12 von 12 im August

Das 12 von 12 in diesem Monat kommt mit einem Tag Verspätung (aber Fotos von gestern!). Grund: der Tag war einfach zu lang.

Um 3:15 klingelte in einem kleinen Hotel in Bischkek mein Wecker (da war in Deutschland noch der 11.8., 23:15). Da war ich noch zu orientierunglos für ein Foto. Eine halbe Stunde später war ich wach, angezogen, hatte alles eingepackt und war bereit, runter zu gehen.

Zwischen Tür und Angel (auf der Straße, vor dem Bus) gab es den ersten Tee. Erst schmeckte er komisch, dann sehr bitter. Nunja.

Warten auf den Rest der Gruppe vor der Fahrt zum Flughafen.

Das Fotografieren von Verkehrsanlagen ist in Kirgisistan nicht gestattet, las ich, darum keine Fotos vom Flughafen. An der Paßkontrolle stand es auch explizit dran – dort hätte ich schon gern die zwei großen Plakate fotografiert die klarmachten, daß Bestechung nicht erwünscht ist. Eher unschön übrigens, wenn man erst mitbekommt, daß eine Touristin eine Sonderbehandlung bekommt (erst Diskussion ohne gemeinsame Sprache, dann wurde ihr der Paß abgenommen und sie mußte woanders hin folgen) und dann selbst an der Box steht und der Beamte mit großen fragenden Augen lange auf seine Monitore schaut und nach und nach mehr und mehr die Stirn runzelt. War aber wohl eher ein Computerproblem: er hat mir dann meinen Paß wieder ausgehändigt, danach aber weitere Kontrollen verweigert.

In Bischkek werden an den Anzeigetafeln offenbar nur die Flüge angezeigt an denen irgendwas passiert. Wenn Check-In abgeschlossen ist aber Boarding noch nicht begonnen hat werden sie nicht angezeigt. Das kann schon mal für leichte Panik sorgen, wenn man das nicht kennt. Aber dann saßen wir doch fast pünktlich im Flugzeug. Der Himmel über Kirgistan war grau, aber ein paar Sonnenstrahlen schafften es doch bis auf den Boden.

Dann waren wir aber schnell über den Wolken.

Die meiste Zeit des Fluges (immerhin 5,5 h) habe ich geschlafen oder gedöst, zum Frühstück war ich aber wach.

Landeanflug Istanbul.

Aus Gründen hatte ich in Istanbul planmäßig 7,5 Stunden Aufenthalt. Es gibt diverse Läden, aber das Angebot interessierte mich nur bedingt und der Trubel war mir zu groß. Also suchte ich mir eine ruhigere Ecke zum Lesen.

Das war fast perfekt, da war nur die Klimaanlage sehr kräftig und mir wurde mit der Zeit ordentlich kalt. Also bewegte ich mich mal wieder und fand unter anderem diese drei Telefonzellen.

Und dann fand ich ein Gate, daß mit Glaswänden vom Haupttrubel abgetrennt war, aber keine Sicherheitskontrolle am Eingang hatte. Dafür gab es dort Bänke ohne Zwischenarmlehnen. Erst hab ich es mir da sitzend zum Essen und Lesen gemütlich gemacht. Dann hab ich es wie die meisten anderen dort gemacht: mich der Länge nach ausgestreckt und ein wenig geschlafen.

Ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug erfährt man am Istanbuler Flughafen das Gate. Boarding sollte eine Stunde vor Abflug beginnen – da war noch nicht mal das Flugzeug da. Das kam dann irgendwannn und nachdem alle ausgestiegen waren und die Putztruppe durch war durften wir auch rein – saßen dann aber ewig rum. Außentemperatur war 32°C (hatte ich irgendwo gelesen, ich war ja nicht draußen. Es gibt zwar Terassen, aber das sind die Raucherbereiche, entsprechend „frisch“ ist die Luft dort), im Flugzeug war es noch wärmer, schätze ich. Irgendwann dann Durchsage vom Piloten, daß sie immernoch technische Probleme haben (wenn ich es richtig verstanden habe, waren sie wegen Reifenpanne zu spät angekommen) die erst behoben werden müssen. Zweie wollten gerade wieder aussteigen, da ging es endlich los. Beim Weg zur Startbahn haben wir uns dann mal vorgedrängelt – hatten aber schon über eine Stunde Verspätung.

Der Flug war nach ca. dem ersten Drittel so unruhig, daß zwischendurch sogar die Essensausgabe eingestellt wurde. Mein Magen fand das nicht ganz so toll, die Reisetabletten hatte ich zu Hause vergessen. Habe aber ein paar Eiswürfel bekommen, die mir ja helfen, wie ich seit Hawaii weiß. Kurz vor Berlin wurde es dann wieder ruhiger. Wetter war aber auch nicht schön.

Ich wurde abgeholt vom Flughafen, womit ich nicht ernsthaft gerechnet hatte, was mich darum umso mehr freute. Das Berliner Wetter hingegen freute mich weniger: Fieser Niesel. Aber ich hatte ja sowieso nichts mehr vor, außer zu schlafen.

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

 

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