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31.12.2020

Morgens im Bett (wenn ich Zeit habe, sitze ich da ja immer noch eine ganze Weile rum und sinniere vor mich hin bevor ich wirklich aufstehe) überlegte ich, was eigentlich der Grund dafür ist, daß ich mit dem Abarbeiten meiner Liste nicht vorwärts komme. Ich habe da so ein paar Ideen … aber es führte auf alle Fälle dazu, daß ich nach dem Frühstück dann doch mal das eine oder andere erledigte. Zuallererst habe ich die Wachsflecken aus der Tischdecke gebügelt. Danach noch diversen Papierkram erledigt und dann war auch schon wieder Mittag. Wenn man erst spät aufsteht, ist der Vormittag relativ kurz.

Nach dem Mittag – die Sonne schien – große Runde draußen.

Blick auf See durch Bäume durch in die Sonne, die sich im See spiegelt

Angenehme Auswirkung des Feuerwerkverkaufsverbots dieses Jahr: Es war für Silvester ungewöhnlich ruhig. Nur ganz vereinzelt konnte ich weit weg Böller hören.

Nach dem Spaziergang habe ich endlich mal angefangen, Papierkram und Unterlagen und so (aus-) zu sortieren. (Zwischen-) Ergebnis: Großes Chaos im Schlafzimmer. Das war so nicht gedacht! Inzwischen war mir aber erstmal nach Tee und Plätzchen und Sofa. Das Chaos ließ sich aber doch relativ schnell wieder reduzieren (stapeln kann ich gut).

Auf dem Sofa habe ich dann überlegt, was ich nun mit dem Rest des Tages anfange. Ursprünglich hatte ich ja überlegt, mal wieder eins meiner Aufbau-Simulations-Spiele zu spielen (so denn noch eins davon lauffähig ist auf dem neuen Rechner). Dazu erschien es mir inzwischen aber fast zu spät. Allzu weit kommt man da in so ein paar Stunden ja nicht und eigentlich sollte das eine einmalige Angelegenheit bleiben (sonst mach ich die nächsten Wochen nix anderes). Einmal angefangen, machte aber auch das Sortieren durchaus Spaß, zumal schon Erfolge zu sehen waren. Also habe ich entschieden damit weiter zu machen bis ich ins Bett falle – oder keine Lust mehr habe. Vorher noch schnell abgewaschen, dazu Podcast, weil Radioprogramm mäh. Das war allerdings einer, der über eine Stunde ging, also hörte ich ihn beim Sortieren weiter. Man hat beim Abwaschen mehr Kapazitäten für einen Podcast als beim (Aus-)Sortieren von Papier. Ich zumindest. Aber so halb konnte ich ihm trotzdem folgen (mit zurückspulen zwischendurch). Irgendwann hatte ich dann Hunger und außerdem einen Ordner geleert und einen anderen mit zwei Heftern zusammen geführt und war erstmal sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Für den Rest des Abends war mir dann eher nach Fernsehen als nach weiterem Sortieren. Also habe ich mir Abendbrot vorbereitet (inkl. Obstsalat, der irgendwie zu Silvester dazu gehört), des Balkonklappsessel wieder ins Wohnzimmer gestellt, weil mein Steißbein den deutlich mehr mag als das Sofa (der steht sonst da, wo jetzt der Baum steht, weswegen er derzeit eigentlich in der Kammer steht) und dann mal nachgesehen, was die Mediatheken so hergeben. Wie erhofft wurde ich bei arte fündig – es gab das Weltfestival des Zirkus von Morgen – gehört bei mir auch zu Silvester dazu. Irgendwann stellte ich allerdings fest, daß mir die Konzentration dafür fehlt, scrollte mich bei arte und 3sat durch die Konzertmitschnitte und landete dann schließlich doch beim rbb, der eine Hitparade der 70er erstellt hatte die bis irgendwann weit nach Mitternacht lief. Das sahen Schwesterherz und Freund auch, hatte sie mir geschrieben. Sie tanzten dazu, ich las halt durchs Internet, das funktionierte ganz gut – und sah mir zwischendurch die Videos an bei interessanten Titeln.

10 vor 12 begann ich mit den Vorbereitungen für den Jahrswechsel – als Jacke und Wanderstiefel holen, lange Unterhose anziehen und mir fiel ein, daß ich gar nichts hab zum „anstoßen“. Fieberhaft überlegt und mich schließlich für heißen Apfelsaft entschieden – der paßt gut zum Stehen auf dem Balkon. Dadurch war ich Mitternacht allerdings noch in der Küche beschäftigt und hab dann erst etwas verspätet „angestoßen“. Da es seit Dunkelwerden schon immer wieder Böller, Raketen, Feuerwerk gegeben hatte, war ich mir sicher, daß es sich auch dieses Jahr, trotz Feuerwerkverkaufsverbot lohnen würde, auf den Balkon zu gehen. War auch so. Es war zwar weniger als letztes Jahr, aber immer noch genügend. Vorteil des „Weniger“: Trotz dichter Wolkendecke und nur wenig Wind (wenn überhaupt) war die Sicht die ganze Zeit so gut, daß ich auch weit entfernte Raketen und Feuerwerke noch sehen konnte. Weniger Verkehr war auch. Aber 12 nach 12 rückte der erste Löschzug der freiwilligen Feuerwehr aus, kurz nach halb 1 der zweite. Da war es schon so wenig Feuerwerk geworden, daß ich mich entschied, wieder rein zu gehen (letztes Jahr stand ich ja eine Stunde draußen). Kurz danach hatte dann draußen noch mal jemand eine Feuerwerksbatterie angezündet – die hab ich mir dann von der Küche aus angesehen. Telefonat mit den Eltern, noch ein bißchen Musikvideos (so langsam kamen wir ja zu den interessanteren Platzierungen) und gegen halb 2 bin ich dann ins Bett.

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