Winterwanderung im Berliner Norden

Am Freitag habe ich begonnen, die Fotos vom letzten Jahr auszusortieren und dabei festgestellt, daß ich im ersten Halbjahr richtig viel wandern war, danach aber nicht mehr. Kurz nach dieser Feststellung bekam ich eine Einladung: Willst du am Sonntag mit wandern kommen? Kurz nachgesehen, was die Wettervorhersage sagt (zwischenzeitlich war mal mit Schneeregen und Regen für Sonntag gedroht worden) und dann zugesagt.

Sonntag früh dann war ich um 7 schlagartig wach, warum auch immer. Das war ziemlich ärgerlich, denn diesmal mußte ich erst um 10 losgehen, da wir in Berlin bleiben wollten. Und um 7 ist es noch echt duster! Ich habe dann noch eine Stunde lang versucht wieder einzuschlafen bis ich aufgegeben habe und aufgestanden bin. Und dann hab ich so rumgetrödelt, daß ich aufpassen mußte nicht zu spät loszugehen.

Wenn man vom U-Bahnhof Alt-Tegel zum Tegeler See läuft und beim Erreichen des Ufers rechts (nach Norden) abbiegt, ist man ganz schnell im Wald (und kommt am ältesten Baum Berlins vorbei, der dort ein paar Meter vom Uferweg entfernt steht). Und wenn man dann grob immer dem Seeufer folgt, hat man auch immer wieder schöne Blicke auf und über den See.

Winterseeufer mit Schwan

Winterseeufer

Winterseeufer

Winterseeufer

Bis man dann Tegelort erreicht. Man  hat immer noch Blick aufs Wasser, läuft aber an Häusern entlang. An der Fähre zwischen Tegelort und Hakenfelde gibt es nicht nur Stockenten, sondern auch ein Mandarinentenpaar.

Stockenten mit Mandarinente

Nach erreichen des anderen Ufers überquert man einen Kanal, und beim nachträglichen Blick auf die Karte (ich bin ja nur mitgewandert), habe ich festgestellt, daß ich vermutlich auf diesem Kanal mal das Wanderrudern ausprobierte (da war es aber deutlich wärmer). Er heißt Aalemannkanal, und ja, er ist da hinten einfach zu Ende.

Aalemannkanal

Ab hier wird es mehr und mehr städtisch. Erst an Wochenendhaussiedlungen vorbei, dann an großen Wohnhäusern. Zwischendurch auch immer mal wieder an Industrieruinen, wie zum Beispiel an dieser hier.

Industrieruine

Sie ist übrigens voll leer.

voll leer

Und nach 14 Kilometern ist man dann an der Spandauer Altstadt angekommen. Wir sind noch ins Brauhaus Spandau eingekehrt. Da das Wetter jetzt nicht unbedingt dazu einlud, lange Pause zu machen, haben wir eben erst hier Mittag gegessen. Zur besten Kuchenzeit. Egal.

Wunderbar war es. (Und daß ich danach so müde war, schiebe ich einfach mal aufs frühe Wachwerden.)

 

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4 Kommentare

  1. Also waren wir beide gerade in Tegel, als wir telefoniert haben? 😉

    Dann bist du ja doch mal die Strecke nach der Sechserbrücke weitergelaufen. Sieht wirklich nett aus, muss ich auch mal machen.

    Antwort
    • Neee, da war ich schon in Spandau. Ja, der Weg bis Tegelort ist wirklich schön. Danach – naja. Also wenn man auf Industrieruinen steht, hat man auf dem Spandauer Abschnitt auch noch mal schön was zu gucken. Und Wasser war ja fast die ganze Zeit.

      Antwort
      • Das wäre auch ein sehr großer Zufall gewesen. Okay, nee, für Industrieruinen hab ich jetzt nicht soooo viel übrig, aber bis Tegelort mach ich dann mal. Aber erst, wenn’s wieder wärmer ist. Brr.

  2. Otti

     /  11. Januar 2017

    Das sieht ja richtig idyllisch aus. Ich finde es immer faszinierend das es in Berlin so viele Ecken gibt wo man das Gefühl hat nicht in einer Hauptstadt zu sein.

    Antwort

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