12 von 12 im September

Was man so gar nicht braucht: Heute morgen wach geworden, auf den Wecker gekuckt wieviel Zeit ich noch hab bis zum Klingeln. 3:20 sagt der. Das konnte nicht sein. Dazu war ich zu wach (ok, das hat gar nix zu bedeuten) und es war zu hell. Also aufgestanden und in die Küche getappt. Küchenradio sagt 6:21. Das glaubte ich schon eher. Da es dann aber so gar keinen Sinn machte, für 40 Minuten noch mal ins Bett zu gehen, bin ich eben aufgestanden.

Küche.

Fahrstuhl. (Immer, wenn ich losgehe zur Arbeit um die Jacke richtig anzuziehen, den Schlüssel zu verstauen… Zeit ist knapp morgens, gut wenn man Fortbewegung mit dem anderen kombinieren kann).

Kurzes Telefonat mit dem Schwesterherz. Sie hatte Geburtstag, ich hab schon mal eine kleine Überraschung, ob wir uns gleich an der S-Bahn sehen? „Hä? Ich bin gerade erst aufgestanden!“ Pff, Schlafmütze. (Ich dachte, sie würde immer deutlich vor mir aufstehen, ist wohl doch nicht der Fall. Also bin ich bei ihr vorbei und hab ihr dir Überraschung und den Briefkasten gelegt.
Vor den Briefkästen.

Bahnsteig der S-Bahn.

S-Bahn (angelehnt, darum hab ich die Füße nicht unterm Körper).

Umsteigen.

S-Bahn (Sitzplatz).

Dann Büro und so. Danach Weg zur S-Bahn.

S-Bahn.

Das erste Mal seit langem auf dem Heimweg wirklich warten müssen auf die zweite S-Bahn.

Heimweg. Schweinebäuche heißen diese Granit-Gehwegplatten, weil sie nach unten hin so ähnlich aussehen wie Schweinebäuche. Um 1900 erstmals dort verlegt sind sie zu erkennen an den ungleichmäßigen, etwas runden Kanten und Ecken und inzwischen vom Aussterben bedroht.

Fast da. Hoch zu nehme ich tatsächlich oft die Treppe.

Der Wecker übrigens geht wieder richtig…

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

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Kirgisistan – Bischkek

Bischkek ist die Haupstadt Kirgisistans. Zu Sowjetzeiten hieß die Stadt Frunse (nach einem russischen General), weswegen der Flughafen das Kürzel FRU hat.

Wir sind kurz nach Sonnenaufgang gelandet und gleich erstmal ins Hotel gebracht worden wo wir Frühstück bekamen (siehe Kirgisistan – kulinarisch). Danach umziehen, denn es würde wieder sehr warm werden*, und dann ging es los zur Stadtbesichtigung.

Was mir sehr schnell auffiel: in Kirgisistan wird offenbar viel in Betonskelettbauweise gebaut und zwischendurch aufgehört. Hier ein besonders schönes Exemplar.

Aber das war eigentlich gar nicht Ziel unseres Stops. Wir wollten zum Manas-Denkmal vor der Philharmonie.(Der Gute war ganz schön von Tauben belagert.)

Manas ist DER Volksheld Kirgisistans. Es gibt einen langen Epos, der über die Jahrhunderte mündlich überliefert wurde. Die Männer, die den ganzen Epos wiedergeben können werden Manastschi genannt und die berühmtesten stehen rechts und links des Denkmals.

Ein paar schöne Gebäude gibt es auch noch drumrum.

Dann sind wir wieder in die Busse gestiegen und ein bißchen gefahren bis wir an einem großen Platz wieder abgesetzt wurden. Auf der anderen Seite des Platzes steht das Haus der kirgisischen Regierung, was zwar groß und durchaus pompös ist, dann aber doch wieder so beliebig, daß es kaum auffällt.

Wir wollten auch gar nicht dort hin, sondern in den Park auf unserer Seite – und da mußte ich direkt grinsen, habe ich doch die zwei dort auf der Bank auf dem Podest sofort erkannt.

Mir gefällt dieses Marx-Engels-Denkmal sehr, sehen die beiden doch tatsächlich so aus als würden sie sich einfach gut unterhalten. Das Berliner Denkmal der beiden dagegen: Massiv, überlebensgroß, ernst. Achja, und fast direkt daneben, nur durch diverse Bäume getrennt steht dann auch schon Lenin.

Er stand früher auf der anderen Seite des Historischen Museums, mußte aber wegen des Zeitenlaufes auf die Rückseite umziehen. Das Historische Museum wurde gerade gründlich renoviert, so konnten wir nicht hinein und sind nur durch den danebenliegenden Park gelaufen.

Apropos Park: davon gibt es im repräsentativen Stadtzentrum jede Menge und auch sonst viele Bäume, viel grün. Das verwundert ein wenig bei einer Stadt, die im Sommer so heiß wird. Der Trick: Kirgisistan hat sehr viel Wasser und die Grünflächen werden massivst bewässert. Am zeitigen Vormittag, als wir unterwegs waren, standen diverse Wiesen unter Wasser.

Inzwischen sind wir am Ala-Too-Platz vor dem Historischen Museum angekommen. Und wer steht dort jetzt? Manas! (Bis vor einigen Jahren stand dort eine Frauenfigur (wer genau habe ich leider vergessen). Kirgisistan hat seit dem Ende der Sowjetunion schon zwei Revolutionen hinter sich und irgendwann meinte man, diese Frau dort würde Unglück bringen und stellte stattdessen lieber Manas auf.)

Zwischen Ala-Too-Platz und weißem Haus liegt ein Park (mit um die Zeit sehr nassen Wiesen) und in diesem Park stehen ein paar Denkmäler. Dieses hier scheint schon etwas älter zu sein.

Wohingegen dieses noch relativ neu ist. „Denkmal der Helden“ heißt es.

Direkt daneben liegt dann auch schon das Grundstück des weißen Hauses Bischkeks – das Parlament Kirgisistans. Groß und weiß und mit massivem Zaun drumrum.

Wir sind dann zurückgelaufen zum Ala-Too-Platz um den in monumentaler Gänze auf uns wirken zu lassen. Größer als der Rote Platz in Moskau. (In meinem Rücken ist auch noch mal viel Platz bis zum Historischen Museum.)

Ein Stückchen weiter gibt es etwas, was ich schon sehr witzig fand: eine Open-Air-Gallerie. Wir waren etwas früh, sie hatten gerade erst angefangen, die Bilder aufzuhängen, aber ein bißchen was war schon zu sehen. Ja, man hätte dort direkt kaufen können. Es gab Bilder diverser Stilrichtungen und Themen (ok, am häufigsten vertreten: Pferde, Berge und auch viele Schneeleoparden).

Weil wir so früh waren, konnte man aber auch noch einen Blick auf die Lagerung der Schätze werfen: Übereinander gestapelt in einem Baucontainer.

Diese Galarie grenzt an den Eichen-Park, der nicht nur viele Eichen, sondern auch diverse Denkmäler hat. Die habe ich nicht alle fotografiert. Erst dieses dann wieder, das auch schon nicht mehr im Park, weil es nicht so alltäglich ist: Ein Denkmal für einen Balletttänzer (dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe) mit dem Opernhaus im Hintergrund.

Neben dem Opernhaus in einer Grünanlage gibt es dann auch ein Denkmal für eine Prima Ballerina, deren Name mir aber auch nichts sagte.

Im Opernhaus selbst wurde gerade massiv gebaut (wie im Schauspielhaus auch, an dem wir vorbei gekommen waren). Dem Denkmal davor hat man einen schützenden Mantel angezogen.

Von den schönen Künsten ging es dann noch zum Denkmal für die gefallenen Soldaten, daß ja in keiner sowjetischen Stadt fehlen durfte. Das Denkmal ist neueren Datums, riesig groß und besteht aus drei Granitbögen, die den Tundjuk, den Rauchabzug der kirgisischen Jurte halten.

Es ist umgeben von viel Wiese und auf einer der Wiesen wächst auch der Rote Stern der Roten Armee.

Das war der Endpunkt unserer Stadtbesichtigung. Aber zwei Bonusfotos habe ich noch. In Bischkek gibt es nicht nur viele Parkanlagen, sondern auch viele Parkbänke. Und manche davon sind nicht nur profane Parkbänke, sondern schon halbe Kunstwerke wie diese hier:

Und im Park hinter der Oper stand eine Hollywoodschaukel.

 

 

* Ein paar Wochen vor der Reise erst habe ich ja überhaupt damit begonnen, mich mit dem Land zu beschäftigen. Interessant war da natürlich auch das Wetter und nachdem ich sah, daß es in Bischkek in dieser Woche immer deutlich über 30°C werden sollte, begann ich ja an der Entscheidung dorthin zu reisen zu zweifeln. Nächste Frage war: Was zieht man da an? Ich hatte gelesen, daß Kirgisistan ein muslimisches Land sei. Geht kurz? Und wenn ja, wie kurz? Bilderrecherche im Internet ergab: kurz geht wohl. Vor Ort habe ich gesehen: auch schulterfrei und Riemchensandalen gehen. In der Gegend um Karakol habe ich auch mal Frauen mit Kopftuch gesehen – insgesamt aber deutlich weniger als in Berlin.

Kirgisistan – kulinarisch

Was gab es in Kirgisistan zu essen? Viel, meist. Es begann mit einem großartigen Frühstücksbuffet am Tag unserer Anreise. Das war viel zu viel um von allem zu probieren – und am nächsten Tag gab es ganz andere Sachen. (Die Qualität des Fotos ist bescheiden – ich habe in der Nacht zuvor kaum geschlafen.)

Zu den meisten folgenden Frühstücken gab es Kascha (Brei verschiedener Art), Marmelade und eine Art Schmalzgebäck – kleine Happen, die pur relativ trocken waren, mit Marmelade aber gut schmeckten und eine gute Grundlage für die Wanderungen waren. Häufig gab es auch Wassermelone* und Brot, manchmal auch Wurst und Käse, manchmal Ei.

Mittags hatten wir fast immer Lunchpakete, die ich leider nie fotografiert habe. Sie wären es wert gewesen, denn mit den Lunchpaketen in Deutschland waren sie nicht vergleichbar. Ja, sie enthielten auch das übliche Getränkepäckchen und Obst. Und einen Schokoriegel (immer von der gleichen Marke). Dazu dann aber fast immer auch Kuchen oder Kekse und ein paar Bonbons. Das wichtigste aber: immer eine komplette Mahlzeit. Nudeln, Kartoffelsalat, Bulette, Spiegelei. Oder Nudeln, Reis, Hühnerbrust, Spiegelei. Dazu immer extra ein Rohkostsalat und etwas Brot. Es war viel (und ich war fasziniert, wie man Spiegeleier so gummiartig hinbekommt, daß man sie in so eine Box verpacken kann). Zwei Mal haben wir auch „richtiges“ Mittagessen bekommen. Im Yurten-Camp am Son-Kul-See waren wir so zeitig, daß wir dort warmes Essen bekamen: Gretschka (Buchweizen) mit Tomate und Gurke, Suppe (Kartoffeln, etwas Gemüse, Schaf), Brot und das Schmalzgebäck.

Und auf der Fahrt zum  Issyk-Kul-See machten wir an einem Homestay Pause um dort Mittag zu essen. Gesessen haben wir hier an einem typisch kirgisischen Tisch auf typisch Kirgisischen Filzteppichen. Und es gab viel zu viel als das man hätte Aufessen können:

Drei verschiedene Salate, Brot, Süßkram, unglaublich leckerer Kuchen und Wassermelone standen auf dem Tisch. Kaum daß wir saßen, kam die übliche Suppe (hier aber mit ganzen Kartoffeln drin, was sich nur mit Gabel und Löffel nicht einfach ißt). Und als wir Suppe und Salate aufgegessen hatten und eigentlich ziemlich satt waren, kam noch das Hauptgericht:

Plov. Eigentlich usbekisch, aber auch sehr lecker. Davon haben wir an unserem Tischende allerdings nicht allzuviel gegessen. Dafür war bei uns dann die Wassermelone* deutlich reduziert und auf dem einen Kuchenteller fast nichts mehr drauf. Das war alles wirklich unglaublich lecker.

Abends gab es immer großes warmes Essen. Dazu habe ich mal exemplarisch das Abendessen des Mila Homestays fotografiert, weil es das erste mit so großer und reich gedeckter Tafel war (das oben beschriebene Mittagessen war diverse Tage später).

Hier gab es neben Brot, Marmelade, Süßkram und Obst auch noch Trockenobst und Nüsse. Zur Vorspeise Salat.

Ich bin mir relativ sicher, daß es auch noch Suppe gab, habe die aber nicht fotografiert. Erst die Hauptspeise wieder – Gulasch mit Reisund Buchweizen.

Wie man an den Fotos schon sieht: Kirgisistan ist eher kein Land für Vegetarier. In der Suppe und im Hauptgericht war eigentlich immer Fleisch. Wenn auch nicht immer so viel, wie bei unserem letzten Mittagessen in einem Restaurant in Bischkek: 200g gemischtes Schaschlik (mit ein paar Beilagen).

Das war so viel, daß ich danach dann zwei Wochen kein Fleisch mehr gegessen habe…

Und was trinkt man dazu? Man sieht es schon auf den Fotos: getrunken wird Tee. Meist schwarz, manchmal gibt es auch grünen. Den Tee gibt es zu jeder Tageszeit, auch zum Abendessen. In den Hotels konnte man auch Bier kaufen, es gibt sogar kirgisisches Bier, ich bin aber beim Tee geblieben. Und zum Frühstück gab es für die Touristen auch löslichen Kaffee (geschmacklich teilweise wohl grenzwertig).

* Überhaupt, Wassermelone! Es war ja gerade Wassermelonenzeit, also haben wir die auch zu fast jedem Essen bekommen.

WMDEDGT – September

5. des Monats – Tag des Tagebuchbloggens.

Um halb bin ich das erste Mal wach. Viel zu früh zum Aufstehen. Um 7 klingelt der Wecker und ich schaffe es, gleich beim ersten Mal das Radio anzumachen (nicht erst nach dem ersten Mal snoozen) und auch, den Wetterbericht zu verfolgen (der der Hauptgrund ist, das Radio anzumachen). Wetter wird schön werden und ich mache noch mal die Augen zu und verfolge das weitere Radioprogramm halb aufmerksam. Auf der A2 gab es einen schweren Unfall und dem Einsatzleiter zittert die Stimme als er erzählt, daß und wie zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen sind. Uff. Zur Wirtschaftsrubrik stehe ich endlich auf. Bad und Küche – das übliche. Diesmal als Bonus: Wäsche für heute Abend einweichen.

Kurz nach 8 verlasse ich die Wohnung. Die erste Straßenbahn lasse ich noch wegfahren, die ist eh übervoll. Man merkt, daß die Ferien vorbei sind – aber sollten die Schüler um 8 nicht schon alle in der Schule sein? Die nächste kommt aber schon kurz danach (2 min stand an der Anzeige). Leider verpasse ich damit die erste S-Bahn – die klingelt ab als ich unten an der Treppe stehe. Die nächste S-Bahn in meine Richtung ist für diese Linie richtig voll (Ringbahnnutzer würden darüber lachen). Ditt wa vor den Ferjen nich so! Immerhin klappt der Anschluß an die nächste Bahn. Ich lese bis ich wieder aussteigen muß. 3 nach 9 stemple ich ein. Im Büro empfängt mich die Kollegin mit der Info, daß ein Kollege mich gesucht hat, weil er Fragen hat. Ganz gegen meine Gewohnheit besuch ich erst den Kollegen und beantworte seine Fragen und mache mir erst danach meinen Tee. Die meiste Zeit des Tages kämpfe ich mich dann weiter lesend durch die Norm. Lustig, daß sie verlangt, daß die Dokumente lesbar sind, sie selbst es aber so gar nicht ist. Zum Auflockern rufe ich zwischendurch bei meinem Optiker an, um mal wieder Kontaktlinsen zu bestellen. Irgendwann ist Mittagspause. Ich entscheide mich für den Nudelauflauf, der eher eigenartig schmeckt. Immerhin funktioniert die Eistruhe wieder, so daß es wieder Eis zum Rundgang nach dem Essen gibt (seit Mitte letzter Woche funktionierte sie nicht und es ist ziemlich blöd, wenn man bei der Essensauswahl und Menge das Eis hinterher mit einkalkuliert, es das dann aber gar nicht gibt).

Nach der Mittagspause verfalle ich in alte Zeiten und mache das, was bis Anfang des Jahres meine Aufgabe war (ich bin derzeit die Einzige, die davon Ahnung hat…). Macht wesentlich mehr Spaß als der Quality-Quark und ich überlege, ob ich nicht doch wieder dorthin zurück will. Kurz nach 5 fällt mir auf, daß die Kollegin, die lang vor mir anfängt immer noch da ist und rüge sie etwas deswegen. Sie hat so viel zu tun, sagt sie. Immerhin macht sie dann halb 6 mit mir gemeinsam Feierabend, aber ich befürchte, da hat sie dann auch die 10 Stunden plus Pause voll. Kurz vorher rufe ich noch beim Friseur an – hab Glück, bekomme noch einen Termin vor dem nächsten Urlaub (der auch nicht mehr so lang hin ist). Kollegin und ich gehen gemeinsam zur S-Bahn und fahren auch ein Stück zusammen – sie steigt nur viel früher aus. Ich les dann noch ein bißchen.

Wie fast immer bei schönem Wetter steige ich zwei Stationen vor Zielhaltestelle aus und gehe ab da zu Fuß (und hole mir noch ein Eis unterwegs). Kurz vor zu Hause noch kurz einkaufen. Zu Hause angekommen will ich dann doch erstmal Pause und les ein bißchhen durchs Internet. Dann Waschmaschine starten, duschen, trockene Wäsche abnehmen, Abendessen vorbereiten. Gegessen wird dann auf dem Sofa vor einer schwedischen Spielshow (jaja, essen vor dem Fernseher ist ungesund. Aber immerhin trainiere ich mein Schwedisch). Die Waschmaschine ist noch vor der Show fertig, also mache ich erstmal Pause und hänge die Wäsche auf. Danach sehe ich mir den Rest an, jetzt schreibe ich den Blogartikel und dann werde ich wohl ins Bett gehen. Spät genug isses jedenfalls.

 

Weitere Teilnehmer des WMDEDGT und Erläuterung gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Kirgisistan – Sammelsurium

Kirgisistan also. Ein Land, von dem ich beim Buchen der Reise fast nichts wußte, außer, daß es einer der ehemaligen Sowjetstaaten ist – und daß man da offenbar gut wandern kann, denn die Reisebeschreibung enthielt für fast jeden Tag eine Wanderung. Wie kommt man dann auf so eine Reise? Nun, die Eltern hatten sie per Newsletter vorgeschlagen bekommen und reichten den Vorschlag an Schwesterherz und mich weiter.

Bis Reisebeginn sammelte ich dann schon noch ein paar Informationen, wo Kirgisistan liegt, zum Beispiel (Zentralasien, zwischen Kasachstan, China und Usbekistan) und daß es in Bischkek zur Reisezeit bis zu 40°C heiß werden kann. Das ließ mich ein wenig an der Reisewahl zweifeln, denn Hitze ist ja gar nix für mich. Ich beruhigte mich dann damit, daß wir hauptsächlich in den Bergen unterwegs sein werden, wo es ja kühler ist. Außerdem hatte ich ja gelesen, daß es in Kirgisistan kaum regnet, es würde also leichter verträgliche trockene Hitze sein. Nunja, wir waren selten so hoch, daß es wirklich kühl war. Ich war fast nur in kurzen Hosen und kurzärmelig unterwegs (nach Sonnenbrand auf den Schultern gleich nach der ersten Wanderung weil ich die Schultern schlicht vergessen hatte. Ohne Sonnenbrand wäre ich wohl eher ärmellos unterwegs gewesen). In Bischkek (beim ersten Besuch), Karakol und zwischendurch ein paar mal war es auch richtig unangenehm heiß. Der Son Kul See liegt aber tatsächlich so hoch, daß wir da in einer Nacht Frost hatten. Und daß es in Kirgisistan nicht regnen würde war eine Falschinformation, es hat ein paar Mal geregnet, als wir da waren, und die Reise im Juni letztes Jahr war wohl so verregnet, daß einige Wanderungen gar nicht gemacht werden konnten.

Ebenfalls eine Falschinformation des Reiseführers war die Behauptung, Postkarten aus Kirgisistan würden nie in Deutschland ankommen – sie brauchten nicht mal zwei Wochen und waren damit deutlich schneller als die Karten des Kollegen aus Schottland (die aber auch einen Zwischenstop auf den Philippinen gemacht haben, warum auch immer). Briefmarken kauft man am besten bei der Post*. Man kann zum Teil auch unterwegs Marken kaufen die aussehen wie Briefmarken, das sind aber nur Marken zum Sammeln (oder so).

Für die Kommunikation ist es extrem hilfreich, wenn man wenigstens etwas russisch kann. Die Kirgisen lebten bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts nomadisch. Dann kamen die Russen und haben Städte und Dörfer gegründet und sonstige Infrastruktur aufgebaut. Im Laufe der Zeit wurden auch die Kirgisen seßhaft, heute leben sie nur noch teilnomadisch: im Winter im Dorf und nur im Sommer in den Jurten auf den Sommerweiden. (Geschichte vereinfacht zusammengefaßt.) Russisch ist neben kirgisisch die zweite Amtssprache – und in den großen Städten (wo hauptsächlich russischstämmige Kirgisen leben) wohl eher die erste Sprache. In Bischkek sind fast alle Schulen russischsprachig und Kirgisisch ist die erste Fremdsprache. Auf dem Land sieht es anders aus, da ist Kirgisisch die Hauptsprache, Russisch geht aber auch – nur Englisch dürfte schwierig werden.

– wird fortgesetzt (hoffe ich) –

 

 

* In einer kirgisischen Post (zumindest in der, in der wir waren) kann man noch viel mehr machen als nur Briefmarken und -umschläge kaufen. Die Kirgisen können hier auch die Fernsehgebühren und Bußgelder zahlen. Außerdem wird hier die Rente ausgezahlt – alles an extra Schaltern.

12 von 12 im August

Das 12 von 12 in diesem Monat kommt mit einem Tag Verspätung (aber Fotos von gestern!). Grund: der Tag war einfach zu lang.

Um 3:15 klingelte in einem kleinen Hotel in Bischkek mein Wecker (da war in Deutschland noch der 11.8., 23:15). Da war ich noch zu orientierunglos für ein Foto. Eine halbe Stunde später war ich wach, angezogen, hatte alles eingepackt und war bereit, runter zu gehen.

Zwischen Tür und Angel (auf der Straße, vor dem Bus) gab es den ersten Tee. Erst schmeckte er komisch, dann sehr bitter. Nunja.

Warten auf den Rest der Gruppe vor der Fahrt zum Flughafen.

Das Fotografieren von Verkehrsanlagen ist in Kirgisistan nicht gestattet, las ich, darum keine Fotos vom Flughafen. An der Paßkontrolle stand es auch explizit dran – dort hätte ich schon gern die zwei großen Plakate fotografiert die klarmachten, daß Bestechung nicht erwünscht ist. Eher unschön übrigens, wenn man erst mitbekommt, daß eine Touristin eine Sonderbehandlung bekommt (erst Diskussion ohne gemeinsame Sprache, dann wurde ihr der Paß abgenommen und sie mußte woanders hin folgen) und dann selbst an der Box steht und der Beamte mit großen fragenden Augen lange auf seine Monitore schaut und nach und nach mehr und mehr die Stirn runzelt. War aber wohl eher ein Computerproblem: er hat mir dann meinen Paß wieder ausgehändigt, danach aber weitere Kontrollen verweigert.

In Bischkek werden an den Anzeigetafeln offenbar nur die Flüge angezeigt an denen irgendwas passiert. Wenn Check-In abgeschlossen ist aber Boarding noch nicht begonnen hat werden sie nicht angezeigt. Das kann schon mal für leichte Panik sorgen, wenn man das nicht kennt. Aber dann saßen wir doch fast pünktlich im Flugzeug. Der Himmel über Kirgistan war grau, aber ein paar Sonnenstrahlen schafften es doch bis auf den Boden.

Dann waren wir aber schnell über den Wolken.

Die meiste Zeit des Fluges (immerhin 5,5 h) habe ich geschlafen oder gedöst, zum Frühstück war ich aber wach.

Landeanflug Istanbul.

Aus Gründen hatte ich in Istanbul planmäßig 7,5 Stunden Aufenthalt. Es gibt diverse Läden, aber das Angebot interessierte mich nur bedingt und der Trubel war mir zu groß. Also suchte ich mir eine ruhigere Ecke zum Lesen.

Das war fast perfekt, da war nur die Klimaanlage sehr kräftig und mir wurde mit der Zeit ordentlich kalt. Also bewegte ich mich mal wieder und fand unter anderem diese drei Telefonzellen.

Und dann fand ich ein Gate, daß mit Glaswänden vom Haupttrubel abgetrennt war, aber keine Sicherheitskontrolle am Eingang hatte. Dafür gab es dort Bänke ohne Zwischenarmlehnen. Erst hab ich es mir da sitzend zum Essen und Lesen gemütlich gemacht. Dann hab ich es wie die meisten anderen dort gemacht: mich der Länge nach ausgestreckt und ein wenig geschlafen.

Ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug erfährt man am Istanbuler Flughafen das Gate. Boarding sollte eine Stunde vor Abflug beginnen – da war noch nicht mal das Flugzeug da. Das kam dann irgendwannn und nachdem alle ausgestiegen waren und die Putztruppe durch war durften wir auch rein – saßen dann aber ewig rum. Außentemperatur war 32°C (hatte ich irgendwo gelesen, ich war ja nicht draußen. Es gibt zwar Terassen, aber das sind die Raucherbereiche, entsprechend „frisch“ ist die Luft dort), im Flugzeug war es noch wärmer, schätze ich. Irgendwann dann Durchsage vom Piloten, daß sie immernoch technische Probleme haben (wenn ich es richtig verstanden habe, waren sie wegen Reifenpanne zu spät angekommen) die erst behoben werden müssen. Zweie wollten gerade wieder aussteigen, da ging es endlich los. Beim Weg zur Startbahn haben wir uns dann mal vorgedrängelt – hatten aber schon über eine Stunde Verspätung.

Der Flug war nach ca. dem ersten Drittel so unruhig, daß zwischendurch sogar die Essensausgabe eingestellt wurde. Mein Magen fand das nicht ganz so toll, die Reisetabletten hatte ich zu Hause vergessen. Habe aber ein paar Eiswürfel bekommen, die mir ja helfen, wie ich seit Hawaii weiß. Kurz vor Berlin wurde es dann wieder ruhiger. Wetter war aber auch nicht schön.

Ich wurde abgeholt vom Flughafen, womit ich nicht ernsthaft gerechnet hatte, was mich darum umso mehr freute. Das Berliner Wetter hingegen freute mich weniger: Fieser Niesel. Aber ich hatte ja sowieso nichts mehr vor, außer zu schlafen.

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

 

WMDEDGT – August

Da ich derzeit im Urlaub bin, gibt es diesmal einen Auszug aus meinem Urlaubstagebuch. Und da es nicht permanent Internetzugang gibt, auch noch einen Tag später. Was habe ich also am 5. August gemacht?

Standortbestimmung: Ich befinde mich in Kirgisistan, in einem kleinen Jurtencamp einer einheimischen Familie am Son-Kul-See.

Und jetzt das Tagebuch:

Ich habe wahnsinnig schlecht geschlafen. Die Unterlage ist hart und läßt Kälte durch (ich konnte nicht mehr aud der Seite liegen), die Höhe führt zu Kurzatmigkeit, die Öfen in den Jurten sind an und sorgen für permanenten Qualmgeruch und der Fastvollmond macht die Jurte ziemlich hell. Außerdrm geht ja auch wieder zeitig die Sonne auf… Am Morgen bin ich ziemlich durch den Wind. 

Nach dem Frühstück (dünner Kascha) fahren wir ein Stück und besteigen dann eine Reihe 3000er – 5 werden es am Ende sein. Das Wetter ist schwierig. Die Sonne scheint und es wirkt, als würde es warm werden, der Wind ist aber kräftig und eisig. Es ist also ein permanenter Wechsel aus schwitzen und frieren. Aber die Wanderung ist schön. Da wir ja schon sehr hoch starten, sind die Berge eher Hügel. Sie bringen aber schöne Ausblicke und wir sehen ein paar Pteroglyphen. Und fast auf jedem Berg machen wir Pause. Leider habe ich die Gipfelschokolade vergessen. 

Zurück an den Bussen fahren wir ein Stück zum Strand des Son-Kul-Sees. Ich gehe sogar mit den Füßen ins Wasser – es ist eiskalt. (Beim Ausziehen der Schuhe bemerke ich, daß mit einem toten Grashüpfer im linken Schuh unterwegs war. Gedrückt hat er nicht.) 

Nach dem See geht es zurück ins Camp zum Mittagessen. Weil mir kalt und doof ist, lege ich mich eine Runde hin (ich habe schon am Morgen aus einer der Reservedecken als zusätzliche Matratze eingebaut) und schlafe sogar ein bißchen. Kurz bevor die Reitwilligen zum Ausritt aufbrechen, stehe ich wieder auf – das will ich mir js nicht entgehen lassen. Danach esse ich etwas Schokolade und dann gehe ich auf eigene Faust noch mal los. Ziel ist eigentlich nur die Straße für ein Foto von oben aufs Camp, dann gehe ich aber noch ein ganzes Stück den Hügel hoch, setze mich schließlich auf die Wiese und warte daß die Wolken so weiterziehen, daß die Landschaft vernünftig ausgeleuchtet ist. Und dann bleibe ich einfach sitzen und genieße die Ruhe – so lange bis die Sonne mal wieder für längere Zeit verschwindet und es einfach zu kalt wird. 

Auf dem Rückweg fotografiere ich noch wunderschönes Edelweiß (das wächst hier wie Unkraut) und setze mich dabei in eine Diestel. Aua. Zurück im Camp hole ich dann – in der Sonne sitzend – die fehlenden Tagebuchaufzeichnungen nach.

Nach dem Abendessen gibt es wieder eine Runde Sonnenuntergangsfotos. Als wir danach wieder zum Quatschen in der großen Jurte sitzen, stellen wir fest, daß am Nachbartisch Geburtstag gefeiert wird. Die Zweitjüngste der Gastgeberfamilie wird drei und bekommt natürlich ein Ständchen von uns. Wir bekommen dafür Saft  und Kuchen. Danach mache ich noch ein paar Vollmondfotos, putze mir die Zähne, unser Jurtenofen wird angeheizt und wir verschwinden im Bett.

Weitere Teilnehmer am Tagebuchbloggen gibt es bei Frau Brüllen.

Was schön war – KW 29 & 30

Unvollständige Sammlung:

Endlich ist das wichtige Dokument fertig. So richtig, wir haben positive Antwort darauf bekommen. (Wegen neuem Streß ist das leider etwas untergegangen).

Dann war ja Botanische Nacht.

Und am Sonnabend mußte/wollte ich noch mal nach Steglitz. Diesmal habe ich mich für eine „Stadtrundfahrt“ mit dem M48er entschieden. Da ich am Alex schon eingestiegen bin, habe ich auch den Platz vorn oben links bekommen. Von da habe ich dann auch das Unwetter beobachtet.

Bei dem Unwetter hat auch mein Balkon eine ganze Menge abbekommen.

Am Sonntag hatte ich schön farbiges Mittagessen.

Und wir waren endlich im Chamäleon, zur Show Scotch & Soda. Hat mir sehr gut gefallen, besser als die vorherige. Beeindruckende Artistik, funktionierendes Gesamtkonzept (es wirkte nicht wie eine Aneinanderreihung von Nummern) und gute Musik.

Montag Abend dann nach einem viel zu langen Tag im Büro hundemüde angefangen Abendbrot zu machen und dann fiel mir ein, daß ich ja noch den Rest vom Sonntag im Kühlschrank habe. Hob die Laune um einiges.

Dienstag hatten wir wieder Stammtisch. Diesmal jott-weh-dee, dafür gut besucht. Und schön.

Mittwoch früh war mein erster Erfolg im Büro, eine Mücke erlegt zu haben. Die Viecher sind echt lästig dieses Jahr.

Mittwoch hat es den ganzen Tag durch geregnet. Aber bevor sie unterging hab ich die Sonne tatsächlich kurz gesehen.

Und dann wurde der Himmel wunderbar rosa.

Donnerstag hatten wir ein wunderbar absurdes Gesprächsthema am Mittagstisch: die 7 Todsünden. Auslöser war der Kollege, der nicht aufessen wollte weil satt, woraufhin ein anderer Kollege feststellte, daß das korrekt ist, weil ja Völlerei eine Todsünde ist. (Die anderen 6 konnten unsere katholischen Kollegen dann aber nicht aufzählen. Da mußte wikipedia helfen.)

Freitag hatte ich frei, Nachmittags/Abends haben wir uns beim ehemaligen Chef im Garten getroffen, gegrillt und viel gequatscht. So viel, daß ich wieder erst am nächsten Tag nach Hause gefahren bin.

Sonnabend haben die Eltern ihre Geburtstage im Garten nachgefeiert. Wieder grillen. Und danach noch Kuchen. Und quatschen.

 

Botanische Nacht

Es wird gedrängelt, wann denn endlich der Blogbeitrag zur Botanischen Nacht kommen würde, also wollen wir mal.

Die I. hatte mich vor einigen Wochen gefragt, ob ich mit ihr dort hin gehen würde. Eigentlich paßte es ja so gar nicht in den Zeitplan, aber eine Kollegin hatte vor 2 Jahren davon geschwärmt, also sagte ich zu.

Wir waren so überhaupt gar nicht vorbereitet. Wir hatten zum Beispiel keinen Mückenschutz mit, obwohl der eine sehr gute Idee gewesen wäre (wir haben hinterher gezählt, ich hab gewonnen mit 28 Mückenstichen).

Das Programm (inklusive Lageplan) haben wir zum Glück am Eingang in die Hand gedrückt bekommen, den Plan zu lesen und zu ermitteln, wo wir gerade sind, bereitete uns aber die ganze Zeit Schwierigkeiten (und normalerweise kann ich mit Landkarten umgehen!). So entschieden wir uns meist dafür, an Kreuzungen spontan zu entscheiden, wo es langgehen soll. Zum Beispiel dorthin, wo es interessant aussieht, wie in den „Bergen“ der Gebirgspflanzen. Hier sorgte eine Nebelmaschine im Verbund mit der untergehenden Sonne für schöne Effekte.

Man hatte von dort auch Blick auf das große Tropenhaus in der Abendsonne.

Danach haben wir dann versucht, nicht zu sehr am Rand des Geländes entlang zu gehen und sind unter anderem am sprechenden Baum vorbei gekommen.

Danach war häufigstes Auswahlkriterium: da lang, wo nicht so viele Menschen sind. Ja, da kommt man dann nicht an so vielen Attraktionen vorbei, aber in so einer Hammelherde unterwegs zu sein mögen wir beide nicht. Immerhin sind wir auch mit dieser Wegeauswahl am See mit der Lichtinstallation gelandet. Und weil es nur etwa eine halbe Stunde bis zum nächsten Programmpunkt dort war, haben wir uns einen Platz gesucht und uns hingesetzt. Die Mücken freute es.

Erster Programmpunkt: Die Feuerfee.

Sphärischer Gesang mit Lichteffekten.

Direkt anschließend gab es dann „Feuer und Wasser“ – Licht- und Pyroeffekte und Artistik am Ring.

Danach ging es dann im großen Pulk weg vom See – und wir sind so bald wie möglich wieder ausgeschert auf weniger frequentierte Wege. Inzwischen war es so dunkel geworden, daß die beleuchteten Bäume richtig wirkten.

Kreuz und quer durch den Wald, vorbei an „Trommeln im Schamanenwald“, die eine sehr spezielle Klangkulisse erzeugten, vorbei an spiegelndem Wasser…

Und dann standen wir plötzlich da und hatten perfekten Blick auf das große Gewäschshaus. Wir haben uns noch gewundert, warum all die Leute da sitzen, sind aber einfach weiter gegangen, näher ran.

Und da wußten wir es dann, es begann nämlich die große Lichtshow mit dem „Dark Tenor“. Joa.

Von unserem Platz aus sah man auch, daß das kleinere Gewächshaus auch beleuchtet ist, da wollten wir auch noch hin. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Harfenspielerin vorbei und sind hängen geblieben. Ein faszinierendes Instrument, diese Harfe.

Und dann standen wir schließlich vor dem kleineren Gewächshaus.

Danach ging es dann auf fast direktem Weg zum Ausgang. Wir hörten noch, wie der schwarze Tenor seine letzte Vorstellung begann (also 0:30), dann waren wir draußen. Und stellten fest, daß der Bus nicht mehr fährt. Zum Glück hat die I. ein Smartphone mit Fahrplanauskunftsapp. Das hat ihr Verbindungen ab den umliegenden U-Bahnhöfen vergeschlagen. Also haben wir einen Blick auf den Stadtplan geworfen und entschieden, daß U Podbielskiallee wohl der nächstgelegende U-Bahnhof, also das Ziel unserer Wahl ist. Wobei nächstgelegen… aber man kommt auf dem Weg an der Iranischen Botschaft vorbei (von Polizei bewacht) und an der Botschaft Jordaniens (unbewacht). Und allzuweit muß man tatsächlich nicht laufen, die U-Bahn kam dann auch bald. Danach wurde es holpriger. Die U9, die die I. nehmen wollte, fuhr nicht wegen Notarzteinsatz, was sie überall sonst im U-Bahnnetz ansagten, nur nicht an den Bahnsteigen der U9. Sie wartete ein Weilchen bis sie sich entschied, mit der U2 zu fahren. Ich saß da schon lange in der U2, die hatte dann aber Märkische Museum eine Türstörung, dadurch Verspätung und somit war meine Straßenbahn weg. Die nächste kam eine halbe Stunde später… Kurz vor 3 waren wir dann aber beide zu Hause (ich schon etwas früher).

Fazit: Beim nächsten Mal Mückenschutz mitnehmen und sich vorher überlegen, wie man wieder nach Hause kommt. Aber ansonsten kann man durchaus noch mal machen.

 

Was schön war – KW 27 & 28

Jaaaa, ich schreib nix auf, mein Gedächtnis ist lückenhaft – es wird immer schwierig mit den was-schön-wars.

Vorletzten Donnerstag konnte ich mal wieder lange auf dem Balkon sitzen, das war toll. Solche Tage sind diesen Sommer rar gesät. Am Freitag hab ich auch mal wieder auf dem Balkon gesessen, aber nicht lang. Ein sehr unsommriger Sommer dieses Jahr.

Vorletztes Wochenende habe ich zwei Familienfeste besucht (also Feste für Familien). Beim ersten Familienfest (am Sonnabend) gab es gut und viel zu essen und vor allem Eis! Und ne ganze Menge Attraktionen für kleine Kinder. Auch das zweite war eher für Kinder. Hier gab es den wunderbaren Satz „Nicht jetzt, ich will jetzt Kuchen essen“. Und es war wunderbares Wetter am Wochenende: viel Sonne, aber nicht zu warm. Außerdem habe ich an dem Wochenende gelernt, daß es in Britz nicht nur Pferde und Schafe gibt, sondern auch Kühe.

Die Woche war dann wieder ziemlich voll gepackt aber definitiv schön war am Donnerstag das Gefühl: Ok, dieses wichtige Dokument ist jetzt fertig und es ist gut. Tatsächlich ist hat da immer noch jemand Anmerkungen und Kritikpunkte und fertig ist es immer noch nicht, aber trotzdem: das wichtigste ist geschafft, ich fühl mich wieder viel besser.

Einerseits. Andererseits habe ich seit Donnerstag eine schöne Erkältung. Naja, was man da so schön nennt. Schön war definitiv am Freitag, als Nachmittags das Krank-Gefühl und die Watte im Kopf verschwand. Ich hatte morgens noch überlegt, ob ich nicht zu Hause bleibe, aber da gings noch…

Nunja, die Erkältung hat immerhin dafür gesorgt, daß ich viel Schlaf nachgeholt habe am Wochenende. Außerdem hab ich mal wieder eine große Runde durch Prenzlauer Berg gedreht am Sonnabend und diverse Straßenfeste besucht. Muß nächstes Jahr aber nicht wieder sein.

Ach, fast vergessen: Wunderschön albern – mit dem Schwesterherz einen Dialog mit kitschigen/niedlichen WeChat-Aufklebern geführt.