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05.01.2022 – WMDEDGT

Ich schlafe derzeit außerordentlich schlecht, aber als meine Eltern heute morgen an der Tür klingelten, schlief ich gerade tief und fest. Sie waren angemeldet, da bei ihnen Wasser- und Abwassersperrung angekündigt war, hatte ich ihnen angeboten, daß sie zu mir kommen können. Sie waren auch nicht extrem zeitig, eigentlich hätte ich um die Zeit längst wach und auf den Beinen sein sollen. War ich aber nicht – der Wecker hatte offenbar nicht geklingelt. Die Eltern haben einen Schlüssel und standen längst in der Wohnung, als ich mich endlich sortiert hatte. Ich bin dann sehr viel schneller aufgestanden als sonst, brauchte aber lange, um mich fertig zu sortieren. (Zum Glück hatte ich gestern schon weitgehend aufgeräumt). Immerhin: schneller Blick in den Arbeitskalender (nach dem Besuch im Bad) zeigte, daß die sonst üblichen Meetings am Mittwoch morgen diese Woche noch nicht stattfinden, ich konnte meine Morgenroutine also weitestgehend normal durchziehen – inklusive Runde draußen (kälter als die letzten Tage und viel blauer Himmel außer dort, wo die Sonne stand) und Frühstück. Danach noch Nachfrage bei den Eltern, ob sie noch was brauchen (es ist schon komisch, Besuch zu haben und sich nicht richtig drum kümmern zu können), aber sie kennen sich ja hier aus, und dann Arbeit. Fortsetzung des Themas von gestern, fruchtbare Diskussion mit einem Kollegen mit dem Ergebnis, daß da was auf beiden Seiten schief ist, aber bei mir geändert werden muß weil leichter – und auf der anderen Seite schon ewig schief, ohne daß sich jemand drüber beschwert hätte. Noch ein bißchen auf meiner Seite gesucht, Erklärung für zumindest eine schiefes Sache gefunden und so langsam puzzelte sich da eine halbwegs elegante Lösung zusammen – die zudem dann auch zu doch relativ wenig Aufwand auf meiner Seite führt. Nicht schön (insgesamt), aber ok. Das dann gleich noch mit dem Chef abgesprochen, mit dem ich eh ein Meeting hatte, dann war Mittagspause. Vorteil des Besuchs der Eltern: ich wurde bekocht. Das hat schon was. Nach dem Mittagessen verabschiedeten sie sich, (und nahmen netterweise den Bio-Müll mit runter. Danke!) ich hatte mein nächstes Meeting und bin dann danach auch noch schnell eine Runde raus. Das Wetter war inzwischen immer unfreundlicher aus, es hatte auch schon ein wenig getröpfelt, aber als ich unterwegs war, blieb es trocken. Den Spaziergang nutzte ich, um gleich noch gelesene (oder abgebrochene) Bücher zurück zur Bibliothek zu bringen und war schon auf dem Weg dorthin stolz auf mich, daß ich diesmal wirklich nur abgeben und nicht nach neuen Büchern sehen würde, denn ich hab ja noch genug. Auch wenn schon so ganz leise die Frage hoch kam, ob ich nicht doch mal, nur kurz, kucken könnte, was es neues gibt. Am Abgabeautomaten wurde die Frage dann lauter, aber quasi im nächsten Moment fiel mir ein, daß ich ja mein Smartphone und damit den Impfnachweis zu Hause gelassen habe. Für die Abgabe braucht man den nicht, wenn man richtig rein will in die Bibliothek, dann schon. Wie praktisch! Ich war also wirklich nur in der Bibliothek um Bücher abzugeben, ohne mir neue auszuleihen!

Dann weiter Arbeit, Teile der eleganten Lösung umsetzen, den Rest ausführlich aufschreiben (kommt in späterer Projektphase), anschließend anderer Kram, Kollegen unterstützen. Das zog sich und so hab ich wieder nicht wie geplant um 5, sondern erst um viertel 7 Feierabend gemacht. Bißchen Internet, dann Sport, duschen, Abendbrot. Dann war es schon wieder fast 9. Sofa, Vokabeln lernen (dreiundzwnzigster auf polnisch ist ein ganz fieser Zungenbrecher), mehr Internet. Bloggen. Ich hatte noch lesen wollen, aber das wird wohl nix mehr, bin müde und es ist auch spät genug.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens (WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag) gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

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