17. Dezember

Wetter: kalt und grau. Morgens ein paar Schneeflocken.

In den Adventskalendern: 3 Windlichte mit brennenden Kerzen, Apfelnußundmandelkern und „Chai Roiboosfeuer“ (der schmeckte wirklich gut)

Spät gefrühstückt, noch länger sitzen geblieben und liegengebliebene Zeitungen weggelesen. Während ich so langsam überlegte, was ich mit dem Tag nun anstelle (ich hatte nicht annähernd so viel Tatendrang wie gestern), klingelte das Telefon. Das Schwesterherz hat die von mir geliehen Umzugskartons inzwischen wieder geleert und die Kartons waren auf dem Weg zu mir. Damit stand der nächste Programmpunkt fest: Kartons wieder so in der Kammer verstauen, daß sie nicht stören.

Danach hab ich endlich den Baum geschmückt und mich dann auf den Weg gemacht zum Weihnachtsmarkt auf dem Leopoldplatz. Der wirkt gar nicht wie ein Weihnachtsmarkt, eher wie ein Markt für Handgemachtes. Diverse Töpferwaren, Genähtes (hauptsächlich Täschchen, Taschen und Kinderbekleidung), Gestricktes (Kinderbekleidung), Seife, Gin, Papeterie… Wirklich schöne und nicht alltägliche Dinge, aber seien wir ehrlich: das ist schon Gentrifizierung pur. Die angestammte Weddinger Bevölkerung wird die Sachen, die es dort gibt eher nicht kaufen.

Weil ich außer Burger und Maroni dort nichts zu essen gesehen hab, bin ich dann noch zum Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße gefahren. Bis Rosenthaler Platz mit der U-Bahn. Dort wollte ich eigentlich auf dem Stadtplan noch mal nachsehen, wie ich jetzt laufen muß. Der große war aber zu unübersichtlich, und einen Detailplan für die nähere Umgebung habe ich nicht gefunden. Da ich mich da aber so ungefähr auskenne, geht das auch so, dachte ich mir. Leider hatte mein innerer Stadtplan da einen Knick, und statt die Rosenthaler Straße einfach immer gerade aus zu laufen, bin ich irgendwann links abgebogen und durch Straßen gelaufen, die ich überhaupt nicht kannte. Auch die Namen der gekreuzten Straßen sagten mir nichts. Ich überlegte, ob ich den Telefonjoker ziehe, habe dann aber entschieden, daß ich mich dort nicht komplett verlaufen kann – früher oder später komme ich an einer Straße vorbei, die ich kenne. So war es dann auch, die Alte Schönhauser war es. Wie ich von der zur Sophienstraße komme, weiß ich (am U-Bahnhof Weinmeisterstraße vorbei, jaja und daß die Sophienstraße von der Rosenthaler abzweigt weiß ich dann jetzt auch).

Auf dem Markt gab es „Japanische Kroketten“, deren Originalnamen ich mir leider nicht gemerkt habe (ich hatte ja auch schon ziemlich lange Hunger). Kroketten mag ich eigentlich nicht, aber die habe ich dann doch mal ausprobiert. Sie erinnerten mich geschmacklich an die Teigtaschen mit Kartoffel- und Fleischfüllung und haben mit unseren Kroketten nicht viel gemein, außer daß sie Kartoffeln enthalten (aber stückig) und frittiert werden. Sie enthalten auch nicht nur Kartoffeln, sondern in meinem Fall Hackfleisch, es gab sie auch mit Käse, Spinat oder Kürbis.

Da der Markt stellenweise recht voll war, hab ich mich für den Rückweg über die Große Hamburger Straße entschieden (wie fast immer in den letzten Jahren). Die Sophienkirche ist mir da noch sie so aufgefallen – sie wurde aber auch noch sie so angestrahlt.

Zu Hause gab es dann heißen Tee (aus dem Adventskalender) und Stolle und Pfefferkuchen, Pyramide und „Sind die Lichter angezündet“. Und ich konnte meinen Weihnachtsbaum fotografieren. So lang es hell draußen ist, wirkt er ja nicht richtig. Wenn ich da jetzt noch irgendwie Licht ran bekomme, ist es fast ein echter Baum.

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Ein Kommentar

  1. Otti

     /  18. Dezember 2017

    schick der Baum. Meiner steht noch draußen. Mit diesen neuen LED-Lichter müßte das mit der Beleuchtung doch was werden.

    Antwort

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