• Kategorien

  • Archive

17.01.2020

Müde und unausgeschlafen. Immer noch irgendwie krank und Nase und Augen, aber nicht mehr so schlimm wie am Abend. Und dann hab ich mich irgendwann in meiner Morgenroutine so falsch bewegt, daß Nacken und Schulter wirkten, als wären sie falsch zusammen gebaut und bei jeder Bewegung weh taten. Mit anderen Worten: ein nicht ganz so toller Morgen. Immerhin schöner Sonnenaufgang.

Wieder in die Halle, weiter gemacht. Das muß ja fertig werden, und innerhalb der Halle umziehen geht auch nicht mal eben so.  Versucht, mich im großen Kragen meines Pullis zu verkriechen. Mittagspause mit viel Sonne (und Eis gegen den schmerzenden Hals). Danach weiter und überraschend früh fertig geworden (Mist, wieder die Norm versaut). Ich hatte befürchtet, daß ich wenigstens Dienstag noch benötigen werde, stattdessen hatte ich sogar noch Zeit für liegengebliebenes im Büro. Und noch mal hin und her um dem Kollegen das geliehene Geld zurück zu geben. Dann wurde es aber doch hektisch, auch weil ich den Thermobecher noch mal mit Tee füllen wollte, ein Kollege den Wasserkocher aber randvoll gefüllt hat und 2 Liter Wasser nun mal brauchen bis sie kochen. Etwas zu spät los gegangen und zur Bahn gehetzt. Dabei ganz schön ins Schwitzen gekommen. Die Bahn selbst hat dann leider gebummelt, so daß der Anschluß nicht klappte und ich 9 Minuten auf die nächste warten mußte. Beim Einsteigen kräftig angerempelt worden von jemandem hinter mir der schneller einsteigen wollte als ich und alle vor mir. An der nächsten Station die Tasche einer Frau kräftig gegen den Arm gedonnert bekommen ohne, daß sie sich entschuldigte. Die Bahnen mit denen ich fahre sind ausreichend leer, so daß die Fahrten normalerweise ganz ohne Kontakt ablaufen. Diese Häufung heute war schon seltsam.

Nach Hause. Dort festgestellt, daß ich jetzt noch 10 Minuten habe für noch mal schnell auf Toilette, Umziehen (wegen kalt und verschwitzt) Sachen (um-)packen und Weg zum Japanisch-Kurs bis der Kurs beginnt. Dann mußte ich kräftig niesen und habe entschieden: mach ich nicht. Ist zwar der erste Termin dieses Semester, aber ich will nicht mehr hetzen, fühl mich gar nicht und bin vermutlich eh zu nix mehr in der Lage. Also dort zu sein bringt eh nix, außer daß ich die anderen evtl. noch anstecke. Wäre mir das früher aufgefallen, hätte ich mir die Hetzerei zur S-Bahn erspart, aber egal. Mehr Zeit auf dem Sofa. Wobei das auch nur bedingt angenehm ist, wenn man sich die Schulter (oder was auch immer da) verrenkt hat.

Gelesen, mit der I. gechattet. Irgendwann hab ich dann auch nicht mehr gefrohren. Irgendwann Abendbrot gegessen. Den Rest des Abends dann hauptsächlich damit verbracht, snowboardend Lamas einzufangen. Auf dem Tablet. Die I. ist schuld, sie hat mich angestiftet. Nicht direkt zu dem Spiel, aber indirekt. Das Spielen war für die Schulter sicherlich nicht ideal, aber so lang hab ich nicht gemerkt, wie krank ich mich fühle. Ist ja auch was.

16.01.2020

Wie gute Laune ich hab, wenn ich bin zum Weckerklingeln durchgeschlafen habe und nicht von schmerzender Schulter wach wurde!

Wie oft muß man jemanden eigentlich auf dem Arbeitsweg getroffen haben, damit man ihn grüßen darf/kann/sollte? Und nach wievielen Treffen ohne Gruß sollte man nicht mehr damit anfangen, weil es sonst komisch wird?

Der Arbeitstag begann mit einer Schulung per Skype und Telco mit erheblichen technischen Schwierigkeiten. Ich hatte bei den ersten Folien nur keinen Ton, andere konnten sich gar nicht einwählen*. So eine Schulung ist anstrengend, wenn man die Einleitung über Sinn und Zweck der Schulung nicht mitbekommen hat und sich dann dann aus der Schulung selbst erschließen muß. Vielleicht war aber auch die Schulung nicht gut, wenn man später nicht mehr recht rein kommt? So froh ich eigentlich über die Abwechslung war, es war dann doch anstrengend und ich den Rest des Tages müder als gestern. Nach der Schulung bis zur Mittagspause recherchiert ob und wie man den Aufwand meiner derzeitigen Aufgabe reduzieren könnte. Akut leider gar nicht, dazu ist das zu schlecht gepflegt. Und langfristig auch nur minimal, weil das ganze Konstrukt das nicht so recht her gibt so wie es jetzt ist.
Leute, denkt groß! Wenn ihr irgendwas anfangt, von dem ihr plant, daß es größer werden könnte, dann fangt es gleich so an, daß es sich auch noch leicht pflegen läßt, wenn es richtig groß ist. Denn „ach, das kann man später dann noch richtig machen“ funktioniert nie!

Zum Mittag heute nur Beilagen weil mir alles nicht so recht zusagen wollte. Nach dem Mittag weiter geackert. Wieder mit zwei Pausen an der frischen Luft – heute beide in der Sonne. Bin deutlich weiter gekommen als gedacht. Die kleinen Freuden zwischendrin: „Das jetzt noch, und dann mach ich mir einen Tee!“

Heimweg. Auf dem Fußweg von der S-Bahn nach Hause (die lange Variante), lagen gleich an der ersten Ecke zwei Bäume und mir fiel wieder ein, daß ich ja heute den Baum raus bringen muß, weil morgen früh der zweite (und letzte) Abholtermin ist. Und das, wo ich so müde bin! Ich hatte ja die ganzen letzten Tage immer schon überlegt, ob ich nicht schon mal abschmücke und ihn rausbringe, hab dann aber gedacht, daß ich das durchaus auch Donnerstag machen kann, da ist ja sonst nicht. Nur heute eben große Müdigkeit. Beim Heimkommen kurz überlegt, ob erst Abendbrot und dann Baum oder andersrum und mich für zweiteres entschieden. Ich wußte: wenn ich ein mal sitze, komme ich nicht wieder hoch. Das gute: Abschmücken geht wesentlich schneller als schmücken. Das war wirklich ratzfatz erledigt. Und der Baum nadelte immer noch nicht! Ich hab auf dem Rückweg durchs Haus zwar ein paar Nadeln aufgesammelt, aber die stammten alle von einer Douglasie – und waren wohl der Auslöser für den netten Brief vom Hausmeister im Aushang, der darauf hinwies, daß man selbstverursachten Dreck bitte auch selbst beseitigen soll. Das Aufwändigste an der ganzen Aktion war, die ziemlich lange Lichterkette aufs Bücherregal zu drapieren.

Abendbrot gab es dann wieder mal vor der Mediathek. Ich habe mir endlich die Zugfahrt zum Polarkreis zu ende angesehen und überlegt, ob Schneepflugfahrer da oben am Polarkreis nicht ein toller Job wäre.

Wenig schön: zwei Tage in Zugluft (ich ackere nicht im Büro sondern in einer großen Halle mit offenbar eigenem Windsystem, denn die Fenster und Türen sind alle zu) zeigen Wirkung: Es wirkt, als bekäme ich wieder eine Erkältung. Das finde ich unschön.

 

* Wieder mal erstaun festgestellt, wie manche Kollegen, wenn sowas nicht klappt. Vor allem, wie heftig. Das wirkte wie kurz vor Monitor-fliegt-vom-Tisch. Und ein anderer verkündete im zur Schulung gehörenden Chat, daß er weitere Einladungen zu Schulungen generell ablehnen wird. Manche sind komisch.

15.01.2020

Weiter geackert. Solche stupiden langweiligen Arbeiten will ich ja so schnell wie möglich hinter mich bringen (vor allem, wenn interessanteres wartet), also so konzentriert wie möglich durchgearbeitet. Dabei aber auch auf Pausen geachtet. Jenseits der Mittagspause noch zwei Mal draußen gewesen für frische Luft und viel Sauerstoff und damit die Augen mal wieder etwas weiter weg fokussieren können. Beim ersten Mal habe ich sogar noch Sonne abbekommen. Mir die Arbeits so strukturiert, daß ich recht kleinteilig Fortschritt verfolgen kann: abhaken ist immer gut, je mehr, desto besser. Bin auch insgesamt ganz gut vorwärts gekommen, habe aber festgestellt, daß ich mich verzählt hatte und nicht 21, sondern 27 oder 28 Durchläufe insgesamt notwendig sind. Bei ca. 45 – 60 Minuten je Durchlauf also mindetens ein Tag mehr. Auf dem Heimweg überlegt, ob man da nicht doch optimieren oder streichen kann. Aber viel wird wohl nicht möglich sein.

Aber: ich war bei Feierabend längst nicht so müde wie gestern. Gut, es fehlten ja auch die anstrengenden Meetings. Leider hab ich aber offenbar die Füße wieder ungünstig ums Stuhldrehkreuz geknotet. Mit der Folge, daß jetzt die Füße und die Beine weh tun.

Nach dem Abendessen dann ein sehr spezielles Problem: Ich würde gern lesen, habe auch genug hier, davorn einige Bibliotheksbücher die demnächst zurückgegeben werden müssen, aber nichts davon spricht mich derzeit an. Die Gefahr ist groß, daß es mir dann auch nicht gefällt, einfach weil mir grad nicht danach ist. Kompliziert. Stattdessen mit der I. gechattet über Chinesisch und Japanisch und daß Schwedisch albern klingt.

Wochentagsverwirrung: Irgendjemand meinte, heute wäre Mittwoch. Kann doch gar nicht sein, hab doch erst den zweiten Tag gearbeitet! Mal sehen wie lange es dauert bis ich mich daran gewöhne. (Die I. meint, es müsse „heute sei Mittwoch“ heißen. Ich find aber, das klingt altbacken, darum bleibe ich beim wäre.)

14.01.2020

Anstrengender Tag. Begann mit Albtraum und S-Bahn-Verspätung. Ging weiter mit Ärger über unfähigen Kollegen und diversen Meetings mit viel Chaos und hin und her. Zwischendrin Mittagspause verspätet. Aber die anderen aßen noch und warteten dann auch auf uns, so daß wir gemeinsam Runde drehten.

Ergebnis des letzten Meetings war, daß ich doch erstmal die eine Aufgabe Vollzeit abschließen soll. Die ist nervtötend eintönig, weswegen ich sie so schnell wie möglich hinter mich bringen will (dauert ja nur ein paar Tage…). Kurz vor 6 geb ich dann auf, weil k.o. und müde und so.

In der S-Bahn versuche ich dann erstmal wieder ein bißchen runter zu kommen. Klappt so richtig erst zu Hause auf dem Wohnzimmerteppich (sooo gut, daß ich den gekauft habe).

Dann Abendessen mit leckerem Brot. Danach Internet.

 

Erkenntnis des Tages: Ich sollte mich weniger aufregen. Lohnt eh nicht.

13.01.2020

So ein Termin mitten am Tag ist auch etwas doof. Was schaffe ich zeitlich vorher, und was mach ich lieber hinterher? Zumal ich auch noch vorher Mittagessen mußte, ungewöhnlich zeitig, und Zähne putzen, denn mein Termin war beim Zahnarzt. Und je näher er rückte, desto mehr mußte ich feststellen, daß ich deswegen nervöser war als ich mir eingestehen wollte. Denn daß gebohrt werden würde, wußte ich ja schon.

War aber alles gar nicht so schlimm. Vorher noch röntgen, mit dem Ergebnis, daß da zwischen den Zähnen – von außen noch nicht sichtbar – noch mehr reperaturbedürftige Stellen sind. Ich werde also noch ein paar mehr Montage beim Zahnarzt verbringen. Nun. Da man es sich ja nicht unnötig schwer machen muß, habe ich auf die Frage nach der Spritze ja gesagt. Früher fand ich das Spritzen immer sehr unangenehm und schmerzhaft, aber heute habe ich fast gar nichts gemerkt. Nun ist es ja so, daß ich, seitdem ich die Probleme mit der Schulter habe und auch feststellte, daß meine Muskeln fast immer angespannt sind, wenigstens Abends im Bett alle Muskeln ganz bewußt entspanne. Tagsüber auch wenn ich dran denke, was aber nicht oft der Fall ist. Abends aber immer, und früher oder später schlafe ich dann meist ein. Beim Zahnarzt mache ich das bewußte entspannen schon länger. Zum einen ist es ja auch anstrengend im nachhinein, die ganze Zeit total angespannt zu sein, zum anderen lauert man dann nicht so darauf, wann es wieder weh tut. Ergebnis heute: ich wäre fast eingeschlafen und brauchte danach eine ganze Weile, um wieder wach zu werden, lief noch eine ganze Weile etwas benommen rum.

So ist mir auch erst fast zu Hause wieder einfallen, daß ich ja in der Gegend vom Zahnarzt bei einem traditionellen Bäcker, den es da schon ewig gibt, Brot kaufen wollte. Also bin ich umgedreht und zurück gegangen. Schön daran: die Sonne kam grad raus und schien mir ins Gesicht. Brot ist schon verkostet und schmeckt wirklich gut.

Weil ich ja so zeitig Mittag gegessen hatte gab es zu Hause als ich dann wieder essen durfte besonders viele Plätzchen und Lebkuchen zum Tee und den Rest des Nachmittags verbrachte ich hauptsächlich mit lesen. Buch, denn Twitter ist mir grad über.

Und Japanisch-Vokabelkarte habe ich mal wieder geschrieben. Da ich das Buch ja schon da habe, weiß ich, was das erste Thema im neuen Kurs sein wird. Es geht um Familie und Sprachen, also werde ich jetzt doch mal die Bezeichnungen für die Familienmitglieder lernen.

11.01. und 12.01.2020

Mich gefragt, warum ich mich eigentlich immer gezwungen fühle, am Wochenende etwas besonderes zu machen. Vielleicht kommt das von dem einen Schwedischkurs, bei dem jeder Termin damit anfing, daß jeder reihum erzählte, was er die letzte Woche so getan hat. In anderen Kursen anderer Sprachen wird das auch so gehandhabt, hörte ich, um das freie Sprechen zu üben. Da ist es schon blöd, wenn man die ganze Woche über quasi nichts erlebt hat. Ein einziges mal habe ich geantwortet, daß ich nichts spezielles gemacht hab, da war ich aber zudem auch noch ziemlich müde. Die anderen waren von der kürze der Antwort etwas irritiert und sprechen übt man so natürlich auch nicht. Also habe ich sonst immer was erzählt. Und eben am Wochenende Dinge unternommen von denen ich dann erzählen konnte, mein Arbeitsalltag ist ja für außenstehende eher langweilig.

Für dieen Sonnteag hatte ich mich für eine Wanderung angemeldet und war auch von der Warte- auf die Teilnehmerliste gerutscht, aber so richtig überzeugt war ich nicht, die Strecke, die Leute… und so habe ich mich Sonnabend abend wieder abgemeldet. Mit der vagen Idee, daß ich ja auch alleine wandern gehen könnte, sollte es Sonntag schön sein. Oder wenigstens zum Kreuzberg fahren. Den kenne ich noch nicht und um die Jahreszeit ist zwar der Wasserfall trocken aber auch die Bäume ohne Laub, so daß man im zweifelsfall mehr sieht. Das Wetter war schön, ich hab es trotzdem nicht gemacht.

Und so wurde es ein ziemlich durchschnittliches, unspektakuläres Wochenende. Bißchen Haushalt hab ich erledigt. Ich war viel draußen und habe unter anderem die weitere Nachbarschaft erkundet und festgestellt, daß es da architektonisch und geschichtlich durchaus interessantes gibt. Ich habe viel gelesen und festgestellt, daß ich nach ca. 200 gelesenen Seiten ein Buch nicht mehr abbrechen möchte, auch wenn es dann so langsam öde wird. (Lesen zählt mein Kopf übrigens irgendwie nicht als sinnvolle Beschäftigung. „Den ganzen Tag sitzt du nur rum und liest!“ hab ich vielleicht ein paar mal zu oft gehört. Und das Buch steht ja nicht mal auf einer meiner Lesewunschlisten. Ich kann es also nicht mal abhaken.)  Und mit den Eltern habe ich viel gesprochen. Sonnabend eher ungeplant per Telefon, als ich eigentlich nur kurz auf die MDR-Dokumentation „Exquisit – Mode made in GDR“ hinweisen wollte. Und Sonntag habe ich ihnen meinen alten Rechner vorbeigebracht, damit sie sich das möglichst ohne HÄnger in der Mediathek ansehen können. Da mußte ich dann noch kurz das Konto einrichten und dies und das und jenes und bekam dann natürlich auch Tee und Lebkuchen und wir  haben noch ewig gequatscht und Bücher mit alten Berlinfotos angesehen.

Mein Weihnachtsbaum steht immer noch, obwohl ich Sonnabend beim Frühstück intensiv überlegte ihn abzuschmücken und rauszubringen. Er müßte dann aber fast eine Woche alleine draußen an der Straße liegen bis er abgeholt wird. Das wollte ich dann doch nicht. (Ja, manchmal bin ich komisch. Aber vielleicht habe ich auch als Kind zu oft das Märchen „Der Tannenbaum“ von Andersen gehört oder gelesen.)

Sonntag früh hatte seit langer Zeit zum ersten Mal einen Traum, der nicht anstrengend, beängstigend oder sonstwie doof war. Ich träumte davon, daß mich Marie Fredriksson in irgendeinem Zusammenhang ansprach und mir eine Frage stellte. Und direkt nachdem ich die Frage beantwortet hatte fiel mir auf: Das geht nicht, sie ist schon tod. Und bin aufgewacht. Als ob die Chancen, daß so ein Gespräch zustande kommt, viel größer wären, wenn sie noch leben würde.

10.01.2020

Heute habe ich jemandem erklärt, daß es vielleicht sinnvoller wäre, die Trendlinie für ein Statusdiagramm nicht irgendwie „hinzulügen“ damit sie zum Zieltermin paßt, sondern sie danach auszurichten, was real wirklich zu schaffen ist. Was ich leider nicht rausgefunden habe: was denn real wirklich zu schaffen ist. Dazu müßte ich wissen, was im Vertrag mit der externen Firma ausgemacht wurde. Das hat er mir aber nicht verraten (können?). Ich werde es rausfinden.

Ansonsten: Fühlte mich heute schon wesentlich wohler in dem Thema als gestern. Habe das Gefühl, wieder etwas Grund unter den Füßen zu haben. Mal sehen, ob das wirklich Grund ist, oder nur irgendwelche Wasserpflanzen die so tun als ob.

Die „Restarbeiten“ im anderen Projekt sind wesentlich umfangreicher als angenommen, wie ich heute morgen feststellte. Ich war von vielleicht 2 Tagen ausgegangen. Es werden eher 2 Wochen. Habe kurz meine 4-Tage-Woche verflucht, denn so viel Zeit habe ich gar nicht. Hab aber auch schon eine Idee, wie das Problem zu lösen wäre. (Daß ich die Lösung gar nicht suchen müßte, steht auf einem anderen Blatt. Eigentlich hätte auch der Termin (s.o.) eingehalten werden können, wenn man denn vorher mal sich gekümmert hätte.)

Außerdem heute die Aufgabe bendete die ich gestern wegen der Technikprobleme nicht beenden konnte. Die ja auch nur eine Unteraufgabe eines nicht wenig großen Arbeitspaketes ist. Und kurz vor Ende viel mir ein, daß ich ja eben dafür vor Weihnachten noch eine schöne Excel-Datei gebastelt hatte, mit der ich den Fortschritt viel schöner als mit nur einer Abstreichliste verfolgen kann, mit einem Tortendiagramm nämlich. Ein viertel hab ich schon geschafft.

Der radfahrende Kollege hat heute in der Mittagspause erzählt, daß seine Radfahrauswertestatistik ergab, daß er auf 7000 Fahrradkilometer kommen könnte dieses Jahr. Wollte sich dann aber nicht drauf festlegen lassen. Ich darf nicht lästern. Ich war letztes Jahr nicht ein Mal mit Fahrrad auf Arbeit.

Wetter ist noch erwähnenswert: Morgens Regen und Wind. Ich hatte ja eh schon schlechte Laune. Mittags dann Sonnenschein. War natürlich schön für die Runde nach dem Essen. Nachmittags zog es sich wieder zu und auf dem Heimweg bin ich zwischendurch wieder naß geworden. Aber so lang mittags die Sonne scheint, isses gut.

09.01.2020

Manches erscheint mir so absurd, daß ich da lange nicht drüber weg komme. Der Kollege hat ein Problem damit daß er jeden Tag die Jalousien wieder zu drehen muß. Zudehen, nicht runter! Sie sind immer unten. Nur da wir anderen im Büro die Sonne und ihr Licht sehr mögen (und die Pflanzen im Büro ja nunmal auch Licht brauchen) drehen wir die Jalousien oft auf wenn er nicht da ist. Und er muß sie wieder zudrehen wenn die Sonne scheint, weil er sonst auf seinen Bildschirmen nichts sieht. Und diese viertel bis halbe Umdrehung mit der Kurbel ist für ihn offenbar ein Problem. Er wollte es auch nur mal erwähnt haben, ziehlte gar nicht darauf ab, eine Lösung dafür zu finden, aber: hä?
Wie gesagt, das ist so absurd, daß es mich länger beschäftigt hat und ich kam zur Vermutung, daß er eigentlich gern (auch) einen anderen Arbeitsplatz hätte, weil er es doof findet, daß er den ganzen Tag die Sonne im Rücken hat (was absolut verständlich ist). Aber dann war die Formulierung äußert unglücklich und vermutlich eher nicht zielführend.

Hochgekommen ist das in einem Meeting das wir heute hatten wegen der nicht sonderlich guten Stimmung bei uns im  Büro. Ich hatte mich im letzten Jahr noch deswegen an die Chefs gewandt. Da war noch zu viel anderes, darum erst jetzt, und vielleicht war das auch ganz gut so, denn die Stimmung ist jetzt nach der Jahreswechselauszeit ein wenig entspannter. Es wird sich in Zukunft weiter entspannen, denn der eine Kollege wird aus organisatorischen Gründen umziehen. Nicht der mit den Jalousien.

Ansonsten gerade drei Aufgaben parallel und ich weiß noch nicht so recht, wie ich mir das organisiere – zumal ich bei der einen Aufgabe den tatsächlichen Umfang noch nicht abschätzen kann (nur seit heute weiß, daß sie einen ganzen Monat früher fertig sein muß als mein direkter Chef bisher behauptete). Und Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, auch weil der Gegenüber so viel telefonierte. Und dann konnte ich die eine Aufgabe nicht mal zu Ende bringen, weil zwischendurch die Technik ausstieg – natürlich inklusive Verlust von bis dahin schon gemachten Änderungen!

In der S-Bahn mich mit einem Kollegen über seine letzte Reise und Reisepläne und so unterhalten. Nach dem Abendbrot wieder eine Stunde Buch lesend auf dem Sofa, weil ich damit gestern so gute Erfahrungen gemacht habe.

08.01.2020

Der Tag begann mit etwas Sport. Wegen eines Verkehrsunfalls fuhr die Straßenbahn nicht, was ich heute schon vor erreichen der Haltestelle erkannte, da sehr sehr viele Menschen längs der Straße unterwegs waren. Das tut normalerweise niemand, die nehmen alle die Straßenbahn. Weil ich etwas spät losgegangen war, mußte ich reichlich zügig gehen. Hat aber geklappt, war pünktlich im Büro.

Die Verhandlungsstrategie des Kollegen kennengelernt. Es ist ja so, daß wir seit Einzug in  das Büro versuchen, die zum Teil laut brummenden Leuchtstoffröhren loszuwerden. Nachdem es ja an meinen ersten zwei Arbeitstagen mal wieder sehr schlimm war, hab ich mal eine Mail an meinen aktuellen Chef geschrieben, ob er da schon was erreicht hat. Hatte er noch nicht, aber das jetzt weitergeleitet, so daß jetzt mal wieder ein Austausch beantragt wurde. Das erzählte ich im Büro und auch, daß ich überlege, ob ich noch drauf hinweisen sollte, daß es eben nicht immer so laut ist, nicht daß dann einer kommt und sagt „brummt doch gar nicht“ und wieder geht. Reaktion des Kollegen: „Ich würd da gar nicht lange diskutieren, die sollen das einfach machen.“ Ich wüßte zu gern, wie oft dieser Ansatz tatsächlich schon funktioniert hat, weiß jetzt aber auch, warum die Aktion, als er mich vom Baustrahler als Deckenstrahler (statt der Leuchtstoffröhren) „überzeugen wollte“, so lief, wie sie lief.

Schön war, wie die Kollegen sich nach der Mittagsrunde darüber freuten, daß für mich ja erst Mittwoch Abends und nicht schon nach dem Mittag Wochenhalbzeit ist. Ätschebätsche! War lustig.

Wenig lustig war, daß ich am Nachmittag von der Projektleitung wieder angepampt wurde für etwas, was nicht in meinem Verantwortungsbereich liegt. Das hat mich hinterher echt geärgert, denn es hat mir ordenlich die Laune verdorben. Ich möchte aber gute Laune haben bei der Arbeit. Weil ich generell gern gute Laune habe. Ich bin auch der Überzeugung, daß dann die Qualität steigt. Und ich möchte auch wirklich gern, daß wir alle gemeinsam dieses Projekt zum Fliegen bringen. Ich bezweifle nur, daß ich das noch lange möchte, wenn ich ständig stellvertretend angepampt werde.
(Und ich bin der Überzeugung, daß man, wenn man anderen vorwirft, daß sie ihre Arbeit nicht machen, es sich gefallen lassen muß, daß man drauf hingewiesen wird, wo man selbst seine Arbeit nicht gemacht hat (wenn beides im Zusammenhang steht). Und daß man bitteschön andere ausreden lassen muß wenn man selbst drauf besteht, ausreden zu dürfen. )

Schön war dann der sehr gesprächige Bürokollege, der zwar einen sehr seltsamen Humor und oft reichlich seltsame Ansichten hat, aber mich eben in ein Gespräch verwickelte durch das meine Laune wieder stieg.

Abends über eine Stunde buchlesend auf dem Sofa. Hab ich selten (meistens sitz ich am Rechner), ist aber auch ganz schön eigentlich.

07.01.2020

Als ich die 4-Tage-Woche mit Montags frei beantragte, habe ich  nicht bedacht, daß meine Arbeitswoche dann immer mit Dienstag beginnen würde. Das ist noch schlimmer als Montag, sind doch Dienstag die unangenehmen und anstrengenden Projektmeetings. Die waren heute immerhin nicht ganz so anstrengend, weil jeweils mindestens ein Teilnehmer fehlte um es so richtig anstrengend werden zu lassen. Dafür gab es 2 Mal Lamento über große Probleme bzw. nicht fertig gestellte Dokumente – allgemein formuliert, ohne Namen zu nennen – obwohl die Verursacher bzw. diejenigen, die da was ändern könnten, überhaupt nicht dabei waren. Das halte ich ja auch nicht für sonderlich zielführend. (Heute Abend auf der Couch habe ich festgestellt, daß ich noch nie in einem solch anstrengenden Projekt gearbeitet habe. Dann fiel mir aber auf, daß es den Fällen bisher einfach immer eine fähige Person zwischen mir (bzw. uns: mir und den Kollegen) und dem (anstrengenden) Rest des Projektes gab. Die fehlt jetzt.)

Mittagspause heute wieder in richtig großer Runde. Als wir zur Kantine gingen, gab es gerade richtig intensiven Sprühhregen (klingt absurd, war es aber), als wir fertig waren hatte es aber aufgehört, so daß wir unsere Mittagsrunde drehen konnten.

Nachmittags um 3 wurde ich sehr sehr sehr müde, was doof war, denn bei dem, was ich da grad tu muß ich mich sehr konzentrieren. Und ich hatte auch nichts anderes, einfacheres, was ich stattdessen tun konnte. Es wurde dann ein anstrengender zäher Nachmittag.

Unterbrochen von Keksen! Die Kollegin hatte wieder mit den Kindern gebacken und die „Reste“ mitgebracht. Zwei wirklich große Dosen voll. Sind trotzdem fast alle geworden. „Kekse helfen immer“ meinte ein Kollege vom Gang.

Zu Hause Waschmaschine gestartet, trockene Wäsche abgenommen und verräumt und dann leider etwas auf dem Sofa versackt. Ich hatte mich dann erst aufgerafft zum Abendbrot, als die Waschmaschine schon beim Schleudern angekommen war. Ist nicht so toll, wenn man direkt daneben sitzt. War dann heute aber auch egal.