Was schön war – KW 27 & 28

Jaaaa, ich schreib nix auf, mein Gedächtnis ist lückenhaft – es wird immer schwierig mit den was-schön-wars.

Vorletzten Donnerstag konnte ich mal wieder lange auf dem Balkon sitzen, das war toll. Solche Tage sind diesen Sommer rar gesät. Am Freitag hab ich auch mal wieder auf dem Balkon gesessen, aber nicht lang. Ein sehr unsommriger Sommer dieses Jahr.

Vorletztes Wochenende habe ich zwei Familienfeste besucht (also Feste für Familien). Beim ersten Familienfest (am Sonnabend) gab es gut und viel zu essen und vor allem Eis! Und ne ganze Menge Attraktionen für kleine Kinder. Auch das zweite war eher für Kinder. Hier gab es den wunderbaren Satz „Nicht jetzt, ich will jetzt Kuchen essen“. Und es war wunderbares Wetter am Wochenende: viel Sonne, aber nicht zu warm. Außerdem habe ich an dem Wochenende gelernt, daß es in Britz nicht nur Pferde und Schafe gibt, sondern auch Kühe.

Die Woche war dann wieder ziemlich voll gepackt aber definitiv schön war am Donnerstag das Gefühl: Ok, dieses wichtige Dokument ist jetzt fertig und es ist gut. Tatsächlich ist hat da immer noch jemand Anmerkungen und Kritikpunkte und fertig ist es immer noch nicht, aber trotzdem: das wichtigste ist geschafft, ich fühl mich wieder viel besser.

Einerseits. Andererseits habe ich seit Donnerstag eine schöne Erkältung. Naja, was man da so schön nennt. Schön war definitiv am Freitag, als Nachmittags das Krank-Gefühl und die Watte im Kopf verschwand. Ich hatte morgens noch überlegt, ob ich nicht zu Hause bleibe, aber da gings noch…

Nunja, die Erkältung hat immerhin dafür gesorgt, daß ich viel Schlaf nachgeholt habe am Wochenende. Außerdem hab ich mal wieder eine große Runde durch Prenzlauer Berg gedreht am Sonnabend und diverse Straßenfeste besucht. Muß nächstes Jahr aber nicht wieder sein.

Ach, fast vergessen: Wunderschön albern – mit dem Schwesterherz einen Dialog mit kitschigen/niedlichen WeChat-Aufklebern geführt.

12 von 12 im Juli

Es ist wieder der 12. des Monats, es gibt wieder ein 12 von 12 (Erklärlink) – diesmal in etwas spezieller Version.

Heute morgen habe ich versucht, mit dem Wecker das Radio anzumachen. Funktionierte nicht. Immerhin hörte er erstmal auf zu piepen. Und das Radio war sowieso schon an, das hatte ich schon angemacht nachdem ich das erste Mal auf die Snooze-Taste gedrückt hatte. (Ohne Bild, weil: ich hab ja noch geschlafen!)

Während des Frühstücks überlege ich die Kleiderwahl. Das Wetter ist schwierig. Ich entscheide mich, erstmal nur im T-Shirt zu gehen, den Softshellmantel aber in den Rucksack zu stopfen (gute Entscheidung, wie sich herausstellen wird). Ich vergesse die Kamera, aber den Kopf nehme ich immerhin mit bevor ich losgehe.

In der S-Bahn hat jemand in den Dreck auf dem Fenster einen Smiley gewischt – da erst fällt mir auf, daß ich die Kamera vergessen habe. Nunja, wäre vermutlich sowieso schwierig geworden zu fotografieren. Mir kommt die Idee mit den Zeichnungen. Ist aber auch nicht einfach…

Auf Arbeit steht mal wieder die Sicherheitsbelehrung des Quartals an. Es ist wie im Kino: da denkt man, man hat ’nen guten Platz und dann kommt kurz vor Beginn noch n Riese und setzt sich direkt vor einen. Aber seit dem der alte Sicherheitsverantwortliche die Abteilung gewechselt hat, gibt es eh keine Videos mehr, ist also nicht so schlimm.

Pünktlich zur Mittagspause fängt es an zu regnen, hört aber immerhin zum Spaziergang noch mal halbwegs auf. Danach falle ich dann ins Mittagstief, das heute besonders tief ist, weil ich in der Nacht schlecht und wenig geschlafen habe. Zum Ausgleich ist die Arbeit besonders anspruchsvoll. Das verträgt sich nicht und ich habe zwischenzeitlich das Gefühl, über Kreuz zu gucken (Symbolzeichnung).

Arbeit, Arbeit, Arbeit, irgendwann komme ich wenigstens halbwegs aus dem Tief raus und es wird etwas einfacher. Dreiviertel 6 denke ich, daß es eigentlich so langsam wirklich Zeit wäre Feierabend zu machen, stecke aber noch in einem Telefonat. Nach 6 klappt das dann endlich. Zum Glück habe ich noch russisches Konfekt im Rollcontainer, das sorgt dafür, daß ich die Heimfahrt überstehe (und das Papier läßt sich zu Hause fotografieren).

Auf dem Heimweg bin ich sehr froh über die eine gedankliche Superleistung heute morgen. Es regnet nicht nur, da die Sonne nicht scheint ist es auch kühler und ich bin froh über die etwas wärmere Jacke. Einziges Manko: die Strickbündchen an den Ärmeln. Die werden bei Regen naß, weswegen ich sie dann lieber nach innen stülpe, auch wenn das etwas komisch aussieht (späteres Symbolfoto).

Unterwegs entdecke ich Anzeichen dafür, daß es die letzten Tage in Berlin doch etwas feuchter war. Für dieses Foto gehe ich extra noch mal los, trotz Hunger und Nieselregen.

Immerhin: der kleine Spaziergang sorgt dafür, daß ich mich nicht mehr ganz so erschöpft und K.O. fühle. Weil’s grad so schön ist.

Ich habe die Reiseunterlagen im Briefkasten! Sie hatten einen weiten Weg und sehen etwas mitgenommen aus.

Aber innen dann – das sieht schon edel aus.

Und ich weiß endlich, was mit Tourenbuch gemeint ist. Gar nicht so schlecht – auch wenn an den anderen Tagen weniger Platz für persönliche Notizen ist als am Rückflugtag.

Kurze Runde auf dem Balkon: die Kästen sind naß, aber sonst sieht alles gut aus. Die erste Kornblume der bunten Blumensaatmischung blüht.

Danach endlich Abendessen, dann zeichnen, fotografieren, Blogartikel schreiben. Und jetzt sollte ich vernünftigerweise ins Bett gehen.

 

Weitere Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draussen nur Kännchen“.

WMDEDGT – Juli

Ich hab noch gefragt, ob der Baum nicht zu morsch ist. Aber nein, der ist stabil, heißt es. Also ziehe ich am Seil, daß am Baum befestigt ist um Schwung zu holen zum Schaukeln und der riesige Baum ist natürlich doch morsch und kippt in meine Richtung und ich bin schlagartig wach. Manche Träume sind schon speziell. Nunja, immerhin bin ich mit einem „siehste, ich hatte Recht2“-Gefühl wach geworden. Der Blick auf den Wecker sagt 6:21. In 40 Minuten soll er klingeln. Noch mal einzuschlafen zu versuchen macht keinen Sinn, das würde wenn überhaupt erst kurz vorm Klingeln klappen und so stehe ich eben auf. Bad, Frühstück, gegen sieme (sieben Uhr) verlasse ich das Haus. In der S-Bahn treffe ich einen fast schlafenden Kollegen. Außerdem ist sie deutlich voller als eine Stunde später.

Um 8 (und damit eine Stunde früher als normal) bin ich auf Arbeit und verwirre bzw. erschrecke die Kollegen. Nachteil wenn man so früh kommt: der nervige Kollege ist noch in der Teeküche. Er verschwindet zwar kurzzeitig, taucht aber wieder auf, als ich auf mein Teewasser warte. Und auch wenn ich halbwegs freiwillig so zeitig aufgestanden bin, meine Laune ist eher im negativen Bereich so früh, dann kann ich ihn noch weniger ab.

Große Freude beim checken der Mails. In einem Projekt hat sich schon wieder der Umfang geändert. Wie soll man da strukturiert arbeiten, wenn nix fest ist? Vorteil, wenn man früher da ist: man hat mehr Zeit bis zum ersten Meeting und schafft ne Kleinigkeit. Dann das erste Meeting, kurze Pause, danach das zweite Meeting. Jemand mit Ahnung hat sich angesehen, was ich bisher geschrieben habe. Die „Lektorin“ entschuldigt sich, daß so viel rot ist, aber ich finde das gut. Ich hatte ja nur ein altes Dokument als Vorlage – und daß das nicht gut war, hab ich mir schon gedacht. Jetzt also viel Input für Änderungen, aber trotzdem das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

Dann endlich Mittagspause. Und nach der Mittagspause so ein richtiges Müdigkeitsloch. So schlimm, daß ich überlege, ob ich irgendwie im Büro ein Schläfchen halten könnte ohne daß man es von außen sieht (Erdgeschoss und Kollegen, die immer wieder mal vorbei laufen). Irgendwie schaffe ich es aber auch so.

Schwesterherz ruft an um tolle Neuigkeit mitzuteilen: sie hat endlich eine neue Wohnung. Sie sucht schon seit Jahren. Nicht wahnsinnig dringend, denn sie hat ja und muß nicht dringend raus, aber inzwischen dürfte die Wohnung gern etwas größer sein als zu Studentenzeiten. Nun hat es also endlich geklappt. In Zukunft brauche ich etwas länger, wenn ich mal wieder kein Backpulver habe.

Dann Schulung per Telefon und Webex durch den Bereichsleiter. Ein schönes Beispiel, wie man Mitarbeiter NICHT motiviert. Immerhin: ich ärgere mich so, daß ich nicht mehr müde bin. (Ernsthaft: „than you can utilize people in other projects“? Und wenn der Plan nicht eingehalten wird, ist die erste Idee Wochenendarbeit?)

Kurzer Austausch mit den Kollegen über diese „Schulung“, dann mach ich Feierabend, denn ich habe einen Friseurtermin. Der Ärger verschwindet schon auf dem Weg zur S-Bahn: 10 Minuten zu Fuß gehen zu müssen hat Vorteile. Weil ich ein bißchen Hunger habe, kaufe ich mir unterwegs ein Schoko-Puddinghörnchen, was ich auf der Bank vor dem Friseur esse. Dann erneuerte Frisur und quatschen über Urlaubspläne und seltsame Träume.

Nach dem Friseur komme ich an zwei Buchhandlungen vorbei und ich kann selten widerstehen hineinzugehen. Man könnte ja schon mal nach Urlaubslektüre gucken… Da werde ich aber diesmal nicht fündig. Ich lese ja gern Romane passend zum Reiseziel, das diesjährige ist aber etwas spezieller. Hinterher ärgere ich mich, daß ich nicht einfach den Buchhändler gefragt habe. Dazu ist der schließlich da!

Aber ich kaufe trotzdem was:

Nur wird das eben nicht Urlaubs- sondern Sofa-Lektüre. Da fällt mir ein, daß es Asterix ja jetzt auch mit hiesigem Dialekt gibt – da hätten sie aber mal jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. Der hätte ihnen dann sicherlich verraten, daß Berlin (und abgeleitete Wörter) immer Berlin bleibt, Asterix also berlinat. Nix mit a nachm B.

Zu Fuß nach Hause, dort erstmal alle Fenster auf, denn heute ist es schön und relativ warm (im Vergleich zu den letzten Tagen). Dann auf dem Sofa ein bißchen lesen und der Versuch herauszufinden, welche Temperaturen mich auf der Reise so erwarten werden. Es ist nicht leicht.

Gegen 7 mach ich mir Abendbrot (Salat, Käsestulle, Gurke, Möhren, Radieschen), das ich auf dem Balkon esse. Yeah! Endlich mal wieder. Da bleib ich dann auch noch  und lese bis der Wind zu kalt wird. Dann überweise ich die zweite Rate für die Reise, chatte mit der Freundin und schreibe diesen Artikel. Eigentlich müßte ich jetzt noch abwaschen. Aber ich glaub, ich les einfach noch ein bißchen und gehe dann ins Bett.

… und während ich hier noch mit dem Foto oben hantiere, geht draußen gerade hoch dramatisch die Sonne unter…

 

Weitere Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

 

Halbzeit (?)

Die erste Hälfte des Jahres 2017 ist schon wieder rum und wo stehen wir? Ick weeßet nich.

Nach dem ersten Viertel hatte ich schon überlegt, einen Rückblick zu schreiben. Damals war ich dezent euphorisch. Endlich eine neue Aufgabe, vor allem endlich wieder Verantwortung! Ich wußte zwar nicht genau, was mich erwartete, aber besser als vorher war es definitiv. Letzteres stimmt immer noch, aber… Uff. Die Aufgabe ist sehr viel größer und umfangreicher geworden als abzusehen war. Für Detailfragen hab ich diverse Ansprechpartner (die ich manchmal aber auch erst ermitteln muß), aber der große Überblick fehlt mir immer noch. Das führt schon mal dazu, daß ich feststelle, daß ich irgendwas schon viel früher mal hätte erledigen müssen. Glück, wenn es doch schon erledigt ist, nur noch nicht weitergetragen wurde. Es führt aber auch zu dem permanenten Gefühl, keine Ahnung zu haben, was ich da eigentlich tue. Wäre ok, wenn mir nicht immer wieder erzählt würde, wie wichtig das Enddokument von mir sei, und daß man da wirklich nichts falsch machen darf bei. Achja, daß es seit einem viertel Jahr quasi nie nach Plan ging, bzw. die Pläne permanent umgeworfen werden, erleichtert das Ganze auch nicht unbedingt.

Was ich schon gelernt habe: Es kann sich lohnen, nicht alles sofort zu erledigen. Manches erledigt sich tatsächlich von allein.

Was ich gerade lernen muß: Den Umgang damit, daß mir jemand in meinem Aufgabengebiet rumfuhrwerkt, wovon ich dann häufig erst durch Zufall erfahre.

Was ich außerdem lernen muß: Sinnvoll meine Arbeit zu Ordnen. Am besten arbeite ich ja, wenn ich strukturiert vorgehen kann, möglichst von Anfang bis Ende. Da ich aber genaugenommen 5 Aufgaben habe (von denen 2 zum Glück derzeit fast stumm sind), funktioniert das nicht. Ich hatte mir überlegt, mir quasi einen Stundenplan zu machen – jeweils ein halber Tag für eine Aufgabe. Da spielen aber die Aufgaben nicht mit, die mir immer dazwischen grätschen mit aktuellen Anforderungen. Vielleicht sollte ich auf 1h-Blöcke umschwenken und jeweils auswürfeln…

Was ich aber schon ganz gut kann: auf mich aufpassen. Die Arbeit ist anstrengend, fordernd, absorbiert ne ganze Menge Denkkapazität, aber ich kann gut abschalten. Naja, ok, konnte. Sonntag hab ich fast direkt nach dem Wachwerden an dieses blöde Dokument gedacht. Das hätte eigentlich diese Woche fertig werden sollen (daß es das nicht wird, liegt nicht an mir), das ist also ok.

Puh, ich glaube, dieser ganze Text über die Arbeit ist reichlich konfus. Aber das ist meine Arbeit ja auch!

 

Was hab ich abgesehen von der Arbeit sonst noch geschafft in der ersten Jahreshälfte? Das hält sich etwas in Grenzen, weil ich für anspruchsvolle Dinge Abends nicht mehr in der Lage bin. Ich war im Urlaub, hab das aber noch nicht verbloggt. Hab nicht mal die versprochenen Fotos verschickt. Und eigentlich wollte ich noch über den großen Urlaub letztes Jahr schreiben.

Aber ich war beim Yoga, das halbe Jahr lang ziemlich regelmäßig Freitags. Der Kurs ist jetzt vorbei. Mal sehen, ob ich ohne Kurs weitermache…

Ich lerne – mit einem Monat Pause zwischendrin – fleißig Russisch- und Schwedischvokabeln.

Ich war ein paar Mal wandern (längst nicht so regelmäßig wie ich eigentlich wollte, aber die Zeit…).

Und dann war da noch der eine …. mit dem ich ein paar Mal versucht habe ins Gespräch zu kommen. Was leider nicht so wirklich funktionierte. Ich habe meine Smalltalk-Fähigkeiten erheblich ausgebaut, aber da bin ich gescheitert. Wir gehen uns jetzt aus dem Weg, denn krampfhaft anschweigen ist auch unangenehm. Nunja.

 

Vorhaben für das nächste halbe Jahr: Urlaub! Und auf der Arbeit eine möglichst gute Figur abgeben auch wenn ich nicht so genau weiß, was ich da tue. Und mehr bloggen.

Was schön war – KW 23 bis 26

Gestern habe ich mit Schrecken festgestellt, daß es schon 4 Wochen kein was-schön-war mehr gegeben hatte. Fast einen ganzen Monat! Mich da noch zu erinnern…

Praktischer Weise habe ich im Flur einen großen Foto-Duschvorhang hängen, in dem ich die Postkarten sammle, die ich so geschickt bekommen habe, und diversen anderen Kram. Seit diesem Jahr habe ich da für jeden Monat eine Tasche in die alles hinein kommt, was sich im Monat so ansammelt.

So weiß ich: im Juni habe ich Post aus Bergen bekommen, von einer Internetfreundin. Eine Zeit lang haben wir fast jeden Abend gechattet, inzwischen sind unsere Onlinezeiten zu verschieden und wir sehen uns kaum noch. Um so mehr habe ich mich über die Karte gefreut (Karten werden fast immer direkt am Briefkasten gelesen. Und oben dann noch mal).

Außerdem in der Tasche: Die Eintrittskarte vom Aussichtsturm in Woltersdorf und das Fährticket / die Eintrittskarte zur Pfaueninsel. Und natürlich die Karte für das wunderbare Konzert von Depeche Mode. Direkt dahinter klemmt die Eintrittskarte zur IGA. Da war ich nämlich auch noch – und will das seit dem verbloggen.

Weiteres schönes in den letzten 4 Wochen: diverse Abende auf dem Balkon. Gespräche mit den Kollegen (wenn die nicht wären…).

Ich habe mal wieder einen Roman gelesen. „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand. So fesselnd, daß ich nur etwas mehr als zwei Arbeitstage brauchte (ich habe hauptsächlich auf dem Balkon gelesen, das weiß ich noch genau. Kann man sich bei den derzeitigen Temperaturen gar nicht vorstellen).

Letzte Woche war wieder Stammtisch. Wegen des Unwetters in arg reduzierter Besetzung (wir waren zu dritt), aber trotzdem schön. Und Sonnabend hab ich mich mit zwei Freundinnen getroffen und wir haben beim quatschen die Zeit vergessen. Sooo schön.

Seit dem habe ich Urlaubsvorfreude. Ist ja nicht mehr lang bis dahin.

Und der Sonnenuntergang gestern war auch nicht zu verachten.

Mini-Urlaub

Donnerstag 2 Stunden früher als sonst Feierabend gemacht (direkt nach dem Regen), Freitag frei und dann Wochenende. Reichte tatsächlich, um heute auf Arbeit das Gefühl zu haben, ich muß erstmal wieder reinkommen.

Der Grund:

Das Konzert von Depeche Mode am Donnerstag und der Wunsch, am nächsten Tag auszuschlafen. Vor dem Konzert hatte ich vom Ticketverkäufer zwei Mal Mails mit Hinweisen auf die verschärften Sicherheitsmaßnahmen bekommen. Vor Ort war das dann zum Teil… Ja, eigentlich war Kontrolle durch Abtasten, und natürlich sollten Frauen nur durch Frauen kontrolliert werden. Zwei Probleme dabei: Beim Anstellen am Ende der Schlange war das nicht zu erkennen, es gab also bunt gemischte Schlangen. Und generell kamen auf 5 kontrollierende Herren nur eine kontrollierende Frau, das Publikum war aber 50:50. Folge: Während eine Frau kontrolliert wurde, wurden ca. 5 Frauen nur nach Blick in die Tasche durchgewunken. Beim Schwesterherz wurde nicht mal die Tasche kontrolliert. Nunja.

Konzert selbst war super (Schwesterherz kann meine Begeisterung für die Band nicht ganz nachvollziehen, fand es aber auch  nicht völlig doof). Wir hatten Glück, denn wir hatten Plätze unterm Dach – und das Dach war über uns auch dicht. Das ist nicht überall im Stadion so. Schon ein paar Plätze weiter sind sie ab ca. Hälfte des Konzerts naß geworden, denn da fing es heftig an zu regnen (und die auf dem Feld unten sowieso). Es gab aber nicht nur Regen, sondern auch Gewitter mit diversen Blitzen, die die Lichtshow perfekt ergänzten. (Den Donner hat man nicht gehört, dazu war es zu laut.) Einziger Wermutstropfen: Es waren nur zwei Stunden. Das Konzert hätte durchaus noch länger dauern dürfen.

Rückfahrt war problemlos, die S-Bahn wartete schon und ab Westkreuz hatten wir beide einen Sitzplatz.

Freitag dann habe ich tatsächlich lange geschlafen und damit den Kartenverkauf für das Hallenkonzert verpaßt. Nunja. Nach ewiglangem Rumtrödeln habe ich mich Nachmittags noch mit einer Freundin getroffen, wir haben Eis getestet, sind durch den Friedrichshain geschlendert und haben gequatscht.

Ergebnis meines Eistests: „Earl Grey“ war lecker, „Schoko“ auch, „Macha“ war mir zu süß und „Vanille mit Kürbiskernöl“ sah spannend aus, war geschmacklich aber eher egal.

Beim Schlendern durch den Friedrichshain haben wir auch den Großen Bunkerberg bestiegen und das übrigens ist die Aussicht nach Prenzlauer Berg.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Also zumindest nichts von Prenzlauer Berg. Auch die Sichtachse zum ehemaligen Leninplatz gibt es nicht mehr (an die ich mich noch sehr gut erinnere). Da oben sieht man nur noch grün.

Sonnabend dann habe ich Reisevorbereitungen getroffen und mich drei Stunden in einem großen Ausrüstungsladen in Steglitz rumgetrieben. Das Ergebnis:

Die drei Stunden waren die Wartezeit bis ich endlich bei der Reisepraxis drangekommen bin. Zwei Impfungen habe ich direkt mitgenommen. Ein paar muß mein Hausarzt noch auffrischen* und bei Tollwut überlege ich noch. Dieses Bepflastern von Einstichen finde ich ja höchst albern aber nach 3 Stunden warten war ich zu erledigt um noch dagegen zu protestieren.**

Sonntag war dann höchst langweilig mit Haushaltskram gefüllt. Hätte ich mein Telefon gehört, hätte mich das Schwesterherz zur Schloßbaustelle mitgenommen. Hab ich aber nicht. Und ich hatte auch vergessen, daß da am Wochenende Tag der offenen Tür war. Naja, dafür ist die Wohnung sauber. Und ich hab sogar gebügelt. Für den Abend hatte ich eigentlich überlegt, bei der Skate-Night mitzulaufen. Die fiel aber buchstäblich ins Wasser.

Nachteil dieses Miniurlaubs: Er reichte aus, um meinen Schlafrhythmus massiv nach hinten zu verschieben. Als ich Sonntag zur üblichen Zeit ins Bett ging, war ich noch überhaupt nicht müde. Dementsprechend müde war ich heute.

 

 

* Die Praxis wird nicht mehr von der Charité betrieben, sondern privatwirtschaftlich, man muß jetzt alles direkt bezahlen

** Heute, am Montag, tut der Arm auch nur noch wenig weh…

schön

Sommerabende so mild, daß man ewig auf dem Balkon sitzen bleiben kann. Lesen, den Mauerseglern zusehen und den Flugzeugen, die kurzzeitig weiße Streifen am snsonsten wolkenlosen Himmel hinterlassen.

Schade nur, daß man irgendwann doch rein muß, weil man ins Bett muß, weil ja morgen ein ganz normaler Arbeitstag ist. 

Gleich, ein bißchen noch…

best in class (Schnipsel)

T-Shirt des Tages:

Heute morgen bewußt ausgewählt – und es paßte. Sehr. Wir leben in eigenartigen Zeiten. Global sowieso, aber auch auf Arbeit. Heute gleich zwei Meetings gehabt, die das untermauerten. Es wird immer interessanter.

 

Gute Tag des Tages:

Geholfen, einen Kinderwagen die Treppe von der S-Bahn hochzutragen. Der Wagen hatte praktischer Weise vorn zwei Griffe, sogar gepolstert, so daß es fast bequem war.

 

Wetter des Tages:

Sonnig und warm. Gegen Abend zog es sich zu, aber ich hab laaaange auf dem Balkon gesessen und gelesen.

 

Eis des Tages:

Zitrone-Rosmarin auf dem Heimweg. Sehr lecker.

 

Blumen des Tages:

 

Und noch eine Ergänzung zum Montag: Mit ausreichend Wasser und von oben sieht der vierblättrige Klee gar nicht so gakelig aus.

Außerdem hatte ich diese hier ganz vergessen:

Die hab ich auch schon ein paar Jahren. Letztes Jahr warens ein paar mehr, irgendwie gab es da diesen Winter/Frühjahr auch Schaden. Hinter ihnen steht eine Comic-Ton-Fledermaus, mal gekauft in Braunschweig auf einem Handwerkermarkt im Magniviertel. Auch schon über 6 Jahre her.

 

12 von 12 im Juni

Heute morgen war ich von der Fahrradsternfahrt gestern und der Allergie im Allgemeinen (die Gräser treiben es grad wild) noch ziemlich K.O., so daß das mit dem Fotografieren nichts wurde. Dann gab es auf Arbeit heute eine sehr unangenehme „Überraschung“, was den Zustand nicht unbedingt verbesserte. Und so saß ich heute Abend auf dem Sofa, hatte noch nicht ein Foto, sah Richtung Fenster und hatte plötzlich die Idee: heute gibt es Balkonfotos.

Fangen wir an mit den Wunderblumen.

Die habe ich schon seit ein paar Jahren immer wieder auf dem Balkon, jeweils aus den Samen des Vorjahres gezogen. Üblicherweise ziehe ich die in kleineren Töpfen vor und setze sie dann in den großen Topf um. Dieses Jahr habe ich nur neue Erde auf die vom letzten Jahr getan und die vorgezogenen Pflänzchen da eingesetzt. Neben denen kamen dann diverse neue Setzlinge hoch. Einer steht noch, die anderen habe ich rausgeschmissen, weil es zu viele wurden. Nächstes Jahr fülle ich wohl wieder nur etwas Erde auf und wässere gründlich, der „Wildwuchs“ steht nämlich viel stabiler als die vorgezogenen, die sich irgendwie immer hinlegen. (Bevor ich das Foto gemacht habe, mußte ich feststellen, daß die eine (vordere) massiv von Blattläusen befallen war. Das sind die schwarzen Punkte…)

Fette Henne. Hat bisher mit etwas Verpackung jeden Winter auf dem Balkon überlebt. Ich weiß gar nicht, wie lang ich die schon habe.

Roter Klee. Wird zum Winter immer schlafen geschickt (bekommt keine Wasser mehr) und im Frühjahr wieder reaktiviert. Das ist noch nicht sooo lange her, weswegen er noch recht kompakt ist. Die Stängel werden noch länger im Laufe des Sommers.

Vierblättriger Klee. Wird überwintert wie der andere Klee auch. Schiebt aber zuerst Blütenstände und dann erst Blätter, weswegen ich den auch versucht habe ins Szene zu setzen. Der ist nie so schön buschig wie der rote Klee, im Moment aber noch besonders gakelig.

Kräuter. Petersilie, Basilikum und Dill. Die Samen waren Geburtstagsgeschenk. Wegen Dusseligkeit meinerseits hatte ich Basilikum doppelt gesät und mußte den Dill nachsäen. Darum ist der noch so mikrig.

Mein Salat! Muß noch ein bißchen wachsen, dann gibt es wieder Salat direkt vom Balkon.

Erdbeeren. Da sind schon Früchte dran, die müssen jetzt nur noch rot werden. Die Erdbeeren überwintern auch verpackt bei mir auf dem Balkon. Letztes Jahr mußte ich neue kaufen, weil die Vorgänger den Winter nicht überlebt hatten. Dieses Jahr hatte ich große Sorge und war dann sehr glücklich als ich sah, daß beide Pflanzen überlebt haben.

Schneeflockenblume. Hängt da, um eine äußerst häßliche Rohrschelle zu verdecken. Dieses Jahr nicht nur in weiß, sondern auch in rosa und lila, weil man weiße Blüten vor weißer Wand nicht soooo gut sieht.

Meine Balkonkästen. Ein bißchen plattgedrückt vom Wind, ein bißchen trocken (ich habe nach dem Fotografieren alles gegossen, was durstig war).

Minze, Forsythie und Kapmargarite. Die Minze stammt ursprünglich aus dem Garten meiner Eltern. Sie schmeckt als Tee nicht sehr intensiv, aber sehr nach Kindheitssommern im Garten.

Die Forsythie waren mal drei kleine Zweige im Frühling in der Vase die Wurzeln bekamen, weswegen ich sie in einen Topf setzte. Seit dem Blühen sie jedes Jahr auf dem Balkon. Einer ist irgendwann mal gestorben, die anderen beiden aber fast unverwüstlich. Ich wollte sie schon mal entsorgen, weil sie Spinnmilben hatten, die einfach nicht verschwinden wollten. Aber irgendwie… In eine Ecke gestellt, wo sie niemanden anstecken konnten, halbherzig weitergegossen und den Winter haben die Spinnmilben dann nicht überlebt. Die Forsythie schon.

Die Kapmargarithe stammt aus dem letzten Jahr, die überwinterte aber in der Logia meiner Eltern, weil es da keinen Frost gibt. Sieht grad etwas traurig aus, da zu wenig Wasser.

Der Primeltopf. Es stecken auch noch ein paar Tulpenzwiebeln drin, die aber noch nie geblüht haben (düngen könnte helfen, hab ich erfahren). Die Primel hat im Frühjahr auch nicht geblüht, aber immerhin hat sie den Winter überlebt. Das ist ja auch schon mal was. Auch hier hatten sich diverse Wunderblumen ausgesät. Eine durfte bleiben, die Nachfolger hab ich entfernt, weil sie einfach zu riesig werden. Dafür hab ich noch ein bißchen Bunte-Blumen-Mischung dazugesät. Mal sehen was das wird.

Bunte-Blumen-Mischung hab ich auch noch in einem dritten Balkonkasten, aber erstens waren das jetzt schon 12 Bilder, zweitens ist der eh noch nicht fotogen.

 

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

WMDEDGT – Juni (Wanderung Fangschleuse – Rüdersdorf)

Fünf vor halb 8 bin ich das erste Mal wach. Wie praktisch, um halb 8 soll der Wecker klingeln. Als er das dann tut, bin ich schon wieder fast eingeschlafen. Ich brauche noch eine ganze Weile, bis ich wirklich wach bin und aufstehe. Und warum das ganze an einem Feiertag (Pfingstmontag)? Ich will wieder wandern gehen und muß dafür ca. um 9 das Haus verlassen. Da ich gestern keine Lust hatte, den Rucksack vorzubereiten und Sachen rauszusuchen und so und weil ich liebend gern in Ruhe frühstücke, gönne ich mir dafür mehr Zeit. Naja, letztlich wird das mit dem pünktlichen Losgehen dann doch wieder nicht ganz so wie geplant, aber ich habe am Alex noch genug Zeit um mir mein Mittagessen zu kaufen, bevor der Zug kommt. Die anderen sitzen ganz vorn im ersten Wagen. Fangschleuse steigen wir aus und diskutieren nach ein paar Metern an der großen Tafel ersteinmal ausgiebig über Eiskrem und deutsche und brittische Eßgewohnheiten und Mahlzeiten. Irgendwann machen wir uns aber doch auf dem Weg, der uns fast die ganze Zeit am Wasser entlang führen wird. Im ersten Teil gibt es verdammt viele Mücken. Da helfen auch die großen Frösche nichts. Und das Autan habe ich natürlich zu Hause vergessen.

Aber die Gegend ist echt schön. Die Löcknitz ist eher kanalartig und es herrscht recht reger Schiffsverkehr. Wir kommen aber auch an diesem hübschen See vorbei.

Den eigentlich anviesierten Mittagspausenplatz verlassen wir wegen zu vieler Mücken recht schnell wieder. An der großen Badestelle am Flakensee ist es aber sonnig genug, daß sich da keine Mücken rumtreiben. Mittagspausegesprächsthema: Essen, Fastenbrechen und gute arabische Restaurants in Berlin (wir haben einen dabei, der wegen des Ramadans nichts ißt und trinkt). Und das Einbürgerungsprozedre für Briten in Deutschland. Der eine mitwandernde Brite steckt gerade mittendrin und gibt seiner Landsfrau, die das auch vor hat, Tipps. Das ist ein wichtiges Thema unter Briten derzeit.

Nach der Mittagspause dauert es nicht mehr lang und wir sind in Woltersdorf, wo es erstmal das versprochene Eis gibt (in meinem Fall hausgemachtes Softeis Joghurt/Johannisbeere) und dann den Aufstieg zum Aussichtsturm. Vor dort kann am Horizont sogar Berlin sehen. Naja, erahnen.

Beim Abstieg kommen wir noch mal an der Eisdiele vorbei, verzichten aber auf einen weiteren Besuch. Am Kalksee entlang geht es bis nach Rüdersdorf. Hier gibt es dann aber doch noch mal ein Eis – um die Wartezeit auf die Straßenbahn zu verkürzen.

Der Oldtimer bringt und bis nach Friedrichshagen (Unterwegsthema: britische Politik und der Brexit), wo wir in die S3 umsteigen. Die fährt bis Ostkreuz und eigentlich könnte ich hier in die Ringbahn umsteigen und ganz bequem nach Hause fahren. Uneigentlich fährt sie gerade nicht und so hab ich mich entschieden, zum Alex zu fahren und von dort mit der M4 (Umweg, aber besser als übervolle Ersatzverkehrbusse). Warschauerstraße fiel mir dann auf, daß ich von dort ja auch mit der M10 und dann mit der M4 – oder laufen. Und als ich so an der Haltestelle der M10 stand, kam mir eine M13 entgegen und mir fiel wieder ein, daß ich ja schon immer mal mit der M13 vom Antonplatz zur Warschauer Straße fahren wollte, einfach aus Neugier. Hab ich jetzt also in umgekehrter Richtung gemacht. Ist eine interessante Stadtrundfahrt bei der man sehr deutlich sieht, daß Berlin sehr verschieden ist – mit wirklich scharfen Grenzen teilweise (das Publikum ab Frankfurter Allee war ein ganz anderes als das davor). Und war natürlich ein riesen Umweg, aber auch so war ich noch deutlich vor 6 zu Hause. Nach dem Duschen, während ich mich um das Abendessen kümmerte (Spargel mit Kartoffeln), fing es plötzlich an heftig zu schütten. Aber so richtig heftig. Das war so gar nicht vorher gesagt worden. Es regnete dann noch eine ganze Weile (wenn auch weniger heftig) und war noch länger grau. Erst jetzt zum Sonnenuntergang reißt die Wolkendecke an strategisch günstigen Stellen auf, so daß doch noch ein bißchen Sonne zu sehen ist.

 

technische Daten zur Wanderung: 15 Kilometer von Fangschleuse bis Rüdersdorf. Das ist ein Teilstück des 66-Seen-Wanderwegs. 3 Mückenstiche

Wetter: Sonnig, warm bis sehr warm, leicht schwül. Wasserverbrauch: ca. 2 Liter

 

Weitere Teilnehmer des Tagebuchbloggens WMDEDGT gibt es bei Frau Brüllen.