Lichtgrenze

Eigentlich wollten wir ja nur mal gucken. Und ein paar Fotos machen. Im Endeffekt sind wir dann ca. zwei drittel der Strecke abgelaufen.

Anläßlich des 25. Jahrestages des Falls der Mauer wurden im Berliner Zentrum auf einer Länge von 15 Kilometern entlang der ehemaligen Grenze beleuchtete Ballons aufgestellt. Drei Tage (Freitag bis Sonntag) standen sie, am Sonntag Abend wurden sie (unbeleuchtet) fliegen gelassen.

Was mich beim Entlanglaufen am meisten beeindruckt hat: die Ruhe. Wo die Grenze entlang einer Straße verlief war diese fast immer für den Autoverkehr gesperrt, in den Parks waren sowieso keine Autos zu hören. Es waren wirklich viele Menschen unterwegs – und (fast) alle unterhielten sich nur leise. Ausnahmen waren natürlich die Orte, wo die Leinwände standen, am Brandenburger Tor, und am Potsdamer Platz ist schon Weihnachtsrummel (Wintermarkt genannt, oder so). Ansonsten aber war trotz der Menge an Menschen nur Gemurmel zu hören. Faszinierend.

Jetzt aber zu den Fotos. Angefangen haben wir mit dem Mauerpark, an der Bernauer Straße beginnend.

Lichtgrenze Mauerpark

Blick von der Behmstraßenbrücke Richtung Bösebrücke/Bornholmer Straße.

Lichtgrenze Behmstraßenbrücke

Auf der Bösebrücke waren zwar ganz sicher keine 20tausend, aber es war voll genug. Zumindest auf dem Fußweg, die Fahrspuren wurden da noch freigehalten.

Lichtgrenze Bösebrücke

Blick zurück Richtung Stadtzentrum.

Lichtgrenze Bösebrücke Richtung Zentrum

Dann ging es mit der S-Bahn zur Friedrichstraße und von dort zu Fuß weiter.

Lichtgrenze Regierungsviertel

Am Brandenburger Tor wurde für die Show am Sonntag geprobt (auf der anderen Seite).

Lichtgrenze Brandenburger Tor

IMG_8994-001

Und weil wir nun schon mal unterwegs waren, sind wir einfach weiter gelaufen.

Lichtgrenze Ebertstraße

An der Topografie des Terrors vorbei, wo die Lichtgrenze direkt an ein Stück alte Mauer anschloss – und dran vorbei führte.

Lichtgrenze Topografie

Und weiter.

Lichtgrenze Zimmerstraße

Am Checkpoint Charlie vorbei

Lichtgrenze Checkpoint

In der Kommandantenstraße gab es Pflasterstreifenmauermarkierung und Lichtgrenze und Mond fast direkt übereinandert.

Lichtgrenze Kommandantenstraße

Dieses Stück Brache wird auch demnächst bebaut werden, die Tafeln stehen schon.

Lichtgrenze Brache

Hier links wurde schon gebaut (wie eigentlich fast überall entlang der Strecke).

Lichtgrenze Sebastianstraße

Der Luisenstädtische Kanal war erst Kanal, dann zugeschüttet, dann Sperrgebiet/Mauerstandort und ist jetzt Grünanlage.

Lichtgrenze Luisenstädtischer Kanal

Schließlich ging es den Bethaniendamm entlang – das ziiiiiiiieht sich.

Lichtgrenze Bethaniendamm

Und nach einer Links-Rechts-Kombination ist man an der Eastside Gallery. Auch die ziiiiieht sich (man kann den weißen Streifen der Ballons ja recht gut sehen).

Lichtgrenze Easstside Gallery

An der Oberbaumbrücke war dann Party, wie immer. Ich halte es auch nicht für Zufall, daß hier mehr Ballons kaputt waren als sonst auf der Strecke.

Lichtgrenze Oberbaumbrücke

Die noch fehlenden ca. 5 Kilometer ist das Schwesterherz dann am Sonntag noch abgelaufen. Ich wollte nicht. Beim Steigenlassen der Ballons war ich aber wieder dabei – und ein wenig entrüstet, daß außer mir noch viele andere auf die Idee gekommen sind, sich wegen des guten Blicks dafür auf die Behmstraßenbrücke zu stellen. Aber ich habe noch einen Platz in der ersten Reihe ergattern können. Kurz danach kam der Autoverkehr hinter uns völlig zum Erliegen. Am anderen Ende der Brücke (dort, wo die Lichtgrenze über die Straße führte) waren wohl noch viel mehr Menschen.

Die ersten Ballons fliegen:

Lichtgrenze Ballonflug 1

Ja, unbeleuchtete grauweiße Ballons vor graudunklem Nachthimmel zu fotografieren ist nicht leicht. Hier noch ein Versuch mit Blick Richtung Prenzlauer Berg:

Lichtgrenze Ballonflug 2

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Ein Kommentar

  1. Otti

     /  14. November 2014

    Und voll war es. Mal mehr und mal weniger und das so gegen 23 Uhr.

    Antwort

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