Winter

Nachdem der Januar ja schon sehr frühlingshaft war, haben wir jetzt seit zwei Wochen tatsächlich sowas wie Winter. Zumindest ist es kalt. Seeeehr kalt. Nur das mit dem Schnee…. eigentlich waren es bis gestern  ja nur Eiskristalle, viel zu klein und viel zu trocken um sich irgendwo festzuhalten, so daß sie von Bäumen und Dächern ziemlich schnell runtergepustet werden. Und auch so klein und so wenig, daß nicht mal die Wiesen weiß werden. Also: es ist alles eher nur weiß gepudert.

Aber: die Sonne scheint, und das allein ist Grund genug, um draußen unterwegs zu sein. Wandern darf (sollte) ich ja nicht, also gab es gestern nur ein paar Spaziergänge. Der Spaziergang entlang des Spreeufers ergab sich relativ spontan. Gleich am Anfang gab es eine ganze Menge Wassergeflügel.

So viele Bläßhühner auf einmal hab ich vorher noch nie gesehen. Sie machen komische Geräusche. Und richten sich sehr hoch auf, wenn sie sich streiten. Und wenn jemand kommt der aussieht als würde er was zu fressen spendieren, sind sie ganz schnell raus aus dem Wasser.

Und Enten sind fotoscheu.

Dann gings weiter am Molecular Man, der zwar von so nahem durchaus beeindruckend ist, vom linken Ufer aus keinen adäquaten Hintergrund hat, so daß ich ihn nicht fotografiert habe. Aber kurz danach gab es dann einen tollen Blick auf die Oberbaumbrücke. Mit U-Bahn.

Das weiße ist übrigens die Spree. Da auf ihr ja kein Gras wächst, gibt es da tatsächlich eine durchgängig weiße Schneedecke.

Am Nachmittag ging es dann zur Rummelsburger Bucht. Die ist letztes Jahr schon sehr schön zugefroren und Schwesterherz hatte Dienstag die Idee, wir könnten ja am Wochenende mal gucken, wie sie zufriert. Nunja, sie war schon komplett zugefroren.

Und da schon so viele Menschen dort unterwegs waren haben wir beschloßen, daß das wohl nicht mehr gefährlich ist und sind auch mal übers Wasser gelaufen. Und dort draußen dann, so mitten auf dem Eis, da stellte sich dann das richtige Wintergefühl ein: rundrum weiß.

Ganz toll auch: Wenn man durch diese Eiskristalle schlurft wie durch Herbstlaub, dann knistert und raschelt es. Ziemlich laut sogar. Nicht ganz so toll, weil etwas unheimlich, waren die Geräusche, die das Eis ab ca. der Hälfte der Bucht machte. Anfangs haben wir sie noch der Musik zugeordnet, die dort zu hören war, aber irgendwann war dann klar, daß es wohl doch vom Eis war. Aber inzwischen hatte sich der Himmel im Westen (also da, wo die Sonne stand) ziemlich zugezogen und es war kalt geworden also haben wir uns (nach einem Foto von Heizkraftwerk und Zementwerk) auf den Rückweg gemacht.

Am Abend meinte meine rechte Ferse, es wäre ihr zu viel gewesen. Mimose.

Tja. Und heute gab es dann Watteschnee.

Und einen Spaziergang durch den Volkspark Friedrichshain.

Ohne Sonne. Dafür mit permanentem Schneefall. Aber eben nur so Watte. So richtiger Schnee ist das noch nicht. Skilanglauf geht immer noch nicht. Und gerodelt wird eher auf dem Gras als auf dem Schnee.

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Ein Kommentar

  1. Otti

     /  5. Februar 2012

    Das sieht nicht wie Watte, sondern wie Badeschaum aus. Finde ich zumindest.
    Diese Massen an Blässhühner habe ich damals Treptower Park auch gesehen. Ich denke die sammeln sich da, weil dort das Wasser lange frei bleibt. Außerdem werden sie gefüttert.

    Antwort

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