Botanische Nacht

Es wird gedrängelt, wann denn endlich der Blogbeitrag zur Botanischen Nacht kommen würde, also wollen wir mal.

Die I. hatte mich vor einigen Wochen gefragt, ob ich mit ihr dort hin gehen würde. Eigentlich paßte es ja so gar nicht in den Zeitplan, aber eine Kollegin hatte vor 2 Jahren davon geschwärmt, also sagte ich zu.

Wir waren so überhaupt gar nicht vorbereitet. Wir hatten zum Beispiel keinen Mückenschutz mit, obwohl der eine sehr gute Idee gewesen wäre (wir haben hinterher gezählt, ich hab gewonnen mit 28 Mückenstichen).

Das Programm (inklusive Lageplan) haben wir zum Glück am Eingang in die Hand gedrückt bekommen, den Plan zu lesen und zu ermitteln, wo wir gerade sind, bereitete uns aber die ganze Zeit Schwierigkeiten (und normalerweise kann ich mit Landkarten umgehen!). So entschieden wir uns meist dafür, an Kreuzungen spontan zu entscheiden, wo es langgehen soll. Zum Beispiel dorthin, wo es interessant aussieht, wie in den „Bergen“ der Gebirgspflanzen. Hier sorgte eine Nebelmaschine im Verbund mit der untergehenden Sonne für schöne Effekte.

Man hatte von dort auch Blick auf das große Tropenhaus in der Abendsonne.

Danach haben wir dann versucht, nicht zu sehr am Rand des Geländes entlang zu gehen und sind unter anderem am sprechenden Baum vorbei gekommen.

Danach war häufigstes Auswahlkriterium: da lang, wo nicht so viele Menschen sind. Ja, da kommt man dann nicht an so vielen Attraktionen vorbei, aber in so einer Hammelherde unterwegs zu sein mögen wir beide nicht. Immerhin sind wir auch mit dieser Wegeauswahl am See mit der Lichtinstallation gelandet. Und weil es nur etwa eine halbe Stunde bis zum nächsten Programmpunkt dort war, haben wir uns einen Platz gesucht und uns hingesetzt. Die Mücken freute es.

Erster Programmpunkt: Die Feuerfee.

Sphärischer Gesang mit Lichteffekten.

Direkt anschließend gab es dann „Feuer und Wasser“ – Licht- und Pyroeffekte und Artistik am Ring.

Danach ging es dann im großen Pulk weg vom See – und wir sind so bald wie möglich wieder ausgeschert auf weniger frequentierte Wege. Inzwischen war es so dunkel geworden, daß die beleuchteten Bäume richtig wirkten.

Kreuz und quer durch den Wald, vorbei an „Trommeln im Schamanenwald“, die eine sehr spezielle Klangkulisse erzeugten, vorbei an spiegelndem Wasser…

Und dann standen wir plötzlich da und hatten perfekten Blick auf das große Gewäschshaus. Wir haben uns noch gewundert, warum all die Leute da sitzen, sind aber einfach weiter gegangen, näher ran.

Und da wußten wir es dann, es begann nämlich die große Lichtshow mit dem „Dark Tenor“. Joa.

Von unserem Platz aus sah man auch, daß das kleinere Gewächshaus auch beleuchtet ist, da wollten wir auch noch hin. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Harfenspielerin vorbei und sind hängen geblieben. Ein faszinierendes Instrument, diese Harfe.

Und dann standen wir schließlich vor dem kleineren Gewächshaus.

Danach ging es dann auf fast direktem Weg zum Ausgang. Wir hörten noch, wie der schwarze Tenor seine letzte Vorstellung begann (also 0:30), dann waren wir draußen. Und stellten fest, daß der Bus nicht mehr fährt. Zum Glück hat die I. ein Smartphone mit Fahrplanauskunftsapp. Das hat ihr Verbindungen ab den umliegenden U-Bahnhöfen vergeschlagen. Also haben wir einen Blick auf den Stadtplan geworfen und entschieden, daß U Podbielskiallee wohl der nächstgelegende U-Bahnhof, also das Ziel unserer Wahl ist. Wobei nächstgelegen… aber man kommt auf dem Weg an der Iranischen Botschaft vorbei (von Polizei bewacht) und an der Botschaft Jordaniens (unbewacht). Und allzuweit muß man tatsächlich nicht laufen, die U-Bahn kam dann auch bald. Danach wurde es holpriger. Die U9, die die I. nehmen wollte, fuhr nicht wegen Notarzteinsatz, was sie überall sonst im U-Bahnnetz ansagten, nur nicht an den Bahnsteigen der U9. Sie wartete ein Weilchen bis sie sich entschied, mit der U2 zu fahren. Ich saß da schon lange in der U2, die hatte dann aber Märkische Museum eine Türstörung, dadurch Verspätung und somit war meine Straßenbahn weg. Die nächste kam eine halbe Stunde später… Kurz vor 3 waren wir dann aber beide zu Hause (ich schon etwas früher).

Fazit: Beim nächsten Mal Mückenschutz mitnehmen und sich vorher überlegen, wie man wieder nach Hause kommt. Aber ansonsten kann man durchaus noch mal machen.

 

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Frühling gucken

Es ist ein bißchen still hier geworden im Blog. Zu viel Leben, zu wenig Zeit. Aber so ein paar Sachen will ich hier dann doch noch erwähnen. Zum Beispiel den Besuch im Botanischen Garten vor inzwischen zweieinhalb Wochen. Da fing der Frühling ja gerade so richtig an bevor es dann wieder richtig kalt wurde) und wir wollten mal gucken, was es denn schon so zu sehen gibt.

Schlüsselbumen, Anemonen, Primeln, Kuhschellen, Steinbrech…

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