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05.11.2021 (WMDEDGT)

Heute ist wieder Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?). Also wollen wir mal:

Noch vor dem Weckerklingeln wach geworden und beim Aufstehen gemerkt: Ausgeschlafen bin ich sehr viel zuversichtlicher als nach einer zu kurzen Nacht. Gut zu wissen. Übliches Programm für Daheim-Arbeitstage: Aufstehen, Vorhänge aufziehen (noch ist es schon hell draußen wenn ich aufstehe), Bad, anziehen, eine Runde raus. Draußen ist es grau und es wirkt relativ feucht, aber ohne Niederschlag. Etwas wärmer als erwartet, aber dann doch nicht wirklich warm. Und zwischendrin rennt mir mal wieder ein Eichhörnchen sehr erschrocken über den Weg, was nicht damit gerechnet hatte, daß ich da lang komme.

Zurück zu Hause Frühstück und dann Arbeit. Wie die ganze Woche schon sofort wieder heftig viel, aber diesmal wußte ich das vorher schon. Nach nicht mal einer Stunde Arbeit mit Exceltabellen bin ich schon wieder sehr müde – dabei dachte ich, ich hätte ausgeschlafen. Immerhin hab ich erstmal ein Meeting, das bringt Abwechslung. Danach wieder Daten vergleichen in Exceltabellen. Viele, möglichst alle heute noch. Uff. Zwischendurch fällt mal wieder die Internetverbindung aus (die ist sehr wackelig sehr Zeit), was ich dazu nutze (da ohne Internetverbindung kein Datenbankzugriff), um mal wenigsten die Wäsche von Flügel des Wäscheständers abzunehmen damit ich da nicht immer drumrum tanzen muß. Halb eins noch mal ein Meeting. Das ist für mich eine doofe Zeit, denn eigentlich kümmere ich mich da um mein Mittagessen. Nach dem Meeting merke ich dann aber auch, dass ich dringend etwas zu essen brauche: denken geht nicht mehr. Ich hatte mir vorher schon überlegt, mir heute was bei der Vietnamesin zu holen, denn dann muß ich auf alle Fälle mal raus – sonst wird das wieder nix. Mangocurry mit Reis. Ich bin so hungrig, daß ich alles aufesse, obwohl ich Portionen immer so groß sind, daß ich da normalerweise 2mal von esse. Danach bin ich dann aber auch sehr satt. Vorteil: ich werde sehr lange keinen Hunger haben.

Das Mittagessen draußen zu besorgen hatte auch den Vorteil, dass ich so am Briefkasten vorbei komme und da sind heute tatsächlich die Reiseunterlagen drin! Große Freude. Ich wartete schon ein paar Tage drauf. Inzwischen so verzweifelt, daß ich gestern Abend mal eine Mail schrieb um nachzufragen (sie hätten längst da sein sollen). Auf die hatte ich Vormittags schon Antwort mit Entschuldigung bekommen und den Unterlagen in digitaler Form was schon zu ein paar Freudenhüpfern geführt hatte. Die Unterlagen jetzt in der Hand zu haben ist aber noch besser, da bin ich altmodisch.

Anschließende wieder Daten vergleichen in Exceltabellen. Ich bin sehr froh, daß das nur alle paar Monate mal nötig ist (das letzte Mal vor etwa einem halben Jahr). Es gehört nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Es ist dann schon halb 5 durch als ich einen guten Punkt erreiche um für heute Schluß zu machen. Fertig bin ich noch lange nicht, das war aber vorher klar. Und man muß es ja auch nicht übertreiben. Es ist immerhin Freitag und die ganze Woche war anstrengend. Ich notiere mir, wo ich Montag dann weitermachen muß, was sonst noch so alles zu erledigen ist und was ich nicht vergessen darf, gehe noch mal durchs Postfach und um 5 ist Schluß.

Anschließend überlege ich, was ich nun mit meinem Feierabend anfange. Da der Kopf aber eh nicht mehr zu sehr viel zu gebrauchen ist, mach ich einfach Haushalt: Abwaschen, Wohnung saugen. Muß man nicht bei denken, muß gemacht werden und es ist schön, wenn es erledigt ist (vorl allem der nicht mehr vorhandene Geschirrberg). Anschließend Sport mit ausführlichem Internetleerlesen vorher. Duschen, Abendbrot, Vokabelnlernen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie mein Gehirn manche Vokabeln einfach weiß, während ich für andere Eselsbrücken brauche – und sie dann doch wieder vergesse. Derzeit mein größtest Problem: ich verwechsle immer unser und euer, die sich im Polnischen nur durch den Anfangsbuchstaben unterscheiden und die ich immer genau andersrum zuordnen will. Ich versuche es jetzt mal damit, daß wir uns an unsere eigene Nase fassen (nasz nos) – wobei ich Nase auf polnisch grad erst nachgeschlagen habe. Nasze Nase. Das sollte man sich doch merken können!

Dann ist es schon neun, bzw. erst, denn ich bin schon richtig heftig müde. Aber ein bißchen lesen noch. Und bloggen auch noch… Aber jetzt werde ich wohl doch ins Bett gehen.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.09.2021 (WMDEDGT)

Jeden Monatsfünften fragt Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT) und das Internet antwortet. Naja, zumindest Teile des Internets.

Bei mir war heute nicht viel. Mittellang geschlafen (mit Albtraum zwischendrin). Frühstück und danach gelesen, was in der Letzten Woche so im Briefkasten gelandet ist. War nicht sooo viel, dauert trotzdem. Dann habe ich die Waschmaschine mit den Wanderklamotten der letzten Woche gefüllt und gestartet und anschließend wollte ich nur mal eben im Internet was nachsehen. Nunja, es war dann schon 1 durch (also 2 Stunden später, mindestens), als ich endlich in die Küche ging um mit Mittag zu machen. Ich war allerdings ja auch eine Woche lang offline, da ist ein bißchen was nachzulesen.

Mittag (Nudeln mit Tomatensoße aus frischer Tomate) auf dem Balkon. Anschließend habe ich das Reisetagebuch zu Ende geschrieben. Da war ich die letzten Tage nicht mehr zu gekommen. Am Ende tut mir die Hand weh, aber das Thema ist abgehakt (über eine Stunde kleine Schrift mit Kuli – da muß ich mich zwischendurch immer wieder erinnern, die Hand zu entspannen – oder ich kann sie irgendwann kaum noch bewegen).

Es ist schön auf dem Balkon (und die Hand braucht definitiv eine Pause), also bleibe ich da und lese das Buch weiter, dessen Leihfrist übermorgen endet). gegen 6 gehe ich rein, bißchen aufräumen (morgen soll der Maler kommen um die Wasserschäden zu beseitigen, da braucht er Bewegungsfreiheit), dann Sport. Duschen, Abendbrot, Abwaschen. Und dann noch mal eine ausgiebige Runde Internet. Viel zu spät ins Bett.

Die anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.08.2021

So, es ist wieder der Monatsfünfte, also Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT (Was machst du den ganzen Tag?). Was hab ich denn heute getan?

Da ich gestern erst sehr spät im Bett war, fällt das Aufstehen heute schwer. Auf der Morgenrunde macht ein Schwarm Mauersegler lautstark auf sich aufmerksam. Auch beim Frühstück auf dem Balkon höre ich sie, brauche aber deutlich länger, um sie am Himmel auszumachen. Ich gehe schnell nach drinnen um die Kamera für ein „Abschiedsfoto“ zu holen, aber als ich wieder auf dem Balkon bin, höre ich sie nur noch, kann sie aber nicht mehr sehen. Schade.

Die Arbeit beginnt mit der Meldung, daß uns ein System heute überraschend nicht zur Verfügung steht. So eine große Umstellung wie wir sie gerade durchmachen hat zum Teil unerwartete Nebenwirkungen (nach dem Mittag funktioniert es dann wieder). Ich hatte gar nicht geplant, damit heute etwas zu machen, aber natürlich waren ausgerechnet heute zwei Aufgaben reingekommen, für das ich genau dieses System brauche. Verschoben auf später. Ich mache mit der eigentlich geplanten Sache weiter aber komme da nicht so richtig in Tritt heute. Zum Mittag auf den Markt, bißchen Obst und Gemüse kaufen und ein Fischbrötchen und Kuchen für den Nachmittag. Auf dem Rückweg will ich noch schnell eine Briefmarke kaufen, aber in der Post steht gar kein Briefmarkenautomat mehr. Hm. Zum Schalter will ich auch nicht, also gehe ich ohne Briefmarke.

Nach dem Mittag funktioniert das ausgefallene System wieder, die beiden Aufgaben wurden aber schon von anderen erledigt. Auch gut. An der eigentlichen Aufgabe mache ich trotzdem nicht weiter den es kommen nacheinander noch zwei Sachen rein die dringender sind und die ich heute auch viel lieber mache, weil das andere so störrisch ist.

Halb 6 Feierabend. Ich lese ein bißchen Internet, dann steht „30 Minuten Polnisch“ auf dem Plan, die ich dafür nutze, weitere digitale Vokabel-Lern-Karten zu erstellen. Wir hatten irgendwie doch viel mehr Vokabeln als ich dachte. Ich übe die Vokabeln dann natürlich auch noch. Noch mal ein bißchen Internet, dann Sport und danach duschen. Eigentlich hatte ich gedacht, ich liege heute echt gut in der Zeit, aber als ich dann das Abendbrot fertig vorbereitet habe, ist es schon wieder 9. Zum Essen gibt es ein bißchen Olympia. Ich sehe mir derzeit die Finalkämpfe im Turnen an. Dass man sich so komplette Wettkämpfe im Nachhinein noch mal ansehen kann ist schon ziemlich Klasse, auch wenn dafür natürlich Zeit drauf geht. Bei den Gerätefinals gibt es sogar die Siegerehrung hinterher dazu, die fehlte bei den Mehrkämpfen. Wegen Corona bekommen die Gewinne die Medaillen nur auf dem Tablett angereicht und dürfen/müssen sie sich dann selbst umhängen.

Nunja, inzwischen ist es elf und ich sollte zusehen ins Bett zu kommen, damit ich morgen nicht wieder so kämpfen muß beim Aufstehen.

 

 

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05.07.2021

Diese Woche begann etwas ungewiss. Freitag auf dem Weg zur Bibliothek fiel mir auf, daß ich tagsüber gar keinen Anruf der Physio-Praxis bekommen hatte, daß mein Termin am Montag nicht stattfinden könne, weil Physiotherapeutin krank (Bandscheibe) wie die letzten Wochen immer. Nun war ich mir unsicher: Findet der Termin tatsächlich statt? Oder hat das mit dem Serientermin nicht geklappt (es wäre der zweite der Serie gewesen)? Oder war letzte Woche die ganze Serie abgesagt worden und nicht nur der eine Termin? Oder findet er tatsächlich doch einfach wieder statt? Zum Anrufen war es da schon zu spät, die Praxis schon im Feierabend, also blieb nur, es heute eben einfach zu testen. Hieß: nach dem Weckerklingeln wirklich aufzustehen und nicht noch lange liegen zu bleiben. Das sorgte natürlich dafür, daß ich um 5 schon wach war mit der Überzeugung, ich müsse gleich aufstehen. Und dann irgendwann noch mal. Und gegen halb 8 wieder, aber das war ok, so ungefähr zu der Zeit mußte ich wirklich so langsam… Was dann aber klingelte war nicht der Wecker, sondern das Handy. Ich war erstaunlich schnell und OHNE Kreislaufprobleme (!) auf den Beinen. Die Physio-Praxis war dran, man hatte letzte Woche vergessen meinen Termin abzusagen. Nun hab ich einen für morgen Nachmittag und dann sehen wir weiter. „Gut, ich wäre dann jetzt wach“ war nach dem Auflegen mein erster Gedanke, und „Äh, du solltest dir den Termin schnell aufschreiben, sonst vergißt du ihn wieder“ der zweite. So richtig wach war ich dann nämlich doch noch nicht, nur eben schon auf den Beinen. Ich brauchte dann auch noch ein Weilchen bis ich so richtig in die Gänge kam.

Bei der Morgenrunde festgestellt, daß jemand „meinen“ Jelängerjelieber“ zurückgeschnitten hat im Vorgarten und die Forsythie daneben auch. Die Schere lag auch noch da. Bin mir noch nicht sicher was ich davon halten soll.

Frühstück auf dem Balkon, um 9 Wechsel vor den Arbeitsrechner. Draußen zog sich der Himmel zu und parallel dazu verdüsterte sich meine Stimmungslage. Ich bin nicht sicher, ob Zufall oder ob es da tatsächlich einen Zusammenhang gibt. Könnte auch daran gelegen haben, daß ich die Bestätigungsmail der Stornierung des Hamburger Hotels gesehen habe, die mich daran erinnerte, daß ich wirklich nicht nächstes Wochenende auf die Lofoten reisen werde. Der Tag war in jedem Fall reichlich doof, irgendwie.

Immerhin habe ich das Problem, das mir Freitag Nachmittag mächtig die Laune vermieste, einkreisen und an den Zuständigen übergeben können (dabei festgestellt, daß es genau genommen sogar zwei Probleme sind).

Mittags wußte ich lange nicht, was ich mir nun kochen will, hatte keine rechte Meinung dazu und schließlich wurde es dann (da war es schon nach 1) mein altes Notfallessen aus Zeiten, als ich noch nicht so viel kochte: Hühnebrühe mit Nudeln. Mittagsrunde habe ich ausfallen lassen. Nachmittags tauchte ein neues Problem auf, was dann dafür sorgte, daß ich erst um 6 Feierabend machte. Dabei hatte ich doch noch so viel vor!

Beim Dinge-erledigt-bekommen-Spiel habe ich grüne Spielfigur gezogen. Die steht für Finanzkram. Weil es ja schon so spät war und ich noch einiges vor hatte, habe ich tatsächlich nur die halbe Stunde gemacht. Danach Sport. Und dann war es schon so spät (nämlich ca. halb 9), daß ich entschied, daß ich erstmal Abendbrot essen muß und alle anderen Pläne auf morgen verschiebe. Außerdem war das Wetter viel zu schön, um nicht auf dem Balkon zu sitzen. Letzteres habe ich dann bis fast um 10 gemacht. Erst Abendbrot, dann mit Schwesterherz telefoniert, dann gelesen. Und zwischendurch immer wieder den Himmel bewundert und beobachtet, was so vorbei flog.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens (WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag) gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.06.2021

Wochenendbalkonfrühstück.

Ohne anschließendes Lesen diesmal, denn ich mußte für einen Grünzeug-Großeinkauf auf den Markt und wurde halb elf / elf im Garten erwartet. Für heute war wieder grillen geplant und ich war für die Salatzutaten zuständig.

Weil es schneller geht, bin ich dann das Fahrrad genommen um in den Garten zu kommen statt zu Fuß zu gehen – war trotzdem erst halb 12 da. Machte aber nichts.

Es folgte: Ein richtig schöner entspannter Tag im Garten. Mit Grillen, Quatschen, Lesen, Ausruhen, Tee, Kuchen, Rhabarbercrumble…

Heimweg zusammen mit Schwesterherz und Schwesterfreund, die mir einen Weg zeigten, den ich noch nicht kannte. Schöner als unsere Stammstrecke, da länger abseits von Straßen – und auch landschaftlich schöne Strecke. Rückweg deutlich schneller als hin – wenn ich mit dem Schwesterherz unterwegs bin kann ich wirklich nicht langsam fahren (und wenn sie das jetzt liest, hat sie wieder ein schlechtes Gewissen, aber es war ok!).

Relativ zeitig ins Bett, ich war müde.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens am 5. des Monats gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.05.2021

Der diesmonatige 5. endete so doof, daß ich ihn erst zwei Tage später aufschreiben. Nunja.

Er fing noch ganz normal an. Weckerklingeln, mehrfach znoosen, Nachrichten hören, aufstehen, Bad, anziehen, Morgenrunde. Der Wind war fieser, kälter als am Tag zuvor, trotzdem werkelte die Nachbarin im Vorgarten. Sie hatte von einer anderen Nachbarin diverse Studentenblumen und Petunien geschenkt bekommen und die mußten ja in die Erde. Aber die Vorgärten liegen ja zum Glück windgeschützt.

Frühstück, Arbeitsstart. Ich sehe als erstes immer ins Postfach und stellte fest, daß der Chef zwei der Meetings des Tages verlegt hat. Irgendwann finde ich auch die Mail mit der Erklärung: krank (Betreff war was ganz anderes, weil er gleich noch schrieb, wie wir erstmal bei einem Thema weiter machen sollen. Krank ist natürlich immer doof, für mich war es aber auch doof, weil mein erstes Meeting des Tages das Abstimmungsmeeting mit ihm gewesen wäre, was ich als nächstes erledigen soll, welche Arbeitspakete bei mir liegen und sowas. Hätte ich ihn mal gestern schon gefragt! Denn da die Dokumente, die ich vor meinem Urlaub noch fertig gemacht hatte, noch nicht wieder bei mir angekommen sind, hänge ich ein wenig in der Luft. Naja, habe ich Zeit für Status- und sonstigen Mails von meinem Arbeitgeber. Da passiert ja bei uns grad eine ganze Menge, entsprechend viel Post gibt es auch.

Gegen Mittag gehe ich los zum Wocheneinkauf, heute mal wieder in die Halle, für die ich diagonal über die große Kreuzung muß – und ich muß auf jeder Mittelinsel warten, brauche also 4 komplette Umläufe, bis ich endlich drüben bin. Der Markt ist relativ leer, was höchst angenehm ist, denn die Gänge hier sind sehr schmal. Und wenn dann auch noch ein Gitter-Container mit leeren Kartons und Pappen im Gang steht, geht es nur im Gänsemarsch vorwärts. Wie die letzten Male auch als ich dort einkaufte, nehme ich mir wieder Sushi mit. Werde ich aber wohl nicht mehr machen, ist ja schon doch ganz schön viel Müll, nicht nur die Verpackung, sondern jeweils auch noch die kleinen Tütchen für Wasabi und Sojasauce. Der Ingwer immerhin war diesmal ohne extra-Verpackung und Stäbchen sind auch nicht dabei, aber trotzdem. Auf dem Heimweg komme ich in einem Rutsch über die Kreuzung – immerhin.

Nach dem Mittag dann Projektstatusmeeting. Selten interessant, selten was neues – außer neue Termine. Ich muß zugeben, daß ich da oft nur mit halbem Ohr hinhöre. Ich bekomme aber durchaus mit, daß die Projektleiterin offenbar etwas im Clinch liegt mit dem Kollegen, der sich oft genug aufführt als wäre er der Projektleiter (schwierige Situation für sie: er ist wesentlich länger in der Firma, sie hat keine richtige Einarbeitung bekommen und war (ist?) auf sein Wissen angewiesen). Über „Ich verstehe, du hast mich unterbrochen um meinen Satz zu beenden. Ja, kann man machen“ von ihr zu ihm mußte ich dann doch lachen. Irgendwann bin ich an der Reihe und weil ich ihn gerade gesehen hatte, spreche ich den entsprechenden Kollegen auf einen CR an, bei dem mir was nicht gefällt. Wir reden dann erstmal aneinander vorbei, weil er von einem ganz anderen CR spricht. Und das wäre ja alles nicht so schlimm, das kann man so machen und ich nehms hin (3 gegen mich, ich begreife ihre Einstellung nicht, aber gebe mich geschlagen).

Nach dem Meeting sehe ich mir unter anderem die Aufzeichnung des Teamtalks meiner Region von letzter Woche an (da war ich ja im Urlaub). Der entnehme ich unter anderem, daß mein Arbeitgeber vor hat, uns Impfungen durch den Betriebsärztlichen Dienst anzubieten, das gerade vorbereitet / organisiert und es dann losgehen soll, sobald die Prio freigegeben und Impfstoff da ist. Start derzeit geplant Mitte/Ende Juni. Gut, da muß man dann sehen, wann man denn wirklich einen Impftermin bekommt (Grippeimpfungen letztes Jahr begannen im September und ich hatte Termin im November, wenn ich mich recht erinnere), aber trotzdem ist das erstmal eine gute Sache, denn ich habe ja keinen wirklichen Hausarzt.

Nach Feierabend wurde mir dann erst so richtig bewußt, daß der Kollege da von einem weiteren CR sprach, was vermutlich Arbeit für mich nach sich zieht. Da wollte ich mich aber nicht mit beschäftigen. Stattdessen bißchen Internet lesen. Dann habe ich den Rechner auf den Boden gestellt, weil ich ja Sport machen wollte – aber doch weiter gelesen. Und dann noch auf dem Rechner aufgeräumt, unter anderem die Fotos eines Mitreisenden letztes Jahr im März in Norwegen durchgesehen und entschieden, welche ich behalten will. Fernweh. Da will ich unbedingt wieder hin, diese schier endlose weiße Weite…

Irgendwann mache ich dann doch Sport. Danach Duschen, Abendbrot, Internet, Schwedisch mit Duo. Dann ist es schon zu spät zum bloggen, bzw. ich zu müde. Also nur noch ein bißchen Internet, bevor ich dann ins Bett gehe.

Und dann passierts. Normalerweise mag ich ja, daß ich meinem Unterbewußtsein eine Aufgabe geben kann, das arbeitet dann eine ganze Weile dran rum und präsentiert mir irgendwann das Ergebnis. Wenn es mir quasi in dem Moment, als ich ins Bett gehen will klar macht: Dieser CR bedeutet nicht nur vermutlich Arbeit, sondern sehr sicher, und ziemlich sicher richtig viel, denn er bedeutet unter anderem, daß ich das Dokument, was ja eigentlich schon zum Review ist, noch mal aufmachen muß und die wissen, daß das Dokument schon zum Review ist und sie wußten vermutlich schon vor meinem Urlaub, als ich mehrfach erwähnte, daß ich das Dokument fertig machen will, daß es diesen CR geben wird, haben mir aber nichts gesagt, die haben mir genau genommen bis zu dem Meeting heute nichts gesagt und da auch nur, weil ich ja zufällig den anderen CR entdeckt habe – ja, dann finde ich das nicht so klasse von meinem Unterbewußtsein. Denn dann bin ich sauer, und zwar richtig. Denn solch ein Verhalten (der Kollegen, nicht des Unterbewußtseins) ist ja wohl mal oberarschig. (Üblicherweise reden wir miteinander. Üblicherweise wird vor der Umsetzung eines CRs ermittelt, wieviel Aufwand das bei allen Beteiligten bedeutet und danach entschieden, wann er umgesetzt wird. Üblicherweise.) Nur kann man an dieser Situation nachts um halb 12 nichts ändern. Einschlafen geht mit dieser Wut aber auch schlecht. Ich schreibe wenigstens mal auf, was ich den Herren schreiben will und hoffe, meine Wut damit beruhigen zu können. Kurz nach Mitternacht bin ich im Bett, die Wut ist äußerst munter, also hole ich mir ein Buch und lese zur Ablenkung. Das funktioniert so lange, bis ich das Buch zuklappe und das Licht ausmache. Ich brauche eine ganze Weile, bis ich endlich einschlafe.

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens „WMDEDGT“ gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.04.2021

Huch! Heute ist ja der fünfte! Tagebuchblogtag! Heute also die Ostermontagsausgabe.

Ich schaffe es, bis halb 10 zu schlafen. Schlafen ist derzeit irgendwie ein Problem: ich brauche ewig, bis ich einschlafe und bin viel zu früh wieder wach. Darum finde ich es toll, daß ich tatsächlich bis halb 10 schlafe – wenn auch mit Unterbrechungen. Außerdem war der letzte Traum toll. Es war mal wieder ein Aufräum-Traum aber im Gegensatz zu sonst war es diesmal absolut überschaubar und entsprechend gab es auch ein gutes Ergebnis. Ich wachte auf alle Fälle sehr zufrieden auf.

Gemütliches Frühstück, anschließend ausgiebiges Zeitunglesen – die Eltern hatten mir gestern wieder einiges mitgegeben. Irgendwann während ich las Hilferuf von den Eltern: ihr Rechner machte seltsame Sachen. Das Problem klingt seltsam, ich kann es nicht per Ferndiagnose lösen, also werde ich am Nachmittag wieder zu ihnen gehen. Zum Glück habe ich nicht viel für den Tag geplant. Wäsche waschen hatte ich allerdings fest eingeplant – und die muß ich zum Teil erstmal zusammensuchen. Außerdem räume ich liegengebliebenes der letzten Tage auf und das Gepäck meines „Kurztrips“ weg. Dann ist es Zeit für Mittagessen – weil die angefangene Dose Pizzatomaten weg muß, gibt es Nudeln mit Tomatensoße.

Danach ist die Waschmaschine fertig und während ich so auf meinem Bett sitze und hunderttausend Socken sortiere, tobt draußen Aprilwetter: Stürmisch ist es eh schon den ganzen Tag, nun gibt es erst Hagel und Regen und dann heftig Schnee. Die Temperaturen sind allerdings deutlich im Plus-Bereich: der Schnee bleibt nicht liegen, taut sofort, sobald er irgendwo ankommt. Ich bin mit meinen Socken noch nicht fertig (es waren wirklich viele), da kommt die Sonne raus.

So sonnig bleibt es dann zum Glück auch erstmal während ich zu den Eltern laufe (ist ja immerhin etwa eine halbe Stunde), nur (heftig) windig ist es immer noch und der Wind ist echt kalt. Das Problem mit dem elterlichen Rechner ist zum Glück schnell behoben. So bleibt mehr Zeit zum Quatschen. Und Tee und Kuchen gibt es natürlich auch. Außerdem erfahre ich, daß mein Ostergeschenk sehr gefällt. Ich war mir ja selbst nicht so sicher und Vati wirkte gestern auch sehr skeptisch – aber nun liest er wohl fast nichts anderes mehr (Und hat ja gestern auch schon Pläne gemacht, sich das gelesene real anzusehen). Und zwischendurch schneit es auch noch mal.

Als ich mich auf den Heimweg mache, scheint die Sonne. Das tut sie auch durchgehend bis ich zu Hause bin, aber der Wind fegt so weiße Krümel an mir vorbei. Erst überlege ich, ob das Blütenblätter (bzw. Blütenblattkrümel) sind (Inzwischen blüht ja richtig viel und der Wind zerrt sehr kräftig an allem), aber Blütenblätter lösen sich nicht auf wenn sie auf den Boden fallen – das waren wohl auch noch mal Schneeflocken.

Zurück zu Hause übe ich ein wenig Polnisch bis das Schwesterherz anruft. Sie hat festgestellt, daß der Osterhase bei ihr war – hatte aber erst 2 von 3 Geschenken gefunden. Das dritte dann aber noch während des Telefonats (ich hatte ja extra nicht zuuuu schwer versteckt, damit sie finden auch ohne daß sie wissen, daß sie suchen müssen). Auch da gefällt das Geschenk, was mich sehr freut.

Abendbrot, duschen, dann fiel mir ein, daß heute ja der Monatsfünfte ist. Die letzten Tage war mir das Datum sowas von egal, aber irgendwie hatte ich das heute doch mitbekommen. Also setzte ich mich an den Rechner um noch zu bloggen – und bin erstmal frustriert, weil WordPress jetzt endgültig auf das neue unübersichtliche Design umgestellt hat. Bisher konnte ich mich immer noch drumrum mogeln, aber das ist nun offenbar vorbei. Schade.

Nun ist es kurz vor 10 und ich werde wohl – zwecks weiteren Abbau des Schlafdefizits der letzten Zeit – bald ins Bett gehen. Aber vorher noch ein bißchen lesen.

Die anderen Teilnehmer der Tagebuchbloggens „WMDEDGT“ (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.03.2021

„Zeugt!“ sagt jemand. Ich denke mir noch: „Mit Zeugen ist es ja nicht getan, man muß sie auch großziehen“, dann wach ich auf. Guten Morgen!

Ich bin relativ ausgeschlafen, das erste Mal diese Woche. Entsprechend gut funktioniert das Aufstehen. Morgenrunde mit Sonne, Frühstück, und dann habe ich vor Arbeitsstart sogar noch etwas Zeit zum Lesen.

Arbeit heute ist relativ entspannt. Morgens Abteilungsstatusrunde, ansonsten liegt nichts akut an und ich habe endlich Zeit, Mails zu lesen und die Schulungs- und Statusvideos anzusehen. Bei uns passiert gerade eine ganze Menge organisatorisch und man versucht tatsächlich, alle Mitarbeiter „mitzunehmen“. Find ich gut. Außerdem gibt es diese große Lernplattform, wo wir aufgefordert sind, viele „Kurse“ zu belegen. Es gibt verschiedenste Themen, organisatorisch, fachlich, aber auch kurze Vorstellungsvideos der oberen Managementebene. Und man sammelt dabei Punkte, die man jeweils am Monatsende einer NGO spenden kann.

Zum Mittag mache ich mir Kartoffeln und „Bayrisch Kraut“, zumindest heißt das bei uns in der Familie so. Keine Mittagsrunde, denn Kochen dauerte länger und ich so habe ich eh um 3 mein Stundensoll für diese Woche erfüllt. Mehr dürfen wir nicht. Ich mache dann aber den Rechner nicht gleich aus, sondern lerne noch schnell etwas polnisch. Sprachkurse kann man über die Lernplattform nämlich auch belegen. Da das aber nun wirklich Privatvergnügen ist, mache ich das natürlich nicht während der Arbeitszeit. Polnisch, weil ich das eventuell im Urlaub im Herbst gebrauchen kann. Ich habe Vorteile, weil ich ja in der Schule schon russisch gelernt habe, manches ist ähnlich. Aber das polnische Alphabet ist eine Herausforderung. Da 24 Buchstaben nicht reichen, versehen sie einige auch noch mit Strichen und Häkchen. Und heute lerne ich neu, daß es das z sowohl mit Strich, als auch mit Punkt obendrüber gibt. Außerdem gibt es ja noch Digraphen und Trigraphen – Kombinationen aus 2 bzw. 3 Buchstaben, die einen gemeinsamen Laut ergeben, ch zum Beispiel. Und ganz diverse Kombinationen mit z (plus Strich, plus Punkt). Das kyrillische Alphabet hat dafür ja jeweils eigene Buchstaben. Ob das aber wirklich leichter zu lernen war oder ich mir das nur einbilde? Daß ich angefangen habe russisch zu lernen, ist schon eine halbe Ewigkeit her. Außerdem haben allen Sprachkurse mit Unterrichtssprache englisch ja das große Problem, nicht zwischen du und Sie zu unterscheiden. Ich habe die Befürchtung, dieser hier mischt das sehr fröhlich. Das ist nicht das einzige Manko dieses Sprachkurses, aber ein bißchen was Brauchbares lerne ich vielleicht doch.

Danach dann aber: große Runde draußen. Dabei fällt mir gleich zu Anfang ein, daß ich gar keine Eier mehr habe und somit der nächste geplante Programmpunkt – nämlich backen – auf morgen verschoben werden muß. Oder ich backe war anderes. Bißchen doof: im Laufe des Tages waren die kleinen weißen Wölkchen immer größer geworden sind nun so groß, daß die Sonne fast die ganze Zeit sich hinter einer solcher Wolke versteckt. Erst zum Ende hin habe ich noch mal richtig Sonne. Immerhin steht sie da noch hoch genug, daß sie mich auch erreicht.

Nach der Runde – ich war gut eine Stunde unterwegs – ist mir erstmal nach Tee und Gebäck (die letzten Plätzchen von Weihnachten). Und lesen. Anschließend ist es mir erstmal wichtiger, den riesigen Berg Abwasch zu erledigen, der sich die Woche über aufgestapelt hat. Eine dreiviertel Stunde bin ich damit beschäftigt. Das weiß ich so genau, weil ich mir angewöhnt habe, dabei die Podcasts zu hören, die in den offenen Tabs des Browsers rumliegen. Komme ich ja sonst nicht zu. Der heutige hat eine Länge von deutlich über einer Stunde – den Rest gibt es dann beim nächsten Abwasch.

Danach Sport (Backen wirklich erst morgen, das paßt heute zeitlich nicht mehr). Da Nacken und Schultern fürchterlich verspannt sind, ist die Auswahl etwas schwierig, denn eigentlich will ich die erstmal nicht weiter belästigen. Ich entscheide mich für ein Programm nur für die Beine – bei dem ich aus Balance-Gründen die Arme die ganze Zeit zur Seite strecken soll. Nunja. Ich finde eine Armhaltung, die die Balance verbessert, aber die Schultermuskulatur nicht ärgert. Anschließend ausgiebiges Dehnen.

Duschen, Abendbrot, Fernsehen. Danach noch mal Polnisch, diesmal mit Duolingo. Ich hatte mich die Woche mit einer Freundin übers Sprachenlernen unterhalten und sie erzählte, daß sie Duolingo zumindest zum Vokabelnpauken und Sätzebilden ganz gut findet. Also habe ich auch wieder damit angefangen. Duo geht zumindest strukturierter und in kleineren Schritten vor als der andere Kurs. Außerdem hat es eine deutlich größere Varianz in den Übungen. Danach noch ein bißchen Internet, bißchen lesen, dann Bett.

 

Heute war’s mal wieder ausführlicher, denn es war ja der 5. und damit Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?).
Die anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.02.2021 (WMDEDGT)

Ich hab es hier in letzter Zeit ja etwas schleifen lassen, aber am 5. des Monats will ich denn doch mal wieder. Schließlich ist da Tagebuchbloggen angesagt, auch bekannt als „WMDEDGT“. Also los.

 

Es bringt nicht viel, zeitig ins Bett zu gehen, wenn man dann ewig einfach nicht einschläft. Entsprechend schwer komme ich aus dem Bett, bin dann aber 10 nach 9 doch am Rechner, inklusive Morgenrunde, bei der ich beim Losgehen und beim Zurückkommen den Nachbarn treffe – er hat in der Zeit seine Tochter zum Kindergarten gebracht.

Halb 10 Teammeeting und danach brauche ich eine ganze Weile bis ich wirklich richtig mit der aktuellen Aufgabe weiter mache. Es ist aktuelle doof alles, im allgemeinen sowieso aber auch die aktuelle Aufgabe läuft nicht so, wie ich es gern hätte. Immerhin kann ich mit der Hilfe eines Kollegens ein Problem lösen, danach bin ich dann im Thema drin und werkele weiter vor mich hin. Irgendwann stelle ich zwar fest, daß ich mir so langsam Gedanken ums Mittag machen sollte und etwa eine Stunde später, daß nun aber wirklich, schließlich habe ich so langsam auch Hunger, aber andererseits will ich erst noch die eine Sache fertig machen, die aus diversen Kleinigkeiten besteht die nacheinander abgearbeitet werden müssen, und natürlich jeweils Zeit kosten. Da mittendrin aufzuhören hieße aber, nach der Pause erstmal rauszufinden zu müssen, wo ich jetzt stehen geblieben bin – also lieber erst fertig machen. Zwischendrin taucht noch eine zweite Aufgabe auf, die ich dann auch lieber schnell noch erledigen will und schließlich ist es schon fast 2 und viel zu spät, um noch zu kochen oder raus zu gehen irgendwas zu besorgen. Also gibt es nur Stulle mit Brot, danach aber eine große Runde draußen. Mir fällt die Decke auf den Kopf, ich brauche Abwechslung und der Wandkalender neben dem Schreibtisch geht mir auf den Keks. Den hab ich schon ein paar Jahre, nutze ihn wegen der schönen Fotos immer wieder als monatlich wechselndes Wandbild, aber nun, wo ich fast ein Jahr lang jetzt fast täglich stundenlang daneben sitze, will ich dann doch mal was anderes. Also führt mich meine Mittagsrunde nicht (nur) wie üblich durchs angrenzende Wohngebiet sondern die Hauptstraße des nächstgelegenen Zentrum/Ortskerns entlang (Berlin hat ja nicht ein Zentrum, sondern dutzende). Da gibt es zum Einen mal etwas anderes zu sehen: diverse offene und geschlossene Geschäfte, wobei ich mehrfach überrascht bin, welche Geschäfte geöffnet sind. Und außerdem komme ich so an 3 Buchhandlungen vorbei. Immerhin in einer davon sind von außen noch Kalender zu entdecken, also gehe ich rein, finde aber nichts, was mich wirklich überzeugt. Ich wollte aber sowieso noch zum S-Bahnhof, um mir dort ein Franzbrötchen zu kaufen, gegenüber ist noch ein Buchladen und in dem werde ich tatsächlich fündig: Im Schaufenster steht noch ein Exemplar eines Kalenders, mit dem ich im Dezember schon mal geliebäugelt hatte. Damals hatte ich mich aber dagegen entschieden, denn der Fuchs ist ja gut. Nunja, jetzt also doch Mäuse. Ich bin glücklich. Das steigert sich noch durch den Kauf des Franzbrötchens. Vielleicht sollte ich öfter zum S-Bahnhof gehen um mir ein Franzbrötchen zu holen, auch wenn der Weg eher doof ist.

Diese Mittagsrunde hat mich so dermaßen aus dem üblichen Trott geholt, daß ich danach am Rechner kurz überlegen muß, welcher Wochentag eigentlich ist. Freitag! Mir war kurz wie Donnerstag. Der Arbeitstag endet eher unerfolgreich, aber Kalender und Franzbrötchen wirken noch: es ist mir egal, den Fehler kann ich auch Montag noch suchen.

Kurz nach Feierabend höre ich, daß meine Nachbarn mit ihrem Steppke die Wohnung verlassen. Das ist die Gelegenheit! Ich habe Anfang der Woche schon mal an der Wand markiert, wo ich bohren muß um die Pinnwand umhängen zu können. Auf der anderen Seite der Wand ist aber das Kinderzimmer des Kleinen, da will ich nicht bohren, wenn er da ist. Da derzeit die Kindergärten ja eigentlich geschlossen sind, hatte ich mich schon darauf eingestellt, daß das noch länger unvollendet sein wird, aber nu ist er ja nicht da! Also schnell Bohrmaschine geholt, alles in der Umgebung weggeräumt (eine Freundin berichtete von Bohrstaub in allen Unterlagen nach dem Anbringen einer Lampe im Wohnzimmer), den Staubsauger geholt und los. Bohrmaschine UND Staubsauger zu handhaben, wenn man alleine ist und ja nur zwei Hände hat, ist nicht ganz einfach, habe ich aber hinbekommen. Nur die Dübel, die ich vor dem Bohren noch hatte, waren weg. Nicht auf dem Schreibtisch, nicht im Koffer vom Bohrer, nicht in der Hosentasche, einfach weg. Nunja, aber die Löcher waren ja nun in der Wand, also hab ich die Bohrmaschine wieder ordentlich eingepackt, Koffer zu gemacht – und die Dübel gefunden. Dübel in die Löcher, eins nicht tief genug. Also Bohrmaschine wieder ausgepackt, nachgebohrt, Dübel gesucht. Diesmal ging es schneller und ich hab ihn gefunden, bevor ich die Maschine wieder komplett eingepackt hatte. War auch ganz gut so, das Loch war immer noch nicht tief genug. Also noch mal gebohrt, diesmal bis ich das Gefühl hatte, ich komme auf der anderen Seite der Wand raus, Dübel genommen (Ha! Er lag gut sichtbar im Koffer der Bohrmaschine!), ins Loch gesteckt, paßt. Bohrmaschine weggeräumt, Schrauben rausgesucht, reingeschraubt, Pinnwand aufgehängt. Da hatte ich kurz Befürchtungen, aber ich hatte beim Anzeichnen alles richtig gemacht: Lochabstand paßt perfekt und gerade isses auch. Kurz danach kam die Familie auch schon wieder zurück (so lang hat das gar nicht gedauert bei mir, eigentlich), Zeit also perfekt genutzt: Wieder ein Haken auf der großen To-Do-Liste und ich hatte das schwerste nach Feierabend schon erledigt: vom Schreibtisch weg zu kommen auf dem auch der private Rechner steht. Da ich ja nun schon in Bewegung war und der Staubsauger auch noch mitten im Zimmer stand, hab ich gleich noch die Wohnung komplett gesaugt.

Anschließend Sport, Duschen, Abendbrot, Fernsehen bzw. DVD.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

05.01.2021

Jeden Monatsfünften fragt Frau Brüllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (WMDEDGT). Dann wollen wir mal antworten.

Der Wecker klingelt irgendwann vor 8, ich mache ihn erstmal aus (snooze-Funktion) und das Radio an und nach diversem erneutem Klingeln des Weckers stehe ich kurz nach 8 auf. Bad, anziehen, Morgenrunde. Die Schneemänner stehen noch (so sie nicht zerstört wurden) auf inzwischen wieder grünen Wiesen. Das sieht schon etwas lustig aus. Schneemänner stimmt nicht ganz, mindestens ein Schneebär ist dabei.

Frühstück, um 9 sitze ich am Rechner. Spannende Frage: funktioniert die Kommunikation (also Outlook und Teams) heute wieder? Tut es. Das ist sehr praktisch, so kann ich mit dem Chef abstimmen, was meine nächsten Aufgaben sind. Es ist aber auch doof, weil so definitiv das lange Meeting am Vormittag stattfindet. In dem dann mein Lösungsvorschlag für ein Problem einfach mal ignoriert wird. Hach, schön. Stattdessen soll der Kollege eine Lösung finden, der erfahrungsgemäß alles immer komplizierter macht. Warum auch nicht? Mach ich halt anderes.

Ab Ende Meeting denke ich, daß ich jetzt eigentlich einkaufen gehen müßte (der Kühlschrank ist sehr sehr leer), aber irgendwie fehlt es an Motivation. Dafür wird der Hunger immer größer, was ja auch eher blöd ist bei ziemlich leerem Kühlschrank. Schließlich gibt es die restlichen Spätzle von gestern in Brühe. Kein kulinarisches Highlight, aber es macht satt. Nach dem Mittag Lüften, und dann! Naja, bald danach gehe ich tatsächlich endlich einkaufen. Und es ist angenehm leer, kaum Kunden. Es sind deutlich mehr Angestellte als Kunden unterwegs und einige von denen tragen die Masken sogar korrekt. Unangenehm am gesamten Einkauf: es riecht (unterschiedlich intensiv) nach äußerst unangenehmem Essensgeruch. Davon wird mir leicht übel (vermutlich in Kombination mit dem recht gut gefüllten Magen), das hält auch eine ganze Weile danach noch an.

Die Aufforderung zur Urlaubsplanung ist per Mail gekommen. Mein Plan war ja, den Urlaub vom letzten Jahr einfach dieses Jahr zu machen. Aber wann macht Norwegen seine Grenzen dieses Jahr auf (also Einreise ohne Quarantäne)? Und will ich dann schon wieder fliegen (Alternative wären 2 Tage in Zügen)? Menno!

Den Nachmittag verbringe ich mit der Überarbeitung von alten Sachen. Vorbereitende Tätigkeit, sollte mal gemacht werden, ist aber nicht ganz dringend. Ich versuche mich nicht zu sehr da reinzuknien weil es sich abzeichnet, daß ein anderes Projekt ganz dringlichen Bedarf an meiner Mitarbeit anmelden könnte. Bzw. angemeldet haben sie wohl schon, können aber derzeit nicht genau sagen, wofür und für wie lange. Es bleibt spannend. Zwischendrin esse ich mal eine Apfelsine und etwas Weihnachtssüßkram. Und eine politische Diskussion mit einem der Lieblingskollegen hatte ich auch noch, ausgelöst durch die Ankündigung der neuen Einschränkungen. Naja, jeder geht anders mit der Situation um (aber der heutigen Politik jetzt Fehler der Ära Schröder vorzuwerfen finde ich immer noch unlogisch. Und das mal eben rückgängig zu machen geht eben auch nicht).

Feierabend um 5. Ich shreddere erstmal noch ein paar alte Kontoauszüge die ich Silvester aussortiert hatte. Das hab ich den ganzen Tag über schon immer mal wieder gemacht. Mein Aktenvernichter ist nicht auf große Mengen ausgelegt, glaube ich, also mache ich das immer so nach und nach. Danach lesen. Und nach dem ich das Buch für mich für beendet erklärt habe (es war irgendwann nur noch Wiederholung von bereits beschriebenem ohne Mehrwert), gehe ich wieder ins Schlafzimmer für die Einheit Sport – und liege dann erstmal gut eine halbe Stunde auf der Yogamatte und surfe im Internet. Yoga, surfen – ist auch Sport, oder?

Danach dann aber wirklich. Heute eine Einheit mit irgendwas mit Flow im Titel. Alle Übungen sind direkt ineinander über gehend aneinander gereiht, was leider zur Folge hat, daß ich zwischendurch den Bildschirm im Rücken habe, was wiederum zur Folge hat, daß ich nicht genau weiß, was ich nun tun soll, weil es nicht ausreichend kommentiert wurde. Aber ich war tatsächlich entspannt hinterher. Ziemlich sogar. Zur Aktivierung am Morgen – wie vorgeschlagen – kann ich mir das aber eher nicht vorstellen.

Anschließend Abendbrot. Yeah! Es gibt wieder mehr als einen Brotbelag! Danach Internet und nebenbei chatten mit dem Schwesterherz. Dabei fällt mir noch ein Karton ein, in dem der Wichtel (den ich seit Beginn des Advents suche) stecken könnte. Da ist er aber auch nicht. Er ist wohl doch ausgewandert.

Nun folgt noch Bad und dann Bett. Bin müde.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.