Kleine Flucht

Eigentlich, dachte ich Anfang des Jahres, ist mir nach mehreren Jahren Urlaub weit weg mal wieder nach Urlaub in Norwegen. Zu Hause, quasi, denn ich war inzwischen so oft in Norwegen, daß es sich tatsächlich vertraut anfühlt. Andererseits ist Norwegen aber auch so vielgestaltig, daß man da wirklich oft Urlaub machen und immer noch neues entdecken kann. Dann kam Kirgistan dazwischen, das einfach viel interessanter und spannender klang.

Die Urlaubserholung und -entspannung nach Kirgistan hielt dank eines reizenden Kollegen gerade mal eine halbe Woche oder so und da ich noch genügend Urlaubstage über hatte, habe ich mich ganz schnell nach einer weiteren Reise umgesehen. Der Urlaub wurde erstaunlicher Weise problemlos genehmigt und so war ich Mitte September dann doch noch in Norwegen. Eine Woche im Dovrefjell um genau zu sein.

Während das Wetter in Berlin noch relativ (spät-)sommerlich war, trug das Dovrefjell schon komplett Herbstfärbung, da störte es fast gar nicht, daß der Himmel bei der ersten Wanderung meist grau war.

Im Dovrefjell gibt es eine Population von Moschusochsen. Das Gebiet in dem man sie sich meist aufhalten war das Ziel unserer Wanderung am Dienstag.

Der erste Vierbeiner den wir sahen war aber kein Moschusochse (das gelbe ist eine Glocke).

Es dauerte eine ganze Weile, bis wir den ersten Ochsen entdeckt haben – und der war sehr weit weg. Der dunkle Fleck da mittig im Bild halblinks unterhalb des Felsens – das ist er.

Kurz darauf wurde er naß. Der Regen kam netterweise aber nicht bis auf unsere Seite des Tals.

Und dann kam die Sonne raus. Und in der Sonne wurde es sogar richtig warm. Mittagspause gab es dann also mitten im bunten (grün war da wirklich nichts mehr) in der Sonne.

Nach der Mittagspause ging es noch ein Stück das Tal entlang – und dann haben wir sie entdeckt. Sie hatten auch gerade Pause gemacht und begannen nach und nach damit, sich wieder zu erheben.

Die Gegend bieten übrigens nicht nur Moschusochsen, sondern auch ziemlich viel … Gegend.

 

Mittwoch früh lag Schnee.

Es fiel auch noch Schnee von oben runter – leider mit einem großen Anteil Regen vermischt, was nun wirklich unangenehm ist. So verbrachten wir den Vormittag in den Hütten. Gegen Mittag ließ der Regen nach und wir machten eine kurze Wanderung.

Es gab sogar einen Regenbogen!

Was es auch gab: Massiven Wind von der Seite, von den Bergen runter. So stark, daß wir schließlich umkehrten ohne auf dem Aussichtshügel gewesen zu sein. Man hätte dort oben sowieso nicht stehen können.

Am Nachmittag sind wir nach Dombås gefahren. Einkaufen, Ansichtskarten… Und unterwegs haben wir Elche fotografiert.

 

Donnerstag lag immer noch Schnee. Aber wir waren ja nun mal zum Wandern da, also sind wir ein ziemlich langes Stück des Olavsweges gewandert. Am Anfang ging es zum Teil durch sumpfiges Gebiet über Holzbohlen die fies rutschig waren und auch noch so nachgaben, daß man doch im Wasser stand. Danach war es ein normaler Wanderweg durch Wald und über Felsen.

Ganz schön eigentlich, aber immer noch sehr sehr windig. Und so permanenter Wind kühlt nicht nur aus, sondern zerrt auch an den Nerven irgendwann. Außerdem gab es dort oben ja nichts, was Windschatten gab, so daß man mal hätte eine Mittagspause machen können. Hungrig wandern ist sehr unschön. Aber unten im Moor, da war es dann wieder schön.

Und hinterher gab es Waffeln.

Freitag hatte sich die Wettersituation nicht gravierend verbessert, so daß es statt einer großen Wanderung nur einen Ausflug ins Moor gab. Da kann man – wenn man Glück hat – Elche beobachten und im Sommer ganz viele Vögel. Sommer war nicht mehr und die Elche auch sehr scheu. Einen haben wir ganz von weitem gesehen. Aber Landschaft gibt es immer.

Danach dann noch mal Dombås, Souvenirs kaufen. Ich habe auch dem Bahnhof noch mal einen Besuch abgestattet – der sieht ziemlich niedlich aus.

Ach, und schöne Schachtdeckel haben sie auch.

Noch mal Elchkuh mit Kalb zum Abschied…

Viel mehr Elche, teilweise viel näher dran (sehr viel näher dran), haben wir dann Sonnabend früh auf der Fahrt nach Oslo gesehen. Da war es aber noch dunkel. Und außerdem mußten wir ja die Fähre bekommen und hatten somit keine Zeit für Fotopausen.

Die Fährüberfahrt verlief weitestgehend ereignislos, und das Wetter in Deutschland war auch nicht besser als in Norwegen.

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Sonnige Sommer-Sonntagswanderung

Irgendwie war letzte Nacht komisch. Erst ewig nicht eingeschlafen, dann sehr blöd geträumt und das Wachwerden war auch eigenartig. Dementsprechend war meine Stimmung heute etwas seltsam und ich habe entschieden: Ich brauch Auslauf. Also Wandern. Für eine Route hatte ich mich recht schnell entschieden: Vom Wannsee nach Babelsberg, die ich im Februar schon mal gewandert bin (soviel vorweg: die Wege waren diesmal eisfrei). Frühstück und zusammenpacken und kramen – das braucht etwas, wenn man nicht ganz rund läuft. Und bei der S-Bahn wird auch gerade wie wild gebaut (is klar, is Sommer, und irgendwann müssen sie ja mal), das alles sorgte dafür, daß ich dann erst halb 1 am Bahnhof Wannsee losgelaufen bin. Erstmal direkt zum Wasser runter. Da verließ ein Fahrgastschiff gerade den Anleger, während Schute 22 offensichtlich Wochenende hatte.

Auf dem Weg zum Haus der Wannseekonferenz ist mir aufgefallen, wie sehr das Wandern in Begleitung von der Umgebung ablenken kann. Heute bin ich gefühlt ewig an Häusern entlang gelaufen und dachte ständig, so langsam müßte ich doch da sein. Beim letzten Mal (in angeregtes Gespräch vertieft), war mir die Strecke viel küürzer erschienen. Aber schließlich stand ich unterhalb des Löwen (siehe Blogeintrag vom Februar) und stellte fest, daß gegenüber ja das Strandbad Wannsee liegt.

Ich weiß nicht so recht, was die da unten am Boot machten – ich war ja aber sowieso schon recht spät dran, deswegen wollte ich nicht lange zusehen. Eigenartig sah es aus.

Danach ging es dann in den Wald. Immer wieder mit Blick aufs Wasser, auf dem heute recht viel los war (zumindest im Vergleich zum Februar). Am Ufer, auf dem Weg, ging es noch. Da war es streckenweise sogar leer. Aber an jeder dazu passenden Stelle wurde gebadet.

Und irgendwann merkte ich: das läuft. Ich hatte meinen Rhythmus gefunden und lief einfach, während die Gedanken ganz woanders waren. Kurz danach hatte ich die Fähre zur Pfaueninsel erreicht. Die wollte ich diesmal mitnehmen (also die Insel) und ich hatte Glück: die Fähre wurde gerade beladen, ich durfte noch rauf, kurz hinter mir war Schluß. Auf der Insel angekommen bin ich gleich rechts rum, immer am Wasser lang und nach kurzer Strecke im Ergänzungsrosengarten gelandet.

Kurz danach war schon die Fontäne durch die Bäume hindurch zu sehen. Nur ein kleiner Schlenker, und ich stand davor. (die Besucher standen und saßen zum Glück alle auf meiner Seite.)

Zurück zum Ufer kommt man am Winterhaus vorbei. Dort saß ein Pfau auf einem Baum. Aber wozu den Kopf nach oben verrenken, wenn doch nur ein paar Meter weiter gleich zwei Pfauen im Gehege warten?

Danach hatte ich endlich eine leere Bank im Schatten mit Seeblick gefunden und machte erstmal Mittag. Weiter ging es dann am östlichen Ufer der Insel mit Blick Richtung Schwanenwerder – verdammt viel los auf dem See (es ist auch überhaupt nicht ruhig, weil die Motorbote ja alle Krach machen).

Wenn man dort am Ufer weiterläuft, kommt man zur alten Meierei.

Dahinter der Pferdestall sieht überhaupt nicht aus wie ein Pferdestall (riecht aber so).

 

Die Wasserbüffel beweiden die recht feuchten Wiesen. Sie sorgen so dafür, daß die Flächen so offen bleiben, wie sie mal geplant wurden.

Den Luisentempel muß man jetzt nicht unbedingt von nahem sehen. Da ich aber extra einen Umweg gemacht habe um das festzustellen, habe ich ihn wenigstens fotografiert.

Beim Kavalierhaus war ich ursprünglich direkt davor vorbei gegangen. Da kann man es aber kaum erfassen (weil zu nah dran) – nur erkennen, daß es offenbar bewohnt ist. Also bin ich hier auch noch mal einen Umweg gegangen.

Naja, und irgendwann stand ich dann vor dem Schloß (geschickter Bildausschnitt mit nur wenigen Menschen).

Da war mir aber zu viel los und außerdem wollte ich dann doch so langsam weiter, also bin ich zurück zur Fähre. Aber in den Souveniershop mußte ich dann doch noch einen Blick werfen – und konnte große Not lindern. Im Shop weinte nämlich ein kleines Mädchen herzzerreißend, weil es sich einen Splitter im Finger zugezogen hatte. Ich hatte mein Erste-Hilfe-Set dabei und in dem Set eine spitze Pinzette – damit konnte die Mutter den Splitter dann entfernen. Wäre ich sie gewesen, hätte ich mir ja auch noch ein Waldgeist-Gummitier angeboten zum Dank – aber sie war von der Situation (und der Lautstärke ihrer Tochter) vermutlich insgesamt doch ziemlich überfordert. Mir war in der Zwischenzeit aufgefallen, daß ich den Rosengarten noch gar nicht gesehen hatte, also holte ich das nach. Dort lief mir dann auch noch malerisch ein Pfau über den Weg. Naja, genaugenommen lief er der kleinen Mädchen hinterher, die etwas zu essen in der Hand hatte. Dann entdeckte er eine Tüte in der Hand der Mutter. Und lief auf sie zu. Als sie das mitbekam, verschloss sie die Tüte, rollte sie zusammen und warf sie über den Vogel hinweg ihrem Begleiter zu. Das überforderte den Pfau offenbar, er schaute etwas dümmlich aus der Wäsche (und alle Umstehenden lachten).

Dann aber Fähre, sie kam auch gerade. Am anderen Ufer überlegte ich kurz, ob ich hoch gehe nach Nikolskoe – da aber alle anderen genau den Weg nahmen, entschied ich mich für den Uferweg.

Die folgenden Wasserausblicke wurden immer von der Sacrower Heilandskirche bestimmt.

Dann war ich an der Glienicker Brücke angelangt und wechselte in den Schloßpark Glienicke. Da kann man schön auf die „Skyline“ Potsdams sehen.

Durch Klein-Glienicke ging es dann zum Schloßpark Babelsberg.

Unterwegs hatte ich die Idee bekommen, vom Schloßpark Babelsberg mit dem Wassertaxi zum Potsdamer Hauptbahnhof zu fahren. Blöd nur, daß ich nicht wußte, wo es abfährt. Irgendwann sah ich zwar einen Steg – der wurde aber als Sprungplattform benutzt. Inzwischen war ich auch reichlich K.O. und hatte nicht mehr sonderlich viel Lust auf Experimente, weswegen ich mich entschied, den (vermeintlich) bekannten Weg zum Bahnhof Babelsberg zu nehmen. Nunja. Die Wege im Schloßpark Babelsberg zeichnen sie durch häufige Richtungsänderungen aus, was schön ist, wenn man durch den Park spaziert, aber nicht so schön, wenn man den richtigen Weg zu einem bestimmten Ziel sucht. Ich hatte keine Karte von der Gegend mit, habe aber schließlich doch aus dem Park gefunden, nur an ganz anderer Stelle als im Februar. Das heißt, ich bin auch etwas planlos durch Babelsberg gelaufen, habe den Bahnhof aber ohne Umwege gefunden. Kurz nach 6 bin ich in die S-Bahn nach Hause eingestiegen. Beim Umsteigen Westkreuz gab es noch etwas Verwirrung, weil die S-Bahn viel früher einfuhr, als angezeigt worden war und der Anzeiger zur gleichen Zeit auf „Zugdurchfahrt“ umsprang. Die Bahn hielt aber an und so bin ich einfach eingestiegen – und schließlich auch zu Hause angekommen.

 

 

WMDEDGT – Juni (Wanderung Fangschleuse – Rüdersdorf)

Fünf vor halb 8 bin ich das erste Mal wach. Wie praktisch, um halb 8 soll der Wecker klingeln. Als er das dann tut, bin ich schon wieder fast eingeschlafen. Ich brauche noch eine ganze Weile, bis ich wirklich wach bin und aufstehe. Und warum das ganze an einem Feiertag (Pfingstmontag)? Ich will wieder wandern gehen und muß dafür ca. um 9 das Haus verlassen. Da ich gestern keine Lust hatte, den Rucksack vorzubereiten und Sachen rauszusuchen und so und weil ich liebend gern in Ruhe frühstücke, gönne ich mir dafür mehr Zeit. Naja, letztlich wird das mit dem pünktlichen Losgehen dann doch wieder nicht ganz so wie geplant, aber ich habe am Alex noch genug Zeit um mir mein Mittagessen zu kaufen, bevor der Zug kommt. Die anderen sitzen ganz vorn im ersten Wagen. Fangschleuse steigen wir aus und diskutieren nach ein paar Metern an der großen Tafel ersteinmal ausgiebig über Eiskrem und deutsche und brittische Eßgewohnheiten und Mahlzeiten. Irgendwann machen wir uns aber doch auf dem Weg, der uns fast die ganze Zeit am Wasser entlang führen wird. Im ersten Teil gibt es verdammt viele Mücken. Da helfen auch die großen Frösche nichts. Und das Autan habe ich natürlich zu Hause vergessen.

Aber die Gegend ist echt schön. Die Löcknitz ist eher kanalartig und es herrscht recht reger Schiffsverkehr. Wir kommen aber auch an diesem hübschen See vorbei.

Den eigentlich anviesierten Mittagspausenplatz verlassen wir wegen zu vieler Mücken recht schnell wieder. An der großen Badestelle am Flakensee ist es aber sonnig genug, daß sich da keine Mücken rumtreiben. Mittagspausegesprächsthema: Essen, Fastenbrechen und gute arabische Restaurants in Berlin (wir haben einen dabei, der wegen des Ramadans nichts ißt und trinkt). Und das Einbürgerungsprozedre für Briten in Deutschland. Der eine mitwandernde Brite steckt gerade mittendrin und gibt seiner Landsfrau, die das auch vor hat, Tipps. Das ist ein wichtiges Thema unter Briten derzeit.

Nach der Mittagspause dauert es nicht mehr lang und wir sind in Woltersdorf, wo es erstmal das versprochene Eis gibt (in meinem Fall hausgemachtes Softeis Joghurt/Johannisbeere) und dann den Aufstieg zum Aussichtsturm. Vor dort kann am Horizont sogar Berlin sehen. Naja, erahnen.

Beim Abstieg kommen wir noch mal an der Eisdiele vorbei, verzichten aber auf einen weiteren Besuch. Am Kalksee entlang geht es bis nach Rüdersdorf. Hier gibt es dann aber doch noch mal ein Eis – um die Wartezeit auf die Straßenbahn zu verkürzen.

Der Oldtimer bringt und bis nach Friedrichshagen (Unterwegsthema: britische Politik und der Brexit), wo wir in die S3 umsteigen. Die fährt bis Ostkreuz und eigentlich könnte ich hier in die Ringbahn umsteigen und ganz bequem nach Hause fahren. Uneigentlich fährt sie gerade nicht und so hab ich mich entschieden, zum Alex zu fahren und von dort mit der M4 (Umweg, aber besser als übervolle Ersatzverkehrbusse). Warschauerstraße fiel mir dann auf, daß ich von dort ja auch mit der M10 und dann mit der M4 – oder laufen. Und als ich so an der Haltestelle der M10 stand, kam mir eine M13 entgegen und mir fiel wieder ein, daß ich ja schon immer mal mit der M13 vom Antonplatz zur Warschauer Straße fahren wollte, einfach aus Neugier. Hab ich jetzt also in umgekehrter Richtung gemacht. Ist eine interessante Stadtrundfahrt bei der man sehr deutlich sieht, daß Berlin sehr verschieden ist – mit wirklich scharfen Grenzen teilweise (das Publikum ab Frankfurter Allee war ein ganz anderes als das davor). Und war natürlich ein riesen Umweg, aber auch so war ich noch deutlich vor 6 zu Hause. Nach dem Duschen, während ich mich um das Abendessen kümmerte (Spargel mit Kartoffeln), fing es plötzlich an heftig zu schütten. Aber so richtig heftig. Das war so gar nicht vorher gesagt worden. Es regnete dann noch eine ganze Weile (wenn auch weniger heftig) und war noch länger grau. Erst jetzt zum Sonnenuntergang reißt die Wolkendecke an strategisch günstigen Stellen auf, so daß doch noch ein bißchen Sonne zu sehen ist.

 

technische Daten zur Wanderung: 15 Kilometer von Fangschleuse bis Rüdersdorf. Das ist ein Teilstück des 66-Seen-Wanderwegs. 3 Mückenstiche

Wetter: Sonnig, warm bis sehr warm, leicht schwül. Wasserverbrauch: ca. 2 Liter

 

Weitere Teilnehmer des Tagebuchbloggens WMDEDGT gibt es bei Frau Brüllen.

Rundwanderung Tegel – Havel

Naja, Wanderung ist vielleicht etwas übertrieben, für die gut 15 Kilometer haben wir gute 4 Stunden gebraucht, es war also eher ein ausgiebiger Spaziergang. Gestartet sind wir vom U-Bahnhof Alt-Tegel, erst mal zur Greenwich-Promenade. Dort blühen derzeit viele viele Tulpen.

Über die Sechser-Brücke und dann zur Großen Malche, an deren Ufer entlang bis zum Ende und dort dann schräg links in den Wald. Grobe Richtung: West.

Und wenn man da so lang läuft, kommt man irgendwann zum höchsten Baum Berlins, einer Lärche.

Er ist nur bedingt eindrucksvoll, denn von unten sehen die anderen Bäume nicht wesentlich kleiner aus. Danach ging es immer weiter gerade aus (zwischendurch kam der erste Graupelschauer) bis wir vor dem nächsten Siedlungsgebiet nach links abgebogen sind. Und bald darauf standen wir an der Havel.

Und ab hier ist der Weg noch viel einfacher: wann immer es geht an der Havel entlang. Und wenn man mal weg muß vom Ufer, so schnell wie möglich wieder zurück. Und damit es nicht zu langweilig wird, schickte Petrus immer mal wieder Hagelschauer (oder Graupel? was ist da eigentlich der Unterschied?).

An dem Weg (und damit am Ufer der Havel) liegen diverseste Wassersportklubs. Ein Ruderklub hatte Tag der offenen Tür (und die Besucher sind auch bei Hagel gerudert) und in einem Segelclub war auch ordentlich was los (inklusive Feuerwehr und lauter Musik). Auf der Havel selbst war nicht sooo viel los. Ein paar Motorboote und ein Segelboot.

Dafür am Himmel um so mehr: gelegentlich Sonne, aber auch viele viele Wolken unterschiedlichster Art und Färbung.

Und irgendwann waren wir wieder an der Großen Malche, haben sie umrundet und diesmal habe ich den Abzweig zur „Dicken Marie“ nicht übersehen: der älteste Baum Berlin, vermutlich über 800 Jahre alt.

Und von da ist es dann wirklich nicht mehr weit, und man ist wieder an der Greenwich-Promenade.

 

Winterwandern in der Märkischen Schweiz (12 von 12 mit Bonusfotos)

Oder: Der Tag, an dem mir 15km vorkamen wie 40

Oder: Eigentlich war Sonne angesagt

Oder: Achtsam Wandern

 

Mein Tag heute startete sehr früh für einen Sonntag (beim dem Foto war ich schon in der Küche angekommen, der Wecker hatte 13 Minuten früher geklingelt).

Küchenradio

Sonntag ist (ziemlich oft) Wandertag. Und diesmal ging es in die Märkische Schweiz. Da fährt man was länger, also muß man zeitig aufstehen. 9:15 haben wir uns am Bahnhof Lichtenberg getroffen, dann sind wir mit der Regionalbahn bis Müncheberg gefahren und von dort dann mit dem Bus nach Buckow. Fotos gibt es davon nicht, denn ich habe noch halb geschlafen. Das Gespräch mit dem Busfahrer beim Umsteigen habe ich aber mitbekommen. Man weiß ja nie, wie die drauf sind, also hat unser Häuptling erklärt: Wir sind eine Gruppe von 14 Leuten mit 3 Brandenburg-Berlin-Tickets und fing dabei an, sein Ticket rauszuholen. Reaktion des Buchfahrers: „Wollnse mir dir jetzt wirklich alle zeigen?“ Hammwa dann nich, sondern sind auf seinen Wink hin einfach alle eingestiegen.

In Buckow sind wir an der Jugendherberge ausgestiegen und dann dem Panoramaweg gefolgt. Da dauert es nicht lang, und man hat einen Blick auf den Schermützelsee.

Schermützelsee

Der Weg hat es in sich, es geht beständig hoch und runter.

Panoramaweg

Zusätzliche Herausforderung auf der Strecke: eisige Wege. In der Stadt ist der Schnee ja fast komplett verschwunden, hier lag er noch im Wald rum und in Form von Eis auch auf den Wegen. Folge: Wir haben uns kaum unterhalten, sondern sind sehr aufmerksam gelaufen. Achtsames Wandern eben. Wer da nicht ganz im Hier-und-Jetzt war, lief Gefahr, sich ordentlich hinzulegen. Meine Sturzbilanz der gesamten Wanderung: ein mal hingesetzt, zwei mal hingekniet (vorher mit den Händen abgefangen), immer dann, wenn ich der Meinung war, ich könnte auch problemlos über total vereiste Flächen gehen. Und nicht daran gedacht habe, den Pinguin zu machen (sehr kleine Schritte, funktioniert übrigens tatsächlich noch besser, wenn man die Arme an den Körper anlegt und die Hände abgewinkelt hält, wie Pinguin eben).

Zurück zur Wanderung.

Weg aus Eis

In der Märkischen Schweiz gibt es nicht nur viele Berge, sondern auch nicht wenig Wasser (hier in Kombination).

Märkische Schweiz

Da, wo das Wasser fließt oder fällt, entstehen manchmal besondere Kunstwerke, die mich sehr fasziniert haben.

Eiskunst

Nach gerade mal etwas mehr als 6 Kilometern haben wir Mittagspause gemacht. Ich war froh drum, denn ich hatte schon mächtig Hunger. Ausgewählt haben wir dazu spontan einen Platz mit sehr viel Moos – wobei wir uns natürlich in das schneefreie Moos gesetzt haben.

Moos im Schnee

Frisch gestärkt (und ein wenig durchgefrohren, den es waren nur -3°C), ging es weiter und wir kamen an regelrechten Schneefeldern vorbei.

Schneefelder

Und an einem angefangenen Schneemann.

Schneemann?

Danach sind wir an der Wolfsschlucht vorbei gewandert.

Blick in die Wolfsschlucht

Der Weg auch hier vereist.

Eisweg

Und schließlich standen wir auf dem Dachsberg, von dem man bei guten Wetter bestimmt einen fantastischen Blick hat. Naja, wir haben auch was gesehen.

Blick vom Dachsberg

Wer oben ist darf auch wieder runter und zum Beweis, das wir auch zwischendurch tatsächlich ganz unten waren: der große Tornowsee.

Großer Tornowsee

Diesmal bin ich auch aufs Eis gegangen, das war nämlich definitiv dick genug.

auf dem Eis

Danach haben wir frische Biberspuren bewundert.

Baumeister Biber

Und ein Weilchen später gab es noch mal Eiskunst zu bewundern.

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Es gab auch Eis in filigran.

Eiskristalle

Und dann waren wir ziemlich bald am Ende der Wanderung angelangt. In Buckow im Strandcafe haben wir uns wieder aufgewärmt. Dort gibt es gute dunkle heiße Schokolade und fantastische Torten. Dann brachte uns der Bus zurück nach Müncheberg und von dort der Zug nach Lichtenberg und um 6 war ich wieder zu Hause.

Damit ich die Anzahl der Bilder um exakt 50% überziehe noch ein letztes Bild aus Buckow.

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Und nächstes Mal bleibt es bei 12 Fotos. Obwohl, das ist wieder ein Sonntag…

Die anderen Teilnehmer vom 12 von 12 gibt es wie immer bei „Draußen nur Kännchen„.

 

(Und ehrlich mal: Sommer kann ja jeder.)

 

Wanderung Wannsee – Babelsberg

Am Sonntag hätte man shoppen gehen können. Oder zur grünen Woche. Ich war wandern. Der Südwesten war diesmal das Ziel. Am S-Bahnhof Wannsee ging es los, kurz zur Ronnebypromenade runter, dann über die Brücke, das Südufer des Großen Wannsees umrundet und durch das Siedlungsgebiet dort nach Norden bis hinter das Haus der Wannseekonferenz. Dort steht diese stolze Löwe.

Löwenplastik

Von dort ging es dann in den Wald, immer am Wasser entlang, das hier Havel heißt.

Havel

Havel

Der Weg war über weite Strecken ziemlich vereist, aber das reichte manch einem nicht – es gab noch Schlittschuhläufer auf dem Eis (ich hätte das nach einer Woche Tauwetter ja nicht mehr gemacht).

Schlittschuhläufer

Schnee gab es fast gar keinen mehr, nur an geschützten Stellen war es noch mehrheitlich weiß.

Schnee im Wald

Aber es war so klar, daß man sogar den Grunewaldturm und die Abhöranlagen auf dem Teufelsberg ausmachen konnte*.

Türme am Horizont

Dieser markante Baum steht Am Fähranleger zur Pfaueninsel.

Baum am Fähranleger Pfaueninsel

Dort haben wir eine längere Pause eingelegt, die wir dann auch zur Mittagspause machten (während der wir dem anwesenden Briten deutsche Schimpfwörter beibrachten, da hatte er noch Lücken). Schließlich entschieden wir uns wegen Zeitdruck einiger Teilnehmer gegen eine Überfahrt.

Bei Nikolskoe hörten wir es über uns am Hang im Wald knacken und sahen dann zwei Wildschweine den hang runter preschen. Sie rannten quer durch unsere Gruppe durch über’n Weg** (da stand zum Glück grad keiner) und dann aufs Eis. Es schien ihnen dort zu gefallen, denn als wir diverse Meter weiter wieder einen Blick auf das Eis hatten, war zumindest eins der Schweine immer noch Eisläufer (Fotoqualität miserabel weil stark vergrößert, weil geringer Zoom der Kompaktkamera – aber man kann es erkennen).

Schwein auf Eis

Und noch mal ein paar Meter weiter gab es einen schönen Blick auf die Pfaueninsel.

Pfaueninsel

Als nächstes folgte der Blick auf die Heilandskirche in der Sonne.

Heilandskirche

Wunderbar zu erkennen: nix mehr mit blauem Himmel. Es hatte sich inzwischen ziemlich zugezogen. Und auf der Glienicker Brücke (die wir fälschlich überquerten), wehte ein fieser Wind. Es war auch längst nicht mehr so klar – das Schloß Babelsberg lag ziemlich im Dunst.

Schloß Babelsberg

Aber man konnte von der Brücke aus wunderbar zu Eis gefrorenen Wellen erkennen.

von der Glienicker Brücke

Durch den Schloßpark Glienicke ging es dann schließlich zu der Brücke, die uns hinüber brachte zum Schloßpark Babelsberg.

Babelsberg von Glienicke

Im Babelsberger Schloßpark hab ich dann keine Fotos mehr gemacht. Es war einfach ungemütlich und nicht mehr schön und so haben wir ihn ziemlich schnell durchquert und zum S-Bahnhof Babelsberg gestiefelt.

Und wer wissen will, wie es im Schloßpark Babelsberg aussieht, kann im meinem alten Blogeintrag nachsehen.

 

* Ich geb’s zu: Den Grundewaldturm sieht man bei der Auflösung des Fotos nur noch, wenn man weiß wo man suchen muß.

** Durch das permanente Wegrutschen auf dem eisigen Weg war der Adrenalinspiegel eh schon relativ hoch – das hätte es eigentlich nicht gebraucht.

Winterwanderung im Berliner Norden

Am Freitag habe ich begonnen, die Fotos vom letzten Jahr auszusortieren und dabei festgestellt, daß ich im ersten Halbjahr richtig viel wandern war, danach aber nicht mehr. Kurz nach dieser Feststellung bekam ich eine Einladung: Willst du am Sonntag mit wandern kommen? Kurz nachgesehen, was die Wettervorhersage sagt (zwischenzeitlich war mal mit Schneeregen und Regen für Sonntag gedroht worden) und dann zugesagt.

Sonntag früh dann war ich um 7 schlagartig wach, warum auch immer. Das war ziemlich ärgerlich, denn diesmal mußte ich erst um 10 losgehen, da wir in Berlin bleiben wollten. Und um 7 ist es noch echt duster! Ich habe dann noch eine Stunde lang versucht wieder einzuschlafen bis ich aufgegeben habe und aufgestanden bin. Und dann hab ich so rumgetrödelt, daß ich aufpassen mußte nicht zu spät loszugehen.

Wenn man vom U-Bahnhof Alt-Tegel zum Tegeler See läuft und beim Erreichen des Ufers rechts (nach Norden) abbiegt, ist man ganz schnell im Wald (und kommt am ältesten Baum Berlins vorbei, der dort ein paar Meter vom Uferweg entfernt steht). Und wenn man dann grob immer dem Seeufer folgt, hat man auch immer wieder schöne Blicke auf und über den See.

Winterseeufer mit Schwan

Winterseeufer

Winterseeufer

Winterseeufer

Bis man dann Tegelort erreicht. Man  hat immer noch Blick aufs Wasser, läuft aber an Häusern entlang. An der Fähre zwischen Tegelort und Hakenfelde gibt es nicht nur Stockenten, sondern auch ein Mandarinentenpaar.

Stockenten mit Mandarinente

Nach erreichen des anderen Ufers überquert man einen Kanal, und beim nachträglichen Blick auf die Karte (ich bin ja nur mitgewandert), habe ich festgestellt, daß ich vermutlich auf diesem Kanal mal das Wanderrudern ausprobierte (da war es aber deutlich wärmer). Er heißt Aalemannkanal, und ja, er ist da hinten einfach zu Ende.

Aalemannkanal

Ab hier wird es mehr und mehr städtisch. Erst an Wochenendhaussiedlungen vorbei, dann an großen Wohnhäusern. Zwischendurch auch immer mal wieder an Industrieruinen, wie zum Beispiel an dieser hier.

Industrieruine

Sie ist übrigens voll leer.

voll leer

Und nach 14 Kilometern ist man dann an der Spandauer Altstadt angekommen. Wir sind noch ins Brauhaus Spandau eingekehrt. Da das Wetter jetzt nicht unbedingt dazu einlud, lange Pause zu machen, haben wir eben erst hier Mittag gegessen. Zur besten Kuchenzeit. Egal.

Wunderbar war es. (Und daß ich danach so müde war, schiebe ich einfach mal aufs frühe Wachwerden.)

 

Himmelfahrtswandern – Jochberg

< editiert am 25.5.: Schreibfehler beseitigt, technische Daten ergänzt >

Tja, nun standen wir da: mehr Wandervorschläge als Tage übrig, aber keine unbedingte Empfehlung. Schließlich entschieden wir uns für den Jochberg, die vermutlich kleinste mögliche Runde, aber immerhin mit bewirtschafteter Alm zwischendurch, die auch den Betrieb schon aufgenommen hatte (davon hatte Schwesterherz sehr geschwärmt, sowas hatten wir aber bisher nicht). Und am Ufer das Walchensses entlang, wo man ja vielleicht auch noch etwas Zeit verbringen konnte (was ich aber offensichtlich nicht richtig kommuniziert hatte). Bei der Recherche wußte ich dann auch, wo all die Leute hin wollten, die uns am Vortag zu Fuß auf der Serpentinenstraße nach Urfeld begegnet waren: zum Jochberg.
Wir waren ähnlich zeitig wie  am Vortag – und alle Parkplätze schon sehr gut gefüllt. Also zumindest so, daß es schwer wurde, noch ein Auto abzustellen –  die bereits stehenden Autos standen aber zum Teil sehr auf Lücke. Nun, wir haben noch einen legalen Platz gefunden, danach begann das kreative Parken (die Ein- und Ausfahrt braucht ja nicht sooo breit zu sein, auf der Wiese…).
Los ging es mit einem ordentliche Anstieg durch den Wald (wer hätte das gedacht). Er war nicht sonderlich spektakulär oder besonders, aber auch nicht langweilig (was echte Waldwege ja sowieso nicht sind). Dann gab es aber doch ein Highlight: Wasserkaskaden! Also eigentlich war der Weg nur so steil, daß Stufen angelegt worden waren. Viel Wasser von irgendwo weit oben floß über den gesamten Weg und auch die Stufen und sorgte für schöne Wasserspiele.

keine Kaskaden, sondern junge Buchenblätter. Von den Kaskaden gibt es leider kein Foto. / Bild: Schwesterherz.

Keine Kaskaden, sondern junge Buchenblätter. Von den Kaskaden gibt es leider kein Foto. Bild: Schwesterherz.

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Himmelfahrtswandern – Heimgarten und Herzogstand

< editiert am 25.5.: Fehler beseitigt, technische Daten ergänzt >

Herzogstand also. Am Freitag, in der Hoffnung, daß dann nicht ganz so viel los ist. Zum Herzogstand hoch fährt nämlich eine Seilbahn, was ja üblicherweise für viel Betrieb auf dem Berg sorgt. Wir wollten durchaus auch Seilbahn fahren, allerdings runter. Und da meine Recherche ergab, daß die Bahn nur bis 16:45 fährt, habe ich morgens ein bißchen gedrängelt. So waren wir tatsächlich schon gegen 10 am Parkplatz der Seilbahn – und der war noch ziemlich leer.

Es gibt verschiedene Wege hoch zum Herzogstand. Wir haben uns für die Tour über den Heimgarten entschieden. 5 1/2 Stunden bis zur Bergstation der Seilbahn sagt der Wegweiser am Parkplatz. Hinten links geht’s vom Parkplatz runter, auf einer Brücke über einen Bach, dann nach rechts, an ein paar Häusern vorbei und dann ist man im Wald. Der Weg führt am Bach entlang (Deiningbach sagt die Karte) und hat eine ordentliche Steigung. Schon nach ein paar Metern mache ich die erste Pause um mich auszuziehen. Es ist warm! Und ich bin froh, auch ein T-Shirt dabei zu haben. Der Weg verläßt den Bach irgendwann, wird aber nicht weniger steil. Die Karte habe ich mir erst hinterher genauer angesehen: der Weg verläuft exakt senkrecht zu den Höhenlinien. Was mir während des Wanderns schon auffällt: rechts und links geht es immer ziemlich schnell ziemlich steil runter. Da viel Wald, sieht man aber nicht viel. Inzwischen ist auf dem Weg auch ’ne ganze Menge los. Was mir auffällt, ist der äußerst geringe Altersdurchschnitt. Im Harz trifft man ja fast nur Rentner, hier sind viele höchstens Mitte 20. Zumindest von denen, die uns öfter überholen, weil sie zwar schneller gehen, aber viel mehr Pausen machen als wir.
Und dann wird der Weg flach und der Wald lichter und man sieht, daß es ein paar Meter rechts und links vom Weg wirklich bergab geht und man sieht den Grat vom Heimgarten zum Herzogstand.

Links der Heimgarten, rechts (zwischen den Zweigen) der Herzogstand, dazwischen der Grat

Links (weiß) der Heimgarten, rechts (zwischen den Zweigen) der Herzogstand, dazwischen der Grat

Danach geht’s leicht bergauf weiter um einen Berg drumrum (den Rotwandkopf) vorbei an einem Ausblick auf den Walchensee.

Touripostkarte

Touripostkarte

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Himmelfahrtswandern – Hirschhörnlkopf

< editiert am 25.5.: Fehler beseitigt, technische Daten ergänzt >

Donnerstag (Himmelfahrt) – erster Wandertag. Wegen der Blasen an meinen Fersen wollte ich eine der eher kurzen Wanderungen aus unseren Vorschlägen machen, das Schwesterherz wollte vor allem eine, bei der in der Beschreibung nicht unbedingt steht, daß sie sehr beliebt ist. Das Wetter versprach, fantastisch zu werden, dazu Feiertag – es war abzusehen, daß viele unterwegs sein würden.

So entschieden wir uns für den Hirschhörnlkopf.
Der Parkplatz in Jachenau war schon sehr gut gefüllt, eine richtige Parkordnung aber auch nur bedingt zu erkennen. Wir fanden noch einen Platz für das Auto, auch wenn der nicht ganz legal aussah. Der Parkscheinautomat war außer Betrieb. Also Parkscheibe ausgelegt und dann los.
Der Weg fängt harmlos an. Forststraße, fast eben. Dann mit leichtem Anstieg. Mit stärkerem Anstieg. Und schließlich ist der Forstweg zu Ende und es geht auf einem steilen schmalen Pfad weiter. In zig Kehren schlängelte er sich den Berg hoch. Prinzipiell mag ich so Pfade ja tausend mal lieber als Forststraßen. Aber so steil! Und dann gab es am Anfang auch noch hauptsächlich Baumnachwuchs – also kaum Schatten. Aber schön war es trotzdem, vor allem, da man schon bald richtige Berge sehen konnte. Also so hohe schroffe mit Schnee drauf.

Berge!!!

Berge!!!

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