WMDEDGT – Januar ’18

Es ist mal wieder der 5. des Monats, Zeit für Tagebuchbloggen unter dem Motto „WMDEDGT“ (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?)

Ich kann nicht einschlafen und liege gefühlt seit ewig wach (vermutlich hab ich zwischendurch schon geschlafen, es nur nicht mitbekommen). Irgendwann kommen die fiesen Gedanken, die mich garantiert am Einschlafen hindern und ich entscheide, lieber etwas zu lesen (Blick auf die Uhr: halb 2). Seit vorletztem Jahr schon liegt neben dem Bett „Mein altes West-Berlin“ von Tanja Dückers. (Ich lese wirklich selten im Bett.) West-Berlin ist ja genauso verschwunden wie die DDR, und als Ost-Kind finde ich es spannend zu lesen, wie es auf der anderen Seite der Mauer so war (als Kind). Das Buch hat zudem den Vorteil, daß die einzelnen Texte eher kurz sind, ganz selten nur mehr als zwei Seiten, manchmal nicht mal eine. Man kann also problemlos fast jederzeit wieder aufhören mit dem Lesen. Das mache ich dann irgendwann auch und schlafe dann bis viertel 7. Super. Das war ja eine lange Nacht. Ich entscheide, bis zum Weckerklingeln um 7 wach zu bleiben und schlafe vermutlich noch mal ein. Aufstehen, Bad, Gymnastik für die Schultern (den Nacken vergesse ich wie immer, dabei braucht der das auch), Frühstück, Schuhe anziehen. Ich habe schon beide Schuhe an, da fällt mir ein, daß ich in den, der am Mittwoch so naß geworden war, ja so Silica-Gel-Säckchen getan hatte, damit er trocken wird. Darum hatte ich so Probleme mit der Einlegesohle. Es drückt nichts, aber ich ziehe den Schuh trotzdem noch mal aus und hole die Säckchen raus.

Rosa Wolken am Himmel, als ich das Haus verlasse. Am DAISy der Straßenbahn werden seit diesem Jahr nicht mehr nur die nächsten 3, sondern die nächsten 6 Bahnen angezeigt. Wenn die Zeiten stimmen, gibt es heute einen recht stabilen 3- bis 4-Minuten-Takt. Das hatten wir ja auch schon mal anders.

S-Bahn-Anschluß klappt. In der Bahn lese ich heute nicht, sondern hänge, mit etwas Musik auf den Ohren, meinen Gedanken nach, sortiere, erkenne, stelle fest. Zum Beispiel, daß es wirklich einfach Murks ist, Verantwortung, aber keine Befugnisse zu haben, daß sich diese Situation inzwischen aber etwas zu bessern scheint. Ich werde nicht mehr (komplett) ignoriert. Und es gibt wieder jemanden, den ich zur Unterstützung dazu holen kann. Nur hat sich durch die Situation in den letzten Monaten bei mir eine riesige Anspannung aufgebaut, die ich wieder lösen muß. Das wird noch dauern aber auf dem Weg von der S-Bahn zum Büro sind die dunklen Geister der Nacht erstmal verschwunden.

9:01 Uhr einstempeln. Noch bevor ich mir einen Tee geholt habe, werde ich mit einem fachlichen Problem „belästigt“. Da kann ich aber tatsächlich schnell helfen – nachdem ich mir einen Tee geholt habe. Mein Unterbewußtsein hat sich mit den Gedanken der Fahrt noch weiter beschäftigt und irgendwann sitze ich am Schreibtisch und habe das Gefühl: „Du machst das alles ziemlich gut“. Danke, Unterbewußtsein. Die meiste Zeit des Tages bin ich damit beschäftigt ein Dokument zu erstellen. Infos raussuchen dafür, noch mehr Infos, Sätze formulieren, zwischendurch eine andere Mail… Und zwischendurch schaffe ich es auch endlich mal, mir einen Termin beim Friseur zu besorgen.

11:35 Mittagspause mit den Kollegen. Danach eine Runde über das Gelände, obwohl es nieselt. Heute wollen sogar die Kollegen die größere Runde drehen als ich, sonst ist es oft umgekehrt. Danach weiter im Text, unterbrochen von zwei Teepausen. Dafür, daß ich so wenig geschlafen habe, bin ich erstaunlich fit. Zum Feierabend eine Arbeits-Erinnerungsmail an die Kollegen für Montag früh (die fangen alle früher an als ich). Um 17:53 ausstempeln.

Auf der Heimfahrt steige ich wieder zwei Stationen früher aus der S-Bahn und gehe den Rest zu Fuß. Zu Hause dann eine Sporteinheit zum Streßabbau. Außerdem steht da ja demnächst ein Winterurlaub an, für den etwas Kondition nicht schlecht wäre. Also geht es für 20 Minuten auf den Stepper, dann noch etwas Kraft und Dehnen. Schnell Wäsche abnehmen (wenn ich schon mal da stehe), dann Dusche, Waschmaschine starten, danach Abendessen. Dazu gibt es die aktuelle Folge „Elefant, Tiger und Co“ bis das Schwesterherz anruft. Nach dem Telefonat die ganze Folge dann die ganze Folge (ich hatte auch später erst eingeschaltet) aus der Mediathek. Wäsche aufhängen. Blogartikel schreiben. Bett.

 

 

Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

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Ein Kommentar

  1. schön und gut – KW01/18 | Hier und da

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