Am Tegeler Fließ von Tegel nach Basdorf

Für heute war super schönes Wetter angesagt: kalt, aber sonnig. Ideal also für eine Wanderung. In ca. 25 Kilometern von Tegel nach Basdorf, immer am Tegeler Fließ entlang, war geplant.

Kalt war es wirklich, als ich aufstand zeigte das Außentermometer -4°C an. Tagsüber war es schätzungsweise um die 0°C. Dazu ein eisiger Wind. Und dann leider doch kaum Sonne.

Als ich in Tegel stand und auf die anderen wartete, war das Wetter noch super: blauer Himmel, Sonne, und in der Sonne war es sogar relativ warm. Dann zog es sich aber mehr und mehr zu. Die Feuchtwiesen am Fließ sehen mit Sonne bestimmt noch viel schöner aus.

Es war so kalt, daß der See bei Lübars schon eine dünne Eisdecke hatte, tragfähig ist die aber noch lange nicht.

Nach ca. 15 Kilometern erreicht man den S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle. Hier sind viele aus der Wanderung ausgestiegen. Wir anderen sind nach einem weiteren Kilometer erstmal beim Griechen eingekehrt. Hunger hatte ich gar nicht unbedingt, aber zwischendurch ins warme zu kommen war schon nett. Und mein Schuh scheuerte, das konnte ich dann auch gleich mal kontrollieren (und ein Blasenpflaster auf die leider schon entstandene kleine Blase kleben). Mir wäre ja eher nach Kuchen gewesen, den gibt es beim Griechen natürlich nicht. Stattdessen habe ich eine „heiße Schokolade“ genommen. Und einen dünnen Kakao aus H-Milch bekommen. Und beim Bezahlen habe ich noch unfreiwillig Trinkgeld gegeben. Ich hatte es nicht passend, habe aber kein Wechselgeld bekommen. Weil es nicht viel war, und der Kellner eh sofort weg wollte ich kein Theater drum machen. Frech fand ich es trotzdem.

Außer mir haben noch zwei andere nur etwas zum Trinken genommen und wollten bald weiter. Der erste Tisch (der zuerst bedient worden war), war auch schon fertig mit essen und so sind wir zu sechst schon mal weiter gewandert. Die hatten ein ordentliches Tempo drauf! Der zweite Teil der Wanderung war dann richtig Sport! Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, die überfrorenen Pfützen auf dem Feld kurz vor Summt zu fotografieren.

So kurz vor Sonnenuntergang wurde es dann sogar noch mal richtig schön.

Und den Sonnenuntergang am Mühlenbecker See haben wir dann alle bewundert (und fast alle fotografiert).

Danach ging es in hohem Tempo weiter. Wir waren so schnell, daß wir die 16:40 Bahn in Basdorf noch haben stehen sehen. Leider muß man in Basdorf eine halbe Ewigkeit parallel zu den Schienen laufen bis man zum Bahnübergang kommt, und dann eine viertel Ewigkeit wieder zurück. 5 Minuten nach Abfahrt des Zuges waren wir am Bahnhof. 25 Minuten vor dem nächsten.

Und während wir da so warteten, sahen wir eine weitere größere Gruppe kommen. Die anderen konnten es nicht sein, die hatten ja noch gegessen, als wir gegangen waren, sind also erst deutlich später los und wir waren in solch hohem Tempo unterwegs gewesen – das haben die anderen sicherlich nicht gemacht. Es war der Rest unserer Truppe, die uns sehr auslachten, als sie ankamen. Sie waren gar nicht so viel später losgegangen als wir und hatten vor allem einen kürzeren Weg genommen (die Schleife über Summt war ein großer Umweg).

Leider hatte nur einer aus unserer 6er-Truppe einen GPS-Tracker mitlaufen und dem waren wir zu schnell. Er hatte als Wegpunkte nur den Griechen und den Bahnhof und dazwischen gerade Linie. Wir wissen also nicht genau, wieviel mehr wir gelaufen sind, aber ich schätze, wir werden auf ungefähr 30 Kilometer gekommen sein. Ich bin ordentlich müde und mir tun die Füße weh.

Schön war es trotzdem.

 

Vor einiger Zeit bin ich die Tour schon mal gelaufen. Es war interessant, wie zwischendurch immer mal wieder feststellte „Hier war ich schon mal“, dann aber über weitere Strecken mich an nichts erinnern konnte. Und das lag nicht nur daran, daß wir diesmal zum Teil anders gegangen sind. Zu Hause habe ich dann im Blog nach der Beschreibung der Wanderung gesucht, aber nichts gefunden. Also habe ich anderweitig recherchiert, wann das überhaupt war. Im März 2016, die Fotos habe ich gefunden. Aber gebloggt habe ich in der Zeit tatsächlich nicht (auch wenn ich mir sehr sicher war). Was ich bei der Recherche auch festgestellt habe: Derjenige, der die Wanderung damals organisiert hatte und mit dem ich noch viele andere Wanderungen gemacht habe, hat sich von der Plattform abgemeldet. Vielleicht bin ich einfach nur sehr sehr müde von der Wanderung und deswegen…, aber im Moment macht mich das sehr traurig. Ich war davon ausgegangen, dieses Jahr wieder viele Wanderungen mit ihm zu machen und kann ihn nicht mal anschreiben, weil der Kontakt nur über die Plattform lief.

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2 Kommentare

  1. Otti

     /  16. Januar 2018

    oh, der Artikel hat ja so ein trauriges Ende. Aber die Fotos sind wunderschön.

    Antwort
  1. schön und gut – KW 02/18 | Hier und da

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