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17.01.2022 Sonne und anderes erfreuliches

Jedes Jahr wieder schön: Wenn die Sonne wieder in die Wohnung scheint. Heute war es so weit. Dabei sah es lange gar nicht danach aus, der Vormittag war eher dunkelgrau, es regnete und stürmisch war es auch. Darum habe ich auch auf meine morgendliche Runde verzichtet. Aber ab Mittags verschwanden die Wolken und dann schien die Sonne.

Das habe ich dann natürlich gleich für eine größere Mittagsrunde genutzt, die ich mit einem Schlenker zur Apotheke verband, um mir endlich das digitale Impfzertifikat für den Booster abzuholen. Nach Feierabend mußte ich noch mal hin, denn als Jahr der Impfung war 2021 angegeben. Die Apothekenangestellte entschuldigte sich, daß es im Impfpass sehr wie 2021 aussieht. Ich glaube sogar, daß der Arzt dort tatsächlich 2021 schrieb (wer hat das Problem mit den Jahreszahlen Anfang Januar nicht?), aber 2021 für diese Impfung ist ja aus mehreren Gründen unsinnig – und ich habe eh noch die andere Impfbestätigung vom Impfzentrum, wo eindeutig das korrekte Jahr steht. Wie dem auch sei: ich bin jetzt auch digital geboostert – mit korrektem Datum.

Und dann habe ich heute noch gesehen, daß mir die Fahrkarte, die ich letzten September wegen das Warnstreiks bei der Bahn nicht nutzen konnte, erstattet wird. Damit hatte ich nach nun über 4 Monaten gar nicht mehr gerechnet.

Was heute schön war

Lächeln geht wieder.

Der eine Lieblingskollege ist aus dem Urlaub zurück.

Es gab einen ganz wunderbaren Sonnenuntergang.

Und ich hatte gute Schokolade dazu.

Immer noch Sommer – schön und gut der zweiten Septemberhälfte 2018

Der September ist inzwischen schon über einen Monat her, für meine Chronik schreib ich aber trotzdem noch auf, woran ich mich so erinnere.

Beginnen wir mit Dingen, die eigentlich schon in der ersten Septemberhälfte stattfanden, die ich aber beim Bericht vergessen hatte: den Geburtstag vom Schwesterherz! Da sie an ihrem eigentlichen Geburtstag nicht konnte, hatte sie die Eltern und mich am Dienstag danach zum Kuchenessen bei sich eingeladen. Also hab ich mal ziemlich zeitig Feierabend gemacht und bin zu ihr gefahren. Da saßen wir dann auf dem Balkon, aßen Kuchen (Zucchinikuchen) und quatschten und das war so schön, daß ich gar keine rechte Lust hatte zum Schwedischkurs zu fahren. Ich bin dann aber doch noch los, wollte wenigstens die Hausaufgaben für die nächste Woche mitnehmen. Eine dreiviertel Stunde Kurs hab ich noch mitgemacht – die Auswertung der Hausaufgaben der Woche davor – und neue Hausaufgaben gab es gar nicht. War trotzdem gut.

Am dritten Montag im September bin ich mal wieder mit dem Fahrrad auf Arbeit gewesen und diesmal hatte ich tatsächlich dran gedacht und Badesachen dabei. An der Badestelle angekommen hab ich dann aber doch noch eine ganze Weile überlegt. Sooooo warm, daß ich unbedingt baden wollte war, mir nicht. Schließlich hab ich entschieden: „Ich hab die Sachen dabei, also nutze ich sie auch“. Leider war mir der Seeuntergrund an der Badestelle, die ich mir ausgesucht hatte, ziemlich suspekt. Man konnte schon nach ein paar Schritten seine Füße nicht mehr sehen, dafür wuchsen vereinzelt komische Wasserpflanzen hoch, so daß ich das Badengehen dann doch abgebrochen habe und ich nicht richtig im Wasser war. Aber halb!
Ich hatte eh schon relativ späte Feierabend gemacht, durch den Badeversuch wurde es noch später, so wurde es dann schon dunkel, während ich noch mit dem Fahrrad unterwegs war. Aber vorher gab es noch einen tollen Sonnenuntergang.

Es war kein Hochsommer mehr in der zweiten Septemberhälfte, abends wurde es meistens schon wieder ziemlich kühl. Aber ein Abend war dann doch noch mal so hochsommerlich, daß ich ewig auf dem Balkon gesessen habe. Da ich gerade ein eBook auf dem Tablet las, sogar noch, als es längst dunkel war. Die Vorteile der modernen Technik.

Auf Arbeit habe ich irgendwann in diesen zwei Wochen festgestellt, wie souverän ich inzwischen mit der Technik, vor der ich immer einen großen Respekt hatte, umgehe. Naja, Respekt hatte ich weniger vor der Technik, als vielmehr vor der Arbeit damit, weil das alles ganz schön kompliziert ist. Kann ich jetzt aber problemlos. Ich bin noch kein absoluter Experte, aber mit den meisten Macken der Technik hatte ich schon zu tun und konnte sie oft auch selbst lösen.

Ansonsten war ja Endspurt vor dem Urlaub. Und das hab ich so gut hinbekommen, daß ich am letzten Tag vor dem Urlaub richtig zeitig, nämlich schon kurz nach 2, Feierabend gemacht habe (und sofort alles vergessen, wie ich dann nach dem Urlaub feststellte). Und dann hatte ich noch einen ganzen Tag Zeit bevor es mit der Reise los ging. Den Hinweis aus den Reiseunterlagen, man solle möglichst wenig gestreßt anreisen, habe ich sehr ernst genommen.
[Na gut, als es dann tatsächlich los ging, bin ich mal wieder sehr in Hektik verfallen, weil die Zeit plötzlich schneller rum war als gedacht. Aber da da noch nix ernsthaft zeitkritisch war, war das nur relativ kurz wirklich doof.]
Und: ich habe im Flugzeug sogar geschlafen, wenigstens ein bißchen.

Klassentreffen, Wanderlust und immer noch Sommer – Schön und gut der ersten Septemberhälfte 2018

Am 1. September hatten wir Klassentreffen. Passend, die runde Anzahl an Jahren seit dem Abitur an dem Tag unserer Einschulung (die noch viel länger her ist) zu begehen. Und obwohl das Abi nun wirklich schon lange her ist, wirkten die meisten doch noch sehr vertraut. Nur einer hat sich so sehr geändert, daß ihn keiner auf Anhieb wieder erkannt hat. Aber selbst bei ihm waren Stimme, Gestik und Mimik eigentlich unverändert. Schön fand ich, daß das ganze überhaupt kein „Mein Haus, mein Boot, mein Auto“-Ding war. „Und, was machst du so?“ war die übliche Frage, und dann hat man halt erzählt. Spannend fand ich, daß doch recht wenige etwas aus ihrem Abi gemacht haben, also für das, was sie jetzt tun, kein Abi benötigt hätte. (Daß ein evtl. folgendes Studium an unserem Gymnasium überhaupt keine Rolle spielte und wir eher auf Ausbildung vorbereitet wurden, war mir aber schon früher aufgefallen). Am spannendsten fand ich aber die Klassenkameradin, die für ihren jetztigen Job definitiv kein Abi benötigt hätte und doch am glücklichsten von allen wirkte. Sie hat ein paar Jahre ihren Traum verwirklicht, festgestellt, daß das nicht das Gelbe vom Ei ist (weil man da nichts verdient) und sich dann den bestmöglichen Kompromiss aus Traum und Geldverdienen gesucht. Und sie wirkte wirklich absolut zufrieden. Ansonsten haben inzwischen tatsächlich fast alle Kinder, einige haben ein Haus gebaut, aber erstaunlich viele wohnen immer noch in Prenzlauer Berg oder direkter Umgebung. Andere kamen aus Flensburg, Basel, Helsinki oder gar Amerika. Einige machen immer noch den gleichen Job wie vor 15 Jahren, andere haben immerhin mal den Arbeitgeber gewechselt, zwei auch noch mal ganz von vorn angefangen. Und einer versucht mit so wenige Aufwand wie möglich durchs Leben zu kommen, hat sich in einem Leben auf Harzt4-Niveau eingerichtet und prahlte regelrecht damit, in seinem letzten Job Geld bekommen, aber nix getan zu haben. Es war ein unterhaltsamer Abend. (Schön fand ich auch die ehemalige Klassenkameradin, die meinte, es fiele ihr auch sehr schwer, mit anderen ins Gespräch zu kommen und die im Laufe des Abends mit wirklich fast allen sprach und bei allen auch Anknüpfungspunkte von früher hatte – aber klar, es fällt ihr schwer, mit anderen zu reden.)

Und vermutlich gerade weil es so wirkte, als wäre unser letztes Treffen gerade erst gewesen, war ich den ganzen Sonntag dann noch mit Gedanken sortieren und Standortbestimmung beschäftigt: Was hab ich errreicht, wo stehe ich jetzt, wo will ich eigentlich hin? Und überhaupt.

Dann kam die Arbeitswoche und mir blieb nicht mehr viel Zeit für Gedanken. Immerhin mach ich inzwischen wieder deutlich Fortschritte. Ich habe begriffen (glaube ich), wie die Tools funktionieren, oder zumindest wie und in welcher Reihenfolge was getan werden muß. Das ist alles etwas eigen, aber so langsam wird es. Das Einarbeiten in den fremden Code funktioniert immer besser und schneller und ich finde es nur etwas schade, daß niemand würdigen wird und kann, was ich da gerade leiste (und ich muß mir in Anbetracht der knappen Zeit immer wieder sagen, daß ich es nur funktionierend machen muß, nicht wirklich gut, auch wenn das so gar nicht meinen Ansprüchen an mich und meine Arbeit entspricht (klappt auch nicht immer gut)).

Zwei Mal bin ich mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Mittwoch ging es richtig gut, Freitag eher nicht so. Aber obwohl ich zwischendurch intensiv überlegt habe, das letzte Stück mit der S-Bahn zu fahren, bin ich doch die ganze Strecke geradelt – Training für den nächsten Urlaub.

Außerdem hatte ich Dienstag meinen ersten Schwedischkurs dieses Semester. Für den Donnerstagskurs gibt es dieses Semester nicht genügend Anmeldungen, also gehe ich Dienstags zur gleichen Lehrerin bei gleichen Niveau. Aber es sind doch andere Teilnehmer und damit ist alles anders. Außerdem gibt es da mehr Hausaufgaben. Danach bin ich zu Fuß nach Hause, auch wenn der Weg wieder deutlich länger ist als vom Donnerstagskurs. Und zu Hause dann fast direkt ins Bett, auch wenn es noch relativ zeitig war. Ich war einfach hundemüde.

Überhaupt, müde. Sonnabend habe ich mich nach dem Marktbesuch noch mal hingelegt und weitere anderthalb Stunden geschlafen (in der Nacht zuvor immerhin ungefähr 9, wenn auch sehr schlecht). Danach ging es dann endlich halbwegs. Weil ich wußte, daß auch die nächste Arbeitswoche sehr anstrengend werden würde, wollte ich schon mal so viel wie möglich an Haushaltskram erledigen. Naja, ich war wenigstens alles einkaufen, was mir so einfiel. Dann bin ich zu Fuß zum Alex, weil die Sonne schien und ich noch wegen des Geburtstagsgeschenks für’s Schwesterherz gucken wollte. Sind da inzwischen viele Touristen unterwegs! Sogar in Bereichen, in denen früher nie Touristen waren! Muß das so? Ich hab ja nicht prinzipiell etwas gegen Touristen, bin ja selber oft genug als Tourist unterwegs, aber soooo viele! Wohnen würde ich da nicht mehr wollen… Zurück ging es dann mit der Straßenbahn. Den Rest des Tages habe ich auf dem Sofa verbracht, und da ich um 10 schon wieder müde war, bin ich relativ zeitig ins Bett.

Eigentlich hatte ich ja gedacht, daß ich früher wach würde, habe dann aber doch bis halb 10 geschlafen und danach gemütlich auf dem Balkon gefrühstückt (geht inzwischen nur noch selten, weil es nachts dann doch schon Herbst ist). Und somit war es dann eigentlich schon zu spät, um mit nur wenig Anstehen in die Alte Nationalgalerie zu kommen. Ich bin dann aber trotzdem hingefahren, denn die Ausstellung „Wanderlust“ wollte ich unbedingt sehen, und es war das vorletzte Wochenende und am letzten Wochenende würde es erst Recht voll werden, dachte ich mir. Ich habe dann ca. eine dreiviertel Stunde gewartet bis ich rein kam, aber es war warm, sonnig, zwischendurch spielte einer gut auf der Trompete und ich habe mich mit den vor und hinter mir Wartenden unterhalten. Da wirkte es gar nicht so lang.

Bloglesen wirkt. Bei Anke Gröner habe ich gelesen, daß sie, seit sie Kunstgeschichte studiert, sich erstmal vor das Bild stellt und sich quasi selbst beschreibt, was sie dort sieht und erst danach den Erklärtext liest. So habe ich das auch gemacht: Bild betrachten. Was sehe ich? Woran erinnert es mich? Was macht es mit mir? Die Erklärtexte habe ich mir (bis auf den Titel) meist gar nicht durchgelesen, weil ich eh vor hatte, den Katalog zu kaufen. Was mir sehr schnell aufgefallen ist: Viele der Bilder hätte ich so auch fotografiert, oder habe ich sogar so ähnlich schon fotografiert. Habe dann überlegt, ob sich diese Motive eben einfach anbieten, oder ob das eine Folge davon ist, daß ich schon als Kind in Ausstellungen „geschleppt“ wurde. Nachdrucke einiger Bilder von Caspar David Friedrich hingen ja auch in der Wohnung. Was mir außerdem aufgefallen ist: Die Maler konnten Lichtpunkte einfach dort setzen, wo sie wollten. Als Fotograf ist man ja leider darauf angewiesen, daß Sonne und Wolken mitspielen. Außerdem konnten sie auch unliebsames, was das Motiv störte, einfach weglassen. Oder anderes hinzufügen. Oder einfach komplett „Versatzstücke“ zusammenmontieren. So hat Caspar David Friedrich die Hohneklippen aus dem Harz einfach in den Vordergrund des Watzmann gemalt. Und Schinkels Bilder nach der Italienreise sind einfach völlig frei zusammengestellte Fantasielandschaften. Dafür dauert das Malen natürlich wesentlich länger als das Fotografieren. Auch faszinierend fand ich die verschiedenen Stilrichtungen und Techniken (fast) direkt nebeneinander hängen zu haben. Da gab es einerseits die Gemälde, bei der jedes einzelne Blatt des Baumes gemalt war und andererseits aus späterer Epoche die Blumenwiese, wo die Blumen nur durch kleine Farbtupfer dargestellt wurden.
Die Ausstellung zeigte aber nicht nur Bilder, sondern auch Bücher aus der Zeit, als die Natur, die Gegend als Ziel von Ausflügen und Wanderungen entdeckt wurde. Einige derTitel hätten auch von der aktuellen Bestsellerliste stammen können: „Meine Reisen zu Fuß, oder Beobachtungen über menschliche Schwachheiten“ (Christian Gotthold Hauffe, 1789), „Die Spatziergänge oder die Kunst spatzieren zu gehen“ (Karl Gottlob Schelle, 1802) oder „Das Wanderbuch eines Schwermütigen“ (Daniel Leßmann, 1831).
Bei den Büchern ärgerte ich mich erst, keine Kamera dabei zu haben um die Titel als Gedeächtnisstütze fotografieren zu können. Dann fiel mir ein, daß ich ja Zettel und Stift dabei hatte und so stand ich in der Ausstellung und notierte mir das ganz altmodisch per Hand. Und wo ich schon dabei war, nutze ich das auch gleich, um die Titel meiner Favoriten zu notieren. Am meisten angesprochen hat mich „Waldinneres bei Mondschein“ von Caspar David Friedrich, das aber eigentlich gar nicht zur Ausstellung gehört, sondern immer dort hängt. Schinkels „Der Morgen“ löste ähnliches aus (und gehörte zur Ausstellung). Beieindruckt hat mich „Portrait Iwan Schischkin“ von I.N. Kramksoi (das von 1873, er hat ihn mehrfach gemalt, wie ich grad feststellte), weil das aussah wie fotografiert – und dann auch noch riesig.
Gute anderthalb Stunden bin ich in der Ausstellung gewesen. Es war gut besucht aber nicht zu voll – was daran lag, daß das Museumspersonal darauf achtet, nicht zu viele Besucher gleichzeitig in die oberste Etage zulassen, wie ich beim gehen feststellte. Den Rest des Museums habe ich ignoriert, nur beim Shop bin ich noch mal stehen geblieben. Neben dem Katalog habe ich noch eine große Kunstpostkarte („In freier Natur“ von Richard Riemerschmid) und die Bergsteigerin von Jens Ferdinand Willemsen als Poster – die beiden einzigen Bilder der Ausstellung, die Frauen tatsächlich beim Wandern (bzw. annähernd beim Wandern in Riemerschmids Fall) zeigen. Damals wanderten Frauen noch nicht. Die Bergsteigerin hängt jetzt bei mir im Flur (läßt sich da aber eher schlecht fotografieren).

Danach ging es dann direkt nach Hause. Eigentlich wollte ich mir dort Zucchini zum Mittag machen. Da es aber schon kurz vor 3 war, wurde es dann ein Apfelcrumble nach Frau Brise (Blogs und so…)

Den Rest des Nachmittags schön in der Sonne auf dem Balkon gesessen und gelesen und diesen Beitrag angefangen (ich glaub, noch an keinem Blogbeitrag hab ich so lang geschrieben wie an diesem).

Abends dann noch SkateNight. Die letzte des Jahres. Hätte schön werden können. Es war deutlich wärmer als zwei Wochen zuvor*, das Tempo etwas schneller, damit die Läufer nicht ganz so dicht gedrängt. Dann machte mir aber ein Wechsel des Asphalts von sehr glatt zu extrem rau Probleme (rau stoppt) und ich hab mich hingepackt. Nix passiert bis auf kleine Schürfwunde am Daumengelenk, ich bin ja immer in kompletter Schutzausrüstung unterwegs, aber Stimmung bei mir war doch doof hinterher. Dazu kamen Kopfschmerzen (irgendwie vom Helm, als ich ihn in der Pause abnahm, hörten sie auf). Jedenfalls hab ich diesmal auf die zweite Runde verzichtet, auch wenn  konditionell durchaus noch was gegangen wäre. Da ich aber die Pause noch mit Schwesterherz und ihren Vereinskollegen gequatscht habe und mich erst umzog als alle Läufer wieder weg waren, hatte ich die Fotobox dann für mich und hab noch ein schönes Foto gemacht.

 

 

* Das hab ich gar nicht berichtet, glaub ich, daß die so langsam war, daß ich sogar alle beiden Runden mitgelaufen bin. Auch, weil ich am Montag danach frei hatte.

Was so los war im August

Ende Juli, Anfang August wurde es richtig heiß: tagsüber Temperaturen über 35°C, nachts kaum Abkühlung. Ich habe das erstaunlich gut verkraftet, nur auf das Fahrradfahren habe ich verzichtet, und meinen Balkon konnte ich kaum noch nutzen, da zu heiß.

Am ersten Augustwochenende war ich in Hamburg, Freundin besuchen. Freitag hingefahren, abends in der Pizzeria um die Ecke gewesen und dann noch ewig gequatscht. Am Sonnabend sind wir gar nicht so spät aufgestanden, dann aber (auch wegen des gemütlichen Frühstücks) doch erst gegen Mittag losgekommen. Unser erstes Ziel war der Dahliengarten, den mir eine Kollegin empfohlen hatte. Der auf der Webseite erwähnte Kiosk war gerade erst dabei aufzumachen (also nicht für den Tag, sondern so generell) hatte aber immerhin schon Eis, was etwas gegen meinen Hunger half. Der Garten selbst war schon ganz schön. Es blühten erst ca. die Hälfte aller Dahlien, aber man konnte gut und bequem im Schatten sitzen, auf all die Dahlien gucken und quatschen. Rumgegangen sind wir dann natürlich auch noch, aber es war schon ziemlich heiß in der Sonne.

Danach entschieden wir uns dann (spontan nach Blick auf die Fahrradwegweiser) vom Dahliengarten zu Fuß Richtung Teufelsbrück zu gehen. Ein schöner Weg durchs Grüne, der uns nicht nur an einem großen Einkaufszentrum vorbei führte, in dem wir endlich was richtiges zu essen bekamen, sondern auch zum Botanischen Garten. Und da wir schon mal dort waren, sind wir auch durch den noch gestromert.

Dort haben wir auch festgestellt, daß Blässhuhnküken wahnsinnig große Füße haben (und quasi nie stille stehen).

Dann war die Frage: S-Bahn oder Fähre? Aber wenn ich schon mal in Hamburg bin, dann will ich auch Fähre fahren – S-Bahn kann ich in Berlin auch. Also ging es noch ein Stück weiter wirklich bis Teufelsbrück und als wir so auf die Fähre warteten, meinte ich zur Freundin: „Auch wenn du mich auslachst, für mich ist das hier schon Meer“ (wohl wissend, daß es bis zur Nordsee noch n ganzes Stück ist). Da meinte die Frau neben uns: „Das habe ich auch gerade gedacht!“. „Pff, Landratten“, war die Reaktion der Freundin.

Dann kam die Fähre und wir schipperten zurück während ein Kreuzfahrtschiff grad die Stadt verließ.

Landungsbrücken raus, die Freundin hatte eigentlich die Idee, im Portugiesenviertel essen zu gehen, aber da war alles voll, beim Weiterlaufen kamen wir nicht nur an einem Geldautomaten vorbei sondern ich auch zu einem Fleetfoto (kein Hamburgbesuch ohne Fleetfoto) und schließlich landeten wir am Großneumarkt, wo wir gut aßen und noch lange quatschten. Es war frisch geworden und da wir gar nicht vorgehabt hatten, so lange unterwegs zu sein, waren wir darauf nicht eingerichtet, begannen also bald zu frösteln. Dagegen gab es im Restaurant aber Decken. Als wir bezahlt hatten, fragte ich die Kellnerin spaßeshalber, ob wir die Decken mitnehmen dürften, worauf sie sofort mit „Ja klar“ reagierte. Das verwunderte mich doch etwas und ich fragte noch mal nach und – naja, es stellte sich heraus, daß sie dachte, ich hätte nach der Rechnung gefragt. Die Decken durften wir nicht mitnehmen. Brauchten wir aber auch nicht, so kalt war es gar nicht, wenn man sich bewegte.

Den Sonntag in Hamburg habe ich ja schon beschrieben.

Am darauffolgenden Sonnabend war ich mit dem Schwesterherz in der Gärtnerei des Schloss Charlottenburg. Durch den superheißen Sommer hatte sich dort eine sogenannte 100jährige Agave zum Blühen entschlossen (tatsächlich war sie „nur“ ca. 70 Jahre alt). Schon beeindruckend.

Danach waren wir dann noch – wenn wir schon mal in der Ecke sind – im Schloßpark Charlottenburg.

Sonntag war der 12. und ist deswegen schon bebildert dokumentiert.

Am dritten August-Wochenende hatte mein Onkel anläßlich seines runden Geburtstages ins Brandenburgische eingeladen. Wir haben gut gegessen (ein paar Sektgläser umgeworfen), eine Bootsfahrt über den Liepnitzsee gemacht, noch mal gut gegessen und insgesamt ganz viel gequatscht bis ziemlich spät in die Nacht. Am nächsten Morgen gab es noch Frühstück dann fuhren alle wieder heim. Alle bis auf das Schwesterherz und mich, wir sind noch am See geblieben, haben in der Sonne gelegen und gelesen, und waren immer wieder baden, so lange, bis wir dann doch Hunger bekamen. Das war sehr schön gewesen.

Am vierten Wochenende dann war die Einschulung einer Cousinentochter, die wir im Garten feierten. Leider legte der Sommer ausgerechnet an dem Sonnabend eine Pause ein, es regnete sogar eine halbe Stunde lang. Das war eigentlich dringend nötig und viel zu wenig – wenn man im Garten feiern will aber doch eher doof. Immerhin stand der große Pavillon unter dem sich nach und nach alle erwachsenen versammelten während die Kinder weiter draußen spielten.

Und am Sonnabend habe ich auch spontan eine Karte für das Ersatz-Konzert der Toten Hosen bekommen. Am Freitag im Juni hätte die Cousine gekonnt, jetzt am Mittwoch im August nicht mehr. Also hab ich ihre Schwester und die beiden großen Cousinentöchter zum Konzert begleitet.
Kann man machen. Ich habe nicht wesentlich früher als sonst Feierabend gemacht, war gegen 6 in der Waldbühne (fast ’ne Stunde vor den anderen drei) und habe uns schöne Plätze reserviert. Vorband waren Royal Republic aus Schweden, die in Goldglitzer-Jackets auf der Bühne standen und laut eigener Aussage Power-Disco spielten. Heavy Metall konnten sie aber auch. Sie hatten offensichtlich Spaß und das hat sich auch aufs Publikum übertragen. Dann kamen die Toten Hosen und auch sie hatten Spaß auf der Bühne und ich mußte im Laufe des Konzerts feststellen, daß ich textsicher war bei Liedern, deren Existenz ich völlig vergessen hatte. Das war schon ein leicht merkwürdiges Gefühl. Ansonsten kann man aber auch bei fast allen unbekannten Liedern spätestens beim zweiten Mal den Refrain mitsingen… Kann man also machen.

Schön war auch, daß es zum Konzert noch mal richtig warm wurde, nachdem es die Tage vorher (schon vor dem Einschulungswochenende) ja schon ziemlich kühl geworden war. Wobei kühl vielleicht auch etwas übertrieben ist. Das Wetter war so wie letzten Sommer (nur ohne Regen), aber diesen Sommer sind wir eben etwas verwöhnt. Ich habe das aber als Anlass genommen, wieder mit dem Radfahren zu beginnen. Letzten Freitag habe ich die Strecke nach Hause in weniger als anderthalb Stunden geschafft! (1:29h, um genau zu sein.)

Tja und Arbeit… es ist immer noch mühsam, aber Anfang/Mitte des Monats fügten sich so nach und nach Puzzlesteine zusammen und ich habe plötzlich Dinge und Zusammenhänge verstanden. Das war schon sehr schön, jedes Mal wieder. Inzwischen wirkt es auf mich wie der süße Brei: je mehr ich mache und verstehe, desto mehr Arbeit liegt noch vor mir. Ende September soll ich fertig sein, juchu.

Schön und gut – KW 28-30/18

Editiert am 13.8.: Im Nachhinein war mir aufgefallen, daß ich mich mit den Wochenenden vertan hatte. Die Wanderung, die zur Woche davor gehörte, habe ich rausgenommen und (für mehr Fotos) ein Foto vom Stammtisch hinzugefügt.

Der Sommer, der letztes Jahr ausgefallen war, wird dieses ja aber sowas von nachgeholt. Seit Wochen regnet es nur höchst selten und die Tageshöchsttemperaturen liegen immer über 25°C, diese Woche sogar über 30. Das ist super zum Fahrradfahren. Ich bin in den letzten Wochen immer mindestens ein Mal pro Woche von der Arbeit mit dem Rad nach Hause gefahren und dabei nur einmal naß geworden. Das dafür dann aber richtig. Da das aber im mittleren Abschnitt des Weges passierte, war ich schon wieder trocken, bevor ich zu Hause ankam.

Stammtisch war auch wieder und da bin ich diesmal mit zwei Kollegen hingeradelt. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Leider mußte ich zurück fast die gesamte Strecke allein fahren, weil die beiden ganz woanders wohnen.

Außerdem war ich jedes Wochenende ein mal mit dem Fahrrad bei den Eltern im Garten. Die Renovierung der Laube geht inzwischen rasant vorwärts und man kann jede Woche neues bewundern. Außerdem ist Garten eh toll.

Außerdem war ich zwei mal wandern.

Am ersten Wochenende war ich mit Gruppe in der Umgebung von Königs Wusterhausen unterwegs. Erst am Kanal entlang, dann um einen See drumrum und an einer Dorfkirche sind wir auch noch vorbei gekommen.

Die Tour bot vom Wandern auf dem asphaltierten Wegen bis zu Trampelpfad am See alles was man sich an Wegen vorstellen kann und endete am Schloß in KW, wo wir noch auf ein Getränk und Kuchen und Eis einkehrten.

Am zweiten Wochenende war mal wieder der Südwesten das Ziel. Ich bin schon am S-Bahnhof Wannsee losgelaufen, die Gruppe hat sich dann am Flensburger Löwen getroffen.

Von dort ging es über den sogenannten Märchenwanderweg (überhaupt nicht ausgeschildert, es gibt nur eine Wegbeschreibung im Internet) kreuz und quer durch den Wald. Unspektakulär. Immerhin größtenteils Mischwald. Ziemlich warm, zum Teil sehr sandige Wege. Im Park  Glienicke gab es immerhin eine fast märchenhafte Hütte.

Lange Pause im Wirtshaus Moorlake (mit sehr freundlichem Kellner), dann ging es über Nikolskoe (mit Genuss des Glockenspiels von… direkt zu Füßen der Kirche) zur Fähre zur Pfaueninsel. Die anderen sind noch weiter zurück zum Flensburger Löwen gelaufen, ich habe auf den Bus gewartet und bin direkt zur S-Bahn gefahren, denn ich wollte noch zur Skate-Night und so langsam wurde die Zeit knapp (die Strecke war nicht lang gewesen, wir sind aber erst nachmittags gestartet).

Zum Glück hatte ich den Rucksack zum Skaten schon fertig gepackt, denn ich kam später nach Hause als gedacht. So blieb mir trotzdem noch genug Zeit, schnell etwas zu essen. Dann umziehen (das T-Shirt war schon sehr verschwitzt), Rucksack schnappen und los. Die Straßenbahnfahrt war lang genug, also hab ich schon mal während der Fahrt Skates und Schützer angezogen und war dann sehr bequem rechtzeitig da. Das Skaten war sehr entspannt, da Familiennacht war und das Tempo und die Streckenlänge auf Kinder abgestimmt war. Da liefen 5-Jährige (u.a. der Nachwuchs der Eisbären) mit! Gut, die ganz kleinen wurden wohl hauptsächlich gezogen… Weil es so entspann gewesen war, hatte ich noch viel Energie und hab überlegt ob ich nicht doch auch die zweite Runde mitfahre – wohl wissend, dass die deutlich länger und schneller sein wird. Und weil ich so vernünftig bin, bin ich dann nur ein ganz kleines Stückchen mitgelaufen. Schön war es trotzdem.

Sonst noch? Ich habe endlich ein Hotel für die Übernachtung vor dem Flug in den nächsten Urlaub gebucht. Und während ich noch mit einem bekannten (der dort öfter dienstlich hin fliegt) die beste Option für Frühstück besprach, hat mir ein anderer vorgeschlagen, daß wir uns an dem Abend ja zum Essen treffen können. Freut mich.

Ansonsten. Sommer. Ich verbringe die Abende hauptsächlich auf dem Balkon.

Und Mondfinsternis war ja auch noch. Weil ich die letzte schon fotografiert hatte, war ich diesmal nicht so scharf drauf. Und dann zog sich der Himmel zum Abend hin ja auch zu. Als ich dann vom Schwesterherz aber das erste deutlich erkennbare Bild des roten Monds bekommen habe (beim ersten hat sie extra einen Kringel um den Pixelhaufen gemacht, der angeblich der Mond sein sollte…), bin ich doch noch los.

Schön und gut – KW 27/18

Dienstag wieder mit dem Fahrrad auf Arbeit gewesen und dann nach Hause gefahren. Und obwohl ich auf dem Hinweg nur ca. 2 Kilometer tatsächlich mit dem Fahrrad gefahren bin hatte ich im Büro angekommen deutlich bessere Laune als sonst. Der Rückweg war auch toll – bis mir dann die Kette vom Ritzel gesprungen ist und sich zwischen Ritzel und Rahmen verhakte. Gut: ich habe auf der Suche nach einem Fahrradladen ein paar Leute angesprochen und nachgefragt, ob sie wüßten, wo ich einen finde. Hat leider nicht geholfen, im Sprengelkiez gibt es keinen Fahrradladen mehr. Nunja.

Mittwoch mal wieder eine größere Aufgabe auf Arbeit abgeschlossen. Aber ach… es ist alles komisch dort.

Wochenende war besser.

Am Sonnabend bin ich am Nachmittag zu den Eltern in den Garten gefahren. Wir haben da schön gesessen, Kaffee bzw. Tee getrunken und Kuchen gegessen und gequatscht. Viel gequatscht. Und irgendwann stellte ich völlig überrascht fest, daß es schon halb 7 war. Bin dann noch deutlich später mit zwei Zucchini, Zuckererbsen und Blümchen im Gepäck wieder nach Hause gefahren. (Und stellte da fest, daß „heute fahre ich aber langsamer“ eher nicht geklappt hat – waren nur 19,5 Durchschnitt statt der 20,5 vom Dienstag).

Sonntag war ich wieder wandern. Spontan entschieden am Sonnabend, was möglich war, weil es keine Teilnehmerbeschränkung gab. Das führte aber zu einer ziemlich großen Gruppe (über 40, glaub ich), und das ist mir nix. Beim Losgehen merkte ich ziemlich schnell, daß ich keinen Bock auf Kommunikation habe. Könnte aber auch daran gelegen haben, daß ich gleich zu Anfang zwei eher unangenehme Männer in der Nähe hatte („in Amerika nennen wir das slimy“, sagte meine Mitwanderin über den einen), denn ziemlich bald war ich doch in ein Gespräch verwickelt und hatte dann gute und interessante Unterhaltung für den Rest der Wanderung.
Vom S-Bahnhof Heerstraße aus sind wir erstmal auf den Drachenberg hoch. Blick über Berlin.

Dann ging es wieder runter, auf halber Höhe um den Teufelsberg drumrum, ganz runter, am Teufelssee vorbei und dann zum Grunewaldturm. Dort im Biergarten Mittagspause. Wildschweinburger gab es, den ich sofort ausprobieren mußte. Und eine Liveband spielte Swing. Das fand ich ganz besonders schön und passend: es paßte zum Wetter und irgendwie auch zu einem Biergarten in Berlin denn in den 20ern sind die Berliner am Wochenende ja immer raus ins Grüne in die Ausflugslokale geströmt um der Enge der Mietskasernen zu entfliehen.

Nach der Pause ging es dann an der Havel, bzw. über den Havelhöhenweg

weiter bis zum Strandbad Wannsee vor dem die BSR eine riesige Konservendose aufgestellt hat.

Von dort ging es dann zum S-Bahnhof Nikolassee. Die meisten sind dann dort noch in den Biergarten gegangen, aber ich hatte erstmal genug Kommunikation und außerdem wollte ich wenigstens noch ein bißchen im Haushalt machen, da war am Wochenende außer Einkaufen nichts passiert. Und auch wenn ich wegen viel Sonne und warm und unterhalten auf Englisch ziemlich müde war, habe ich nach einer Pause auf dem Balkon tatsächlich am Abend noch etliches erledigt.

 

 

 

Schön und gut – KW 26/18

Montag Abend versucht, mit einer Mischung aus Yoga und Dehnungsübungen die verspannte Nacken-/Schulter-/Rückenmuskulatur zu lockern. Hat tatsächlich ein bißchen funktioniert.

Dienstag wollte ich eigentlich wieder das Rad mit zur Arbeit nehmen und dann den Rückweg radeln. Es war aber morgens so grau und trüb und kalt, daß ich dazu nicht sonderlich motiviert war. Dafür habe ich dann abends tatsächlich eine halbe Stunde lang anderen Sport gemacht.

Mittwoch gab es dann den tatsächlich letzten Spargel der Saison (der Rest aus dem Kühlschrank) und außerdem brachten meine Eltern die erste Zucchini der Saison vorbei.

Donnerstag endlich den neuen Perso beantragt – und zwar im schönsten Bürgeramt das ich kenne (zumindest das äußere drumrum). Ich habe mich noch mal sehr gefreut, daß ich tatsächlich dort einen Termin ergattern konnte, der zeitlich für mich noch paßte.

Abends hatten wir wieder Abteilungsstammtisch und weil ich damit ja inzwischen angefangen habe, bin ich mit dem Kollegen gemeinsam mit dem Fahrrad hin gefahren. Diesmal waren wir (also vor allem ich) schon deutlich schneller unterwegs. Italiener lag ungefähr mittig zwischen den S-Bahnhöfen Tegel und Wittenau und weil dort öfter Züge fahren, bin ich nach dem Stammtisch dann zu letzterem geradelt. Das hat nur so bedingt funktioniert (eine Bahn gerade weg, die nächste fällt aus, die danach kommt in 18 Minuten). Aber dafür war die Sonne schön golden.

Freitag war ich einfach nur müde. Das war nicht schön, ich wollte es aber aus Chronistendings festhalten.

Sonnabend habe ich auf dem Balkon gefrühstückt, obwohl es dazu eigentlich nicht so wirklich warm genug war (18°C und Wind). Aber dann zieht man sich eben einen Pulli über. Und die Daunenweste.

Am Nachmittag feierte eine Freundin ihren runden Geburtstag. Sie wohnt so, daß ich mit Fahrrad tatsächlich deutlich schneller dort bin als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil ich die Zeit vertrödelt hatte und eh schon zu spät dran war (und ja eh mit Fahrradfahren angefangen habe), hab ich also das Rad genommen. Ich wollte noch vor 4 dort sein und hab das auch geschafft (2 Minuten vorher). Und ich war auch nur ganz wenig außer Atem.
Es waren fast nur Leute da, die ich nicht kannte, aber inzwischen komme ich damit gut klar und kann auch mit komplett Fremden erstaunlich gute Gespräche führen.
Für die Rückfahrt hatte ich mir die Option offen gehalten, mit der S-Bahn zu fahren, aber das wäre schon ein riesiger Umweg gewesen und überhaupt… und es rollte sich wunderbar zurück. Die Straßen waren fast leer, es war noch nicht richtig dunkel – es war einfach toll.

Sonntag Frühstück wie Sonnabend. Zum Mittagessen konnte ich immerhin auf die Weste verzichten. Und ich habe die erste Biene auf dem Balkon gesehen! Seit letztem Jahr achte ich ja auf bienenfreundliche Bepflanzung der Balkonkästen. Letztes Jahr hat das leider nicht viel gebracht, außer Junikäfern hat mich fast nichts besucht. Ich hab nicht mal die Hummeln gesehen, die mich die Jahre vorher immer besucht haben. Dieses Jahr habe ich fast immer eine Schwebfliege zu Besuch. Einen Nachtfalter habe ich auch schon gesehen. Und heute eben die erste Biene, ha! Und kurz danach gleich noch eine zweite. Und später dann auch noch eine Hummel. (Ich finde es ja sehr niedlich, wenn sie so in die Blüten eintauchen).

Ein Kohlweißling kam später auch noch vorbei. Nur Junikäfer hatte ich dieses Jahr nur zwei.

Schön und gut – KW 25/18

Am Montag habe ich in der S-Bahn nach Hause jemanden getroffen, den ich vom Wandern kenne, aber schon ewig nicht mehr gesehen habe. Da er im wissenschaftlichen Bereich arbeitet, hatte ich vermutet, daß er inzwischen weiter gezogen ist, in eine andere Stadt, ein anderes Land. Aber er arbeitet einfach nur viel zu viel, so daß er keine Zeit mehr hat wandern zu gehen, geschweige denn, Wanderungen vorzubereiten. Von dem, was er erzählt, was er so macht habe ich nicht viel verstanden, den Biochemie ist so gar nicht mein Bereich, aber es war trotzdem Klasse, ihn mal wieder getroffen zu haben.

Montag und Mittwoch habe ich auf Arbeit Aufgaben so richtig abgeschlossen. Ein gutes Gefühl. Freitag hätte das fast auch noch mal geklappt, wenn nicht ein Kollege ein Dokument, das ich noch ändern muß, ausgecheckt hätte, so daß ich derzeit nicht dran komme (er kommt erst morgen wieder).

Und Donnerstag bin ich tatsächlich mit der Fahrrad auf Arbeit gewesen und die ganze Strecke zurück gefahren (hin habe ich noch die S-Bahn genutzt). Geplant war das von Anfang an für Donnerstag, weil der eine radfahrende Kollege sich am Donnerstag mit Kumpels bei mir in der Gegend getroffen hat und meinte: „Dann bring ich dich mit dem Rad nach Hause“. Leider sah zwischendurch die Wettervorhersage so gar nicht gut aus, Donnerstag früh hieß es aber, es würde nur Mittags regnen, also habe ich tatsächlich das Rad genommen. Es regnete dann auf’m frühen Nachmittag auch noch mal, aber ab halb 5 sah es gut aus, und wir sind tatsächlich trocken angekommen. Nur der Wind, der war ganz schön heftig. Wir hatten ihn allerdings nur kurz direkt von vorn. Die Strecke selbst war auf der ersten Hälfte schön grün. Und die zweite Hälfte war weniger anstrengend als vorher befürchtet. Ich überlege tatsächlich, das öfter zu machen. Es sind aber fast 30km und ich habe insgesamt, von Ausstempeln bis Wohnung, 2 Stunden gebraucht. Das ist schon eine ganze Menge.

Das Wochenende war kalt, grau und regnerisch und ich habe hauptsächlich nix gemacht, aber immerhin auch diversen Papierkram erledigt. Außerdem gab es den letzten Spargel der Saison. (Naja, fast, ein paar Stangen hab ich noch im Kühlschrank, das wäre sonst zu viel geworden.)

 

Schön und gut – KW 24/18

Auf dem Fußboden gelegen, aus dem Fenster gesehen und die Mauersegler beim Fliegen beobachtet.

Große Teile des Sonnabends lesend auf dem Balkon verbracht. Und dann gab es auch noch frische selbstgebackene Rhabarbermuffins! Abends gab es noch einen schöner roter Sichelmond kurz vorm Untergehen.

Sonntag Cousinengeburtstagsfeier im Garten. Mit grillen und Kuchen und vielen interessanten Gesprächen. War super. Und außerdem habe ich mein Fahrrad wieder mit einem Fahrradcomputer ausgestattet. Plan ist, demnächst des öfteren mit dem Fahrrad von Arbeit nach Hause zu fahren. Mal sehen, was draus wird.