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05.03.2021

„Zeugt!“ sagt jemand. Ich denke mir noch: „Mit Zeugen ist es ja nicht getan, man muß sie auch großziehen“, dann wach ich auf. Guten Morgen!

Ich bin relativ ausgeschlafen, das erste Mal diese Woche. Entsprechend gut funktioniert das Aufstehen. Morgenrunde mit Sonne, Frühstück, und dann habe ich vor Arbeitsstart sogar noch etwas Zeit zum Lesen.

Arbeit heute ist relativ entspannt. Morgens Abteilungsstatusrunde, ansonsten liegt nichts akut an und ich habe endlich Zeit, Mails zu lesen und die Schulungs- und Statusvideos anzusehen. Bei uns passiert gerade eine ganze Menge organisatorisch und man versucht tatsächlich, alle Mitarbeiter „mitzunehmen“. Find ich gut. Außerdem gibt es diese große Lernplattform, wo wir aufgefordert sind, viele „Kurse“ zu belegen. Es gibt verschiedenste Themen, organisatorisch, fachlich, aber auch kurze Vorstellungsvideos der oberen Managementebene. Und man sammelt dabei Punkte, die man jeweils am Monatsende einer NGO spenden kann.

Zum Mittag mache ich mir Kartoffeln und „Bayrisch Kraut“, zumindest heißt das bei uns in der Familie so. Keine Mittagsrunde, denn Kochen dauerte länger und ich so habe ich eh um 3 mein Stundensoll für diese Woche erfüllt. Mehr dürfen wir nicht. Ich mache dann aber den Rechner nicht gleich aus, sondern lerne noch schnell etwas polnisch. Sprachkurse kann man über die Lernplattform nämlich auch belegen. Da das aber nun wirklich Privatvergnügen ist, mache ich das natürlich nicht während der Arbeitszeit. Polnisch, weil ich das eventuell im Urlaub im Herbst gebrauchen kann. Ich habe Vorteile, weil ich ja in der Schule schon russisch gelernt habe, manches ist ähnlich. Aber das polnische Alphabet ist eine Herausforderung. Da 24 Buchstaben nicht reichen, versehen sie einige auch noch mit Strichen und Häkchen. Und heute lerne ich neu, daß es das z sowohl mit Strich, als auch mit Punkt obendrüber gibt. Außerdem gibt es ja noch Digraphen und Trigraphen – Kombinationen aus 2 bzw. 3 Buchstaben, die einen gemeinsamen Laut ergeben, ch zum Beispiel. Und ganz diverse Kombinationen mit z (plus Strich, plus Punkt). Das kyrillische Alphabet hat dafür ja jeweils eigene Buchstaben. Ob das aber wirklich leichter zu lernen war oder ich mir das nur einbilde? Daß ich angefangen habe russisch zu lernen, ist schon eine halbe Ewigkeit her. Außerdem haben allen Sprachkurse mit Unterrichtssprache englisch ja das große Problem, nicht zwischen du und Sie zu unterscheiden. Ich habe die Befürchtung, dieser hier mischt das sehr fröhlich. Das ist nicht das einzige Manko dieses Sprachkurses, aber ein bißchen was Brauchbares lerne ich vielleicht doch.

Danach dann aber: große Runde draußen. Dabei fällt mir gleich zu Anfang ein, daß ich gar keine Eier mehr habe und somit der nächste geplante Programmpunkt – nämlich backen – auf morgen verschoben werden muß. Oder ich backe war anderes. Bißchen doof: im Laufe des Tages waren die kleinen weißen Wölkchen immer größer geworden sind nun so groß, daß die Sonne fast die ganze Zeit sich hinter einer solcher Wolke versteckt. Erst zum Ende hin habe ich noch mal richtig Sonne. Immerhin steht sie da noch hoch genug, daß sie mich auch erreicht.

Nach der Runde – ich war gut eine Stunde unterwegs – ist mir erstmal nach Tee und Gebäck (die letzten Plätzchen von Weihnachten). Und lesen. Anschließend ist es mir erstmal wichtiger, den riesigen Berg Abwasch zu erledigen, der sich die Woche über aufgestapelt hat. Eine dreiviertel Stunde bin ich damit beschäftigt. Das weiß ich so genau, weil ich mir angewöhnt habe, dabei die Podcasts zu hören, die in den offenen Tabs des Browsers rumliegen. Komme ich ja sonst nicht zu. Der heutige hat eine Länge von deutlich über einer Stunde – den Rest gibt es dann beim nächsten Abwasch.

Danach Sport (Backen wirklich erst morgen, das paßt heute zeitlich nicht mehr). Da Nacken und Schultern fürchterlich verspannt sind, ist die Auswahl etwas schwierig, denn eigentlich will ich die erstmal nicht weiter belästigen. Ich entscheide mich für ein Programm nur für die Beine – bei dem ich aus Balance-Gründen die Arme die ganze Zeit zur Seite strecken soll. Nunja. Ich finde eine Armhaltung, die die Balance verbessert, aber die Schultermuskulatur nicht ärgert. Anschließend ausgiebiges Dehnen.

Duschen, Abendbrot, Fernsehen. Danach noch mal Polnisch, diesmal mit Duolingo. Ich hatte mich die Woche mit einer Freundin übers Sprachenlernen unterhalten und sie erzählte, daß sie Duolingo zumindest zum Vokabelnpauken und Sätzebilden ganz gut findet. Also habe ich auch wieder damit angefangen. Duo geht zumindest strukturierter und in kleineren Schritten vor als der andere Kurs. Außerdem hat es eine deutlich größere Varianz in den Übungen. Danach noch ein bißchen Internet, bißchen lesen, dann Bett.

 

Heute war’s mal wieder ausführlicher, denn es war ja der 5. und damit Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?).
Die anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

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