Entdeckung und Enttäuschung

Den E11 (Europäischen Fernwanderweg 11) von Potsdam nach Nikolassee hatte ich mir letzten Sonnabend vorgenommen. Der Einstieg war einfach: vom Potsdamer Hauptbahnhof aus runter Richtung Wasser und dann immer möglichst nahe am Wasser entlang. Bis man zum Schloßpark Babelsberg kommt. Hier lohne es sich, vom E11 abzuweichen, stand in der Wegbeschreibung. Und das habe ich getan. Denn der Park ist einfach schön. Wie ich ziemlich schnell vermutete (und auch hätte nachlesen können wie ich später feststellte), wurde der Park nach Vorbild der englischen Landschaftsgärten angelegt. Und so gibt es unheimlich viel zu entdecken, immer neue tolle Blickwinkel, und ich bin Kringel und Kreise gelaufen.

Flatow-Turm

Die Gebäude im Park sind malerisch in der Landschaft verteilt und tauschen manchmal recht überraschend hinter einer Wegbiegung auf, wie hier der Flatow-Turm und das Matrosenhaus.

Matrosenhaus
Der Park war nicht so sehr besucht und wenn man wie ich von mehreren möglichen Wegen grundsätzlich den kleinsten wählt, hat man die ganze Schönheit ganz für sich allein. Aber auch an den größeren Wegen war wenig los.

Blumenrabatten

Und dann steht man vor dem Schloß.

Schloß Babelsberg

Das Schloß ist nicht von innen zu besichtigen, auch große Teile der Terasse ist abgesperrt. Insgesamt macht es einen stark sanierungsbedürftigen Eindruck.

Hinter dem Schloß steht die Küche, jetzt als Wohnhaus genutzt.

Küche

Und rundrum gibt es tolle Fotomotive.

                 

Nunja, 50 Minuten hatte die Wegbeschreibung für den Weg bis nach dem Schloßpark veranschlagt – fast 3 Stunden habe ich gebraucht.

Den Rest der Wanderung – kann man machen, muß man aber nicht. Der Weg am Griebnitzsee lang ist anspruchslos und langweilig. Blicke auf den See gibt es fast nie. Dafür hört man den Lärm der Motorboote wunderbar. Außerdem läuft man durch Buchenwald, so daß es kaum auffällt, ob die Sonne scheint oder nicht. Es ist sowieso recht dunkel (für einen Laubwald).

Das wird im Düppeler Forst immerhin besser. Hier läuft man durch „typischen“ Berliner Kiefernforst mit vereinzelten Birken. Ab dem Bahnhof Wannsee geht es dann durch Wohngebiet. Und ich frage mich, wofür diese Fernwanderwege überhaupt angelegt wurden, ob es wirklich irgendjemanden gibt, der die komplett abwandert. Vor allem in der Stadt. Der Nikolassee zum Beispiel liegt idyllisch direkt an der Autobahn.

Nikolassee

Ok, zum Abschluß wird es noch mal schön. Der Weg führt an der Rehwiese entlang. Rechts und links Wohnhäuser, in der Mitte viel grün und diverse Trinkwassertiefbrunnen.

Rehwiese

Und schließlich geht es zum Bahnhof Nikolassee. Mit bogenschießender Dame davor.

Am Bahnhof Nikkolassee

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2 Kommentare

  1. Otti

     /  19. August 2011

    Schöne Bilder.

    Antwort
  1. Wanderung Wannsee – Babelsberg | Hier und da

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