Entlang der Stammbahn

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr stellte ich fest: Ich bin verdammt wenig gewandert. Das soll dieses Jahr wieder anders werden, und das letzte Wochenende bot dazu die erste Gelegenheit. Mitte letzter Woche hatte hatte der Wetterbericht für das Wochenende mal nicht das derzeit übliche verregnete grau-in-grau, sondern tatsächlich pasables Wetter vorhergesagt. Und so suchte ich nach einer schönen Strecke, nicht zu lang falls das Wetter doch nicht so doll sein sollte (kalter Wind kann einem ja doch ziemlich schnell den Spaß verderben – und Wind hatten wir letzte Woche jede Menge.) Die Stammbahn ist es dann geworden.

Die Stammbahn war die erste preußische Eisenbahnstrecke. Sie verband ab 1838 Berlin (Potsdamer Bahnhof) mit Potsdam, anfangs nur Fernzüge, nach der Elektifizierung auch die S-Bahn. Nach dem Krieg kam auf Brandenburger Gebiet das Ende für die Stammbahn: die Gleise wurden abmontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht. Auf Berliner Gebiet wurde der S-Bahnverkehr wieder aufgenommen, die Bahnen pendelten zwischen Zehlendorf und dem neuen Endbahnhof  Düppel. Bis 1980.

Und so sieht es aus, wenn über 30 Jahre keine S-Bahn fuhr:

Zwischen Zehlendorf und Zehlendorf Süd

Haltepunkt Zehlendorf Süd (erst 1972 in der Nähe eines neuen Wohngebiets eingerichtet in der Hoffnung auf neue Fahrgäste)

Düppel

Gleisende vor der Staatsgrenze

Ab dort dann wurde es wieder eine ganz normale Waldwanderung. OK, durch Hundeauslaufgebiet. Und streckenweise direkt auf der Stadt- und damit auf der ehemaligen Staatsgrenze. Aber zu sehen war eben einfach nur Wald.

Stammbahn ohne Gleise

Das Wetter übrigens war grandios. Morgens wolkenloser Himmel, viel Sonne. Und wir waren zeitig genug unterwegs um noch etliche Raureifkunstwerke zu sehen.

Es war aber auch zu sehen, daß dieser Winter sonst eigentlich eher ein Frühling ist.

Alles in allem: Schöne kleine Wanderung (die eigentlich mehr ein langer Spaziergang war). Die Wegbeschreibung habe ich dort gefunden: Auf Försters Wegen, und die angegebenen 2,5 Stunden haben wir nur gebraucht, weil wir viel fotografiert und dann auch noch eine Mittagspause gemacht haben.

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2 Kommentare

  1. Otti

     /  16. Januar 2012

    Das Raureiffoto ist super geworden.

    Antwort
  1. In Bewegung « Hier und da

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