: Ein richtig schöner entspannter Tag im Garten. Mit Grillen, Quatschen, Lesen, Ausruhen, Tee, Kuchen, Rhabarbercrumble…

Heimweg zusammen mit Schwesterherz und Schwesterfreund, die mir einen Weg zeigten, den ich noch nicht kannte. Schöner als unsere Stammstrecke, da länger abseits von Straßen – und auch landschaftlich schöne Strecke. Rückweg deutlich schneller als hin – wenn ich mit dem Schwesterherz unterwegs bin kann ich wirklich nicht langsam fahren (und wenn sie das jetzt liest, hat sie wieder ein schlechtes Gewissen, aber es war ok!).

Relativ zeitig ins Bett, ich war müde.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens am 5. des Monats gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

03.06.2021

Und plötzlich ist es Sommer. Das kommt doch etwas überraschend, nach dem der Mai dieses Jahr ja deutlich klar gemacht hat, daß er ein Frühlingsmonat ist.

01.06.2021

Nach Feierabend wieder mal ein Einsatz im Vorgarten. Ich hatte von meiner Tante Krokusse geschenkt bekommen (aus ihrem Garten, noch mit Grün), die ich endlich aussetzen wollte, außerdem Verblühtes abschneiden und etwas Unkraut jäten. Es macht mich ja ein bißchen fertig, daß ich nicht weiß, was da eigentlich alles so hoch kommt. Ich könnte natürlich einfach alles rauszupfen, aber vielleicht ist es ja doch was schönes? Außerdem würde ich ja eh „Blumenwiese“ aussäen – da weiß ich ja dann wieder nicht, was das ist, was da hoch kommt: altes Unkraut oder neu ausgesätes?

Was ich nicht bedacht hatte: gegen 6 wird schon Abendessen zubereitet. Es roch verdammt lecker. Und kaum saß ich da unten und arbeitete vor mich hin, kam ein Nachbar um mir mitzuteilen, daß er gut findet, daß ich mich drum kümmere und wie er sich den Vorgarten so vorstellt. Ich befürchte, er wird nicht ganz glücklich sein damit, wie ich den Vorgarten gestalten werde, denn aufgeräumt wird er eher nicht werden. Wobei er natürlich schon Recht hat: es ist sehr durcheinander und teilweise viel zu viel drauf.

Zwischen den Hauswurzen zum Beispiel habe ich Wunderblumensämlinge entdeckt, die sich da selbst ausgesät hatten (ha! ich habe den Vorgarten, in dem immer eine Wunderblume stand). Im hinteren Bereich hatte ich welche ausgesät, die aber (noch) nicht aufgegangen sind. Zwischen den Hauswurzen sind Wunderblumen aber doof, also habe ich sie vorsichtig rausgeholt und hinten eingepflanzt. Zum Glück hatte ich mehr Wasser mit runter genommen zum angießen der Krokusse – das konnte ich dann auch für die Wunderblumen verwenden. Bin gespannt, ob sie das Umsetzen vertragen. Irgendwas anderes kam da auch noch hoch (kräftige grüne Triebe), das hab ich aber radikal entfernt. Die Hauswurzen-Ecke bleibt den Hauswurzen vorbehalten.

Noch mehr „zu viel“: Als ich die Krokusse dann in die Erde setzte sah ich, daß unter dem einen Strauch noch ein zweiter kleinerer steht. Also hab ich den größeren an der Stelle mal kräftig zurückgeschnitten, damit der kleine etwas Luft und Licht hat. Die Ecke muß ich im Herbst wohl mal etwas auseinander nehmen, denn der größere wird auf der anderen Seite durch ein Nadelgehölz und noch was anderes bedrängt.

Und weil ich gerade so schön dabei war, habe ich auch die eine Forsythie noch etwas zurück geschnitten, auch wenn es dafür eigentlich schon zu spät im Jahr ist. Die wird mir sonst aber einfach zu hoch. Überhaupt hab ich da ziemlich viele reichlich hohe Sträucher rund um den Vorgarten zu stehen, die werde ich nach und nach etwas verkleinern. Man sieht ja sonst gar nichts.

31.05.2021

Ich will ja eigentlich viel öfter was für polnisch machen, rechtzeitig die Hausaufgaben, regelmäßig Vokabeln lernen. Gerade letzteres – theoretisch weiß ich ja, daß man ohne das eine Sprache nicht lernt, wöchentlich den Kurs zu besuchen alleine reicht nicht. Aber wie ich vor einiger Zeit in einem Artikel übers Sprachenlernen las: Es konkurriert mit der Arbeit und der sonstigen Freizeit – und zieht bei mir leider oft den Kürzeren. Nur habe ich dann immer ein schlechtes Gewissen und fühle mich schlecht vorbereitet vor dem Kurs, was mir dann meistens auch noch die Laune verhagelt. Heute konnte ich feststellen, daß keine Hausaufgaben zu haben zwar unangenehm, aber auch nicht richtig doll schlimm ist. Unsere Lehrerin hatte ihre Notizen falsch interpretiert und von uns mehr Hausaufgaben erwartet als wir auf hatten. Haben wir trotzdem recht gut hinbekommen – und sie hat sich entschuldigt nachdem sie das festgestellt hat.

Einer unser Mitlerner hat ja als Grund, warum er Polnisch lernt angegeben: Damit er dann sagen kann, Deutsch (das nicht seinen Muttersprache ist), ist doch gar nicht so schwer. Nun, könnte klappen. Ich kannte es ja schon aus dem Russischen, daß das Wort für Jahre (bei Altersangaben) abhängig ist von der Zahl, die davor steht. Wir lernten heute, daß alle Substantive die auf Zahlen folgen im Polnischen abhängig von der Zahl davor in zwei verschiedenen Fällen stehen.

Für etwas Ausgleich: Es gibt auch etwas, was im Polnischen einfacher ist als im Deutschen. Das grammatikalische Geschlecht ist bis auf wenige Ausnahmen abhängig von der Endung des Wortes im Nominativ. Das ist einfach und nachvollziehbar, nicht so beliebig wie die Verteilung von der/die/das im Deutschen, die man „einfach“ lernen muß.

Nach dem Kurs hatte ich einen lustigen Besucher (außen) am Fenster:

Schattenriss eines Käfers (von unten) der auf der (dreckigen) Fensterscheibe sitzt - vor Sonnenuntergangshimmel

Der hat die Fühler am Rüssel!

29.05.2021

Wenn ich folgendes lese:

Ich bin 38 und habe eben einen Purzelbaum gemacht. Macht das nicht! (Twitter)

ist klar, was ich mache, oder?

Ich habe großzügig Platz geschaffen und den Boden gepolstert (bin ja noch etwas älter) und… zog kurz heftig in der Nackenmuskulatur, geht aber noch.

(Wenn „Kinn auf die Brust!“ nicht mehr geht, sollte man es aber wirklich nicht ausprobieren.)

26.05.2021

Der Traum heute morgen hinterließ ein wohlig warmes Gefühl dort wo ich bin/war gut aufgehoben zu sein. Das ist doch mal ein schöner Start in den Tag. Der begann heute etwas früher, denn ich mußte zum Arbeiten mal wieder ins Büro bzw. die große Halle.

Schockiert war ich beim ersten Wetterbericht, den ich bewußt mitbekommen habe: da wurde begeistert berichtet, daß die Temperaturen jetzt überall im zweistelligen Bereich wären, wobei Guben mit 11°C am wärmsten war, über all sonst noch darunter. Es. ist. Ende. Mai!

Neu im Programm vor Bürotagen: Selbsttest. Was ich ohne Corona nicht wüßte: Ich bin im rechten Nasenloch fürchterlich kitzelig.

Test war negativ, also konnte ich los. Vor Ort habe ich mir an der Wache gleich erstmal neue Tests abgeholt, den von heute hatte ich von den Eltern bekommen. Für’s Protokoll: Arbeitgeber müssen ihren Angestellten kostenlose Tests anbieten, aber können sie nicht zum Testen verpflichten. Wir hatten dementsprechend eine Mail bekommen, wo wir die Tests bekommen können (und wieviele) und daß wir uns vor Besuchen im Büro testen sollen – nachgefragt hat dann aber niemand.

Laut meinen letzten Informationen hätte ich an der Wache auch Masken bekommen sollen, sie hatten aber nur einfache OP-Masken. Dafür war heute mal eine Teamassistentin da, die mir sagen konnte, in welchem Büro ich theoretisch Masken bekäme (wenn denn jemand aus dem Büro da gewesen wäre) und mir dann doch noch eine geben konnte (ich hätte ja die letzten beiden Male schon jeweils eine bekommen sollen, aber da war ja niemand da). Nicht nur die Teamassistentin war heute da, sondern auch noch zwei weitere Kollegen auf dem Flur. Maske trug keiner, wenn er im Gebäude unterwegs war, naja.

Relativ normaler Arbeitstag im Büro. Paar Meetings, diverse Male zwischen Büro und Halle hin- und her gependelt. Zum Mittag habe ich mir am Food-Truck „Wildcurry afrikanische Art“ geholt, was so viel Flüssigkeit hatte, daß ich dann noch mal zum Bäckerwagen gegangen bin um mir eine Schrippe zum Aufditschen zu holen. Lecker war es nämlich. Blöd nur, daß ich so dann den gefüllten Streuselkuchen gesehen habe, dem ich natürlich nicht widerstehen konnte. Dabei hatte ich doch was mit für den Nachmittag! Nunja, gab es das eben zum Abendbrot.

Spät Feierabend gemacht. Und kurz vor der S-Bahn festgestellt, daß so bestimmte Routinen so langsam verloren gehen: ich war eigentlich zu spät losgegangen, zu der Zeit nämlich, zu der ich im alten Büro losgehen mußte. Seit ca. 2 Jahren liegt mein Büro ja aber weiter weg von der S-Bahn, ich muß also zeitiger los. Aber: auch die S-Bahn ist ja nicht immer pünktlich und so habe ich sie dann doch noch bekommen. Und schon nach 2 Stationen fiel mir auf, daß ich wieder vergessen hatte, die Fahrkarte zu stempeln. (Ich werde besser: Beim ersten Mal ohne Monatskarte fiel es mir erst am nächsten Tag auf, beim zweiten schon am meiner „Endhaltestelle“. Nun also schon nach 2 Stationen). Da ich allerdings mittig im Zug saß und damit weit entfernt von allen Entwerten auf den Zwischenbahnsteigen und die Bahn nur so selten fährt, bin ich bis zum Umsteigebahnhof gefahren und von dort aus dann nach Hause gelaufen. Denn für eine verbleibende Station (von der aus ich dann ja eh gelaufen wäre) lohnte es sich jetzt auch nicht mehr. Ist auch nur ca. 1 km mehr, also nicht weiter dramatisch. Trotzdem merkte ich, wie ich auf den letzten Metern immer langsamer wurde. Wunderte mich erst, bis mir wieder einfiel, daß ich ja heute schon diverse Male zwischen Büro und Halle und und her gelaufen bin – da kommt ja auch ein bißchen was zusammen. Ich war dann aber so müde, daß ich entschieden habe, auf weiteren Sport zu verzichten. Nur noch Abendbrot, bißchen Internet und dann Bett.

20.05.2021

Rosa fand es zu langweilig auf dem Sofa und wohnt jetzt auf dem Schreibtisch.

Highlight des Tages: Schwesterherz auf dem Markt getroffen. Wir verabreden uns ja nur am Sonnabend für den Marktbesuch, an Arbeitstagen geht jede für sich, je nachdem, wann es gerade paßt, das Schwesterherz eher zeitiger, ich eher später Mittags. Heute war ich besonders spät und ich froh, daß der Gemüsehändler noch nicht zusammen geräumt hatte (es war schon deutlich nach 1), da hätte ich nun ganz und gar nicht mit ihr gerechnet. Bei ihr aber hatten Meetings früheres Einkaufen verhindert. Schön, so haben wir noch eine Runde gequatscht.

19.05.2021

So weit ist es schon mit mir gekommen in dieser Pandemie: Ich habe ein Stoffschwein, daß den Familienanschluß verloren hat, adoptiert.

Gestern saß es noch ganz fröhlich vor dem Verteilerkasten auf der Wiese (und ich dachte mir schon, daß der Platz nicht so ideal ist angesichts der vielen Hunde, die es hier gibt).

rosa Ikea-Plüschschwein zwischen Grünzeug vor dem Sockel eines Verteilerkastens

Heute lag es dann dort rum, also habe ich beschlossen, es mitzunehmen. Natürlich begegneten mir heute mal wieder die Nachbarn auf dem Weg zur Kita im Treppenhaus und die kleine fragte leicht irritiert, warum ich ein Schwein dabei habe. Habe ihr erklärt, daß es draußen rum lag, mir leid tat und ich es deswegen mitgenommen habe. Sie kuckte weiterhin kritisch – gut, daß könnte auch daran gelegen haben, daß ich das Schweinchen an einer Hinterkeule trug, den es war leicht angepißt.

Darum durfte es dann auch gleich mal ins Abenteuer-Spa (Waschmaschine) und hinterher Beine baumeln lassen auf dem Wäscheständer. Dabei habe ich festgestellt, daß es sich offenbar um ein weitgereisten Schweinchen handelt: Auf dem Waschzettel ist ein chilenischer Importeur angegeben.

Sie heißt jetzt Rosa und wird auf dem Sofa wohnen.

(Sehr schön fand ich, wie viel Anteil die Familie in unserer Familien-Chat-Gruppe an Rosas Befinden nahm. Nachdem ich ein Foto vom Waschmaschinenaufenthalt gepostet hatte, wurde regelmäßig nachgefragt, wie es ihr geht und entsprechende Fotos kommentiert.)

13. bis 16.05.2021

Früher bin ich ja übers Himmelfahrtswochenende mal unterwegs gewesen. Dieses Jahr… schon auch ein wenig, nur nicht so weit.

Donnerstag (also Himmelfahrt) war ich bei den Eltern. Nachdem ihnen letztens der Prozessorlüfter verreckt ist, haben sie jetzt einen neuen Rechner und es ist ja mein Job, den einzurichten. Habe dafür aber auch Kuchen bekommen. Großes Glück: obwohl es immer wieder heftig regnete, bin ich sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg trocken geblieben. Gutes Timing.

Und Sonnabend war ich beim Schwesterherz und Freund zum Kuchenessen. Ich hatte gebacken, angeboten, daß sie was abhaben könnten und dann auch, daß ich damit zu ihnen zum Kuchenessen kommen könnte. Dann hätte ich einen Grund und ein Ziel rauszugehen. Leider hab ich mich damit dann mal wieder selbst zeitlich unter Druck gesetzt, denn auch am Sonnabend habe ich den Küchentisch abgeschliffen. Der hatte über die Jahre ein paar Wasserringe und sonstige stellen bekommen. Da die Platte einfach Kiefer ist (von mir geölt), dachte ich mir, ich könne ihn ja mal abschleifen, dann isser wieder hübsch. Naja, nu hat er ein paar andere Kratzer, weil ich im Umgang mit einem Deltaschleifer ja so gar nicht geübt bin. Und jetzt auch nicht soooo viel Zeit investieren wollte, bis die wieder weg sind. Und überhaupt: selbst gemacht! Und die Kratzer sieht man eh auch fast gar nicht.