Wrocław / Breslau

Unser nächster Stop auf dem Weg in den Winterurlaub war Breslau. Hier haben wir übernachtet, so daß wir recht viel Zeit hatten, uns die Stadt anzusehen.

Gleich abends noch waren wir auf der Dominsel. Breslau hat übrigens viele Inseln. Die Oder hat sich da, wo später Breslau entstand ähnlich aufgefächert wie die Spree in Berlin. Dazu kommen noch ein paar Kanäle und so und alles zusammen ergibt dann viele Inseln und Brücken. Stadtbesichtigung per Kanu soll auch toll sein in Breslau. Als wir da waren ging das nicht, da war das Wasser größtenteils zugefroren.

Zurück zur Dominsel. Die ist, wie ich jetzt feststelle, gar keine Insel mehr, heißt aber noch so. Und hier (und auf den Nachbarinseln) findet man neben dem Dom noch ein paar andere Kirchen. Und alte Gebäude.

Dominsel - Blick auf den Dom

In Polen und Tschechien war überall noch die Weihnachtsdeko. Auf der Dominsel stand dieses schöne Exemplar von Weihnachtsbaum.

moderner Weihnachtsbaum

Und dann haben wir auf dem Rückweg zum Hotel schon mal einen Blick auf die Universität / Bibliothek geworfen.

Blick auf die Bibliothek/ Universität

Am nächsten Tag standen dann die Universität und die Altstadt auf dem Plan bevor es mit dem Zug weitergehen sollte. Für die Universität waren wir etwas zu zeitig. Sie ist erst ab 10 Uhr zu besichtigen, so daß wir Frühaufsteher schon mal eine kleine Runde durch die Altstadt gedreht haben. Dann aber. Der große (historische) Hörsaal (Aula Leopoldina) und der Mathematische Turm waren zur Besichtigung freigegeben (die Uni ist an der Stelle irgendwie auch Museum. Man muß Eintritt zahlen, je nachdem was man sich ansehen will.)

Die Aula Leopoldina ist …. beieindruckend. Wände und Decken komplett ausgemalt.

Aula Leopoldina

Rechts und Links der Fenster Porträts von Wissenschaftlern, zwischen den Fenstern die Bildnisse von Persönlichkeiten, die auf die Universität Einfluß ausgeübt haben (unter anderem der Alte Fritz.)

Wandgestaltung Aula Leopoldina

Und im vorderen Bereich auch noch diverse Skulpturen. Hier mal die Herrschaften in der Mitte.

Aula Leopoldina - Detail

Auch das Treppenhaus hoch zum Hörsaal war reichlich ausgeschmückt. Weiter nach oben zum Mathematischen Turm nahm das mehr und mehr ab. Erst verschwand die Deckenbemalung. Dann wurden auch Treppe und Treppengeländer deutlich einfacher – statt Marmor (?) nur noch Holz.
Und dann begrüßte uns der Museumswärter für den Mathematischen Turm. Und überschüttete uns gleich mit jeder Menge Informationen, auf polnisch, was leider keiner von uns verstand. Das war uns wohl anzusehen und so nach und nach wechselte er ins Deutsche über, was er wirklich gut beherrschte. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit, er hätte uns sicherlich noch jede Menge interessantes über die Universität erzählen können. Wir konzentrierten uns dann doch nur auf den Blick von oben runter.

Blick auf Breslau vom Mathematischen Turm

Blick auf Breslau vom Mathematischen Turm

Aber den 17.  Längengrad, den hab ich mir noch angesehen – und fotografiert (und die Holzbretter wurden extra für mich noch weggeklappt).

17. Längengrad

Danach ging es dann wieder in die Altstadt, genauer Richtung Großer Ring und Rathaus. Zuallererst fiel hier der Weihnachtsbaum auf.

Weihnachtsbaum

Und dann die ganze Anlage an sich.

Großer Ring - Südseite

Und dann das Rathaus (hier die eher selten gezeigte Rückseite).

Rathaus Breslau

Das Rathaus lohnt einer näheren Betrachtung. An der Fassade finden sich viele figürliche Darstellungen, die ich hier aber wegen mangelhafter Fotoqualität nicht zeige (es war kein Fotowetter!).

Nachdem wir den Ring einmal fast umrundet hatten, sind wir – als Höhentraining – noch schnell zur „Brücke der Büßerinnen“ der Magdalenenkirche hochgestiegen. Das ist die Brücke zwischen den beiden Kirchentürmen – leider habe ich nicht herausfinden können, warum sie so heißt.

Tja, und danach ging es dann schon zum Bahnhof. Es war schon fast 12, wir mußten noch was zu Mittag essen – und dann rechtzeitig den richtigen Zug finden. Das Finden hat geklappt. Rechtzeitig waren wir nicht. In Polen waren Winterferien und der kleine Nahverkehrszug war voll mit Kinder-/Jugendgruppen auf dem Weg in die Skiferien. Aber nach und nach haben wir dann doch noch alle einen Sitzplatz gefunden.

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6 Kommentare

  1. Otti

     /  14. Februar 2013

    Sehr schön. Da bin ich mal gespannt auf die Fortsetzung.

    Antwort
  2. Sehr schöne Zusammenfassung. Wir haben das auch fast alles genauso erlebt. Zwei Winter vorher, nur das weniger Schnee lag. Dabei entstand unter anderem dieser Blick auf den Rynek: http://panoramastreetline.com/rynek-northside-wroclaw-poland-P339
    Ich würde auf jeden Fall nochmal nach Breslau fahren.

    Antwort
  3. Klimatisch wirkt es ganz schön ungemütlich mit dem grauen Himmel und dem Schnee.

    Antwort
    • Naja, Winter eben. Schnee und kalt ist auch eher von Vorteil, wenn man in den Skiurlaub fährt (und das war unser eigentliches Ziel).

      Antwort
  1. Wrocław / Breslau | Stories & Places
  2. Nachtrag: Winterurlaub 2013 | Hier und da

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