31. Dezember

Wetter: Mild. Sprühregen, Niesel, Regen. Tatsächlich manchmal auch trocken. Und kurz kam die Sonne raus.

 

Um halb 9 klingelte der Wecker, denn ich wollte wandern gehen und da muß man ja um diese Jahreszeit beizeiten los. Es war zwar abzusehen, daß Wetter sein würde, was ich nicht so mag zum wandern, aber ich wollte trotzdem unbedingt. Und es hat sich gelohnt.

Wir waren erstaunlich viele diesmal. Fast 30 hatten sich angemeldet und es sind auch (fast) alle gekommen. Mit so großer Gruppe war ich schon lang nicht mehr unterwegs. Von Rahnsdorf aus haben wir den Müggelsee im Uhrzeigersinn fast komplett umrundet, da im Winter die Fähre nicht fährt mit einem größeren zusätzlichen Bogen.

Wir waren gerade losgegangen, da setzte der Niederschlag ein. Am Anfang war es ganz leichter Sprühregen, der unmerklich intensiver wurde. Das war ziemlich fies, denn so gab es nie den Zeitpunkt wo man dachte: „Ich sollte vielleicht doch mal die Regenhosen anziehen“, nur irgendwann die Feststellung: „Die Hose ist naß, jetzt lohnt es auch nicht mehr“. Es war auch so naß, daß ich mir beim Fotografieren nicht sonderlich Mühe gegeben habe. So sieht Neu-Venedig bei Regen aus:

Was die Wanderung aber so großartig machte, waren die Gespräche. Es sind immer wieder neue Leute dabei aus der ganzen Welt, da gibt es einfach unheimlich viel, worüber man sich unterhalten kann. Und man kann auch eine ganze Menge lernen (heute: im Mandarin gibt es vier Varianten, eine Silbe auszusprechen, Kanton-Chinesisch hat 8). So merkt man den Regen gar nicht so. Und die Kilometer. Von der Umgebung bekommt man allerdings manchmal auch nicht allzuviel mit. Den ersten Blick auf den Müggelsee habe ich aber sogar fotografiert (schönes Wetter, oder?).

Am und im Rübezahl haben wir dann Mittagspause gemacht. Es war drinnen leider nicht genug Platz für alle, so ist ein Teil der Gruppe draußen geblieben und relativ bald weiter gegangen, der andere Teil hat sich drinnen aufgewärmt. Und ich habe die erste Gänsekeule dieses Jahr bekommen (und die letzte).

Während wir saßen und aßen, kam sogar kurz die Sonne raus. Sie war leider schon wieder verschwunden als wir weitergingen.

Aber immerhin, nach Durchquerung des Spreetunnels in Friedrichshagen gab es sogar ein paar helle Stellen am Himmel.

Und als wir den S-Bahnhof erreichten, gab es sogar rosa Wolken am Himmel.

Danach wurde es aber nicht so schön. Wegen Brand am Bahnhof Zoo fuhr die S3 nur bis Rummelsburg. Das war dann mal wieder eine Situation, wo ich doch ganz gern ein Smartphone gehabt hätte um zu ermitteln, wie ich jetzt am günstigsten nach Hause komme. Es hätte mir vermutlich über 20 Minuten warten an der Straßenbahnhaltestelle erspart. So war ich doch etwas durchfroren als ich nach Hause kam und habe mich gleich unter die heiße Dusche gestellt.

Jetzt sitze ich entspannt und glücklich (und ziemlich müde) auf dem Sofa, höre Radio, und sehe gelegentlich aus dem Fenster, wenn da gerade Feuerwerk ist. Vielleicht sehe ich mir nachher noch den Cirque du Soleil in der arte-Mediathek an. Ein paar Stunden sind ja noch bis Mitternacht. Dann werd ich mich auf den Balkon stellen und all den Feuerwerksmeistern aus der Nachbarschaft zusehen.

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