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12 von 12 – Februar 2018

Weil es schon so spät ist gibt es die 12 Fotos des Monatszwölften heute ohne viel Text.

Frühstück mit Aussicht auf Nordlicht. Ziemlich genau da hab ich auch schon mal gestanden und Nordlicht fotografiert. Und in den Dosen sind noch Weihnachtsplätzchen. Die Reste.

Vor dem Losgehen ein Blick auf das Termometer. Draußen ist es frostig, sagt es.

Straßenbahn vorbeifahren lassen, bevor ich die Gleise überquere. An der Haltestelle war es tatsächlich etwas glatt.

Rosa angehauchte Wölcken beim Warten auf die S-Bahn.

Da isse.

Büro. Mehrfach am Tag sehnsüchtiger Blick auf den Urlaubscountdown von vorletzter Woche. War schön, als der Urlaub noch vor mir lag. (Noch schöne war natürlich der Urlaub selbst.)

Als ich Feierabend mache ist es sogar noch hell. Man muß es ja am ersten Tag nach dem Urlaub auch nicht übertreiben mit dem Arbeiten. Außerdem hab ich heute abend noch was vor: Sport.

Um 6 ist es schon dunkel.

Abendessen.

Waschmaschine befüllt und so gestellt, daß sie nach dem Sport fertig ist. Dann fiel mir ein, daß das Quatsch ist, weil das problemlos auch bis morgen warten kann. Da hab ich mehr Zeit zum Wäsche aufhängen.

Packen für den Sport. Der Kurs ist neu und ich habe keine Ahnung, was mich da erwartet. Das macht das Packen etwas schwierig. Nur daß „Gymnastikmatte, Decke oder Handtuch“ mitgebracht werden soll, stand da. Es stellte sich heraus: ich habe gut gepackt. Was ich vom Kurs halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Versprochen war Kondition, Beweglichkeit und Kraft. Letzteres haben wir gemacht. Dehnung fehlte fast völlig, das habe ich zu Hause noch nachgeholt. Kondition kommt vielleicht beim nächsten Mal. Mein Nacken fand es auf alle Fälle nicht sonderlich gut. Das ist eher blöd.

Damit ich die Waschmaschine morgen nicht vergesse noch einen Zettel geschrieben.

Und jetzt geht es ins Bett.

 

Die anderen Teilnehmer am 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

 

 

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12. Dezember (12 von 12)

Wetter: wie gestern nur ohne den Schnee am Anfang.

In den Adventskalendern:

 

Die Frühstücksteetasse war schon wieder leer, als ich ans Fotografieren dachte. Im Dezember gibt es die Wichteltasse. Nachteil: kleiner als meine sonst übliche Tasse.

 

Dann Arbeit. Der Dezember ist ja ganz anders als erwartet. Eigentlich dachte ich ja mal, ich lasse es im Dezember etwas ruhier angehen, wir schließen nur den einen Punkt noch ordentlich ab und starten mit neuem Elan im nächsten Jahr und machen alles andere fertig. Stattdessen sollen wir jetzt Wunder vollbringen.

Ich befinde mich in einem Trainingscamp für „Dickes Fell und Gelassenheit“, und die Einheiten haben es in sich. Holla die Waldfee! Aber ich schlage mich ganz gut, glaub ich. Verglichen mit früheren Jahren… Trotzdem.

Als es bei Feierabend auch noch regnete („Na toll, paßt ja!“), hab ich überlegt, was ich tun könnte, um diesem Tag wenigstens noch einen etwas positiven Dreh zu geben. In der S-Bahn mal wieder den Wunsch, mich in Musik zu legen / in Musik zu baden, ohne allerdings zu wissen, welcher Art Musik.

Zu Hause habe ich mich dann, wie oft in letzter Zeit, erstmal auf den Fußboden gelegt, alle Viere von mich gestreckt, die Decke angestarrt und Gedanken sortiert (ohne Musik, die Frage „welche“ war ja immer noch nicht geklärt). Wobei ich eigentlich nicht die Decke anstarre, sondern den Bauch der Fledermaus, die an der Lampe hängt.

Das dauerte heute aber nicht lange, denn einen Großteil der Gedanken hatte ich schon sortiert (allein die Tatsache, daß ich weiß, daß ich nach so einem Tag was gutes für mich tun muß und tatsächlich auch überlege, was ich machen kann ist ein immenser Trainingserfolg). Und eine Idee, was zu tun ist, hatte ich auch schon. Die würde sogar sehr nachhaltig für gute Laune sorgen: Kuchen backen für die Kollegen. 2 meiner Kollegen fahren regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit. Letztes Jahr hatte ich ihnen als Ansporn für 2000 gefahrene Kilometer (jeder) einen Kuchen versprochen. Dieses Jahr lag die Latte bei 2500 Kilometern – und sie sind bei über 4000 jeder – glaub ich. Zumindest ist der Kuchen mehr als verdient (ich habe für meine etwas über 100 km ein Eis bekommen).

Profi: Menge abmessen mit Messbecher UND Waage (weil der Becher keine 250g-Mehl-Markierung hat).

Warten auf die Butter, die in der Mikrowelle Karussell fährt.

Einfacher Rührteig mit ordentlich Kakao, wenn vorhanden Schokotröpfchen dazu. Einen Teil in die Form geben, Sauerkirschen (ohne Saft) darüber, restlichen Teig drauf.

Backen. (Sollte ich jemals noch mal meine Backaktivitäten verbloggen wollen, putze ich vorher die Scheibe vom Backofen. Heute war es eben sehr spontan.)

Währenddessen habe ich Abendbrot gemacht. Mit Adventskalenderkerze, die – zugegeben – noch etwas nach geht. Gestern kam ich nicht dazu.

Hauptlichtquelle beim Abendbrot war aber nicht die Kerze, sondern der Schwibbogen am Fenster (Erbstück von Oma, nachträglich elektrifiziert).

Ein gutes Weilchen später ist dann auch der Kuchen fertig. Jetzt riecht die ganze Wohnung nach Schokokuchen.

 

Weitere Teilnehmer am 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.

12 von 12 – November

12 Fotos vom 12. des Monats – heute in der Sonntagsausgabe und leicht erkältet.

Frühstück.

In der Wettervorhersage sprechen sie von Schneeregen. Also hole ich endlich mal die dicken Winterpullis raus und räume den Kleiderschrank um und auf.

Und sortiere aus. Dabei tauchen Fragen auf: ja, ich trug in den 90ern und auch danach noch gern weit. Aber XL? Warum hab ich dieses T-Shirt nicht in kleiner? Aussortieren will ich es trotzdem nicht. Es wandert erstmal zu den Schlanfanzügen.

Mittagessen. Ob ich es irgendwann lerne, zu Hause beizeiten mit der Vorbereitung des Mittagessens zu beginnen und nicht erst wenn ich schon kurz vorm Verhungern bin? Heute hat das so gar nicht geklappt, also gibt es Tempolinsen.

Abwaschen. Habe festgestellt, daß „Ich habe keine Spülmaschine“ heute ähnliche Reaktionen hervorruft wie früher „Wir sehen kein Westfernsehen“: Ungläubiges Entsetzen. Aber das ist der Abwasch von einer Woche…

Mittagsschläfchen. Ich schlafe derzeit total mies und bin durch die Erkältung angeschlagen. Festgestellt, daß ich meine Anforderungen an ein neues Sofa noch mal überdenken muß: sich einfach so lang machen zu können hat schon was.

Kurzer Spaziergang zum Altkleiderkontainer und zum Buchrückgabeautomaten.

„Mindestens ein Mal täglich raus an die frische Luft!“, das hab ich verinnerlicht. Mag ich eigentlich auch. Aber ein zusätzlicher Grund zum Rausgehen ist manchmal schon recht hilfreich. Bin ich dann erstmal unterwegs, wird es häufig länger, als ursprünglich geplant. Heute auch wieder.

Tee und Obst statt Kaffee und Kuchen.

Dazu ein bißchen schwedisches Fernsehen aus der Mediathek. Man könnte Nachrichten oder ähnlich sinnvolles sehen. Man kann sich aber auch „Tro, hopp und kärlek“ (Glaube, Hoffnung und Liebe) ansehen, eine Kuppel-/Dating-Serie für Kirchenangestellte. Da lernt man auch neue Vokabeln, heute zum Beispiel, was „Haare auf den Zähnen haben“ auf schwedisch heißt. (Ich nutze da die Vorteile der Mediathek voll aus: so eine Sendung sehe ich schon mal über mehrere Tage…)

Zum Abendessen den Brokkoli, den es eigentlich zum Mittag hätte geben sollen. Mein erster Versuch. Beim nächsten Mal mehr Salz.

Lektüre heute den ganzen Tag über: „Der Araber von morgen“, zweiter Teil. Ich kann den Vater nur schlecht aushalten, weswegen ich nie lange am Stück lese.

 

Die anderen Teilnehmer am 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

12 von 12 im Oktober

Da es beim letzten Mal Beschwerde gab, daß Berlin beim Blick auf den Boden so grau wirkt, heute mit Blick nach oben.

Hilft, als ich frühstücke, aber auch nicht:

Beim Warten auf die zweite S-Bahn hat sich der Himmel dunkelgraue Streifen zugelegt.

Steineichen sind toll im Herbst, da knallrot. Wenn es grau ist wirkt das aber nicht so richtig.

Zur Mittagpause sieht das Wetter dann schon wesentlich besser aus. Dafür ist es verdammt stürmisch (was man hier grad nicht sieht).

Feierabend. Dramatisches Lichtspiel am Himmel.

Als ich an der Steineiche vorbei komme, hat sich die Sonne gerade Wolke vorgezogen. Immerhin ist der Himmel hinterm Baum hellblau.

Und dann kommt doch noch die Sonne raus.

Nach dem Aussteigen aus der S-Bahn: Wolke über Pappeln hinter Straßenbahnoberleitung.

Kleiner Fußweg zum Schwedischkurs.

Als ich wieder raus komme, ist es schon dunkel. Weil der Himmel fast wolkenfrei ist, ist er auch tatsächlich fast schwarz. Aber der Baum wird von der Straßenlaterne angestrahlt.

Heimweg. Die Kamera hat keine Idee, was ich fotografieren will und stellt einfach mal nix scharf. Auch schön. (Mir ging es um die Reihe der Straßenlaternen, liebe Kamera.)

Und zum Abschluß noch, da leider kein Mond verfügbar: Nebenstraßen-Laterne aus DDR-Produktion.

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

12 von 12 im September

Was man so gar nicht braucht: Heute morgen wach geworden, auf den Wecker gekuckt wieviel Zeit ich noch hab bis zum Klingeln. 3:20 sagt der. Das konnte nicht sein. Dazu war ich zu wach (ok, das hat gar nix zu bedeuten) und es war zu hell. Also aufgestanden und in die Küche getappt. Küchenradio sagt 6:21. Das glaubte ich schon eher. Da es dann aber so gar keinen Sinn machte, für 40 Minuten noch mal ins Bett zu gehen, bin ich eben aufgestanden.

Küche.

Fahrstuhl. (Immer, wenn ich losgehe zur Arbeit um die Jacke richtig anzuziehen, den Schlüssel zu verstauen… Zeit ist knapp morgens, gut wenn man Fortbewegung mit dem anderen kombinieren kann).

Kurzes Telefonat mit dem Schwesterherz. Sie hatte Geburtstag, ich hab schon mal eine kleine Überraschung, ob wir uns gleich an der S-Bahn sehen? „Hä? Ich bin gerade erst aufgestanden!“ Pff, Schlafmütze. (Ich dachte, sie würde immer deutlich vor mir aufstehen, ist wohl doch nicht der Fall. Also bin ich bei ihr vorbei und hab ihr dir Überraschung und den Briefkasten gelegt.
Vor den Briefkästen.

Bahnsteig der S-Bahn.

S-Bahn (angelehnt, darum hab ich die Füße nicht unterm Körper).

Umsteigen.

S-Bahn (Sitzplatz).

Dann Büro und so. Danach Weg zur S-Bahn.

S-Bahn.

Das erste Mal seit langem auf dem Heimweg wirklich warten müssen auf die zweite S-Bahn.

Heimweg. Schweinebäuche heißen diese Granit-Gehwegplatten, weil sie nach unten hin so ähnlich aussehen wie Schweinebäuche. Um 1900 erstmals dort verlegt sind sie zu erkennen an den ungleichmäßigen, etwas runden Kanten und Ecken und inzwischen vom Aussterben bedroht.

Fast da. Hoch zu nehme ich tatsächlich oft die Treppe.

Der Wecker übrigens geht wieder richtig…

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

12 von 12 im August

Das 12 von 12 in diesem Monat kommt mit einem Tag Verspätung (aber Fotos von gestern!). Grund: der Tag war einfach zu lang.

Um 3:15 klingelte in einem kleinen Hotel in Bischkek mein Wecker (da war in Deutschland noch der 11.8., 23:15). Da war ich noch zu orientierunglos für ein Foto. Eine halbe Stunde später war ich wach, angezogen, hatte alles eingepackt und war bereit, runter zu gehen.

Zwischen Tür und Angel (auf der Straße, vor dem Bus) gab es den ersten Tee. Erst schmeckte er komisch, dann sehr bitter. Nunja.

Warten auf den Rest der Gruppe vor der Fahrt zum Flughafen.

Das Fotografieren von Verkehrsanlagen ist in Kirgisistan nicht gestattet, las ich, darum keine Fotos vom Flughafen. An der Paßkontrolle stand es auch explizit dran – dort hätte ich schon gern die zwei großen Plakate fotografiert die klarmachten, daß Bestechung nicht erwünscht ist. Eher unschön übrigens, wenn man erst mitbekommt, daß eine Touristin eine Sonderbehandlung bekommt (erst Diskussion ohne gemeinsame Sprache, dann wurde ihr der Paß abgenommen und sie mußte woanders hin folgen) und dann selbst an der Box steht und der Beamte mit großen fragenden Augen lange auf seine Monitore schaut und nach und nach mehr und mehr die Stirn runzelt. War aber wohl eher ein Computerproblem: er hat mir dann meinen Paß wieder ausgehändigt, danach aber weitere Kontrollen verweigert.

In Bischkek werden an den Anzeigetafeln offenbar nur die Flüge angezeigt an denen irgendwas passiert. Wenn Check-In abgeschlossen ist aber Boarding noch nicht begonnen hat werden sie nicht angezeigt. Das kann schon mal für leichte Panik sorgen, wenn man das nicht kennt. Aber dann saßen wir doch fast pünktlich im Flugzeug. Der Himmel über Kirgistan war grau, aber ein paar Sonnenstrahlen schafften es doch bis auf den Boden.

Dann waren wir aber schnell über den Wolken.

Die meiste Zeit des Fluges (immerhin 5,5 h) habe ich geschlafen oder gedöst, zum Frühstück war ich aber wach.

Landeanflug Istanbul.

Aus Gründen hatte ich in Istanbul planmäßig 7,5 Stunden Aufenthalt. Es gibt diverse Läden, aber das Angebot interessierte mich nur bedingt und der Trubel war mir zu groß. Also suchte ich mir eine ruhigere Ecke zum Lesen.

Das war fast perfekt, da war nur die Klimaanlage sehr kräftig und mir wurde mit der Zeit ordentlich kalt. Also bewegte ich mich mal wieder und fand unter anderem diese drei Telefonzellen.

Und dann fand ich ein Gate, daß mit Glaswänden vom Haupttrubel abgetrennt war, aber keine Sicherheitskontrolle am Eingang hatte. Dafür gab es dort Bänke ohne Zwischenarmlehnen. Erst hab ich es mir da sitzend zum Essen und Lesen gemütlich gemacht. Dann hab ich es wie die meisten anderen dort gemacht: mich der Länge nach ausgestreckt und ein wenig geschlafen.

Ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug erfährt man am Istanbuler Flughafen das Gate. Boarding sollte eine Stunde vor Abflug beginnen – da war noch nicht mal das Flugzeug da. Das kam dann irgendwannn und nachdem alle ausgestiegen waren und die Putztruppe durch war durften wir auch rein – saßen dann aber ewig rum. Außentemperatur war 32°C (hatte ich irgendwo gelesen, ich war ja nicht draußen. Es gibt zwar Terassen, aber das sind die Raucherbereiche, entsprechend „frisch“ ist die Luft dort), im Flugzeug war es noch wärmer, schätze ich. Irgendwann dann Durchsage vom Piloten, daß sie immernoch technische Probleme haben (wenn ich es richtig verstanden habe, waren sie wegen Reifenpanne zu spät angekommen) die erst behoben werden müssen. Zweie wollten gerade wieder aussteigen, da ging es endlich los. Beim Weg zur Startbahn haben wir uns dann mal vorgedrängelt – hatten aber schon über eine Stunde Verspätung.

Der Flug war nach ca. dem ersten Drittel so unruhig, daß zwischendurch sogar die Essensausgabe eingestellt wurde. Mein Magen fand das nicht ganz so toll, die Reisetabletten hatte ich zu Hause vergessen. Habe aber ein paar Eiswürfel bekommen, die mir ja helfen, wie ich seit Hawaii weiß. Kurz vor Berlin wurde es dann wieder ruhiger. Wetter war aber auch nicht schön.

Ich wurde abgeholt vom Flughafen, womit ich nicht ernsthaft gerechnet hatte, was mich darum umso mehr freute. Das Berliner Wetter hingegen freute mich weniger: Fieser Niesel. Aber ich hatte ja sowieso nichts mehr vor, außer zu schlafen.

 

Die anderen Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

 

 

12 von 12 im Juli

Es ist wieder der 12. des Monats, es gibt wieder ein 12 von 12 (Erklärlink) – diesmal in etwas spezieller Version.

Heute morgen habe ich versucht, mit dem Wecker das Radio anzumachen. Funktionierte nicht. Immerhin hörte er erstmal auf zu piepen. Und das Radio war sowieso schon an, das hatte ich schon angemacht nachdem ich das erste Mal auf die Snooze-Taste gedrückt hatte. (Ohne Bild, weil: ich hab ja noch geschlafen!)

Während des Frühstücks überlege ich die Kleiderwahl. Das Wetter ist schwierig. Ich entscheide mich, erstmal nur im T-Shirt zu gehen, den Softshellmantel aber in den Rucksack zu stopfen (gute Entscheidung, wie sich herausstellen wird). Ich vergesse die Kamera, aber den Kopf nehme ich immerhin mit bevor ich losgehe.

In der S-Bahn hat jemand in den Dreck auf dem Fenster einen Smiley gewischt – da erst fällt mir auf, daß ich die Kamera vergessen habe. Nunja, wäre vermutlich sowieso schwierig geworden zu fotografieren. Mir kommt die Idee mit den Zeichnungen. Ist aber auch nicht einfach…

Auf Arbeit steht mal wieder die Sicherheitsbelehrung des Quartals an. Es ist wie im Kino: da denkt man, man hat ’nen guten Platz und dann kommt kurz vor Beginn noch n Riese und setzt sich direkt vor einen. Aber seit dem der alte Sicherheitsverantwortliche die Abteilung gewechselt hat, gibt es eh keine Videos mehr, ist also nicht so schlimm.

Pünktlich zur Mittagspause fängt es an zu regnen, hört aber immerhin zum Spaziergang noch mal halbwegs auf. Danach falle ich dann ins Mittagstief, das heute besonders tief ist, weil ich in der Nacht schlecht und wenig geschlafen habe. Zum Ausgleich ist die Arbeit besonders anspruchsvoll. Das verträgt sich nicht und ich habe zwischenzeitlich das Gefühl, über Kreuz zu gucken (Symbolzeichnung).

Arbeit, Arbeit, Arbeit, irgendwann komme ich wenigstens halbwegs aus dem Tief raus und es wird etwas einfacher. Dreiviertel 6 denke ich, daß es eigentlich so langsam wirklich Zeit wäre Feierabend zu machen, stecke aber noch in einem Telefonat. Nach 6 klappt das dann endlich. Zum Glück habe ich noch russisches Konfekt im Rollcontainer, das sorgt dafür, daß ich die Heimfahrt überstehe (und das Papier läßt sich zu Hause fotografieren).

Auf dem Heimweg bin ich sehr froh über die eine gedankliche Superleistung heute morgen. Es regnet nicht nur, da die Sonne nicht scheint ist es auch kühler und ich bin froh über die etwas wärmere Jacke. Einziges Manko: die Strickbündchen an den Ärmeln. Die werden bei Regen naß, weswegen ich sie dann lieber nach innen stülpe, auch wenn das etwas komisch aussieht (späteres Symbolfoto).

Unterwegs entdecke ich Anzeichen dafür, daß es die letzten Tage in Berlin doch etwas feuchter war. Für dieses Foto gehe ich extra noch mal los, trotz Hunger und Nieselregen.

Immerhin: der kleine Spaziergang sorgt dafür, daß ich mich nicht mehr ganz so erschöpft und K.O. fühle. Weil’s grad so schön ist.

Ich habe die Reiseunterlagen im Briefkasten! Sie hatten einen weiten Weg und sehen etwas mitgenommen aus.

Aber innen dann – das sieht schon edel aus.

Und ich weiß endlich, was mit Tourenbuch gemeint ist. Gar nicht so schlecht – auch wenn an den anderen Tagen weniger Platz für persönliche Notizen ist als am Rückflugtag.

Kurze Runde auf dem Balkon: die Kästen sind naß, aber sonst sieht alles gut aus. Die erste Kornblume der bunten Blumensaatmischung blüht.

Danach endlich Abendessen, dann zeichnen, fotografieren, Blogartikel schreiben. Und jetzt sollte ich vernünftigerweise ins Bett gehen.

 

Weitere Teilnehmer des 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draussen nur Kännchen“.

12 von 12 im Juni

Heute morgen war ich von der Fahrradsternfahrt gestern und der Allergie im Allgemeinen (die Gräser treiben es grad wild) noch ziemlich K.O., so daß das mit dem Fotografieren nichts wurde. Dann gab es auf Arbeit heute eine sehr unangenehme „Überraschung“, was den Zustand nicht unbedingt verbesserte. Und so saß ich heute Abend auf dem Sofa, hatte noch nicht ein Foto, sah Richtung Fenster und hatte plötzlich die Idee: heute gibt es Balkonfotos.

Fangen wir an mit den Wunderblumen.

Die habe ich schon seit ein paar Jahren immer wieder auf dem Balkon, jeweils aus den Samen des Vorjahres gezogen. Üblicherweise ziehe ich die in kleineren Töpfen vor und setze sie dann in den großen Topf um. Dieses Jahr habe ich nur neue Erde auf die vom letzten Jahr getan und die vorgezogenen Pflänzchen da eingesetzt. Neben denen kamen dann diverse neue Setzlinge hoch. Einer steht noch, die anderen habe ich rausgeschmissen, weil es zu viele wurden. Nächstes Jahr fülle ich wohl wieder nur etwas Erde auf und wässere gründlich, der „Wildwuchs“ steht nämlich viel stabiler als die vorgezogenen, die sich irgendwie immer hinlegen. (Bevor ich das Foto gemacht habe, mußte ich feststellen, daß die eine (vordere) massiv von Blattläusen befallen war. Das sind die schwarzen Punkte…)

Fette Henne. Hat bisher mit etwas Verpackung jeden Winter auf dem Balkon überlebt. Ich weiß gar nicht, wie lang ich die schon habe.

Roter Klee. Wird zum Winter immer schlafen geschickt (bekommt keine Wasser mehr) und im Frühjahr wieder reaktiviert. Das ist noch nicht sooo lange her, weswegen er noch recht kompakt ist. Die Stängel werden noch länger im Laufe des Sommers.

Vierblättriger Klee. Wird überwintert wie der andere Klee auch. Schiebt aber zuerst Blütenstände und dann erst Blätter, weswegen ich den auch versucht habe ins Szene zu setzen. Der ist nie so schön buschig wie der rote Klee, im Moment aber noch besonders gakelig.

Kräuter. Petersilie, Basilikum und Dill. Die Samen waren Geburtstagsgeschenk. Wegen Dusseligkeit meinerseits hatte ich Basilikum doppelt gesät und mußte den Dill nachsäen. Darum ist der noch so mikrig.

Mein Salat! Muß noch ein bißchen wachsen, dann gibt es wieder Salat direkt vom Balkon.

Erdbeeren. Da sind schon Früchte dran, die müssen jetzt nur noch rot werden. Die Erdbeeren überwintern auch verpackt bei mir auf dem Balkon. Letztes Jahr mußte ich neue kaufen, weil die Vorgänger den Winter nicht überlebt hatten. Dieses Jahr hatte ich große Sorge und war dann sehr glücklich als ich sah, daß beide Pflanzen überlebt haben.

Schneeflockenblume. Hängt da, um eine äußerst häßliche Rohrschelle zu verdecken. Dieses Jahr nicht nur in weiß, sondern auch in rosa und lila, weil man weiße Blüten vor weißer Wand nicht soooo gut sieht.

Meine Balkonkästen. Ein bißchen plattgedrückt vom Wind, ein bißchen trocken (ich habe nach dem Fotografieren alles gegossen, was durstig war).

Minze, Forsythie und Kapmargarite. Die Minze stammt ursprünglich aus dem Garten meiner Eltern. Sie schmeckt als Tee nicht sehr intensiv, aber sehr nach Kindheitssommern im Garten.

Die Forsythie waren mal drei kleine Zweige im Frühling in der Vase die Wurzeln bekamen, weswegen ich sie in einen Topf setzte. Seit dem Blühen sie jedes Jahr auf dem Balkon. Einer ist irgendwann mal gestorben, die anderen beiden aber fast unverwüstlich. Ich wollte sie schon mal entsorgen, weil sie Spinnmilben hatten, die einfach nicht verschwinden wollten. Aber irgendwie… In eine Ecke gestellt, wo sie niemanden anstecken konnten, halbherzig weitergegossen und den Winter haben die Spinnmilben dann nicht überlebt. Die Forsythie schon.

Die Kapmargarithe stammt aus dem letzten Jahr, die überwinterte aber in der Logia meiner Eltern, weil es da keinen Frost gibt. Sieht grad etwas traurig aus, da zu wenig Wasser.

Der Primeltopf. Es stecken auch noch ein paar Tulpenzwiebeln drin, die aber noch nie geblüht haben (düngen könnte helfen, hab ich erfahren). Die Primel hat im Frühjahr auch nicht geblüht, aber immerhin hat sie den Winter überlebt. Das ist ja auch schon mal was. Auch hier hatten sich diverse Wunderblumen ausgesät. Eine durfte bleiben, die Nachfolger hab ich entfernt, weil sie einfach zu riesig werden. Dafür hab ich noch ein bißchen Bunte-Blumen-Mischung dazugesät. Mal sehen was das wird.

Bunte-Blumen-Mischung hab ich auch noch in einem dritten Balkonkasten, aber erstens waren das jetzt schon 12 Bilder, zweitens ist der eh noch nicht fotogen.

 

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12 von 12 im Mai

Freitag, und kein ganz normaler Arbeitstag, denn ich habe Urlaub genommen um mich weiterzubilden (wäre mir das deutlich früher eingefallen, hätte ich Bildungsurlaub nehmen können, den muß man aber 6 Wochen vorher beantragen, nicht erst eine Woche vorher). Das heißt, ich kann etwas länger schlafen weil ich erst etwas später los muß. Ich trödele aber mal wieder so, daß es dann doch fast zu spät los gehe. Aber nur fast. Warten an der S-Bahn.

Leider sitze ich heute mit dem Rücken zum Fenster (war der letzte freie Platz), aber in der Pause kann ich den Blick aus dem Fenster genießen.

Mittag gibt es dann auf dem Markt.

Achja, das Gebäude der Volkshochschule in Pankow hat seinen ganz eigenen Charme.

Auf dem Heimweg bewundere ich die Fahrradabstellanlage am Bahnhof Pankow. Könnte man auch an anderen Bahnhöfen bauen, soetwas.

Und das ist der Bahnhof dazu.

Ob das die „Entschuldigung“ für das Graffito daneben sein soll?

Ich nutze es aus, daß ich mal sehr zeitig Feierabend habe und gehe mal wieder in die Bibliothek. Außerdem mag ich die Ruhe dort sehr. Die Berliner Bibliotheken sind sich ja nicht einig, ob man Taschen nun einschließen soll oder nicht. Es gibt Bibliotheken, die haben überhaupt keine Schließfächer. Es gibt Bibliotheken, die haben irgendwo Schließfächer. Und dieser hier sind sie gleich am Eingang und wird ausdrücklich drum gebeten, Taschen einzuschließen.

Auf dem Heimweg: Trinkpäckchen an Laterne.

Zu Hause entscheide ich dann, daß es jetzt wirklich keinen Frost mehr gibt und hänge die Blumenkästen an die Balkonbrüstung. Vorteil: jetzt habe ich wieder Platz für den grellgrünen Balkonsessel und kann hier gleich Bibliotheksbeute lesen („Hotel Hades“ von Katharina Greve – große Empfehlung!).

Gegen Abend ist es dann vorbei mit dem schönen Wetter: der Himmel sieht alles andere als freundlich aus und es ist kräftig windig. Immerhin hat es noch nicht geregnet. (Himmel über Straßenbahnoberleitung auf dem Weg zum Yoga).

 

 

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

 

12 von 12 im April

Heute halb 6 das erste Mal wissentlich wach nachdem ich wieder eine Ewigkeit im Halbschlaf verbracht habe. Vielleicht sollte ich generell meinen Schlafrhythmus nach vorn verschieben, damit ich nicht an Tagen, an denen ich früher aufstehen muß noch sehr viel früher wach werde.

Aufstehen dann gegen 7 (vorher durchaus noch mal geschlafen).

Da mein Immunsystem irgendwelche rumfliegenden Pollen so gar nicht mag, habe ich gestern endlich Augentropfen besorgt.

Dann Tee machen, die Äpfel für den Nachmittag und Frühstück.

Der Himmel ist wenig motivierend (und das Küchenfenster dreckig).

Losgehen, der Straßenbahnfahrer macht mir noch mal die Tür auf, warten auf die S-Bahn.

Nach der S-Bahn noch eine Strecke zu Fuß – und da kommt fast die Sonne raus.

Arbeit, Mittag essen (zur Mittagspause ist es immerhin trocken), Arbeit, Arbeit. Heimfahrt.

Zurück.

Entspannen, Abendessen (keine Angst, es gab auch noch Stullen dazu).

Rechner starten. Und während der Updates aktualisiert und konfiguriert und was weiß ich Vokabeln lernen.

Jetzt noch lesen, dann Bett.

 

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.