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WMDEDGT – November 18

Es ist wieder der 5. des Monats und somit wieder Zeit für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT).

 

Ich werd 5 Minuten vor Weckerklingeln wach, hab aber keine Lust aufzustehen und drehe mich noch mal um. An der Lustlosigkeit ändert sich auch nach dem Weckerklingeln nichts, nach dem 3. oder so steht ich dann aber doch auf. Es folgt die übliche Morgenroutine. Erst ins Bad, dann in die Küche. Milch warm machen für’s Müsli, Äpfel ausschneiden für den Nachmittag (sind noch Gartenäpfel von den Eltern), Frühstücken. Losgehen.
Ich hab ein bißchen getrödelt, die Straßenbahn fährt an mir vorbei, aber sie muß lange genug an der Ampel stehen, so daß ich sie mit einem kleinen Zwischensprint doch noch erreiche. Ich hätte sie vermutlich auch ohne Sprint erreicht, sie steht wirklich lange.
In der ersten S-Bahn merkt man, daß die Ferien vorbei sind, sie ist deutlich voller als letzte Woche (bei den Verkehrsnachrichten hörte man es auch schon, es war fast über all Stau). Die zweite S-Bahn ist aber nur unwesentlich voller als letzte Woche. Ich lese im „Das Magazin“, Septemberausgabe, es geht ums Wünschen und das Glück.

Die S-Bahn muß heute langsamer gewesen sein als sonst, denn ich stemple erst 9:04 ein, üblich ist eigentlich 9:02. Und ich war nicht langsamer als sonst.
Da ich in meinem derzeitigen Hauptprojekt erstmal auf andere warten muß, beschäftige ich mich schon mal mit einem anderen Projekt, das danach mein Hauptprojekt werden wird. Außerdem hadere ich damit, daß ich mich vom Schwesterherz am Wochenende überzeugen ließ, eine notwendige Terminverlegung lieber per Telefon zu klären statt per Mail. Ich telefoniere doch so ungern und muß lange Anlauf nehmen. Gerade, als ich anrufen will, kommt der Kollege auf dem ich im Hauptprojekt warte um mit mir was zu klären. Das erste ist einfach. Der zweite zu klärende Punkt… Als ich in das Projekt einstieg, habe ich ein großen unübersichtlichen und unerklärten Wust vorgefunden. Das meiste sah so aus, als wäre es nach dem Motto „viel hilft viel“ erstellt worden – häufig aber auch großzügig ums eigentliche Problem drumrum. Ich habe in den letzten Wochen, fast Monaten da ein bißchen aufgeräumt: zusammengestrichen, was mir mehr als überflüssig erschien und dabei versucht, die Genauigkeit zu erhöhen (wenn das nicht zu viel Zeit gekostet hat). Dabei hab ich durchaus Dinge gestrichen, die benötigt wurden, das hatten wir schon geklärt, da habe ich korrigiert. Jetzt aber bestand er drauf, daß immer noch zu viel gestrichen worden wäre, daß mehr wieder hinzugefügt werden muß. Ich habe versucht, ihn zu verstehen. Ich habe versucht, mir das Problem erklären zu lassen. Ehrlich! Es war nicht einfach, denn auf meine Frage „aber warum genau?“ bekam ich exakt die gleiche Antwort, die ich auch schon auf „warum?“ bekommen hatte. (Ich hab dann einfach exakt die gleiche Frage noch mal gestellt, fand das aber selbst doof und wenig hilfreich und hab es mit einer anderen Formulierung versucht.) Dann habe ich versucht ihm zu erklären, daß ich der Überzeugung bin, daß das war er will oder erwartet, mit dem „mehr“ auch nicht erreicht worden war / werden wird. Seine Reaktion: Trotzdem! Und: müssen andere Entscheiden. Ok, das war sogar einzusehen. Trotzdem: Argh! [Und ich muß dringend daran arbeiten, bei solchen Diskussionen ruhiger zu bleiben. ]
Zurück zum Telefonat. Nicht direkt natürlich, ich mußte mich dann doch erstmal wieder etwas beruhigen. Das Telefonat verlief dann aber total unproblematisch und erfolgreich.
Danach noch im anderen Projekt weiter gemacht bis es Zeit war zur Mittagspause.

Piroschkaquark mit Kartoffeln. Dazu hab ich mir noch eine Beilagenschale Gemüse genommen. Mais mit Schwarzwurzeln (vermutlich). Hinterher auf der Verdauungsrunde dann noch ein Eis.

Direkt danach dann Meeting weil’s ja im Hauptprojekt grad nicht weiter geht. Ergebnis: Der Kollege bekommt sein „mehr“. Ich find’s höchst albern und überflüssig, aber wenn die anderen es so wollen… Danach brauch ich aber erstmal einen Tee.
Den Nachmittag verbringe ich dann damit, das, was ich so schön komprimiert hatte, wieder aufzublähen. So albern. Und ich merke, wie wenig engagiert ich arbeite, wenn ich eine Aufgabe wirklich so absolut überflüssig finde. Zwischendrin noch ein reguläres Meeting im Projekt und noch mal Teepause mit dem netten Kollegen aus einem anderen Projekt, der aber auch total unmotiviert ist. Wir tauschen unseren Frust aus, das hilft ja auch schon mal.
Auf’m späten Nachmittag bin ich dann mit allem fertig, was dieses Aufblähen nach sich zog. Mal sehen, ob der Kollege jetzt zufrieden ist.

17:30 Feierabend. Die letzten zwei S-Bahnstationen gehe ich wieder zu Fuß. Es ist trocken und relativ mild und vor allem brauch ich die Bewegung. Frust ablaufen. Zu Hause angekommen bin ich auch tatsächlich deutlich ruhiger. Es folgt eine Sporteinheit. Wegen Streß habe ich wieder Probleme mit Nacken und Schultern und versuche das mit Lockerungs- und Dehnungsübungen in den Griff zu bekommen. Danach stelle ich fest, daß die Blümchen, die ich mir Sonnabend kaufte, im Trockenen stehen. Also schnell wieder Wasser in die Vase. Und da ich nicht weiß, wie lang sie schon trocken stehen, schneid‘ ich sie auch noch mal an.

Dann Abendbrot. Stulle mit Brot und Grünzeug dazu. Danach noch den vorletzten offenen Punkt der To-do-Liste vom Wochenende erledigt: Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnung kontrolliert. Ich hab in Taiwan ganz schön viel Geld ausgegeben.
Danach hab ich den Blogartikel geschrieben. Es folgen jetzt noch Bad und Bett.

 

Die anderen Teilnehme des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

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