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12 von 12 – Oktober 2018

Ich bin – aus technischen und anderen Gründen – total verspätet, aber weil ich es für mich selbst auch sehr schön finde, liefere ich den 12 von 12 noch nach.

Auch wenn ich erst Abends überhaupt dran dachte, daß ja der 12. ist, habe ich tagsüber schon ein paar Fotos gemacht, denn ich war ja immer noch im Urlaub. Wenn auch nicht so viele, denn es herrschte gerade Nord-Ost-Monsun. Aber von vorn.

 

Wir sind inzwischen wieder in Taipeh. Halb 7 bin ich schon wach und kann nicht mehr schlafen. Der Blick aus dem Fenster sieht nicht gut aus: es regnet.

Da wir heute erst relativ spät starten und das Zimmer selbst ziemlich kalt ist (18,5°C zeigt das Thermometer der Klimaanlage und heizen geht nicht) verschwinde ich wieder ins Bett zum Lesen.

Irgendwann aufstehen, anziehen, Frühstück (hätte ich an den 12. gedacht, hätte ich ein Foto vom Buffet gemacht). Um 9 fahren wir dann. Ziel ist eine Teeplantage.

Wir wandern ein wenig über die Plantage, was bei dem Regen wegen der zum Teil sehr rutschigen Steine nicht sehr lustig ist. Immerhin gab es im Bus eine große Auswahl an Regenschirmen (von der hier 2 zu sehen sind).

Zum Besuch auf der Plantage gehörte natürlich auch eine Verkostung, bei der wir nicht nur zwei Sorten Tee bekamen (gänzlich ohne hinterher zum Kauf gedrängt zu werden, wir mußten tatsächlich nachfragen, ob das möglich ist), sondern auch Teekuchen. Aber so viel sollten wir ja gar nicht essen, denn da am Vortag unser Bus kaputt gegangen war, lud uns die Taiwanische Reiseagentur zum Mittag in einem ziemlich noblen Buffetrestaurant ein. Mein erster Gang (eins paßt nicht zu den anderen):

(Danach hab ich mich ausschließlich dem Essen gewidmet und nicht mehr fotografiert. Es war sehr lecker.)

Daß der Bus kaputt gegangen waren fanden wir alle eigentlich gar nicht so schlimm, es traf uns an der bestmöglichen Stelle, nämlich einer sehr komfortablen Autobahnraststätte (mit Park!). Der Fahrer des Ersatzbusses allerdings hatte eine sehr unentspannte Fahrweise. Kombiniert mit dem heftigen Wind des Monsuns war das eher unschön. Unser heutiger Fahrer ist nicht nur wesentlich entspannter – er hat auch diverse Pflanzen im Bus.

Das nächste Ziel – taktisch eher unklug nach dem Mittagessen, nach dem wir alle sehr gesättigt waren – war ein Thermalbad. Ohne Fotos. Aber sehr entspannend.

Der Berg, auf dem wir da grad unterwegs waren bietet aber nicht nur heißes Wasser, sondern auch Dampflöcher, die wir uns auch noch ansehen sollten. Bei Nebel bzw. extrem tiefhängenden Wolken allerdings dann doch eher wenig beeindruckend. Da hinten irgendwo…

Auf einem Foto in der Besucherinfo konnte man sehen, daß es hier auch sehr schöne Landschaft gibt. Wir konnten es nicht prüfen.

Also sind wir wieder zurück nach Taipeh gefahren. Zum Abendessen haben wir dann versucht, mal als ganze Gruppe gemeinsam essen zu gehen. Wir fanden sogar ein Lokal, das genügend Hocker hatte, um 12 Leute um einen runden Tisch zu platzieren (zu quetschen). Wir bestellten wieder Buffet/Menü für mehrere (8 bis 10 in dem Fall, da zwei nicht essen wollten und viele auch vom Mittag noch eher satt waren). Da bekommt man dann diverse Teller mit den verschiedensten Sachen. Jeder hat ein kleines Tellerchen und nimmt sich, wonach ihm ist. Hier unter anderem: Kaltes Hühnerfleisch (sehr lecker) und kaltes Fleisch(?) mit Mayonaise und Zuckerstreuseln(!) drauf.

Frittiertes.

Tofu und anderes, mit Heizung drunter.

Süßes Fleisch mit Mangos. Tierisch lecker.

Dann mußte ich aufhören zu dokumentieren, damit ich noch was abbekomme…

Abends im Hotelzimmer hab ich dann noch ein bißchen im Internet gelesen und festgestellt, daß der 12. ist. Daraufhin hab ich das einzige Foto extra für diesen Blogeintrag gemacht. Teil meines Hotelzimmers (mit zweiter Bettdecke, das einzige was sie mir anbieten konnten gegen die Kälte im Zimmer. Umziehen wollte ich nicht).

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

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Usbekistan

Das schöne Wetter diesen Sommer hat zur Folge, daß ich fast jede freie Minute draußen oder zumindest auf dem Balkon verbringe. Das wiederum hat zur Folge, daß der vor Wochen angefangene Blogartikel über meine Usbekistan-Reise immer noch unvollendet im Entwürfe-Ordner vor sich hin dümpelte. Weil es heute viel zu heiß ist, um sich großartig zu bewegen, habe ich deswegen einfach mal den Laptop mit auf den Balkon genommen (den Bildschirm geputzt um überhaupt was sehen zu können) und den Artikel fertig gemacht. Heute also: Wetter, Essen, Sprache. Ich hoffe, die anderen geplanten Artikel kommen dann demnächst auch noch…

Usbekistan also. Nach dem ich letztes Jahr in Kirgisistan war, wollte ich unbedingt wieder nach Zentralasien. Usbekistan hatte ich allerdings sehr schnell ausgeschlossen, denn alle Reisen nach Usbekistan die ich gefunden hatte, waren Kulturreisen die als Anforderung maximal drin stehen hatten, daß man es aushalten können muß, stundenlang im Auto auf zum Teil schlechten Straßen unterwegs zu sein. Das ist ja nichts meins. Also nicht die schlechten Straßen, sondern nur ewig im Auto zu sitzen. Eine schöne Reise nach Kasachstan hatte ich gefunden. 2 Wochen wandern, zum Teil sogar Trekking mit Zeltübernachtung und so. Super. Leider wollte das außer mir keiner machen, so daß die Reise abgesagt wurde. Nun hatte ich aber schon einen genehmigten Urlaubsantrag für die Zeit und das ist bei uns derzeit viel Wert, also suchte ich eine Alternative für genau diesen Zeitraum. Und fand, unter anderem, eine Reise nach Usbekistan mit immerhin vier Wanderungen (und aber auch jede Menge Kultur). Also doch Usbekistan.

Hätte ich nicht schon den genehmigten Urlaubsantrag für die zweite Maihälfte gehabt, hätte ich mich wahrscheinlich eher für die Reise in der ersten Maihälfte entschieden. Ungefähr ab Mitte Mai nämlich ist in Usbekistan Sommer und da wird es sehr sehr warm. Heiß. Auch wir hatten schon Temperaturen deutlich über 30°C, ich meine sogar über 35°C. Vorteil allerdings: es ist sehr trocken, der Schweiß verdunstet also sofort. Und es war fast immer leicht windig. Den Sand-/Salzsturm in Chiwa haben wir zum Glück verpaßt. Dort wo wir waren haben wir nur die Wolken gesehen und es war insgesamt eher dunstig. Nachts regnete es dann heftig und nächsten Morgen war aber wieder strahlender Sonnenschein. Insgesamt haben wir mit dem Wetter – abgesehen von den Temperaturen, an die auch die Usbeken sich erst wieder gewöhnen mußten – absolut Glück gehabt.

Mit dem Essen hatte ich nicht ganz so viel Glück. Das ist in Usbekistan fast immer sehr sehr fettig und das in Verbindung mit der Hitze sorgte in einer Nacht für sehr häufige Toilettengänge meinerseits. Am nächsten Tag habe ich mich nur von Brot und Tee ernährt und danach dann immer sehr drauf geachtet, was und wieviel ich esse. Letzteres war gar nicht so einfach, denn wir bekamen fast immer drei Gänge serviert, manchmal auch vier. Es begann mit Salaten als Vorspeise. Meist standen drei zur Auswahl mittig auf dem Tisch, von denen jeder sich nehmen konnte, soviel er wollte. Es waren höchst selten grüne Salate, sondern eher aus eingelegtem Gemüse, oder Kartoffelsalat, oder Rote Bete, einmal auch Glasnudelsalat, gelegentlich auch gegrilltes Gemüse. Dazu das hochgelobte usbekische Brot (das ganz frisch wirklich gut schmeckt, sonst eben wie Weißbrot). Nach den Salaten gab es im ersten Teil der Reise immer eine Suppe (häufig Brühe mit Fleisch und großen Stücken von Kartoffeln und Möhren), später nicht mehr. Dann der Hauptgang, zumeist Fleisch mit Beilage, sehr fettig. Und dann noch ein Nachtisch. Und dann war man sehr sehr satt. Zum Nachtisch gab es immer den Tee (meist grün, manchmal auch grün und schwarz zur Auswahl), und Wodka trinkt man in Usbekistan grundsätzlich nur bis zum Tee. Was wir außerdem gelernt haben: Bekommt man in Usbekistan zum Nachtisch Melone (Honigmelone?) serviert, ist das ein Zeichen für „es war schön mit dir, aber jetzt solltest du gehen. Es war aber noch nicht Melonenzeit und meist bestand der Nachtisch aus Kuchen oder anderem Gebäck.
Kirschenzeit war, als wir dort waren. Und die ersten Aprikosen gab es auch schon. Beides gab es meist beim Frühstücksbuffet. Außerdem waren die Maulbeeren reif (die Früchte der Maulbeerbäume). Die ersten, die wir kosteten, überzeugten mich nicht sonderlich, aber bei der letzten Wanderung in den Nuratabergen probierte ich dann doch noch mal und ärgerte mich, daß ich das nicht viel früher schon gemacht hatte (wie die anderen). Maulbeeren schmecken vor allem süß und ein bißchen fruchtig.
Zurück zum Frühstück. Hier merkt man deutlich den russischen Einfluß, denn fast immer gab es Blinis, zwei Mal auch Kascha, ein mal Spiegelei – oder eben Buffet, wo man zwischen allem wählen konnte. Dazu Brot, Käse, Marmelade, und natürlich Tee. Wobei es in Usbekistan – im Gegensatz zu Kirgisistan – immer auch löslichen Kaffee gab.

In Usbekistan wird Usbekisch gesprochen (wer hätte das gedacht?). Usbekisch ist eine Turksprache, wer Türkisch beherscht, kann sich vermutlich mit den Usbeken verständigen (zumindest erzählte unser usbekischer Reiseleiter, daß er sich auf Usbekisch mit den Türken in Wien und Berlin unterhalten hat). Neben dem Usbekischen ist auch Russisch wieder Amtsprache in Usbekistan. Außerdem werden auch noch regionale Dialekte gesprochen, in Buchara zum Beispiel ein persischer Dialekt. Und zumindest unser Reiseleiter wechselte munter zwischen den Sprachen hin und her.
In der Schule wird neben Russisch auch Englisch gelehrt, man sollte davon aber nicht zu viel erwarten. Von Kindern sind wir häufig mit „Hello, how are you“ angesprochen – auf die Gegenfrage gab es aber höchst selten eine Antwort. Und in Buchara haben wir eine Gruppe Jugendlicher getroffen, die von ihren Lehrern als Hausaufgabe auf bekommen hatte, mit den Touristen zu sprechen. Aber die meisten Erwachsenen sprechen uns wenn überhaupt dann meist mit „Photo?“ an und viel mehr Konversation war dann meist auch nicht möglich.

Kirgisistan – einkaufen gehen

Natürlich waren wir in Bischkek auch auf einem Markt/Basar. Es war nicht der überall empfohlene Osh-Basar, aber er war auch groß genug, daß es fast alles gab: Backwaren, Obst, Gemüse, Gewürze, Trockenfrüchte, Nüsse…

Blumentöpfe, Streichhölzer, Spielzeug, Batterien, mehrere Stände nur mit Tee (allerdings nicht lose), Klamotten, Drogerieartikel…

Es gab sogar Toilettenpapier mit Erdbeerduft. Und ganz vorn, direkt an der Straße mehrere Stände mit Bergen an Melonen.

Auch in Karakol waren wir auf dem Basar. Hier war Obst/Gemüse in zwei Hallen untergebracht.

Der restliche Bereich war kleiner als in Bischkek und Überseecontainer bildeten die Ladenstraßen.

Es gab aber auch eine Einkaufsstraße in Karakol – die mit westlichem Blick nicht auf Anhieb als solche zu erkennen war.

Dazu paßt auch das eine Foto aus dem Einkaufszentrum in Bishkek, das nach meiner Erfahrung ziemlich typisch ist für Einkaufszentren im ehemailigen Sowjet-Gebiet: auf den Etagen dicht an dicht Gevierte für die einzelnen Händler, dazwischen eher schmale Gänge und in den Läden die Waren dicht an dicht. Auf der Souvenir-Etage war noch relativ viel Platz.

Außer Souvenirs mußten wir ja aber auch fast nichts kaufen, die Reise war ja mit Vollpension. (Außer Flaschenwasser, das die Reiseleitung immer für alle gekauft hat, da man das Leitungswasser nicht trinken sollte und bei den Temperaturen hatten wir einen hohen Verbrauch). Dabei hatten wir natürlich auch immer die Gelegenheit, die Supermärkte zu besuchen. Manch einer konnte oder wollte nicht auf die aus der Heimat bekannten Chips verzichten. Andere waren experimentierfreudiger (Schaschlikchips sind … speziell) und ich hab mir gern auch ein Eis gekauft. Die Supermärkte sahen nicht viel anders aus, als ich es aus Rußland kenne. Nur der große Supermarkt im Einkaufszentrum (westlicher Art) in Bischkek, in dem ich am letzten Tag noch ein paar Mitbringsel gekauft habe, der bot dann doch noch eine Überraschung: Verschiedene Getreidesorten (Reis und Buchweizen haben wir erkannt) lose.

Außerdem entdeckt: in Bischkek gibt es sogar einen deutschen Supermarkt.

Neugierig wie ich bin, war ich mal kurz drin – es gibt tatsächlich hauptsächlich Westeuropäische Produkte. Es gab allerdings auch Dosen-Borschtsch, wenn auch mit Beschriftung in Lateinischen Buchstaben.

 

 

 

Kirgisistan – Bischkek

Bischkek ist die Haupstadt Kirgisistans. Zu Sowjetzeiten hieß die Stadt Frunse (nach einem russischen General), weswegen der Flughafen das Kürzel FRU hat.

Wir sind kurz nach Sonnenaufgang gelandet und gleich erstmal ins Hotel gebracht worden wo wir Frühstück bekamen (siehe Kirgisistan – kulinarisch). Danach umziehen, denn es würde wieder sehr warm werden*, und dann ging es los zur Stadtbesichtigung.

Was mir sehr schnell auffiel: in Kirgisistan wird offenbar viel in Betonskelettbauweise gebaut und zwischendurch aufgehört. Hier ein besonders schönes Exemplar.

Aber das war eigentlich gar nicht Ziel unseres Stops. Wir wollten zum Manas-Denkmal vor der Philharmonie.(Der Gute war ganz schön von Tauben belagert.)

Manas ist DER Volksheld Kirgisistans. Es gibt einen langen Epos, der über die Jahrhunderte mündlich überliefert wurde. Die Männer, die den ganzen Epos wiedergeben können werden Manastschi genannt und die berühmtesten stehen rechts und links des Denkmals.

Ein paar schöne Gebäude gibt es auch noch drumrum.

Dann sind wir wieder in die Busse gestiegen und ein bißchen gefahren bis wir an einem großen Platz wieder abgesetzt wurden. Auf der anderen Seite des Platzes steht das Haus der kirgisischen Regierung, was zwar groß und durchaus pompös ist, dann aber doch wieder so beliebig, daß es kaum auffällt.

Wir wollten auch gar nicht dort hin, sondern in den Park auf unserer Seite – und da mußte ich direkt grinsen, habe ich doch die zwei dort auf der Bank auf dem Podest sofort erkannt.

Mir gefällt dieses Marx-Engels-Denkmal sehr, sehen die beiden doch tatsächlich so aus als würden sie sich einfach gut unterhalten. Das Berliner Denkmal der beiden dagegen: Massiv, überlebensgroß, ernst. Achja, und fast direkt daneben, nur durch diverse Bäume getrennt steht dann auch schon Lenin.

Er stand früher auf der anderen Seite des Historischen Museums, mußte aber wegen des Zeitenlaufes auf die Rückseite umziehen. Das Historische Museum wurde gerade gründlich renoviert, so konnten wir nicht hinein und sind nur durch den danebenliegenden Park gelaufen.

Apropos Park: davon gibt es im repräsentativen Stadtzentrum jede Menge und auch sonst viele Bäume, viel grün. Das verwundert ein wenig bei einer Stadt, die im Sommer so heiß wird. Der Trick: Kirgisistan hat sehr viel Wasser und die Grünflächen werden massivst bewässert. Am zeitigen Vormittag, als wir unterwegs waren, standen diverse Wiesen unter Wasser.

Inzwischen sind wir am Ala-Too-Platz vor dem Historischen Museum angekommen. Und wer steht dort jetzt? Manas! (Bis vor einigen Jahren stand dort eine Frauenfigur (wer genau habe ich leider vergessen). Kirgisistan hat seit dem Ende der Sowjetunion schon zwei Revolutionen hinter sich und irgendwann meinte man, diese Frau dort würde Unglück bringen und stellte stattdessen lieber Manas auf.)

Zwischen Ala-Too-Platz und weißem Haus liegt ein Park (mit um die Zeit sehr nassen Wiesen) und in diesem Park stehen ein paar Denkmäler. Dieses hier scheint schon etwas älter zu sein.

Wohingegen dieses noch relativ neu ist. „Denkmal der Helden“ heißt es.

Direkt daneben liegt dann auch schon das Grundstück des weißen Hauses Bischkeks – das Parlament Kirgisistans. Groß und weiß und mit massivem Zaun drumrum.

Wir sind dann zurückgelaufen zum Ala-Too-Platz um den in monumentaler Gänze auf uns wirken zu lassen. Größer als der Rote Platz in Moskau. (In meinem Rücken ist auch noch mal viel Platz bis zum Historischen Museum.)

Ein Stückchen weiter gibt es etwas, was ich schon sehr witzig fand: eine Open-Air-Gallerie. Wir waren etwas früh, sie hatten gerade erst angefangen, die Bilder aufzuhängen, aber ein bißchen was war schon zu sehen. Ja, man hätte dort direkt kaufen können. Es gab Bilder diverser Stilrichtungen und Themen (ok, am häufigsten vertreten: Pferde, Berge und auch viele Schneeleoparden).

Weil wir so früh waren, konnte man aber auch noch einen Blick auf die Lagerung der Schätze werfen: Übereinander gestapelt in einem Baucontainer.

Diese Galarie grenzt an den Eichen-Park, der nicht nur viele Eichen, sondern auch diverse Denkmäler hat. Die habe ich nicht alle fotografiert. Erst dieses dann wieder, das auch schon nicht mehr im Park, weil es nicht so alltäglich ist: Ein Denkmal für einen Balletttänzer (dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe) mit dem Opernhaus im Hintergrund.

Neben dem Opernhaus in einer Grünanlage gibt es dann auch ein Denkmal für eine Prima Ballerina, deren Name mir aber auch nichts sagte.

Im Opernhaus selbst wurde gerade massiv gebaut (wie im Schauspielhaus auch, an dem wir vorbei gekommen waren). Dem Denkmal davor hat man einen schützenden Mantel angezogen.

Von den schönen Künsten ging es dann noch zum Denkmal für die gefallenen Soldaten, daß ja in keiner sowjetischen Stadt fehlen durfte. Das Denkmal ist neueren Datums, riesig groß und besteht aus drei Granitbögen, die den Tundjuk, den Rauchabzug der kirgisischen Jurte halten.

Es ist umgeben von viel Wiese und auf einer der Wiesen wächst auch der Rote Stern der Roten Armee.

Das war der Endpunkt unserer Stadtbesichtigung. Aber zwei Bonusfotos habe ich noch. In Bischkek gibt es nicht nur viele Parkanlagen, sondern auch viele Parkbänke. Und manche davon sind nicht nur profane Parkbänke, sondern schon halbe Kunstwerke wie diese hier:

Und im Park hinter der Oper stand eine Hollywoodschaukel.

 

 

* Ein paar Wochen vor der Reise erst habe ich ja überhaupt damit begonnen, mich mit dem Land zu beschäftigen. Interessant war da natürlich auch das Wetter und nachdem ich sah, daß es in Bischkek in dieser Woche immer deutlich über 30°C werden sollte, begann ich ja an der Entscheidung dorthin zu reisen zu zweifeln. Nächste Frage war: Was zieht man da an? Ich hatte gelesen, daß Kirgisistan ein muslimisches Land sei. Geht kurz? Und wenn ja, wie kurz? Bilderrecherche im Internet ergab: kurz geht wohl. Vor Ort habe ich gesehen: auch schulterfrei und Riemchensandalen gehen. In der Gegend um Karakol habe ich auch mal Frauen mit Kopftuch gesehen – insgesamt aber deutlich weniger als in Berlin.

Kirgisistan – kulinarisch

Was gab es in Kirgisistan zu essen? Viel, meist. Es begann mit einem großartigen Frühstücksbuffet am Tag unserer Anreise. Das war viel zu viel um von allem zu probieren – und am nächsten Tag gab es ganz andere Sachen. (Die Qualität des Fotos ist bescheiden – ich habe in der Nacht zuvor kaum geschlafen.)

Zu den meisten folgenden Frühstücken gab es Kascha (Brei verschiedener Art), Marmelade und eine Art Schmalzgebäck – kleine Happen, die pur relativ trocken waren, mit Marmelade aber gut schmeckten und eine gute Grundlage für die Wanderungen waren. Häufig gab es auch Wassermelone* und Brot, manchmal auch Wurst und Käse, manchmal Ei.

Mittags hatten wir fast immer Lunchpakete, die ich leider nie fotografiert habe. Sie wären es wert gewesen, denn mit den Lunchpaketen in Deutschland waren sie nicht vergleichbar. Ja, sie enthielten auch das übliche Getränkepäckchen und Obst. Und einen Schokoriegel (immer von der gleichen Marke). Dazu dann aber fast immer auch Kuchen oder Kekse und ein paar Bonbons. Das wichtigste aber: immer eine komplette Mahlzeit. Nudeln, Kartoffelsalat, Bulette, Spiegelei. Oder Nudeln, Reis, Hühnerbrust, Spiegelei. Dazu immer extra ein Rohkostsalat und etwas Brot. Es war viel (und ich war fasziniert, wie man Spiegeleier so gummiartig hinbekommt, daß man sie in so eine Box verpacken kann). Zwei Mal haben wir auch „richtiges“ Mittagessen bekommen. Im Yurten-Camp am Son-Kul-See waren wir so zeitig, daß wir dort warmes Essen bekamen: Gretschka (Buchweizen) mit Tomate und Gurke, Suppe (Kartoffeln, etwas Gemüse, Schaf), Brot und das Schmalzgebäck.

Und auf der Fahrt zum  Issyk-Kul-See machten wir an einem Homestay Pause um dort Mittag zu essen. Gesessen haben wir hier an einem typisch kirgisischen Tisch auf typisch Kirgisischen Filzteppichen. Und es gab viel zu viel als das man hätte Aufessen können:

Drei verschiedene Salate, Brot, Süßkram, unglaublich leckerer Kuchen und Wassermelone standen auf dem Tisch. Kaum daß wir saßen, kam die übliche Suppe (hier aber mit ganzen Kartoffeln drin, was sich nur mit Gabel und Löffel nicht einfach ißt). Und als wir Suppe und Salate aufgegessen hatten und eigentlich ziemlich satt waren, kam noch das Hauptgericht:

Plov. Eigentlich usbekisch, aber auch sehr lecker. Davon haben wir an unserem Tischende allerdings nicht allzuviel gegessen. Dafür war bei uns dann die Wassermelone* deutlich reduziert und auf dem einen Kuchenteller fast nichts mehr drauf. Das war alles wirklich unglaublich lecker.

Abends gab es immer großes warmes Essen. Dazu habe ich mal exemplarisch das Abendessen des Mila Homestays fotografiert, weil es das erste mit so großer und reich gedeckter Tafel war (das oben beschriebene Mittagessen war diverse Tage später).

Hier gab es neben Brot, Marmelade, Süßkram und Obst auch noch Trockenobst und Nüsse. Zur Vorspeise Salat.

Ich bin mir relativ sicher, daß es auch noch Suppe gab, habe die aber nicht fotografiert. Erst die Hauptspeise wieder – Gulasch mit Reisund Buchweizen.

Wie man an den Fotos schon sieht: Kirgisistan ist eher kein Land für Vegetarier. In der Suppe und im Hauptgericht war eigentlich immer Fleisch. Wenn auch nicht immer so viel, wie bei unserem letzten Mittagessen in einem Restaurant in Bischkek: 200g gemischtes Schaschlik (mit ein paar Beilagen).

Das war so viel, daß ich danach dann zwei Wochen kein Fleisch mehr gegessen habe…

Und was trinkt man dazu? Man sieht es schon auf den Fotos: getrunken wird Tee. Meist schwarz, manchmal gibt es auch grünen. Den Tee gibt es zu jeder Tageszeit, auch zum Abendessen. In den Hotels konnte man auch Bier kaufen, es gibt sogar kirgisisches Bier, ich bin aber beim Tee geblieben. Und zum Frühstück gab es für die Touristen auch löslichen Kaffee (geschmacklich teilweise wohl grenzwertig).

* Überhaupt, Wassermelone! Es war ja gerade Wassermelonenzeit, also haben wir die auch zu fast jedem Essen bekommen.

Kirgisistan – Sammelsurium

Kirgisistan also. Ein Land, von dem ich beim Buchen der Reise fast nichts wußte, außer, daß es einer der ehemaligen Sowjetstaaten ist – und daß man da offenbar gut wandern kann, denn die Reisebeschreibung enthielt für fast jeden Tag eine Wanderung. Wie kommt man dann auf so eine Reise? Nun, die Eltern hatten sie per Newsletter vorgeschlagen bekommen und reichten den Vorschlag an Schwesterherz und mich weiter.

Bis Reisebeginn sammelte ich dann schon noch ein paar Informationen, wo Kirgisistan liegt, zum Beispiel (Zentralasien, zwischen Kasachstan, China und Usbekistan) und daß es in Bischkek zur Reisezeit bis zu 40°C heiß werden kann. Das ließ mich ein wenig an der Reisewahl zweifeln, denn Hitze ist ja gar nix für mich. Ich beruhigte mich dann damit, daß wir hauptsächlich in den Bergen unterwegs sein werden, wo es ja kühler ist. Außerdem hatte ich ja gelesen, daß es in Kirgisistan kaum regnet, es würde also leichter verträgliche trockene Hitze sein. Nunja, wir waren selten so hoch, daß es wirklich kühl war. Ich war fast nur in kurzen Hosen und kurzärmelig unterwegs (nach Sonnenbrand auf den Schultern gleich nach der ersten Wanderung weil ich die Schultern schlicht vergessen hatte. Ohne Sonnenbrand wäre ich wohl eher ärmellos unterwegs gewesen). In Bischkek (beim ersten Besuch), Karakol und zwischendurch ein paar mal war es auch richtig unangenehm heiß. Der Son Kul See liegt aber tatsächlich so hoch, daß wir da in einer Nacht Frost hatten. Und daß es in Kirgisistan nicht regnen würde war eine Falschinformation, es hat ein paar Mal geregnet, als wir da waren, und die Reise im Juni letztes Jahr war wohl so verregnet, daß einige Wanderungen gar nicht gemacht werden konnten.

Ebenfalls eine Falschinformation des Reiseführers war die Behauptung, Postkarten aus Kirgisistan würden nie in Deutschland ankommen – sie brauchten nicht mal zwei Wochen und waren damit deutlich schneller als die Karten des Kollegen aus Schottland (die aber auch einen Zwischenstop auf den Philippinen gemacht haben, warum auch immer). Briefmarken kauft man am besten bei der Post*. Man kann zum Teil auch unterwegs Marken kaufen die aussehen wie Briefmarken, das sind aber nur Marken zum Sammeln (oder so).

Für die Kommunikation ist es extrem hilfreich, wenn man wenigstens etwas russisch kann. Die Kirgisen lebten bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts nomadisch. Dann kamen die Russen und haben Städte und Dörfer gegründet und sonstige Infrastruktur aufgebaut. Im Laufe der Zeit wurden auch die Kirgisen seßhaft, heute leben sie nur noch teilnomadisch: im Winter im Dorf und nur im Sommer in den Jurten auf den Sommerweiden. (Geschichte vereinfacht zusammengefaßt.) Russisch ist neben kirgisisch die zweite Amtssprache – und in den großen Städten (wo hauptsächlich russischstämmige Kirgisen leben) wohl eher die erste Sprache. In Bischkek sind fast alle Schulen russischsprachig und Kirgisisch ist die erste Fremdsprache. Auf dem Land sieht es anders aus, da ist Kirgisisch die Hauptsprache, Russisch geht aber auch – nur Englisch dürfte schwierig werden.

– wird fortgesetzt (hoffe ich) –

 

 

* In einer kirgisischen Post (zumindest in der, in der wir waren) kann man noch viel mehr machen als nur Briefmarken und -umschläge kaufen. Die Kirgisen können hier auch die Fernsehgebühren und Bußgelder zahlen. Außerdem wird hier die Rente ausgezahlt – alles an extra Schaltern.

12 von 12 im August

Das 12 von 12 in diesem Monat kommt mit einem Tag Verspätung (aber Fotos von gestern!). Grund: der Tag war einfach zu lang.

Um 3:15 klingelte in einem kleinen Hotel in Bischkek mein Wecker (da war in Deutschland noch der 11.8., 23:15). Da war ich noch zu orientierunglos für ein Foto. Eine halbe Stunde später war ich wach, angezogen, hatte alles eingepackt und war bereit, runter zu gehen.

Zwischen Tür und Angel (auf der Straße, vor dem Bus) gab es den ersten Tee. Erst schmeckte er komisch, dann sehr bitter. Nunja.

Warten auf den Rest der Gruppe vor der Fahrt zum Flughafen.

Das Fotografieren von Verkehrsanlagen ist in Kirgisistan nicht gestattet, las ich, darum keine Fotos vom Flughafen. An der Paßkontrolle stand es auch explizit dran – dort hätte ich schon gern die zwei großen Plakate fotografiert die klarmachten, daß Bestechung nicht erwünscht ist. Eher unschön übrigens, wenn man erst mitbekommt, daß eine Touristin eine Sonderbehandlung bekommt (erst Diskussion ohne gemeinsame Sprache, dann wurde ihr der Paß abgenommen und sie mußte woanders hin folgen) und dann selbst an der Box steht und der Beamte mit großen fragenden Augen lange auf seine Monitore schaut und nach und nach mehr und mehr die Stirn runzelt. War aber wohl eher ein Computerproblem: er hat mir dann meinen Paß wieder ausgehändigt, danach aber weitere Kontrollen verweigert.

In Bischkek werden an den Anzeigetafeln offenbar nur die Flüge angezeigt an denen irgendwas passiert. Wenn Check-In abgeschlossen ist aber Boarding noch nicht begonnen hat werden sie nicht angezeigt. Das kann schon mal für leichte Panik sorgen, wenn man das nicht kennt. Aber dann saßen wir doch fast pünktlich im Flugzeug. Der Himmel über Kirgistan war grau, aber ein paar Sonnenstrahlen schafften es doch bis auf den Boden.

Dann waren wir aber schnell über den Wolken.

Die meiste Zeit des Fluges (immerhin 5,5 h) habe ich geschlafen oder gedöst, zum Frühstück war ich aber wach.

Landeanflug Istanbul.

Aus Gründen hatte ich in Istanbul planmäßig 7,5 Stunden Aufenthalt. Es gibt diverse Läden, aber das Angebot interessierte mich nur bedingt und der Trubel war mir zu groß. Also suchte ich mir eine ruhigere Ecke zum Lesen.

Das war fast perfekt, da war nur die Klimaanlage sehr kräftig und mir wurde mit der Zeit ordentlich kalt. Also bewegte ich mich mal wieder und fand unter anderem diese drei Telefonzellen.

Und dann fand ich ein Gate, daß mit Glaswänden vom Haupttrubel abgetrennt war, aber keine Sicherheitskontrolle am Eingang hatte. Dafür gab es dort Bänke ohne Zwischenarmlehnen. Erst hab ich es mir da sitzend zum Essen und Lesen gemütlich gemacht. Dann hab ich es wie die meisten anderen dort gemacht: mich der Länge nach ausgestreckt und ein wenig geschlafen.

Ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug erfährt man am Istanbuler Flughafen das Gate. Boarding sollte eine Stunde vor Abflug beginnen – da war noch nicht mal das Flugzeug da. Das kam dann irgendwannn und nachdem alle ausgestiegen waren und die Putztruppe durch war durften wir auch rein – saßen dann aber ewig rum. Außentemperatur war 32°C (hatte ich irgendwo gelesen, ich war ja nicht draußen. Es gibt zwar Terassen, aber das sind die Raucherbereiche, entsprechend „frisch“ ist die Luft dort), im Flugzeug war es noch wärmer, schätze ich. Irgendwann dann Durchsage vom Piloten, daß sie immernoch technische Probleme haben (wenn ich es richtig verstanden habe, waren sie wegen Reifenpanne zu spät angekommen) die erst behoben werden müssen. Zweie wollten gerade wieder aussteigen, da ging es endlich los. Beim Weg zur Startbahn haben wir uns dann mal vorgedrängelt – hatten aber schon über eine Stunde Verspätung.

Der Flug war nach ca. dem ersten Drittel so unruhig, daß zwischendurch sogar die Essensausgabe eingestellt wurde. Mein Magen fand das nicht ganz so toll, die Reisetabletten hatte ich zu Hause vergessen. Habe aber ein paar Eiswürfel bekommen, die mir ja helfen, wie ich seit Hawaii weiß. Kurz vor Berlin wurde es dann wieder ruhiger. Wetter war aber auch nicht schön.

Ich wurde abgeholt vom Flughafen, womit ich nicht ernsthaft gerechnet hatte, was mich darum umso mehr freute. Das Berliner Wetter hingegen freute mich weniger: Fieser Niesel. Aber ich hatte ja sowieso nichts mehr vor, außer zu schlafen.

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

 

WMDEDGT – August

Da ich derzeit im Urlaub bin, gibt es diesmal einen Auszug aus meinem Urlaubstagebuch. Und da es nicht permanent Internetzugang gibt, auch noch einen Tag später. Was habe ich also am 5. August gemacht?

Standortbestimmung: Ich befinde mich in Kirgisistan, in einem kleinen Jurtencamp einer einheimischen Familie am Son-Kul-See.

Und jetzt das Tagebuch:

Ich habe wahnsinnig schlecht geschlafen. Die Unterlage ist hart und läßt Kälte durch (ich konnte nicht mehr auf der Seite liegen), die Höhe führt zu Kurzatmigkeit, die Öfen in den Jurten sind an und sorgen für permanenten Qualmgeruch und der Fastvollmond macht die Jurte ziemlich hell. Außerdrm geht ja auch wieder zeitig die Sonne auf… Am Morgen bin ich ziemlich durch den Wind.

Nach dem Frühstück (dünner Kascha) fahren wir ein Stück und besteigen dann eine Reihe 3000er – 5 werden es am Ende sein. Das Wetter ist schwierig. Die Sonne scheint und es wirkt, als würde es warm werden, der Wind ist aber kräftig und eisig. Es ist also ein permanenter Wechsel aus schwitzen und frieren. Aber die Wanderung ist schön. Da wir ja schon sehr hoch starten, sind die Berge eher Hügel. Sie bringen aber schöne Ausblicke und wir sehen ein paar Petroglyphen. Und fast auf jedem Berg machen wir Pause. Leider habe ich die Gipfelschokolade vergessen.

Zurück an den Bussen fahren wir ein Stück zum Strand des Son-Kul-Sees. Ich gehe sogar mit den Füßen ins Wasser – es ist eiskalt. (Beim Ausziehen der Schuhe bemerke ich, daß mit einem toten Grashüpfer im linken Schuh unterwegs war. Gedrückt hat er nicht.)

Nach dem See geht es zurück ins Camp zum Mittagessen. Weil mir kalt und doof ist, lege ich mich eine Runde hin (ich habe schon am Morgen aus einer der Reservedecken eine zusätzliche Matratze eingebaut) und schlafe sogar ein bißchen. Kurz bevor die Reitwilligen zum Ausritt aufbrechen, stehe ich wieder auf – das will ich mir ja nicht entgehen lassen. Danach esse ich etwas Schokolade und dann gehe ich auf eigene Faust noch mal los. Ziel ist eigentlich nur die Straße für ein Foto von oben aufs Camp, dann gehe ich aber noch ein ganzes Stück den Hügel hoch, setze mich schließlich auf die Wiese und warte daß die Wolken so weiterziehen, daß die Landschaft vernünftig ausgeleuchtet ist. Und dann bleibe ich einfach sitzen und genieße die Ruhe – so lange bis die Sonne mal wieder für längere Zeit verschwindet und es einfach zu kalt wird.

Auf dem Rückweg fotografiere ich noch wunderschönes Edelweiß (das wächst hier wie Unkraut) und setze mich dabei in eine Diestel. Aua. Zurück im Camp hole ich dann – in der Sonne sitzend – die fehlenden Tagebuchaufzeichnungen nach.

Nach dem Abendessen gibt es wieder eine Runde Sonnenuntergangsfotos. Als wir danach wieder zum Quatschen in der großen Jurte sitzen, stellen wir fest, daß am Nachbartisch Geburtstag gefeiert wird. Die Zweitjüngste der Gastgeberfamilie wird drei und bekommt natürlich ein Ständchen von uns. Wir bekommen dafür Saft und Kuchen. Danach mache ich noch ein paar Vollmondfotos, putze mir die Zähne, unser Jurtenofen wird angeheizt und wir verschwinden im Bett.

Weitere Teilnehmer am Tagebuchbloggen gibt es bei Frau Brüllen.

„Zeig uns deine Stadt“ – August

Thema im August: Zeig uns deine Urlaubsstadt!

OK, der August ist schon eine Weile her, aber ich war nunmal erst im September wieder im Urlaub und der ist ja gerade erst vorbei.

Städtefotos sind bei einem Wanderurlaub allerdings auch eher selten, aber paar gibt es aber doch und so folgt hier eine völlig unrepräsentative Auswahl an Fotos aus Corte und Bastia.

Corte, ehemalige und „heimliche“ Hauptstadt Korsikas (und immerhin Sitz der Universität):

Corte (mehr …)

Neuseeland – Coromandel Peninsula (2)

Weiter geht’s mit den Berichten über Neuseeland.

Beim Wechsel von der West- zur Ostküste der Coromandelhalbinsel haben wir einen noch lebenden Kauri-Baum besucht. Die sind schon gigantisch groß! Aber verdammt schlecht zu fotografieren. Und so ohne Größenvergleich…. (Die Bäume rundrum haben eher so „normale“ Größe) Auf dem Rückweg zum Auto gab es dann noch was kleines Großes zu sehen (und fotografieren): eine Stabheuschrecke.

Coromandel-Halbinsel - Kauri Coromandel-Halbinsel - Stabheuschrecke

An der Ostküste angekommen, haben wir in Hahei auf einem Zeltplatz direkt hinter den Dünen unsere Zelte aufgeschlagen. Und dann ging es an den Strand! Und von dort zur Cathedral Cove. Dazu ging es erstmal ein ganzes Stück den Strand entlang bis zur dritten Treppe, war uns gesagt worden. Also war Treppenzählen angesagt. Wobei aber auch nicht alle Treppen zählten. Letztendlich ist es die letzte –  wobei der Strand danach noch ein Stück weiter geht – und die mit den meisten Wegweisern dran. Vom Strand aus ging es erstmal steil hoch, um sich dann mit sanften Steigungen und Gefälle auf der Steilküste entlangzuschlängeln. Wunderbare Ausblicke! Zwischendurch kann man zwei mal in Buchten absteigen. Aber es war inzwischen in der Sonne schon ordentlich warm und dann einen Weg runter, den man anschließend wieder hochklettern muß? Och nö. Den „Umweg“ durch den Puriri Wald haben wir aber mitgenommen und fühlten uns wie in eine Filmkulisse für den Herrn der Ringe versetzt.

Coromandel-Halbinsel - zum Strand von Hahei (mehr …)