Wanderung Falkenberg – Blankenburg

Und dann war ich ja Sonntag noch wandern. Wegen ESC am Sonnabend, bin ich eher spät aufgestanden, hatte mir dann irgendwann überlegt, daß man über den Wannsee schippern und dann zur Sacrower Heilandskirche wandern könnte, da müßte man aber so langsam los. Den Vorschlag hatte ich auch dem Schwesterherz unterbreitet, die am Vortag signalisiert hatte, mich eventuell begleiten wollen, die Wanderung auch gern machen wollte, aber leider strategisch unglücklich die Waschmaschine gestartet hatte. Die mußte jetzt erstmal fertig werden, das wäre dann aber zu spät für Wannsee und so geworden. War vielleicht auch ganz gut so, denn es waren ja Windböen bis 45km/h vorhergesagt. Blieb also die anderen Idee, die Eltern im Garten zu besuchen, was ich ja nicht mit dem Fahrrad machen konnte, weil das beim Schrauber stand, also hab ich meine Berlinwanderkarte studiert, von wo man denn da starten könnte, um irgendwie doch noch zu wandern. Letztlich kam dann – auch mit Hilfe der Anfahrtsplanung mit dem BVG-Routenplaner – Tierheim Falkenberg heraus. Ich hab extra zeitig Mittag gegessen, dann aber sinnloser Weise noch eine Weile im Internet verdaddelt, was ziemlich gut zeigt, daß ich insgesamt von der ganzen Idee nicht so überzeugt war und bin schließlich gegen halb 2 dann doch los. Straßenbahn, Bus (in Hohenschönhausen wartet man tatsächlich an der roten Fußgängerampel, 14 von 15 zumindest), bißchen laufen, schon stand ich am Tierheim. Das sieht jetzt im Eingangsbereich irgendwie nicht so einladend aus (Kamera testen), aber ich wollte ja auch nicht zum Tierheim, sondern zum Weg, der davor lang geht. An dem standen blühende Bäume. Diesem Weg bin ich dann fast die ganze Zeit gefolgt und er führte fast die ganze Zeit mehr oder weniger geradeaus. Grobe Richtung: west-west-nord. Langweilig war es es aber nicht, denn rechts und links gab es immer wieder etwas anderes zu sehen. Zum Beispiel einen Wald, bei dem ich spontan an Neuseeland denken mußte, weil er genauso dicht war wie die Wälder dort, nur eben nicht so vielfältig. Dann gab es eine typische Brandenburger Allee (mit Sommerfahrstreifen), wenn auch halbseitig (also die Allee). War ja aber auch in Berlin. Rechts wuchs Kohl. Als nächstes kam ich an einem Acker vorbei der mit Bauzäunen eingezäunt war, an denen ein großes Plakat hin, daß man sich hier seinen Gemüsegarten pachten kann. Sah gut genutzt aus. Kleingärten bekommt man in Berlin ja auch kaum noch. Ein ganze Stück weiter kam ich dann an einer echten Gärtnerei vorbei mit vielen vielen Gewächshäusern und auch Anbaufläche draußen. Sah nach Salat aus. Links mehrere Fußballplätze, auf einem wurde wohl gerade ein Spiel ausgetragen. Zuschauer waren aber nicht viele da. Dann gab es blühende Uferböschung am Hechtgraben. Und überhaupt viel Gegend. Dit is Berlin, ernsthaft. Die Wartenberger Feldmark nämlich. Danach wurde der Weg dann etwas unschön, führte direkt an einer nicht wenig befahren Straße entlang, rechts und links grün, aber eben laute Autos. Und auch noch ein Radfahrer, der ohne Vorwarnung von hinten kommend haarscharf an mir vorbei fuhr. Irgendwann ging es zum Glück dann links weg, wieder ins Grüne. Links war stabil eingezäunt mit Warnung vor Elektrozaun. Wunderte mich, denn außer Bäumen und Büschen und Gras war nichts zu sehen. Dann aber doch: Zottelvieh vor den Plattenbauten Hohenschönhausens. Irgendwie Ausgleichsfläche, wird extensiv bewirtschaftet von der Argarbörse, die auf der Fläche Hochlandrinder hält im kompletten Familienverband, also inkl. Bulle. Darum der stabile Zaun. Dann geht es wieder nach rechts und man stellt fest, daß an diesem langen Wochenende Prenzlauer Berg vielleicht leerer gewesen sein mag als normal, für Berlin im allgemeinen gilt das nicht. Hier am Malchower See sind viele Menschen unterwegs. Oder liegen auf der Wiese rum. Oder spielen am oder im See. Aber wenn man die nicht mit auf’s Bild nimmt, ist der fast idyllisch*. Nicht nur viele Menschen gibt es hier, sondern auch viele Pusteblumen. Viele sogar noch ungepustet. Jenseits von Malchow wird es dann wieder ruhiger. Nach Berlin sieht es aber immer noch nicht aus. Aber Malchow hat beeindruckende Hochspannungsmasten, die mir vorher nie aufgefallen sind. Und ich bin nicht zum ersten Mal dort.   Die Gegend hier soll – wenn ich das richtig einordne – in den nächsten Jahren massiv bebaut werden. Berlin hat nicht genügend Wohnungen, hier sollen viele neue entstehen. Dann sieht es hier auch nach Stadt aus. Jetzt noch nicht. Man kann dem Wanderweg 16 dann weiter bis Blankenburg folgen und dort in den Bus steigen. Oder die Bahnhofstraße runterlaufen und in die S-Bahn steigen. Man kann auch noch dem Weg durch die Kleingartenanlage folgen und erst später Richtung Bahnhof abbiegen. Das hab ich letztes Jahr schon mal versucht, die Wegeführung in der Anlage ist aber nicht ganz einfach. Man könnte auch dem Wanderweg 16 immer weiter folgen, dann käme man irgendwann in Tegel raus. Das ist aber ein ganz schönes Stück. Ein andernmal vielleicht.   * Ich habe überhaupt nichts gegen Menschen auf Fotos, aber aus Persönlichkeitsschutzrechtsgründen würde ich solche Fotos eh nicht hier zeigen. Oder nur, wenn sie nicht erkennbar sind, die Menschen. Also von hinten und weit weg. Das war am See nicht möglich.

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Wanderung Grünau – Eichwalde

Heute bin ich mal wieder in Gruppe gewandert, und zur Abwechslung mal wieder im Südosten. Treffpunkt war an der Straßenbahnhaltestelle am S-Bahnhof Grünau. Als ich dort ankam, nieselte es gerade etwas, das hörte aber schnell auf und dann hatten wir für den Rest des Tages Sonne.

Von der Straßenbahnhaltestelle ging es auf ziemlich direktem Weg zur Dahme, zur Anlegestelle der Fähre F12 um genau zu sein. Die brachte uns hinüber nach Wendenschloß, von wo aus wir am Ufer der Dahme entlanglaufen wollten. Zuerst geht es etwas durch Siedlungsgebiet. Dort gibt es einen Punkt, von dem aus man zur Regattatribüne hinübersehen kann. Ich kann mich erinnern, mit dem Schwesterherz schon mal hier gestanden und eine Kastanie auf den Kopf bekommen zu haben. Im Frühling fallen noch keine Kastanien, dafür gibt es dank Flugshow der ILA Kondensstreifenschleifen am Himmel.

Kurz danach ist man im Wald, immer recht nah am Ufer, fast immer mit Blick aufs Wasser.

Man läuft von Wendenschloß nicht sonderlich lang, bis man Schmetterlingshorst erreicht. Früher ein großes Ausflugslokal mit großem Biergarten, gibt es heute immerhin noch einen Kiosk und die historische Schmetterlingsausstellung.

Hier haben wir ziemlich lange Pause gemacht. Dann ging es weiter. Immer am Wasser entlang.

Bis wir die Reste des Ausflugslokals Marienlust erreicht hatten – nicht viel mehr als Stufen am Ufer. Hier sind wir nach links abgebogen um die Müggelberge zu erklimmen. Nunja. Wir haben halt die Treppe genommen, die es dort gibt und die zum Müggelturm hinauf führt. Auf den Müggelturm selbst konnten wir nicht hoch, der wird erst am 1. Mai wiedereröffnet. Vom Müggelturm aus sind wir dem Kammweg bis nach Müggelheim gefolgt, und von dort aus ging es durch den Wald wieder zum Wasser.

Am Wasser entlang ging es dann bis zur Fähranlegestelle Krampenburg. Auch die Krampenburg war früher ein Ausflugslokal, inzwischen ist sie aber nur noch eine Ruine – inmitten einer Bungalowsiedlung aus DDR-Zeiten.

Dann kam die Fähre (F21), die uns nach Berlin-Schmöckwitz brachte.

Schmöckwitz ist schon so weit draußen, daß man überlegt, ob man überhaupt noch in Berlin ist. Es gibt ein Eis-Café, daß bei gutem Wetter sehr gut besucht ist. Wir mußten lange anstehen für unser Eis.

Von Schmöckwitz aus hätte man dann mit der Straßenbahn zurück nach Grünau fahren können, wir sind aber noch nach Eichwalde gewandert. Das geht fast ineinander über, aber wenn man sich Mühe gibt, kann man auch ein Stück durch den Wald wandern. Gerade als wir dort im Wald waren und unser Tourorganisator uns die Reste eines Schützengrabens vom Ende des zweiten Weltkrieges zeigte, donnerten Düsenjäger der ILA-Luftshow über uns hinweg. Wie passend. Wie unschön.

In Eichwalde hätte man dann noch mal Eis essen können, wir sind aber direkt zum Bahnhof gelaufen. Insgesamt sind wir maximal 15 Kilometer gelaufen. Da wir uns aber viel Zeit gelassen haben, waren wir trotzdem ziemlich lange unterwegs. Aber es war ja auch schönes Wetter.

 

Wanderung Hennigsdorf – Tegel

Jetzt endlich: der Bericht von der Wanderung letzten Sonntag.

Daß ich am Wochenende wieder wandern wollte, wußte ich schon die ganze Woche. Nur wo, wußte ich noch nix. Unter den organisierten Touren war auch nichts, was mich ansprach. Dann wollte ich am Donnerstag auf der Webseite der S-Bahn nur was nachsehen und entdeckte dort einen Vorschlag für eine Rundwanderung ab Hennigsdorf. Das klang gut. Also zur Hälfte. Die zweite Hälfte fast nur durch Siedlungsgebiet in Heiligensee wollte ich mir ersparen. Aber ab Tegelort kann man ja auch nach Tegel wandern. Anders als der Vorschlag der S-Bahn bin ich in Hennigsdorf auch nicht die Straße lang, sondern direkt runter zur Havel gelaufen und der dann gefolgt. Auf der anderen Seite des Flußes liegen die Schwimmhafenwiesen in denen Frösche gerade mächtig Radau machten. Sehen konnte man außer grün nicht viel.

Für Bahnfans ist der Teil auch spannend, läuft man doch direkt an Bombardier vorbei und kann Züge in idyllischem Grün stehen sehen.

Das Werksgelände zieht sich weit hin und man läuft lange zwischen Havel (die hier eher einem Kanal gleicht) auf der einen Seite und Zaun auf der anderen. Aber eben mit viel grün. Dann kommt man zum Niederneuendorfer See und der Kanalcharakter verschwindet.

Ungefähr dort zweigt dann auch der Havelkanal ab, der erst Anfang der 50er Jahre von der DDR gebaut wurde, da die Havel im weiteren Verlauf ja durch West-Berlin floß. Direkt nach der Brücke, an der Naturbadestelle, gab es das erste Eis für mich. Die Preise erschienen mir verdammt hoch, aber ich hatte mich nunmal auf Eis eingestellt – außerdem half es gut gegen das erste Hungergefühl.

In Niederneuendorf hat man dann weiterhin links die Havel, rechts aber Ein- und Mehrfamilienhäuser, teilweise ganz frisch. Das zieht sich mindestens noch mal so lang wie das Firmengelände von Bombardier. Hier machte es sich auch massiv bemerkbar, daß man auf dem Berliner Mauerweg unterwegs ist, der hauptsächlich als Radweg genutzt wird. Wobei Einzelradler relativ problemlos sind, aber die in Gruppen waren rücksichtslos. Darum bin ich dann auch, als es endlich durch Wald ging, auf die Trampelpfade links vom Weg ausgewichen. Schöner waren sie allemal. Bei der Bürgerablage treffen aber wieder alle aufeinander. „Bürgerablage“ hatte ich irgendwie schon mehrfach gehört, wenn ich auch nicht mehr weiß, in welchem Zusammenhang. Jetzt habe ich ein Bild dazu: es ist eine Badestelle mit Gaststätte mit großem Biergarten. Nix spannendes.

Das gab es erst ein paar (hundert) Meter weiter

Dann geht es weiter eher unspannend auf eher parkähnlichem Weg. Eine große Brückenanlage bot einen Blick von oben den die Havel runter.

Und dann hatte ich das Aalemannufer erreicht und mußte mich entscheiden: mit der Fähre hinüber nach Tegelort, oder einfach immer weiter der Havel entlang nach Süden, bis ich keine Lust mehr habe (oder am Strandbad Wannsee angekommen bin). Die Strecke von Tegelort nach Tegel bin ich inzwischen schon mehrere Male gelaufen. Andererseits wäre der Weg weiter die Havel entlang für die nächsten vielen Kilometer durch Siedlungsgebiet verlaufen. Und darauf hatte ich nicht sonderlich viel Lust. Also doch Fähre und auf der anderen Seite dann immer weiter am Ufer entlang Richtung Tegel. Am Südufer von Tegelort, mit Blick Richtung Spandau (und auf die in Tegel landenden Flugzeuge) gab es endlich eine freie Bank, auf der ich erstmal Mittagspause gemacht habe.

Die Bank war so hoch, daß ich mit den Beinen baumeln konnte, was ich ausgiebig getan hab, bis ich mich doch zum Weitergehen entschloß. Man ist dann ziemlich schnell raus aus dem Siedlungsgebiet, und dann geht es wirklich durch Wald. Es war ordentlich warm und die Badestellen waren gut besucht.

Bevor man Tegel erreicht, kommt man an diversen Wassersportclubs vorbei. Einige davon haben richtig schöne Häuser.

Da die Strecke insgesamt noch nicht so lang gewesen ist (schätzungsweise keine 15 km), wollte ich ab dort ungefähr noch einer „Wanderroute im Bezirk Reinickendorf“ folgen, die in meiner Karte eingezeichnet war. Leider war sie nicht ausgeschildert und es gab in der Realität mehr Wege als auf meiner Karte. Da ich im weiteren Verlauf noch auf eine andere – vermutlich auch wieder nicht ausgeschilderte – Wanderroute hätte wechseln müssen um zur S-Bahn zu kommen, war mir das alles zu heikel und ich bin doch direkt nach Alt-Tegel gelaufen, habe mir dort noch ein Eis gekauft und mich dann in die U-Bahn nach Hause gesetzt. Ich hatte ja noch das Angebot, am Abend skaten zu gehen…

 

 

Erster Sommertag

Aus Urlaubsvorbereitungsgründen habe ich heute sehr zeitig Feierabend gemacht und bin nach Mitte gefahren um dort etwas zu erledigen. Das war schnell erledigt und somit stand ich plötzlich Freitag Nachmittag um halb 5 in Mitte rum und hatte viel Zeit. Und das bei allerschönstem Wetter. Nicht nur hatten wir wieder den ganzen Tag Sonnenschein satt, die Temperaturen lagen nachmittags auch über 25°C. Bei solchem Wetter ist Wassernähe schön, und so bin ich an der Spree entlang spaziert. Wunderbar entspannend. Obwohl ich längst nicht allein dort war.

Dieses Bleßhuhnpaar hat am Museumshafen sein Nest so gebaut, daß man die Brut problemlos beobachten kann – und doch kommt keiner ran (außer Wasservögeln).

Kurzzeitig habe ich überlegt, bis nach Hause zu laufen, aber das wäre sehr laut geworden und vor allem sehr sehr warm. Also habe ich das lieber sein lassen, war dann aber noch im Baumarkt, Blümchen kaufen für die Balkonkästen.

Und danach hab ich bis um 8 in kurzen Hosen und ärmellos auf dem Balkon gesessen und nicht gefroren. Sommer im April. Hoffentlich nicht der einzige, dieses Jahr.

(Solche Temperaturen sind im April gar nicht sooo unüblich. Während meines FÖJs hatten wir Ende April Seminar und haben im Spreewald bei 30°C in langen Jeans beim Fahrradfahren geschwitzt, weil wir darauf gar nicht vorbereitet waren. Aber trotzdem schön.)

Havelhöhenweg im Frühling

Am Ostermontag hatte ich festgestellt, daß ich mal wieder wandern gehen sollte. Da für Sonntag aber keine Touren angeboten waren, die mir zusagten, mußte ich mir selbst etwas raussuchen. Kriterium: möglichst viel Sonne. Unkompliziert zu erreichen wäre auch noch gut. Da fiel mir der Havelhöhenweg wieder ein, den ich ja noch mal in ganzer Länge machen wollte. Um möglichst viel Sonne abzubekommen, bin ich ihn (anders als beim letzten Mal) von Nord nach Süd gelaufen – immer der Sonne entgegen.

Gleich vorweg: Man sollte den Weg nur mit detaillierten Karten bzw. GPS gehen. Die Markierung ist miserabel. Der Weg verläuft über weite Strecken identisch zum Wanderweg 12 der etwas besser markiert ist. Zwischen Lieper Bucht und Großer Steinlanke führt der 12 aber unten an der Havelchaussee lang, was an einem sonnigen Sonntag einfach Streß ist. Noch schlimmer als Mountainbiker die im Wald mit einem Affenzahn an einem vorbei rasen sind Motorradfahrer, die mit Lautstärke irgendwas kompensieren müssen.

So, nun aber. Los ging es für mich ab S-Bahnhof Pichelswerder. Der Weg startet erst an der Heerstraße, bei diesem schönen Tor. (Auf der anderen Straßenseite steht auch so eins. Ich vermute, als Autofahrer nimmt man die gar nicht wahr.)

Anders als der Name des Weges vermuten läßt, geht es erst einmal nicht oben entlang sondern unten, fast am Wasser, an diversen Segel- und Ruderklubs, um genau zu sein, bei denen rege Betriebsamkeit herrschte. Aber irgendwann enden diese, dann ist zwischen Wanderweg und Wasser nur noch Natur und von Zeit zu Zeit kommt man auch bis ans Wasser heran. Um kitschige Fotos von Segelboten zu machen, zum Beispiel.

Ein Stück weiter habe ich sogar einen Haubentaucher entdeckt.

Auf Schildhorn habe ich die Extrarunde gedreht und fühlte mich auf diesem Weg wunderbar allein. Um so überraschter war ich, an der Spitze dann doch diverse Radfahrer zu sehen.

Ziel der Extrarunde war das Laczo-Denkmal. Erstaunt war ich, daß diese kleine Halbinsel einen ordentlichen Höhenrücken hatte. Man kann auf dem Foto vielleicht erahnen, daß es dort aufwärts geht.

Der Wald auf dem Steilufer der Havel besteht in diesem Bereich übrigens hauptsächlich aus Laubbäumen, die noch sehr kahl waren. Gut, wenn man viel Sonne abbekommen will.

Die Laublosigkeit ist auch gut in Sachen Aussicht, um die ist es dort nämlich nicht allzu gut bestellt. Dieses hier war mein Mittagspausenausblick. Noch sieht man ein bißchen was von der Bank aus.

Ein Stückchen weiter kann man die Weite der Havel erahnen.

Der Havelhöhenweg bietet sich als Bergtraining für Urlaube an… also für Berliner Verhältnisse…. also man darf ein paar mal runter und gleich wieder hoch.

Und fast gleich nach dieser Treppe ist mir das Kunststück geglückt, einen Specht nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen – und zu fotografieren!

Danach begann dann aber der Ärger mit zu vielen Gabelungen und Kreuzungen ohne Markierung und ich mußte eine ganze Weile unten an der Chaussee entlang und habe immer sehnsüchtig nach oben zum Wald geblickt. Die Radfahrer überholten mit nicht mal einer Armlänge Abstand (auf dem Fußweg, obwohl mehr Platz war! Warum tut man das?) Immer wieder knatterten extrem laute Motorräder vorbei und ich war sehr froh, als ich wenigstens wieder von der Straße weg und ans Wasser konnte. Da habe ich erstmal ein kleines Weilchen zugehört wie das Wasser ans Ufer schwappte.

Dann habe ich einen Aufstieg nach oben gefunden und alles war wieder gut. Da oben auf einer Bank habe ich dann Obstpause gemacht und festgestellt, daß es gar nicht mehr sonderlich weit ist bis zum Ende des Wegs, aber noch ziemlich früh am Tag. Naja, Nachmittag. Und dann habe ich überlegt, ob man die Wanderung nicht noch irgendwie verlängern könnte. Oder vielleicht am Strandbad Wannsee (dem Endpunkt des Havelhöhenweges) einmal anschlagen und dann wieder zurück und zum Grunewaldturm? Ersteinmal bin ich weiter gewandert und an der DLRG-Station an der ältesten Eiche im Grundwald vorbei gekommen.

Danach war die Wegführung mal wieder nicht ganz klar, aber schließlich bin ich doch oben gelandet und hatte wunderbar Aussicht auf die Havel, den Grunewaldturm und Spandau, wie ich inzwischen weiß.

Je näher ich dann dem Strandbad kam, desto müder wurde ich. Das war schon ein wenig erstaunlich, wie schnell das plötzlich ging. Deswegen habe ich mich gegen „anschlagen und zurück“* entschieden. Weil es aber eigentlich noch nicht so richtig viel Strecke war, auch gegen den direkten Weg zur S-Bahn. Stattdessen bin ich dem Wanderweg 12 bis zu den Schiffsanlegern am Wannsee gefolgt mit Extraschleifen zum Wasser runter. Das zieht sich noch mal ein ganzen Stück, ist aber nicht uninteressant. Man kommt an der Jugendherberge vorbei, am Wasserwerk und auch an der Feuerwache, vor der ein historischer Brandmelder steht.

Außerdem gibt es dort diverse Villen zu sehen, zum Beispiel diese hier mit Turm.

Ganz ursprünglich wollte ich tatsächlich noch bis zu den Schiffsanlegern und noch mal übers Wasser gucken. Das war mir dann aber doch zu viel. Zu viel Gewusel auch. Stattdessen bin ich oberhalb der Anleger geblieben, hab von dort noch mal übers Wasser geguckt und bin dann zur S-Bahn. Die hat tatsächlich schon auf mich gewartet.

* Zitat aus „Wir reiten bis zum Horizont“ von Mike Lehmann. Toller Ohrwurm.

Langer Spaziergang (Birkenwerder – Zühlsdorf)

Gestern erst spät ins Bett gekommen, miserabel geschlafen, der Wecker hat viel zu früh geklingelt und dann war es draußen auch noch eklig grau. Nicht so der allerbeste Start in den Tag. Aber ich hatte mich nunmal für die Wanderung angemeldet, und sie war ja mit veranschlagten 12 Kilometern auch eher ein sehr langer Spaziergang, also bin ich los. Als mich aber Bornholmer Straße jemand nach dem Zug nach Birkenwerder fragte, der so aussah, als hätte er das gleiche vor wie ich, hab ich nur seine Frage beantwortet – mir war noch nicht nach Konversation.

Birkenwerder haben wir uns dann wieder getroffen – und ganz viele andere auch. Und so langsam war ich auch gesprächsfähig.

Unsere Wanderung führte durch das Tal der Briese: ein langgestrecktes Feuchtgebiet, Lebensraum von Bibern, die da fleißig mitgestalten.

Die Wege waren zum Teil richtig schön modderig, die Bohlenwege schön glatt. Aber es gab keine Unfälle.

Kurz vor der Mittagspause haben wir die andere Gruppe getroffen, die die Komplette Etappe des 66-Seen-Weges und in umgekehrter Richtung wanderte. Mittagspause war am alten Zühlsdorfer Forsthaus. Da gibt es Esel! Und Hühner mit komischen Frisuren.

Etwas zu essen und warme Getränke kann man da auch bekommen. Und wenn man zu lange Pause macht, wird einem kalt. Vom Forsthaus bis zum Bahnhof waren es dann noch mal etwa 4 Kilometer, schön hügelig zum Teil, damit einem wieder warm wird. Das war auch ganz gut so, denn wir waren eine halbe Stunde vor dem Zug am Bahnhof und die Lokalität dort leider geschlossen.

Um 3 ungefähr war ich wieder zu Hause, habe es mir mit Tee und Keksen auf dem Sofa bequem gemacht. Eigentlich hatte ich überlegt, wegen der eher wenigen Kilometer heute, zu Hause noch Sport zu machen. Stattdessen fahre ich gleich noch mal los, anderen beim Sport zuzusehen. Auch gut.

(Was auch schön war: derjenige, dessen Weggang ich letzte Woche noch bedauert hatte, war heute wieder da.)

Am Tegeler Fließ von Tegel nach Basdorf

Für heute war super schönes Wetter angesagt: kalt, aber sonnig. Ideal also für eine Wanderung. In ca. 25 Kilometern von Tegel nach Basdorf, immer am Tegeler Fließ entlang, war geplant.

Kalt war es wirklich, als ich aufstand zeigte das Außentermometer -4°C an. Tagsüber war es schätzungsweise um die 0°C. Dazu ein eisiger Wind. Und dann leider doch kaum Sonne.

Als ich in Tegel stand und auf die anderen wartete, war das Wetter noch super: blauer Himmel, Sonne, und in der Sonne war es sogar relativ warm. Dann zog es sich aber mehr und mehr zu. Die Feuchtwiesen am Fließ sehen mit Sonne bestimmt noch viel schöner aus.

Es war so kalt, daß der See bei Lübars schon eine dünne Eisdecke hatte, tragfähig ist die aber noch lange nicht.

Nach ca. 15 Kilometern erreicht man den S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle. Hier sind viele aus der Wanderung ausgestiegen. Wir anderen sind nach einem weiteren Kilometer erstmal beim Griechen eingekehrt. Hunger hatte ich gar nicht unbedingt, aber zwischendurch ins warme zu kommen war schon nett. Und mein Schuh scheuerte, das konnte ich dann auch gleich mal kontrollieren (und ein Blasenpflaster auf die leider schon entstandene kleine Blase kleben). Mir wäre ja eher nach Kuchen gewesen, den gibt es beim Griechen natürlich nicht. Stattdessen habe ich eine „heiße Schokolade“ genommen. Und einen dünnen Kakao aus H-Milch bekommen. Und beim Bezahlen habe ich noch unfreiwillig Trinkgeld gegeben. Ich hatte es nicht passend, habe aber kein Wechselgeld bekommen. Weil es nicht viel war, und der Kellner eh sofort weg wollte ich kein Theater drum machen. Frech fand ich es trotzdem.

Außer mir haben noch zwei andere nur etwas zum Trinken genommen und wollten bald weiter. Der erste Tisch (der zuerst bedient worden war), war auch schon fertig mit essen und so sind wir zu sechst schon mal weiter gewandert. Die hatten ein ordentliches Tempo drauf! Der zweite Teil der Wanderung war dann richtig Sport! Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, die überfrorenen Pfützen auf dem Feld kurz vor Summt zu fotografieren.

So kurz vor Sonnenuntergang wurde es dann sogar noch mal richtig schön.

Und den Sonnenuntergang am Mühlenbecker See haben wir dann alle bewundert (und fast alle fotografiert).

Danach ging es in hohem Tempo weiter. Wir waren so schnell, daß wir die 16:40 Bahn in Basdorf noch haben stehen sehen. Leider muß man in Basdorf eine halbe Ewigkeit parallel zu den Schienen laufen bis man zum Bahnübergang kommt, und dann eine viertel Ewigkeit wieder zurück. 5 Minuten nach Abfahrt des Zuges waren wir am Bahnhof. 25 Minuten vor dem nächsten.

Und während wir da so warteten, sahen wir eine weitere größere Gruppe kommen. Die anderen konnten es nicht sein, die hatten ja noch gegessen, als wir gegangen waren, sind also erst deutlich später los und wir waren in solch hohem Tempo unterwegs gewesen – das haben die anderen sicherlich nicht gemacht. Es war der Rest unserer Truppe, die uns sehr auslachten, als sie ankamen. Sie waren gar nicht so viel später losgegangen als wir und hatten vor allem einen kürzeren Weg genommen (die Schleife über Summt war ein großer Umweg).

Leider hatte nur einer aus unserer 6er-Truppe einen GPS-Tracker mitlaufen und dem waren wir zu schnell. Er hatte als Wegpunkte nur den Griechen und den Bahnhof und dazwischen gerade Linie. Wir wissen also nicht genau, wieviel mehr wir gelaufen sind, aber ich schätze, wir werden auf ungefähr 30 Kilometer gekommen sein. Ich bin ordentlich müde und mir tun die Füße weh.

Schön war es trotzdem.

 

Vor einiger Zeit bin ich die Tour schon mal gelaufen. Es war interessant, wie zwischendurch immer mal wieder feststellte „Hier war ich schon mal“, dann aber über weitere Strecken mich an nichts erinnern konnte. Und das lag nicht nur daran, daß wir diesmal zum Teil anders gegangen sind. Zu Hause habe ich dann im Blog nach der Beschreibung der Wanderung gesucht, aber nichts gefunden. Also habe ich anderweitig recherchiert, wann das überhaupt war. Im März 2016, die Fotos habe ich gefunden. Aber gebloggt habe ich in der Zeit tatsächlich nicht (auch wenn ich mir sehr sicher war). Was ich bei der Recherche auch festgestellt habe: Derjenige, der die Wanderung damals organisiert hatte und mit dem ich noch viele andere Wanderungen gemacht habe, hat sich von der Plattform abgemeldet. Vielleicht bin ich einfach nur sehr sehr müde von der Wanderung und deswegen…, aber im Moment macht mich das sehr traurig. Ich war davon ausgegangen, dieses Jahr wieder viele Wanderungen mit ihm zu machen und kann ihn nicht mal anschreiben, weil der Kontakt nur über die Plattform lief.

66-Seen-Weg: Brieselang – Hennigsdorf

Der 66-See-Weg ist ein Rundwanderweg rund um Berlin, bei dem man an ziemlich vielen Seen vorbei kommt (es sind wohl sogar mehr als 66). Zwischen Brieselang und Hennigsdorf sieht man – wenn man entsprechend läuft, denn es ginge auch anders – einen See. Man sieht ihn auch nur, wir sind nicht mal am Ufer entlang gelaufen.

Dafür bot der Weg andere Herausforderungen:

Sturmschäden aus dem Oktober. Eine ganze Weile ging es über Bäume drüber weg, unten drunter durch, manchmal auch in großem (sehr großem) Bogen drumrum. Ok, an der Stelle waren wir auch nicht auf dem offiziellen 66-Seen-Weg, aber es war schon beeindruckend, wieviele Bäume in diesem Stück Wald umgestürzt waren.

Viel Weite gab es auf der Wanderung auch.

Und wie man gut sehen kann, war das Wetter anfangs auch nicht so toll. Kalt, grau windig.

Auf diesem Abschnitts des Seen-Wegs wandert man auch zwei mal am Havelkanal entlang. Der war aber nicht so fotogen. Die Kirche von Schönewalde hingegen schon.

Und so ganz allmählich lockerten sich auch die Wolken und es wurde doch noch schön.

Zwischendurch noch etwas Naturkunde: Biber sind ganz schön groß. Nein, der schläft nicht, liegt da vermutlich auch schon ein bißchen (Fellrichtung war von hinten nach vorn, ich vermute vom Wind), roch aber noch nicht.

 

Und kurz bevor sie unter ging, tauchte die Sonne die Landschaft noch mal in ganz besonderes Licht. Da sich das auf Foto kaum festhalten ließ, hab ich nur eins gemacht, und ansonsten einfach genossen.

Ca. 23 Kilometer sind es am Ende gewesen, etwa 5 Stunden waren wir unterwegs. Das ist ein ganz ordentlicher Schnitt, wir haben aber auch kaum Pausen gemacht.

Dafür war ich heute danach auch nicht so müde. Nee, das liegt wohl eher daran, daß ich es geschafft habe, immer rechtzeitig zu essen, bevor ich richtig Hunger hatte. Und ich hatte heute Tee mit Zucker mit, nicht einfach nur Wasser.

 

31. Dezember

Wetter: Mild. Sprühregen, Niesel, Regen. Tatsächlich manchmal auch trocken. Und kurz kam die Sonne raus.

 

Um halb 9 klingelte der Wecker, denn ich wollte wandern gehen und da muß man ja um diese Jahreszeit beizeiten los. Es war zwar abzusehen, daß Wetter sein würde, was ich nicht so mag zum wandern, aber ich wollte trotzdem unbedingt. Und es hat sich gelohnt.

Wir waren erstaunlich viele diesmal. Fast 30 hatten sich angemeldet und es sind auch (fast) alle gekommen. Mit so großer Gruppe war ich schon lang nicht mehr unterwegs. Von Rahnsdorf aus haben wir den Müggelsee im Uhrzeigersinn fast komplett umrundet, da im Winter die Fähre nicht fährt mit einem größeren zusätzlichen Bogen.

Wir waren gerade losgegangen, da setzte der Niederschlag ein. Am Anfang war es ganz leichter Sprühregen, der unmerklich intensiver wurde. Das war ziemlich fies, denn so gab es nie den Zeitpunkt wo man dachte: „Ich sollte vielleicht doch mal die Regenhosen anziehen“, nur irgendwann die Feststellung: „Die Hose ist naß, jetzt lohnt es auch nicht mehr“. Es war auch so naß, daß ich mir beim Fotografieren nicht sonderlich Mühe gegeben habe. So sieht Neu-Venedig bei Regen aus:

Was die Wanderung aber so großartig machte, waren die Gespräche. Es sind immer wieder neue Leute dabei aus der ganzen Welt, da gibt es einfach unheimlich viel, worüber man sich unterhalten kann. Und man kann auch eine ganze Menge lernen (heute: im Mandarin gibt es vier Varianten, eine Silbe auszusprechen, Kanton-Chinesisch hat 8). So merkt man den Regen gar nicht so. Und die Kilometer. Von der Umgebung bekommt man allerdings manchmal auch nicht allzuviel mit. Den ersten Blick auf den Müggelsee habe ich aber sogar fotografiert (schönes Wetter, oder?).

Am und im Rübezahl haben wir dann Mittagspause gemacht. Es war drinnen leider nicht genug Platz für alle, so ist ein Teil der Gruppe draußen geblieben und relativ bald weiter gegangen, der andere Teil hat sich drinnen aufgewärmt. Und ich habe die erste Gänsekeule dieses Jahr bekommen (und die letzte).

Während wir saßen und aßen, kam sogar kurz die Sonne raus. Sie war leider schon wieder verschwunden als wir weitergingen.

Aber immerhin, nach Durchquerung des Spreetunnels in Friedrichshagen gab es sogar ein paar helle Stellen am Himmel.

Und als wir den S-Bahnhof erreichten, gab es sogar rosa Wolken am Himmel.

Danach wurde es aber nicht so schön. Wegen Brand am Bahnhof Zoo fuhr die S3 nur bis Rummelsburg. Das war dann mal wieder eine Situation, wo ich doch ganz gern ein Smartphone gehabt hätte um zu ermitteln, wie ich jetzt am günstigsten nach Hause komme. Es hätte mir vermutlich über 20 Minuten warten an der Straßenbahnhaltestelle erspart. So war ich doch etwas durchfroren als ich nach Hause kam und habe mich gleich unter die heiße Dusche gestellt.

Jetzt sitze ich entspannt und glücklich (und ziemlich müde) auf dem Sofa, höre Radio, und sehe gelegentlich aus dem Fenster, wenn da gerade Feuerwerk ist. Vielleicht sehe ich mir nachher noch den Cirque du Soleil in der arte-Mediathek an. Ein paar Stunden sind ja noch bis Mitternacht. Dann werd ich mich auf den Balkon stellen und all den Feuerwerksmeistern aus der Nachbarschaft zusehen.

10. Dezember (Havelhöhenweg)

Wetter: Kalt und windig, bis Mittags sonnig, danach dann grau. Abends Schnee.

In den Adventskalendern: ein Hase, der mit dem Schneemann Händchen hält und ein zweiter mit einem Leuchter mit zwei Kerzen; eine Oboe und „Freier Geist“

 

Weil ich letzten Sonntag gemerkt hatte, daß mir das Wandern gut tat, heute gleich noch mal. Leider sollte es erst um 1 losgehen. Ich bin ja nun alles andere als ein Frühaufsteher, aber 1 ist im Winter schon verdammt spät. Außerdem klappt lange schlafen im Moment auch nicht. Ich war also schon relativ zeitig wach (relativ… um 9 bin ich aufgestanden) und irgendwann auch fertig mit dem Frühstück und habe dann beschlossen, auf dem Weg zur Wanderung noch über einen Weihnachtsmarkt zu schlendern. Erst habe ich am Alex mein Proviant für die Wanderung geholt (Kräuterseele – ist immer noch was von da), dann war ich auf dem Weihnachtsmarkt am Neptunbrunnen.

Das Wetter war ja super. Als ich um 1 am Bahnhof Nikolassee stand, hatte es sich schon fast komplett zugezogen. Nicht so toll.

Der Havelhöhenweg war das heutige Ziel. Dazu läuft man erstmal zum Strandbad Wannsee (bin ich da also auch mal gewesen) und biegt dann rechts ab.

Immer an der Havel entlang geht es, man muß nur aufpassen, daß man den Weg nach oben nimmt, nicht den unten am Wasser lang. Wenn die Bäume keine Blätter haben, kann man dann von dort oben die Havel sehen. Und an einer Stelle sogar die Stast,

Ohne Zoom sieht das allerdings so aus:

Noch mal ohne Gestrüpp davor, und mit Grunewaldturm.

Mir war mehrfach vorgeschwärmt worden von diesem Weg. Aber entweder es lag am Wetter, oder daran, daß wir dort streckenweise sehr zügig unterwegs waren, oder…. so beeindruckend fand ich ihn nicht. Ja, man kann gelegentlich die Havel sehen durch das Gestrüpp, aber ansonsten… hm. Vielleicht war es wirklich einfach zu grau.

Der Grunewaldturm war unser erstes Ziel. Den werd ich bei schönerem Wetter definitiv noch mal besuchen.

Weil keiner Lust auf Busfahren hatte, sind wir von dort dann noch zum Bahnhof Grunewald gelaufen. Im Schweinsgalopp (fast), da unsere Organisatorin mächtig Angst vor Wildschweinen hatte und es ja schon langsam dunkel wurde. Das war anstrengend. Ich hab zwischendurch über das Tempo geflucht, aber da ich meine Stirnlampe nicht dabei hatte, war es doch ganz gut: am S-Bahnhof angekommen war es schon mächtig dunkel.

Unschön nach so schweißtreibender Aktivität: die erste S-Bahn war unbeheizt. Zum Glück mußte ich nach einer Station sowieso umsteigen, die zweite war dann annehmbar. Und zu Hause wartete die heiße Dusche.