Über den Wolken (und mittendrin)

Im Oktober soll es in die Hohe Tatra gehen, da kann ein bißchen Training nicht schaden. Die heutige Trainingsstrecke: Der Goethe-Weg von Torfhaus zum Brocken. Insgesamt ein Rundkurs mit 22 km Länge, und 600 Höhenmetern.

Beim Aufstehen herrscht vor meinen Fenstern schönster Nebel, aber die Webcam vom Brockenbahnhof zeigt blauen Himmel und Sonnenschein. Also nichts wie hin.
Am Ende der A395 kommt das erste Mal die Sonne durch den Nebel, in Bad Harzburg ist der Nebel verschwunden.

10 vor 10 laufe ich auf dem Großparkplatz Torfhaus los (Tagesticket: 3€), nicht mal zwei Stunden später bin ich oben. Und dazwischen? Erstmal das Torfhausmoor mit Blick auf den Brocken:

Irgendwo auf der Strecke überhole ich drei ältere Wanderer und als ein Stückchen weg bin meint der eine: „Das hat man in den Bergen ja auch öfter, daß da Einzelwanderer unterwegs sind. Das sind dann richtige Bergziegen.  – Also ich meine, die sind dann richtig bergfest.“ Ich hab das einfach mal als Kompliment verbucht.

Der Goetheweg ist eine Wanderautobahn. Obwohl es noch relativ zeitig (man grüßte sich noch mit „Guten Morgen“ und der Großparkplatz auch noch ziemlich leer war, waren doch schon ziemlich viele Leute unterwegs. Und bis auf das kurze Stück am Moor, ist der Weg auch ausgebaut wie Autobahn:

Aber beim Blick ins Tal gibt es das, was ich mir erhofft hatte – ein Blick auf die Wolken:

Oben am Brockenbahnhof angekommen noch mehr:

Leider sind wir da dann auch schon in den Wolken und so ist es da oben doch etwas ungemütlich, wenn die Sonne weg ist. Leider verschwindet sie erstmal, kaum daß ich mich hingesetzt habe um etwas zu essen. Das hält mich aber auch nicht davon ab, mich anschließend noch ein wenig umzusehen. Etwa anderthalb Stunden später, als der ganz große Ansturm einsetzt hat (sowohl Wanderer, als auch Bahnfahrer), mache ich mich wieder auf den Weg. Den zweiten Teil der Mittagspause machen ich dann unten an der Wanderautobahn: halbwegs windgeschützt, absolut sonnig und es gibt eine ganze Menge zu sehen. Und ich bin fertig, bevor die nächste Schmalspurbahn vorbeigestunken kommt.

Auf dem Rückweg mache ich noch einen großen Bogen vorbei am „Dreieckigen Pfahl“, Abwechslung einerseits, Stempelsammeln andererseits. Letzteres ist aber gar nicht so einfach. Man kommt an eine Wegkreuzung mit einer wirklich großen Schutzhütte „Dreieckiger Pfahl“. Normalerweise sind die Stempelkästen ja an den Schutzhütten. Hier aber nicht. Gut, der dreieckige Pfahl ist ja auch ein Stück noch weg. Und noch ein Stückchen weiter ist ein „WC“ – und dort hängt der Stempelkasten.

Und auf dem Weg vom Pfahl zurück zum Goetheweg gibt es sogar einen Abschnitt richtig echten Waldweg!

Zurück auf dem Goetheweg entscheide ich mich an den nächsten Wegkreuzung für den Kaiserweg. Der führt auch nach Torfhaus, braucht ein bißchen länger, ist aber wesentlich leerer. Anfangs dachte ich ja, ich hätte ihn komplett für mich allein, aber es tauchten dann doch noch ein paar Spaziergänger auf (Rundweg um das Torfhausmoor).

Ich bewundere noch die Schlagsahne am Himmel:

Und kurz nach 4 bin ich wieder am Auto. Damit habe ich insgesamt, inklusive mindestens 2 Stunden Pause, nur etwas länger gebraucht, als für die Strecke als reine Gehzeit angegeben war. Ich glaub, ich bin ganz gut in Form.

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2 Kommentare

  1. Otti

     /  6. September 2010

    Dann kann ja der nächste Urlaub kommen.

    Antwort
  1. Winterharz « Hier und da

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