19. Dezember

Wetter: grau, anfangs auch nebelig, trocken, kalt

Endspurt, die letzten Arbeitstage in diesem Jahr. Die Kollegen, die uns zum Jahresende verlassen, geben ihren Ausstand. Heute gab es da zur Abwechslung mal Onigiri. Das sind japanische Reisbällchen (naja, eher Dreiecke, und auch etwas zu groß für -chen) mit Algenpapier drumrum und Füllung innendrin. Und was die Kollegin da alles für Füllungen mitgebracht hatte – klang alles sehr spannend und interessant. Dummerweise hatten wir vorher schon Mittag gegessen. Ein Onigiri, meinte sie, ist ein guter Snack, zwei schon fast eine Mahlzeit, und wenn man vorher schon eine Mahlzeit hatte, dann sind zwei verdammt viel. Aber sehr lecker. Dazu gab es Kinderpunsch, denn für alle die Kollegen die aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht zu abendlichen Weihnachtsfeiern kommen können, haben wir uns auf einen Punsch in der Teeküche getroffen.

 

Bei das nuf den Text über das Lesen gelesen. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich meinen Leseausweis bekommen hatte, dritte Klasse vielleicht? Meine Kinderbibliothek hat damals sogar noch Schallplatten verliehen und es gab mehrere Plattenspieler mit so lustigen Hörern um in die Platten schon mal rein zu hören. Zu der Zeit allerdings habe ich mich noch nicht für Musik interessiert. In den Büchern hinten steckten Karteikarten im A6-Format, die die Bibliothekarinnen raus nahmen und in die „Leser-Akte“ (so wie die Patientenakte beim Arzt (so er noch mit Papier arbeitet) nur schmaler) steckten. Das Ausleihdatum bekam man auf seinen Leserausweis gestempelt, glaube ich.

In der Erwachsenen-Bibliothek, in die ich dann wechselte als ich aus den Jugendbüchern rausgewachsen war, gab es schon richtig Technik beim Ausleihen: mit einem einem Microfiche-Gerät wurde jedes einzelne Buch zusammen mit dem Leserausweis und einer  Lochkarte fotografiert. Und dann verlassen mich die Erinnerungen. Ich weiß nicht mehr, ob man diese Lochkarte mitbekam oder nur einen extra Zettel auf den das Rückgabedatum gedruckt war. Früher war es mal in das Buch gestempelt worden, das sah man bei den Büchern noch, genutzt wurde das aber nicht mehr als ich dort Bücher ausgeliehen habe.

Und ja, ich habe auch viel gelesen. Für „die ganze Bibliothek“ war auch die Kinderbibliothek zu groß. Aber meine Eltern überlegten wohl zwischenzeitlich, mir das Lesen zu verbieten, weil ich kaum noch ansprechbar war und nichts anderes mehr sah. Heute lese ich nicht mehr so viel, komme irgendwie nicht dazu und bin immer ganz erstaunt, wie viel andere so lesen.

 

Heute in den Adventskalendern: rasante Schlittschuhfahrer (statt der eher statischen Eishockeyspieler) und eine Teekanne

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