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12.02.2021

Ich hänge durch.

Eigentlich fing der Tag gut an: Endlich Sonne, immer noch Schnee und auch wenn es ordentlich kalt war, so war es doch doof, wieder zurück in die Wohnung, und vor allem an den Arbeitsplatz zu müssen.

Dann schickte mir das Schwesterherz per Threema ein Video mit Fotos vom Winterurlaub letztes Jahr. Eigentlich schön, aber vermutlich sorgte das dann für den totalen Durchhänger, denn Winterurlaub wird es dieses Jahr nicht geben. Und auch wenn sich der Winter dieses Jahr hier ja alle Mühe gibt, er ist nicht mit dem Winter in Norwegen zu vergleichen. Es ist ein Unterschied, ob 10 cm Schnee liegen oder über 1 Meter. Da scheint den ganzen Tag die Sonne (zumindest fast, zumindest im März, wenn wir da hinfahren). Und vor allem bin ich da den ganzen Tag auf Langlaufski unterwegs.

Und dann funktionierte das mit der Arbeit auch nicht so richtig. Blödes Problem und niemand verfügbar, der mir da wirklich helfen konnte: Mit den Antworten des einen Kollegen hatte ich nichts anfangen können, er vermutlich nicht mit meinen Fragen; der andere Kollege wußte auch nicht so recht, hatte das Problem schon lange nicht mehr, inzwischen haben sich Dinge geändert; und die dritte Kollegen, auf die ich meine Hoffnungen gesetzt hatte, hatte einen freien Tag. Irgendwie habe ich das Problem dann doch lösen können, aber so richtig befriedigend war das alles nicht und dann war es schon 2, ich hatte noch nicht Mittag gegessen, hatte das auf dem Markt besorgen wollen, war aber immer noch nicht draußen gewesen und hatte auch nicht so recht Lust dazu, obwohl es immer noch total sonnig war. Letztlich hat mich das Schwesterherz per Threema dann losgescheucht. Und als ich dann unten vor der Haustür in der Sonne stand, hatte ich dann doch Lust auf eine große Runde. Paßte auch, wirklich Hunger hatte ich immer noch nicht. So war ich dann erst kurz vor 3 auf dem Markt und befand, daß man um diese Zeit sehr gut Quarkkeulchen zum „Mittag“ besorgen kann. Gegessen habe ich sie dann zu Hause, die Laune war etwas besser (auch wegen Spaziergang und Sonne), aber so richtig richtig gut wurde sie nicht. Immerhin habe ich es geschafft, schon mal den Arbeitswochenabwasch zu erledigen, das wird mich morgen früh sehr freuen. Küche ohne Abwaschberg ist besser als mit. Und die Sommerreise habe ich gebucht. Mal sehen, ob das was wird.

09.02.2021

Ein sehr seltsamer Tag. Obwohl ich gestern viertel 10 schon im Bett war, hatte es der Wecker heute echt schwer, mich wach zu bekommen. (Gut, könnte daran liegen, daß ich nach kurzem Schlaf ab 10 wieder wach war und Probleme hatte, dann wieder einzuschlafen). Und dann ging meine innere Uhr heute deutlich langsamer als die Normalzeit. Ständig dachte ich „so spät schon?“ und irgendwie brauchte ich für alles deutlich länger als normal. Daß ich tatsächlichh pünktlich Feierabend gemacht habe, lag vor allem daran, daß ich vor Beginn einer neuen Aufgabe zufällig auf die Uhr gesehen hatte und feststellte, daß es schon 10 vor Feierabend ist. Ich habe dann also die neue Aufgabe nicht angefangen, sondern nur was kleines vorbereitendes. Und die Arbeits-to-do für morgen geschrieben.

Nach Feierabend wurde ich aber auch nicht schneller und irgendwann fiel mir auf, daß ich den Geburtstagsanruf, den ich unbedingt machen wollte, immer noch nicht getätigt hatte, was für mächtig schlechtes Gewissen sorgte. (Ich hatte tagsüber immer wieder dran gedacht und weiß beim besten Willen nicht, warum ich nicht früher schon mal angerufen habe). Es paßte dann auch dort nicht so recht und wir haben uns für morgen zum Telefonieren verabredet.

Ein sehr seltsamer Tag.

05.02.2021 (WMDEDGT)

Ich hab es hier in letzter Zeit ja etwas schleifen lassen, aber am 5. des Monats will ich denn doch mal wieder. Schließlich ist da Tagebuchbloggen angesagt, auch bekannt als „WMDEDGT“. Also los.

 

Es bringt nicht viel, zeitig ins Bett zu gehen, wenn man dann ewig einfach nicht einschläft. Entsprechend schwer komme ich aus dem Bett, bin dann aber 10 nach 9 doch am Rechner, inklusive Morgenrunde, bei der ich beim Losgehen und beim Zurückkommen den Nachbarn treffe – er hat in der Zeit seine Tochter zum Kindergarten gebracht.

Halb 10 Teammeeting und danach brauche ich eine ganze Weile bis ich wirklich richtig mit der aktuellen Aufgabe weiter mache. Es ist aktuelle doof alles, im allgemeinen sowieso aber auch die aktuelle Aufgabe läuft nicht so, wie ich es gern hätte. Immerhin kann ich mit der Hilfe eines Kollegens ein Problem lösen, danach bin ich dann im Thema drin und werkele weiter vor mich hin. Irgendwann stelle ich zwar fest, daß ich mir so langsam Gedanken ums Mittag machen sollte und etwa eine Stunde später, daß nun aber wirklich, schließlich habe ich so langsam auch Hunger, aber andererseits will ich erst noch die eine Sache fertig machen, die aus diversen Kleinigkeiten besteht die nacheinander abgearbeitet werden müssen, und natürlich jeweils Zeit kosten. Da mittendrin aufzuhören hieße aber, nach der Pause erstmal rauszufinden zu müssen, wo ich jetzt stehen geblieben bin – also lieber erst fertig machen. Zwischendrin taucht noch eine zweite Aufgabe auf, die ich dann auch lieber schnell noch erledigen will und schließlich ist es schon fast 2 und viel zu spät, um noch zu kochen oder raus zu gehen irgendwas zu besorgen. Also gibt es nur Stulle mit Brot, danach aber eine große Runde draußen. Mir fällt die Decke auf den Kopf, ich brauche Abwechslung und der Wandkalender neben dem Schreibtisch geht mir auf den Keks. Den hab ich schon ein paar Jahre, nutze ihn wegen der schönen Fotos immer wieder als monatlich wechselndes Wandbild, aber nun, wo ich fast ein Jahr lang jetzt fast täglich stundenlang daneben sitze, will ich dann doch mal was anderes. Also führt mich meine Mittagsrunde nicht (nur) wie üblich durchs angrenzende Wohngebiet sondern die Hauptstraße des nächstgelegenen Zentrum/Ortskerns entlang (Berlin hat ja nicht ein Zentrum, sondern dutzende). Da gibt es zum Einen mal etwas anderes zu sehen: diverse offene und geschlossene Geschäfte, wobei ich mehrfach überrascht bin, welche Geschäfte geöffnet sind. Und außerdem komme ich so an 3 Buchhandlungen vorbei. Immerhin in einer davon sind von außen noch Kalender zu entdecken, also gehe ich rein, finde aber nichts, was mich wirklich überzeugt. Ich wollte aber sowieso noch zum S-Bahnhof, um mir dort ein Franzbrötchen zu kaufen, gegenüber ist noch ein Buchladen und in dem werde ich tatsächlich fündig: Im Schaufenster steht noch ein Exemplar eines Kalenders, mit dem ich im Dezember schon mal geliebäugelt hatte. Damals hatte ich mich aber dagegen entschieden, denn der Fuchs ist ja gut. Nunja, jetzt also doch Mäuse. Ich bin glücklich. Das steigert sich noch durch den Kauf des Franzbrötchens. Vielleicht sollte ich öfter zum S-Bahnhof gehen um mir ein Franzbrötchen zu holen, auch wenn der Weg eher doof ist.

Diese Mittagsrunde hat mich so dermaßen aus dem üblichen Trott geholt, daß ich danach am Rechner kurz überlegen muß, welcher Wochentag eigentlich ist. Freitag! Mir war kurz wie Donnerstag. Der Arbeitstag endet eher unerfolgreich, aber Kalender und Franzbrötchen wirken noch: es ist mir egal, den Fehler kann ich auch Montag noch suchen.

Kurz nach Feierabend höre ich, daß meine Nachbarn mit ihrem Steppke die Wohnung verlassen. Das ist die Gelegenheit! Ich habe Anfang der Woche schon mal an der Wand markiert, wo ich bohren muß um die Pinnwand umhängen zu können. Auf der anderen Seite der Wand ist aber das Kinderzimmer des Kleinen, da will ich nicht bohren, wenn er da ist. Da derzeit die Kindergärten ja eigentlich geschlossen sind, hatte ich mich schon darauf eingestellt, daß das noch länger unvollendet sein wird, aber nu ist er ja nicht da! Also schnell Bohrmaschine geholt, alles in der Umgebung weggeräumt (eine Freundin berichtete von Bohrstaub in allen Unterlagen nach dem Anbringen einer Lampe im Wohnzimmer), den Staubsauger geholt und los. Bohrmaschine UND Staubsauger zu handhaben, wenn man alleine ist und ja nur zwei Hände hat, ist nicht ganz einfach, habe ich aber hinbekommen. Nur die Dübel, die ich vor dem Bohren noch hatte, waren weg. Nicht auf dem Schreibtisch, nicht im Koffer vom Bohrer, nicht in der Hosentasche, einfach weg. Nunja, aber die Löcher waren ja nun in der Wand, also hab ich die Bohrmaschine wieder ordentlich eingepackt, Koffer zu gemacht – und die Dübel gefunden. Dübel in die Löcher, eins nicht tief genug. Also Bohrmaschine wieder ausgepackt, nachgebohrt, Dübel gesucht. Diesmal ging es schneller und ich hab ihn gefunden, bevor ich die Maschine wieder komplett eingepackt hatte. War auch ganz gut so, das Loch war immer noch nicht tief genug. Also noch mal gebohrt, diesmal bis ich das Gefühl hatte, ich komme auf der anderen Seite der Wand raus, Dübel genommen (Ha! Er lag gut sichtbar im Koffer der Bohrmaschine!), ins Loch gesteckt, paßt. Bohrmaschine weggeräumt, Schrauben rausgesucht, reingeschraubt, Pinnwand aufgehängt. Da hatte ich kurz Befürchtungen, aber ich hatte beim Anzeichnen alles richtig gemacht: Lochabstand paßt perfekt und gerade isses auch. Kurz danach kam die Familie auch schon wieder zurück (so lang hat das gar nicht gedauert bei mir, eigentlich), Zeit also perfekt genutzt: Wieder ein Haken auf der großen To-Do-Liste und ich hatte das schwerste nach Feierabend schon erledigt: vom Schreibtisch weg zu kommen auf dem auch der private Rechner steht. Da ich ja nun schon in Bewegung war und der Staubsauger auch noch mitten im Zimmer stand, hab ich gleich noch die Wohnung komplett gesaugt.

Anschließend Sport, Duschen, Abendbrot, Fernsehen bzw. DVD.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

28.01.2021

Da habe ich gestern Abend beim Schlafengehen mehrfach den Wecker kontrolliert ob er wirklich aktiviert ist – und dann bin ich heute morgen doch von allein wach geworden, weil der Wecker nicht aktiviert war und somit nicht geklingelt hatte. Wie praktisch, daß es regnete und ich somit keine Lust auf die Morgenrunde hatte. So war ich dann doch noch pünktlich am Rechner.

Und da fand ich mich dann Nachmittags irgendwann bei der Überarbeitung eines Dokumententemplates. Wo ich es doch so mag, Texte zu formulieren. Und ich hatte mich sogar freiwillig dafür angeboten! Da wußte ich aber noch nicht, wieviel Arbeit das werden würde, war der Meinung, nur zwei Unterkapitel überarbeiten zu müssen. Eher durch Zufall habe ich mir auch die anderen durchgelesen und festgestellt, daß das schon sehr lange niemand mehr gemacht hat. Sehr sehr lange, das paßte alles überhaupt nicht mehr. Das war dann auch der Punkt, der mir das ganze schließlich erleichterte: Egal, was bei mir raus kommt, es wird besser sein als vorher (weil zumindest passend).

22.01.2021

Geht doch! Beim morgendlichen Statusmeeting erkläre ich dem Manager sehr überzeugt, daß das Projekt unsere (des Kollegen und meine) Hilfe nächste Woche nicht mehr benötigt, weil wir mehr geschafft haben als geplant war und der Rest jetzt auch von den eigentlichen Bearbeitern geschafft wird. Und natürlich schreibe ich noch eine Übergabemail aus der hervorgeht, was wir alles erledigt haben und in die gleiche Mail schreibe ich auch all die Hinweise und Verbesserungsvorschläge auf die ich in den letzten Tagen gestoßen bin. Er wirkt überzeugt. Gut, wir waren ja eh nur bis Ende dieser Woche ausgeliehen und er muß bei zwei anderen Kollegen schon mit den entsprechenden Chefs (und Etagen darüber) klären, daß er sie noch länger benötigt, da war er eventuell einfach auch froh über eine Baustelle weniger. Er bedankt sich ausführlich und erwähnt das gestern von ihm geforderte Meeting nicht mehr. Nur der zweite Manager bedankt sich zwar auch ausführlich, erwähnt aber gleichzeitig, daß sie mich in Zukunft noch mal benötigen. Das gefällt mir weniger. Hoffentlich fällt das in die Elternzeit des Chefs, da bin ich dann definitiv schon ausgelastet und im eigentlichen Projekt unabkömmlich.

Ich hab dann natürlich doch wieder nicht so zeitig Feierabend gemacht wie geplant, danach kurz überlegt, was ich jetzt tue und schließlich erstmal das eine Buch ausgelesen. Ist das erledigt (es war nicht wirklich gut). Gerade als ich es ins Regal zurück stellte, klingelte das Telefon. Vati dran. eigentlich hatte ich ja staubsaugen wollen, aber mit ihm zu telefonieren ist mir natürlich viel lieber. Haben wir dann auch fast eine Stunde lang getan.

21.01.2021

Manchmal sind Geschwister echt praktisch: Schwesterherz hat mich heute zum Markt abgeholt. Und hätte sie das nicht getan, hätte ich gar nichts mehr von der Sonne abbekommen. Gut. Genau genommen wollte sie zum Markt, und weil es fast auf dem Weg lag hat sie noch den Schlenker bei mir vorbei gemacht um sich Tintenpatronen abzuholen. Als sie dann da war, fragte sie, ob ich mit wolle zum Markt. Ich wollte ursprünglich erst noch was fertig machen, konnte mich aber ihrer Argumentation: „Noch scheint die Sonne, aber es zieht sich schon zu“, nicht verschließen. Also sind wir auch mal Wochentags gemeinsam auf den Markt gegangen.

Heute nicht am Fotobuch weiter gearbeitet. Während der Arbeit wollte ich nicht und bin auch gar nicht dazu gekommen, groß was nebenbei zu machen. Zum einen hatte ich mich freiwillig angeboten, die Anlage des Kollegen umzuspielen. Das hatte ich gestern bei mir schon gemacht, ich wußte also wie es geht und welche Fallstricke es gibt. Ich hätte es ihm erklären können, aber er wirkt oft, als fühle er sich überfordert, ist manchmal etwas umständlich und vor allem bin ich oft viel zu schnell für ihn und merke es erst, wenn er eine Frage zu einem Punkt stellt den ich gefühlt vor 5 Minuten schon abgehakt hatte. Außerdem war es Abwechslung für mich. Also win-win. Und dann war mein Rechner heute auch noch ganz besonders lahm, was oft dazu führte, daß ich ihm doch beim „arbeiten“ zusah, einfach weil ich dachte, gleich müsse er aber fertig sein. Zumindest wäre er gestern schon längst fertig gewesen. Morgen noch, dann hat sich das Thema für mich (und den Kollegen) hoffentlich erledigt.
(Daß wir den eigentlichen Bearbeitern in einem halb- bis ganzstündigen Meeting erklären sollen, was uns aufgefallen ist, wo Verbesserungspotential besteht, ist wieder so eine typische Management-Idee. Die stecken bis über beide Ohren in diversen Themen (wegen derer ihnen das Management auch beständig auf die Pelle rückt), da werden sie sich Aufnahmekapazitäten für Verbesserungsvorschläge haben, klar. Ich denke, ich werde das noch mal strukturiert in eine e-Mail schreiben mit dem ausdrücklichen Angebot, daß sie fragen dürfen, wenn sie noch Fragen haben. Vielleicht kommen sie ja mal dazu, das zu lesen).

Nach Feierabend wollte ich aber auch nicht am Fotobuch weiter machen. Wohin das führt, hab ich ja gestern gesehen. Stattdessen zu viel Internet, dann Sport, Abendbrot, wieder Internet. Naja. Aber immerhin ein paar der offenen Tabs geschlossen.

20.01.2021

Meine derzeitige Arbeit bringt es ja mit sich, daß ich zwischendrin viel Leerlauf habe, in dem ich wirklich nichts fachliches tun kann, denn wenn der Rechner schon auf Anschlag ausgelastet ist, sorgte jede zusätzliche Aktion dafür, daß alles noch länger dauert. Also beschäftige ich mich anderweitig. Gestern recherchierte ich, inspiriert vom Buch, das ich derzeit lese Reisen durch Japan. Da war ich ja schon mal, will aber unbedingt noch mal hin. Dabei habe ich auch eine Reise gefunden, die total spannend klingt. Und hatte natürlich prompt heftigstes Fernweh. Um das zu bekämpfen dachte ich mir, ich beginne endlich mal mit etwas, was ich unbedingt noch erledigen will, so lange Reisen nicht möglich ist (weil ich danach wieder keine Zeit mehr habe): Fotobücher aus den Fotos der vergangenen Reisen zu erstellen. Seit dem mache ich nach der Arbeit fast nichts anderes mehr. Heute habe ich wiedermal erst nach 8 Abendbrot gegessen, obwohl ich schon seit über einer Stunde Hunger hatte, einfach weil ich nicht weg kam vom Rechner. Hätte ich bloß nie damit angefangen!

(Sport wurde statt Ganzkörpertraining dann nur eins für die Füße, weil das auch mit vollem Magen ging.)

18.01.2021

Was wurde nun aus meiner Mail vom Freitag? Nicht viel. Schade, daß das erst so spät bemerkt wurde, wobei man mir natürlich keinen Vorwurf machen kann, denn ich bin ja erst 3 Tage dabei. Geändert wird jetzt akut nichts, weil das zu viel Aufwand wäre. Beim nächsten Mal dann aber.

Die Leerlaufzeiten habe ich heute mit den Sicherheitsschulungen verbracht, die wir ja online absolvieren. Etwa ein Jahr nach Beginn der Pandemie lernen wir dieses Quartal, wie man sich richtig die Hände wäscht, richtig die Maske auf- und absetzt und richtig lüftet. Letere Schulung brillierte durch excellente Logik: Aerosole können sich in geschlossenen Räumen überall ausbreiten, deswegen ist es wichtig, den Sicherheitsabstand von 1,50m einzuhalten. Auch schön fand ich die Vorgabe, daß Räume, die von mehreren Personen genutzt werden, vorher und hinterher gründlich gelüftet werden müssen. Bei nicht-Einzelbüros ist das ein bißchen wenig.

Nunja, ich habe eh nicht vor, demnächst ins Büro zu fahren – und damit meine Pflanzen das überstehen, habe ich mal den Kollegen, der bisher fast immer da war, wenn ich auch da war, gefragt, ob er bei mir auch gießen würde. Er fährt zwar im Januar auch nicht ins Büro, aber wenn er mal fährt, gießt er, hat er versprochen. Wird schon reichen, der Wasserbedarf sollte jetzt im Winter nicht so hoch sein wie im Sommer.

16. und 17.01.2021

Die Wochenenden sind ja nun kürzer als letztes Jahr, aber wenn man sich drauf einstellt, dann geht es. So hatte ich dann dieses Mal doch das Gefühl, ein erfolgreiches / gutes Wochenende gehabt zu haben.

Gut, es half auch, daß der Gemüsehändler vom Markt Donnerstag schon gesagt hatte, daß sie Sonnabend wegen der Kälte nicht kommen würden. So hatte ich den ganzen Vormittag Zeit für den dringendsten Wohnungsputz.

Sonnabend Mittag fiel dann mein Blick auf die Pyramide und ich stellte fest, daß ich sie nicht noch mal anzünden will am Nachmittag. Weihnachten also vorbei, ich habe alle Weihnachtsdeko (bis auf die beiden Skifahrer und Beleuchtung) weggeräumt. Da mir das Schwesterherz ja den ganzen Kram abgenommen hat den ich loswerden will, hatte ich nun einen großen Umzugskarton frei in den ich alles gesammelt stapeln konnte. Ich freute mich noch, wie viel Platz ich da habe und daß ich nicht wie in einem großen 3D-Tetris zirkeln muß (wie die Eltern) als mir einfiel, daß ja auch noch Kram im Flur steht. Der Karton mit der Pyramide zum Beispiel. Und schon hatte ich nicht mehr genug Platz. Der Karton mit dem Deko-Kleinkram und der Pyramidenkarton übereinander sind zu hoch für die Umzugskiste. Nebeneinander passen sie auch nicht. Da muß ich noch mal ran, wenn ich dann auch die Beleuchtung wegräume.

Sonntag war ich zu Kuchen und Tee bei Mutti eingeladen. Im Gegenzug habe ich ihr das Smartphone eingerichtet. Das war gar nicht so einfach, denn ihre Android-Version ist wesentlich neuer als die meines Tablets (10 vs. 6) und da ist alles! anders! Naja, fast zumindest. Nun muß sie sich nur noch anfreunden mit dem Gerät (was sie ja unbedingt haben wollte). Und wo ich schon mal da war, hat sie mir gleich noch den Pony eingekürzt. Ich war das letzte Mal im August beim Friseur, es ist eigentlich nicht nur der Pony zu lang (aber der war am dringensten).

15.01.2021

Ich habe mir ja vorgenommen, den beruflichen Kram gelassener sehen zu wollen. Kein Neujahrsvorsatz, ist schließlich nicht quantifizierbar, sondern eher so eine Erkenntnis, die mir während des Urlaubs kam: Mich aufzuregen hilft nix. Die Auslöser bekommen es selten mit (jetzt, wo alle von zu Hause aus arbeiten noch weniger) und mir bringt es nur Streß und auf Dauer verspannte Muskeln – und das will ja nu keiner.

Nicht mehr aufregen also – hat heute nicht geklappt. Zum einen gab es technische Probleme, die ich nicht allein beheben konnte und bei denen ich lange und sehr sehr lange nicht wußte, ob der verantwortliche Kollege reagieren und sich kümmern würde. Nachteil der Arbeit zu Hause. Wäre ich im Büro gewesen, wär ich einfach mal rüber gegangen und hätte nachgesehen, wo in den Tiefen der Halle der Kollege gerade beschäftigt ist. (Anrufen hätte auch nichts gebracht, Telefon hat er auch nur am Schreibtisch). Da war also schon Frust, auch weil klar war, daß ich mein selbstgestecktes Ziel nicht annähernd erreichen würde. Naja, vor allem weil ich mein Ziel nicht erreichen würde. Das Ziel laut Plan hatte ich für diese Anlage gestern schon übererfüllt, aber die Planung erschien mir sowieso mit sehr viel Pufferzeiten versehen.

Und dann hatte ich mir mal die Fehlermeldungen des einen Scripts genauer angesehen. War ja gar nicht meine Aufgabe, ich sollte nur ausführen, aber ich hatte ja nunmal Zeit und wollte mich ablenken. Und wenn da ein Automatisierungsscript verwendet wird, bei dem es aber bei 2 von 3 Aufgaben eine Fehlermeldung gibt – naja, dann frag ich schon mal nach, ob das so soll? „War schon immer so und irgendwann fragt man nicht mehr“, war die erste Antwort. Ok, die kam von dem Kollegen, der grundsätzlich NIE fragt. Und „immer so“ stimmt auch nicht, denn als ich noch fest in dem Projekt arbeitete, wurde diese Automatisierung noch voll genutzt. Der andere Kollege meinte, dann, daß sie keine Zeit gehabt hätten, sich drum zu kümmern. Zumindest die eine Fehlermeldung war total eindeutig, der Fehler schnell zu beheben (ok, für mich sehr schnell weil ich ähnliches erst vor einiger Zeit für mein eigentliches Projekt machen mußte, aber für alle anderen wäre das auch schnell zu beheben gewesen, wir haben ein Wiki), aber man pflegt seit fast zwei Jahren lieber die Ergebnisse händisch ein, statt sich mal die Fehlermeldungen genauer anzusehen? Gut, wir (ein Kollege und ich) sollen das Projekt unterstützen, weil es gnadenlos dem Plan hinterher hinkt und ich hab jetzt auch eine Idee, woher das kommt. Aber bei sowas gelassen zu bleiben, fällt mir dann doch recht schwer. Ich habe dann aber nicht auf die Kollegen eingehauen (die wirken eh immer, als hätten sie Angst vor mir), sondern versucht, eine neutrale Mail an die mir bekannten Verantwortlichen zu schreiben in denen ich Zeitoptimierungspotential aufzeige. (Denn der zweite Fehler hat mich in der Recherche zwar etwas mehr Zeit gekostet, weil Fehlermeldung nicht so schön eindeutig, ist aber vermutlich / hoffentlich ebenso schnell zu heben). Mal sehen, was da Montag draus wird.

Zum Ausgleich dann noch Videotelefonat mit dem Lieblingskollegen – der aber auch gerade Frust schob wegen eines anderen Kollegen. Wir haben uns zur Aufmunterung Flachwitze erzählt. Was will man auch sonst tun? Nicht nur, daß man Kollegen nicht hauen darf – man kommt derzeit auch so schwer an sie ran.

 

Weil ich da noch auf die Lösung der technischen Probleme wartete, fiel die Mittagsrunde ins Wasser. Gut, das Wetter war eh auch nicht einladend, es gab fast den ganzen Tag Niederschlag in unterschiedlichen Aggregatzuständen. Nach Feierabend merkte ich dann aber doch, daß mir die Bewegung fehlt, also hab ich die Runde dann gedreht. Vorteil: fast keine Menschen unterwegs, die man umkurven muß. Nachteil: Aufs Tageslichtkonto zahlt man da nicht ein. Ich bleib dann doch bei der Mittagsrunde. Weil ich ja sowieso runter ging, habe ich endlich auch den Biomüll mit runter genommen – und den Deckel der einen Tonne nicht aufbekommen. Der Deckel der zweiten Tonne ließ sich zum Glück mit etwas Nachdruck öffnen. Der der ersten war wohl einfach festgefroren. Kein Wunder, es hatte Nachmittags geschneit, der Schnee war dann aber wieder getaut, inzwischen waren aber wieder Minusgrade. Es waren auch alle Pfützen wunderbare Schlitterbahnen. Und der Wind war eisekalt, so daß ich mir irgendwann die Kapuze aufgesetzt habe. Aber schön wars doch.