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18. Dezember

Wer abends zu spät ins Bett geht hat morgens Schwierigkeiten mit dem Aufstehen. Obwohl, das ging eigentlich noch. Aber ich fühlte mich irgendwie neben der Spur. Und hab dann beim Einstempeln im Büro prompt auf „Gehen“ gedrückt statt auf „Kommen“. Nunja.

Highlight des Vormittags war die Telefonkonferenz zum neuen Projekt im neuen Bereich. So langsam habe ich eine Idee, wie der aktuelle Stand des Projekts ist (noch sehr am Anfang) und bin gespannt, wie sich das entwickelt. Der Projektchef wirkt sehr engagiert. Aber es sind drei Standorte auf zwei Kontinenten beteiligt und das funktionierte bisher meist nicht so gut.

Zum Mittag Brathering mit Bratkartoffeln und Salat. Und hinterher für den Weg noch ein Eis. Das hatte den Vorteil, daß wir den nervigen Kollegen los waren, der einem anderen Kollegen direkt ins Büro zurück gefolgt war.

Nachmittags ging es mit meiner Arbeit dann mal richtig voran. Das war toll. Einziger Nachteil: keine Teepause mit dem Kollegen, da wir in verschiedenen Gebäuden waren. Und der andere Kollege, der in dem Gebäude sitzt, in dem ich arbeitete, der ist ja krank.

Auf der Heimfahrt nervige Kindergruppe in der S-Bahn gehabt. Ich habe nicht generell etwas gegen Kinder. Und die hier waren eh schon fast Jugendliche. Aber wenn ich in der S-Bahn sitze und offensichtlich lesen will (gut zu erkennen an der Zeitschrift, die ich aufgeschlagen halte, dann finde ich es schon sehr unschön, wenn da 6 aufgeregt schnatternde Kinder von einer Mutter um mich rum gesetzt werden, die natürlich auch nicht ruhig sitzen bleiben und mir auch noch mehrfach auf die Füße treten. An lesen war nicht mehr zu denken, ich fühlte mich echt bedrängt und bin dann geflüchtet. (Sich laut unterhaltende Erwachsene, die sich zu mir setzen wenn ich lese, finde ich genauso nervig. Denn dann kann ich auch nicht mehr lesen.)

Und dann bin bin ich zur Friedrichstraße gefahren um dort in das große Kaufhaus zu gehen, in dem man Bücher aber auch anderen Kram kaufen kann. (Wecker zum Beispiel! Die hätte ich da nun überhaupt nicht erwartet. Wer geht in einen Buchladen, um einen Wecker zu kaufen?) Der Blick auf den Lageplan zeigte, daß ich das Buch für den Schwedischlehrer vermutlich in der 4. Etage finden würde. Also bin ich bis ganz nach oben gestiefelt und war erstaunt über den unerwartet niedrigen Geräuschpegel dort oben, obwohl echt viel los war. Am Infoschalter war nix los, also hab ich einfach mal da nachgefragt, wo ich das Buch wohl finden könnte – und sie hatten sogar mehrere Exemplare noch davon da. Buchläden sind gefährlich.
So große mit so großer Auswahl erstrecht. Überall lachten mich Bücher an, die interessant aussahen, von denen ich schon gelesen hatte … Ich mußte mich sehr zusammenreißen, habe aber tatsächlich nur ein weiteres Buch mitgenommen.

Um noch ein bißchen Bewegung zu bekommen, bin ich die Linden zu Fuß zurück Richtung Alex. Wegen der U-Bahnbaustelle (vermutlich), sind die aber diesen Advent überhaupt nicht attraktiv. Nicht mal den Weihnachtsmarkt am Opernpalais gibt es mehr. (Dafür gab es einen kleinen Markt am Bahnhof Friedrichstraße.)

Auf dem weiteren Heimweg bin ich noch bei der Buchhandlung vorbei gegangen und habe das gestern bestellte Buch abgeholt. Dann wollte ich ja noch eine neue Lichterkette für mein Bäumchen. Im Laden gab es eine Kette mit 30 Kerzen und eine mit 15, die erstaunlicher Weise beide gleich fiel kosteten. Da mein Bäumchen aber echt klein ist, habe ich die mit den 15 Kerzen genommen. Zu Hause wußte ich dann, warum sie den gleichen Preis hatten. Benötigt jemand eine 15er Außenlichterkette? (Ganz klein stand das drauf! Warum steht das nicht groß drauf?)

13. und 14. Dezember

Gestern früh klingelte die 2. S-Bahn gerade ab, als bei uns (also in der ersten Bahn) erst die Türen aufgingen. Ich habe einen Sprint eingelegt, der hätte aber auch nichts geholfen, wenn nicht einen Wagen einer die Tür blockiert und der Fahrer dadurch mitbekommen hätte, daß da noch ein ganzer Schwung Fahrgäste bei ihm mitfahren will.  Normalerweise mag ich Türblockierer nicht, diesem hier war ich dankbar. (Ich versteh es nicht, ich verstehe es wirklich nicht, warum das so oft nicht funktioniert, obwohl die Verbindung exakt so vorgesehen ist).

Der Arbeitstag war eher so von der Sorte „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Aber ich habe einen Schlüssel für die Halle bekommen in der ich jetzt öfter zu tun haben werde. Den allerletzten! Manchmal muß man Glück haben.
Sehr zeitig Feierabend gemacht, denn ich wollte noch die neuen Einlagen abholen, aber wir hatten auch Weihnachtsfeier. Ich hatte die Zeiten mit viel Puffer geplant, damit es nicht so stressig wird – und prompt klappte natürlich alles reibungslos. Ich hatte so viel Zeit, daß ich nicht nur einen Abstecher nach Hause machen konnte (Gepäck verkleinern), ich konnte sogar noch kurz die Beine hochlegen. Und beim Umsteigen am Alex habe ich eine U-Bahn fahren lassen um den Akkordeonspielern noch etwas zuzuhören.

Weihnachtsfeier hatten wir dann in einer der temporären Hütten auf dem Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz. War ok. Die Musik war zu laut und ziemlich schnell ziemlich zweifelhaft (Schlager halt), aber wir waren ja nicht wegen der Musik da. Und unterhalten klappte doch noch recht gut, wir saßen eng genug zusammen. Und so war es dann doch ziemlich unterhaltsam. Essen war auch ok. Und ich habe gelernt, daß der eine Kollege die gleiche Ausbildung gemacht hat wie ich, was nicht so oft vor kommt. Er ist allerdings ein paar Jahre jünger, hat sie also später gemacht, da war schon einiges anders. Ich war aber von mir selbst beeindruckt, wieviele Namen von Lehrern mir noch eingefallen sind. Im weiteren Verlauf des Abends habe ich dann festgestellt, daß er sich irritierend gut mit Schlagermusik auskennt. So richtig schlimmen Schlager. Und der ist jünger als ich!

Ich weiß gar nicht genau, wann wir dann gegangen sind, zwei Kollegen und ich. Wir waren längst nicht die ersten aber andere sind noch wesentlich länger geblieben. Ich war gegen 10 wieder zu Hause (der Kollege hatte mich netterweise gebracht, hätte sonst länger gedauert) und hundemüde, bin dann also bald ins Bett.

Es ist inzwischen noch dunkel , wenn ich aufstehe. Es war noch nicht mal richtig hell als ich heute losgegangen bin. Das änderte sich aber den ganzen Tag nicht.

Die Bahnfahrt nutze ich schon seit einiger Zeit dazu, auf dem Tablet Fotos der vergangenen Urlaube auszusortieren. Heute habe ich festgestellt, daß das Schwesterherz ziemlich gute so-nebenbei-Portraits macht. Und daß ich mal versuchen sollte, sie auch öfter zu fotografieren, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Ich bin nicht sonderlich gut im Menschen-fotografieren. Aber es gibt von mir mehr Fotos als von ihr, das ist ja auch nicht fair.

Der Arbeitstag war dann ähnlich wie der gestrige. Ich diskutiere noch mit dem Chef, welches denn meine nächsten Aufgabenpakete sind. Alles nicht einfach. Aber ich habe noch ein bißchen was erledigen können.

Nach der Arbeit war ich noch schnell in der Bibliothek, bevor die zu macht. Eigentlich wollte ich nur nach CDs gucken. Heute morgen im Radio hatte ich ein Lied gehört, das mir gefiel. Wenn ich dran denke, gucke ich dann (später), wenn ich Zeit hab in die Playlist, wer und was das war. Und dann sehe ich nach, ob die Bibliothek CDs dazu hat. Nunja, ich hab dann nicht nur CDs mitgenommen, sondern auch eine DVD und eine Graphic Novel. Bei meinem letzten Besuch dort wegen Musik war es ein Roman, der jetzt bei mir auf dem Tisch liegt. Ich hab ja auch noch nicht genug Bücher hier, die ich lesen will.

Und dann wird das jetzt noch Service-Blog hier. Suse fragte zum letzten Beitrag (dem vom 12.), wie lange ich schon Schwedisch lerne, und warum. 2008 habe ich angefangen. Hauptgrund war Langeweile, bzw. das Gefühl, von der Arbeit nicht so richtig ausgelastet zu sein /gefordert zu werden. Fremdsprachen sind immer gut, und die skandinavischen sind für Deutschmuttersprachler einfach zu lernen, hatte ich gelesen (ein bißchen bequem bin ich ja schon auch). Daß ich zu der Zeit hauptsächlich im Norden Urlaub machte (also 2 mal gemacht hatte), paßte da auch ganz gut. Schwedisch ist es geworden, weil der Norwegischkurs schon voll war. Urlaub in Schweden hab ich seit dem erst ein Mal wieder gemacht – da hatte ich schon 2 Jahre keinen Kurs mehr besucht. Daß ich mich aber trotzdem auf schwedisch verständigen konnte, hat mich motiviert, doch wieder weiter zu machen. Nächste Woche schließe ich dann den B.2-Kurs ab. Daß meine Fähigkeiten tatsächlich dem B.2-Niveau entsprechen, war ich aber etwas zu bezweifeln. Meine Grammatik hat Lücken und beim Vokabelnlernen bin ich auch nicht sonderlich fleißig.

Inzwischen würd ich gern noch eine andere Sprache lernen. Russisch richtig auffrischen. Oder was ganz anderes. Bei meinen ersten Versuchen mit Russisch habe ich aber festgestellt, daß ich bei zwei Sprachen parallel die zu oft durcheinander haue. Und außerdem: bis ich in einer anderen Sprache nur annähernd soweit bin wie in Schwedisch oder Englisch, das dauert. Und ich bin nicht so sonderlich geduldig.

12. Dezember (12 von 12 – Dezember 2018)

Der 12. des Monats ist ja immer „Mache 12 Fotos vom Tag und zeige sie im Internet“-Tag.

Also los.

Morgenroutine. Milch für das Müsli warm machen (in der Mikrowelle).

Tee machen  (wird nach dem Ziehen mit kaltem Wasser aufgefüllt, damit er Trinktemperatur hat).

Da

Müsli ins Schälchen füllen. Da Fertigmüsli zu viel Zucker enthält, mische ich das zu gleichen Teilen mit Haferflocken, indem ich beides in Schichten in die Dose kippe. Wenn das ganz frisch ist, hat es noch Streifen, später nicht mehr.

Äpfel kleinschneiden. Die esse ich dann am Nachmittag (so nebenbei. jaja, ungesund).

Das Adventskalendertürchen des Pfadfinderkalenders aus Finnland öffnen.

Frühstücken mit „gegen schlechte Winterstimmung“-Licht.

Danach Fahrt zur Arbeit, arbeiten und so.

Bei Feierabend ist es noch etwas hell am Himmel und der Mond scheint.

Zu Hause leuchtet schon der Schwibbogen, dank Zeitschaltuhr.

Vorbereitungen für den Schwedischkurs. Tee machen (kommt dann in den Thermobecher) und etwas zu essen einpacken. Heute Lebkuchen vom Blech, der noch vom Wochenende übrig ist.

Schnell noch die anderen Adventskalender öffnen. Der Zamonische ist sehr bunt.

Ich bin (wie fast immer) etwas zu spät zum Schwedischkurs.

Auf dem Heimweg. Jetzt wird sogar schon Porree ausgesetzt! Und das bei dem Wetter!

 

Die anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Karo von Draußen nur Kännchen.

11. Dezember

Geträumt, ich würde noch mal das Abi machen sollen. Also ich bin in meinem jetzigen Alter noch mal zur Schule gegangen mit dem Ziel Abi zu machen, obwohl klar war, daß ich das schon hab. Sehr seltsam. Aber ich bin ja auch mit einer Palette Blümchen für die Balkonkästen zum ersten Schultag – der auch nur mein erster Schultag war, wärend die normalen Schüler schon ein paar Wochen lang keine Ferien mehr hatten.

Dahingegen war die Realität dann sehr langweilig. Immerhin: hab in der S-Bahn einen Kollegen getroffen, den ich schon ziemlich lange immer wieder treffe, der bisher gar nicht direkt ein Kollege war, jetzt, wo ich in einem neuen Themengebiet anfange, aber schon. Den habe ich durch das Gespräch dazu gebracht, seine Arbeitsweise in einem Punkt zu überdenken. Das war gar nicht meine unbedingt meine Absicht. Ich bin da in dem Gebiet komplett neu, die machen vieles sehr anders als ich es gewohnt bin, da will ich garantiert niemanden belehren (ich hab so Kollegen, die das dann trotzdem tun und das find ich soooo nervend), aber manches wundert mich eben und das äußere ich dann schon.

Vormittags in meinem Schreibtischcontainer etwas gesucht, was ich schon länger nicht mehr gebraucht habe. Das hab ich gleich zum Anlass genommen, da mal aufzuräumen – und war wesentlich schneller fertig als gedacht. Die Unordnung war nur sehr oberflächlich und sah schlimmer aus als sie tatsächlich war.

Dann habe ich an einer Telefonkonferenz teilgenommen, an der ich jetzt jede Woche teilnehmen darf und nichts verstanden. Und das lag nicht (nur) an der Sprache. Der Schwede nämlich sprach sehr schönes Englisch. Der indische Kollege nicht ganz so. Auch da: ich bin neu, es wird sich finden. (Und ganz allein bin ich da ja auch nicht.)

Die Mittagsrunde fiel heute aus wegen Regen. Dafür gab es den Fahrrad-Belohnungskuchen vom Kollegen. Clic-Torte hatte er gemacht, weil ich die nicht kenne. Hat gut geschmeckt. Und ich hab viel zu viel davon gegessen.

Vielleicht werde ich eine Aufgabe los, die ich eh nicht sonderlich mag. Das wäre sehr schön. Als ich dem Chef davon berichtete wirkte er nicht sonderlich überzeugt. Er hatte allerdings auch gerade gewaltige andere Probleme.

Irgendwann am Nachmittag habe ich einen Anruf bekommen, daß die Kalender, die ich am Sonnabend im Buchladen bestellt habe und die da beim Zwischenhändler als „nicht vorrätig“ markiert waren, heute im Laden angekommen sind. Also hab ich sie nach Feierabend abgeholt.

Und nach dem Abendessen habe ich noch Schwedisch-Hausaufgaben gemacht. Wir lernen mit den Büchern, die auch bei den schwedischen „Schwedisch für Einwanderer“-Kursen verwendet werden. Ich weiß gar nicht, ob da am Ende Prüfungen abgelegt werden. Wenn ja, könnte das Ziel der heutigen Aufgabe nicht nur das Üben der Grammatik gewesen sein: Ich mußte unter anderem den Satz „Er schaffte die Prüfung nicht, obwohl er geschummelt hat“ in zwei anderen Varianten schreiben. (Er hat geschummelt. Trotzdem schaffte er die Prüfung nicht. Trotz Schummelns schaffte er die Prüfung nicht.)
Das sind übrigens so Übungen, die für deutschsprachige Schwedischschüler ziemlich einfach sind, weil es sich in beiden Sprachen kaum unterscheidet. Richtig fies sind aber die Präpositionen. Da funktioniert „Wie im Deutschen“ fast nie.

 

10. Dezember

Verkehrsnachrichten kurz nach dem Weckerklingeln: Wegen des Streiks bei der Bahn kommt es bei der S-Bahn zu Verspätungen und Zugausfällen. Das Auto zu nehmen ist keine Option, das war mir sofort klar, denn die Kollegen, die mit dem Auto kommen, erzählen seit einiger Zeit, daß sie schon halb 9 kaum noch einen Parkplatz finden – und ich wäre vermutlich erst eine Stunde später da. Also einfach hoffen, daß es schon irgendwie geht.

Bald danach kam dann die Präzisierung: die S-Bahn fährt in der Innenstadt nicht. Nun war die Frage, was alles zur Innenstadt zählt und ob es sich wirklich nur auf die Innenstadt beschränkt. Also gab es zum Frühstück auch das Tablet und den Blick in den Twitter-Account der S-Bahn. Schwesterherz hatte mich schon angechattet mit der Info, wie weit meine zweite S-Bahn fährt – das hatte sich allerdings inzwischen noch mal geändert. Eher zu meinem Ungunsten. Nunja. Ich habe dann einfach mal sicherheitshalber noch mal die Verbindungsauskunft der BVG gefragt, wie ich denn ohne S-Bahn zu dem einem Bahnhof komme, ab dem meine S-Bahn definitiv fahren sollte und von dem ich wußte, daß man da mit U-Bahn hin kommt. Eigentlich kannte ich sogar die Verbindung – ich habe sie allerdings schon länger nicht mehr genutzt – und mußte dank Verbindungsauskunft feststellen, daß ich für die Strecke sehr davon profitiere, daß man jetzt mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof fahren kann. Ein Stück der Strecke bin ich dann nämlich gefahren.

Es war für mich – ich trau mich fast nicht, das zu schreiben – ziemlich entspannt. Die erste Straßenbahn war übervoll wie immer. Die nächste (Richtung Hauptbahnhof) war voll, aber nicht zu voll und sie wartete schon auf mich. Die U-Bahn wartete auch schon und auf die S-Bahn mußte ich dann nur 2 Minuten warten. Insgesamt hat der Weg fast eine halbe Stunde länger gedauert als sonst – daß schaffe ich aber auch, wenn die S-Bahn einen schlechten Tag hat.

Ein bißchen eilig hatte ich es dann nur, um noch halbwegs pünktlich zur Betriebsversammlung zu kommen. Die hätte ich mir aber auch sparen können. Der Informationsgehalt war nicht sonderlich hoch. Dafür zog sie sich unangenehm in die Länge, so daß wir deutlich später als sonst essen waren, obwohl wir schon früher gegangen sind (bei Beginn der Diskussionsrunde).

Und nach dem Mittag habe ich dann meinen Rechner angemacht. Gerade rechtzeitig, um die Mail-Diskussion um die Urlaubsplanung in dem Team, in dem ich zukünftig mitarbeite, live mitzuverfolgen.

Urlaubsplanung. Grobe Ideen hatte ich schon. Wie sich das dann aber im Jahr verteilt, und wieviele Urlaubstage ich sonst noch wegen Betriebsschließung brauche und so, das hatte ich mir noch gar nicht angesehen. Eigentlich wollte ich ja im späten Frühjahr lange weg und im Herbst nochmal kurz. Mit den dann noch benötigten Urlaubstagen für Betriebsschließungen (Brückentage, Weihnachten), blieben mir aber nur noch 3 Tage für den Winterurlaub übrig, was verdammt kurz ist. Ich kann ganze Tage vom Gleitzeitkonto nehmen, aber der Plan hätte zusätzlich das Problem, daß sich der Urlaub im ersten Halbjahr ballen würde und im zweiten wäre fast nichts. Das ist auch eher unschön. Schwierig.

Ich habe natürlich nicht den Nachmittag mit Urlaubsplanung verbracht, sondern gearbeitet. Kurz vor Feierabend habe ich dann mal nachgesehen, wie es bei der S-Bahn so läuft. Ärgerlich fand ich, daß in der Verbindungsauskunft an allen Verbindungen stand, daß es zu Ausfällen und Verspätungen kommen kann – weil meine S-Bahn eh so selten fährt hab ich doch extra nachgesehen um sicher zu gehen, daß sie wirklich fahren wird! Naja, sie fuhr tatsächlich. Die Anschluß-Bahn wartete auch und weil es auf dem Weg zur S-Bahn schon geregnet hatte und ich in der Bahn außerdem einen Kollegen getroffen hatte, mit dem ich mich gut unterhielt, bin ich die ganze Strecke gefahren, statt das ganze Stück zu laufen. Dabei regnete es hier noch gar nicht, wie ich dann feststellte.

Dafür habe ich zu Hause dann etwas Sport gemacht.  Und weil ich noch so viel auf der To-Do-Liste habe, davon aber nichts erledige, sobald ich erstmal auf dem Sofa sitze, halte ich mich lieber vom Sofa fern und erledige noch was. Winterschuhe herausholen, zum Beispiel, denn irgendjemand meinte, es würde demnächst schneien. Daraus resultierend in der Kammer räumen. Und daraus resultierend saugen. Außerdem starte ich noch eine Waschmaschine. Als ich dann aber nach dem Vorbereiten des Abendbrots die Küche verlasse, komme ich offenbar noch mal auf den Startknopf der Waschmaschine. Als ich eine Stunde später (ich hatte die Waschmaschine völlig vergessen) wieder in die Küche komme um mir noch einen Tee zu machen, steht sie zumindest im Pausenmodus. Es tut mir leid für die Nachbarn, daß die Maschnine nun nicht schon um kurz vor 9, sondern erst kurz vor 10 schleudert. Also für alle Nachbarn außer die mit der quietschenden Tür.

7. Dezember

Heute morgen der Wetterbericht: „Den ganzen Tag grau und immer wieder Regen, nur 11°C“. Nur? Das sind doppelt so viele wie gestern! Danach war ich tatsächlich halbwegs wach, aber irgendwie wurde es heute morgen zeitlich doch sehr eng. Gut, ich mußte ja auch noch den Kuchen verpacken. Und so einen Blechkuchen öffentliche-Verkehrsmittel-transport-tauglich zu machen, dauert etwas. Darum habe ich dann auf die Äpfel für den Nachmittag verzichtet. Hab ja Kuchen. Immerhin, den Tee gab es heute tatsächlich aus der Wichteltasse.

Beim Verlassen des Hauses habe ich festgestellt, daß es wirklich verdammt warm ist (die 11° hatten wir ja morgens schon). Am S-Bahnhof angekommen habe ich etliches der warmen Verpackung in den Rucksack gestopft.

Die S-Bahn mochte mich mal wieder nicht. Die zweite fuhr ab als wir mit der ersten gerade in den Bahnhof einfuhren. Verwirrend war diesmal, daß die Bahn, die eigentlich vor meiner fährt diesmal erst danach fuhr. Danach kam aber tatsächlich keine zweite in meine Richtung. Also bin ich der S-Bahn entgegen gefahren, heute aber nicht ganz so weit wie beim letzten Mal. Der Bahnhof, an dem ich dann auf meine Bahn wartete, wird um diese Zeit vor allem zum Aussteigen genutzt. Mit mir gewartet hat kaum jemand.

Auf Arbeit dann verzweifelt, weil jetzt, wo die schwangere Kollegin nicht mehr da ist, die Dinge plötzlich wesentlich komplizierte werden als die Male zuvor, als sie mir noch über die Schulter sah. Aber es gibt andere, die ich fragen kann. Daß ich noch eine ganze Menge an Wissen aufbauen muß zeigte sich auch daran, daß es ein Weilchen brauchte, bis meine Frage überhaupt verstanden wurde. Aber wir haben das hinbekommen.

Nachmittags gab es den Kuchen. Weil das ja ziemlich viel war, habe nicht nur die beiden radfahrenden Kollegen Kuchen abbekommen. Und trotzdem hab ich noch was wieder mit nach Hause genommen.

Am späteren Nachmittag habe ich festgestellt: Kuchen ist kein Ersatz für Apfel, wenn man Appetit auf Apfel hat.

Nach Feierabend bin ich noch über den nächstgelegenen Weihnachtsmarkt geschlendert. Der ist so klein, daß das sehr schnell ging. Obwohl sie schöne Sachen hatten. Diverses Selbstgenähtes. Keramik. Dekokrams. Schmuck. Ich brauch ja aber nichts. Schön war das Gespräch mit dem Herren vom Keramik-Stand. Sie hatten wirklich schöne Sachen und er pries sie an, daß alles auch mikrowellengeeignet und spülmaschinenfest ist. „Aber sie wollen benutzt werden. Man hat ja schon so viel was rumsteht.“ Woraufhin ich dann erwiederte, daß ich aber auch viel hab, was ich benutze. Wir einigten uns dann darauf, daß ich, sollte mir was kaputt gehen, nächstes Jahr wieder komme.

Auf dem Heimweg bin ich wieder zwei Stationen früher aus der S-Bahn ausgestiegen um den Rest zu Fuß zu gehen. Es war auch noch trocken, als ich los ging. 2 Minuten später fing es an zu nieseln. Und hörte nicht wieder auf. Immerhin war es wirklich nur Niesel. Und kalt war es ja auch immer noch nicht. Trotzdem unschön.

6. Dezember

Sehr große Probleme gehabt mit dem Aufstehen. Das Bett ist einfach zu kuschelig und die Arbeit zu doof. Beim Frühstück hab ich mich dann gewundert, warum es heute so poltert im Haus. Ein Umzug kurz vor Weihnachten? Das will man ja auch eher nicht. Beim Losgehen (pünktlich, übrigens) dann des Rätsels Lösung: Seit heute wird die Grundreinigung des Treppenhauses durchgeführt. Ich hatte das gestern Abend beim heimkommen noch gesehen – und trotzdem den Fußabtreter vor der Tür vergessen. Er war schön ins Treppengeländer gefädelt.

Die Straßenbahn hat ja mächtig was gut zu machen bei mir. Seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, fallen immer mal wieder Bahnen aus, so daß ich ja auch schon meine S-Bahn verpaßte. Darum hat sie heute mal gleich zwei hintereinander geschickt.

Schöne Überraschung im Büro: da stand ein Schokoladenweihnachtsmann auf meinem Schreibtisch. Der Chef hat so seine Fehler, aber er bemüht sich.  Meine Motivation allerdings war trotzdem nicht viel größer als heute morgen (was eh weniger am Chef als vielmehr am Projekt liegt), und so wurde es ein sehr sehr zäher Tag. Immerhin habe ich nicht nur was erledigt, sondern tatsächlich auch mal ein paar konkrete Aussagen zum Zeitplan des Projektes bekommen.

Als ich Feierabend machte tröpfelte es gerade, bzw. hörte gerade auf. Auch in der Stadt war es trocken, so daß ich mal wieder eine längere Strecke zu Fuß gehen konnte. Hatte ich diese Woche noch nicht fiel mir auf beim Weg zur S-Bahn. Kurz danach fiel mir auch wieder ein, warum. Nunja.

Zu Hause dann habe ich den Fahrradfahr-Belohnungs-Kuchen für die Kollegen gebacken. Lebkuchen vom Blech nach Frau Brise, allerdings zusätzlich mit gemahlenen Mandeln. Da konnte ich mal wieder das tun, was ich als Kind am liebsten tat beim Backen: Mandeln pellen und mahlen (zumindest ist es in meiner Erinnerungen eine meiner liebsten Beschäftigungen gewesen). Ich kann’s noch, obwohl es jetzt schon eine Ewigkeit her ist, daß ich das das letzte Mal tat. Eigentlich hatte ich auch noch Orangeat und Zitronat dazugeben wollen, das hab ich aber schlicht vergessen. Seit dem Backen riecht mein Flur nicht mehr nach Scheuerseife (von der Hausflurreinigung), sondern nach Lebkuchengewürz, was ich wesentlich angenehmer finde.

Nach dem Backen wollte ich eigentlich gleich bloggen, aber mein Rechner hat sich irgendwie aufgehängt und einen Bluescreen produziert. Immerhin hat er den Neustart selbstständig hinbekommen. Weil er ja nicht mehr des jüngste ist, dauert das nur ewig. Habe die Zeit effektiv genutzt und aufgeräumt.

Und beim Schreiben hab ich noch mal nachgesehen, ob ich das mit dem Fahrradkuchen schon mal erklärt habe (ja, am 12. Dezember letztes Jahr) und dabei festgestellt, daß mich der Kollege beschubsen wollte! Er hat nämlich behauptet, wir hätten 4000km als nächstes Ziel ausgemacht, es waren aber 4500, wie ich am 13. Dezember notiert habe. Wozu so Tagebuchbloggen nützlich sein kann. (Nu ist der Kuchen ja aber schon gebacken. Und die 4500 haben sie ja auch fast zusammen.) Und ebenfalls dank der Suche im Blog wurde ich gerade dran erinnert, daß ich für die Adventszeit ja eine andere Teetasse habe. Der Advent kam dieses Jahr wirklich sehr überraschend. Ich bin überhaupt nicht vorbereitet.

 

WMDEDGT – Januar ’18

Es ist mal wieder der 5. des Monats, Zeit für Tagebuchbloggen unter dem Motto „WMDEDGT“ (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?)

Ich kann nicht einschlafen und liege gefühlt seit ewig wach (vermutlich hab ich zwischendurch schon geschlafen, es nur nicht mitbekommen). Irgendwann kommen die fiesen Gedanken, die mich garantiert am Einschlafen hindern und ich entscheide, lieber etwas zu lesen (Blick auf die Uhr: halb 2). Seit vorletztem Jahr schon liegt neben dem Bett „Mein altes West-Berlin“ von Tanja Dückers. (Ich lese wirklich selten im Bett.) West-Berlin ist ja genauso verschwunden wie die DDR, und als Ost-Kind finde ich es spannend zu lesen, wie es auf der anderen Seite der Mauer so war (als Kind). Das Buch hat zudem den Vorteil, daß die einzelnen Texte eher kurz sind, ganz selten nur mehr als zwei Seiten, manchmal nicht mal eine. Man kann also problemlos fast jederzeit wieder aufhören mit dem Lesen. Das mache ich dann irgendwann auch und schlafe dann bis viertel 7. Super. Das war ja eine lange Nacht. Ich entscheide, bis zum Weckerklingeln um 7 wach zu bleiben und schlafe vermutlich noch mal ein. Aufstehen, Bad, Gymnastik für die Schultern (den Nacken vergesse ich wie immer, dabei braucht der das auch), Frühstück, Schuhe anziehen. Ich habe schon beide Schuhe an, da fällt mir ein, daß ich in den, der am Mittwoch so naß geworden war, ja so Silica-Gel-Säckchen getan hatte, damit er trocken wird. Darum hatte ich so Probleme mit der Einlegesohle. Es drückt nichts, aber ich ziehe den Schuh trotzdem noch mal aus und hole die Säckchen raus.

Rosa Wolken am Himmel, als ich das Haus verlasse. Am DAISy der Straßenbahn werden seit diesem Jahr nicht mehr nur die nächsten 3, sondern die nächsten 6 Bahnen angezeigt. Wenn die Zeiten stimmen, gibt es heute einen recht stabilen 3- bis 4-Minuten-Takt. Das hatten wir ja auch schon mal anders.

S-Bahn-Anschluß klappt. In der Bahn lese ich heute nicht, sondern hänge, mit etwas Musik auf den Ohren, meinen Gedanken nach, sortiere, erkenne, stelle fest. Zum Beispiel, daß es wirklich einfach Murks ist, Verantwortung, aber keine Befugnisse zu haben, daß sich diese Situation inzwischen aber etwas zu bessern scheint. Ich werde nicht mehr (komplett) ignoriert. Und es gibt wieder jemanden, den ich zur Unterstützung dazu holen kann. Nur hat sich durch die Situation in den letzten Monaten bei mir eine riesige Anspannung aufgebaut, die ich wieder lösen muß. Das wird noch dauern aber auf dem Weg von der S-Bahn zum Büro sind die dunklen Geister der Nacht erstmal verschwunden.

9:01 Uhr einstempeln. Noch bevor ich mir einen Tee geholt habe, werde ich mit einem fachlichen Problem „belästigt“. Da kann ich aber tatsächlich schnell helfen – nachdem ich mir einen Tee geholt habe. Mein Unterbewußtsein hat sich mit den Gedanken der Fahrt noch weiter beschäftigt und irgendwann sitze ich am Schreibtisch und habe das Gefühl: „Du machst das alles ziemlich gut“. Danke, Unterbewußtsein. Die meiste Zeit des Tages bin ich damit beschäftigt ein Dokument zu erstellen. Infos raussuchen dafür, noch mehr Infos, Sätze formulieren, zwischendurch eine andere Mail… Und zwischendurch schaffe ich es auch endlich mal, mir einen Termin beim Friseur zu besorgen.

11:35 Mittagspause mit den Kollegen. Danach eine Runde über das Gelände, obwohl es nieselt. Heute wollen sogar die Kollegen die größere Runde drehen als ich, sonst ist es oft umgekehrt. Danach weiter im Text, unterbrochen von zwei Teepausen. Dafür, daß ich so wenig geschlafen habe, bin ich erstaunlich fit. Zum Feierabend eine Arbeits-Erinnerungsmail an die Kollegen für Montag früh (die fangen alle früher an als ich). Um 17:53 ausstempeln.

Auf der Heimfahrt steige ich wieder zwei Stationen früher aus der S-Bahn und gehe den Rest zu Fuß. Zu Hause dann eine Sporteinheit zum Streßabbau. Außerdem steht da ja demnächst ein Winterurlaub an, für den etwas Kondition nicht schlecht wäre. Also geht es für 20 Minuten auf den Stepper, dann noch etwas Kraft und Dehnen. Schnell Wäsche abnehmen (wenn ich schon mal da stehe), dann Dusche, Waschmaschine starten, danach Abendessen. Dazu gibt es die aktuelle Folge „Elefant, Tiger und Co“ bis das Schwesterherz anruft. Nach dem Telefonat die ganze Folge dann die ganze Folge (ich hatte auch später erst eingeschaltet) aus der Mediathek. Wäsche aufhängen. Blogartikel schreiben. Bett.

 

 

Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

30. Dezember

Wetter: relativ kalt, relativ grau, ab Nachmittag Regen

 

Sonnabend ist heute, und Sonnabends gehen Schwesterherz und ich immer auf dem Markt Obst und Gemüse einkaufen. Heute nicht, denn heute war der Stand nicht da, wie wir feststellen mußten. Da war ich dann schon ein bißchen sauer: Wir gehen jeden Sonnabend, die Verkäufer kennen uns, wundern sich, wenn wir später kommen, ich war Donnerstag das letzte Mal da (wegen der Petersilie, die ich dann gestern vergessen habe) – da hätte uns doch jemand mal Bescheid sagen können. So gab es Gemüse dann eben aus der Kaufhalle. Immerhin: Schwesterherz und ich haben es erstmals geschafft, fast zeitgleich am Markt zu sein.

Der Rest des Tages: zwei Porzellan-Puddingformen in der Küche aufgehängt, Wohnung gesaugt, gelesen und mich mit der Frage beschäftigt, wo ich hin will. Kurz betraf die Frage das Reisen (Zentralasien noch mal), hauptsächlich aber: wo will ich beruflich hin. Das habe ich mich schon sehr lange nicht mehr gefragt. Irgendwie ergab sich immer was und das war dann ok. Jetzt ist es aber nicht mehr wirklich ok, es ergibt sich aber auch nichts, gerade. Und bevor ich anfange zu suchen, sollte ich wohl erstmal ermitteln, was ich überhaupt suche. Ich bin noch nicht fertig mit der Frage.

Zwischendrin habe ich den Kalender für das nächste Jahr eingerichtet, alles wichtige, was ich schon weiß, eingetragen und auch schon eine Idee entwickelt für das Februarbild. Eine Idee für das Januarbild habe ich schon länger, da scheitert es noch an der Umsetzung.

29. Dezember

Wetter: gar nicht mal so übel, ab Mittag blauer Himmel und Sonnenschein.

 

Heute Vormittag allumfassend keine Lust gehabt. Nicht mal Bock auf Reiseplanung für’s nächste Jahr hatte ich, und dabei gibt es doch eigentlich nichts schöneres als Reisepläne zu schmieden. Ich hab dann erstmal Geschenke eingepackt. (Ganz ohne Klebeband! Ich war auch nur ein mal kurz davor, das an die Wand zu pfeffern.)

Danach überlegt, was mich gerade am meisten nervt/stört und das beseitigt. Da wurde die Stimmung so langsam besser. Zum Mittag gab es Linseneintopf – Seelenfutter. Und dann kam ja auch noch die Sonne raus!

Ab dem Nachmittag dann beim Geburtstag gewesen. War gut.

Abends Telefonat mit dem Schwesterherz, die dann mehr oder weniger feststellte: auch wenn ich mir noch so sehr einrede inzwischen wieder entspannter zu sein: ich bin es ganz und gar nicht. Sie hat wohl Recht.