Über Stein und Stein

6 Tage Hohe Tatra. 6 Tage Berge hoch und runter über meist verdammt steinige Wege. 5 Tage schönstes Wetter. Den letzten Tag nicht ganz so schön, damit der Abschied leichter fällt.

Die Sonne hatte noch richtig Kraft, so daß es in der Sonne trotz 5°C Lufttemperatur durchaus angenehm warm war. Im Schatten allerdings nicht mehr. Und dort, wo die Sonne gar nicht mehr hinkam (Nordseite), lag schon Schnee. Oder Eis. Eis auf steilem Weg ist doof.

Eis an Stellen, die sowieso schon mit Ketten gesichert sind und nicht umgangen werden können (wie die Stelle oben) ist richtig doof.

Andererseits macht so Frost aber auch schöne Sachen:

Faszinierend fand ich, daß man dort in den Tälern häufig erstmal ohne größeren Höhenunterschied unterwegs ist, bis man plötzlich vor einer „Steilwand“ steht, die es im Zick-Zack hoch geht, wie hier im Malá Studená dolina:

Oben geht es dann erstmal wieder ohne großen Höhenunterschied weiter:

Am Velké Hincovo pleso war das ganze noch deutlicher. Hier die Ebene:

Da der Abgrund:

Die Norwegischen Berge (und auch die Finnischen) waren alle ähnlich: Steinhaufen. Die Berge der Hohen Tatra bieten da etwas mehr Abwechslung. Die Steine sind zum Teil deutlich größer, wie hier am Kriváň:

Der Kriváň hat aber auf dem Gipfel und direkt darunter auch richtig große Steinplatten, über die man irgendwie rüber muß (hoch ist leichter als runter).

Auf dem Slavkovsky stit hingegen läuft man kurz unterhalb des Gipfels durch richtig loses Geröll (hier ist runter leichter als hoch):

OK, es ist kaum ein Unterschied zu sehen auf den Bildern… Und von oben ist der Blick dann auch wieder ziemlich ähnlich: man sieht Berge, Berge, Berge. Und manchmal sich selbst, wie hier auf dem Kriváň:

Es gibt an einigen Stellen richtig viele Lärchen in den Wäldern, die für einen schönen herbstlichen Eindruck in den Nadelwäldern sorgten:

Und teilweise sehr skurril aussahen (beide Fotos vom letzten Tag, darum das schlechte Wetter):

Im November 2004 gab es einen Orkan in der Hohen Tatra und es gibt dort ein massives  Borkenkäferproblem, so daß viele „Wälder“ inzwischen eher Freiflächen sind, gelegentlich mit einigen Baumskeletten.

Es sieht schon erschreckend aus im ersten Moment. Aber wenn man genau hingesehen hat, konnte man schon viel Neues erkennen. Vor allem Vogelbeere wächst, aber auch Nadelbäume.

Mir ist von einem Mitreisenden prophezeit worden, daß ich in ein paar Jahren noch mal dort unterwegs sein werde. Mal sehen, wie weit die Bäume dann schon sind.

Schön war’s. Wirklich schön. Und am Tag der Rückfahrt hatte ich auch fast keinen Muskelkater mehr.

Advertisements
Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kommentar

  1. Otti

     /  26. Oktober 2010

    Sieht schön aus. Dann bin ich mal auf die Wiederholung gespannt.

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: