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Langer Spaziergang (Birkenwerder – Zühlsdorf)

Gestern erst spät ins Bett gekommen, miserabel geschlafen, der Wecker hat viel zu früh geklingelt und dann war es draußen auch noch eklig grau. Nicht so der allerbeste Start in den Tag. Aber ich hatte mich nunmal für die Wanderung angemeldet, und sie war ja mit veranschlagten 12 Kilometern auch eher ein sehr langer Spaziergang, also bin ich los. Als mich aber Bornholmer Straße jemand nach dem Zug nach Birkenwerder fragte, der so aussah, als hätte er das gleiche vor wie ich, hab ich nur seine Frage beantwortet – mir war noch nicht nach Konversation.

Birkenwerder haben wir uns dann wieder getroffen – und ganz viele andere auch. Und so langsam war ich auch gesprächsfähig.

Unsere Wanderung führte durch das Tal der Briese: ein langgestrecktes Feuchtgebiet, Lebensraum von Bibern, die da fleißig mitgestalten.

Die Wege waren zum Teil richtig schön modderig, die Bohlenwege schön glatt. Aber es gab keine Unfälle.

Kurz vor der Mittagspause haben wir die andere Gruppe getroffen, die die Komplette Etappe des 66-Seen-Weges und in umgekehrter Richtung wanderte. Mittagspause war am alten Zühlsdorfer Forsthaus. Da gibt es Esel! Und Hühner mit komischen Frisuren.

Etwas zu essen und warme Getränke kann man da auch bekommen. Und wenn man zu lange Pause macht, wird einem kalt. Vom Forsthaus bis zum Bahnhof waren es dann noch mal etwa 4 Kilometer, schön hügelig zum Teil, damit einem wieder warm wird. Das war auch ganz gut so, denn wir waren eine halbe Stunde vor dem Zug am Bahnhof und die Lokalität dort leider geschlossen.

Um 3 ungefähr war ich wieder zu Hause, habe es mir mit Tee und Keksen auf dem Sofa bequem gemacht. Eigentlich hatte ich überlegt, wegen der eher wenigen Kilometer heute, zu Hause noch Sport zu machen. Stattdessen fahre ich gleich noch mal los, anderen beim Sport zuzusehen. Auch gut.

(Was auch schön war: derjenige, dessen Weggang ich letzte Woche noch bedauert hatte, war heute wieder da.)

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Am Tegeler Fließ von Tegel nach Basdorf

Für heute war super schönes Wetter angesagt: kalt, aber sonnig. Ideal also für eine Wanderung. In ca. 25 Kilometern von Tegel nach Basdorf, immer am Tegeler Fließ entlang, war geplant.

Kalt war es wirklich, als ich aufstand zeigte das Außentermometer -4°C an. Tagsüber war es schätzungsweise um die 0°C. Dazu ein eisiger Wind. Und dann leider doch kaum Sonne.

Als ich in Tegel stand und auf die anderen wartete, war das Wetter noch super: blauer Himmel, Sonne, und in der Sonne war es sogar relativ warm. Dann zog es sich aber mehr und mehr zu. Die Feuchtwiesen am Fließ sehen mit Sonne bestimmt noch viel schöner aus.

Es war so kalt, daß der See bei Lübars schon eine dünne Eisdecke hatte, tragfähig ist die aber noch lange nicht.

Nach ca. 15 Kilometern erreicht man den S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle. Hier sind viele aus der Wanderung ausgestiegen. Wir anderen sind nach einem weiteren Kilometer erstmal beim Griechen eingekehrt. Hunger hatte ich gar nicht unbedingt, aber zwischendurch ins warme zu kommen war schon nett. Und mein Schuh scheuerte, das konnte ich dann auch gleich mal kontrollieren (und ein Blasenpflaster auf die leider schon entstandene kleine Blase kleben). Mir wäre ja eher nach Kuchen gewesen, den gibt es beim Griechen natürlich nicht. Stattdessen habe ich eine „heiße Schokolade“ genommen. Und einen dünnen Kakao aus H-Milch bekommen. Und beim Bezahlen habe ich noch unfreiwillig Trinkgeld gegeben. Ich hatte es nicht passend, habe aber kein Wechselgeld bekommen. Weil es nicht viel war, und der Kellner eh sofort weg wollte ich kein Theater drum machen. Frech fand ich es trotzdem.

Außer mir haben noch zwei andere nur etwas zum Trinken genommen und wollten bald weiter. Der erste Tisch (der zuerst bedient worden war), war auch schon fertig mit essen und so sind wir zu sechst schon mal weiter gewandert. Die hatten ein ordentliches Tempo drauf! Der zweite Teil der Wanderung war dann richtig Sport! Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, die überfrorenen Pfützen auf dem Feld kurz vor Summt zu fotografieren.

So kurz vor Sonnenuntergang wurde es dann sogar noch mal richtig schön.

Und den Sonnenuntergang am Mühlenbecker See haben wir dann alle bewundert (und fast alle fotografiert).

Danach ging es in hohem Tempo weiter. Wir waren so schnell, daß wir die 16:40 Bahn in Basdorf noch haben stehen sehen. Leider muß man in Basdorf eine halbe Ewigkeit parallel zu den Schienen laufen bis man zum Bahnübergang kommt, und dann eine viertel Ewigkeit wieder zurück. 5 Minuten nach Abfahrt des Zuges waren wir am Bahnhof. 25 Minuten vor dem nächsten.

Und während wir da so warteten, sahen wir eine weitere größere Gruppe kommen. Die anderen konnten es nicht sein, die hatten ja noch gegessen, als wir gegangen waren, sind also erst deutlich später los und wir waren in solch hohem Tempo unterwegs gewesen – das haben die anderen sicherlich nicht gemacht. Es war der Rest unserer Truppe, die uns sehr auslachten, als sie ankamen. Sie waren gar nicht so viel später losgegangen als wir und hatten vor allem einen kürzeren Weg genommen (die Schleife über Summt war ein großer Umweg).

Leider hatte nur einer aus unserer 6er-Truppe einen GPS-Tracker mitlaufen und dem waren wir zu schnell. Er hatte als Wegpunkte nur den Griechen und den Bahnhof und dazwischen gerade Linie. Wir wissen also nicht genau, wieviel mehr wir gelaufen sind, aber ich schätze, wir werden auf ungefähr 30 Kilometer gekommen sein. Ich bin ordentlich müde und mir tun die Füße weh.

Schön war es trotzdem.

 

Vor einiger Zeit bin ich die Tour schon mal gelaufen. Es war interessant, wie zwischendurch immer mal wieder feststellte „Hier war ich schon mal“, dann aber über weitere Strecken mich an nichts erinnern konnte. Und das lag nicht nur daran, daß wir diesmal zum Teil anders gegangen sind. Zu Hause habe ich dann im Blog nach der Beschreibung der Wanderung gesucht, aber nichts gefunden. Also habe ich anderweitig recherchiert, wann das überhaupt war. Im März 2016, die Fotos habe ich gefunden. Aber gebloggt habe ich in der Zeit tatsächlich nicht (auch wenn ich mir sehr sicher war). Was ich bei der Recherche auch festgestellt habe: Derjenige, der die Wanderung damals organisiert hatte und mit dem ich noch viele andere Wanderungen gemacht habe, hat sich von der Plattform abgemeldet. Vielleicht bin ich einfach nur sehr sehr müde von der Wanderung und deswegen…, aber im Moment macht mich das sehr traurig. Ich war davon ausgegangen, dieses Jahr wieder viele Wanderungen mit ihm zu machen und kann ihn nicht mal anschreiben, weil der Kontakt nur über die Plattform lief.

66-Seen-Weg: Brieselang – Hennigsdorf

Der 66-See-Weg ist ein Rundwanderweg rund um Berlin, bei dem man an ziemlich vielen Seen vorbei kommt (es sind wohl sogar mehr als 66). Zwischen Brieselang und Hennigsdorf sieht man – wenn man entsprechend läuft, denn es ginge auch anders – einen See. Man sieht ihn auch nur, wir sind nicht mal am Ufer entlang gelaufen.

Dafür bot der Weg andere Herausforderungen:

Sturmschäden aus dem Oktober. Eine ganze Weile ging es über Bäume drüber weg, unten drunter durch, manchmal auch in großem (sehr großem) Bogen drumrum. Ok, an der Stelle waren wir auch nicht auf dem offiziellen 66-Seen-Weg, aber es war schon beeindruckend, wieviele Bäume in diesem Stück Wald umgestürzt waren.

Viel Weite gab es auf der Wanderung auch.

Und wie man gut sehen kann, war das Wetter anfangs auch nicht so toll. Kalt, grau windig.

Auf diesem Abschnitts des Seen-Wegs wandert man auch zwei mal am Havelkanal entlang. Der war aber nicht so fotogen. Die Kirche von Schönewalde hingegen schon.

Und so ganz allmählich lockerten sich auch die Wolken und es wurde doch noch schön.

Zwischendurch noch etwas Naturkunde: Biber sind ganz schön groß. Nein, der schläft nicht, liegt da vermutlich auch schon ein bißchen (Fellrichtung war von hinten nach vorn, ich vermute vom Wind), roch aber noch nicht.

 

Und kurz bevor sie unter ging, tauchte die Sonne die Landschaft noch mal in ganz besonderes Licht. Da sich das auf Foto kaum festhalten ließ, hab ich nur eins gemacht, und ansonsten einfach genossen.

Ca. 23 Kilometer sind es am Ende gewesen, etwa 5 Stunden waren wir unterwegs. Das ist ein ganz ordentlicher Schnitt, wir haben aber auch kaum Pausen gemacht.

Dafür war ich heute danach auch nicht so müde. Nee, das liegt wohl eher daran, daß ich es geschafft habe, immer rechtzeitig zu essen, bevor ich richtig Hunger hatte. Und ich hatte heute Tee mit Zucker mit, nicht einfach nur Wasser.

 

31. Dezember

Wetter: Mild. Sprühregen, Niesel, Regen. Tatsächlich manchmal auch trocken. Und kurz kam die Sonne raus.

 

Um halb 9 klingelte der Wecker, denn ich wollte wandern gehen und da muß man ja um diese Jahreszeit beizeiten los. Es war zwar abzusehen, daß Wetter sein würde, was ich nicht so mag zum wandern, aber ich wollte trotzdem unbedingt. Und es hat sich gelohnt.

Wir waren erstaunlich viele diesmal. Fast 30 hatten sich angemeldet und es sind auch (fast) alle gekommen. Mit so großer Gruppe war ich schon lang nicht mehr unterwegs. Von Rahnsdorf aus haben wir den Müggelsee im Uhrzeigersinn fast komplett umrundet, da im Winter die Fähre nicht fährt mit einem größeren zusätzlichen Bogen.

Wir waren gerade losgegangen, da setzte der Niederschlag ein. Am Anfang war es ganz leichter Sprühregen, der unmerklich intensiver wurde. Das war ziemlich fies, denn so gab es nie den Zeitpunkt wo man dachte: „Ich sollte vielleicht doch mal die Regenhosen anziehen“, nur irgendwann die Feststellung: „Die Hose ist naß, jetzt lohnt es auch nicht mehr“. Es war auch so naß, daß ich mir beim Fotografieren nicht sonderlich Mühe gegeben habe. So sieht Neu-Venedig bei Regen aus:

Was die Wanderung aber so großartig machte, waren die Gespräche. Es sind immer wieder neue Leute dabei aus der ganzen Welt, da gibt es einfach unheimlich viel, worüber man sich unterhalten kann. Und man kann auch eine ganze Menge lernen (heute: im Mandarin gibt es vier Varianten, eine Silbe auszusprechen, Kanton-Chinesisch hat 8). So merkt man den Regen gar nicht so. Und die Kilometer. Von der Umgebung bekommt man allerdings manchmal auch nicht allzuviel mit. Den ersten Blick auf den Müggelsee habe ich aber sogar fotografiert (schönes Wetter, oder?).

Am und im Rübezahl haben wir dann Mittagspause gemacht. Es war drinnen leider nicht genug Platz für alle, so ist ein Teil der Gruppe draußen geblieben und relativ bald weiter gegangen, der andere Teil hat sich drinnen aufgewärmt. Und ich habe die erste Gänsekeule dieses Jahr bekommen (und die letzte).

Während wir saßen und aßen, kam sogar kurz die Sonne raus. Sie war leider schon wieder verschwunden als wir weitergingen.

Aber immerhin, nach Durchquerung des Spreetunnels in Friedrichshagen gab es sogar ein paar helle Stellen am Himmel.

Und als wir den S-Bahnhof erreichten, gab es sogar rosa Wolken am Himmel.

Danach wurde es aber nicht so schön. Wegen Brand am Bahnhof Zoo fuhr die S3 nur bis Rummelsburg. Das war dann mal wieder eine Situation, wo ich doch ganz gern ein Smartphone gehabt hätte um zu ermitteln, wie ich jetzt am günstigsten nach Hause komme. Es hätte mir vermutlich über 20 Minuten warten an der Straßenbahnhaltestelle erspart. So war ich doch etwas durchfroren als ich nach Hause kam und habe mich gleich unter die heiße Dusche gestellt.

Jetzt sitze ich entspannt und glücklich (und ziemlich müde) auf dem Sofa, höre Radio, und sehe gelegentlich aus dem Fenster, wenn da gerade Feuerwerk ist. Vielleicht sehe ich mir nachher noch den Cirque du Soleil in der arte-Mediathek an. Ein paar Stunden sind ja noch bis Mitternacht. Dann werd ich mich auf den Balkon stellen und all den Feuerwerksmeistern aus der Nachbarschaft zusehen.

10. Dezember (Havelhöhenweg)

Wetter: Kalt und windig, bis Mittags sonnig, danach dann grau. Abends Schnee.

In den Adventskalendern: ein Hase, der mit dem Schneemann Händchen hält und ein zweiter mit einem Leuchter mit zwei Kerzen; eine Oboe und „Freier Geist“

 

Weil ich letzten Sonntag gemerkt hatte, daß mir das Wandern gut tat, heute gleich noch mal. Leider sollte es erst um 1 losgehen. Ich bin ja nun alles andere als ein Frühaufsteher, aber 1 ist im Winter schon verdammt spät. Außerdem klappt lange schlafen im Moment auch nicht. Ich war also schon relativ zeitig wach (relativ… um 9 bin ich aufgestanden) und irgendwann auch fertig mit dem Frühstück und habe dann beschlossen, auf dem Weg zur Wanderung noch über einen Weihnachtsmarkt zu schlendern. Erst habe ich am Alex mein Proviant für die Wanderung geholt (Kräuterseele – ist immer noch was von da), dann war ich auf dem Weihnachtsmarkt am Neptunbrunnen.

Das Wetter war ja super. Als ich um 1 am Bahnhof Nikolassee stand, hatte es sich schon fast komplett zugezogen. Nicht so toll.

Der Havelhöhenweg war das heutige Ziel. Dazu läuft man erstmal zum Strandbad Wannsee (bin ich da also auch mal gewesen) und biegt dann rechts ab.

Immer an der Havel entlang geht es, man muß nur aufpassen, daß man den Weg nach oben nimmt, nicht den unten am Wasser lang. Wenn die Bäume keine Blätter haben, kann man dann von dort oben die Havel sehen. Und an einer Stelle sogar die Stast,

Ohne Zoom sieht das allerdings so aus:

Noch mal ohne Gestrüpp davor, und mit Grunewaldturm.

Mir war mehrfach vorgeschwärmt worden von diesem Weg. Aber entweder es lag am Wetter, oder daran, daß wir dort streckenweise sehr zügig unterwegs waren, oder…. so beeindruckend fand ich ihn nicht. Ja, man kann gelegentlich die Havel sehen durch das Gestrüpp, aber ansonsten… hm. Vielleicht war es wirklich einfach zu grau.

Der Grunewaldturm war unser erstes Ziel. Den werd ich bei schönerem Wetter definitiv noch mal besuchen.

Weil keiner Lust auf Busfahren hatte, sind wir von dort dann noch zum Bahnhof Grunewald gelaufen. Im Schweinsgalopp (fast), da unsere Organisatorin mächtig Angst vor Wildschweinen hatte und es ja schon langsam dunkel wurde. Das war anstrengend. Ich hab zwischendurch über das Tempo geflucht, aber da ich meine Stirnlampe nicht dabei hatte, war es doch ganz gut: am S-Bahnhof angekommen war es schon mächtig dunkel.

Unschön nach so schweißtreibender Aktivität: die erste S-Bahn war unbeheizt. Zum Glück mußte ich nach einer Station sowieso umsteigen, die zweite war dann annehmbar. Und zu Hause wartete die heiße Dusche.

 

3. Dezember

Wetter: siehe Text.

In den Adventskalendern: zwei sehr dicke Mäuse die sich an eine Kerze wärmen, ein Piepmatz und „Fürs Bauchgefühl“

 

Heute habe ich mich sehr effektiv vor der Hausarbeit gedrückt: ich war wandern. Bei dem schönen Wetter am Vormittag wäre es aber auch sträflich gewesen, drinnen zu bleiben. Es war zwar richtig kalt (unter Null), aber sonnig bei strahlend blauem Himmel. Nur der Wind, der war richtig eisig.

Die Wanderung fing gut an: kaum in Seefeld (Mark) am Bahnhof losgelaufen, flogen ein paar Kraniche über uns hinweg.

Von Seefeld aus ging es irgendwie durch die Gegend Richtung Hönow.

Wir kamen – wie bei fast jeder Wanderung an diversen Seen vorbei. Einige hatten schon eine leichte Eisschicht.

Zur Mittagspause hatte es sich leider schon richtig zugezogen. Positiver Nebeneffekt: an windstillen Ecken war es in der Sonne richtig warm gewesen, weswegen ich immer diverse Reißverschlüsse der Jacke öffnete um nicht zu schwitzen. Wurde es wieder windig, mußte ich sie wieder schließen, weil zu kalt. Jetzt war es immer kalt.

Insgesamt führte die Wanderung für meinen Geschmack zu oft auf Straßen entlang. Nebenstraßen nur, oder Nebenstraßen von Nebenstraßen. Aber Asphalt. Und Autos. Wald- und Feldwege finde ich wesentlich ansprechender. Deren Anteil erhöhte sich zum Ende der Wanderung hin und als Ausgleich für die langweiligen Straßen führte ein Weg auch durch Wald mit noch ordentlich Windbruch von den letzten Stürmen. Dort den Weg nicht ganz aus den Augen zu verlieren war schwierig.

Ziel der Wanderung war das Adventsfest in Hönow, ein klitzekleiner Weihnachtsmarkt. Nix, weswegen man extra nach Hönow fahren müßte, aber als Ende der Wanderung war er perfekt: Es gab wahnsinnig leckeres Spanferkel vom Spieß (und ordentliche Portionen), die Neuberliner (aus Südamerika und Asien) probierten auch Kesselgulasch und Grünkohl, für die Vegetarier gab es diversesten Kuchen und für alle natürlich Glühwein (oder Apfelpunsch).

Das Beste: pünktlich mit Erreichen des Weihnachtsmarktes begann es zu schneien. Das allerbeste: es blieb Schnee und wurde kein Regen.

Festival of Lights / Berlin leuchtet 2017

Jetzt kommen viele Fotos…

Vom diesjährigen Festival of Lights hab ich erst spät etwas mitbekommen. In der vorletzten Woche erst, als die Kollegin vorschlug, daß wir am Sonnabend ja, wenn das Wetter paßt, fotografieren gehen könnten. Vorletzten Sonnabend regnete es. Und auch wenn nasse Straße die Fotos ja noch interessanter machen kann: bei Regen fotografieren macht jetzt nicht sooo Spaß und so hatte ich Sonnabend keine Lust, Abends noch mal los zu gehen (die Kollegin hatte das Donnerstag schon abgesagt, als das Wetter absehbar war).

Letzten Sonnabend war es warm und trocken, wenn auch tagsüber ziemlich bewölkt. Aber sogar das ließ zum Abend hin nach, und so war ich nicht die einzige, die auf die Idee kam, sich das Festival of Lights / Berlin leuchtet anzusehen. Gefühlt waren tausende unterwegs.

Da es für mich ja nicht die erste Beleuchtungsaktion war, wollte ich mich diesmal auf die neuen Bauwerke konzentrieren. Angefangen habe ich bei der Marienkirche (die mir tatsächlich wesentlich besser gefiel als der Fernsehturm).

Dann ging es weiter zum Alten Stadthaus.

Die Fahnen der Wasserbetriebe passen ja in meinen Augen nicht zu den Farben der Beleuchtung (gesponsert von einem Dessous-Hersteller…). Aber wenn man die Fahnen nicht mehr im Bild hatte, störte der Aufbau mit dem Beleuchtungsgerät. Immerhin: keine Menschen im Bild (Weil die Tochter hinter mir stehen geblieben war und ihren Papa zurückpfiff).

Vom Stadthaus ist es nicht weit zur Nikolai-Kirche. Hier wurde zum einen mit der Architektur der Kirche gespielt. „Blöcke“ aus der Wand drehten sich oder kippten nach hinten weg, zum Beispiel. Oder es wurde ein „Treppenhaus“ eingeblendet:

Außerdem wurden die Partnerstädte Berlins mit Zeichnungen von markanten Bauwerken vorgestellt. (Welche Stadt ist das wohl?)

An der Seite des Neuen Marstalls lief ein Naturfilm. Da ich dank I. diesmal mit Fernauslöser unterwegs war, hab ich den Elefanten fotografiert. Aber ein Gebäude als Leinwand für irgendeinen Film zu nehmen ist nicht so das, was ich unter Festival of Lights verstehe.

Von da ging es weiter zum Gendarmenmarkt.

Da die Beleuchtung dort von den Berliner Wasserbetrieben gesponsert wurde, gab es dort auch wieder einen Stand mit kostenlosem Wasser. Sehr praktisch, denn ich hatte nichts mit. Noch schnell zum Schokoladen-Haus, das nur an diesem Sonnabend beleuchtet war.

Und dann zurück zu den Linden Richtung Alex. Am Bebelplatz vorbei, der so voll war wie ich ihn noch nie bei einem Festival of Lights gesehen hab. Allerdings waren diesmal auch erstmalig alle Gebäude rundrum beleuchtet. Hat mir sehr gefallen (die Bilder wechselten wohl auch, aber sehr langsam).

Danach war es dann richtig voll, so voll, daß man teilweise kaum voran kam. Und auf die Straße ausweichen ging auch nicht, weil die auch voll war. Ich war froh, als ich in der Straßenbahn saß.

 

Sonntag war ich ja zum Sonnenuntergang auf der Siegessäule und bin dann noch bis zum Dunkelwerden geblieben, denn die Siegessäule ist auch neu im Portfolio. Zumindest hatte ich sie noch nicht (steht ja auch etwas abgelegen).

Die Lasershow war etwas seltsam. Vor allem, daß sie so geräuschlos war, obwohl rundrum so viel Lärm. Irgendwie wirkte das ganz eigenartig.

(Auch wenn das anders wirkt: die Säule steht auf allen drei Fotos exakt gleich.)

Danach wollte ich noch zum Potsdamer Platz. Da standen nämlich riesige weiße Karnickel rum. (Gar nicht so einfach, die ohne Werbung zu fotografieren.)

Und nebenan gab es beleuchtete Papierboote.

Auf dem Potsdamer Platz selbst wurden Blüten auf den Boden projiziert, aber das fand ich reichlich absurd: Wir betonieren erst alles zu, um dann da Blüten drauf zu projizieren? Dann lieber echte Blumen. Und überhaupt: es reichte mir, ich hatte genug, und vor allem Hunger.

sonniger Spätsommersonntag

Wenn es an einem Sonntag im Oktober nach wochenlangem grau-und-Regen-Wetter allerschönstes Spätsommerwetter (sonnig und Temperaturen über 20°C) gibt, dann muß man das ausnutzen. Die Frage war nur: wie und wo. Da der Vormittag schon verplant war, blieben nur Ziele in Berlin, aber bei allem, was mir so einfiel, befürchtete ich Massen an Menschen (ich war Sonnabend unterwegs um das Festival of Lights zu fotografieren und etwas traumatisiert). Das Schwesterherz hat dann vorgeschlagen, am Britzer Zweigkanal entlangzulaufen. Das klang gut. Wasser ist immer gut, den Kanal kannte ich noch nicht – und da war wirklich fast gar nichts los am Anfang der Strecke.

Gut, er ist jetzt auch nicht sooo spannend, aber wir hatten Bewegung in der Sonne (ca. ne Stunde waren wir unterwegs) und haben uns gut unterhalten. Am Ziel hatte das Schwesterherz was vor, ich bin mit U-Bahn und Bus zum Großen Stern gefahren. Sonnenuntergang auf der Siegessäule war mein Ziel. Kann man machen.

Da oben war es allerdings wirklich voll, weswegen ich kurz nach dem letzten Foto erstmal nach unten in die Säulenhalle geflüchtet bin. Dann habe ich überlegt. Bis zum Beginn der Beleuchtung des Festival of Lights waren es noch über 40 Minuten. So viel spannendes gibt es da aber in der Gegend nicht und Berlin von oben ist ja auch spannend, wenn es dunkel ist. Also bin ich, nachdem ich festgestellt hatte, daß etliche wieder runter gekommen waren, wieder nach oben gestiefelt (habe heute Muskelkater in den Waden…) und noch ein bißchen fotografiert. Es war toll da oben, inzwischen nur noch angenehm gefüllt, warm, ein leichter Wind ging und es gab eine wunderbare Aussicht.

Dann war es dunkel genug und als ich wieder unten war, wurde der Turm auch schon beleuchtet. Gutes Timing. Die dann entstandenen Fotos gibt es in einem extra-Beitrag.

Botanische Nacht

Es wird gedrängelt, wann denn endlich der Blogbeitrag zur Botanischen Nacht kommen würde, also wollen wir mal.

Die I. hatte mich vor einigen Wochen gefragt, ob ich mit ihr dort hin gehen würde. Eigentlich paßte es ja so gar nicht in den Zeitplan, aber eine Kollegin hatte vor 2 Jahren davon geschwärmt, also sagte ich zu.

Wir waren so überhaupt gar nicht vorbereitet. Wir hatten zum Beispiel keinen Mückenschutz mit, obwohl der eine sehr gute Idee gewesen wäre (wir haben hinterher gezählt, ich hab gewonnen mit 28 Mückenstichen).

Das Programm (inklusive Lageplan) haben wir zum Glück am Eingang in die Hand gedrückt bekommen, den Plan zu lesen und zu ermitteln, wo wir gerade sind, bereitete uns aber die ganze Zeit Schwierigkeiten (und normalerweise kann ich mit Landkarten umgehen!). So entschieden wir uns meist dafür, an Kreuzungen spontan zu entscheiden, wo es langgehen soll. Zum Beispiel dorthin, wo es interessant aussieht, wie in den „Bergen“ der Gebirgspflanzen. Hier sorgte eine Nebelmaschine im Verbund mit der untergehenden Sonne für schöne Effekte.

Man hatte von dort auch Blick auf das große Tropenhaus in der Abendsonne.

Danach haben wir dann versucht, nicht zu sehr am Rand des Geländes entlang zu gehen und sind unter anderem am sprechenden Baum vorbei gekommen.

Danach war häufigstes Auswahlkriterium: da lang, wo nicht so viele Menschen sind. Ja, da kommt man dann nicht an so vielen Attraktionen vorbei, aber in so einer Hammelherde unterwegs zu sein mögen wir beide nicht. Immerhin sind wir auch mit dieser Wegeauswahl am See mit der Lichtinstallation gelandet. Und weil es nur etwa eine halbe Stunde bis zum nächsten Programmpunkt dort war, haben wir uns einen Platz gesucht und uns hingesetzt. Die Mücken freute es.

Erster Programmpunkt: Die Feuerfee.

Sphärischer Gesang mit Lichteffekten.

Direkt anschließend gab es dann „Feuer und Wasser“ – Licht- und Pyroeffekte und Artistik am Ring.

Danach ging es dann im großen Pulk weg vom See – und wir sind so bald wie möglich wieder ausgeschert auf weniger frequentierte Wege. Inzwischen war es so dunkel geworden, daß die beleuchteten Bäume richtig wirkten.

Kreuz und quer durch den Wald, vorbei an „Trommeln im Schamanenwald“, die eine sehr spezielle Klangkulisse erzeugten, vorbei an spiegelndem Wasser…

Und dann standen wir plötzlich da und hatten perfekten Blick auf das große Gewäschshaus. Wir haben uns noch gewundert, warum all die Leute da sitzen, sind aber einfach weiter gegangen, näher ran.

Und da wußten wir es dann, es begann nämlich die große Lichtshow mit dem „Dark Tenor“. Joa.

Von unserem Platz aus sah man auch, daß das kleinere Gewächshaus auch beleuchtet ist, da wollten wir auch noch hin. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Harfenspielerin vorbei und sind hängen geblieben. Ein faszinierendes Instrument, diese Harfe.

Und dann standen wir schließlich vor dem kleineren Gewächshaus.

Danach ging es dann auf fast direktem Weg zum Ausgang. Wir hörten noch, wie der schwarze Tenor seine letzte Vorstellung begann (also 0:30), dann waren wir draußen. Und stellten fest, daß der Bus nicht mehr fährt. Zum Glück hat die I. ein Smartphone mit Fahrplanauskunftsapp. Das hat ihr Verbindungen ab den umliegenden U-Bahnhöfen vergeschlagen. Also haben wir einen Blick auf den Stadtplan geworfen und entschieden, daß U Podbielskiallee wohl der nächstgelegende U-Bahnhof, also das Ziel unserer Wahl ist. Wobei nächstgelegen… aber man kommt auf dem Weg an der Iranischen Botschaft vorbei (von Polizei bewacht) und an der Botschaft Jordaniens (unbewacht). Und allzuweit muß man tatsächlich nicht laufen, die U-Bahn kam dann auch bald. Danach wurde es holpriger. Die U9, die die I. nehmen wollte, fuhr nicht wegen Notarzteinsatz, was sie überall sonst im U-Bahnnetz ansagten, nur nicht an den Bahnsteigen der U9. Sie wartete ein Weilchen bis sie sich entschied, mit der U2 zu fahren. Ich saß da schon lange in der U2, die hatte dann aber Märkische Museum eine Türstörung, dadurch Verspätung und somit war meine Straßenbahn weg. Die nächste kam eine halbe Stunde später… Kurz vor 3 waren wir dann aber beide zu Hause (ich schon etwas früher).

Fazit: Beim nächsten Mal Mückenschutz mitnehmen und sich vorher überlegen, wie man wieder nach Hause kommt. Aber ansonsten kann man durchaus noch mal machen.

 

Mini-Urlaub

Donnerstag 2 Stunden früher als sonst Feierabend gemacht (direkt nach dem Regen), Freitag frei und dann Wochenende. Reichte tatsächlich, um heute auf Arbeit das Gefühl zu haben, ich muß erstmal wieder reinkommen.

Der Grund:

Das Konzert von Depeche Mode am Donnerstag und der Wunsch, am nächsten Tag auszuschlafen. Vor dem Konzert hatte ich vom Ticketverkäufer zwei Mal Mails mit Hinweisen auf die verschärften Sicherheitsmaßnahmen bekommen. Vor Ort war das dann zum Teil… Ja, eigentlich war Kontrolle durch Abtasten, und natürlich sollten Frauen nur durch Frauen kontrolliert werden. Zwei Probleme dabei: Beim Anstellen am Ende der Schlange war das nicht zu erkennen, es gab also bunt gemischte Schlangen. Und generell kamen auf 5 kontrollierende Herren nur eine kontrollierende Frau, das Publikum war aber 50:50. Folge: Während eine Frau kontrolliert wurde, wurden ca. 5 Frauen nur nach Blick in die Tasche durchgewunken. Beim Schwesterherz wurde nicht mal die Tasche kontrolliert. Nunja.

Konzert selbst war super (Schwesterherz kann meine Begeisterung für die Band nicht ganz nachvollziehen, fand es aber auch  nicht völlig doof). Wir hatten Glück, denn wir hatten Plätze unterm Dach – und das Dach war über uns auch dicht. Das ist nicht überall im Stadion so. Schon ein paar Plätze weiter sind sie ab ca. Hälfte des Konzerts naß geworden, denn da fing es heftig an zu regnen (und die auf dem Feld unten sowieso). Es gab aber nicht nur Regen, sondern auch Gewitter mit diversen Blitzen, die die Lichtshow perfekt ergänzten. (Den Donner hat man nicht gehört, dazu war es zu laut.) Einziger Wermutstropfen: Es waren nur zwei Stunden. Das Konzert hätte durchaus noch länger dauern dürfen.

Rückfahrt war problemlos, die S-Bahn wartete schon und ab Westkreuz hatten wir beide einen Sitzplatz.

Freitag dann habe ich tatsächlich lange geschlafen und damit den Kartenverkauf für das Hallenkonzert verpaßt. Nunja. Nach ewiglangem Rumtrödeln habe ich mich Nachmittags noch mit einer Freundin getroffen, wir haben Eis getestet, sind durch den Friedrichshain geschlendert und haben gequatscht.

Ergebnis meines Eistests: „Earl Grey“ war lecker, „Schoko“ auch, „Macha“ war mir zu süß und „Vanille mit Kürbiskernöl“ sah spannend aus, war geschmacklich aber eher egal.

Beim Schlendern durch den Friedrichshain haben wir auch den Großen Bunkerberg bestiegen und das übrigens ist die Aussicht nach Prenzlauer Berg.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Also zumindest nichts von Prenzlauer Berg. Auch die Sichtachse zum ehemaligen Leninplatz gibt es nicht mehr (an die ich mich noch sehr gut erinnere). Da oben sieht man nur noch grün.

Sonnabend dann habe ich Reisevorbereitungen getroffen und mich drei Stunden in einem großen Ausrüstungsladen in Steglitz rumgetrieben. Das Ergebnis:

Die drei Stunden waren die Wartezeit bis ich endlich bei der Reisepraxis drangekommen bin. Zwei Impfungen habe ich direkt mitgenommen. Ein paar muß mein Hausarzt noch auffrischen* und bei Tollwut überlege ich noch. Dieses Bepflastern von Einstichen finde ich ja höchst albern aber nach 3 Stunden warten war ich zu erledigt um noch dagegen zu protestieren.**

Sonntag war dann höchst langweilig mit Haushaltskram gefüllt. Hätte ich mein Telefon gehört, hätte mich das Schwesterherz zur Schloßbaustelle mitgenommen. Hab ich aber nicht. Und ich hatte auch vergessen, daß da am Wochenende Tag der offenen Tür war. Naja, dafür ist die Wohnung sauber. Und ich hab sogar gebügelt. Für den Abend hatte ich eigentlich überlegt, bei der Skate-Night mitzulaufen. Die fiel aber buchstäblich ins Wasser.

Nachteil dieses Miniurlaubs: Er reichte aus, um meinen Schlafrhythmus massiv nach hinten zu verschieben. Als ich Sonntag zur üblichen Zeit ins Bett ging, war ich noch überhaupt nicht müde. Dementsprechend müde war ich heute.

 

 

* Die Praxis wird nicht mehr von der Charité betrieben, sondern privatwirtschaftlich, man muß jetzt alles direkt bezahlen

** Heute, am Montag, tut der Arm auch nur noch wenig weh…