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Was so los war im August

Ende Juli, Anfang August wurde es richtig heiß: tagsüber Temperaturen über 35°C, nachts kaum Abkühlung. Ich habe das erstaunlich gut verkraftet, nur auf das Fahrradfahren habe ich verzichtet, und meinen Balkon konnte ich kaum noch nutzen, da zu heiß.

Am ersten Augustwochenende war ich in Hamburg, Freundin besuchen. Freitag hingefahren, abends in der Pizzeria um die Ecke gewesen und dann noch ewig gequatscht. Am Sonnabend sind wir gar nicht so spät aufgestanden, dann aber (auch wegen des gemütlichen Frühstücks) doch erst gegen Mittag losgekommen. Unser erstes Ziel war der Dahliengarten, den mir eine Kollegin empfohlen hatte. Der auf der Webseite erwähnte Kiosk war gerade erst dabei aufzumachen (also nicht für den Tag, sondern so generell) hatte aber immerhin schon Eis, was etwas gegen meinen Hunger half. Der Garten selbst war schon ganz schön. Es blühten erst ca. die Hälfte aller Dahlien, aber man konnte gut und bequem im Schatten sitzen, auf all die Dahlien gucken und quatschen. Rumgegangen sind wir dann natürlich auch noch, aber es war schon ziemlich heiß in der Sonne.

Danach entschieden wir uns dann (spontan nach Blick auf die Fahrradwegweiser) vom Dahliengarten zu Fuß Richtung Teufelsbrück zu gehen. Ein schöner Weg durchs Grüne, der uns nicht nur an einem großen Einkaufszentrum vorbei führte, in dem wir endlich was richtiges zu essen bekamen, sondern auch zum Botanischen Garten. Und da wir schon mal dort waren, sind wir auch durch den noch gestromert.

Dort haben wir auch festgestellt, daß Blässhuhnküken wahnsinnig große Füße haben (und quasi nie stille stehen).

Dann war die Frage: S-Bahn oder Fähre? Aber wenn ich schon mal in Hamburg bin, dann will ich auch Fähre fahren – S-Bahn kann ich in Berlin auch. Also ging es noch ein Stück weiter wirklich bis Teufelsbrück und als wir so auf die Fähre warteten, meinte ich zur Freundin: „Auch wenn du mich auslachst, für mich ist das hier schon Meer“ (wohl wissend, daß es bis zur Nordsee noch n ganzes Stück ist). Da meinte die Frau neben uns: „Das habe ich auch gerade gedacht!“. „Pff, Landratten“, war die Reaktion der Freundin.

Dann kam die Fähre und wir schipperten zurück während ein Kreuzfahrtschiff grad die Stadt verließ.

Landungsbrücken raus, die Freundin hatte eigentlich die Idee, im Portugiesenviertel essen zu gehen, aber da war alles voll, beim Weiterlaufen kamen wir nicht nur an einem Geldautomaten vorbei sondern ich auch zu einem Fleetfoto (kein Hamburgbesuch ohne Fleetfoto) und schließlich landeten wir am Großneumarkt, wo wir gut aßen und noch lange quatschten. Es war frisch geworden und da wir gar nicht vorgehabt hatten, so lange unterwegs zu sein, waren wir darauf nicht eingerichtet, begannen also bald zu frösteln. Dagegen gab es im Restaurant aber Decken. Als wir bezahlt hatten, fragte ich die Kellnerin spaßeshalber, ob wir die Decken mitnehmen dürften, worauf sie sofort mit „Ja klar“ reagierte. Das verwunderte mich doch etwas und ich fragte noch mal nach und – naja, es stellte sich heraus, daß sie dachte, ich hätte nach der Rechnung gefragt. Die Decken durften wir nicht mitnehmen. Brauchten wir aber auch nicht, so kalt war es gar nicht, wenn man sich bewegte.

Den Sonntag in Hamburg habe ich ja schon beschrieben.

Am darauffolgenden Sonnabend war ich mit dem Schwesterherz in der Gärtnerei des Schloss Charlottenburg. Durch den superheißen Sommer hatte sich dort eine sogenannte 100jährige Agave zum Blühen entschlossen (tatsächlich war sie „nur“ ca. 70 Jahre alt). Schon beeindruckend.

Danach waren wir dann noch – wenn wir schon mal in der Ecke sind – im Schloßpark Charlottenburg.

Sonntag war der 12. und ist deswegen schon bebildert dokumentiert.

Am dritten August-Wochenende hatte mein Onkel anläßlich seines runden Geburtstages ins Brandenburgische eingeladen. Wir haben gut gegessen (ein paar Sektgläser umgeworfen), eine Bootsfahrt über den Liepnitzsee gemacht, noch mal gut gegessen und insgesamt ganz viel gequatscht bis ziemlich spät in die Nacht. Am nächsten Morgen gab es noch Frühstück dann fuhren alle wieder heim. Alle bis auf das Schwesterherz und mich, wir sind noch am See geblieben, haben in der Sonne gelegen und gelesen, und waren immer wieder baden, so lange, bis wir dann doch Hunger bekamen. Das war sehr schön gewesen.

Am vierten Wochenende dann war die Einschulung einer Cousinentochter, die wir im Garten feierten. Leider legte der Sommer ausgerechnet an dem Sonnabend eine Pause ein, es regnete sogar eine halbe Stunde lang. Das war eigentlich dringend nötig und viel zu wenig – wenn man im Garten feiern will aber doch eher doof. Immerhin stand der große Pavillon unter dem sich nach und nach alle erwachsenen versammelten während die Kinder weiter draußen spielten.

Und am Sonnabend habe ich auch spontan eine Karte für das Ersatz-Konzert der Toten Hosen bekommen. Am Freitag im Juni hätte die Cousine gekonnt, jetzt am Mittwoch im August nicht mehr. Also hab ich ihre Schwester und die beiden großen Cousinentöchter zum Konzert begleitet.
Kann man machen. Ich habe nicht wesentlich früher als sonst Feierabend gemacht, war gegen 6 in der Waldbühne (fast ’ne Stunde vor den anderen drei) und habe uns schöne Plätze reserviert. Vorband waren Royal Republic aus Schweden, die in Goldglitzer-Jackets auf der Bühne standen und laut eigener Aussage Power-Disco spielten. Heavy Metall konnten sie aber auch. Sie hatten offensichtlich Spaß und das hat sich auch aufs Publikum übertragen. Dann kamen die Toten Hosen und auch sie hatten Spaß auf der Bühne und ich mußte im Laufe des Konzerts feststellen, daß ich textsicher war bei Liedern, deren Existenz ich völlig vergessen hatte. Das war schon ein leicht merkwürdiges Gefühl. Ansonsten kann man aber auch bei fast allen unbekannten Liedern spätestens beim zweiten Mal den Refrain mitsingen… Kann man also machen.

Schön war auch, daß es zum Konzert noch mal richtig warm wurde, nachdem es die Tage vorher (schon vor dem Einschulungswochenende) ja schon ziemlich kühl geworden war. Wobei kühl vielleicht auch etwas übertrieben ist. Das Wetter war so wie letzten Sommer (nur ohne Regen), aber diesen Sommer sind wir eben etwas verwöhnt. Ich habe das aber als Anlass genommen, wieder mit dem Radfahren zu beginnen. Letzten Freitag habe ich die Strecke nach Hause in weniger als anderthalb Stunden geschafft! (1:29h, um genau zu sein.)

Tja und Arbeit… es ist immer noch mühsam, aber Anfang/Mitte des Monats fügten sich so nach und nach Puzzlesteine zusammen und ich habe plötzlich Dinge und Zusammenhänge verstanden. Das war schon sehr schön, jedes Mal wieder. Inzwischen wirkt es auf mich wie der süße Brei: je mehr ich mache und verstehe, desto mehr Arbeit liegt noch vor mir. Ende September soll ich fertig sein, juchu.

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Ein Kommentar

  1. Otti

     /  10. September 2018

    wow, daß sind ja wirklich riesen Füße