12 von 12 im März

Wieder ein Sonntag, aber diesmal ohne Wanderung, obwohl ich sogar überlegt hatte. Aber dann habe ich mich doch dagegen entschieden, unter anderem, um ausschlafen zu können. Und das mache ich dann auch und stehe erst irgendwann nach 10 auf. Der Himmel ist noch unentschlossen.

Die Tulpen haben über Nacht ihre Blütenblätter dekorativ auf dem Tisch verteilt. Da der Tisch nicht sooo groß ist muß ich sie wegräumen um Platz fürs Frühstück und nach dem Frühstück für die Zeitung zu haben.

Nach Frühstück und Zeitung darf der Staubsauger was tun. Im Bad ist es dringend notwendig und in Küche und Flur liegen auch immer Krümel.

Der Regulator im Wohnzimmer will einmal in der Woche aufgezogen werden. Normalerweise mache ich das am Sonnabend. Es sei denn, ich vergesse es, dann wird es auch schon mal Sonntag.

Dann tüdel ich noch ein bißchen vor mich hin und überlege hin und her und stelle fest, daß meine Ideen nicht so ganz mit dem festen Termin in Einklang zu bringen sind. Also gibt es statt Spaziergang und dann was Essen und dann los, gleich eine Kleinigkeit (weil eigentlich noch gar kein Hunger): Käseknäckebrot mit den letzten Tomaten meiner Balkontomate die im Herbst ans Küchenfenster umgezogen war, weil sie noch so viele grüne Tomaten dran hatte. Da es aber am Küchenfenster im Winter keine direkte Sonne gibt, haben sie lange gebraucht um zu reifen.

Danach gibt es dann einen langen „Spaziergang“ (bei anderen sind 3,7 Kilometer schon eine Wanderung) zum Nächsten Programmpunkt. Das Kino Babylon ist mein Ziel.

Hier gibt es noch eine originale und funktionierende Kinoorgel (die einzige in Deutschland, die noch in dem Saal steht für den sie gebaut wurde). Aus Anlass des Todes seines Orgelbaumeisters Hans Joachim Eichberg zeigt das Kino den Film „Das Geheimnis von Babylon“ über eben diese Orgel. Und natürlich wird vorher und nachher auch auf der Orgel gespielt.

Ich kenne die Orgel ja schon von einer der Fußballmeisterschaften, als das Babylon die Spiele mit Orgelbegleitung zeigte, aber mit dem Wissen über die Technik dahinter, hört man noch mal ganz anders. (Vielen Dank an das Schwesterherz, die darauf aufmerksam wurde und mich fragte, ob ich mitkommen will).

So sieht übrigens der Spieltisch der Orgel aus:

Als Ersatz für die ausgefallene Wanderung bin ich dann auch wieder zu Fuß nach Hause gelaufen.

Die Zierkirschen fangen an zu blühen.

Zu Hause gab es dann einen Tee und noch etwas Hausarbeit: ich habe die nun abgeerntete Tomate runter in die grüne Tonne gebracht und auf dem Rückweg das Kettenfett aus dem Keller geholt. Seit letztem Wochenende quietscht meine Schlafzimmertür. Das tut sie immer im Frühjahr und hört auch wieder auf, diesmal war es aber besonders laut und nervig, so daß ich doch mal etwas dagegen tun wollte. Außerdem habe ich noch den restlichen Müll weggebracht. Dafür muß ich aber nicht runter, sondern eine halbe Etage höher. Eigentlich sind sie inzwischen in Berlin wohl verboten, aber meine Genossenschaft hat eine Ausnahmegenehmigung, und so gibt es sie bei uns noch: die Müllabwurfanlage (auch Müllschlucker genannt):

Dann habe ich noch die Waschmaschine angeschmissen…

 

… und dann gab es Essen und Lesen und Internet aufm Sofa. Jetzt werd ich noch ein paar Vokabeln lernen, und dann geht es ins Bett.

 

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

Und Informationen zur Kinoorgel gibt es hier.

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