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Was heute schön war

Lächeln geht wieder.

Der eine Lieblingskollege ist aus dem Urlaub zurück.

Es gab einen ganz wunderbaren Sonnenuntergang.

Und ich hatte gute Schokolade dazu.

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WMDEDGT August 19

Gestern war ja der 5. des Monats und damit Tag des Tagebuchbloggens. Das hatte ich total vergessen. Aber ich weiß noch, was ich den ganzen Tag so gemacht hab:

Wecker klingelt um 7, irgendwie schaffe ich es dann auch, das Radio an zu machen. Nach ein paar mal snoozen stehe ich auf. Bad. Küche. Tee machen, Milch heiß machen fürs Müsli. Für den Nachmittagsnack will rote Johannisbeeren mitnehmen, die müssen noch gewaschen werden. Dann in den Becher. Etwas Zucker dazu, Joghurt dazu. Wasserflasche füllen für unterwegs, alles in den Rucksack, dann Frühstück. Kurz nach 8 los.
Die Sommerferien sind vorbei: die Straßenbahn fährt wieder häufiger und die Bauarbeiten bei der S-Bahn sind vorbei. Da ich etwas spät los bin, ist die spannende Frage, ob die zweite S-Bahn auch nach Ende der Bauarbeiten auf die erste wartet. Sie ist aber noch gar nicht da, als wir am Umsteigebahnhof ankommen.
Ich muß mich kurz dazu überreden, lerne dann aber auf der Fahrt wieder Japanisch-Vokabeln.
Das Büro ist schon voll als ich ankomme und der neu eingezogene Kollege hat großen Kommunikationsbedarf. Ich flüchte zum Büro einer Kollegin, mit der ich mich lieber unterhalte.
Zurück am Platz lese ich eine Mail, daß meine Wechselpläne innerhalb der Firma sich zumindest für dieses Jahr erstmal zerschlagen haben. Mist. Ich warte da schon seit letztem Jahr drauf. Vor meinem Urlaub im Mai sah es aus, als würde es endlich was werden. Dauerte dann aber doch noch. Und ist jetzt (erstmal) komplett abgesagt worden.  Der Bereich in den ich wechseln wollte darf in diesem Jahr niemanden mehr einstellen. Mist.
Dann Arbeit. Erstmal Restarbeiten von Freitag. Da waren die automatisierten Prozesse bis zu meinem Feierabend noch nicht so weit, daß ich die Aufgabe beenden konnte. Das mache ich jetzt.
Mittagspause. Mittagsrunde.
Nachmittags bin ich hauptsächlich damit beschäftigt, per Skype Fragen zu beantworten und Prozesse zu erklären. Das hätte eigentlich vorher mal geschult werden sollen, der neue Projektleiter fand das aber überflüssig. Klar, jetzt erkläre ich natürlich hinterher. Außerdem die Kollegin aufgleisen, die aus dem Urlaub zurück ist, was in der Zeit so passiert ist und erledigt wurde.
Kurz vor 6 Feierabend. Ich bekomme ein paar vereinzelte Tropfen ab, aber es regnet dann doch nicht. So gehe ich die letzten beiden S-Bahnstationen wieder zu Fuß.
Zu Hause angekommen, versumpfe ich erstmal auf dem Sofa. Irgendwann mach ich mir was zu essen und starte vorher noch ne Waschmaschine. Essen. Im Internet rumlesen. Wäsche aufhängen. Weiter rumsumpfen bis ich ins Bett gehe. Zwischendurch überfällt mich tiefe Traurigkeit* wegen des nicht zustande kommenden Wechsels, die ich versuche wegzuschieben. Klappt ganz gut, ich schlafe relativ schnell ein. Aber ich hatte schon bessere Tage.
Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.
* War auch heute den ganzen Tag immer noch so: ich bin traurig. Merkte ich auch an der Mimik, lächeln fühlte sich total falsch an. Ist ja aber kein Wunder. Immer, wenn es in letzter Zeit doofer geworden ist, hab ich gedacht „naja, ist ja nicht mehr für lange, dann bin ich hier weg“. Und nun löst sich das einfach in Luft auf.

Was schön war heute

Vor ein paar Wochen war irgendwas wo ich dachte: Das ist schön, mir geht es richtig gut. Keine zwei Wochen später wußte ich nur noch, daß ich dieses Gefühl gehabt hatte, aber nicht mehr warum. Damit mir das nicht wieder passiert, schreib ich es diesmal auf:

Die Sonne scheint ins Zimmer (erwähnenswert nach diversen eher grauen Tagen) und ich sitze auf dem Sofa und esse Schokoeis mit Vanillesoße.

 

(Manchmal sind es wirklich kleine Dinge, die einfach so glücklich machen.)

WMDEDGT Juli 19

5. des Monats, Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT).

 

Kurz nach 6 bin ich das erste Mal wach und überlege ob ich aufstehe so wie am Mittwoch, schlafe aber sofort wieder ein. Gefühlt im nächsten Moment weckt mich der Wecker – da ist es aber schon 7. Radio an und noch halb schlafend bekomme ich von den Nachrichten immerhin zwei wichtige Informationen mit: es wird den ganzen Tag grau sein (was ich für Sommer nicht soo toll finde) und es wurden mal wieder Kabel gestohlen und das könnte sich sehr ungünstig auf meinen Arbeitsweg auswirken. Wegen Halbschlaf bekomme ich nicht so ganz mit, welche Bahn jetzt noch wo fährt. Das immerhin macht mich so wach, daß ich recht zügig aufstehe, um Zeit zu haben eben das noch herauszufinden. Ein Gutteil der Zeit bleibt allerdings im Bad, denn richtig wach bin ich dann doch noch nicht und alles dauert länger. Schließlich lande ich aber doch in der Küche, bereite mein Frühstück vor und während des Frühstücks sehe ich nach, inwieweit ich betroffen bin. Eigentlich gar nicht, ergibt meine Recherche.

Nach dem Frühstück Schuhe und Jacke an (es sind zwar immerhin 4° mehr als gestern, aber trotzdem nur 16°C und wegen grau wird es so sehr viel mehr auch nicht werden und regnen könnte es ja vielleicht auch noch). Am S-Bahnhof kaufe ich mir die Erdbeeren für den Nachmittag – mit eigener Tüte und passendem Kleingeld. Und oben am Bahnsteig stelle ich fest, daß ich doch betroffen bin. Ein bißchen. Ich bin zeitig genug, um problemlos anders ohne Zeitverlust fahren zu können. In der zweiten S-Bahn versuche ich Japanischvokabeln zu lernen. Das habe ich jetzt 2 Tage nicht gemacht (zu laut und zu müde), aber wenn was hängen bleiben soll, muß ich das regelmäßig tun. Weil ich immernoch sehr müde bin und halb schlafe, gebe ich aber recht schnell wieder auf und höre stattdessen Musik.

Kaum angekommen im Büro, ich will mir in der Teeküche gerade den ersten Tee machen, spricht mich mein vermutlich zukünftiger Chef an (bis zu seiner Ebene wurde die neue Organisation schon verkündet, darunter noch nicht, aber irgendwie ist die Aufteilung schon klar nur eben noch nicht offiziell). Für die Aufgabe die ich seit Montag mache bin ich vom dafür Verantwortlichen doch nicht zu 100% verplant, sondern nur zu 20, also kann ich auch noch Aufgaben aus seinen Projekten übernehmen. Okeee.

Zurück am Schreibtisch überlege ich, was ich nun in welcher Reihenfolge tun werde. Eigentlich muß ich mich endlich in die neue Aufgabe (Team-Koordination in einem Projekt) einarbeiten, aber das ist extremst mühseelig. In dem Projekt verwenden sie komplett andere Tools und haben deswegen auch zum Teil die Prozesse umgestellt, aber eine Einarbeitung habe ich trotz mehrfacher Hinweise nicht bekommen also versuche ich es mit alten Schulungsunterlagen, die aber für andere Situationen erstellt wurden und zum Teil schon wieder obsolet sind. Also bitte ich per Mail noch mal dringend um Einarbeitung und widme mich dann Restarbeiten aus dem Bereich, den ich im letzten halben Jahr bearbeitet habe. Damit hatte ich gestern schon angefangen, das lief ganz gut. Heute nicht ganz so. Kurz vor Mittag komme ich wieder in genau solch eine Diskussion, weswegen ich froh bin, dort nicht mehr mitarbeiten zu müssen. Die Diskussion läuft per Chat und eigentlich macht der Kollege etwas ganz anderes, also schlage ich vor das wir das auf eine gesprochene Diskussion später am Tag verschieben, wenn er mit seiner aktuellen Aufgabe fertig ist. Zwischendrin bekomme ich noch Antwort auf meine Mail von vorher: für intensive Schulung ist gerade keine Zeit, bitte mal Fragen aufschreiben, die werden dann beantwortet. Als ich ungefähr ne Stunde später von der gleichen Person gefragt werde, ob ich mal den Status des Teams geben könnte, antworte ich folgerichtig mit „Nein, mir fehlt die Einarbeitung in die Tools“. Irgendwann reicht es auch.

Zum Glück ist dann Mittagspause. Da sind wir heute nur eine kleine Runde. Der eine Kollege ist schon die ganze Woche krank, der andere heute, einer arbeitet von zu Hause aus und einer muß noch dringend was erledigen, kommt erst später und kann dann auch nicht mitkommen bei der Runde nach dem Essen. Wir sind ziemlich schweigsam heute. Müde. Graues Wetter. Und wohl nicht nur ich frustriert. Nach dem Essen noch mal eine Mail mit Bitte um wenigstens ungefähren Status die ich noch mal unfreundlich beantworte. Ich bin grad aber auch wirklich unmotiviert. Dieses umhergeschubbst werden (mach mal dies. ach, wir brauchen da ganz dringend jemanden, mach erstmal das. achso, aber doch nicht vollzeit, mach parallel auch noch jenes) macht keinen Spaß. Immerhin führt die zweite Mail dazu, daß der Verantwortliche dann doch mal bei mir vorbei kommt (er sitzt ja nur ein paar Meter weiter), mir wenigstens etwas Einarbeitung am Montag verspricht und sich auch vage entschuldigt für die Mail. Ich mach weiter mit einem Review aus dem letzten halben Jahr, das läuft besser als das erste. Dann helfe ich im Nachbarbüro mit meinem Wissen aus den letzten Jahren. Und dann hat der vermutlich nächste Chef noch ne Frage, in dem Rahmen erwähne ich leider, in welcher Rolle ich im letzten Jahr tätig war und verlasse sein mit einem neuen Arbeitspaket für die nächsten Wochen: das was ich im letzten Jahr gemacht hab in abgespeckter Version. Super. Nicht.

Kurz nach 5 Feierabend. Ich bin wahnsinnig müde. Schaffe es aber immerhin, in der S-Bahn noch zu lesen. Ich weiß sogar noch, was ich gelesen habe. Ich fahre aber bis zur letzten S-Bahnstation und steige nicht schon zwei früher aus um den Rest zu Fuß zu gehen. Zu Hause überlege ich, ob ich nicht einfach direkt ins Bett gehen sollte. Aber was essen sollte ich schon noch vorher. Und irgendwie lande ich während der Abendbrotvorbereitungen doch wieder mit dem Tablett auf dem Sofa. Da beschwert sich der eine kranke Kollege, ich solle mal wieder bloggen, er langweile sich (ist hiermit erledigt, hätte ich aber auch ohne die charmante Aufforderung gemacht). Irgendwann gehe ich dann doch essen und bin danach gar nicht mehr sooo müde. Zumindest immerhin wach genug, um den Blogbeitrag zu schreiben. Jetzt aber fallen mir schon wieder fast die Augen zu. Lang wird es heute also nicht mehr dauern, bis ich ins Bett gehe. Da ist es gut, daß es so grau ist, scheint mir wenigstens nicht die Sonne ins Schlafzimmer.

 

Ich befürchte, das klingt alles ganz fürchterlich frustriert und demotiviert und so. War es heute auch. Aber ich hatte die Woche schon diverse Phasen wo ich feststellte und dachte „es geht mir gut“. Nur heute eben nicht. Heute grau, müde, bäh.

 

Die anderen Tagebuchblogger findet man wie immer bei Frau Brüllen.

WMDEDGT Juni 19

5. Juni. Erster Arbeitstag nach dreieinhalb langen Wochen Urlaub. Und außerdem Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als „WMDEDGT“ (Was machst du eigentlich den ganzen Tag).

Um 7 klingelt der Wecker. Ihn auszustellen geht schnell, die Überlegung, ob er jetzt eigentlich noch mal klingelt dauert länger – bis kurz bevor die ca. 4 Minuten rum sind. Der Rest der Morgenroutine klappt aber weitgehend routiniert. Einziger Unterschied zu vor dem Urlaub: keine Äpfel, denn es ist Erdbeersaison. Da kauf ich mir das Nachmittagsobst auf dem Weg zur Arbeit. Punkt 8 verlasse ich die Wohnung (was aber eher Zufall ist). die Straßenbahn kommt auch sofort, aber am Erdbeerstand lasse ich etwas Zeit. Die erste S-Bahn ist voll. Und da es morgens schon 23°C sind, freue ich mich erstmals über die neuen S-Bahnen, die irgendwann kommen werden, denn die sollen klimatisiert sein (Ich finde die neuen häßlich. Und warum die mit „Panoramafenster“ beworben werden, obwohl bei den aktuellen Baureihen die Fenster größer sind, erschließt sich mir auch nicht). Die zweite S-Bahn ist angenehm gefüllt, aber ich sehe, wenn ich demnächst wieder mit Fahrrad fahren will, wird es eng.

Auf der Treppe des Zielbahnhofs treffe ich einen Kollegen und frage ihn, was mich so erwarten wird bei Bombardier. Die lange angekündigten Umzüge haben diese Woche stattgefunden, erzählt er. Hm.

Es ist schon so warm, daß ich auf dem Weg von der S-Bahn ins Büro ins Schwitzen komme (weil viel Sonne). Ich mag das nicht. Meine Bürotür ist nicht abgeschlossen und das Büro ist – leer. Bis auf meine Pflanzen. Und der Rollcontainer mit meinem persönlichen Kram. Aber Monitore, Tastatur, Maus, mein Arbeitsrucksack, das Papier an der Wand – alles weg. Bis auf einen Kalender und die Dockingstations, denn die hatte ich angeschlossen. Im Nachbarbüro verpackt aber grad noch ein Kollege restlichen Kram und erzählt, daß er und ein Kollege meinen ganzen zugänglichen Kram eingepackt haben, so daß er schon umgezogen ist, die Umzugsleute aber A) meinen Rollcontainer nicht mitnehmen wollten, weil der leer schon 50kg wiegt und B) heute noch mal vorbei kommen weil einer der Kollegen nebenan erst heute umziehen sollte, das Büro aber heute morgen zugeschlossen war, sie also nicht dran kamen. Also schnappe ich mir einen Karton und packe schnell alles aus dem Rollcontainer in den Karton. Dabei verkrame ich leider den Schlüssel für die eine Dockingstation – ausgerechnet die für meinen Arbeitsrechner. Wobei mir das da noch nicht bewußt ist. Als ich ihn nicht auf Anhieb finde, denke ich, daß ich ihn im Rucksack habe. Und der ist ja schon im neuen Büro. Die Rechner (waren im Rollcontainer) kommen in meinen privaten Rucksack, der zum Glück groß genug ist, ich schnappe mir eine meiner Pflanzen und laufe ins neue Büro. Das sind gute 5 Minuten.

Dort suche ich erstmal den Rucksack. Und als ich ihn gefunden hab darin den Schlüssel. Und finde ihn nicht. Mist. Also richte ich mich erstmal ein. Och schiebe den mir zugedachten Schreibtisch so, daß ich die Fenster nicht im Rücken habe und fange dann die Kartons auszuräumen. Wir schieben noch ein paar mehr Möbel hin und her, ich stelle fest, daß der neue Rollcontainer nicht unter den Schreibtisch paßt. Ich brauche einen Schraubendreher um die Rollen abzuschrauben, aber den hat natürlich keiner parat. Da der Karton mit dem Rollcontainerinhalt eh noch nicht da ist, macht das aber nix. Nachdem die Monitore aufgebaut sind, starte ich dann erstmal den Rechner – und erinnere mich, daß das Paßwort auf einem Zettelchen steht, das im Rollcontainer klebt. Also in dem anderen, im anderen Büüro. (Ja, Paßwörter schreibt man nicht auf, aber ich mußte zwei Tage vor Urlaub außerplanmäßig das Paßwort ändern (Anordnung der IT an alle), da hab ich keine Chance, das zu lernen. Und der Rollcontainer war abgeschlossen.)

Also noch mal rüber laufen. Es ist inzwischen kurz nach 10 und das Thermometer zeigt schon 30°C. Viel zu warm!

Der Zettel klebt noch, der Karton ist schon im Umzugslaster. Ich sammle noch ein bißchen mehr Kram ein. Das Bild an meiner Bürotür. Die Urlaubspostkarten an die Kollegen, die an einer Pinnwand im Flur hängen/hingen. Im neuen Gebäude sind wir total verstreut, es gibt keinen Platz, wo wir sie wieder aufhängen könnten. Und ich werde etwas wehmütig. 8 Jahre hab ich in dem Gebäude gesessen. Seit ich dort angefangen hab. Die Hälfte der Zeit ungefähr im gleichen Büro. (Dort angefangen, zwischendurch in zwei anderen Büros gesessen und dann wieder dorthin gezogen). Wir waren ein super Team und dieses Gebäude war schon sowas wie unser zuhause. Vorbei. Beides.

Zurück ins neue Büro, das wesentlich wärmer ist. Anmelden und erstmal Mails checken. 124 in den dreieinhalb Wochen. Bis zum Mittag verschaffe ich mir einen groben Überblick und fange an, wegzusortieren. Zwischendurch kommt auch die Kiste mit meinem Rollcontainerinhalt. Den in den Rollcontainer zu sortieren (und dabei den Schlüssel für die Dockingstation zu suchen) macht aber erst Sinn, wenn ich die Rollen abgebaut hab. Das nehme ich nach dem Mittag in Angriff.

Zwischendurch noch ein interessantes Gespräch mit dem neuen „Mitbewohner“. Gegen die Hitze lasse ich meinen Heizlüfter im Nur-pusten-Modus laufen (Ventilator hab ich nicht).Der Kollege erzählt, daß er einen Ventilator für sich beantragt und fragt dann, ob ich auch einen für mich beantrage. Ich erwidere, daß ich das nicht brauch, weil mir der Heizlüfter reicht und es mich auch nicht stört, daß er so rauscht. Im Gegenteil, ich hab ihn ja auch schon diverse Male laufen lassen um mit seinem Rauschen als Grundrauschen Gespräche im Nachbarbüro abzumildern. Stellt sich raus, ihm ist das zu laut. OK, meine ich, deine Frage lautet also eigentlich „Kannst Du dir bitte auch einen Ventilator bestellen, der Heizlüfter ist mir zu laut. Nein, sagt er. Aber ob ich nicht trotzdem … er beantragt auch einen für mich mit. Eh, Junge! Wenn dich das stört, ist das ok, aber dann steh auch dazu. Ich befürchte, mit ihm werd ich noch viel Spaß haben. (Hat sich auch als erster einen Platz im Büro gesichert und ist – ohne Argutmente zu bringen – gegen jede Änderung an der Anordnung seines Platzes. Er hätte vermutlich auch was gegen die Drehung meines Tisches gehabt, aber das war nunmal schon, bevor er kam. Immerhin ist er nur 4 Tage die Woche da.)

Bei der Mittagsrunde biege ich erst ab, um mir einen Schlüssel für das neue Büro zu besorgen (ich hab noch gar nicht getestet, ob der funktioniert, fällt mir ein), und dann starte ich den ersten Versuch, einen Schraubendreher zu organisieren. Es ist aber niemand da, der mir einen leihen könnte. Kaum am Platz zurück, sehe ich, daß der Kollege, der beim Mittag sagte, daß er mir einen geben könne, jetzt da ist. Also wieder rüber ins andere Gebäude. Ich bekomme sogar einen Akkuschrauber, und einen Bitsatz dazu. Zurück im Büro stelle ich fest, daß der Bitsatz nicht zum Schrauber paßt. Grrrr. (Normalerweise macht mir solche Rennerei nicht viel, aber bei über 30°C immer wieder über große Betonflächen ohne Schatten gehen zu müssen is nicht schön). Immerhin bin ich so schlau, mit Hilfe des Bitsatzes festzustellen, welche Größe ich benötige. Zurück zum Kollegen, Bitsatz reklamiert, neuen passenden Bit bekommen (und n bißchen Gefrotzel), im Büro die Rollen abgeschraubt, Schrauber wieder weggebracht. Rollcontainer eingeräumt und bei ca. der Hälfte den gesuchten Schlüssel gefunden. Jippie!

Also rüber zum alten Büro und die Dockingstation geholt. Zwei meiner Pflanzen stehen noch da, die sind aber zu schwer um sie die Strecke zu tragen. Da brauch ich mal n Wagen. Da wir aber das Büro noch mal umräumen werden, warte ich damit noch.

Der Rest des Nachmittags ist dann eher langweilig – Mails lesen – und auch relativ kurz, denn um halb 4 muß ich schon wieder los denn ich verschönere mir den ersten Arbeitstag noch mit einem Zahnarzttermin.

In der Straßenbahn bekomme ich einen Sitzplatz in einer Gruppe junger Stuttgarter, wie ich schnell feststelle, denn der junge Mann neben mir ist schwer begeistert von Berlin, hält aber nicht allzuviel von Stuttgart. „Nenn mir mal 3 Dinge, die du an Stuttgart richtig toll findest!“. Die junge Frau ihm gegenüber findet ziemlich schnell immerhin 5 Dinge (Pavilion am Schloß unten, irgendeine Treppe, einen Trümmerberg (der auch einen bestimmten Namen hat und den der junge Mann noch gar nicht kannte) und noch 2, die mir entfallen sind). Aber er bleibt dabei: Stuttgart ist eine Sammlung von Dörfern – was beim Rest der Gruppe allerdings Protest hervorruft.

Der Zahnarzttermin dann ist größer, als ich ihn aufm Schirm hatte. Eine ganze Stunde werkelt die Zahnärztin, um meinen Zahn für eine Krone vorzubereiten. (War angekündigt gewesen, ich hatte es nur vergessen.) Und mir wird klar, warum manche Zahnarzt als Beruf faszinierend finden. Das hat schon seeeehr viel mit Basteln zu tun. Ich fands zumindest durchaus faszinierend. Mein Kiefergelenk hingegen fand es anstrengend, wie ich jetzt merke. Danach durch den Park nach Hause und dann immer schön auf der Schattenseite der Straße lang. Dabei dann gleich noch Einkauf erledigt. Essen darf ich erst, wenn die Betäubung weg ist, sagte die Zahnärztin, Eis aber lutscht man ja eher und ist deswegen ok, entscheide ich. Dann hänge ich erst n Weilchen auf dem Sofa rum und lese im Internet. Dann mach ich ein klein wenig Haushalt (trockenes Geschirr und trockene Wäsche wegräumen). Und vor allem warte ich, daß die Betäubung nachläßt. Tut sie nicht, also starte ich den Rechner und versuche noch mal, ihn zu überreden sich wieder mit dem Internet zu verbinden. Will er nicht. Also schreibe ich den Blogbeitrag im Editor vor um ihn dann am Tablett hoffentlich nur kopieren zu müssen. Parallel lade ich die Urlaubsbilder auf den Rechner runter. Und irgendwann läßt auch die Betäubung nach. Also esse ich endlich was. Und dann werd ich mal versuchen, das Vorgeschriebene in einen Blogbeitrag zu verwandeln. Und danach dürfte es spät genug sein um ins Bett zu gehen.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Wanderung Märkische Schweiz

Letzte Woche war der Mittwoch quasi ein Sonntag (1. Mai, Feiertag) und Sonntags gehe ich ja gern warndern. Die Märkische Schweiz war im Angebot, 22 Kilometer, also eine schöne Trainingseinheit. Statt des schweren Rucksacks habe ich diesmal die schweren Wanderschuhe genommen. Mit denen wandere ich inzwischen eher selten, aber da sie mich im Urlaub begleiten sollen, wollte ich sie noch mal testen.

Gegen 6 war ich schon mal wach (wie so oft in letzter Zeit), da hörte ich es regnen. Und als um 7 der Wecker klingelte, fragte ich mich, wer eigentlich auf die dämlich Idee gekommen war, wandern gehen zu wollen. Aber ich war ja nun mal angemeldet. Immerhin regnete es gerade nicht, es war aber noch sehr sehr grau.

Ostkreuz haben wir uns getroffen, da gab es gerade mal wieder Sprühregen, in Müncheberg konnten wir dann aber schon in der Sonne auf den Bus nach Buckow warten.

Ausgeschrieben war die Wanderung als „Höhenweg“, offiziell heitßt er „Naturparkroute“ und is mit einem roten Punkt markiert. Die Wanderbeschreibung, die die Organisatorin hatte, begann in Buckow am Bahnhof. Wegen fehlender Ansagen und regen Gesprächen sind wir aber erstmal bis zum Markt gefahren. So konnten wir uns auch ein bißchen war von Buckow ansehen. Und diejenigen, die zum ersten Mal in der Märkischen Schweiz waren, bekamen eine Ahnung, warum sie so heißt. Da kann es schon recht steil bergauf gehen.

Straßenansicht von Buckow

Den ersten Teil der Wanderung kannte ich schon, das bin ich vor ein paar Jahren im Winter schon mal gelaufen. An viel Landschaft konnte ich mich allerdings nicht erinnern, damals mußten wir ja vor allem auf die Wege achten. Dieses Mal konnte ich bequem nach links und rechts sehen. Nur war das Wetter am Anfang noch eher grau.

Wiese mit Koppelzaun

Unten am Schermützelsee angekommen, kam sogar gerade ein Fahrgastschiff vorbei.

Blick auf den Schermützelsee

Und irgendwann kam dann doch die Sonne raus. Es wurde sogar fast warm.

Löwenzahnwiese

Die Bäume waren alle schon belaubt, das war ja über Ostern sehr plötzlich passiert. Das Buchenlaub aber war noch wunderschön hellgrün. Das dort ist übrigens der Stobber, dessen Wasser bis in die Ostsee fließt (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).

Wanderweg entlang des Stobbers (Bach)

Brücke über den Stobber (Bach)

alter verrottender Baumstumpf mit neuer Pflanze drauf

Nach einer ziemlich langen Mittagspause an der Güntherquelle haben wir „Drei Eichen“ schon wieder eine lange Pause gemacht. Das war einerseits ok, denn der Kuchen war lecker. Andererseits gab es dort unheimlich viele unheimlich große unheimlich hungrige Mücken. Ich hab am Abend über 10 Mückenstiche gezählt, allein 8 auf dem linken Oberarm.

Während der Pause stellte die Organisatorin fest, daß wir grad erst die Hälfte der Strecke hinter uns hätten und daß es reichlich spät wird, wenn wir in diesem Tempo weiterwandern. Darum wurde durch eine knappe Mehrheit beschlossen, abzukürzen. Ein paar Highlights haben wir dadurch verpaßt, dafür waren wir ziemlich zeitig wieder in Buckow. Das könnte aber auch daran gelegen haben, daß ich deutlich das Tempo angezogen habe – mir war danach, wer weiß, was im Kuchen war…

In Buckow angekommen machte die Organisatorin den Vorschlag, die so gewonnene Zeit für einen Stadtbummel durch Buckow zu nutzen. Das fand ich nun sehr albern, da wäre ich lieber noch länger durch den Wald gelaufen, erst Recht mit meinen Bergschuhen. Die Hälfte der Gruppe sah es ähnlich wie ich und wollte lieber eine Stunde früher zu Hause sein. Das paßte super mit den Brandenburg-Berlin-Tickets (wir hatten 2 für 10 Leute). Leider kam der Bus, der uns nach Müncheberg zur Bahn bringen sollte, ewig nicht. Er hing hinter einem Unfall fest, wie wir von vorbeikommenden Autofahrern erfuhren. Kurz danach kam der Bus dann auch schon – war aber leider erst 5 Minuten nach Abfahrt des Zuges am Bahnhof. Also haben wir 55 Minuten auf die nächste Bahn gewartet. Der andere Teil der Gruppe staunte nicht schlecht, als sie uns da am Bahnhof wieder sahen.

Wanderung bei Rüdnitz (WMDEDGT – Mai 19)

Es ist nicht nur der Monatsfünfte und damit Zeit für das Tagebuchbloggen (bekannt alls „Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (WMDEDGT)), sondern auch noch Sonntag, und damit Zeit zum Wandern.

Mein 5. Mai beginnt aber noch mit dem Rest des 4. . Ich bin einerseits noch mit der Datensicherung meines Rechners beschäftigt, den ich seit einer Woche nicht davon überzeugt bekomme, sich wieder mit dem Internet zu verbinden, weswegen ich wohl zuhärteren Mitteln greifen muß. Davor will ich aber alles Wichtige sichern. Und andererseits versuche ich einen Blogbeitrag über meine Feiertagswanderung zu schreiben. Die gerät mir aber viel zu negativ, weswegen ich beschließe, das erstmal sein zu lassen und doch ins Bett zu gehen. Das ist dann so gegen 1.

Ich brauche ne Weile bis ich einschlafen, wache dafür relativ zeitig am Morgen das erste Mal wieder auf. Und dann noch mal. Und um halb 9 klingelt der Wecker. Ich brauch ein bißchen, bis ich in die Gänge komme, das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Weckzeit war sehr großzügig geplant. Schwierig ist dann auch die Frage, was ich anziehen soll. In der Sonne ist es in den letzten Tagen immer relativ warm gewesen, aber beim Frühstück sind es erst 6°C. So entscheide ich mich dann doch für die wärmere Variante (die wärmere Hose, das lange Merino, und über die Softshelljacke zumindest für die „Anreise“ noch die Primaloftjacke), packe aber auch noch Alternativen ein, falls mir doch zu warm ist. Da ich heute keine großen Trainingsambitionen habe außer „Bewegung draußen“, geht das Rucksackpacken ziemlich schnell.

7 vor halb 10 verlasse ich die Wohnung. Am S-Bahnhof hole ich mir noch Proviant (es hätte eine zeitlich kürzere Anfahrsvariante gegeben, die ich aber verwarf, weil ich nicht an einem Bäcker vorbei gekommen wäre). In der S-Bahn hole ich einen der offenen Punkte meiner gestrigen To-Do-Liste nach: Japanisch-Vokabeln lernen. Meine Konzentration läßt aber zu wünschen übrig.

Ostkreuz muß ich umsteigen und bekomme plötzlich mächtig Appetit auf die Vanillestange, die ich bei einer der letzten Wanderungen dort gegessen habe. Ich habe zwar eigentlich Proviant im Rucksack und ja auch gefrühstückt, aber damit ich nicht gleich nach Beginn der Wanderung Hunger habe, will ich mir die doch noch kaufen. Auf der Suche nach dem entsprechenden Stand fällt mir ein, daß das damals am Südkreuz gewesen ist. Die beiden Bahnhöfe sehen sich inzwischen zu ähnlich (haben aber nicht das gleiche Verpflegungsangebot). Vanillestange gibt es also nicht, deswegen kaufe ich mir eine Apfeltasche. Und habe – am Zielbahnsteig angekommen – prompt nicht nur keinen Hunger, sondern auch keinen Appetit mehr. Nunja.

Beim Einsteigen in die Regionalbahn treffe ich dann jemanden, den ich von vorherigen Wanderungen kenne. Damit hat sich das Vokabelnlernen erledigt, das wäre doch zu unhöflich gewesen. Wir unterhalten uns und ich essen meine Apfeltasche und gegen halb 12 sind wir in Rüdnitz. Kurz vor dem Aussteigen gesellte sich noch eine Mitwanderin zu uns, die anderen Treffen wir dann auf dem Bahnsteig.

Es folgt eine Rundwanderung durch das Briesenthaler Naturschutzgebiet. Wunderbar Abwechslungsreich. Komplett ohne Kiefernforst. Stattdessen viel Buchenwald, oft Freiflächen, oder sumpfiges Gebiet. Wir sehen sogar einen Biberdamm. Mücken gibt es natürlich auch, aber die finden diesmal andere deutlich interessanter als mich, zum Glück. Ich fange mir nur einen Mückenstich oben am Scheitel ein. Feld bei Rüdnitz

Feldweg bei Rüdnitz

Biberdamm

Mittagspause machen wir dann in einem Schachtelhalmwald, wunderbar in der Sonne sitzend. Meine Bekleidungswahl war genau richtig, wie ich feststelle. In der Sonne ist es zwar gelegentlich fast zu warm, aber zum einen gibt es eh immer wieder große Wolken, außerdem sind die Bäume ja schon ziemlich belaubt, weswegen es auf dem Weg auch schon recht schattig ist.

Schachtelhalmwald

Wasserlauf

Seeufer

Wieviel die Sonne ausmacht, merken wir dann am See. Anfangs ist es wunderbar warm, dann schiebt sich aber eine dicke Wolke vor die Sonne, dazu ist es ziemlich windig – da wird es schnell kalt.

Ca. 14km sind insgesamt unterwegs, dann sind wir wieder am Bahnhof von Rüdnitz, 20 Minuten bevor der Zug kommt. Beim Heimweg will ich die zeitlich kürzere Variante ausprobieren. Leider spielt die Straßenbahn nicht mit, ich warte fast 20 Minuten. Da wäre der Weg über Ostkreuz wohl schneller gewesen.

Gegen 6 bin ich wieder zu Hause und gehe gleich erstmal in den Keller, einen Blumentopf zu holen. Ich habe seit 2 Monaten eine Rose in der Vase zu stehen, die neue Blätter getrieben hat und auch sowas wie Wurzeln. Die möchte ich endlich in Erde setzen – mal sehen, ob das was wird. Weil es ja immer noch nicht wärmer geworden ist, gehe ich in Wandermontur auf den Balkon für die Pflanzaktion. Außerdem verteile ich gleich noch ein bißchen Blumenerde in den Balkonkästen. Als ich die bepflanzt hatte, reichte die Erde nicht und irgendwie war ich seither nicht dazu gekommen, das nachzuholen. Danach geht es unter die Dusche, dann nehme ich die trockene Wäsche von gestern ab und räume sie weg, anschließend gibt es Abendbrot. Dazwischen immer Pausen denn ich bin unerklärlich Müde und meine Stimmung ist eher „ich will einfach nur hier sitzen“. Nach dem Abendessen räume ich den Rucksack aus und starte die Waschmaschine. Danach geht es an den Rechner. Mir waren noch Sack

hen eingefallen, die ich noch sichern wollte. Außerdem will ich die Fotos von der Kamera runterladen. Ich bin so müde, daß ich mich wirklich sehr konzentrieren muß um das alles hinzubekommen. Ich habe gerade den Rechner vom Schesterherz (den sie mir dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat) gestartet und nur gaaaanz wenig im Internet gelesen, da rufen die Eltern an. Es wird ein etwas längeres Telefonat, inzwischen ist dann auch die Waschmaschine fertig. Nach dem Telefonieren hänge ich also die Wäsche auf und dann beginne ich endlich mit dem Blogbeitrag.

Eigentlich wollte ich ja heute noch die Packliste für den Urlaub schreiben. Und planen, was noch erledigt werden muß und wann. Aber das wird nichts mehr. Es ist jetzt 10 und ich gehe ins Bett.

 

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Bücher aus / über / mit Japan

Heute ist Welttag des Buches und aus diesem Anlaß fragt radioeins „Was steht auf Seite 36 in der 8. Zeile des Buches, das Sie gerade lesen?“ Das Schwesterherz meinte, das wäre doch ein schöner Aufhänger für einen Blogbeitrag. Problem: ich lese gerade ein eBook mit etwas seltsamer Seitennummerierung. Es gibt die Seiten 31, 35 und 38, aber keine 36.

Aber ich kann es ja als erweiterten Aufhänger nutzen und über die Bücher vom Japan-Bücherstapel schreiben, die ich schon gelesen oder zumindest angelesen habe.

Beginnen wir mit den gelesenen, den Mangas/Comic/Graphic Novels.

Buchtitel Der geheime Garten vom Nakano Broadway und Tokyo Home

Der geheime Garten vom Nakano Broadway von Masayuki Kusumi und Jiro Taniguchi
Ich mag Bücher nicht, deren Titel nicht mit dem Inhalt zu tun hat. Der Protagonist spaziert in 8 Episoden durch die Stadt, der Nakano Broadway wird aber erst in den anschließenden Erläuterungen des Autors erwähnt. Der Zusammenhang zum Buch und zu den Episoden bleibt aber unklar. Immerhin erfährt man in den Erläuterungen, das Zielpublikum der Geschichten japanische Hausfrauen waren. Bin ich nicht, vermutlich kann ich deswegen nichts damit anfangen. Da läuft halt einer durch die Gegend und macht sich Gedanken. Es passiert quasi nichts, außer daß man den Eindruck bekommt, daß der Kerl ziemlich selbstgefällig ist. Damit scheint er dem Autor (Masayuki Kusumi) ziemlich ähnlich zu sein, denn dieser referenziert in den Erläuterungen ständig auf sich selbst und fügt den Geschichten ohne Inhalt noch mehr Zeilen ohne Inhalt hinzu. Mitgenommen hatte ich das Buch, da ich Jiro Taniguchi aus meiner Braunschweiger Zeit kenne. Die Braunschweiger Stadtbibliothek hatte diverse Mangas von ihm oder von ihm gezeichnet, die ich alle gelesen habe (glaub ich) und gar nicht schlecht fand.

Tokyo Home von Cyrielle und Thierry Gloris
Da Buch stand mit Titel nach vorn im Regal und grinste mich an. Wegen Tokyo habe ich es mitgenommen. Hätte ich auf den Rücktitel gesehen, hätte ich vielleicht die „13+“ entdeckt und es mir noch mal überlegt. Es ist eine nette Teenie-Geschichte. Nett gezeichnet, nett erzählt. Tokyo ist der Austragungsort, spielt aber quasi keine Rolle. Auch Japan spielt eher eine untergeordnete Rolle, da die Geschichte hauptsächlich in der Internationalen Schule spielt. Mit kleinen Anpassungen könnte sie überall spielen. Da sie aber in Japan spielt, werden ein paar Eigenheiten (Schuluniform, Cosplay) auf extra Seiten erklärt.

Buchtitel Gebrauchsanweisung Japan und Schattenläufer und Perlenmädchen

Gebrauchsanweisung für Japan von Andreas Neuenkirchen
Angefangen, noch nicht zu Ende gelesen, weil das andere dann spannender war. Es ist auch weniger „Gebrauchsanweisung“ als viel mehr „Ich erzähle launige Geschichten aus meinen Urlauben“. Das ist durchaus auch unterhaltsam und ich habe auch mehrfach gelacht, aber im Mittelpunkt steht eben dabei fast immer der Autor und eher nicht Japan. Ich werde es trotzdem zu Ende lesen. [Seite 36, Zeile 8: … macht mich auch nervös. Ich habe schon seit einiger Zeit mit … (dem Rauchen aufgehört … )]

Schattenläufer und Perlenmädchen – Abenteuer Alltag in Japan von Christine Liew
Eine bunte Mischung aus Portraits von Personen bzw. Personengruppen, Beschreibungen des Alltagslebens und Landeskunde. Christine Liew lebte mehrere Jahre in Japan, auch mit Familie, und die Kapitel zum Alltagsleben und Landeskunde bauen meist auf eigene Erlebnisse auf, bleiben aber nie dabei sondern liefern immer auch Hintergrundinformationen, Erläuterungen, Statistik. Und auch wenn manches wirklich seltsam erscheint, macht sie sich nie lustig, gerade auch die Portraits sind äußerst respektvoll geschrieben (und auch nie reine Portraits, sondern um Hintergrundinformationen, Erläuterungen, Statistik ergänzt). Und dabei liest sich das alles auch noch sehr gut weg. Ich bin noch nicht durch, aber lange brauche ich nicht mehr.

 

(Beim Schreiben dieses Beitrags gemerkt: Verrisse gehen einfacher als „find ich gut“.)

Wanderung Wannsee – Potsdam

Der Urlaub rückt näher, das Wetter wurde pünktlich zum Osterwochenende wieder wunderschön und so stand Karfreitag (gestern) die nächste Trainingswanderung auf dem Plan. Da sie nur ca. 14 Kilometer lang sein sollte, habe ich den Rucksack richtig voll gepackt, um wenigstens ein bißchen Trainingseffekt zu haben.

Von aus Wannsee bin ich ja schon öfter nach Potsdam gelaufen, aber immer westlich der S-Bahn, an der Havel entlang. Diesmal ging es östlich der S-Bahn nach Süden. Da gibt es auch Wald.

frühlingshafter Buchenwald

frühlingshafter Kiefernmischwald

Sogar mit rosa Blüten am alten Streckenwärterhäuschen.

Rosa Blüten am Wegesrand

Insgesamt gefällt mir der Weg an der Havel lang aber besser. Immerhin konnten wir hier dann irgendwann durch die Bäume durch den Griebnitzsee sehen.

Teltowkanal

Das wird im Sommer sicherlich schwieriger, wenn die Bäume voll belaubt sind. Hier dämmerte mir aber so langsam, daß ich den Weg schon mal gelaufen bin.

Teltowkanal

Immerhin konnten wir den Kormoran sehen, der ein Sonnenbad nahm.

Kormoran auf Buhnen

In Klein-Glienicke angekommen wußte ich dann: klar, ich bin den Weg vor Jahren schon mal in die andere Richtung gelaufen.

Am Glienicker Jagdschloß vorbei ging es dann zur berühmtesten Berliner Brücke.

Jagdschloß Glienicke

Die Glienicker Brücke, hier vom Schloßpark des Jadtschlosses aus fotografiert.

Glienicker Brücke

Ab dort war der Weg dann für mich aber wirklich neu. Auf der anderen Seite der Brücke ging es am Havelufer weiter. Dieses hier ist die kaiserliche Matrosenstation Kongsnaes. (Ich bin sehr stolz drauf, daß man auf diesem Foto weder den häßlichen neuen Anbau links, noch den Bauzaun sieht, der das Gebäude umgibt.)

Kongsnaes

Dann ging es durch den neuen Garten, dessen letzter Besuch schon so lange her ist, daß ich mich nicht mehr dran erinnern kann. Wenn ich überhaupt je da gewesen bin. Dort habe ich zwar auch fotografiert, aber die Bilder zeige ich hier nicht, um keinen Ärger zu bekommen.

Am Südzipfel des Heiligen Sees haben wir den Park wieder verlassen und dann ging es via Holländisches Viertel Richtung Bahnhof. Vorher kamen wir noch an einer alten Turnhalle vorbei.

Sporthallenrelieftafeln

Die 14 Kilometer waren nicht wirklich anstrengend. Den Rucksack habe ich kaum gemerkt, nur an den Hüftknochen hab ich blaue Flecke vom Hüftgurt. Die Strecke ab der Glienicker Brücke durch den Neuen Garten ist eine schöne Alternative zum Irrweg zum Bahnhof Babelsberg. Aber zwischen Wannsee und Glienicker Brücke ist die Strecke an der Havel entlang definitiv die schönere.

Keine Zeit, muß lesen

Sonnabend war ich unter anderem in der Bibliothek*. Eigentlich nur wegen des Reiseführers, die anderen Bücher sprangen mich einfach an, als ich durch die Bibliothek ging.

Bücherstapel

Alles Urlaubsvorbereitung. Vom Reiseveranstalter hatte ich die „Gebrauchsanweisung für Japan“ geschickt bekommen, die ich letzte Woche angefangen habe. Und gestern bekam ich dann eine Mail, daß ich ein vorgemerktes eBook (natürlich auch über Japan) jetzt ausleihen könne. Da man eBooks im Gegensatz zu den Papierbüchern nur 3 Wochen lang ausleihen und vor allem nicht verlängern kann, ist das jetzt also erstmal Lektüre.

Schon früher hätte ich mal die Packliste lesen sollen, die mir der Reiseveranstalter schon vor einiger Zeit geschickt hatte. „Warme wasserdichte Handschuhe“ wären vor 2 Monaten einfacher zu kaufen gewesen als jetzt. Wirklich wasserdichte Handschuhe habe ich nämlich nicht. Habe mich jetzt entschieden, die Wollfilzhandschuhe mitzunehmen. Die sind immerhin deutlich wasserabweisend.

 

Ansonsten: große Taubnesselliebe. Diverse Wiesenflächen hier in der Gegend sind gerade von lila Teppichen überzogen. Das ist mir letztes Jahr gar nicht aufgefallen. Vielleicht ist dieses Jahr ein besonders gutes Taubnesseljahr?

Taubnesselteppich mit vereinzelten Osterglocken

 

* Als ich so durch die Bibliothek lief und diverse Bücher in den Regalen sah, dachte ich: „Hach, einfach mal ein Jahr Urlaub machen und all die interessanten Bücher lesen. Naja, ok, und wandern.“ Aber ein Jahr würde vermutlich nicht reichen. Allein auf der Merkliste der onleihe-App habe ich gerade 67 Bücher. Dazu kommen noch mal mindestens 20 auf einer Papierliste, die es nicht digital in der Bibliothek gibt. Und dann eben die, die da so verlockend in den Regalen stehen.