Himmelfahrtswandern – Jochberg

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Tja, nun standen wir da: mehr Wandervorschläge als Tage übrig, aber keine unbedingte Empfehlung. Schließlich entschieden wir uns für den Jochberg, die vermutlich kleinste mögliche Runde, aber immerhin mit bewirtschafteter Alm zwischendurch, die auch den Betrieb schon aufgenommen hatte (davon hatte Schwesterherz sehr geschwärmt, sowas hatten wir aber bisher nicht). Und am Ufer das Walchensses entlang, wo man ja vielleicht auch noch etwas Zeit verbringen konnte (was ich aber offensichtlich nicht richtig kommuniziert hatte). Bei der Recherche wußte ich dann auch, wo all die Leute hin wollten, die uns am Vortag zu Fuß auf der Serpentinenstraße nach Urfeld begegnet waren: zum Jochberg.
Wir waren ähnlich zeitig wie  am Vortag – und alle Parkplätze schon sehr gut gefüllt. Also zumindest so, daß es schwer wurde, noch ein Auto abzustellen –  die bereits stehenden Autos standen aber zum Teil sehr auf Lücke. Nun, wir haben noch einen legalen Platz gefunden, danach begann das kreative Parken (die Ein- und Ausfahrt braucht ja nicht sooo breit zu sein, auf der Wiese…).
Los ging es mit einem ordentliche Anstieg durch den Wald (wer hätte das gedacht). Er war nicht sonderlich spektakulär oder besonders, aber auch nicht langweilig (was echte Waldwege ja sowieso nicht sind). Dann gab es aber doch ein Highlight: Wasserkaskaden! Also eigentlich war der Weg nur so steil, daß Stufen angelegt worden waren. Viel Wasser von irgendwo weit oben floß über den gesamten Weg und auch die Stufen und sorgte für schöne Wasserspiele.

keine Kaskaden, sondern junge Buchenblätter. Von den Kaskaden gibt es leider kein Foto. / Bild: Schwesterherz.

Keine Kaskaden, sondern junge Buchenblätter. Von den Kaskaden gibt es leider kein Foto. Bild: Schwesterherz.

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Himmelfahrtswandern – Heimgarten und Herzogstand

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Herzogstand also. Am Freitag, in der Hoffnung, daß dann nicht ganz so viel los ist. Zum Herzogstand hoch fährt nämlich eine Seilbahn, was ja üblicherweise für viel Betrieb auf dem Berg sorgt. Wir wollten durchaus auch Seilbahn fahren, allerdings runter. Und da meine Recherche ergab, daß die Bahn nur bis 16:45 fährt, habe ich morgens ein bißchen gedrängelt. So waren wir tatsächlich schon gegen 10 am Parkplatz der Seilbahn – und der war noch ziemlich leer.

Es gibt verschiedene Wege hoch zum Herzogstand. Wir haben uns für die Tour über den Heimgarten entschieden. 5 1/2 Stunden bis zur Bergstation der Seilbahn sagt der Wegweiser am Parkplatz. Hinten links geht’s vom Parkplatz runter, auf einer Brücke über einen Bach, dann nach rechts, an ein paar Häusern vorbei und dann ist man im Wald. Der Weg führt am Bach entlang (Deiningbach sagt die Karte) und hat eine ordentliche Steigung. Schon nach ein paar Metern mache ich die erste Pause um mich auszuziehen. Es ist warm! Und ich bin froh, auch ein T-Shirt dabei zu haben. Der Weg verläßt den Bach irgendwann, wird aber nicht weniger steil. Die Karte habe ich mir erst hinterher genauer angesehen: der Weg verläuft exakt senkrecht zu den Höhenlinien. Was mir während des Wanderns schon auffällt: rechts und links geht es immer ziemlich schnell ziemlich steil runter. Da viel Wald, sieht man aber nicht viel. Inzwischen ist auf dem Weg auch ’ne ganze Menge los. Was mir auffällt, ist der äußerst geringe Altersdurchschnitt. Im Harz trifft man ja fast nur Rentner, hier sind viele höchstens Mitte 20. Zumindest von denen, die uns öfter überholen, weil sie zwar schneller gehen, aber viel mehr Pausen machen als wir.
Und dann wird der Weg flach und der Wald lichter und man sieht, daß es ein paar Meter rechts und links vom Weg wirklich bergab geht und man sieht den Grat vom Heimgarten zum Herzogstand.

Links der Heimgarten, rechts (zwischen den Zweigen) der Herzogstand, dazwischen der Grat

Links (weiß) der Heimgarten, rechts (zwischen den Zweigen) der Herzogstand, dazwischen der Grat

Danach geht’s leicht bergauf weiter um einen Berg drumrum (den Rotwandkopf) vorbei an einem Ausblick auf den Walchensee.

Touripostkarte

Touripostkarte

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Himmelfahrtswandern – Hirschhörnlkopf

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Donnerstag (Himmelfahrt) – erster Wandertag. Wegen der Blasen an meinen Fersen wollte ich eine der eher kurzen Wanderungen aus unseren Vorschlägen machen, das Schwesterherz wollte vor allem eine, bei der in der Beschreibung nicht unbedingt steht, daß sie sehr beliebt ist. Das Wetter versprach, fantastisch zu werden, dazu Feiertag – es war abzusehen, daß viele unterwegs sein würden.

So entschieden wir uns für den Hirschhörnlkopf.
Der Parkplatz in Jachenau war schon sehr gut gefüllt, eine richtige Parkordnung aber auch nur bedingt zu erkennen. Wir fanden noch einen Platz für das Auto, auch wenn der nicht ganz legal aussah. Der Parkscheinautomat war außer Betrieb. Also Parkscheibe ausgelegt und dann los.
Der Weg fängt harmlos an. Forststraße, fast eben. Dann mit leichtem Anstieg. Mit stärkerem Anstieg. Und schließlich ist der Forstweg zu Ende und es geht auf einem steilen schmalen Pfad weiter. In zig Kehren schlängelte er sich den Berg hoch. Prinzipiell mag ich so Pfade ja tausend mal lieber als Forststraßen. Aber so steil! Und dann gab es am Anfang auch noch hauptsächlich Baumnachwuchs – also kaum Schatten. Aber schön war es trotzdem, vor allem, da man schon bald richtige Berge sehen konnte. Also so hohe schroffe mit Schnee drauf.

Berge!!!

Berge!!!

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Himmelfahrtswandern – Einfach kann jeder (Prolog)

Das lange Himmelfahrtswochenende bietet sich ja ganz wunderbar für einen Kurzurlaub an. Die letzten beiden Jahre war ich mit dem Schwesterherz jeweils im Harz wandern (nichts davon verbloggt, jaja). Dieses Jahr hatte sie direkt vor Himmelfahrt eine Weiterbildung in der Nähe von München, weswegen die Idee aufkam, dieses Jahr in den dortigen Bergen zu wandern. Warum auch nicht.

Bei der diesjährigen Winterreise (landet vielleicht auch noch im Blog) haben wir ein Ehepaar aus München kennengelernt, die uns mit Tipps versorgten und so entschieden wir uns (entgegen ursprünglicher Planung) für Murnau (bzw. das benachbarte Seehausen) als Standort.

Schwesterherz war ja schon in der Gegend, ich fliege Mittwoch abend nach München, wir treffen uns da, holen den Mietwagen ab, fahren zur Pension und dann wandern wir jeden Tag bis zum Rückflug Sonntag Abend. Soweit der Plan.

Schwesterherz war tatsächlich schon da und wartete am Flughafen (mir war irgendwann im Flugzeug aufgefallen, daß wir überhaupt nichts abgemacht hatten, wo und wie wir uns treffen wollten). Ich wartete in Berlin. Denn das Flugzeug kam gerade aus München und hatte ordentlich Verspätung mitgebracht. Es landete erst kurz bevor wir eigentlich starten sollten. Wir sind also mit guten 40 Minuten Verspätung erst abgehoben. Wenn nicht noch mehr. Im München sind wir dann gefühlt am aller hintersten Ende des Flughafens angekommen – da gibt es ein Gebäude, von dem man nur mit dem Shuttlezug weg kommt, nicht zu Fuß. Der fährt nicht lang – aber verwirrend war das doch. Und insgesamt stand ich dann erst fast eine Stunde später als erwartet vor dem Schwesterherz. Immerhin hat sie noch gewartet.

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Hamburg

Am heißesten Wochenende des Jahres (ja, das Jahr und auch der Sommer ist noch lange nicht rum, aber zwei Tage mit über 35°C Höchsttemperatur schafft Hamburg nicht soo oft) ausgerechnet nach Hamburg zu fahren und dann auch noch fotografieren zu wollen ist vielleicht nicht sooo schlau. Aber es war nunmal schon länger geplant und bis Freitag sah es auch so aus als wäre es das vorläufig letzte Wochenende wo das geht, also bin ich gefahren. Und weil ich durchaus etwas Ehrgeiz habe, waren wir auch etwas in der Stadt unterwegs. Speicherstadt um genau zu sein. Kannte ich noch nicht.

Hamburg - Speicherstadt

Im Schatten ging es ja, aber in der Sonne war es verdammt warm, weswegen ich das Fotografieren recht schnell aufgab. Dann sind wir (auch in der Hoffnung auf eine frische Brise) ins Überseequartier gewechselt. Da war es aber noch heißer (weil weniger Schatten) und ohne Brise. Immerhin haben wir dann in der Nähe der Fährhaltestelle „Elbphilharmonie“ ein Softeis bekommen und auch ein paar Bäumchen gefunden in deren Schatten wir Eis genießen und Schiffe gucken konnten bis die Fähre kam. An der Elbphilharmonie vorbei ging es zu den Landungsbrücken.

Hamburg - Elbphilharmonie

Da war es nicht nur heiß, sondern auch voll, aber wir wollten sowieso nur zur Bahn und mit der zum Stadtpark. Und dort in den See. Ohne Foto, weil überfüllter See in Hamburg nicht viel anders aussieht als überfüllter See in Berlin. Heftig fand ich, daß bei diesen Temperaturen ( 37°C? 39°C? In der Sonne auf alle Fälle noch deutlich mehr), dort im Stadtpark tatsächlich ein Frauenlauf stattfand. Und daß da so viele Frauen mitgelaufen sind.

Als sich so langsam der Hunger meldete (so ein Softeis hält nicht soo lange vor irgendwie…) traten wir den Heimweg an. Ursprüngliche Planung war ja, wenn es sich etwas abgekühlt hat noch einmal los zuziehen. Dann sah es aber sehr unfreundlich dunkelgrau aus und wir beschlossen, das Gewitter lieber auf dem Sofa zu verfolgen. Ein sehr schönes Gewitter! Mit tollen Blitzen! Dafür gibt es von mir volle Punktzahl. Nach dem Gewitter gab es sogar noch ein rosa Wölkchen.

Hamburg - rosa Wolken

Sonntag morgen dann zwei Feststellungen: A) es hat sich nicht wesentlich abgekühlt; und B) es ist schon wieder ziemlich warm. Da hatten wir dann keine großen Ambitionen und zogen einfach nur zum nächsten Park.

Hamburg - Park

Der war nicht so überfüllt wie der Stadtpark, hatte aber auch keinen Badesee. Aber nasses Handtuch im Rucksack ist ja eh doof. Nachmittags irgendwann ging es ja dann wieder zurück nach Berlin – von einem anderen Gleis als der Fahrkartenautomat sagte, 15 Minuten später, mit geänderter Wagenreihung und ausgefallener Reservierungsanzeige. Und nachdem es sich anfangs erst so anfühlte, als säße man in einem Kühlschrank (der aus Hamburg gebürtige Kollege hatte mich gewarnt, daß die Abende in Hamburg reichlich kühl seien und ich etwas zum drüber ziehen mitnehmen sollte – nun kam die Strickjacke also zum Einsatz…), fiel irgendwann die Klimaanlage aus und es wurde wieder angenehm warm. Aber klar: so selten wie ich inzwischen Bahn fahre, muß das alles zusammen kommen…

 

 

Usedom im Nebel

Es ist inzwischen ja fast schon Tradition, daß ich mit dem Schwesterherz am Reformationstagswochenende zum Wandern irgendwo hin fahre (ab 2 mal ist doch Tradition, oder?). Dieses Mal ging es an die Ostsee, nach Usedom. Die Anfahrt am Donnerstag abend war ja vielversprechend: ein wunderbarer Sonnenuntergang und aus den Wiesen stieg malerisch der Nebel auf.

Blick auf's Haff

Blick auf’s Haff

Nebelwiesen

Nebelwiesen

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Oster-Wochenende

Ostern hat man mehrere Tage am Stück frei. Da kann man wegfahren. Nach Thüringen zum Beispiel. Das ist nicht zu weit weg, da ist es schön, man kann wandern und auch sonst einiges unternehmen. So war die Idee.

Karfreitag hatten wir so viel Wetter, so viel wollten wir gar nicht.Da war alles dabei: Sonne, Hagel, Schnee… richtiger April eben, aber nicht unbedingt  das Wetter, wo man gern draußen unterwegs ist. Unser Ferienhaus war groß genug, wir haben uns dann drinnen vergnügt.

Sonnabend dann gab es neues Wetter: Nebel. Aber sowas von! Davon und von der Kälte (max. 2°C) haben wir uns aber nicht abschrecken lassen (zumindest nicht alle) und haben die Stadtführung durch Oberhof mitgemacht. Tenor: früher war alles besser. Aber bei dem Wetter…

Oberhof1 (mehr …)

Oster-Aktivwochenende

So ziemlich genau einen Monat später gibt es jetzt noch eine Fotonachlese meines Osterwochenendes (weil ich jetzt endlich Zeit hatte, die Fotos rauszusuchen). Ich war unterwegs. Erst mit Freunden an der Bleilochtalsperre in Thüringen und dann noch mit Schwesterherz im Harz. Schön war’s, bis auf die Erkältung danach. Aber ich glaube nicht, daß die etwas mit dem Bad in der 13°C kalten Talsperre zu tun hatte…

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Stettin / Szczecin

Schwesterherz und ich waren letztes Wochenende zu einer Geburtstagsfeier in Stettin eingeladen. Die Chance haben wir natürlich genutzt und uns Sonnabend Nachmittag die Stadt angesehen, Sonnabend Abend/Nacht gefeiert und Sonntag Nachmittag noch mal die Stadt angesehen. Und wir hatten bestes Wetter dafür. Am Sonnabend strahlend blauen Himmel, am Sonntag zwar auch Wolken, aber immer noch mehr als genug Sonne. Vom Feiern gibt es keine Bilder, aber von der Stadt:

Schloß (Klick = groß)

Vor dem Schloß (Klick = groß)

 

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Winterharz

Sich am Wochenende morgens ums 6 vom Wecker wecken zu lassen ist nicht jedermanns Sache. Meine eigentlich auch nicht, ich mag das wochentags schon nicht. Aber wenn es in den Harz gehen soll ist das was anderes. Seit fast drei Jahren habe ich den Harz jetzt schon quasi vor der Haustür, im Winter war ich aber noch nie da. Bis zum vorletzten Wochenende. (mehr …)