Winterwandern in der Märkischen Schweiz (12 von 12 mit Bonusfotos)

Oder: Der Tag, an dem mir 15km vorkamen wie 40

Oder: Eigentlich war Sonne angesagt

Oder: Achtsam Wandern

 

Mein Tag heute startete sehr früh für einen Sonntag (beim dem Foto war ich schon in der Küche angekommen, der Wecker hatte 13 Minuten früher geklingelt).

Küchenradio

Sonntag ist (ziemlich oft) Wandertag. Und diesmal ging es in die Märkische Schweiz. Da fährt man was länger, also muß man zeitig aufstehen. 9:15 haben wir uns am Bahnhof Lichtenberg getroffen, dann sind wir mit der Regionalbahn bis Müncheberg gefahren und von dort dann mit dem Bus nach Buckow. Fotos gibt es davon nicht, denn ich habe noch halb geschlafen. Das Gespräch mit dem Busfahrer beim Umsteigen habe ich aber mitbekommen. Man weiß ja nie, wie die drauf sind, also hat unser Häuptling erklärt: Wir sind eine Gruppe von 14 Leuten mit 3 Brandenburg-Berlin-Tickets und fing dabei an, sein Ticket rauszuholen. Reaktion des Buchfahrers: „Wollnse mir dir jetzt wirklich alle zeigen?“ Hammwa dann nich, sondern sind auf seinen Wink hin einfach alle eingestiegen.

In Buckow sind wir an der Jugendherberge ausgestiegen und dann dem Panoramaweg gefolgt. Da dauert es nicht lang, und man hat einen Blick auf den Schermützelsee.

Schermützelsee

Der Weg hat es in sich, es geht beständig hoch und runter.

Panoramaweg

Zusätzliche Herausforderung auf der Strecke: eisige Wege. In der Stadt ist der Schnee ja fast komplett verschwunden, hier lag er noch im Wald rum und in Form von Eis auch auf den Wegen. Folge: Wir haben uns kaum unterhalten, sondern sind sehr aufmerksam gelaufen. Achtsames Wandern eben. Wer da nicht ganz im Hier-und-Jetzt war, lief Gefahr, sich ordentlich hinzulegen. Meine Sturzbilanz der gesamten Wanderung: ein mal hingesetzt, zwei mal hingekniet (vorher mit den Händen abgefangen), immer dann, wenn ich der Meinung war, ich könnte auch problemlos über total vereiste Flächen gehen. Und nicht daran gedacht habe, den Pinguin zu machen (sehr kleine Schritte, funktioniert übrigens tatsächlich noch besser, wenn man die Arme an den Körper anlegt und die Hände abgewinkelt hält, wie Pinguin eben).

Zurück zur Wanderung.

Weg aus Eis

In der Märkischen Schweiz gibt es nicht nur viele Berge, sondern auch nicht wenig Wasser (hier in Kombination).

Märkische Schweiz

Da, wo das Wasser fließt oder fällt, entstehen manchmal besondere Kunstwerke, die mich sehr fasziniert haben.

Eiskunst

Nach gerade mal etwas mehr als 6 Kilometern haben wir Mittagspause gemacht. Ich war froh drum, denn ich hatte schon mächtig Hunger. Ausgewählt haben wir dazu spontan einen Platz mit sehr viel Moos – wobei wir uns natürlich in das schneefreie Moos gesetzt haben.

Moos im Schnee

Frisch gestärkt (und ein wenig durchgefrohren, den es waren nur -3°C), ging es weiter und wir kamen an regelrechten Schneefeldern vorbei.

Schneefelder

Und an einem angefangenen Schneemann.

Schneemann?

Danach sind wir an der Wolfsschlucht vorbei gewandert.

Blick in die Wolfsschlucht

Der Weg auch hier vereist.

Eisweg

Und schließlich standen wir auf dem Dachsberg, von dem man bei guten Wetter bestimmt einen fantastischen Blick hat. Naja, wir haben auch was gesehen.

Blick vom Dachsberg

Wer oben ist darf auch wieder runter und zum Beweis, das wir auch zwischendurch tatsächlich ganz unten waren: der große Tornowsee.

Großer Tornowsee

Diesmal bin ich auch aufs Eis gegangen, das war nämlich definitiv dick genug.

auf dem Eis

Danach haben wir frische Biberspuren bewundert.

Baumeister Biber

Und ein Weilchen später gab es noch mal Eiskunst zu bewundern.

img_3968

Es gab auch Eis in filigran.

Eiskristalle

Und dann waren wir ziemlich bald am Ende der Wanderung angelangt. In Buckow im Strandcafe haben wir uns wieder aufgewärmt. Dort gibt es gute dunkle heiße Schokolade und fantastische Torten. Dann brachte uns der Bus zurück nach Müncheberg und von dort der Zug nach Lichtenberg und um 6 war ich wieder zu Hause.

Damit ich die Anzahl der Bilder um exakt 50% überziehe noch ein letztes Bild aus Buckow.

img_3974

 

Und nächstes Mal bleibt es bei 12 Fotos. Obwohl, das ist wieder ein Sonntag…

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

 

(Und ehrlich mal: Sommer kann ja jeder.)

 

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2 Kommentare

  1. Otti

     /  13. Februar 2017

    Sieht toll aus, sollte man sich aber vielleicht trotzdem im Sommer mal angucken/erwandern.

    Antwort
  1. Was schön war – KW6 | Hier und da

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