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05.02.2022 WMDEDGT

Jeden Monats-Fünften fragt Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT) und diverse Blogger antworten. Ich bin diesmal aus Gründen reichlich spät dran, will aber trotzdem noch.

Wir hatten Pläne für diesen Sonnabend, darum wollten wir eigentlich gegen 10 aufstehen. Das hat nicht ganz geklappt, aber gegen halb 11 bin ich dann doch unter der Dusche, glaub ich. Während ich dusche, beginnen in der Küche die Frühstücksvorbereitungen und es wird abgewaschen. Letzteres wäre nun wirklich nicht nötig gewesen, freut mich aber natürlich schon. Gemütliches Frühstück, dann verschwindet der Begleiter unter der Dusche während ich für den Rest des Wochenendes zusammenpacke. Das wäre wesentlich schneller gegangen, wenn ich nicht ständig irgendwo gestanden und überlegt hätte „Was wollte ich?“, aber ich war auch so rechtzeitig fertig.

Beim Losgehen treffen wir vor dem Haus im Vorgarten noch die Nachbarin und schwatzen natürlich ein bißchen. Spaziergang zur Wohnung des Begleiters, zwecks gleichmäßiger Abnutzung der Betten und Plünderung der Kühlschränke verbringen wir die nächste Nacht dort. Aber erstmal gehen wir gleich wieder nachdem wir alles abgelegt haben.

Zum Mittag gibt es Ketwurst. Die schmeckt nach Kindheit, aber auch wenn die Sonne scheint: es ist deutlich zu kalt um draußen zu essen (ich werde ewig nicht wieder richtig warm werden). Wir liegen verdammt gut in der Zeit und so können wir noch ausführlich über die Museumsinsel schlendern bis zu unserem Zeitfenster in der Alten Nationalgalerie. Wir hätten ruhig etwas früher buchen können, durch den Wind ist es echt kalt und ich bin froh als wir endlich rein dürfen. Am Eingang werden Tickets und Zertifikate kurz gecheckt, drinnen, nach dem Abgeben der Jacken dann richtig kontrolliert inklusive Ausweiskontrolle. Direkt danach treffen wir Schwesterherz und Schwesterfreund, die gerade fertig sind mit ihrem Besuch. Huch! Damit hatte ich nicht gerechnet (sie eventuell schon, denn ich hatte hier ja Museumsbesuch angekündigt).

Ich wollte ja wegen der Sonderausstellung „Magische Spiegelungen – Johann Erdmann Hummel“ dorthin, also beginnen wir dort. Davor noch mal Ticketkontrolle, was mich verwundert, weil man nur Kombitickets kaufen kann. Die Gemälde sind schon beeindruckend, fast noch beeindruckender aber die Vorarbeiten und Skizzen aus denen erkenntlich wird, wieviel Arbeit darin steckt. Die Ausstellung ist recht klein und so schlendern wir anschließend noch durch den Rest des Museums und sehen uns einige andere Gemälde an. Das reicht dann aber auch.

Nach dem Museum gehen wir noch – weil wir schon mal da sind – in den asiatischen Supermarkt am Hackeschen Markt. Mir war Überforderung versprochen worden – ich habe sie bekommen. Da ist viel mehr Ware drin als Platz. Wir nehmen dann aber nur Maracuja-Saft (lecker!) und Nachtisch (noch nicht gekostet) mit.

Heimfahrt, dort noch mal in die Kaufhalle, denn der Kühlschrank des Begleiters ist leer und für morgen ist Wetter angesagt, bei dem man eher nicht raus will. Dann aber Sofa. Ich bin hundemüde und mache mal kurz die Augen zu. Bzw. etwas länger, denn als ich das erste Mal wieder aktiv werden will heißt es, daß das ja wohl viel zu kurz gewesen sei. Dann gibt es warmen Nudelsalat zum Abendessen und anschließend gehe ich in die Badewanne. Ich halte es da ja nie lange aus wegen Langweile (das geht grad noch so) und wegen Kreislauf. Aber es reicht: während mir vorher sehr sehr kalt war, ist mir nun sehr sehr warm. Der Begleiter geht auch noch in die Wanne, während ich seine Arte-Doku weiter schaue. Dann kommt er zu mir auf’s Sofa und schließlich gehen wir ins Bett. Ich dachte ja, ich wäre nach dem Powernap vor dem Abendbrot wieder munter, schlafe aber trotzdem ziemlich schnell ein.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

04.02.2022 Freier Freitag Nr. 5

Seit Anfang des Jahres habe ich wieder eine 4-Tage-Woche, diesmal mit freien Freitagen. An freien Montagen hatte ich ja nicht so wahnsinnig viel getan (außer lesen und zum Zahnarzt gehen), andererseits habe ich aber so viel (Papier-)Kram, den ich mal erledigen wollte. So war die Idee, daß ich vielleicht mehr mache, wenn ich noch mit Schwung aus der Arbeitswoche komme (und den Freitag zu meinem persönlichen Büro-Tag erkläre). Außerdem haben ja Montags die Museen zu.

Und wie läuft es nun? Nunja. Ich räume jeden Donnerstag den Arbeitskram richtig weg. Und saß auch fast jeden Freitag am Schreibtisch – für die Polnisch-Hausaufgaben. Nur fast, weil ja diese Woche Winterferien waren und ich somit am Montag keine erledigten Hausaufgaben brauchte, womit die Motivation da dann schon wieder weniger war. Ansonsten – mache ich halt eventuell noch Kram, den ich sonst am Wochenende gemacht hätte. Das wiederum ist ganz praktisch, denn an den Wochenenden bin ich ja derzeit anderweitig beschäftigt. Es ist also noch ausbaufähig. Aber heute habe ich immerhin mal ein paar Bücher aus- und umsortiert. Und die Hausaufgaben mache ich bestimmt auch gleich noch.

Ach und die Museen – da habe ich jetzt jemanden, der mich gern begleitet, aber Freitag arbeiten muß. Gehen wir eben morgen.

Die positiven Seiten des Internet: Nachdem ich dort jetzt von mehreren gelesen habe, daß sie an freien Tagen / ohne äußeren Druck so gar nichts auf die Reihe kriegen oder von anderen, die auch ewig brauchen, bis sie Dinge mal erledigen, bin ich da wesentlich entspannter. Ist eben so, ist ok. Mir entsteht kein ernsthafter Schaden dadurch. Und das Fotoalbum / die Fotobücher will ich jetzt schon seit 10 Jahren (oder mehr) machen – wenn das noch länger liegt, macht das auch keinen Unterschied. Aber es wäre schon schön, wenn man weniger interessante Bücher erscheinen würden, da komme ich so gar nicht hinterher.

01.02.2022 Gespräche

Gestern früh bin ich am Ende der Morgenrunde mit dem Hausmeister ins Gespräch gekommen (der vermutlich den ganzen Vormittag damit beschäftigt war, die Massen an Pappellaub zu beseitigen, die der Sturm am Wochenende in den Vorgärten und auf dem Parkplatz verteilt hat), heute morgen war es dann die ältere Nachbarin, von der ich die Pflege meines Vorgartens übernommen habe. Das ist schon schön, aber sorgt für verspäteten Arbeitsbeginn.
In den Vorgärten tut sich schon richtig was. Die andere Nachbarin hat mir die Tage in ihrem Vorgarten schon die ersten Schneeglöckchen gezeigt, ich habe bei mir einen knospigen Winterling entdeckt, alle anderen Frühblüher strecken schon die Blätter aus der Erde. Und die Primeln, die ich letzten Herbst versetzt habe, fühlen sich am neuen Platz offenbar auch wohler, auch sie haben Knospenansätze.

Am frühen Nachmittag ein Telefonat gehabt wegen des anderen Projekts. Das war eigenartig, ich hatte noch nie ein Telefonat mit so vielen Pausen, glaube ich, und gefühlt habe ich das Gespräch geführt, obwohl ja der andere was von mir wollte. Erst dachte ich ja, er wäre gerade aufgestanden (nach dem Mittagsschlaf), inzwischen vermute ich, daß er nebenbei noch was anderes gemacht hat, aber war schon komisch. Immerhin: ich werde auch in dem anderen Projekt eher nicht ins Büro fahren müssen. Das ist sehr schön, denn derzeit bleibt am Wochenende so viel liegen (inkl. uns), und ich versuche, das dann in der Woche zu erledigen. Mit dem Weg ins Büro könnte ich das komplett vergessen.

31.01.2022 Alles neu

Merke: Es ist kein gutes Zeichen wenn der Chef zu Beginn des Abstimmungsgesprächs zu zweit fragt, wie es mir geht. Heute folgte dann kurz danach die Info, daß ich in ein anderes Projekt ausgeliehen werden werde, in dem es gerade brennt. Da es bei uns gerade sehr ruhig ist, können wir uns nicht dagegen wehren. Das paßt mir so gar nicht. Ich bin gerade frisch verliebt (darum auch die Ruhe hier), da ist eh schon so viel neu. Noch mehr Neu (und anderes Projekt heißt alles neu, denn die machen da natürlich (fast) alles anders) paßt mir da so gar nicht in den Kram.

(Eine Woche Schonfrist, ich habe noch Sachen im Projekt zu erledigen.)

17.01.2022 Sonne und anderes erfreuliches

Jedes Jahr wieder schön: Wenn die Sonne wieder in die Wohnung scheint. Heute war es so weit. Dabei sah es lange gar nicht danach aus, der Vormittag war eher dunkelgrau, es regnete und stürmisch war es auch. Darum habe ich auch auf meine morgendliche Runde verzichtet. Aber ab Mittags verschwanden die Wolken und dann schien die Sonne.

Das habe ich dann natürlich gleich für eine größere Mittagsrunde genutzt, die ich mit einem Schlenker zur Apotheke verband, um mir endlich das digitale Impfzertifikat für den Booster abzuholen. Nach Feierabend mußte ich noch mal hin, denn als Jahr der Impfung war 2021 angegeben. Die Apothekenangestellte entschuldigte sich, daß es im Impfpass sehr wie 2021 aussieht. Ich glaube sogar, daß der Arzt dort tatsächlich 2021 schrieb (wer hat das Problem mit den Jahreszahlen Anfang Januar nicht?), aber 2021 für diese Impfung ist ja aus mehreren Gründen unsinnig – und ich habe eh noch die andere Impfbestätigung vom Impfzentrum, wo eindeutig das korrekte Jahr steht. Wie dem auch sei: ich bin jetzt auch digital geboostert – mit korrektem Datum.

Und dann habe ich heute noch gesehen, daß mir die Fahrkarte, die ich letzten September wegen das Warnstreiks bei der Bahn nicht nutzen konnte, erstattet wird. Damit hatte ich nach nun über 4 Monaten gar nicht mehr gerechnet.

05.01.2022 – WMDEDGT

Ich schlafe derzeit außerordentlich schlecht, aber als meine Eltern heute morgen an der Tür klingelten, schlief ich gerade tief und fest. Sie waren angemeldet, da bei ihnen Wasser- und Abwassersperrung angekündigt war, hatte ich ihnen angeboten, daß sie zu mir kommen können. Sie waren auch nicht extrem zeitig, eigentlich hätte ich um die Zeit längst wach und auf den Beinen sein sollen. War ich aber nicht – der Wecker hatte offenbar nicht geklingelt. Die Eltern haben einen Schlüssel und standen längst in der Wohnung, als ich mich endlich sortiert hatte. Ich bin dann sehr viel schneller aufgestanden als sonst, brauchte aber lange, um mich fertig zu sortieren. (Zum Glück hatte ich gestern schon weitgehend aufgeräumt). Immerhin: schneller Blick in den Arbeitskalender (nach dem Besuch im Bad) zeigte, daß die sonst üblichen Meetings am Mittwoch morgen diese Woche noch nicht stattfinden, ich konnte meine Morgenroutine also weitestgehend normal durchziehen – inklusive Runde draußen (kälter als die letzten Tage und viel blauer Himmel außer dort, wo die Sonne stand) und Frühstück. Danach noch Nachfrage bei den Eltern, ob sie noch was brauchen (es ist schon komisch, Besuch zu haben und sich nicht richtig drum kümmern zu können), aber sie kennen sich ja hier aus, und dann Arbeit. Fortsetzung des Themas von gestern, fruchtbare Diskussion mit einem Kollegen mit dem Ergebnis, daß da was auf beiden Seiten schief ist, aber bei mir geändert werden muß weil leichter – und auf der anderen Seite schon ewig schief, ohne daß sich jemand drüber beschwert hätte. Noch ein bißchen auf meiner Seite gesucht, Erklärung für zumindest eine schiefes Sache gefunden und so langsam puzzelte sich da eine halbwegs elegante Lösung zusammen – die zudem dann auch zu doch relativ wenig Aufwand auf meiner Seite führt. Nicht schön (insgesamt), aber ok. Das dann gleich noch mit dem Chef abgesprochen, mit dem ich eh ein Meeting hatte, dann war Mittagspause. Vorteil des Besuchs der Eltern: ich wurde bekocht. Das hat schon was. Nach dem Mittagessen verabschiedeten sie sich, (und nahmen netterweise den Bio-Müll mit runter. Danke!) ich hatte mein nächstes Meeting und bin dann danach auch noch schnell eine Runde raus. Das Wetter war inzwischen immer unfreundlicher aus, es hatte auch schon ein wenig getröpfelt, aber als ich unterwegs war, blieb es trocken. Den Spaziergang nutzte ich, um gleich noch gelesene (oder abgebrochene) Bücher zurück zur Bibliothek zu bringen und war schon auf dem Weg dorthin stolz auf mich, daß ich diesmal wirklich nur abgeben und nicht nach neuen Büchern sehen würde, denn ich hab ja noch genug. Auch wenn schon so ganz leise die Frage hoch kam, ob ich nicht doch mal, nur kurz, kucken könnte, was es neues gibt. Am Abgabeautomaten wurde die Frage dann lauter, aber quasi im nächsten Moment fiel mir ein, daß ich ja mein Smartphone und damit den Impfnachweis zu Hause gelassen habe. Für die Abgabe braucht man den nicht, wenn man richtig rein will in die Bibliothek, dann schon. Wie praktisch! Ich war also wirklich nur in der Bibliothek um Bücher abzugeben, ohne mir neue auszuleihen!

Dann weiter Arbeit, Teile der eleganten Lösung umsetzen, den Rest ausführlich aufschreiben (kommt in späterer Projektphase), anschließend anderer Kram, Kollegen unterstützen. Das zog sich und so hab ich wieder nicht wie geplant um 5, sondern erst um viertel 7 Feierabend gemacht. Bißchen Internet, dann Sport, duschen, Abendbrot. Dann war es schon wieder fast 9. Sofa, Vokabeln lernen (dreiundzwnzigster auf polnisch ist ein ganz fieser Zungenbrecher), mehr Internet. Bloggen. Ich hatte noch lesen wollen, aber das wird wohl nix mehr, bin müde und es ist auch spät genug.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens (WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag) gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.11.2021 (WMDEDGT)

Heute ist wieder Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?). Also wollen wir mal:

Noch vor dem Weckerklingeln wach geworden und beim Aufstehen gemerkt: Ausgeschlafen bin ich sehr viel zuversichtlicher als nach einer zu kurzen Nacht. Gut zu wissen. Übliches Programm für Daheim-Arbeitstage: Aufstehen, Vorhänge aufziehen (noch ist es schon hell draußen wenn ich aufstehe), Bad, anziehen, eine Runde raus. Draußen ist es grau und es wirkt relativ feucht, aber ohne Niederschlag. Etwas wärmer als erwartet, aber dann doch nicht wirklich warm. Und zwischendrin rennt mir mal wieder ein Eichhörnchen sehr erschrocken über den Weg, was nicht damit gerechnet hatte, daß ich da lang komme.

Zurück zu Hause Frühstück und dann Arbeit. Wie die ganze Woche schon sofort wieder heftig viel, aber diesmal wußte ich das vorher schon. Nach nicht mal einer Stunde Arbeit mit Exceltabellen bin ich schon wieder sehr müde – dabei dachte ich, ich hätte ausgeschlafen. Immerhin hab ich erstmal ein Meeting, das bringt Abwechslung. Danach wieder Daten vergleichen in Exceltabellen. Viele, möglichst alle heute noch. Uff. Zwischendurch fällt mal wieder die Internetverbindung aus (die ist sehr wackelig sehr Zeit), was ich dazu nutze (da ohne Internetverbindung kein Datenbankzugriff), um mal wenigsten die Wäsche von Flügel des Wäscheständers abzunehmen damit ich da nicht immer drumrum tanzen muß. Halb eins noch mal ein Meeting. Das ist für mich eine doofe Zeit, denn eigentlich kümmere ich mich da um mein Mittagessen. Nach dem Meeting merke ich dann aber auch, dass ich dringend etwas zu essen brauche: denken geht nicht mehr. Ich hatte mir vorher schon überlegt, mir heute was bei der Vietnamesin zu holen, denn dann muß ich auf alle Fälle mal raus – sonst wird das wieder nix. Mangocurry mit Reis. Ich bin so hungrig, daß ich alles aufesse, obwohl ich Portionen immer so groß sind, daß ich da normalerweise 2mal von esse. Danach bin ich dann aber auch sehr satt. Vorteil: ich werde sehr lange keinen Hunger haben.

Das Mittagessen draußen zu besorgen hatte auch den Vorteil, dass ich so am Briefkasten vorbei komme und da sind heute tatsächlich die Reiseunterlagen drin! Große Freude. Ich wartete schon ein paar Tage drauf. Inzwischen so verzweifelt, daß ich gestern Abend mal eine Mail schrieb um nachzufragen (sie hätten längst da sein sollen). Auf die hatte ich Vormittags schon Antwort mit Entschuldigung bekommen und den Unterlagen in digitaler Form was schon zu ein paar Freudenhüpfern geführt hatte. Die Unterlagen jetzt in der Hand zu haben ist aber noch besser, da bin ich altmodisch.

Anschließende wieder Daten vergleichen in Exceltabellen. Ich bin sehr froh, daß das nur alle paar Monate mal nötig ist (das letzte Mal vor etwa einem halben Jahr). Es gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Es ist dann schon halb 5 durch als ich einen guten Punkt erreiche um für heute Schluß zu machen. Fertig bin ich noch lange nicht, das war aber vorher klar. Und man muß es ja auch nicht übertreiben. Es ist immerhin Freitag und die ganze Woche war anstrengend. Ich notiere mir, wo ich Montag dann weitermachen muß, was sonst noch so alles zu erledigen ist und was ich nicht vergessen darf, gehe noch mal durchs Postfach und um 5 ist Schluß.

Anschließend überlege ich, was ich nun mit meinem Feierabend anfange. Da der Kopf aber eh nicht mehr zu sehr viel zu gebrauchen ist, mach ich einfach Haushalt: Abwaschen, Wohnung saugen. Muß man nicht bei denken, muß gemacht werden und es ist schön, wenn es erledigt ist (vorl allem der nicht mehr vorhandene Geschirrberg). Anschließend Sport mit ausführlichem Internetleerlesen vorher. Duschen, Abendbrot, Vokabelnlernen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie mein Gehirn manche Vokabeln einfach weiß, während ich für andere Eselsbrücken brauche – und sie dann doch wieder vergesse. Derzeit mein größtest Problem: ich verwechsle immer unser und euer, die sich im Polnischen nur durch den Anfangsbuchstaben unterscheiden und die ich immer genau andersrum zuordnen will. Ich versuche es jetzt mal damit, daß wir uns an unsere eigene Nase fassen (nasz nos) – wobei ich Nase auf polnisch grad erst nachgeschlagen habe. Nasze Nase. Das sollte man sich doch merken können!

Dann ist es schon neun, bzw. erst, denn ich bin schon richtig heftig müde. Aber ein bißchen lesen noch. Und bloggen auch noch… Aber jetzt werde ich wohl doch ins Bett gehen.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

14.10.2021

Wenn ich mal wieder das Gefühl habe, eher nichts auf die Reihe zu kriegen oder zumindest nicht vorwärts zu kommen: einfach Polnisch-Vokabeln üben. Da habe ich immer wieder den überraschenden Effekt, plötzlich Vokabeln zu wissen, die vorher tagelang nicht hängen bleiben wollten. Überhaupt kann ich inzwischen wirklich viele Wortpaare zuordnen. Täglich zu üben hilft.

Ansonsten ein eher bescheidener Tag. Immerhin 7 Minuten vor Weckerklingeln wach, und das, obwohl er heute wieder zeitig klingelte, weil Bürotag. Ich habe es auch überpünktlich aus dem Haus geschafft. Das war es dann aber auch fast schon. Draußen ekeliger Sprühregen. Am S-Bahnhof angekommen mußte ich dann erstmal die Brille trocknen um wieder was zu sehen. Schirm hätte aber auch nicht viel gebracht, windig war es ja auch.

Gut, die große Verspätung bei der Bahn brachte mir ein nettes Gespräch mit einer Mitreisenden und bei Ankunft am Ziel war sie nur noch halb so groß. Der Arbeitstag aber, vor allem in der zweiten Hälfte … einfach nur doof. Ich habe nicht wirklich was geschafft, bin immer nur minimal vorwärts gekommen und dann ging es nicht weiter. Sehr viel Frust.

Aber immerhin nette Begleitung mit gutem Gespräch auf der Heimfahrt. Im absolut pünktlichen Zug!

Naja, und abends dann Vokabeln und ich habe tatsächlich die Wörter für Eltern und Familie gewußt! Vielleicht doch gar nicht sooo schlimm der Tag. Bis auf das Wetter. Und den Arbeitsfrust mittendrin.

06.10.2021

(Ich muß beim Tippen der „Überschrift“ links unten auf dem Bildschirm nachschauen (da wo Uhrzeit, Wochentag und Datum stehen) um keine Fehler zu machen. Jahr und Monat sind …. schwierig.)

Heute aus Gründen mit der Regionalbahn zur Arbeit gefahren. Das war sehr komfortabel. Ein bißchen wehmütig wurde ich nur als ich sah, wohin die nächsten Züge von diesem Gleis fahren: Rostock, Stralsund. Beide nur wenig später. Aber ich bin brav zur Arbeit gefahren. Lesen im Zug konnte ich auch nicht, mußte ja rausgucken, war ja alles neu.

Noch ein Nachteil: Mit der Regionalbahn bin ich erst 10 Minuten später im Büro, heute sogar noch ein bißchen mehr und die Zeit fehlte meinem Rechner bis zum ersten Meeting. Obwohl ich ihn sofort aufgebaut und angeschaltet hatte, machte mein Teams heute massive Probleme. Ein paar mal hat es sich selbst neu gestartet, als irgendwie gar nix vorwärts ging hab ich es dann mal mittels Taskmanager abgeschossen. Dann konnte ich mich endlich ins Meeting einwählen. Äußerst amüsant: Beim Beenden des Meetings meinte es, es sei etwas schief gelaufen und ich würde neu verbunden. Mehr passierte aber nicht. Im Chatfenster sah ich dann, daß Teams der Meinung war ich sei offline. Also noch mal abgeschossen und als es dann wieder da war, bekam ich Chatnachrichten, die schon während des Meetings gesendet worden waren. Ich war also per Teams in einem Meeting (und konnte mich problemlos mit meinem Chef unterhalten), obwohl Teams der Meinung war, ich sei offline. Das kann Sachen.

Direkt danach das nächste Meeting, dann ein bißchen Kram und dann der Termin, weswegen ich heute hatte ins Büro fahren müssen (neben der Tatsache, daß wir nicht mehr komplett zu Hause arbeiten dürfen): Grippeimpfung beim Betriebsarzt, bzw. betriebsärztlichen Dienst. Heute eine ältere Ärztin, die mich erst den Oberarm anspannen lies, dann locker machen und einatmen – damit ist man so beschäftigt, daß ich den Pieks wirklich überhaupt gar nicht gemerkt habe. Dann bekam jeder die Ansage, noch eine Viertelstunde im Umkreis der Ärzte zu bleiben, gern auch draußen in der Sonne. Das laß ich mir doch nicht zwei Mal sagen! Gut, ich hatte nun keine Uhr bei und bin sicherlich keine Viertelstunde dort geblieben, aber ein bißchen schon.

Überhaupt, die Sonne! Richtig gute Laune verursachte die heute bei mir nach den zwei (fast drei) Tagen grau in grau.

Schnell zum Bäckerauto, um noch Kuchen für den Nachmittag zu besorgen. Dort einen alten Kollegen getroffen, der mir im Gespräch anerkennend gegen den Oberarm boxte. Zum Glück war es der rechte.

Danach war dann auch schon wieder Zeit für Mittag. Wir gehen ja immer so zeitig. Also die Kollegen. Und ohne Kollegen später ist auch doof. In der Kantine haben sie die Anzahl der Tische erhöht. Und die Schrift auf den Aufstellern auf den Ausgabetresen ist größer. Aber man kann immer noch erst erkennen was es gibt, wenn man fast direkt davor steht. Das ist suboptimal.

Nach dem Mittag dann Kram erledigt, bis sich das nächste Meeting anmeldete. Mittwoch ist echt doof, was das angeht. Auch Nachmittags kommen die ja im Zweierpack und das zweite haben wir mächtig überzogen, so daß am Ende schon wieder zwei Stunden weg waren. Dafür habe ich nebenbei ein bißchen was erledigen können. Kurz nach Ende bekam ich eine Anfrage, wann ich denn heute Feierabend machen will. Ich hatte doch gerade erst angefangen so richtig zu arbeiten (also zumindest mal eine größere Aufgabe)! Die vorgeschlagene Zeit erschien mir viel zu früh (auch deswegen). Kurz darauf fiel mir aber ein, daß ich ja heute noch zu den Eltern muß, Urlaubspflege der Blümchen. Da wäre die späte Regionalbahn echt spät. Aber das andere eben doch zu früh. Ich hatte ja schon Freitag so zeitig Schluß gemacht. Also hab ich mich entschieden für „irgendwas dazwischen, ich guck dann mal“. Wurde letztlich doch die späte Regionalbahn, weil sich Dinge hinzogen und ich noch was besprechen mußte.

Die Bahn hatte dann über 10 Minuten Verspätung und fuhr auch von einem anderen Gleis. Aber an ersterem kann man nichts ändern und zweiteres hatte ich dank Mitfahrern rechtzeitig mitbekommen (angesagt worden war das wohl ein Mal, irgendwann deutlich vor geplanter Abfahrt, zumindest bevor ich da war).

Bei den Eltern Briefkasten geleert, den Lichtschalter im Hausflur gesucht (und gefunden), Blümchen gegossen. Dann nach Hause. Und da auf dem Weg merkte ich, wie müde ich bin. So müde, daß ich keine sonderlich große Lust hatte weiterzulaufen, der Weg ist aber auch langweilig, vor allem im Dunkeln (und um halb 8 ist es schon wieder dunkel), aber half ja nix. Zu Hause, da noch kein Hunger, gleich erstmal unter die Dusche, dann Abendbrot und dann tatsächlich noch gebloggt, obwohl müde. Aber sonst wird das doch wieder nix.

Und hinterher noch Urlaub gebucht, ha! Ich hab es schließlich heute endlich geschafft, den Urlaubsantrag einzureichen – und ihn genehmigt bekommen, das war ja abgesprochen.

05.10.2021 (WMDEDGT)

Schon wieder ein 5. und weil mich ein einzelner Herr explizit drauf hingewiesen hat, gibt es also wieder einen Eintrag aus der Reihe „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT).

Ich werde um 7 wach. Das ist blöd, denn gestern wurde es wieder später und ich schleppe schon seit Tagen ein Schlafdefizit mit mir rum, weil ich IMMER um 7 wach werde, egal, wann ich ins Bett gehe. Also drehe ich mich noch mal um und versuche weiterzuschlafen. Das klappt nicht so richtig, aber man kann es unter „ruhen“ verbuchen. Aufstehen dann irgendwann nach 8.

Auf der Morgenrunde wiedermal ein Eichhörnchen, das extrem knapp vor einem Menschen über den Fußweg gerannt ist. Die sind erstaunlich „leichtsinnig“ diesen Herbst im Vergleich zu anderen Jahren. Ob das noch die jungen sind?

Frühstück. Ab 9 sitze ich vor dem Rechner. Nix großes am Anfang, ab 10 hab ich ja schon wieder Meeting. Das ist heut erstaunlich kurz. Danach dann richtige Arbeit. Ich müßte eigentlich auch noch einkaufen, aber draußen ist es grau und naß, da mag ich nicht. Gegen 1 gehe ich dann aber doch mal zumindest auf den Markt um mir ein Fischbrötchen zu kaufen und zu sehen, ob der Bäcker da ist. Das ist er nicht, also muß ich Brot vom großen Einkaufen mitbringen.

Nach dem Fischbrötchenmittag arbeite ich noch etwas vor mich hin, bis ich dann irgendwann beschließe, jetzt sofort einkaufen zu gehen, denn besser wird das Wetter eh nicht, aber die Kaufhalle vermutlich voller. Einkaufen geht schnell, Halle ist relativ leer und hinterher kaufe ich nicht nur Brot sondern auch Kuchen. Der verbessert die Laune ungemein. Weitergearbeitet, irgendwann Kuchen gegessen, danach weitergearbeitet und mich dann so richtig vertüdelt, habe mich immer weiter in diversen Dokumenten vergraben und tauchte erst deutlich nach 5 wieder auf. Nunja.

Nach Feierabend endlich abgewaschen (das steht seit Sonntag auf der Liste). Dann wollte ich eigentlich nur einen Fleck aus der Jacke ausreiben, den ich da gestern entdeckte hatte, habe aber etwas zu viel Seife genommen und schließlich die Jacke mit anderen Sachen die ich eh schon länger waschen will in die Waschmaschine gesteckt. Dann war eigentlich Sport geplant aber mir kam das Internet dazwischen (mal wieder). So war die Waschmaschine dann schon fertig, als ich noch mittendrin war beim Sport. Ich hab sie dann nur schnell ausgestellt (damit sie nicht so nervtötend piept) und alles rausgeholt, aufgehängt dann direkt nach Sport. Duschen, Abendbrot.

Vokabeln lernen. Mir fiel letzte Woche irgendwann auf, das ein guter Zeitpunkt dafür „nach dem Abendbrot“ wäre. Es ist recht spät am Abend, die neu gelernten Vokabeln können sich also im Schlaf gut festsetzen. Nach dem Abendbrot mache ich eh immer was anderes als vorher, dann kann ich auch die Vokabeln da gut einschieben. Und ich esse fast jeden Tag Abendbrot, ich kann also eine wunderbare wenn-dann-Verknüpfung (wenn ich Abendbrot gegessen habe, dann lerne ich Vokabeln) aufbauen die quasi jeden Tag funktioniert und so die Vokabeln nicht mehr vergessen. Funktioniert noch nicht immer. Aber früher oder später fällt es mir immer ein. Und nur manchmal entscheide ich, daß ich zu müde bin und das lernen nun nichts mehr bringt. Ich lerne inzwischen mit einem Programm (schreibe die digitalen Karteikarten aber selbst) und so weiß ich, daß ich 23 Minuten lang gelernt habe. Danach fühle ich mich dann aber zu müde um noch zu bloggen, weswegen ich es auf morgen verschiebe und lieber noch ein bißchen im Netz surfe, bis ich fast pünktlich ins Bett gehe.

(„Morgen, also am 6. bin ich nicht weniger müde, schreibe den Beitrag aber trotzdem, weil: sonst wird das ja nie was. Dafür hatte ich die Vokabeln vergessen, bis ich drüber schrieb.)

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.