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Wanderung Grünau – Eichwalde

Heute bin ich mal wieder in Gruppe gewandert, und zur Abwechslung mal wieder im Südosten. Treffpunkt war an der Straßenbahnhaltestelle am S-Bahnhof Grünau. Als ich dort ankam, nieselte es gerade etwas, das hörte aber schnell auf und dann hatten wir für den Rest des Tages Sonne.

Von der Straßenbahnhaltestelle ging es auf ziemlich direktem Weg zur Dahme, zur Anlegestelle der Fähre F12 um genau zu sein. Die brachte uns hinüber nach Wendenschloß, von wo aus wir am Ufer der Dahme entlanglaufen wollten. Zuerst geht es etwas durch Siedlungsgebiet. Dort gibt es einen Punkt, von dem aus man zur Regattatribüne hinübersehen kann. Ich kann mich erinnern, mit dem Schwesterherz schon mal hier gestanden und eine Kastanie auf den Kopf bekommen zu haben. Im Frühling fallen noch keine Kastanien, dafür gibt es dank Flugshow der ILA Kondensstreifenschleifen am Himmel.

Kurz danach ist man im Wald, immer recht nah am Ufer, fast immer mit Blick aufs Wasser.

Man läuft von Wendenschloß nicht sonderlich lang, bis man Schmetterlingshorst erreicht. Früher ein großes Ausflugslokal mit großem Biergarten, gibt es heute immerhin noch einen Kiosk und die historische Schmetterlingsausstellung.

Hier haben wir ziemlich lange Pause gemacht. Dann ging es weiter. Immer am Wasser entlang.

Bis wir die Reste des Ausflugslokals Marienlust erreicht hatten – nicht viel mehr als Stufen am Ufer. Hier sind wir nach links abgebogen um die Müggelberge zu erklimmen. Nunja. Wir haben halt die Treppe genommen, die es dort gibt und die zum Müggelturm hinauf führt. Auf den Müggelturm selbst konnten wir nicht hoch, der wird erst am 1. Mai wiedereröffnet. Vom Müggelturm aus sind wir dem Kammweg bis nach Müggelheim gefolgt, und von dort aus ging es durch den Wald wieder zum Wasser.

Am Wasser entlang ging es dann bis zur Fähranlegestelle Krampenburg. Auch die Krampenburg war früher ein Ausflugslokal, inzwischen ist sie aber nur noch eine Ruine – inmitten einer Bungalowsiedlung aus DDR-Zeiten.

Dann kam die Fähre (F21), die uns nach Berlin-Schmöckwitz brachte.

Schmöckwitz ist schon so weit draußen, daß man überlegt, ob man überhaupt noch in Berlin ist. Es gibt ein Eis-Café, daß bei gutem Wetter sehr gut besucht ist. Wir mußten lange anstehen für unser Eis.

Von Schmöckwitz aus hätte man dann mit der Straßenbahn zurück nach Grünau fahren können, wir sind aber noch nach Eichwalde gewandert. Das geht fast ineinander über, aber wenn man sich Mühe gibt, kann man auch ein Stück durch den Wald wandern. Gerade als wir dort im Wald waren und unser Tourorganisator uns die Reste eines Schützengrabens vom Ende des zweiten Weltkrieges zeigte, donnerten Düsenjäger der ILA-Luftshow über uns hinweg. Wie passend. Wie unschön.

In Eichwalde hätte man dann noch mal Eis essen können, wir sind aber direkt zum Bahnhof gelaufen. Insgesamt sind wir maximal 15 Kilometer gelaufen. Da wir uns aber viel Zeit gelassen haben, waren wir trotzdem ziemlich lange unterwegs. Aber es war ja auch schönes Wetter.

 

Wanderung Karolinenhof – Grünau – Friedrichshagen

Vom S-Bahnhof Grünau kann man mit der  Straßenbahn 68 wunderbar durchs Grüne nach Schmöckwitz fahren und hat dabei immer wieder schöne Blicke auf den Langen See. Ich habe keine Ahnung, was man dann in Schmöckwitz machen kann, denn wir sind letzten Sonntag schon an der Haltestelle Lübbenauer Weg ausgestiegen. Von dort die Straße Richtung Westen und zwei Ecken weiter steht man schon im Wald. Der Wald sieht anfangs aus, wie Berliner Wald nun mal aussieht (mit noch erstaunlich viel Schnee, im Rest der Stadt war er schon fast komplett verschwunden).

WaldKarolinenhof

In diesem Wald liegt aber auch das Naturschutzgebiet Krumme Lake – und so gibt es auch viel Wasser, bzw. Eis.NSG Krumme Laake

Und auf eine großen Wiese stand ein toller Schneemann.

Schneemann Karolinenhof

Dieser Schneemann sorgte leider dafür, daß ich den Anschluß an die Gruppe verloren habe. Ich hatte mich schon für das vorherige Foto zurückfallen lassen. Den Schneemann hatte ich dann vom Weg aus gesehen, um ihn zu fotografieren mußte ich dann aber auch noch gradeaus gehen, wo die anderen nach links abbogen. Nach dem Foto sah ich die Gruppe dann an der nächsten Kreuzung und dachte schon, ich hätte Weg abgekürzt. Als ich näher kam, mußte ich leider feststellen, daß das gar nicht meine Gruppe war. Also zurück zum ursprünglichen Weg und den anderen hinterher. Die Berliner Wälder haben aber nicht nur viele Kiefern, sondern auch viele Wege und so stand ich ziemlich schnell an der nächsten Kreuzung und von der Gruppe weit und breit nichts zu hören und zu sehen. Leider hatte ich mir auch die Karte vorher nicht genau angesehen und auch keine dabei – ich wollte ja nur mitlaufen. Noch mal lauschen – aber außer einem Piepmatz und der Straßenbahn war nichts zu hören. Spurenlesen (welcher der Wege sieht so aus als wären hier viele Menschen lang) brachte auch nichts – dazu lag der Schnee schon zu lang und war zu verharrscht. Also hab ich mich entschieden, Richtung Dahme / Lange See zu laufen, denn ich wußte ja, daß wir mit der Fähre zu den Müggelbergen rüber wollten. Und die Fähre findet man nunmal am sichersten, wenn man immer am Ufer entlang läuft.

Langer See

Schön war es schon, da am Langen See. Der Weg war vereister als im Wald, aber noch gut zu gehen. Schließlich konnte ich auch den Müggelturm ausmachen.

Langer See und Müggelberge

Schließlich kam ich zu den ersten Gebäuden der Sportpromenade und damit auch an einer Straßenbahnhaltestelle vorbei. Das gute an Haltestellen in Berlin: dort hängt ein Stadtplan. Und somit hatte ich endlich eine Ahnung, wie weit es noch ist bis zur Fähre (ziemlich) und mußte auch feststellen, daß ich vermutlich einen längeren Weg hatte bis zur Fähre, mich also beeilen sollte, wenn ich die anderen dort erwischen will. Und das hab ich dann auch gemacht. Die Fußwege an Sportpromenade und Regattastraße waren zum Glück weitestgehend eisfrei, so daß ich ordentlich Tempo machen konnte. Ich mußte zwischendurch nur noch mal anhalten, um mich etwas auszuziehen. Mir war doch etwas warm geworden.

Die anderen warteten tatsächlich schon auf die Fähre (ich hatte am Anfang am Ufer der Dahme auch ziemlich gebummelt) und hatten mich noch nicht mal vermißt. Nunja (bei mehr als 20 Leuten fällt es nicht mehr so auf, wenn einer fehlt).

Auf der anderen Seite der Dahme angekommen geht es ersteinmal die Straße (und dann den Waldweg) immer gerade aus und schließlich gefühlt quer durch den Wald den Berg hoch. Und dann steht man auf dem Aussichtsplateau der Kanonenberge und kann zu den Müggelbergen mit dem Müggelturm hinübersehen.

 

Kanonenberge-Müggelturm

Von wegen, Berlin hätte keine Berge… Ca. 70 m hoch sind die Kanonenberge, die Müggelberge bringen es sogar auf fast 115m. Ja, das ist nix im Vergleich zu den Alpen, klar. Aber es ist eben auch nicht flach. Und einige Wege sind sogar mit Geländer gesichert (was gar nicht so schlecht war, da pures Eis).

Bergweg

Zu den Müggelbergen wollten wir dann wegen der eisigen Wege nicht hoch, wir sind stattdessen direkt zum Teufelsee gegangen.

Teufelssee

Der Teufelssee ist ein Moorsee, fast kreisrund, was man vom Müggelturm aus gut sehen kann. Da waren wir aber ja diesmal nicht oben, sondern haben nur von unten hochgesehen.

Teufelssee

Man muß da übrigens nicht direkt über den See gehen, es gibt auch Bohlenwege drumrum, die bei Frost auch schön glatt sind.

Vom Teufelssee ist es nicht weit bis zu Rübezahl, einer großen Ausflugsgaststätte mit Biergarten und Eisbahn. Und an einem Sonntag mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 0°C war da natürlich die Hölle los. So haben wir auf Eisbein und Kaiserschmarrn verzichtet und sind direkt weiter gegangen. Bzw. geschlittert, denn der Uferweg des Müggelsees war auch fast komplett von Eis bedeckt. Das gab schönen Muskelkater am nächsten Tag.

Da die Fahrgastschifffart auf dem Müggelsee im Winter eingestellt wird, kann er bei langen Frostperioden tatsächlich komplett zufrieren. So hatte er auch eine schöne Eisschicht, angesichts der Tatsache, daß es schon seit ein paar Tagen Tauwetter gegeben hatte, hätte ich dem Eis allerdings nicht mehr vertraut. Andere waren da nicht so ängstlich.

Müggelsee

Aber das war ja schon knapp vorm Spreetunnel, also kurz vor Friedrichshagen – wenn man da einbricht, hat man es vielleicht nicht so weit bis nach Hause.

Vom Spreetunnel bis zur S-Bahn sind es dann tatsächlich noch mal 1,5 km und damit fast 1/10 der Strecke. Es zieht sich etwas, aber es gibt einige interessante Geschäfte unterwegs (die am Sonntag natürlich alle geschlossen waren). Und wer Schaufensterbummel nicht mag, kann auch die Straßenbahn nehmen.