Neuseeland – Coromandel Peninsula (1)

Coromandel-Halbinsel

Unsere erste Station im richtigen Neuseeland  war die Coromandel-Halbinsel (für Neuseeländer ist Auckland nicht wirklich Neuseeland). Die Fahrt von Auckland dorthin war eher unspektakulär: sanfte Hügel, weite Grünflächen, dazwischen ein paar Bäume. Erstaunlich wenig Schafe, erstaunlich viele Kühe.

Die Halbinsel selbst ist bewaldet. Und wie! Wunderbar zum Wandern. Und genau das ist unser erstes Ziel. Der Kauaeranga Kauri Trail um genau zu sein (ohne Pinnacles Hut). Das Wetter ist schön. Warm genug für kurze Hosen und T-Shirt. Sonnig.  Blauer Himmel. Und der Wald ist toll. Grün! Dicht! Aber hell! Mit Palmen. Und Baumfarnen. Und Pflanzen die auf Baumstämmen wachsen (also richtigen Pflanzen, nicht nur Moos und Efeu). Und feucht. Und das macht die Sache dann doch recht anstrengend, den schwitzen bringt nicht viel, wenn der Schweiß wegen hoher Luftfeuchtigkeit und fehlendem Wind (dichter Wald – wir erinnern uns) nicht verdunsten kann. Man fühlt sich nur schnell sehr klebrig. Aber der Weg ist toll. Anfangs können noch zwei nebeneinander laufen. Sobald es bergan geht (und das ist recht bald), wird er schmaler. Steiniger. An einigen Stellen gibt es regelrechte Steinstufen.

Coromandel-Halbinsel  Coromandel-Halbinsel

Und dann ist der Weg auch so steil, daß man recht bald recht hoch ist. Und  die Hänge sind hier so steil, daß man sogar mal Ausblick hat (weil nicht zugewachsen). Und ein bißchen Luftbewegung gibt es hier auch (deswegen genieße ich den Ausblick noch ein wenig länger).

Coromandel-Halbinsel

Und dann gibt es noch Sonnentau zu bewundern, der so klein ist, daß man ganz genau hinsehen muß um ihn als solchen zu erkennen, was hier auf dem Foto dank Makro und fehlendem Größenvergleich gar nicht auffällt.

Coromandel-Halbinsel - Sonnentau

Mittagspause ist dann ca. 100m nachdem ich feststellte, daß ich jetzt wirklich erstmal dringend was essen muß, bevor ich weiterlaufen kann. Das find ich amüsant, ging es mir doch während des Skiurlaubs zum Jahreswechsel immer ganz genauso (hier hatte es wohl die Ansage gegeben, daß nicht mehr weit bis Pause, da ich ja aber ziemlich hinterher hing, hatte ich das nicht mitbekommen).

Coromandel-Halbinsel

Wir sehen die ersten Kauris – oder zumindest die Reste davon. Früher standen hier viele davon bis man sie zwecks Holzverwendung aus dem Wald geholt hat. Weil das wegen ihrer Größe nicht ganz so einfach war,  hat man Schienen verlegt. Ein paar davon liegen heute noch rum. Mich verwundert vor allem, wie gut die Schrauben noch aussahen.

Coromandel-Halbinsel - Toter Kauri

Neben den Schienen lege ich einen spektakulären Sturz hin. Mit dem linken Fuß umgeknickt oder so, den rechten Fuß schnell vorziehen wollen, dabei aber mit dem Absatz (Bergstiefel haben Absatz) am Stein hängen bleiben und somit absolut unkontrolliert stürzen. Das fühlt sich nicht gut an. Die Stelle ist auch nicht unbedingt die beste, um eine Rückwärtsrolle zu machen. Eigentlich. Es sah wohl auch verdammt gefährlich aus, der dicke Rucksack hat aber Rücken und Kopf geschützt, so daß ich letztlich lediglich eine Schürfwunde am linken Schienbein davon trage. Und einen tierischen Muskelkater im linken Oberschenkel am nächsten Tag. Glück gehabt. Für den restlichen Weg lasse ich mich dann auch zu den Trekkingstöcken überreden. Ich bin doch verdammt zittrig auf den Beinen, da helfen die.
Nur auf dem Hängebrücke zum Abschluß der Wanderung, da sind sie etwas hinderlich.

Coromandel-Halbinsel  Coromandel-Halbinsel

Übernachtet haben wir dann auf einem Campingplatz fast mitten im Wald. Bei der Wanderung war uns schon der Krach der Zikaden aufgefallen. Die gab es auf dem Campingplatz auch. Abends wurde es dann kurz still, bevor die Grillen übernahmen. Ich hab die Nacht mit Ohropax geschlafen – mir war das zu laut.

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2 Kommentare

  1. Oho, die Hängebrücke. Nix für Schisser 😉

    Antwort
  2. Otti

     /  20. Mai 2014

    Tja, Natur muss man mögen und die selbige kann schon verdammt laut sein. 😉

    Antwort

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