Mini-Urlaub

Donnerstag 2 Stunden früher als sonst Feierabend gemacht (direkt nach dem Regen), Freitag frei und dann Wochenende. Reichte tatsächlich, um heute auf Arbeit das Gefühl zu haben, ich muß erstmal wieder reinkommen.

Der Grund:

Das Konzert von Depeche Mode am Donnerstag und der Wunsch, am nächsten Tag auszuschlafen. Vor dem Konzert hatte ich vom Ticketverkäufer zwei Mal Mails mit Hinweisen auf die verschärften Sicherheitsmaßnahmen bekommen. Vor Ort war das dann zum Teil… Ja, eigentlich war Kontrolle durch Abtasten, und natürlich sollten Frauen nur durch Frauen kontrolliert werden. Zwei Probleme dabei: Beim Anstellen am Ende der Schlange war das nicht zu erkennen, es gab also bunt gemischte Schlangen. Und generell kamen auf 5 kontrollierende Herren nur eine kontrollierende Frau, das Publikum war aber 50:50. Folge: Während eine Frau kontrolliert wurde, wurden ca. 5 Frauen nur nach Blick in die Tasche durchgewunken. Beim Schwesterherz wurde nicht mal die Tasche kontrolliert. Nunja.

Konzert selbst war super (Schwesterherz kann meine Begeisterung für die Band nicht ganz nachvollziehen, fand es aber auch  nicht völlig doof). Wir hatten Glück, denn wir hatten Plätze unterm Dach – und das Dach war über uns auch dicht. Das ist nicht überall im Stadion so. Schon ein paar Plätze weiter sind sie ab ca. Hälfte des Konzerts naß geworden, denn da fing es heftig an zu regnen (und die auf dem Feld unten sowieso). Es gab aber nicht nur Regen, sondern auch Gewitter mit diversen Blitzen, die die Lichtshow perfekt ergänzten. (Den Donner hat man nicht gehört, dazu war es zu laut.) Einziger Wermutstropfen: Es waren nur zwei Stunden. Das Konzert hätte durchaus noch länger dauern dürfen.

Rückfahrt war problemlos, die S-Bahn wartete schon und ab Westkreuz hatten wir beide einen Sitzplatz.

Freitag dann habe ich tatsächlich lange geschlafen und damit den Kartenverkauf für das Hallenkonzert verpaßt. Nunja. Nach ewiglangem Rumtrödeln habe ich mich Nachmittags noch mit einer Freundin getroffen, wir haben Eis getestet, sind durch den Friedrichshain geschlendert und haben gequatscht.

Ergebnis meines Eistests: „Earl Grey“ war lecker, „Schoko“ auch, „Macha“ war mir zu süß und „Vanille mit Kürbiskernöl“ sah spannend aus, war geschmacklich aber eher egal.

Beim Schlendern durch den Friedrichshain haben wir auch den Großen Bunkerberg bestiegen und das übrigens ist die Aussicht nach Prenzlauer Berg.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Also zumindest nichts von Prenzlauer Berg. Auch die Sichtachse zum ehemaligen Leninplatz gibt es nicht mehr (an die ich mich noch sehr gut erinnere). Da oben sieht man nur noch grün.

Sonnabend dann habe ich Reisevorbereitungen getroffen und mich drei Stunden in einem großen Ausrüstungsladen in Steglitz rumgetrieben. Das Ergebnis:

Die drei Stunden waren die Wartezeit bis ich endlich bei der Reisepraxis drangekommen bin. Zwei Impfungen habe ich direkt mitgenommen. Ein paar muß mein Hausarzt noch auffrischen* und bei Tollwut überlege ich noch. Dieses Bepflastern von Einstichen finde ich ja höchst albern aber nach 3 Stunden warten war ich zu erledigt um noch dagegen zu protestieren.**

Sonntag war dann höchst langweilig mit Haushaltskram gefüllt. Hätte ich mein Telefon gehört, hätte mich das Schwesterherz zur Schloßbaustelle mitgenommen. Hab ich aber nicht. Und ich hatte auch vergessen, daß da am Wochenende Tag der offenen Tür war. Naja, dafür ist die Wohnung sauber. Und ich hab sogar gebügelt. Für den Abend hatte ich eigentlich überlegt, bei der Skate-Night mitzulaufen. Die fiel aber buchstäblich ins Wasser.

Nachteil dieses Miniurlaubs: Er reichte aus, um meinen Schlafrhythmus massiv nach hinten zu verschieben. Als ich Sonntag zur üblichen Zeit ins Bett ging, war ich noch überhaupt nicht müde. Dementsprechend müde war ich heute.

 

 

* Die Praxis wird nicht mehr von der Charité betrieben, sondern privatwirtschaftlich, man muß jetzt alles direkt bezahlen

** Heute, am Montag, tut der Arm auch nur noch wenig weh…

Sonntagsspaziergang

Am Wochenende war wunderbares Wetter: frostig („Es ist zu kalt für die Jahreszeit“), aber sonnig. Da war ich natürlich viel draußen. Sonnabend habe ich komplett auf die Straßenbahn verzichtet und war ein paar Kilometer zu Fuß unterwegs. Und heute, Sonntag, war ich gleich zwei Mal spazieren. Schwesterherz hatte mich noch vormittags überredet rauszugehen in der (korrekten) Annahme, vor dem Mittag würde man mehr Sonne abbekommen als Nachmittags, weil sie da noch höher steht. Aber nach dem Mittag war es ja immer noch sooo schön, so daß ich doch noch mal raus bin. Diesmal hatte ich auch die Kamera dabei. Mit den Eiskristallen war die kleine Kamera (vielmehr ihr Autofokus) aber doch etwas überfordert.

eisgezuckertes Kraut

Mein Weg führte mich durch den Friedrichshain. Der große Teich hatte teilweise schon eine Eisschicht, aber am Südwest-Hang des kleinen Bunkerbergs war noch richtig Herbst.

Herbst im Friedrichshain

Außerdem habe ich es endlich mal geschafft, die Kunstwerke am Glascontainer zu fotografieren.

Streetart-Piepmatz

Streetart-Monster

Und noch ein Nachtrag zum letzten Blogeintrag: der Kürbis nach ca. ner Woche

Gruselkuerbis

Herbstspaziergang

Eigentlich haben wir gerade ideales Wanderwetter: volle Laubfärbung, sonnig und wolkenloser Himmel (kalt ist egal, gegen kalt kann man sich was anziehen). Da sollte manstundenlang in Laub-Mischwäldern unterwegs sein. Leider hat mich irgendwie doch die erste Erkältungswelle erwischt, weswegen ich aufs Wandern am Wochenende dann doch verzichtet habe (schweren Herzens).

Aber in Berlin gibt es ja auch genügend Parks und in diesen Parks wiederum derzeit auf viele bunte Bäume. Das entschädigte etwas.

Herbst

im Friedrichshain

im Friedrichshain

Herbst

im Friedrichshain

Märchenbrunnen

Ja, ich war im Friedrichshain unterwegs.

Und Kastanien konnte ich auch noch sammeln. Hatte ich eigentlich nicht mit gerechnet in Anbetracht der Massen an Kindern, die da unterwegs sind, aber unter einem Baum lagen noch richtig viele – wahrscheinlich waren sie den Kindern zu klein? Als Herbstdeko auf dem Kerzenteller sind sie aber genau richtig.

Winter

Nachdem der Januar ja schon sehr frühlingshaft war, haben wir jetzt seit zwei Wochen tatsächlich sowas wie Winter. Zumindest ist es kalt. Seeeehr kalt. Nur das mit dem Schnee…. eigentlich waren es bis gestern  ja nur Eiskristalle, viel zu klein und viel zu trocken um sich irgendwo festzuhalten, so daß sie von Bäumen und Dächern ziemlich schnell runtergepustet werden. Und auch so klein und so wenig, daß nicht mal die Wiesen weiß werden. Also: es ist alles eher nur weiß gepudert.

Aber: die Sonne scheint, und das allein ist Grund genug, um draußen unterwegs zu sein. Wandern darf (sollte) ich ja nicht, also gab es gestern nur ein paar Spaziergänge. Der Spaziergang entlang des Spreeufers ergab sich relativ spontan. Gleich am Anfang gab es eine ganze Menge Wassergeflügel.

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