• Kategorien

  • Archiv

WMDEDGT – Februar 19

Heute ist wieder der fünfte des Monats und damit Tag des „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

 

Der Tag beginnt verdammt zeitig. Der Grund: Sonntag Vormittag habe ich einen Wasserfleck an der Schlafzimmerdecke entdeckt. Über mir war grad niemand da und da der Fleck den Tag über trocknete, fand ich es dann doch nicht sooo dramatisch. Montag (also gestern) früh war er aber wieder dunkel und naß. Also habe ich dann doch mal den Hausmeister angerufen, der sich das ansehen wollte, allerdings nicht Abends um 7 (wenn ich wieder zu Hause gewesen wäre), sondern lieber morgens um 7. Das ist ja nun üblicherweise die Zeit, zu der mein Wecker erst klingelt. Normalerweise. Heute dann eben schon um 6. Und wie das ist ist wenn ich früher aufstehen muß, hab ich natürlich eher schlecht geschlafen und war kurz nach 4 schon mal wach und der Meinung, ich müßte jetzt aufstehen. Immerhin war ich um 6 dann auch ziemlich sofort richtig wach. Und der Wasserfleck war heute natürlich trocken.
Übliches Morgenprogramm mit leichten Modifikationen (Schlafzimmer besichtigungsfähig machen) und um 7 klopfte der Hausmeister dann an der Tür (die Wohnungsklingel ist so laut, die hätte die Nachbar geweckt, so sie noch schlafen). Er hat es sich angesehen, Foto gemacht, erklärt wo es her kommt (Ausgleichsdingens für den Heizungsstrang in der Wohnung über mir der tropfte) und daß das morgen Mittag von einem Handwerker behoben wird und sich dann irgendwann Maler bei mir melden würden um den Wasserfleck zu beseitigen. Das wäre jetzt gar nicht nötig gewesen. Er ist nicht sonderlich groß (10x10cm vielleicht), in der Ecke, halb von den Heizungsrohren verdeckt und so oft mag ich jetzt auch nicht fremde Leute in meinem Schlafzimmer haben. Mir war nur wichtig, daß die Ursache abgestellt wird. Wasser an Stellen, wo es nicht sein soll, find ich generell eher doof. Nunja.

Heute dann die Wohnung also schon um 7 verlassen. Zeitig genug, um zu Fuß zur S-Bahn zu gehen und damit die vermutlich volle Straßenbahn zu vermeiden (grad beim Schreiben fällt mir auf, daß ja Ferien sind und die Straßenbahn deswegen vermutlich gar nicht so voll). Die Kollegin vom Nachbarbüro hatte ich gestern schon mal vorgewarnt, daß ich zeitiger kommen würde. Ich hab sie mit so einer Aktion schon mal in Panik versetzt, weil sie dachte, ein Meeting verpaßt zu haben.

Im Büro mache ich dann erstmal Grünpflege, denn ich hab endlich daran gedacht, den Gießbedarfsanzeiger und eine Gartenschere mitzubringen. Vor einiger Zeit ist bei mir die Grünpflanze des Kollegen eingezogen, die sein Büromitbewohner während seines Urlaubs im September viel zu gut gegossen hatte. Viel viel viel zu gut. Bei ihm im Büro wurde die Erde ewig nicht trocken, stattdessen faulten Teile der Pflanze so vor sich hin. Bei mir im Büro steht sie jetzt neben der Heizung und ich hatte das Gefühl, so langsam könnte wieder Gießbedarf bestehen. War auch tatsächlich so. Und bei der Gelegenheit habe ich dann noch alle abgeknickten und halb vertrockneten Zweige abgeschnitten. Dann Tee, dann Arbeit: Vorbereitung der Planungsrunde später am Vormittag. Um halb 10 Telefonkonferenz mit Schweden und Indien. Ziemlich kurz, es ist noch vieles unklar in dem Projekt und es fehlen Informationen und bei uns am Standort diese Woche auch viele Kollegen, die die Informationen liefern könnten, wegen Winterferien.
Danach das Planungsmeeting: Was machen wir in den nächsten zwei Wochen. Es ist kompliziert. Es gibt fiel zu tun, aber ich kann nur bedingt helfen, weil noch nicht gut genug eingearbeitet und es ist niemand da, der mich einarbeiten könnte. Außerdem werd ich wohl demnächst eh wieder was anderes machen.

Dann ist es schon fast Zeit zum Mittagessen. Die Qualität der Kantine läßt weiter nach, Heute zu erkennen an der Tatsache, daß es kein vegetarisches Hauptgericht gibt. Dabei hätte man bei der Chinapfanne gut auch auf das Fleisch verzichten können. Zur Chinapfanne dazu gab es natürlich Glückskekse. „Sie sind ein Engel. Halten Sie sich fern von Menschen die Federn sammeln.“ Aha. Mein ehemaliger Chef hatte „Ein Freund denkt an Sie.“

Nach dem Essen Spaziergangsrunde, dann Tee. Und dann Reviews. Ich merke recht bald, daß mir Schlaf fehlt und bin hundemüde. Der Kollege meint, es liegt am fehlenden „Vitamin O“, also gibt es bei der nächsten Teepause Apfelsinen. Danach geht’s wirklich besser (es könnte natürlich auch sein, daß dann endlich der schwarze Tee vom Mittagstee wirkt). Irgendwie vergeht die Zeit erstaunlich schnell und ich mach dann doch erst um halb 6 Schluß wie sonst auch.

Zu Hause hole ich die ersten Reiseunterlagen für Japan aus dem Kasten. Das ist jetzt auch ein wenig verworren. Freitag hab ich mit der Bearbeiterin beim Reiseveranstalter telefoniert und wir haben uns auf Zubringerflüge geeinigt. Gestern schrieb sie mir eine Mail, daß sie die Unterlagen zu zeitig versendet hätte und die Flugabteilung jetzt Zubringerflüge vorgeschlagen hätte (andere als am Freitag) gekoppelt mit der Frage, ob ich jetzt die Flüge haben will, oder Rail-to-Fly. Die Mail habe ich gestern noch beantwortet, heute keine Antwort bekommen, aber die Unterlagen (die Post ist schnell) – und dort auf der Rechnung ist weder noch, sondern nur die Reise ab FRA. Hm, werd ich wohl mal telefonieren müssen morgen.

Nach Sichtung der Unterlagen stelle ich fest, daß ich heute irgendwie zu wenig Bewegung hatte. Weil ich jetzt links Fersenspornprobleme habe, hatte ich auf den längeren Fußweg nach Hause verzichtet. Aber irgendwie fehlte das doch, und als Kompromiss fahre ich dann ein bißchen Fahrrad in der Luft. Das macht die Beine ziemlich schnell müde. Danach packe ich das Geburtstagsgeschenk für Sonnabend ein und dann habe ich endlich wenigstens ein bißchen Hunger. Also gibt es Abendbrot, dann schreibe ich den Blogartikel. Und eigentlich müßte ich jetzt noch Japanisch-Hausaufgaben machen, aber ich glaube, ich geh einfach ins Bett.

 

Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

(Hach schön, das neue Plugin für die Linksammlung möchte Third-party-Cookies setzen. Hat man im Browser dies Funktion deaktiviert, sagt es, man müsse nur auf diesen Knopf klicken – dann kommt man auf eine redirect-Page, die leider in meinem Fall nicht automatisch redirectet. Klickt man auf den Link, der da angegeben ist, landet man wieder am Anfang. Testet das dann niemand? Doch, klar, die Kunden. Auch, und ein Passwort will das Ding neuerdings auch. Äh. Wozu? [Das ist keine Kritik an Frau Brüllen, sondern an diesem Linksammeldingens!])

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag