Besser spät als nie

Es fehlt ja noch der Bericht über meine letzte Trainingswanderung vor dem Urlaub.

Dazu hatte ich mir im Wanderführer die Strecke mit den meisten Höhenmetern ausgesucht. 900m. Mehr geht im Harz kaum am Stück, der Brocken ist ja nur knapp über 1100 Meter hoch.

Wie ich in der Hohen Tatra feststellen konnte, war es noch in anderer Hinsicht Training: Wandern unter Lebensgefahr (Klick macht groß):

In der Hohen Tatra hingen teilweise Schilder mit ähnlichem Inhalt (wenn auch nicht so ausführlich).

Abgesehen von der Lebensgefahr ist das Ilsetal sehr schön.


Danach ging es auf unspäktulärem Weg an etlichen Fliegenpilzen vorbei.

Um dann schießlich auf dem ehemaligen Grenzpatrouillenweg zu landen, der steil zum Brocken hoch führt. Wenn man dort angelangt ist, hat man das schlimmste schon hinter sich:

Oben auf dem Brocken war schönes Wetter, viel Wind und wie üblich auch viel los.

Zurück ging es erst einmal die Brockenstraße, dann ab Brockenbett einen immerhin nicht asphaltierten aber nur wenig interessanten Weg weiter bergab. Viele Radfahrer kamen mir entgegen. OK, die meisten waren tatsächlich Mountainbiker, aber noch auf der Brockenstraße kam mir ein älteres Paar entgegen, die ihre normalen Fahrräder hoch schoben. Da habe ich mich schon gefragt, warum man sich das antut. Zumal ich mit diesen Fahrrädern auch nicht runtergefahren wäre. Auch wenn es sich Brockenstraße nennt, ist es doch mit einer normalen Straße nicht zu vergleichen. (Allein die ganzen Fußgänger die da laufen, wie es ihnen paßt! 😉 ).

Nun, zurück zum langweiligen Wanderweg. Spätestens am Abzweig am Brockenbett war mir klar, daß die Längenangabe im Wanderführer beim besten Willen nicht stimmen kann. OK, eigentlich war es mir von Anfang an klar, denn im Buch standen 16 km, aber ab Ilsenburg war der Brocken schon mit 10 km ausgeschildert. Also habe ich mal die Entfernungsangaben zusammengerechnet. Da hatte ich wenigstens etwas zu tun auf dem wenig abwechslungsreichen Weg. Ob dieses Schild wohl angebracht wurde, um die Strecke wenigstens etwas aufzulockern?

Irgendwann, mir taten die Füße weh von den befestigten Wegen, ich war schon wesentlich weiter gelaufen als geplant und mußte mich schon permanent selbst aufmuntern und motivieren, kam ich am schönsten aller Pausenplätze vorbei. Bequem (nicht auf einer öden Bank) in der Sonne sitzen und tolle Aussicht genießen.

Danach habe ich noch einen Abstecher zum Ilsestein gemacht und bin da ein bißchen rumgekraxelt.

(Natürlich nicht bis zum Kreuz hoch.) Es war wunderschön dort in der Spätnachmittagssonne, aber es war schon spät, ich dann doch schon relativ geschafft und das Auto noch weit weg. Also habe ich mich wieder auf den Weg gemacht.

Steil ging es bergab an etlichen Fliegenpilzen (ich habe noch nie so viele Fliegenpilze gesehen wie auf dieser Wanderung).

An einer nichtbeschilderten Kreuzung (OK, kaum beschildert, der Weg, aus dem ich kam, war beschildert) habe ich mich dann noch für den längeren Weg entschieden wie sich später herausstellte, aber schließlich bin ich doch am Auto angekommen. Ca. 30 km in den Beinen statt der versprochenen 16 und kein Wasser mehr im Rucksack. Im Auto warteten zum Glück warmer Tee und Schokokuchen. Das hab ich aber auch gebraucht!

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Ein Kommentar

  1. Otti

     /  10. November 2010

    Schöne Fotos. Wenn man noch Puste und Energie hat kann man ruhig den längeren Weg wählen. 😉 Wer er den wenigstens schön?

    Antwort

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