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Kirgisistan – kulinarisch

Was gab es in Kirgisistan zu essen? Viel, meist. Es begann mit einem großartigen Frühstücksbuffet am Tag unserer Anreise. Das war viel zu viel um von allem zu probieren – und am nächsten Tag gab es ganz andere Sachen. (Die Qualität des Fotos ist bescheiden – ich habe in der Nacht zuvor kaum geschlafen.)

Zu den meisten folgenden Frühstücken gab es Kascha (Brei verschiedener Art), Marmelade und eine Art Schmalzgebäck – kleine Happen, die pur relativ trocken waren, mit Marmelade aber gut schmeckten und eine gute Grundlage für die Wanderungen waren. Häufig gab es auch Wassermelone* und Brot, manchmal auch Wurst und Käse, manchmal Ei.

Mittags hatten wir fast immer Lunchpakete, die ich leider nie fotografiert habe. Sie wären es wert gewesen, denn mit den Lunchpaketen in Deutschland waren sie nicht vergleichbar. Ja, sie enthielten auch das übliche Getränkepäckchen und Obst. Und einen Schokoriegel (immer von der gleichen Marke). Dazu dann aber fast immer auch Kuchen oder Kekse und ein paar Bonbons. Das wichtigste aber: immer eine komplette Mahlzeit. Nudeln, Kartoffelsalat, Bulette, Spiegelei. Oder Nudeln, Reis, Hühnerbrust, Spiegelei. Dazu immer extra ein Rohkostsalat und etwas Brot. Es war viel (und ich war fasziniert, wie man Spiegeleier so gummiartig hinbekommt, daß man sie in so eine Box verpacken kann). Zwei Mal haben wir auch „richtiges“ Mittagessen bekommen. Im Yurten-Camp am Son-Kul-See waren wir so zeitig, daß wir dort warmes Essen bekamen: Gretschka (Buchweizen) mit Tomate und Gurke, Suppe (Kartoffeln, etwas Gemüse, Schaf), Brot und das Schmalzgebäck.

Und auf der Fahrt zum  Issyk-Kul-See machten wir an einem Homestay Pause um dort Mittag zu essen. Gesessen haben wir hier an einem typisch kirgisischen Tisch auf typisch Kirgisischen Filzteppichen. Und es gab viel zu viel als das man hätte Aufessen können:

Drei verschiedene Salate, Brot, Süßkram, unglaublich leckerer Kuchen und Wassermelone standen auf dem Tisch. Kaum daß wir saßen, kam die übliche Suppe (hier aber mit ganzen Kartoffeln drin, was sich nur mit Gabel und Löffel nicht einfach ißt). Und als wir Suppe und Salate aufgegessen hatten und eigentlich ziemlich satt waren, kam noch das Hauptgericht:

Plov. Eigentlich usbekisch, aber auch sehr lecker. Davon haben wir an unserem Tischende allerdings nicht allzuviel gegessen. Dafür war bei uns dann die Wassermelone* deutlich reduziert und auf dem einen Kuchenteller fast nichts mehr drauf. Das war alles wirklich unglaublich lecker.

Abends gab es immer großes warmes Essen. Dazu habe ich mal exemplarisch das Abendessen des Mila Homestays fotografiert, weil es das erste mit so großer und reich gedeckter Tafel war (das oben beschriebene Mittagessen war diverse Tage später).

Hier gab es neben Brot, Marmelade, Süßkram und Obst auch noch Trockenobst und Nüsse. Zur Vorspeise Salat.

Ich bin mir relativ sicher, daß es auch noch Suppe gab, habe die aber nicht fotografiert. Erst die Hauptspeise wieder – Gulasch mit Reisund Buchweizen.

Wie man an den Fotos schon sieht: Kirgisistan ist eher kein Land für Vegetarier. In der Suppe und im Hauptgericht war eigentlich immer Fleisch. Wenn auch nicht immer so viel, wie bei unserem letzten Mittagessen in einem Restaurant in Bischkek: 200g gemischtes Schaschlik (mit ein paar Beilagen).

Das war so viel, daß ich danach dann zwei Wochen kein Fleisch mehr gegessen habe…

Und was trinkt man dazu? Man sieht es schon auf den Fotos: getrunken wird Tee. Meist schwarz, manchmal gibt es auch grünen. Den Tee gibt es zu jeder Tageszeit, auch zum Abendessen. In den Hotels konnte man auch Bier kaufen, es gibt sogar kirgisisches Bier, ich bin aber beim Tee geblieben. Und zum Frühstück gab es für die Touristen auch löslichen Kaffee (geschmacklich teilweise wohl grenzwertig).

* Überhaupt, Wassermelone! Es war ja gerade Wassermelonenzeit, also haben wir die auch zu fast jedem Essen bekommen.

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3 Kommentare

  1. Otti

     /  8. September 2017

    Sieht sehr lecker aus. Und was ist Plov nun?

    • Reis und Zwiebeln in Brühe gekocht. in unserem Fall auch mit Fleisch und was orangenem von dem ich nicht mehr weiß, was es war. Aber lecker wars. (aufdem zweiten Foto von dem Essen da in der Mitte)

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