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5. Dezember (WMDEDGT Dezember 19)

Kurz nach 9 wach geworden. Ich habe sehr sehr merkwürdig geträumt und Halsschmerzen – nicht der beste Start in den Tag. Immerhin verschwinden die Halsschmerzen recht bald. Die komische Laune bleibt aber.

Im Tee-Adventskalender ist wieder ein „Früchtetee“. Und wieder mit Süßholzwurzel. Ich überlege, ob es da schon eine Sorte OHNE Süßholzwurzel gegeben hat. Evtl. am 1., da hab ich nicht so genau nachgesehen.

Frühstück.

Beim Frühstück stelle ich fest, daß ich die letzten Tage überhaupt nichts gemacht habe und beschließe, wenigstens ein bißchen Haushalt zu erledigen. Beim anschließenden Abwasch erinnern mich heftige Halsschmerzen daran, daß ich ja krank bin und im Moment nichts machen soll außer erholen und gesund werden. Naaa gut. Also wieder Blogs lesen und Chatten. Donnerstags ist Markt, also gibt es zum Mittag ein Fischbrötchen.

Danach wieder raus. Das Wetter ist zu schön um drinnen zu hocken und Spazieren gehen ist gut, erklärte mir mal meine HNO-Ärztin, denn wenn man den ganzen Tag nur rumsitzt, dann atmet man nur flach, das ist auch nicht gut. Kurzer Abstecher zu einem der Supermärkte. Eigentlich wollte ich eine Pomelo kaufen, die gibt es aber nicht, also kaufe ich ein Netz der kleineren Verwandten. Dann noch zum Buchladen, die Bastelkalender für nächstes Jahr bestellen. Und dann immer der Sonne entgegen die Straße entlang. Gestern überflog ich einen Artikel, daß es jetzt einen neuen Trend gäbe, Dopamin zu fasten bei dem man auf alles verzichtet, was Freude bringt, weswegen die Anhänger dessen zum Beispiel zu diesem Zwecke allein Spazieren gingen. An dieser Stelle erschien über meinem Kopf ein großes Fragezeichen, denn für mich ist Spazieren gehen ein sicheres Mittel, die Laune zu verbessern. Bewegung macht glücklich – das ist ja schon diverse Male nachgewiesen worden, und wer allein geht, kann in seinem Tempo gehen, muß sich an niemanden anpassen und kann seinen eigenen Gedanken nachhängen, die (zumidnest bei mir) bei Bewegung wesentlich vitaler sind. Das funktioniert auch ohne Sonne, aber mit Sonne natürlich noch mal wesentlich besser und so bin ich auch deutlich weiter gegangen, als ursprünglich geplant. Weil es so schön war. Und ursprünglich war ja die Planung, auf der anderen Straßenseite zurück zu laufen, aber soweit war die Sonne noch nicht, also bin ich dann, als ich wirklich nicht mehr weiter gerade aus gehen wollte (weils dann doch doof wird), in die schräg zurück führende Straße abgebogen. Kleiner „Umweg“, aber immerhin mit Sonne. Da hab ich mich dann aber gefragt, warum ich eigentlich an der Straße laufe und nicht durch den Park. Gut, zwischen mir und dem Park war noch eine nicht wenig befahrene Straße, aber bei nächster Gelegenheit hab ich die überquert und bin in den Park. Der ist im Sommer bei schönem Wetter ja total überlaufen (zumindest am Wochenende), auch jetzt waren noch diverse Leute unterwegs. Und Männer mit schwerem Gerät. Die Bäume wurden beschnitten und der Teich mit der Fontäne ist trocken gelegt und wird saniert. Der Hauptweg durch den Park hat den Nachteil, daß er zum Teil im Schatten des Berges liegt (also wir nennen es Berg). Ich wollte mich ja schonen, aber Schatten ist doof, und so bin ich – langsam! – den anderen Berg hoch gegangen, der Sonne entgegen. Da stand ich dann auf halber Höhe, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen, sah auf das graue Geäst der weitestgehend blattlosen Bäume und hörte das liebliche Geräusch des – Presslufthammers. Weil das jetzt nicht so toll war, ich aber auch nicht weiter Treppen steigen wollte, bin ich die lange Rampe langsam wieder runter, um an der nächsten Wegkreuzung die nächste lange Rampe den Berg weiter hoch zu gehen (so Trümmerberge haben viele Rampen). Schließlich stand ich oben auf dem Plateau, aber dank der Bäume sieht man ja nichts, also bin ich auf der anderen Seite über Rampen und Treppen wieder abgestiegen. Und da unten, am Fuß des Berges, auf der Schattenseite, da war es richtig kalt und alles war mit Raureif überzogen. Die Straße, durch die ich dann ging, lag größtenteils im Schatten, das ließ sich jetzt nicht vermeiden. Die Sonne steht zu tief. Bei einem Bäcker kaufte ich mir was für den Tee später und stellte erst beim Rausgehen fest, daß ich da an dieser Stelle als Kind schon gelegentlich Kuchen kaufte, wenn ich in der Bibliothek gewesen war. Der Laden sieht komplett ganz anders aus, aber von der Lage her müßte es da gewesen sein. Die Bibliothek gibt es dort auch nicht mehr (sie ist umgezogen), aber an der Ecke ist jetzt ein Buchladen, dem ich einen Besuch abstattete. Die Tatsache, daß zu Hause im Regal noch 4 ungelesene Bibliotheksbücher stehen bewahrte mich allerdings vor einem Buchkauf. Ich war auch mehr an einem Kalender mit alten Ansichtskarten des Bezirks interessiert, mußte aber feststellen, daß es tatsächlich exakt die gleichen Karten wie im diesjährigen Kalender sind. Das Konzept überzeugt mich nicht.
Inzwischen war nicht nur ich, wieder an der großen Straße angekommen, sondern auch die Sonne auf der anderen Straßenseite. Ist mein Plan also doch aufgegangen. Auch der zweite Teil des Plans ging auf. Bei einem der Blumenläden dort kaufte ich Grünzeugs für mein Adventsgesteck, daß ich nur dort in diesem Laden gesehen hatte (beim ersten Mal aber aus Gründen nicht mitnehmen wollte). Dann ging es wieder nach Hause. Ich hatte die Sonne jetzt im Rücken, dafür die inzwischen orange angestrahlten Fassaden vor mir. Nach etwa 2 Stunden war ich wieder zu Hause. Ein bißchen müder als am Vormittag, aber glücklich. Und ich hatte es tatsächlich geschafft, die ganze Zeit so langsam zu gehen, daß ich nicht ins Schwitzen geraten war.

Zu Musik und Pyramide und Tee gab es dann heute der Abwechslung wegen Apfelsine und Rosinenschnecke. Danach hab ich gelesen. Gegen 8 dann Abendbrot. Dann Duschen, bißchen Lesen, dann Blog. Jetzt Bett.

 

Im Dezember schreibe ich ja jeden Tag Tagebuchblog, aber am 5. des Monats fragt Frau Brüllen ja immer „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT) – und die anderen Teilnehmer finden man bei ihr.

WMDEDGT November 19

Jeden Monat am 5. fragt Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT). Letzten Monat hab ich es vergessen, diesmal bin ich wieder dabei.

 

Um 6 das erste Mal wach, kurz vor sieben klingelt der Wecker. Ich drücke die Snooze-Taste, mach das Radio an und die Augen noch mal zu. Höre Nachrichten und noch so ein bißchen Radio und gegen 20 nach 7 stehe ich auf (nach mehreren Malen Snooze-Taste). Im Moment ist es noch schon hell draußen, wenn ich aufstehe (nicht mehr lange, vermute ich), also ziehe ich gleich die Vorhänge im Schlafzimmer auf, dann die im Wohnzimmer. Räume da noch den Kram von gestern weg. Danach geht es in die Küche, Radio anmachen, dann ins Bad. Übliche Morgenroutine. Danach anziehen, dann wieder Küche. Tee machen und Milch warm für’s Müsli. Äpfel schneiden für den Tag. Frühstücken. Punkt 8 verlasse ich den Frühstückstisch, mach das Radio aus und gehe mir Schuhe und Jacke anziehen. Kurz nach 8 verlasse ich die Wohnung. Auf die Straßenbahn muß ich ein paar Minuten warten, sie ist erstaunlich voll, aber noch nicht zu voll. Die S-Bahn ist etwas verspätet, aber der Anschluß klappt. Die andere S-Bahn wartet mit offenen Türen auf uns Umsteiger. Eigentlich lerne ich morgens ja Japanisch-Vokabeln, aber derzeit lese ich ein schwedisches Buch, was ich jetzt unbedingt durch haben will, also heute schwedisch statt japanisch.

Auf dem Weg zu dem Gebäude in dem ich arbeite komme ich am Bürofenster eines Lieblingskollegen vorbei und der sieht heute tatsächlich mal im richtigen Augenblick aus dem Fenster und wir winken uns zu. Wenn man mich läßt ist meine erste Handlung im Büro ja das Tee-holen. Und auf dem Weg dorthin schaue ich noch im Büro einer Kollegin vorbei. Sie begrüßt mich mit „du siehtst heute aus, als würdest du jemanden umbringen wollen!“ Ok, das Buch ärgert mich. Sehr. Aber dass das solche Auswirkungen hat, hätte ich nicht gedacht. (Aktueller Aufreger heute morgen: Wenn ich beim Gehen hinfalle, dann fall ich nach vorn. Dann kann sich im Liegen der Brustkorb nicht heben und senken, weil ich drauf liege! Das Buch hat diverse solcher Fehler. Mal davon abgesehen, daß die Grundkonstellation / die Grundidee schon absolut unlogisch ist. Aber nu will ich wissen, wie es endet.) Die Kollegin ist aber begeistert, daß mein Schwedisch schon so gut ist, daß ich Bücher auf Schwedisch lesen kann. Ich wünschte nur, ich hätte mich für ein besseres entschieden.

Dann Arbeit. Stinklangweilige Arbeit. Zum Mittagessen das Berliner Jägerschnitzel was von gestern übrig war, mit Tomatensoße und Spirelli. Die Spirelli hätten mehr Salz dafür weniger Zeit im Kochwasser vertragen. Auf der Mittagsrunde erzähle ich dem Kollegen vom Buch über unser Betriebsgelände, das ich am Wochenende las, und wir bauen gleich mal einen Extra-Schlenker ein um nachzusehen, ob wir die erwähnten Schriftreste an dem einen Gebäude noch sehen. Tun wir.

Um 1 ein Meeting, bei dem ich mal wieder erwähne, wie wichtig ich es finde, daß wir mit dem einen Thema beginnen auch wenn das erst im April fertig sein muß, einfach weil der Aufwand extrem schwer abschätzbar aber ziemlich sicher ziemlich groß ist (und weil ich es generell besser finde, früher fertig zu sein, als zu spät). Es ist in der Prioritätenliste der Verantwortlichen Person wohl etwas nach oben gerückt. Ich werde das nächste Woche wieder erwähnen… Ansonsten wie immer eher schwierig. Da sitzen Leute zusammen, die nicht das gleiche Wissen haben aber auch nicht unbedingt die Kommunikationskönner sind und so wird oft aneinander vorbei geredet. Anstrengend.

Letzte Woche hab ich nach dem Meeting ein ziemliches Tief gehabt, weil es ja grad erst 2 durch war, ich mich aber fühlte es wäre es mindestens schon 4. Heute finde ich bei der Rückkehr an meinen Schreibtisch eine Mail im Postfach, daß der letzte notwendige „Approver“ „approoved“ hat, daß ich nächstes Jahr nur 4 Tage die Woche arbeite muß. Yeah! Wochenarbeitszeit zu reduzieren überlege ich schon lange. Ich hab es lange nicht gemacht, weil ich die gleiche Arbeit dann in weniger Zeit hätte erledigen müssen. Jetzt aber hab ich aber wieder die Situation, daß ich Arbeit auch an andere abgeben kann und freue mich auf das zukünftig längere Wochenende. Meine allgemeine To-Do-Liste ist lang, mir wird nicht langweilig werden in der Zeit.

So motiviert schreib ich noch ein paar Mails und mach noch anderen Kram und um kurz nach 4 dann Feierabend, denn heute hab ich Japanisch. Als ich rauskomme, regnet es gerade. Das war so nicht abgesprochen! Am Drehkreuz treffe ich den Kollegen, der sich grad mit dem Fahrrad auf den Heimweg macht.

In der S-Bahn lese ich weiter im Buch. Der Anschluß der S-Bahnen funktioniert diesmal nicht und so lese ich auch noch auf dem Bahnsteig weiter. Dann kurzer Zwischenstopp zu Hause. Toilette, schnell einen Schokokuss essen, Rucksäcke tauschen, wieder los. Weil das mit den S-Bahnen ja nicht geklappt hat, bin ich 5 Minuten zu spät im Kurs und sie sind schon mitten im Thema (Schwedisch fängt immer frühstens 5 Minuten nach offiziellem Beginn an). Heute lernen wir Verkehrsmittel und Verebindungsauskunft (also wie komme ich von hier zum Fernsehturm, vom Hotel zum Flughafen mit Angabe der zu benutzenden Verkehrsmittel und Bahnhöfe). Alles nicht so schwer, eigentlich. Läuft gut. Nach der Pause allerdings… Im Lehrbuch steht ja netterweise alles auch in Lateinischen Buchstaben, auch die Lehrerin schreibt das meiste auch in Lateinischen Buchstaben an die Tafel, nach der Pause bekommen wir aber immer Arbeitsblätter auf denen bis auf den einleitenden Dialog auf der Seite alles nur in Hiragana (und Katakana) steht. Und da geht dann heute nix mehr. Ich muß mich so dermaßen konzentrieren um die einzelnen Zeichen zu entziffern, bzw. zu erraten. Zwischendurch guck ich einfach nur drauf und verstehe wirklich gar nichts mehr (nicht mal Bahnhof, das sind nur zwei recht einfache Hiragana). Prompt mache ich in der einen Aufgabe auch einen Fehler (wunderte mich schon, daß das sooo leicht ist). Ist also auch eine Übung in Fehler-machen-und-Aushalten. Nach der Stunde stelle ich fest, daß wir wohl einfach mal die Fenster hätten aufmachen sollen in der Pause.

Viertel 9 bin ich wieder zu Hause, mache mir einen Tee und was zu essen (Käseknäcke mit Apfel-Aronia-Chutney, sehr lecker). Dann bloggen, direkt danach werde ich duschen und dann ins Bett gehen. Es ist zwar erst kurz nach 9, aber ich bin durch für heute. Und morgen wird der Tag ja noch etwas länger, da hab ich Schwedisch und das fängt später an und hört folglich später auf.

 

Die anderen Teilnehmer am Tagebuchbloggen gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

WMDEDGT September 19

Es ist wieder der 5. der Monats und damit Tag des Tagebuchbloggens. Bei mir mal wieder in der Urlaubsversion. (Da Kamera und Tablet nicht miteinander reden, gibt es Fotos dann Sonnabend oder Sonntag wenn ich wieder zu Hause bin)

Ich werde heute in Podlesi, einem kleinen Nest im Lausitzer Gebirge in Tschechien, wach. Es ist kurz nach 7 und die Sonne scheint ins Zimmer. Ich ignoriere sie, drehe mich noch mal um und mache wieder die Augen zu. So richtig klappt daa aber nicht mehr, aber bis halb bleib ich noch liegen. Dann klingelt der Wecker und auf Toilette muß ich auch.

Danach räume ich erstmal auf, also lege die Sachen vom Abend zusammen und sortiere die Packbeutel und deren Inhalt (was ich abends nur so ins Regal gestapelt habe). Es folgt der Rest vom Morgenprogramm: Kaltes Wasser ins Gesicht, Kontaktlinsen einsetzen, Sonnencreme, anziehen.

Um 8 gibt es Frühstück. Hörnchen, die in Tschechien nicht gebogen sind, Käse, Wurst, Marmelade, Tee. Danach Trinksystem füllen und alles in den Rucksack packen. Dann brauche ich mehrere Versuche, bis ich die Einlage so im rechten Schuh platziert habe, daß sie nicht mehr drückt. Aus irgendwelchen Gründen habe ich damit diese Woche massive Probleme. Aber schließlich gelingt es und ich gehe mit Sack und Pack runter. Da haben die anderen schon mit der Aufwärmgymnastik begonnen. Ich reihe mich ein und mache mit. Kurz nach 9 gehen wir dann los. Der Weg führt erst durch den Ort, und dann erstmal mehrheitlich durch den Wald. Nach etwa einer Stunde meldet sich der rechte Fuß wieder (bis dahin immerhin schmerzfrei!), aber ich bekomme ihn wieder so im Schuh sortiert, daß der Schmerz wieder aufhört. Im Wald stehen jetzt immer mal wieder einzelne Felsen rum, manche sind zwischen den Bäumen kaum zu erkennen. Über einen, den Haifisch, müssen wir aber sogar drüberklettern. Das ist quasi ein natürlicher Baumwipfelpfad.

Wir wandern der Sonne entgegen

Felsen im Wald

versteckter Felsen im Wald (das ist der "Hai")

natürlicher Baumwipfelpfad

Als wir wieder runter sind vom Hai macht die Gruppe Pause und weil mir das zu langweilig ist und ich meist eh langsamer bin als sie, gehe ich schon mal vor. Bei den weißen Elefanten soll ich dann warten. Es geht erstmal richtig steil runter, dann wird es irgendwann flacher. Dort fliegen im Gebiet vor mir 4 oder 5 Eichelhäher gleichzeitig laut ratschend auf. Schließlich windet sich der Weg durch Gebüsch in dem auf Augenhöhe Brom- oder Himbeeren wachsen. Sie sind rot, aber wollen sich nicht lösen, also noch nicht reif. Und schließlich stehe ich vor den Elefantensteinen.

Elefantensteine

Elefantensteine

Während ich da rumstreife und fotografiere, höre ich die anderen rufen oder so. Auf meinen Namen reagiere ich dann und kurz danach steht einer der Mitwanderer vor mir und meint, weil sie mich nicht mehr sahen, waren sie davon ausgegangen, daß ich an der einen Weggabelung falsch abgebogen wäre. Okeee? Ich stelle dann etwas später fest, daß einer noch fehlt – ihm hatte man nicht verraten, daß man mich (am verabredeten Treffpunkt!) gefunden gatte, weswegen er mich noch suchte. Das fand ich schon amüsant, weil absurd. Die eine Mitwanderin gar nicht. Hm. Kurz danach ist er aber wieder da.

Elefantensteine

Nach den Elefantensteinen geht es erst über Wiese und dann durch den nächsten Ort, und zwar immer bergauf. Hinter dem Ort auch noch immer weiter bergauf und um 12 haben wir 12 Kilometer und etliche Höhenmeter hinter uns. Bis zu Mittag ist es aber noch weit, vor allem müssen wir wieder viele viele Höhenmeter runter bis zum nächste Ort und durch den gefühlt komplett durch (immer weiter runter). Ich habe inzwischen richtig heftig Hunger, mir tun die Füße weh und ich habe keine Lust mehr. Gegen 2 stehe aber auch ich vor dem Dorfgasthof. Dort gibt es was zu trinken und vor allem was zu essen. Um 3 etwa gehen wir wieder los, erst ein Stückchen zurück, dann unter dem großen Eisenbahnviadukt durch und wieder kräftig nach oben. Das machen wir ca. eine Stunde lang bis der Weg endlich mal wieder flacher wird. Es unterhält sich besser, wenn der Weg halbwegs eben ist. Schließlich haben wir den Parkplatz unterhalb des Ješted erreicht. Von hier sind es noch 1,5 bis 2 Kilometer bis oben. Die anderen stürmen los als wären es nur noch 200 Meter. Ich lasse es etwas ruhiger angehen. Und schließlich ist das Hotel auf dem Ješted ganz nah zu sehen und doch auch sehr weit entfernt, nämlich noch ziemlich hoch über uns.

Straßenecke im Dorf

Plüschhund im Fenster

der Jested ist noch soooo weit

Großes Eisenbahnviadukt

Mode in Tschechien: Tassen auf Zäunen

Gipfel ganz nah aber noch so hoch

Kurz danach wird der Weg auch wieder richtig steil und steinig und ich schwanke zwischen „Attacke!“ und „Lieber langsam, es ist ja noch ein ziemliches Stück“. Der Weg ist sehr steinig und ich stolpere eher vor mich hin, also „dope“ ich mich mit einem Bonbon für mehr Konzentration auf dem letzten Stück. Traubenzucker wäre besser, weil schneller, dazu müßte ich aber den Rucksack absetzen. Immerhin hilft der Bonbon so weit, daß mir auffällt, daß es auf diesem Weg eine gute Idee wäre, die Trekkingstöcke zu nehmen, die ich eh mit mir rumtrage. Dafür muß ich den Rucksack absetzen und darum gibts dann auch gleich noch Traubenzucker. Es ist dann gar nicht mehr so viel steiniger holpriger Anstieg, dann geht es auf der Straße weiter und schließlich bin ich oben. Und ziemlich euphorisch und kräftig stolz auf mich, hatte ich doch vor zwei Tagen noch überlegt, die Tour wegen der Probleme mit den Füßen abzubrechen.

Blick auf Liberec

Wir übernachten hier oben im spacigsten Hotel Tschechiens. Der Check-In dauert ziemlich lang, was wir für Dehnungsübungen nutzen. Dann haben wir endlich die Zimmerschlüssel und können duschen gehen, und da es einen Fön gibt, sogar die Haare waschen. Danach bin ich aber doch müde und unmotiviert und mache bis zum Abendessen nix mehr. Fast nix. Kurz vorher gehe ich noch mal schnell raus und mache ein Foto, der Sonnenuntergang wird aber während wir aufs Essen warten noch viel viel schöner. Hotel Jested - Aufgang zum Restaurant

Hotel Jested - Aufgang zum Hotel

Hotel Jested - Einfaches Drei-Bett-Zimmer

Sonnenuntergang auf dem Jested

Sonnenuntergangsspiegelung im Hotel Jested

Im Restaurant vom Hotel Jested

Sonnenuntergang!

Nach dem Essen sitzen wir noch ein Weilchen zusamnen und quatschen und erzählen uns schlechte Witze. Dann gehe ich noch mal schnell raus und mache ein Foto vom nächtlichen Liberec. Der Wind ist aber seeeehr kalt. Dann aufs Zimmer, Blogeintrag schreiben (Tagebuch und letzte Urlaubskarte müssen warten). Und jetzt dann schlafen.

Blick auf Liberec

Die anderen Beiträge gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

WMDEDGT August 19

Gestern war ja der 5. des Monats und damit Tag des Tagebuchbloggens. Das hatte ich total vergessen. Aber ich weiß noch, was ich den ganzen Tag so gemacht hab:

Wecker klingelt um 7, irgendwie schaffe ich es dann auch, das Radio an zu machen. Nach ein paar mal snoozen stehe ich auf. Bad. Küche. Tee machen, Milch heiß machen fürs Müsli. Für den Nachmittagsnack will rote Johannisbeeren mitnehmen, die müssen noch gewaschen werden. Dann in den Becher. Etwas Zucker dazu, Joghurt dazu. Wasserflasche füllen für unterwegs, alles in den Rucksack, dann Frühstück. Kurz nach 8 los.
Die Sommerferien sind vorbei: die Straßenbahn fährt wieder häufiger und die Bauarbeiten bei der S-Bahn sind vorbei. Da ich etwas spät los bin, ist die spannende Frage, ob die zweite S-Bahn auch nach Ende der Bauarbeiten auf die erste wartet. Sie ist aber noch gar nicht da, als wir am Umsteigebahnhof ankommen.
Ich muß mich kurz dazu überreden, lerne dann aber auf der Fahrt wieder Japanisch-Vokabeln.
Das Büro ist schon voll als ich ankomme und der neu eingezogene Kollege hat großen Kommunikationsbedarf. Ich flüchte zum Büro einer Kollegin, mit der ich mich lieber unterhalte.
Zurück am Platz lese ich eine Mail, daß meine Wechselpläne innerhalb der Firma sich zumindest für dieses Jahr erstmal zerschlagen haben. Mist. Ich warte da schon seit letztem Jahr drauf. Vor meinem Urlaub im Mai sah es aus, als würde es endlich was werden. Dauerte dann aber doch noch. Und ist jetzt (erstmal) komplett abgesagt worden.  Der Bereich in den ich wechseln wollte darf in diesem Jahr niemanden mehr einstellen. Mist.
Dann Arbeit. Erstmal Restarbeiten von Freitag. Da waren die automatisierten Prozesse bis zu meinem Feierabend noch nicht so weit, daß ich die Aufgabe beenden konnte. Das mache ich jetzt.
Mittagspause. Mittagsrunde.
Nachmittags bin ich hauptsächlich damit beschäftigt, per Skype Fragen zu beantworten und Prozesse zu erklären. Das hätte eigentlich vorher mal geschult werden sollen, der neue Projektleiter fand das aber überflüssig. Klar, jetzt erkläre ich natürlich hinterher. Außerdem die Kollegin aufgleisen, die aus dem Urlaub zurück ist, was in der Zeit so passiert ist und erledigt wurde.
Kurz vor 6 Feierabend. Ich bekomme ein paar vereinzelte Tropfen ab, aber es regnet dann doch nicht. So gehe ich die letzten beiden S-Bahnstationen wieder zu Fuß.
Zu Hause angekommen, versumpfe ich erstmal auf dem Sofa. Irgendwann mach ich mir was zu essen und starte vorher noch ne Waschmaschine. Essen. Im Internet rumlesen. Wäsche aufhängen. Weiter rumsumpfen bis ich ins Bett gehe. Zwischendurch überfällt mich tiefe Traurigkeit* wegen des nicht zustande kommenden Wechsels, die ich versuche wegzuschieben. Klappt ganz gut, ich schlafe relativ schnell ein. Aber ich hatte schon bessere Tage.
Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.
* War auch heute den ganzen Tag immer noch so: ich bin traurig. Merkte ich auch an der Mimik, lächeln fühlte sich total falsch an. Ist ja aber kein Wunder. Immer, wenn es in letzter Zeit doofer geworden ist, hab ich gedacht „naja, ist ja nicht mehr für lange, dann bin ich hier weg“. Und nun löst sich das einfach in Luft auf.

WMDEDGT Juli 19

5. des Monats, Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT).

 

Kurz nach 6 bin ich das erste Mal wach und überlege ob ich aufstehe so wie am Mittwoch, schlafe aber sofort wieder ein. Gefühlt im nächsten Moment weckt mich der Wecker – da ist es aber schon 7. Radio an und noch halb schlafend bekomme ich von den Nachrichten immerhin zwei wichtige Informationen mit: es wird den ganzen Tag grau sein (was ich für Sommer nicht soo toll finde) und es wurden mal wieder Kabel gestohlen und das könnte sich sehr ungünstig auf meinen Arbeitsweg auswirken. Wegen Halbschlaf bekomme ich nicht so ganz mit, welche Bahn jetzt noch wo fährt. Das immerhin macht mich so wach, daß ich recht zügig aufstehe, um Zeit zu haben eben das noch herauszufinden. Ein Gutteil der Zeit bleibt allerdings im Bad, denn richtig wach bin ich dann doch noch nicht und alles dauert länger. Schließlich lande ich aber doch in der Küche, bereite mein Frühstück vor und während des Frühstücks sehe ich nach, inwieweit ich betroffen bin. Eigentlich gar nicht, ergibt meine Recherche.

Nach dem Frühstück Schuhe und Jacke an (es sind zwar immerhin 4° mehr als gestern, aber trotzdem nur 16°C und wegen grau wird es so sehr viel mehr auch nicht werden und regnen könnte es ja vielleicht auch noch). Am S-Bahnhof kaufe ich mir die Erdbeeren für den Nachmittag – mit eigener Tüte und passendem Kleingeld. Und oben am Bahnsteig stelle ich fest, daß ich doch betroffen bin. Ein bißchen. Ich bin zeitig genug, um problemlos anders ohne Zeitverlust fahren zu können. In der zweiten S-Bahn versuche ich Japanischvokabeln zu lernen. Das habe ich jetzt 2 Tage nicht gemacht (zu laut und zu müde), aber wenn was hängen bleiben soll, muß ich das regelmäßig tun. Weil ich immernoch sehr müde bin und halb schlafe, gebe ich aber recht schnell wieder auf und höre stattdessen Musik.

Kaum angekommen im Büro, ich will mir in der Teeküche gerade den ersten Tee machen, spricht mich mein vermutlich zukünftiger Chef an (bis zu seiner Ebene wurde die neue Organisation schon verkündet, darunter noch nicht, aber irgendwie ist die Aufteilung schon klar nur eben noch nicht offiziell). Für die Aufgabe die ich seit Montag mache bin ich vom dafür Verantwortlichen doch nicht zu 100% verplant, sondern nur zu 20, also kann ich auch noch Aufgaben aus seinen Projekten übernehmen. Okeee.

Zurück am Schreibtisch überlege ich, was ich nun in welcher Reihenfolge tun werde. Eigentlich muß ich mich endlich in die neue Aufgabe (Team-Koordination in einem Projekt) einarbeiten, aber das ist extremst mühseelig. In dem Projekt verwenden sie komplett andere Tools und haben deswegen auch zum Teil die Prozesse umgestellt, aber eine Einarbeitung habe ich trotz mehrfacher Hinweise nicht bekommen also versuche ich es mit alten Schulungsunterlagen, die aber für andere Situationen erstellt wurden und zum Teil schon wieder obsolet sind. Also bitte ich per Mail noch mal dringend um Einarbeitung und widme mich dann Restarbeiten aus dem Bereich, den ich im letzten halben Jahr bearbeitet habe. Damit hatte ich gestern schon angefangen, das lief ganz gut. Heute nicht ganz so. Kurz vor Mittag komme ich wieder in genau solch eine Diskussion, weswegen ich froh bin, dort nicht mehr mitarbeiten zu müssen. Die Diskussion läuft per Chat und eigentlich macht der Kollege etwas ganz anderes, also schlage ich vor das wir das auf eine gesprochene Diskussion später am Tag verschieben, wenn er mit seiner aktuellen Aufgabe fertig ist. Zwischendrin bekomme ich noch Antwort auf meine Mail von vorher: für intensive Schulung ist gerade keine Zeit, bitte mal Fragen aufschreiben, die werden dann beantwortet. Als ich ungefähr ne Stunde später von der gleichen Person gefragt werde, ob ich mal den Status des Teams geben könnte, antworte ich folgerichtig mit „Nein, mir fehlt die Einarbeitung in die Tools“. Irgendwann reicht es auch.

Zum Glück ist dann Mittagspause. Da sind wir heute nur eine kleine Runde. Der eine Kollege ist schon die ganze Woche krank, der andere heute, einer arbeitet von zu Hause aus und einer muß noch dringend was erledigen, kommt erst später und kann dann auch nicht mitkommen bei der Runde nach dem Essen. Wir sind ziemlich schweigsam heute. Müde. Graues Wetter. Und wohl nicht nur ich frustriert. Nach dem Essen noch mal eine Mail mit Bitte um wenigstens ungefähren Status die ich noch mal unfreundlich beantworte. Ich bin grad aber auch wirklich unmotiviert. Dieses umhergeschubbst werden (mach mal dies. ach, wir brauchen da ganz dringend jemanden, mach erstmal das. achso, aber doch nicht vollzeit, mach parallel auch noch jenes) macht keinen Spaß. Immerhin führt die zweite Mail dazu, daß der Verantwortliche dann doch mal bei mir vorbei kommt (er sitzt ja nur ein paar Meter weiter), mir wenigstens etwas Einarbeitung am Montag verspricht und sich auch vage entschuldigt für die Mail. Ich mach weiter mit einem Review aus dem letzten halben Jahr, das läuft besser als das erste. Dann helfe ich im Nachbarbüro mit meinem Wissen aus den letzten Jahren. Und dann hat der vermutlich nächste Chef noch ne Frage, in dem Rahmen erwähne ich leider, in welcher Rolle ich im letzten Jahr tätig war und verlasse sein mit einem neuen Arbeitspaket für die nächsten Wochen: das was ich im letzten Jahr gemacht hab in abgespeckter Version. Super. Nicht.

Kurz nach 5 Feierabend. Ich bin wahnsinnig müde. Schaffe es aber immerhin, in der S-Bahn noch zu lesen. Ich weiß sogar noch, was ich gelesen habe. Ich fahre aber bis zur letzten S-Bahnstation und steige nicht schon zwei früher aus um den Rest zu Fuß zu gehen. Zu Hause überlege ich, ob ich nicht einfach direkt ins Bett gehen sollte. Aber was essen sollte ich schon noch vorher. Und irgendwie lande ich während der Abendbrotvorbereitungen doch wieder mit dem Tablett auf dem Sofa. Da beschwert sich der eine kranke Kollege, ich solle mal wieder bloggen, er langweile sich (ist hiermit erledigt, hätte ich aber auch ohne die charmante Aufforderung gemacht). Irgendwann gehe ich dann doch essen und bin danach gar nicht mehr sooo müde. Zumindest immerhin wach genug, um den Blogbeitrag zu schreiben. Jetzt aber fallen mir schon wieder fast die Augen zu. Lang wird es heute also nicht mehr dauern, bis ich ins Bett gehe. Da ist es gut, daß es so grau ist, scheint mir wenigstens nicht die Sonne ins Schlafzimmer.

 

Ich befürchte, das klingt alles ganz fürchterlich frustriert und demotiviert und so. War es heute auch. Aber ich hatte die Woche schon diverse Phasen wo ich feststellte und dachte „es geht mir gut“. Nur heute eben nicht. Heute grau, müde, bäh.

 

Die anderen Tagebuchblogger findet man wie immer bei Frau Brüllen.

Wanderung bei Rüdnitz (WMDEDGT – Mai 19)

Es ist nicht nur der Monatsfünfte und damit Zeit für das Tagebuchbloggen (bekannt alls „Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (WMDEDGT)), sondern auch noch Sonntag, und damit Zeit zum Wandern.

Mein 5. Mai beginnt aber noch mit dem Rest des 4. . Ich bin einerseits noch mit der Datensicherung meines Rechners beschäftigt, den ich seit einer Woche nicht davon überzeugt bekomme, sich wieder mit dem Internet zu verbinden, weswegen ich wohl zuhärteren Mitteln greifen muß. Davor will ich aber alles Wichtige sichern. Und andererseits versuche ich einen Blogbeitrag über meine Feiertagswanderung zu schreiben. Die gerät mir aber viel zu negativ, weswegen ich beschließe, das erstmal sein zu lassen und doch ins Bett zu gehen. Das ist dann so gegen 1.

Ich brauche ne Weile bis ich einschlafen, wache dafür relativ zeitig am Morgen das erste Mal wieder auf. Und dann noch mal. Und um halb 9 klingelt der Wecker. Ich brauch ein bißchen, bis ich in die Gänge komme, das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Weckzeit war sehr großzügig geplant. Schwierig ist dann auch die Frage, was ich anziehen soll. In der Sonne ist es in den letzten Tagen immer relativ warm gewesen, aber beim Frühstück sind es erst 6°C. So entscheide ich mich dann doch für die wärmere Variante (die wärmere Hose, das lange Merino, und über die Softshelljacke zumindest für die „Anreise“ noch die Primaloftjacke), packe aber auch noch Alternativen ein, falls mir doch zu warm ist. Da ich heute keine großen Trainingsambitionen habe außer „Bewegung draußen“, geht das Rucksackpacken ziemlich schnell.

7 vor halb 10 verlasse ich die Wohnung. Am S-Bahnhof hole ich mir noch Proviant (es hätte eine zeitlich kürzere Anfahrsvariante gegeben, die ich aber verwarf, weil ich nicht an einem Bäcker vorbei gekommen wäre). In der S-Bahn hole ich einen der offenen Punkte meiner gestrigen To-Do-Liste nach: Japanisch-Vokabeln lernen. Meine Konzentration läßt aber zu wünschen übrig.

Ostkreuz muß ich umsteigen und bekomme plötzlich mächtig Appetit auf die Vanillestange, die ich bei einer der letzten Wanderungen dort gegessen habe. Ich habe zwar eigentlich Proviant im Rucksack und ja auch gefrühstückt, aber damit ich nicht gleich nach Beginn der Wanderung Hunger habe, will ich mir die doch noch kaufen. Auf der Suche nach dem entsprechenden Stand fällt mir ein, daß das damals am Südkreuz gewesen ist. Die beiden Bahnhöfe sehen sich inzwischen zu ähnlich (haben aber nicht das gleiche Verpflegungsangebot). Vanillestange gibt es also nicht, deswegen kaufe ich mir eine Apfeltasche. Und habe – am Zielbahnsteig angekommen – prompt nicht nur keinen Hunger, sondern auch keinen Appetit mehr. Nunja.

Beim Einsteigen in die Regionalbahn treffe ich dann jemanden, den ich von vorherigen Wanderungen kenne. Damit hat sich das Vokabelnlernen erledigt, das wäre doch zu unhöflich gewesen. Wir unterhalten uns und ich essen meine Apfeltasche und gegen halb 12 sind wir in Rüdnitz. Kurz vor dem Aussteigen gesellte sich noch eine Mitwanderin zu uns, die anderen Treffen wir dann auf dem Bahnsteig.

Es folgt eine Rundwanderung durch das Briesenthaler Naturschutzgebiet. Wunderbar Abwechslungsreich. Komplett ohne Kiefernforst. Stattdessen viel Buchenwald, oft Freiflächen, oder sumpfiges Gebiet. Wir sehen sogar einen Biberdamm. Mücken gibt es natürlich auch, aber die finden diesmal andere deutlich interessanter als mich, zum Glück. Ich fange mir nur einen Mückenstich oben am Scheitel ein. Feld bei Rüdnitz

Feldweg bei Rüdnitz

Biberdamm

Mittagspause machen wir dann in einem Schachtelhalmwald, wunderbar in der Sonne sitzend. Meine Bekleidungswahl war genau richtig, wie ich feststelle. In der Sonne ist es zwar gelegentlich fast zu warm, aber zum einen gibt es eh immer wieder große Wolken, außerdem sind die Bäume ja schon ziemlich belaubt, weswegen es auf dem Weg auch schon recht schattig ist.

Schachtelhalmwald

Wasserlauf

Seeufer

Wieviel die Sonne ausmacht, merken wir dann am See. Anfangs ist es wunderbar warm, dann schiebt sich aber eine dicke Wolke vor die Sonne, dazu ist es ziemlich windig – da wird es schnell kalt.

Ca. 14km sind insgesamt unterwegs, dann sind wir wieder am Bahnhof von Rüdnitz, 20 Minuten bevor der Zug kommt. Beim Heimweg will ich die zeitlich kürzere Variante ausprobieren. Leider spielt die Straßenbahn nicht mit, ich warte fast 20 Minuten. Da wäre der Weg über Ostkreuz wohl schneller gewesen.

Gegen 6 bin ich wieder zu Hause und gehe gleich erstmal in den Keller, einen Blumentopf zu holen. Ich habe seit 2 Monaten eine Rose in der Vase zu stehen, die neue Blätter getrieben hat und auch sowas wie Wurzeln. Die möchte ich endlich in Erde setzen – mal sehen, ob das was wird. Weil es ja immer noch nicht wärmer geworden ist, gehe ich in Wandermontur auf den Balkon für die Pflanzaktion. Außerdem verteile ich gleich noch ein bißchen Blumenerde in den Balkonkästen. Als ich die bepflanzt hatte, reichte die Erde nicht und irgendwie war ich seither nicht dazu gekommen, das nachzuholen. Danach geht es unter die Dusche, dann nehme ich die trockene Wäsche von gestern ab und räume sie weg, anschließend gibt es Abendbrot. Dazwischen immer Pausen denn ich bin unerklärlich Müde und meine Stimmung ist eher „ich will einfach nur hier sitzen“. Nach dem Abendessen räume ich den Rucksack aus und starte die Waschmaschine. Danach geht es an den Rechner. Mir waren noch Sack

hen eingefallen, die ich noch sichern wollte. Außerdem will ich die Fotos von der Kamera runterladen. Ich bin so müde, daß ich mich wirklich sehr konzentrieren muß um das alles hinzubekommen. Ich habe gerade den Rechner vom Schesterherz (den sie mir dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat) gestartet und nur gaaaanz wenig im Internet gelesen, da rufen die Eltern an. Es wird ein etwas längeres Telefonat, inzwischen ist dann auch die Waschmaschine fertig. Nach dem Telefonieren hänge ich also die Wäsche auf und dann beginne ich endlich mit dem Blogbeitrag.

Eigentlich wollte ich ja heute noch die Packliste für den Urlaub schreiben. Und planen, was noch erledigt werden muß und wann. Aber das wird nichts mehr. Es ist jetzt 10 und ich gehe ins Bett.

 

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

WMDEDGT – April 19

Es ist wieder der 5. des Monnats und damit des Tagebuchbloggens, auch bekannt als „WMDEDGT“.

Unruhige Nacht. Die Pollenallergie stört beim Schlafen (ich denke mal wieder über eine Kurzhaarfrisur nach, dann könnte ich jeden Abend die Haare waschen). Und ab 6 ungefähr ist der Nachbar mit der quietschenden Tür auf den Beinen und bewegt eben diese Tür diverse Male.

Kurz vor 7 klingelt mein Wecker. Ich höre noch die Nachrichten im Radio und stehe dann auf. Bad. Gymnastik für Schultern und Nacken (seit die nicht mehr ständig weh tun, vernachlässige ich das etwas). Küche: Frühstück vorbereiten, Nachmittagsäpfel vorbereiten, frühstücken. Kurz nach 8 verlasse ich die Wohnung.

Die Straßenbahn bummelt, damit verpasse ich die S-Bahn mit dem garantierten Anschluß. Die nächste S-Bahn bummelt, damit verpasse ich meine Anschlußbahn. Macht mir nicht so sehr viel aus, denn es ist schon ziemlich warm und die Sonne scheint. Ich lerne Japanisch-Vokabeln bis die Plakatekleber die beiden Werbetafeln mir gegenüber bearbeiten. Da kann ich mich nicht mehr auf meine Vokabeln konzentrieren und sehe ihnen zu. In der S-Bahn funktioniert das Vokabelnlernen auch nicht, denn ich habe gleich zwei relativ laute Gespräche in direkter Umgebung. Stattdessen höre ich Musik.

Im Büro dann: Review. Fast den ganzen Tag. Zwischendurch ein paar Dinge klären per Chat und Mail. Eine Fachterminologie-Diskussion im direkten Gespräch.

Und Mittagessen natürlich. „Fischcurry mit Garnelen, Gemüse, Kokosmilch und Orangenreis“ hieß das. Schmeckte ganz gut. Wobei ich glaube, daß der Reis nie Orangen gesehen hat. Er war nur organge.

Danach hatte es sich überraschenderweise zugezogen. Wir haben trotzdem Eis gegessen und unsere Runde gedreht. Dafür, daß bis zu 17/18°C angesagt waren, war es sehr frisch. Auf der großen Temperaturanzeige standen auch nur 10°C. Und der Wind war noch kälter.

Danach dann weiter Review, unterbrochen von kurzen Teepausen. Am Anfang hatte ich mächtig mit Müdigkeit zu kämpfen. Das Wetter, die Allergie, die schlechte Nacht…. irgendwann ging es dann zum Glück wieder.

Um halb 5 hab ich Feierabend gemacht. In der S-Bahn erst mal Vokabeln gelernt, aber irgendwann war ich wieder zu müde und hab lieber die Augen zu gemacht für ein kurzes Nickerchen. Half.

Die Verbindung heute war extrem gut und ich schon ziemlich zeitig in der Nähe der Volkshochschule. Das nutze ich zum Einkauf in einem großen Drogeriemarkt (früher war das mal Drogerie. Inzwischen haben die, vor allem in diesem, alles), Tee ist im Angebot. Ich wurde mit mindestens 10 Minuten Kassenschlange belohnt. Eng, laut. Unangenehm.

Im Japanischkurs haben wir heute (vorletzter Termin) angefangen alles zu wiederholen, was wir bisher gelernt haben. Am Anfang war das für mich ein Kinderspiel, hatte ich doch inzwischen die meisten Vokabeln gelernt. Dann kam aber das Thema „Essen“ – da war ich fast komplett im Urlaub. Demzufolge war das für mich nicht Wiederholung, sondern Lernen im Schnelldurchlauf (noch schneller als eh schon) und ich war mal wieder ziemlich überfordert. Wenn ich morgen aber die Zeit finde, daß für mich noch mal zu wiederholen, hab ich das auch drauf, glaub ich.

Auf dem Heimweg kam ich dann noch an einer üppig blühenden japanischen Zierkirsche (vor Abendhimmel) vorbei, wie passend.

Wie immer Freitags Abendessen in der S-Bahn, denn es war inzwischen 8 durch und ich hatte Hunger. Käsestulle war es heute. Zu Hause habe ich mir dann noch einen Tee gemacht, aber außer diesem Blogbeitrag passiert heute nichts mehr. Ich bin hundemüde.

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

WMDEDGT – März 19

Wie jeden Monats-Fünften fragt Frau Brüllen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

 

Nun. Um 5 bin ich das erste Mal wach, finde das aber viel zu früh, drehe mich also noch mal um. Zwei Stunden später (also um 7) reißt mich dann der Wecker brutal aus dem Schlaf. Es folgt die übliche Morgenroutine. Also erstmal Bad, dann etwas Gymnastik für Nacken und Schultern, die den Urlaub eher unschön fanden. Anziehen, Frühstück. Nebenbei als extra heute: Wäsche vorbereiten für heute Abend. Kurz nach 8 verlasse ich das Haus. Die Straßenbahn kommt ziemlich bald und ist ziemlich gut gefüllt. Die zweite S-Bahn macht es spannend: als ich einsteige (und auch zwei Stationen später noch) heißt es, sie würde wegen Feuerwehreinsatz nur bis zur vorletzten Station fahren. Dort angekommen fährt sie aber doch weiter. (Ich hätte von dort aus auch laufen können, hätte aber deutlich länger gedauert. Immerhin war das Wetter ok.)

Noch im Flur, direkt nach dem Einstempeln, fängt mich eine Kollegin ab mit der Bitte, etwas noch am Vormittag zu erledigen. Ich starte den Rechner, hole mir einen Tee und mache mich an die Aufgabe. Kurz vor der Mittagspause Meeting (wir nennen es Scrum), danach stelle ich noch mein Ergebnis vor. Es wird für gut befunden.

Mittagspause. Auf dem Speiseplan der Kantine ist der Röstitaler verschwunden. Stattdessen gibt es die Chinapfanne auch vegetarisch. Nunja. Zur Chinapfanne gibt es immer Glückskekse. „Ein kleiner Zwischenfall wird für dich von nutzen sein.“ Den anschließenden Spaziergang kürzen wir ab, weil es schon wieder anfängt zu regnen. (Das Wetter ist sehr April derzeit: Sonne und Regen mit Sturm wechseln sich permanent ab.) Den Nachmittag verbringe ich mit Statistik. Zwischendurch versuche ich immer wieder jemanden beim HNO zu erreichen. Dort habe ich in zwei Wochen eigentlich einen Termin zum Allergietest. Ich habe aber jetzt schon so starke Allergiesymptome, daß es ohne Tablette nicht geht – und dann mach ein Allergietest keinen Sinn. Den letzten Versuch starte ich direkt vor dem Feierabend. Da geht dann immerhin nicht nach dem dritten Klingeln die Bandansage dran, daß derzeit alle beschäftigt sind – aber auch sonst niemand. Morgen also weiter versuchen.

Zum Feierabend ist es wie gestern Abend gerade mal wieder trocken und es gibt ganz tolles Licht (mit beeindruckenden Wolken). Kurz vor zu Hause fällt mir ein, daß ich noch eine Karte für einen Kollegen brauche der geheiratet hat, also klappere ich die nahegelegenen Grußkartenständer ab. Da ist aber nichts dabei, was mir wirklich gefällt. Bzw. die eine, die mir gefällt ist fast doppelt so teuer wie die anderen. Da werd ich morgen noch mal woanders schauen. Ich kaufe noch Bananen und Chicoree und gehe dann nach Hause. Dort starte ich die Waschmaschine, und nehme die trockene Wäsche ab. Dann ein halbes Stündchen Yoga für Nacken und Rücken. Danach Duschen, anschließend Abendbrot. Als ich fertig bin, ist auch grad die Waschmaschine fertig. Das Aufhängen der Wäsche dauert länger, da ich mal wieder hundertausend (oder so) Socken gewaschen habe. Dabei sehe, bzw. vor allem höre, ich ein Interview mit Sarah Kuttner über’s Scheitern, das in meinen Tabs rumlag. Besonders gefallen hat mir: „Das ist nicht die Antwort auf deine Frage – die ich vergessen habe. Was war deine Frage?“

Dann hab ich diesen Blogbeitrag geschrieben (und festgestellt, daß ich tatsächlich einen ganzen Montat nichts geschrieben habe). Jetzt werd ich noch ein bißchen lesen und dann geht’s auch schon wieder ins Bett.

 

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WMDEDGT – Februar 19

Heute ist wieder der fünfte des Monats und damit Tag des „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

 

Der Tag beginnt verdammt zeitig. Der Grund: Sonntag Vormittag habe ich einen Wasserfleck an der Schlafzimmerdecke entdeckt. Über mir war grad niemand da und da der Fleck den Tag über trocknete, fand ich es dann doch nicht sooo dramatisch. Montag (also gestern) früh war er aber wieder dunkel und naß. Also habe ich dann doch mal den Hausmeister angerufen, der sich das ansehen wollte, allerdings nicht Abends um 7 (wenn ich wieder zu Hause gewesen wäre), sondern lieber morgens um 7. Das ist ja nun üblicherweise die Zeit, zu der mein Wecker erst klingelt. Normalerweise. Heute dann eben schon um 6. Und wie das ist ist wenn ich früher aufstehen muß, hab ich natürlich eher schlecht geschlafen und war kurz nach 4 schon mal wach und der Meinung, ich müßte jetzt aufstehen. Immerhin war ich um 6 dann auch ziemlich sofort richtig wach. Und der Wasserfleck war heute natürlich trocken.
Übliches Morgenprogramm mit leichten Modifikationen (Schlafzimmer besichtigungsfähig machen) und um 7 klopfte der Hausmeister dann an der Tür (die Wohnungsklingel ist so laut, die hätte die Nachbar geweckt, so sie noch schlafen). Er hat es sich angesehen, Foto gemacht, erklärt wo es her kommt (Ausgleichsdingens für den Heizungsstrang in der Wohnung über mir der tropfte) und daß das morgen Mittag von einem Handwerker behoben wird und sich dann irgendwann Maler bei mir melden würden um den Wasserfleck zu beseitigen. Das wäre jetzt gar nicht nötig gewesen. Er ist nicht sonderlich groß (10x10cm vielleicht), in der Ecke, halb von den Heizungsrohren verdeckt und so oft mag ich jetzt auch nicht fremde Leute in meinem Schlafzimmer haben. Mir war nur wichtig, daß die Ursache abgestellt wird. Wasser an Stellen, wo es nicht sein soll, find ich generell eher doof. Nunja.

Heute dann die Wohnung also schon um 7 verlassen. Zeitig genug, um zu Fuß zur S-Bahn zu gehen und damit die vermutlich volle Straßenbahn zu vermeiden (grad beim Schreiben fällt mir auf, daß ja Ferien sind und die Straßenbahn deswegen vermutlich gar nicht so voll). Die Kollegin vom Nachbarbüro hatte ich gestern schon mal vorgewarnt, daß ich zeitiger kommen würde. Ich hab sie mit so einer Aktion schon mal in Panik versetzt, weil sie dachte, ein Meeting verpaßt zu haben.

Im Büro mache ich dann erstmal Grünpflege, denn ich hab endlich daran gedacht, den Gießbedarfsanzeiger und eine Gartenschere mitzubringen. Vor einiger Zeit ist bei mir die Grünpflanze des Kollegen eingezogen, die sein Büromitbewohner während seines Urlaubs im September viel zu gut gegossen hatte. Viel viel viel zu gut. Bei ihm im Büro wurde die Erde ewig nicht trocken, stattdessen faulten Teile der Pflanze so vor sich hin. Bei mir im Büro steht sie jetzt neben der Heizung und ich hatte das Gefühl, so langsam könnte wieder Gießbedarf bestehen. War auch tatsächlich so. Und bei der Gelegenheit habe ich dann noch alle abgeknickten und halb vertrockneten Zweige abgeschnitten. Dann Tee, dann Arbeit: Vorbereitung der Planungsrunde später am Vormittag. Um halb 10 Telefonkonferenz mit Schweden und Indien. Ziemlich kurz, es ist noch vieles unklar in dem Projekt und es fehlen Informationen und bei uns am Standort diese Woche auch viele Kollegen, die die Informationen liefern könnten, wegen Winterferien.
Danach das Planungsmeeting: Was machen wir in den nächsten zwei Wochen. Es ist kompliziert. Es gibt fiel zu tun, aber ich kann nur bedingt helfen, weil noch nicht gut genug eingearbeitet und es ist niemand da, der mich einarbeiten könnte. Außerdem werd ich wohl demnächst eh wieder was anderes machen.

Dann ist es schon fast Zeit zum Mittagessen. Die Qualität der Kantine läßt weiter nach, Heute zu erkennen an der Tatsache, daß es kein vegetarisches Hauptgericht gibt. Dabei hätte man bei der Chinapfanne gut auch auf das Fleisch verzichten können. Zur Chinapfanne dazu gab es natürlich Glückskekse. „Sie sind ein Engel. Halten Sie sich fern von Menschen die Federn sammeln.“ Aha. Mein ehemaliger Chef hatte „Ein Freund denkt an Sie.“

Nach dem Essen Spaziergangsrunde, dann Tee. Und dann Reviews. Ich merke recht bald, daß mir Schlaf fehlt und bin hundemüde. Der Kollege meint, es liegt am fehlenden „Vitamin O“, also gibt es bei der nächsten Teepause Apfelsinen. Danach geht’s wirklich besser (es könnte natürlich auch sein, daß dann endlich der schwarze Tee vom Mittagstee wirkt). Irgendwie vergeht die Zeit erstaunlich schnell und ich mach dann doch erst um halb 6 Schluß wie sonst auch.

Zu Hause hole ich die ersten Reiseunterlagen für Japan aus dem Kasten. Das ist jetzt auch ein wenig verworren. Freitag hab ich mit der Bearbeiterin beim Reiseveranstalter telefoniert und wir haben uns auf Zubringerflüge geeinigt. Gestern schrieb sie mir eine Mail, daß sie die Unterlagen zu zeitig versendet hätte und die Flugabteilung jetzt Zubringerflüge vorgeschlagen hätte (andere als am Freitag) gekoppelt mit der Frage, ob ich jetzt die Flüge haben will, oder Rail-to-Fly. Die Mail habe ich gestern noch beantwortet, heute keine Antwort bekommen, aber die Unterlagen (die Post ist schnell) – und dort auf der Rechnung ist weder noch, sondern nur die Reise ab FRA. Hm, werd ich wohl mal telefonieren müssen morgen.

Nach Sichtung der Unterlagen stelle ich fest, daß ich heute irgendwie zu wenig Bewegung hatte. Weil ich jetzt links Fersenspornprobleme habe, hatte ich auf den längeren Fußweg nach Hause verzichtet. Aber irgendwie fehlte das doch, und als Kompromiss fahre ich dann ein bißchen Fahrrad in der Luft. Das macht die Beine ziemlich schnell müde. Danach packe ich das Geburtstagsgeschenk für Sonnabend ein und dann habe ich endlich wenigstens ein bißchen Hunger. Also gibt es Abendbrot, dann schreibe ich den Blogartikel. Und eigentlich müßte ich jetzt noch Japanisch-Hausaufgaben machen, aber ich glaube, ich geh einfach ins Bett.

 

Die anderen Tagebuchblogger gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

(Hach schön, das neue Plugin für die Linksammlung möchte Third-party-Cookies setzen. Hat man im Browser dies Funktion deaktiviert, sagt es, man müsse nur auf diesen Knopf klicken – dann kommt man auf eine redirect-Page, die leider in meinem Fall nicht automatisch redirectet. Klickt man auf den Link, der da angegeben ist, landet man wieder am Anfang. Testet das dann niemand? Doch, klar, die Kunden. Auch, und ein Passwort will das Ding neuerdings auch. Äh. Wozu? [Das ist keine Kritik an Frau Brüllen, sondern an diesem Linksammeldingens!])

5. Dezember (WMDEDGT)

Heute ist nicht nur Dezember, in dem ich ja sowieso tagebuchblogge, es ist auch noch der 5. des Monats, an dem Frau Brüllen ja immer fragt: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT).

 

Ich laß mich wieder um 7 vom Wecker wecken, bzw. kurz davor, da man beim Wecker die Weckzeit nur ungefähr einstellen kann. Meine erste Handlung nach dem Ausstellen des Weckers ist das Anschalten des Radios. Eigentliches Ziel: zu erfahren, wie das Wetter werden wird. Nur verschlafe ich das meist. Heute bekomme ich in den Verkehrsnachrichten immerhin mit, daß auf der einen meiner S-Bahnlinien mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen ist wegen Notarzteinsatz. Hm. Da ich gestern ewig nicht einschlafen konnte, fällt das Aufstehen ein bißchen schwer. Immerhin brauche ich heute für die Frage, was ich anziehen will, nicht lang, Frühstück geht auch schnell und so verlasse ich halbwegs pünktlich das Haus. An der S-Bahn angekommen, stelle ich fest, daß auch die erste Linie offenbar Probleme hat, fahre anders als sonst und bekomme tatsächlich noch die (verspätete) zweite Linie. Manchmal muß man Glück haben. Andere hatten offenbar nicht so viel Glück, an einem der nächsten Bahnhöfe steigen ungewöhnlich viele Fahrgäste zu, ich vermute, die hätten schon eine Bahn eher nehmen wollen.

Wir werden unterhalten von einer 12-jährigen die sich per Freisprechfunktion des Handys mit ihrer Freundin unterhält, die zu spät losgegangen ist und die Bahn verpaßt hat. Ihr Lösungsvorschlag: nimm einfach die nächste Bahn die kommt und fahre uns hinterher, wir stehen hier eh noch ein bißchen. Ein Klassenkamerad, weißt sie darauf hin, daß, so lange wir dort stehen, keine weitere Bahn den Bahnhof erreichen kann. Die Freundin scheint sich aber mit dem Berliner Nahverkehr besser auszukennen und fährt anders zum Ziel.

Nächstes Drama: „Lea, ich hab übergemalt!“ – „???“ – „Ich hab übergemalt! Mit dem Lippenstift! Was soll ich denn jetzt tun?“ Hab die Lösung leider nicht verstanden und war doch froh, als sie endlich ausstieg.

Der Schnupfen übrigens ist fast weg (das war echt ein Turboschnupfen), dafür habe ich plötzlich wieder Halsschmerzen, schlimmer fast als letzte Woche. Zum Glück sind sie wieder weg, kurz nachdem daß ich das Büro erreicht habe.

Arbeit. Die Kollegin, die mich in ein neues Thema einarbeiten sollte bevor sie ab Jahreswechsel in Mutterschutz und Elternzeit geht ist jetzt bis Ende des Jahres krank geschrieben. Das ist ein bißchen doof. Aber nicht zu ändern. Wird auch anders gehen.

Eins meiner Projekte startet jetzt offiziell wieder. Das ist das größere Problem: für das neue Thema werde ich eigentlich Vollzeit gebraucht, ich hab ja aber noch zwei andere Projekte… Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

Ich mache zeitig Feierabend um zum Orthopädie-Schuhmachermeister zu fahren wegen der Einlagen. Das geht wie immer schnell. Danach gehe ich noch schnell einkaufen (u.a. Spekulatius für die Teepausen mit dem Kollegen). Zu Hause mache ich mir eine Klappstulle fertig um zu mitzunehmen und dann gehe ich zum Schwedisch-Kurs.

Dafür, daß die Nacht kürzer war als gewöhnlich, bin ich erstaunlich fit den Tag über. Erst nach dem Schwedisch-Kurs werde ich müde. Ich mache mir  einen Tee, esse eine Apfelsine und schreibe den Blogeintrag. Eigentlich wollte ich noch ein wenig lesen, aber ich werde wohl gleich ins Bett gehen.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT findet man wie immer bei Frau Brüllen.