schön und gut – KW 03/18

„Du siehst aus wie Montag!“ Das ist jetzt nicht unbedingt ein Kompliment, aber da ich mich aus so fühlte, paßte das durchaus – und sorgte, weil es mich sehr amüsierte, sofort für eine Verbesserung meiner Laune. Die war eigentlich gar nicht so schlecht gewesen, den Morgen. OK, ich hatte schlecht und wenig geschlafen und war entsprechend müde, ansonsten aber ging es eigentlich. Dann aber fiel mir auf dem Weg zum Büro ein, daß im Nachbarbüro jetzt ja der mehr als nervige Kollege sitzt und allein der Gedanke daran, wie der mich zutextet, obwohl ich doch eigentlich müde bin und keine große Konversation betreiben will, versaute mir die Laune. Blöd. Aber das haben die Kollegen ja wieder hinbekommen (und ich habe am Anfang noch die Tür zum Nachbarbüro zu gemacht, bis meine Laune halbwegs stabil war).

 

Und der USB-Stick, den ich früh in der frisch gewaschenen Hose gefunden habe, funktionierte am Abend beim Test einwandfrei, hatte die Wäsche also schadlos überstanden.

 

Der Kollegin das Buch zurückgegeben, was ich mir vorletztes Jahr geliehen habe. Da hatte ich mich vorletztes Jahr durch diverse Kapitel gearbeitet. Letztes Jahr habe ich es noch mal in Angriff genommen und mich durch zwei weitere Kapitel gearbeitet/gequält. Und immer noch nicht die Hälfte des Buchs erreicht. Jetzt habe ich aufgegeben. Gibt es Sekundärliteratur zum Kahneman „Schnelles Denken, langsames Denken“? Mit dem Original komme ich nicht zurecht. (Schon allein, daß der Übersetzer für die weltberühmte Übersetzung des weltberühmten Marshmallow-Experiment eine ganz andere Süßigkeit (Schokokeks) brachte mich gegen das Buch auf.) Aber ich habe jetzt ein Buch weniger auf dem Stapel „will ich noch lesen“.

 

Mein Urlaubsantrag wurde genehmigt! Es geht um eine Woche im Februar, in der ich eh nicht sonderlich viel zu tun habe. Und trotzdem mußte ich zwei Wochen auf die Genehmigung warten.

 

Mittwoch gab es in der Kantine Eisbein. Ich hatte mich für etwas anderes entschieden, aber als der Kollege mir gegenüber dann sein Eisbein aß, habe ich mich doch sehr geärgert, nicht das genommen zu haben. Donnerstag gab es wieder Eisbein (oder immer noch, weil Reste vom Vortag). Da hab ich dann zugeschlagen. Es war äußerst lecker.

 

Donnerstag mal wieder ein dramatischer Sonnenaufgang.

 

Und im Laufe der Woche habe ich festgestellt: zumindest mit einem wichtigen Kollegen kann ich inzwischen wirklich konstruktiv zusammenarbeiten. Letztes Jahr mußte ich noch ewig diskutieren, daß und warum ich etwas kritisch sehe und er sah immer alles anders. Jetzt hört er sich meine Argumente an und ist bei einer Sache sogar noch etwas kritischer als ich.

 

Am Sonnabend war Wohnungseinweihung beim Schwesterherz. Weil das neue Sofa immer noch nicht da ist, haben wir mehrheitlich auf dem Boden gesessen, gut gegessen, gequatscht, gelacht, viel Spaß gehabt. Und gelernt haben wir auch noch: daß beissen eine gute Selbstverteidigung ist, weil man viel weniger Kraft braucht, als man glaubt. An den Haaren ziehen geht aber auch. (Angeblich ist es am Bauch schmerzhafter als am Rücken, aber, ähm…). Und das Erdnußflips hauptsächlich aus Mais bestehen und nur zu maximal 33% aus Erdnüssen.

 

Am Sonntag war ich ja wandern und habe dabei mein Englisch trainiert. Auch wenn ich wußte, daß mein Gegenüber auch deutsch versteht, habe ich versucht, Englisch zu antworten.

Und nachmittags/abends habe ich dann meine Spontanität ein wenig trainiert. Ich war nach der Wanderung gerade zu Hause angekommen, da rief das Schwesterherz an um zu fragen, ob ich nicht mit will zum Feuerwerk der Turnkunst. Nach anfänglichem „nee“ (denn ich hatte ja eigentlich andere Pläne) habe ich mich dann doch umentschieden. Vorteil war, daß ich von der Wanderung überhaupt nicht müde war. Und ich wollte ja spontaner werden.
Die Show selbst ok. Der erste Teil wirkte schon recht amateurhaft. Die Nummern waren zum Teil äußerst unrund und die Lichtregie zum Teil unmöglich. Scheinwerfer, die Kringel und Kreise auf den Boden zaubern mögen dort (auf dem Boden) toll aussehen, wenn sie aber genutzt werden, um Turner zu beleuchten, kann man kaum erkennen, was sie tun. Sie waren nur eine Wolke aus Lichtpunkten. Erst im zweiten Teil kam dann ein Feuerwerkgefühl auf. Hier gab es neben guten zirkusartigen Nummern auch ein paar, die sich einfach auf das Turnen konzentrierten und nicht noch irgendwie Zirkus oder Kunst dabei machen wollten. Die rhythmische Sportgymnastin mußte ihre Nummer leider fast komplett im Halbdunkel absolvieren, mit einem ziemlich runtergedimmten Spot nur auf sie (ganz tolle Idee der Lichtregie…) Die Reck/Stufenbarren-Nummer fand ich richtig klasse. Und die mit der Tumblingbahn zum Abschluß (Salti, Überschläge, Flickflacks gehen immer und machen fast immer Eindruck).
Was ich so noch überhaupt nicht gesehen habe, mich aber ziemlich beeindruckte: eine Paarnummer am Vertikalseil, das aber über zwei Rollen geführt wurde. Beide turnten an jeweils einem Ende und wenn einer zog wurde der andere hochgehoben. Schwesterherz meinte dazu, die hätten die Wippe umgedreht. Die Nummer war ein Tick zu lang (oder ich zu müde), aber gut.

Und die Heimfahrt nach der Show ging erfreulich schnell und reibungslos.

 

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