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Sommersonntage

War der Sommer letztes Jahr wirklich nicht so doll oder war ich nur zu sehr mit anderem beschäftigt und abgelenkt? Der Sommer dieses Jahr zumindest ist fantastisch und ich genieße ihn in vollen Zügen.

Letzten Sonntag zum Beispiel waren wir in Köpenick paddeln. Gut, das war eher so aufgezogen wie ein Tretbootverleih. Die Kajaks waren so breit und schnittig wie sonst Kanadier (und auch ebenso offen) , die Sitzposition darin eher wie im Fernsehsessel, es gab keine Paddeleinweisung, Schwimmwesten nur auf Nachfrage wie wir später sahen und keine Karte. Den Weg um die Altstadt Köpenick haben wir trotzdem gefunden. Und den Müggelsee auch. Beim Eisverkaufsboot / Floß haben wir auf dem Hinweg angelegt – es kam uns auf dem Rückweg tatsächlich entgegen (kann sich also aus eigener Kraft fortbewegen). Und nach dem Paddeln sind wir dann nochmal zum Müggelsee gefahren zum Baden. Wegen Gewitter im Hintergrund hab ich es allerdings nur kurz ausgehalten. Gewitter und Gewässer ist eine ungute Kombination.

Schloss und Altstadt Köpenick vom Wasser aus

Schloss und Altstadt Köpenick vom Wasser aus

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„Zeig uns deine Stadt“ – Juli

Thema im Juli: Zeig uns altes Gemäuer!

Als ich am ersten Juli das neue Thema gesehen habe, wußte ich sofort, was ich fotografieren wollte. Und dann hat es doch wieder bis zum letzten Wochenende gedauert, bis ich es geschafft habe. Nun.

Berlin ist ja vor allem berühmt für _eine_ Mauer – die inzwischen kaum noch steht und auch gar nicht sooo alt ist. Es gibt aber sogar noch ein Stück richtig alte Stadtmauer aus dem Mittelalter:

Stadtmauer

Stadtmauertafel

Auch das dürfte noch ein Stück alte Stadtmauer sein – ist aber ohne Schild:

anderes Stück Stadtmauer

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“Zeig uns Deine Stadt” – Mai

Und schon wieder ist ein Monat fast rum.

Das Thema der Blogaktion „Zeig uns deine Stadt“ in diesem Monat: Zeig uns deine grünen Oasen.

Und da der eigene Garten – und damit vermutlich auch der eigene Balkon – ausdrücklich nicht zählt, mußte ich etwas anderes suchen. Die Auswahl ist groß, denn Berlin ist generell verdammt grün. Zum Stadtgebiet gehören große Waldflächen (Berlin ist in Absolutwerten die waldreichste Stadt Deutschlands) und große) Parks – es gibt aber auch viele viele Bäume in den Straßen und immer wieder kleine Parkanlagen. Und es gibt die alten Friedhöfe.

Berlin ist um 1900 kräftig gewachsen und plötzlich lagen die Friedhöfe, die bisher vor den Toren der Stadt lagen, mitten im Siedlungsgebiet. Das ist bis heute so geblieben (außer daß sich die Stadtgrenze um 1920 nochmal weiter nach außen verlagerte): rund um die Innenstadt gibt es einen Ring alter (großer) Friedhöfe.

Aus Gründen (der Balkon! der Garten! die Pollen!) hat es diesen Monat nur für einen Abstecher zum Georgen-Parochial-Friedhof gereicht (den ich Juli 2012 schon mal besuchte). Aber der ist auch sehr groß und sehr vielfältig! Und ruhig – zumindest wenn man abseits des Hauptweges, der genau auf die verkehrsreiche/laute Landsberger Allee zuführt, unterwegs ist.

gruener Friedhof 1 (mehr …)

„Zeig uns Deine Stadt“ – April

Thema diesen Monat: Deine Stadt zur blauen Stunde

Dank des Mottos dieses Monats ist mir ganz besonders bewußt geworden, wie schnell die Tage jetzt immer länger werden. Mitte des Monats war es ziemlich genau halb 9 am blauesten. Inzwischen muß man bis mindestens um 9 warten, eher noch etwas später. Weil ich derzeit viel zu viel arbeite, bin ich um die Zeit aber schon viel zu müde, um noch auf Fotopirsch zu gehen, darum gibt es Fotos von Mitte des Monats. Das Wetter hatte sich zur blauen Stunde gerade für den Status bedeckt entschieden darum war es eine eher blaugraue Stunde.

Los geht’s. Der Mond war schon längst aufgegangen, als es so langsam blau wurde. Von einem kleinen Fußweg. der vom S-Bahnhof Treptower Park ausgehend unter der Elsenbrücke hindurch führt, gab es dieses Bild (rechts der Hafen der Ausflugsdampfer und dahinter der Treptower Park, links hinten der Schornstein gehört zum Heizkraftwerk Klingenberg):

Blaue-Stunde-Treptower-Park

Die Elsenbrücke ist sehr breit, der Fußweg drunter durch nicht der schönste, vor allem um die Zeit, aber auf der anderen Seite kommt man dann direkt am Fuß der Treptowers (hach, was ein Wortspiel, aber die heißen wirklich so), einem Bürokomplex, raus. (mehr …)

Im Spreepark Plänterwald

Noch so eine never ending story in Berlin. Blauäugige Investoren und vermessene (und blauäugige) Politiker und Behörden sorgten dafür, daß seit 2002 das Gelände des Freizeitparks im Plänterwald brach liegt (genaueres kann man nachlesen unter http://berliner-spreepark.de/). Ende März hat das Land das Gelände zurückgekauft, was es dann ab Mai damit machen will ist noch unklar. Aber die Führungen über das Gelände wird es dann wohl nicht mehr geben, also schnell noch mal hin auf Fototour.

Die Wildwasserbahn. Damals einzigartig mit dem Bumper, heute wohl immer noch die größte. Und auch noch funktionstüchtig – nur der See müßte gereinigt werden.

Wildwasserbahn Seeseite

Der Bahnhof – gut zu erkennen, daß ich nicht die einzige war, die eine der letzten Gelegenheiten zu einem Besuch dort nutzte.

Wildwasserbahn Bahnhof (mehr …)

„Zeig uns deine Stadt“ – März

Thema diesen Monat: Dem Frühling auf der Spur.

Krokusse mit neugierigem Hund

Ich hatte ja die Hoffnung, daß der Winter vorbei sein würde, wenn ich aus Neuseeland zurück komme. Daß schon fast Sommer wäre (beim Landeanflug auf Frankfurt erzählte der Pilot was von 19°C) – damit hatte ich nicht gerechnet. Aber ich habe das schöne Wetter an meinen beiden letzten Urlaubstagen in Berlin natürlich sehr genossen. Und für das Fotoprojekt hatte ich auch diverse Ideen, nur wurde das alles nichts. Macht aber nichts, denn heute war ich in der Gärten der Welt – und da ist gerade Kirschblüte.

Koreanischer Garten:

Koreanischer Garten

Koreanischer Garten

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„Zeig uns Deine Stadt“ – Januar

Das mit dem regelmäßigen Bloggen dank Blogprojekt hat ja recht gut geklappt – im November. Leider hatte es keine Auswirkungen auf die Zeit danach. Starten wir einen neuen Versuch.

Die Shootingqueens haben das Projekt „Zeig uns Deine Stadt“ gestartet. Jeden Monat gibt es ein neues Thema für Fotos (und Geschichten?) aus der eigenen Stadt. Es geht los mit „Typisch meine Stadt“.

Typisch Berlin ist für mich der Fernsehturm. Schon immer. Sicherlich spielt da ein bißchen auch Propaganda eine Rolle, aber er ist einfach auch markant.

Fernsehturm

Als Kinder hatten wir, wenn wir aus dem Urlaub oder von Verwandtenbesuchen außerhalb Berlins zurück kamen immer den Wettbewerb: Wer sieht zuerst den Fernsehturm? Wenn wir den sahen, dann waren wir bald da. Wobei das so ganz ja auch nicht stimmt. Dank seiner Höhe und der Berliner Topografie kann man ihn ja schon vom Stadtrand aussehen, und vom Stadtrand bis zur Stadtmitte sind es ja noch ein paar Kilometer.

775 Jahre Berlin

Am 28. Oktober 1237 wurde Cölln erstmals urkundlich erwähnt. Später wurde es von der Nachbarstadt Berlin mehr oder weniger eingemeindet (sehr salopp formuliert), wie Berlin sich im Laufe seiner Geschichte so einiges eingemeindet hat. Von Berlin allerdings gibt es keine so alte urkundliche Erwähnung. Darum nimmt man einfach die von Cölln als Geburtstag, schließlich ist aus heutiger Sicht kaum zu unterscheiden, was nun Berlin und was Cölln war.

Gestern also Stadtgeburtstag. Wie es sich gehört mit richtig vielen Lichtern/Kerzen. Ich weiß nicht, ob es 775 waren, aber es waren auf alle Fälle jede Menge.

Blick von der Rathausbrücke dorthin, wo früher mal Cölln war (und viel später mal der Palast der Republik und jetzt gar nichts):

Und in die andere Richtung:

Ich weiß nicht genau, ob das die letzten Hemden von Berlin sind:

Und die beiden hier standen etwas versteckt, waren aber immer dicht umringt (Klick macht größer):

 

Historiale 2012

Berlin wird dieses Jahr 775 Jahre alt. Das wird nicht wahnsinnig groß gefeiert, aber es war immerhin Motto der diesjährigen Historiale. Es war meine erste Historiale und ich war ziemlich enttäuscht. Vielleicht hatte ich auch einfach zu viel erwartet. Die Historiale besteht im Wesentlichen aus einem Markt rund um die Nikolaikirche. Gefühlte 50% der Stände waren für das „leibliche Wohl“ – und ganz und gar nicht historisch. Von den anderen Ständen waren eine wenige „historisch“, bei einigen konnte man mit ein wenig Mühe noch einen Zusammenhang herstellen und bei den anderen gar nicht. Nunja.

Dazu gab es dann die Laiendarsteller, die historische Personen darstellen. Die Soldaten hatten auf die Kinder die gleiche Anziehungskraft wie früher – sie liefen ihnen begeistert hinterher.

Soldaten

Der alte Fritz war auch permanent unterwegs.

Der alte Fritz mit Gefolge

Andere legten mal eine Pause ein oder stellten sich in Positur zum fotografieren (Schade eigentlich, manchmal sah das Ungestellte viel besser aus, aber ich hatte die Kamera nicht schnell genug eingestellt.)

älterer Herr mit imposantem Bart

noch mal Soldaten - ohne Trommler

„Wissen sie eigentlich, wen sie da fotografieren? – Ich bin der Kaiser!“

der Kaiser

Und Laierkastenmänner und -frauen gab es natürlich!

Leierkastenmänner und -frauen

Leierkastenmann (mit Plüschaffe)
Alles in allem waren wir ziemlich schnell durch. Muß nicht noch mal sein.

Street art – Straßenkunst

Manche Straßenkunst schreit einem ja direkt an – Graffiti an Häuserwänden zum Beispiel (wobei man da dann noch drüber streiten kann, ob das jetzt wirklich Kunst ist).

Manchmal muß man aber schon genauer hinsehen. Gut, die traurige Matratze und das andere Ding sind schon auch groß genug.

Das Haus mit maßstabsgetreuen Graffiti und Plakaten hingegen kann man schnell mal übersehen (das ist eine normale Klinkermauer dahinter und es sind ganz normale Blätter – so zum Einschätzen der Größe).

Und der hier turnt eigentlich außerhalb des Blickfelds – da muß man schon mal in die Wolken kucken um ihn zu entdecken. Er hat auch noch Kumpel, die auf anderen Straßenschildern richtig turnen. Gesehen hab ich sie schon, fotografiert leider noch nicht.

Und einen noch zum Abschluß.