WMDEDGT – Januar

Es ist der 5. des Monats und Frau Brüllen fragt wieder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Um 6:20 klingelt der Wecker, weil um 7 wieder ein Physiotherapietermin ansteht. 10 Minuten später stehe ich schon auf (am Dienstag waren die Zeiten die gleichen, da habe ich habe im Halbschlaf immer wieder die Schlummertaste gedrückt bis ich dann 9 vor 7 mal auf die Uhr gesehen habe. Ich kann tatsächlich innerhalb von 4 Minuten aufstehen und mich komplett fertig anziehen um die Wohnung zu verlassen. Wohlweislich hatte ich am Vorabend alles schon vorbereitet). Bad, dann Küche, feststellen, daß es geschneit hat und Tee für unterwegs und die Äpfel für den Nachmittag fertig machen. Ich ziehe gerade die Schuhe an, da ruft die Physiotherapeutin an, daß ich auch später kommen könnte, weil die Folgetermine abgesagt haben. Das ist nett, brauch ich aber nu nich. Durch den zeitigen Termin bin ich hinterher deutlich früher als sonst an der Straßenbahnhaltestelle. Um die Zeit ist die Straßenbahn noch richtig voll und ich entscheide mich, die Strecke bis zu S-Bahn zu laufen. Ich hab noch Zeit und somit gleich ein bißchen Bewegung. Daß mich dann innerhalb kurzer Zeit noch zwei Straßenbahnen überholen – geschenkt. Beim Bäcker an der S-Bahn ein Franzbrötchen für das Frühstück gekauft und in der S-Bahn dann gefrühstückt.

Auf dem Weg von der S-Bahn zum Büro treffe ich einen Kollegen, der sein mürrisches Gesicht damit erklärt, daß er sich wohl den Magen verdorben hat und gerade überlegt, ob er jetzt kotzt oder nicht. Versuche, ihn durch ein Gespräch abzulenken. Er kotzt nicht, ob es jetzt am Gespräch lag, weiß ich aber nicht.

Im Laufe des Vormittags dann zwei Dokumente fertig gestellt mit denen ich mich schwer tue (neues Thema, schlecht dokumentiert), aber kurz vor der Mittagspause bin ich fertig. In der Kantine entscheide ich mich für das „chinesische“ Essen, zu dem es (natürlich) einen Glückskeks gibt. „Jetzt ist die richtige Zeit, um neue Freunde zu finden.“ – okeeee. Große Runde nach dem Essen, leider ist es inzwischen ziemlich wolkig, so daß wir nicht die ganze Zeit Sonne haben. Und ohne Sonne ist es verdammt kalt.

Danach warte ich eigentlich auf das OK, daß ich endlich mit einer Aufgabe anfangen kann, stattdessen bekomme ich von anderer Seite die Frage, ob ich denn das Dokument XY schon erstellt habe (so ähnlich, wie die anderen beiden, aber anders). Habe ich nicht, und mir fällt auch auf, daß auch Dokument EF und Dokument KL noch fehlen. Also mache ich die auch noch fertig. Vor allem das letzte hat es verdammt in sich: zig Zeichenketten vergleichen und Zeilennummern rausschreiben aus zwei Dokumenten. Sooo anstrengend. Danach bin ich richtig durch, mag nicht mal mehr Musik hören, die sonst oft hilft. Schokolade hätte wahrscheinlich geholfen, aber Schokolade habe ich nicht mehr da und das Büro, in dem es welche gibt ist schon zu. Also beschließe ich Feierabend zu machen. Da ist es dann kurz vor 5.

In der S-Bahn auf dem Heimweg bewundere ich den Steppke mir gegenüber, der kaum daß er irgendwie auf dem Sitz hängt sofort schläft. Auch das Mädchen neben mir schnarcht recht bald. Ich bin zwar auch hundemüde, schlafe aber nicht ein. Ich hab allerdings auch keinen Papa dabei, der Spuckefäden wegwischt und mich weckt, wenn ich aussteigen muß. So mache ich nur die Augen zu, hilft auch ein wenig.

Und weil die zweite S-Bahn kaum beheizt ist und ja auch schön Schnee liegt, steige ich mal wieder zwei Stationen früher aus und gehe den Rest zu Fuß. Und zu Hause angekommen gehe ich gleich noch mal los, um endlich die Altkleider zum Container zu bringen (und mache noch schöne Drecktapsen im Flur). Danach bin ich müde, durchgefroren, hungrig. Also gibt es erstmal was zu essen, dann gehe ich unter die heiße Dusche (und bedaure mal wieder sehr, daß ich keine Badewanne habe) und nun sitze ich in Decke gewickelt auf dem Sofa. Aber vermutlich nicht mehr lange, ich bin so müde, daß Lesen wohl nichts mehr bringt.

Zusatzmaterial (weil ich zu müde bin um das schlüssig im Text oben unter zu bringen): Nachmittags, während einer Teepause, gibt es einen ordentlichen Schneesturm. Also für Berliner Verhältnisse. Es fällt Schnee und ist ordentlich windig. Allerdings nicht lang, so daß der Schnee immer noch nicht zum Skilaufen reicht.

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2 Kommentare

  1. Otti

     /  5. Januar 2017

    Wenn er doch gekotz hätte, hättest du überlegen müssen ob es jetzt an dir oder wirklich an seinem Magen liegt. 😉

    Antwort

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