Was schön war – KW9

Aus Gründen habe ich mich bei Xing angemeldet und bin gerade dabei, ein Netzwerk aufzubauen. Wenn ein Kollege aus Braunschweiger Zeiten meine Kontaktanfrage mit „aber gerne doch“ beantwortet, dann fängt der Montag gut an.

Dienstag abend war ich mal wieder aus. Bin mit der U-Bahn hin gefahren, da ist draußen ja nix zu sehen, im Wagon war es auch eher langweilig (in jeder Ecke außer meiner ein Mann, der auf sein Smartphone starte) und irgendwann fiel mir auf, daß ich zwar die ganze Zeit irgendwie vor mich hin gedacht habe, aber schon im nächsten Moment nicht mehr wußte, worüber eigentlich. Sehr tolles Gefühl, völlige Entspannung. Leider war das dann aber vorbei in dem Moment wo es mir aufgefallen war. Die U-Bahn wurde dann auch voller und es gab mehr zu sehen.

Und dann: Bela B. in Sartana – Noch warm und schon Sand drauf. Das Konzert, von dem ich Anfang des Jahres schrieb, das aber eigentlich ein Live-Hörspiel mit musikalische Begleitung war. Und ein riesengroßer Spaß. Das Hörspiel basiert auf dem gleichnamigen Film, einem Spaghettiwestern. Die Handlung ist… zu vernachlässigen. Es kommen viele Menschen auf nichtnatürliche Weise um. Ich weiß nicht, ob es in der Synchronfassung des Films schon so war, die Hörspielfassung besteht gefühlt vor allem aus mehr oder weniger guten Wortspielen, dazu auch noch die Dialoge die auch vorgelesen funktionieren (die arme Peta Devlin muß jeden Abend so tun, als hätte sie keine Ahnung, daß hier jetzt ein Hörspiel inszeniert wird und wer Heiner Brand ist) und Pannen, die mit Humor genommen werden – es gab durchaus viel zu lachen. Sartana wird (natürlich) von Bela B. gesprochen, die weibliche Hauptrolle von Peta Devlin, die anderen Rollen von Stefan Kaminski und Oliver Rohrbeck und zum Teil von den Mitglieder der Band (Smokestack Lightnin’). Geräusche machen alle und das war sehr faszinierend zu beobachten, obwohl ich dafür auf der ganz falschen Seite saß.* Und gesungen wurde auch zwischendurch. Mein Lieblingsdialog des Abends. Bela (als Sartana) hat den Einsatz zum Erschießen der Bösewichte verpaßt und diskutiert mit den anderen, ob nicht noch der Off-Sprecher was sagen müßte, während die ihm versichern, daß er jetzt direkt mit schießen dran ist.
Einer der Band (aka einer der Bösewichte): „Erschieß mich bitte endlich!“
Peta (halblaut): „Das denke ich auch jeden Tag“.
Und nicht zu vergessen: die wunderbaren Kleider von Peta. Naja, und Bela sowieso.

Am Mittwoch war ich dann aber im Schwedischkurs sehr sehr müde. So müde, daß ich am Anfang beim freien Sprechen („Was hast du heute so gemacht“) völlig versagt habe. Wir haben dann früher Schluß gemacht. Und der Lehrer verabschiedete mich mit „Sov gott!“ (schlaf gut).

Am Sonnabend war Frühling, fast schon Frühsommer: strahlender Sonnenschein und richtig warm (bis zu 18°C). Bei mir führte das zu einem akuten Anfall von Putzlust. Und weil ich das höchst selten habe, man so motiviert aber auch viel mehr schafft als ohne, habe ich dem tatsächlich nachgegeben und weite Teile meiner Wohnung auf Vordermann gebracht – was das Schwesterherz überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Aber ich war ja auch noch draußen! 10 Kilometer ungefähr bin ich durch die Stadt gelaufen, war seit Jahren mal wieder auf dem Markt am Kollwitzplatz und auch im Mauerpark. Spannend fand ich den Wechsel zwischen „überlaufen“ und „nichts los / kaum jemand zu sehen“ innerhalb weniger Meter. Die Kollwitzstraße vom Markt bis zur Danziger war voll. Der Markt selber dann gar nicht so (oder zumindest nicht voller als die Kollwitzstraße). In der Wörther Straße  und Knaakstraße (auf den anderen Seiten des Platzes) war fast nix los. Die Oderberger wirkte nicht so voll wie die Kollwitzstraße, obwohl die Tische auf dem Gehweg auch alle voll besetzt waren. Der Mauerpark war voll, klar (ich hörte, daß sei er quasi immer, ich bin da ja so selten), aber schon bald hatte ich die Straßen wieder fast für mich allein und dank geschickter Route auch immer noch viel Sonne, obwohl sie schon wieder recht tief stand. Nur Fotos habe ich irgendwie keine gemacht, obwohl ich das fest vor und auch den Fotoapparat dabei hatte.

 

* Ich habe am Mittwoch gleich mal nachgesehen, ob es nicht woanders noch Karten möglichst weit vorn auf der richtigen Seite gibt – gab es aber nicht. Ich hätte sonst ernsthaft überlegt…

 

Advertisements
Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: