Was schön war – KW13

Montag hatte ich noch frei, da ich ja Sonntag erst zurückgekommen war und nach dem Urlaub immer noch mindestens einen Tag frei haben möchte zum sortieren und ankommen. Er fühlte sich dann so ein bißchen an wie Wochenende, nur welcher Wochenendtag war mir nicht ganz klar: einerseits Sonnabend, weil ich ja einkaufen gehen konnte (allerdings nicht auf dem Markt), andererseits Sonntag, weil ich ja am nächsten Tag wieder arbeiten mußte. Diese Wochentagsverwirrung hielt dann den Rest der Arbeitswoche an: Dienstag wirkte wie Montag, Mittwoch wie Dienstag…

Montag noch frei zu haben war auch deswegen schön, weil ich mir als spezielles Souvenir eine Erkältung mitgebracht hatte und mich Montag ziemlich schlapp fühlte. Eigentlich hatte ich ja einiges vor für Montag, aber wir fehlte irgendwie die Kraft und schließlich habe ich fast gar nichts gemacht. Auch schön.

Immerhin: diese Erkältung war tatsächlich nur ein Schnupfen, nix mit Fieber und völlig matt wie all die letzten Male, so daß sie mich nur wenig eingeschränkt hat. Nur auf Schwedisch habe ich verzichtet, um am nächsten Abend zum Abteilungsstammtisch gehen zu können Prioritäten..). Ich bereue die Entscheidung nicht.

Als wir Sonntag ankamen, war die Stadt entgegen meiner Erwartung nicht grüner als beim Abflug. Anfang der Woche begann der Frühling dann aber doch und man kann zusehen, wie alles immer grüner wird.

Die Arbeitswoche begann turbulent, in der einen Woche Abwesenheit ist erstaunlich viel passiert und ich habe ungewöhnlich viele Mails bekommen. Gleich am ersten Tag hatte ich zwei Termine, die ihn komplett ausfüllten und von denen ich bei Urlaubsantritt noch nichts wußte. Das ging Mittwoch so weiter und Donnerstag war der erste Tag, wo ich mal ein bißchen Durchatmen konnte. Das neue Aufgabengebiet hat mir neben viel Input (ich muß das innerhalb von 2,5 Wochen übernehmen, das ist der Übergebende nicht mehr da) ein paar Einblicke beschert, die eher in die Kategorie „gut zu wissen“ als „schön“ gehören. Nunja.

Freitag habe ich zufällig meinen Schwedischlehrer getroffen. Das spontane Gespräch auf schwedisch funktionierte zwar ganz gut (nur, daß ich vergessen hatte, was „erkältet“ heißt), aber irgendwie fühlte ich mich, als würde ich mit Schlittschuhen auf sehr glatten Eis stehen: sehr unsicher. Ich muß dringend mehr für mein Schwedisch tun und vor allem Vokabeln lernen.

Sonnabend war ich relativ spontan in Pankow, um mir aus der dortigen Bibliothek ein Buch auszuleihen. Ja, man kann das innerhalb Berlins auch bestellen, aber das wollte ich nicht. die Bibliothek ist spannend und kurzzeitig dachte ich. „Hier sollte ich öfter herkommen“, dann fiel mir wieder ein, wieviele Bücher zu Hause noch darauf warten, gelesen zu werden und wieviele auf der „will ich mal lesen“-Liste stehen, da brauche ich nicht noch neuen Input.

Wo ich schon mal in Pankow war, habe ich dort auch gleich Mittag gegessen. Kurz hatte ich überlegt, das im Shoppingcenter zu machen in dem ich mich noch nach Schuhen umsehen wollte, dann dachte ich mir aber, daß es in Pankow sicherlich irgendwo möglich ist, draußen zu sitzen und zu essen (was in Centern ja eher selten der Fall ist). Und ich wurde auch fündig, habe schön im Halbschatten gesessen (für die Sonne war ich zu warm angezogen) jemanden aus dem Schwedischkurs getroffen und gut gegessen (dann aber ewig vor dem leeren Teller gesessen und darauf gewartet, daß ein Kellner nahe genug vorbei kommt, daß ich ihm in normaler Lautstärke sagen kann, daß ich gern zahlen will).

Danach bin ich dann zum Schuhe Kaufen gefahren und war tatsächlich erfolgreich. Leider nur ein paar (es hätten gern ein paar mehr sein dürfen), aber immerhin. Schuhe kaufen ist bei mir immer ein Drama. Den Rest des Tages habe ich dann auf dem Balkon verbracht und dort wurde es sehr warm.

Sonntag begann sehr faul, aber gemütlich: ich habe nach dem Wachwerden dort weiter gelesen wo ich abends aufgehört hatte und bin letztlich erst gegen 11 aufgestanden. Auch der Rest des Tages war eher gemütlich bis auf die Stunde am Nachmittag als ich einen Rappel bekam und mal testen mußte, ob statt des einen hohen Regals im Wohnzimmer dort nicht besser das niedrige aus dem Schlafzimmer steht. Ich weiß jetzt: das niedrige ist zu niedrig. Werde ich in nächster Zeit wohl ein neues Regal kaufen müssen…

 

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