• Kategorien

  • Archiv

05.04.2021

Huch! Heute ist ja der fünfte! Tagebuchblogtag! Heute also die Ostermontagsausgabe.

Ich schaffe es, bis halb 10 zu schlafen. Schlafen ist derzeit irgendwie ein Problem: ich brauche ewig, bis ich einschlafe und bin viel zu früh wieder wach. Darum finde ich es toll, daß ich tatsächlich bis halb 10 schlafe – wenn auch mit Unterbrechungen. Außerdem war der letzte Traum toll. Es war mal wieder ein Aufräum-Traum aber im Gegensatz zu sonst war es diesmal absolut überschaubar und entsprechend gab es auch ein gutes Ergebnis. Ich wachte auf alle Fälle sehr zufrieden auf.

Gemütliches Frühstück, anschließend ausgiebiges Zeitunglesen – die Eltern hatten mir gestern wieder einiges mitgegeben. Irgendwann während ich las Hilferuf von den Eltern: ihr Rechner machte seltsame Sachen. Das Problem klingt seltsam, ich kann es nicht per Ferndiagnose lösen, also werde ich am Nachmittag wieder zu ihnen gehen. Zum Glück habe ich nicht viel für den Tag geplant. Wäsche waschen hatte ich allerdings fest eingeplant – und die muß ich zum Teil erstmal zusammensuchen. Außerdem räume ich liegengebliebenes der letzten Tage auf und das Gepäck meines „Kurztrips“ weg. Dann ist es Zeit für Mittagessen – weil die angefangene Dose Pizzatomaten weg muß, gibt es Nudeln mit Tomatensoße.

Danach ist die Waschmaschine fertig und während ich so auf meinem Bett sitze und hunderttausend Socken sortiere, tobt draußen Aprilwetter: Stürmisch ist es eh schon den ganzen Tag, nun gibt es erst Hagel und Regen und dann heftig Schnee. Die Temperaturen sind allerdings deutlich im Plus-Bereich: der Schnee bleibt nicht liegen, taut sofort, sobald er irgendwo ankommt. Ich bin mit meinen Socken noch nicht fertig (es waren wirklich viele), da kommt die Sonne raus.

So sonnig bleibt es dann zum Glück auch erstmal während ich zu den Eltern laufe (ist ja immerhin etwa eine halbe Stunde), nur (heftig) windig ist es immer noch und der Wind ist echt kalt. Das Problem mit dem elterlichen Rechner ist zum Glück schnell behoben. So bleibt mehr Zeit zum Quatschen. Und Tee und Kuchen gibt es natürlich auch. Außerdem erfahre ich, daß mein Ostergeschenk sehr gefällt. Ich war mir ja selbst nicht so sicher und Vati wirkte gestern auch sehr skeptisch – aber nun liest er wohl fast nichts anderes mehr (Und hat ja gestern auch schon Pläne gemacht, sich das gelesene real anzusehen). Und zwischendurch schneit es auch noch mal.

Als ich mich auf den Heimweg mache, scheint die Sonne. Das tut sie auch durchgehend bis ich zu Hause bin, aber der Wind fegt so weiße Krümel an mir vorbei. Erst überlege ich, ob das Blütenblätter (bzw. Blütenblattkrümel) sind (Inzwischen blüht ja richtig viel und der Wind zerrt sehr kräftig an allem), aber Blütenblätter lösen sich nicht auf wenn sie auf den Boden fallen – das waren wohl auch noch mal Schneeflocken.

Zurück zu Hause übe ich ein wenig Polnisch bis das Schwesterherz anruft. Sie hat festgestellt, daß der Osterhase bei ihr war – hatte aber erst 2 von 3 Geschenken gefunden. Das dritte dann aber noch während des Telefonats (ich hatte ja extra nicht zuuuu schwer versteckt, damit sie finden auch ohne daß sie wissen, daß sie suchen müssen). Auch da gefällt das Geschenk, was mich sehr freut.

Abendbrot, duschen, dann fiel mir ein, daß heute ja der Monatsfünfte ist. Die letzten Tage war mir das Datum sowas von egal, aber irgendwie hatte ich das heute doch mitbekommen. Also setzte ich mich an den Rechner um noch zu bloggen – und bin erstmal frustriert, weil WordPress jetzt endgültig auf das neue unübersichtliche Design umgestellt hat. Bisher konnte ich mich immer noch drumrum mogeln, aber das ist nun offenbar vorbei. Schade.

Nun ist es kurz vor 10 und ich werde wohl – zwecks weiteren Abbau des Schlafdefizits der letzten Zeit – bald ins Bett gehen. Aber vorher noch ein bißchen lesen.

Die anderen Teilnehmer der Tagebuchbloggens „WMDEDGT“ (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.03.2021

„Zeugt!“ sagt jemand. Ich denke mir noch: „Mit Zeugen ist es ja nicht getan, man muß sie auch großziehen“, dann wach ich auf. Guten Morgen!

Ich bin relativ ausgeschlafen, das erste Mal diese Woche. Entsprechend gut funktioniert das Aufstehen. Morgenrunde mit Sonne, Frühstück, und dann habe ich vor Arbeitsstart sogar noch etwas Zeit zum Lesen.

Arbeit heute ist relativ entspannt. Morgens Abteilungsstatusrunde, ansonsten liegt nichts akut an und ich habe endlich Zeit, Mails zu lesen und die Schulungs- und Statusvideos anzusehen. Bei uns passiert gerade eine ganze Menge organisatorisch und man versucht tatsächlich, alle Mitarbeiter „mitzunehmen“. Find ich gut. Außerdem gibt es diese große Lernplattform, wo wir aufgefordert sind, viele „Kurse“ zu belegen. Es gibt verschiedenste Themen, organisatorisch, fachlich, aber auch kurze Vorstellungsvideos der oberen Managementebene. Und man sammelt dabei Punkte, die man jeweils am Monatsende einer NGO spenden kann.

Zum Mittag mache ich mir Kartoffeln und „Bayrisch Kraut“, zumindest heißt das bei uns in der Familie so. Keine Mittagsrunde, denn Kochen dauerte länger und ich so habe ich eh um 3 mein Stundensoll für diese Woche erfüllt. Mehr dürfen wir nicht. Ich mache dann aber den Rechner nicht gleich aus, sondern lerne noch schnell etwas polnisch. Sprachkurse kann man über die Lernplattform nämlich auch belegen. Da das aber nun wirklich Privatvergnügen ist, mache ich das natürlich nicht während der Arbeitszeit. Polnisch, weil ich das eventuell im Urlaub im Herbst gebrauchen kann. Ich habe Vorteile, weil ich ja in der Schule schon russisch gelernt habe, manches ist ähnlich. Aber das polnische Alphabet ist eine Herausforderung. Da 24 Buchstaben nicht reichen, versehen sie einige auch noch mit Strichen und Häkchen. Und heute lerne ich neu, daß es das z sowohl mit Strich, als auch mit Punkt obendrüber gibt. Außerdem gibt es ja noch Digraphen und Trigraphen – Kombinationen aus 2 bzw. 3 Buchstaben, die einen gemeinsamen Laut ergeben, ch zum Beispiel. Und ganz diverse Kombinationen mit z (plus Strich, plus Punkt). Das kyrillische Alphabet hat dafür ja jeweils eigene Buchstaben. Ob das aber wirklich leichter zu lernen war oder ich mir das nur einbilde? Daß ich angefangen habe russisch zu lernen, ist schon eine halbe Ewigkeit her. Außerdem haben allen Sprachkurse mit Unterrichtssprache englisch ja das große Problem, nicht zwischen du und Sie zu unterscheiden. Ich habe die Befürchtung, dieser hier mischt das sehr fröhlich. Das ist nicht das einzige Manko dieses Sprachkurses, aber ein bißchen was Brauchbares lerne ich vielleicht doch.

Danach dann aber: große Runde draußen. Dabei fällt mir gleich zu Anfang ein, daß ich gar keine Eier mehr habe und somit der nächste geplante Programmpunkt – nämlich backen – auf morgen verschoben werden muß. Oder ich backe war anderes. Bißchen doof: im Laufe des Tages waren die kleinen weißen Wölkchen immer größer geworden sind nun so groß, daß die Sonne fast die ganze Zeit sich hinter einer solcher Wolke versteckt. Erst zum Ende hin habe ich noch mal richtig Sonne. Immerhin steht sie da noch hoch genug, daß sie mich auch erreicht.

Nach der Runde – ich war gut eine Stunde unterwegs – ist mir erstmal nach Tee und Gebäck (die letzten Plätzchen von Weihnachten). Und lesen. Anschließend ist es mir erstmal wichtiger, den riesigen Berg Abwasch zu erledigen, der sich die Woche über aufgestapelt hat. Eine dreiviertel Stunde bin ich damit beschäftigt. Das weiß ich so genau, weil ich mir angewöhnt habe, dabei die Podcasts zu hören, die in den offenen Tabs des Browsers rumliegen. Komme ich ja sonst nicht zu. Der heutige hat eine Länge von deutlich über einer Stunde – den Rest gibt es dann beim nächsten Abwasch.

Danach Sport (Backen wirklich erst morgen, das paßt heute zeitlich nicht mehr). Da Nacken und Schultern fürchterlich verspannt sind, ist die Auswahl etwas schwierig, denn eigentlich will ich die erstmal nicht weiter belästigen. Ich entscheide mich für ein Programm nur für die Beine – bei dem ich aus Balance-Gründen die Arme die ganze Zeit zur Seite strecken soll. Nunja. Ich finde eine Armhaltung, die die Balance verbessert, aber die Schultermuskulatur nicht ärgert. Anschließend ausgiebiges Dehnen.

Duschen, Abendbrot, Fernsehen. Danach noch mal Polnisch, diesmal mit Duolingo. Ich hatte mich die Woche mit einer Freundin übers Sprachenlernen unterhalten und sie erzählte, daß sie Duolingo zumindest zum Vokabelnpauken und Sätzebilden ganz gut findet. Also habe ich auch wieder damit angefangen. Duo geht zumindest strukturierter und in kleineren Schritten vor als der andere Kurs. Außerdem hat es eine deutlich größere Varianz in den Übungen. Danach noch ein bißchen Internet, bißchen lesen, dann Bett.

 

Heute war’s mal wieder ausführlicher, denn es war ja der 5. und damit Tag des Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?).
Die anderen Teilnehmer gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.02.2021 (WMDEDGT)

Ich hab es hier in letzter Zeit ja etwas schleifen lassen, aber am 5. des Monats will ich denn doch mal wieder. Schließlich ist da Tagebuchbloggen angesagt, auch bekannt als „WMDEDGT“. Also los.

 

Es bringt nicht viel, zeitig ins Bett zu gehen, wenn man dann ewig einfach nicht einschläft. Entsprechend schwer komme ich aus dem Bett, bin dann aber 10 nach 9 doch am Rechner, inklusive Morgenrunde, bei der ich beim Losgehen und beim Zurückkommen den Nachbarn treffe – er hat in der Zeit seine Tochter zum Kindergarten gebracht.

Halb 10 Teammeeting und danach brauche ich eine ganze Weile bis ich wirklich richtig mit der aktuellen Aufgabe weiter mache. Es ist aktuelle doof alles, im allgemeinen sowieso aber auch die aktuelle Aufgabe läuft nicht so, wie ich es gern hätte. Immerhin kann ich mit der Hilfe eines Kollegens ein Problem lösen, danach bin ich dann im Thema drin und werkele weiter vor mich hin. Irgendwann stelle ich zwar fest, daß ich mir so langsam Gedanken ums Mittag machen sollte und etwa eine Stunde später, daß nun aber wirklich, schließlich habe ich so langsam auch Hunger, aber andererseits will ich erst noch die eine Sache fertig machen, die aus diversen Kleinigkeiten besteht die nacheinander abgearbeitet werden müssen, und natürlich jeweils Zeit kosten. Da mittendrin aufzuhören hieße aber, nach der Pause erstmal rauszufinden zu müssen, wo ich jetzt stehen geblieben bin – also lieber erst fertig machen. Zwischendrin taucht noch eine zweite Aufgabe auf, die ich dann auch lieber schnell noch erledigen will und schließlich ist es schon fast 2 und viel zu spät, um noch zu kochen oder raus zu gehen irgendwas zu besorgen. Also gibt es nur Stulle mit Brot, danach aber eine große Runde draußen. Mir fällt die Decke auf den Kopf, ich brauche Abwechslung und der Wandkalender neben dem Schreibtisch geht mir auf den Keks. Den hab ich schon ein paar Jahre, nutze ihn wegen der schönen Fotos immer wieder als monatlich wechselndes Wandbild, aber nun, wo ich fast ein Jahr lang jetzt fast täglich stundenlang daneben sitze, will ich dann doch mal was anderes. Also führt mich meine Mittagsrunde nicht (nur) wie üblich durchs angrenzende Wohngebiet sondern die Hauptstraße des nächstgelegenen Zentrum/Ortskerns entlang (Berlin hat ja nicht ein Zentrum, sondern dutzende). Da gibt es zum Einen mal etwas anderes zu sehen: diverse offene und geschlossene Geschäfte, wobei ich mehrfach überrascht bin, welche Geschäfte geöffnet sind. Und außerdem komme ich so an 3 Buchhandlungen vorbei. Immerhin in einer davon sind von außen noch Kalender zu entdecken, also gehe ich rein, finde aber nichts, was mich wirklich überzeugt. Ich wollte aber sowieso noch zum S-Bahnhof, um mir dort ein Franzbrötchen zu kaufen, gegenüber ist noch ein Buchladen und in dem werde ich tatsächlich fündig: Im Schaufenster steht noch ein Exemplar eines Kalenders, mit dem ich im Dezember schon mal geliebäugelt hatte. Damals hatte ich mich aber dagegen entschieden, denn der Fuchs ist ja gut. Nunja, jetzt also doch Mäuse. Ich bin glücklich. Das steigert sich noch durch den Kauf des Franzbrötchens. Vielleicht sollte ich öfter zum S-Bahnhof gehen um mir ein Franzbrötchen zu holen, auch wenn der Weg eher doof ist.

Diese Mittagsrunde hat mich so dermaßen aus dem üblichen Trott geholt, daß ich danach am Rechner kurz überlegen muß, welcher Wochentag eigentlich ist. Freitag! Mir war kurz wie Donnerstag. Der Arbeitstag endet eher unerfolgreich, aber Kalender und Franzbrötchen wirken noch: es ist mir egal, den Fehler kann ich auch Montag noch suchen.

Kurz nach Feierabend höre ich, daß meine Nachbarn mit ihrem Steppke die Wohnung verlassen. Das ist die Gelegenheit! Ich habe Anfang der Woche schon mal an der Wand markiert, wo ich bohren muß um die Pinnwand umhängen zu können. Auf der anderen Seite der Wand ist aber das Kinderzimmer des Kleinen, da will ich nicht bohren, wenn er da ist. Da derzeit die Kindergärten ja eigentlich geschlossen sind, hatte ich mich schon darauf eingestellt, daß das noch länger unvollendet sein wird, aber nu ist er ja nicht da! Also schnell Bohrmaschine geholt, alles in der Umgebung weggeräumt (eine Freundin berichtete von Bohrstaub in allen Unterlagen nach dem Anbringen einer Lampe im Wohnzimmer), den Staubsauger geholt und los. Bohrmaschine UND Staubsauger zu handhaben, wenn man alleine ist und ja nur zwei Hände hat, ist nicht ganz einfach, habe ich aber hinbekommen. Nur die Dübel, die ich vor dem Bohren noch hatte, waren weg. Nicht auf dem Schreibtisch, nicht im Koffer vom Bohrer, nicht in der Hosentasche, einfach weg. Nunja, aber die Löcher waren ja nun in der Wand, also hab ich die Bohrmaschine wieder ordentlich eingepackt, Koffer zu gemacht – und die Dübel gefunden. Dübel in die Löcher, eins nicht tief genug. Also Bohrmaschine wieder ausgepackt, nachgebohrt, Dübel gesucht. Diesmal ging es schneller und ich hab ihn gefunden, bevor ich die Maschine wieder komplett eingepackt hatte. War auch ganz gut so, das Loch war immer noch nicht tief genug. Also noch mal gebohrt, diesmal bis ich das Gefühl hatte, ich komme auf der anderen Seite der Wand raus, Dübel genommen (Ha! Er lag gut sichtbar im Koffer der Bohrmaschine!), ins Loch gesteckt, paßt. Bohrmaschine weggeräumt, Schrauben rausgesucht, reingeschraubt, Pinnwand aufgehängt. Da hatte ich kurz Befürchtungen, aber ich hatte beim Anzeichnen alles richtig gemacht: Lochabstand paßt perfekt und gerade isses auch. Kurz danach kam die Familie auch schon wieder zurück (so lang hat das gar nicht gedauert bei mir, eigentlich), Zeit also perfekt genutzt: Wieder ein Haken auf der großen To-Do-Liste und ich hatte das schwerste nach Feierabend schon erledigt: vom Schreibtisch weg zu kommen auf dem auch der private Rechner steht. Da ich ja nun schon in Bewegung war und der Staubsauger auch noch mitten im Zimmer stand, hab ich gleich noch die Wohnung komplett gesaugt.

Anschließend Sport, Duschen, Abendbrot, Fernsehen bzw. DVD.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

05.01.2021

Jeden Monatsfünften fragt Frau Brüllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? (WMDEDGT). Dann wollen wir mal antworten.

Der Wecker klingelt irgendwann vor 8, ich mache ihn erstmal aus (snooze-Funktion) und das Radio an und nach diversem erneutem Klingeln des Weckers stehe ich kurz nach 8 auf. Bad, anziehen, Morgenrunde. Die Schneemänner stehen noch (so sie nicht zerstört wurden) auf inzwischen wieder grünen Wiesen. Das sieht schon etwas lustig aus. Schneemänner stimmt nicht ganz, mindestens ein Schneebär ist dabei.

Frühstück, um 9 sitze ich am Rechner. Spannende Frage: funktioniert die Kommunikation (also Outlook und Teams) heute wieder? Tut es. Das ist sehr praktisch, so kann ich mit dem Chef abstimmen, was meine nächsten Aufgaben sind. Es ist aber auch doof, weil so definitiv das lange Meeting am Vormittag stattfindet. In dem dann mein Lösungsvorschlag für ein Problem einfach mal ignoriert wird. Hach, schön. Stattdessen soll der Kollege eine Lösung finden, der erfahrungsgemäß alles immer komplizierter macht. Warum auch nicht? Mach ich halt anderes.

Ab Ende Meeting denke ich, daß ich jetzt eigentlich einkaufen gehen müßte (der Kühlschrank ist sehr sehr leer), aber irgendwie fehlt es an Motivation. Dafür wird der Hunger immer größer, was ja auch eher blöd ist bei ziemlich leerem Kühlschrank. Schließlich gibt es die restlichen Spätzle von gestern in Brühe. Kein kulinarisches Highlight, aber es macht satt. Nach dem Mittag Lüften, und dann! Naja, bald danach gehe ich tatsächlich endlich einkaufen. Und es ist angenehm leer, kaum Kunden. Es sind deutlich mehr Angestellte als Kunden unterwegs und einige von denen tragen die Masken sogar korrekt. Unangenehm am gesamten Einkauf: es riecht (unterschiedlich intensiv) nach äußerst unangenehmem Essensgeruch. Davon wird mir leicht übel (vermutlich in Kombination mit dem recht gut gefüllten Magen), das hält auch eine ganze Weile danach noch an.

Die Aufforderung zur Urlaubsplanung ist per Mail gekommen. Mein Plan war ja, den Urlaub vom letzten Jahr einfach dieses Jahr zu machen. Aber wann macht Norwegen seine Grenzen dieses Jahr auf (also Einreise ohne Quarantäne)? Und will ich dann schon wieder fliegen (Alternative wären 2 Tage in Zügen)? Menno!

Den Nachmittag verbringe ich mit der Überarbeitung von alten Sachen. Vorbereitende Tätigkeit, sollte mal gemacht werden, ist aber nicht ganz dringend. Ich versuche mich nicht zu sehr da reinzuknien weil es sich abzeichnet, daß ein anderes Projekt ganz dringlichen Bedarf an meiner Mitarbeit anmelden könnte. Bzw. angemeldet haben sie wohl schon, können aber derzeit nicht genau sagen, wofür und für wie lange. Es bleibt spannend. Zwischendrin esse ich mal eine Apfelsine und etwas Weihnachtssüßkram. Und eine politische Diskussion mit einem der Lieblingskollegen hatte ich auch noch, ausgelöst durch die Ankündigung der neuen Einschränkungen. Naja, jeder geht anders mit der Situation um (aber der heutigen Politik jetzt Fehler der Ära Schröder vorzuwerfen finde ich immer noch unlogisch. Und das mal eben rückgängig zu machen geht eben auch nicht).

Feierabend um 5. Ich shreddere erstmal noch ein paar alte Kontoauszüge die ich Silvester aussortiert hatte. Das hab ich den ganzen Tag über schon immer mal wieder gemacht. Mein Aktenvernichter ist nicht auf große Mengen ausgelegt, glaube ich, also mache ich das immer so nach und nach. Danach lesen. Und nach dem ich das Buch für mich für beendet erklärt habe (es war irgendwann nur noch Wiederholung von bereits beschriebenem ohne Mehrwert), gehe ich wieder ins Schlafzimmer für die Einheit Sport – und liege dann erstmal gut eine halbe Stunde auf der Yogamatte und surfe im Internet. Yoga, surfen – ist auch Sport, oder?

Danach dann aber wirklich. Heute eine Einheit mit irgendwas mit Flow im Titel. Alle Übungen sind direkt ineinander über gehend aneinander gereiht, was leider zur Folge hat, daß ich zwischendurch den Bildschirm im Rücken habe, was wiederum zur Folge hat, daß ich nicht genau weiß, was ich nun tun soll, weil es nicht ausreichend kommentiert wurde. Aber ich war tatsächlich entspannt hinterher. Ziemlich sogar. Zur Aktivierung am Morgen – wie vorgeschlagen – kann ich mir das aber eher nicht vorstellen.

Anschließend Abendbrot. Yeah! Es gibt wieder mehr als einen Brotbelag! Danach Internet und nebenbei chatten mit dem Schwesterherz. Dabei fällt mir noch ein Karton ein, in dem der Wichtel (den ich seit Beginn des Advents suche) stecken könnte. Da ist er aber auch nicht. Er ist wohl doch ausgewandert.

Nun folgt noch Bad und dann Bett. Bin müde.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.12.2020

zwei weiße Pilze zwischen gelbbraunem Laub

Ich werde wach weil mir viel zu warm ist. Das ist ein bißchen schwierig derzeit: Da ich über den Tag ja nach und nach so auskühle, halte ich das Schlafzimmer eher warm. Ich könnte sonst ewig nicht einschlafen, weil mir zu kalt ist (stattdessen kann ich aus anderen mir nicht bekannten Gründen ewig nicht einschlafen). Nachts heize ich offenbar wieder auf und morgens ist mir dann viel zu warm. Nunja, stehe ich eben auf, auch wenn ich mich noch nicht ausgeschlafen fühle.

Frühstück, lesen. Das Schwesterherz ist heute später dran, also kann ich länger lesen, bis wir zum Markt gehen. Da muß ich dann heute auch länger auf die beiden warten, kann aber in der Sonne stehen. Ha! Sonne! Länger schon nicht mehr gesehen!

Zurück vom Markt stelle ich die Einkäufe nur ab und gehe gleich wieder los. Wer weiß, wie lange die Sonne bleibt. Und überhaupt: Sie kommt ja derzeit eh nicht mehr sonderlich hoch, und je später am Tag, desto tiefer steht sie, desto mehr Schatten. ich drehe wieder die große Runde durch den Park Auf dem Weg dorthin in der Kleingartenanlage hat jemand auf der Bank Geschirr ausgesetzt. Viele Gläser, diverse Tassen und einen sehr hübschen mittelgroßen Teller. Den nehme ich mit. So einen Teller kann man ja auch einfach so in der Hand tragen. Im Park ist es wunderschön. Ziemlich leer noch (zum Ende hin wird es voller), sehr sonnig bei strahlend blauem Himmel und man hört nur das Rauschen der Stadt (keine Sirenen oder aufdringlichen Einzel-Fahrgeräusche). Kurz vor zu Hause treffe ich die Nachbarin, die sich immer um die Vorgärten kümmert und mich amüsiert fragt, ob man jetzt einen Teller mitbringen muß. Wir reden ein wenig, sie ist gerade am Beginn ihres Spaziergangs, will das gute Wetter nutzen, hat aber nicht mehr so viel Sonne wie ich, denn die hat sich inzwischen – wie ich befürchtet hatte – hinter (ganz schön dicken) Schleierwolken verzogen.

Zurück zu Hause habe ich Hunger. Gut, ist auch schon halb 1. Wie gut, daß ich gestern nicht alles aufgegessen habe, also muß ich nur den Rest warm machen, dann kann ich essen. Danach lese ich ein wenig im Internet, unter anderem bei Thanatos-Bestattungen, was für eher gedrückte Stimmung sorgt.

Ich habe ja eigentlich ganz viel, was ich erledigen will, aber staubsaugen in der Mittagsruhe finde ich doof und alles andere erscheint mir viel zu groß und aufwändig. Blöd. Aber die Unterlagen zur Auterversicherung räume ich endlich mal weg und bei der Gelegenheit sortiere ich dann doch gleich mal den entsprechenden Hefter aus. Anschließend ist er nur noch halb so dick. Außerdem ist es dann dreie durch und ich kann das Wohnzimmer saugen und wischen. Das wollte ich unbedingt tun bevor ich den Sommerteppich gegen den Winterteppich tausche und das wiederum will ich schon seit mindestens einer Woche. Währenddessen wird mir bewußt, daß meine Stimmungslage wohl doch nicht der Bestattung zu verdanken war, sondern vielmehr das übliche hormonellbedingte Stimmungstief. Wie ich es hasse! „Stimmungstief“ ist oft noch viel zu harmlos dafür. Heute auch noch gekoppelt mit erhöhter Tolpatschigkeit und einer gewissen Aggressivität. Wie schön.

Dann rufen die Eltern an, sie waren im Garten und wollen mir den störrischen Rechner vorbei bringen. Vielleicht kann ich da ja doch noch was retten. Also ziehe ich Jeans (in Jogginghose gehe ich nur bis zum Müllschlucker) und Schuhe an und stiefele runter, um ihn entgegen zu nehmen. Anschließend ist das Wohnzimmer schon getrocknet, ich kann den Teppich ausrollen, alle mobilen Möbelstücke wieder verteilen und dann erstmal Teepause machen, mit der zweiten Hälfte des Stücks Mohnstolle, einem vergessenen (und ziemlich trockenem) Lussekatt mit Butter, Weihnachtsmusik und die Pyramide läuft auch. Das versetzt mich dann doch in Adventsstimmung, ich hole den Karton mit dem restlichen Weihnachtskram und dekoriere um. Anschließend lesen bis mir bewußt wird, daß es eine ziemlich gute Idee wäre, noch die restliche Arbeit zu erledigen, also saugen und wischen von Flur, Bad und Küche. Ich denke sogar daran, den Filter der Badentlüftung abzusaugen (will ich auch schon ein paar Wochen). Der war schon wieder komplett zugesetzt, dabei ist er erst vor zwei Monaten getauscht worden. (Woran ich jetzt zweifle, denn so schnell sollte das eigentlich nicht gehen.) Und dann klingeln zwischendrin auch noch Schwesterherz und Freund, die in der Nähe waren und sich meine Schneidemaschine ausleihen wollen. Wir quatschen über dies, das, jenes und ich überlege kurz, sie zum Abendbrot einzuladen. Aber nicht nur, daß der Flur vor der Küche noch vollsteht weil das Bad noch trocknet – da ich immer Montags einkaufen gehe, habe ich nicht mehr allzuviel da. Für mich reicht es noch, zum Einladen erscheint es mir aber doch etwas wenig. Ich äußere diesen Gedanken auch und bekomme glatt eine Gegeneinladung. Hmmm.

Nach dem sie weg sind, sauge ich noch mal schnell den Flur, den sie mir wieder verkrümelt haben (der war frisch gewischt, davon will ich ein bißchen länger was haben! Hab ich schließlich nicht so oft.) und dann mache ich mir Abendbrot. Heute schaffe ich es tatsächlich so lange zu brauchen, bis der heutige Tag an der Adventskalenderkerze fast runtergebrannt ist.

Danach sortiere ich noch Streichholzschachteln. Ich hatte in Teenie-Jahren das höchst praktische Hobby, (Werbe-)Streichholzschachteln zu sammeln. Ein Schuhhkarton voll ist es geworden und ich muß bis an mein Lebensende keine Steichhölzer oder Feuerzeuge mehr kaufen, glaube ich. Als ich jetzt eine neue Schachtel für die Küche holen wollte stellte ich aber fest, daß einige der Schachteln leer sind. Die muß ich ja nun wirklich nicht mehr aufheben (bis auf die ganz alten).

Danach Bloggen und jejtzt geht es noch mit Alexander Gerst in die Antarktis (Doku in der ARD-Mediathek).

Jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ (WMDEDGT). Die anderen Teilnehmer der Aktion findet man wie immer bei ihr.

05.11.2020

Heute ist wieder 5. des Monats, also Tag des „WMDEDGT“ – mal sehen, ob ich noch ausführlicher werde als sonst.

Der Wecker klingelt um halb 8, ich drücke ihn und dreh mich noch mal um. Dieses Spiel machen wir noch ein paar mal (allerdings hohle ich ihn mir in bequeme Reichweite und drehe mich nicht jedes Mal um) bis ich endlich aufstehe. Man könnte diese halbe Stunde sicherlich effektiver nutzen, aber ich mag diesen langsamen Start in den Tag. Je nach Tagesform versuche ich auch recht bald nicht mehr zu schlafen, sondern liege einfach nur da und hänge Gedanken nach.

Auf der Morgenrunde scheint wieder die Sonne, aber es ist deutlich frisch geworden – 4°C sagt das Thermometer. Ich hätte Handschuhe mitnehmen können und brauche so langsam die wärmere Jacke. Anschließend Frühstücksvorbereitung und während der Tee zieht und die Milch warm wird lasse ich frischen Sauerstoff ins Schlaf-/Arbeitszimmer. Dann ziemlich gemütlich Frühstück, sogar mit anschließendem Lesen, denn ich liege heute gut in der Zeit, will aber trotzdem erst um 9 anfangen – gerade Stunde rechnet sich leichter. Kurz vor 9 klingelt es. Hm? „Ich habe eine Sendung für Sie, kommen Sie bitte runter!“ Mein Stuhl! Aber es hieß doch, sie würden vorher anrufen? Hätte er gern gemacht, teilte mir der freundliche Herr mit, aber er hat keine Telefonnummer. Die ist auf dem Weg vom Händler zum Hersteller zum Spediteur irgendwo verloren gegangen. Netterweise hat er mir das unhandliche Paket (ist das bei dieser Größe noch ein Paket?) schon die zwei Stufen hoch bis vor die Haustür gebracht, so daß ich es nur noch reinziehen muß. Ich schiebe es in eine Ecke und hole erstmal die Sackkarre aus dem Keller, denn da sind noch mal 6 Stufen bis zum Fahrstuhl zu überwinden und das Paket ist echt unhandlich. Beim Aufladen auf die Sackkarre stelle ich fest, daß auch Spanngurte recht hilfreich gewesen wären denn der Schwerpunkt liegt eher ungünstig. Zum Glück sind die Plastebänder ums Paket eher locker und ich kann es damit festhalten und trotzdem dabei die Sackkarre die Treppe hochziehen. Irgendwie.

Während dann der Rechner startet und sich mit dem Internet verbindet, packe ich mal aus. Das Fußkreuz ist sehr einfach, aber für den ganzen Rest muß ich das Paket hinlegen um dran zu kommen. Die Montageanleitung liegt sinnigerweise ganz unten. Montage ist im Prinzip aber auch einfach: Gasfeder richtig rum ins Fußkreuz, Stuhl oben drauf. Teil 1 total simpel, für Teil 2 brauch ich ein paar Anläufe. Nutzen kann ich ihn trotzdem nicht gleich, weil ich die Höhenverstellung nicht hinbekomme. Ich fange erstmal an zu arbeiten (und habe nun doch eine krumme Startzeit). Chef ist krank. Das ist insofern doof, als daß ich nun die Anfängerfragen des Kollegen beantworten muß, der schon lange dabei ist. Ansonsten sind die Aufgaben ja klar. In der ersten Teepause teste ich noch mal den neuen Stuhl (das geht doch nicht, daß das nicht geht!) und siehe da: ich kann ihn auf die richtige Höhe einstellen. Ab nun also auf dem neuen Stuhl. Nach einer Stunde oder so stelle ich aber fest, daß dem Steißbein der neue Stuhl nicht so zusagt. Also wieder Wechsel auf den anderen Stuhl, denn für Ursachenforschung habe ich jetzt keine Zeit.*

Für’s Mittagessen hole ich mir dann Heringshäckerle vom Markt und spontan auch noch einen Sesamkringel und Brotaufstrich „gebratene Champignons“ vom Mittelmeersalatestand. Zum Häckerle gibt es Salzkartoffeln und hinterher eine große Birne.

Nachmittags irgendwann stelle ich fest, daß es doch doof ist, daß der Chef krank ist, denn wir müßten was klären. Aber er war ja der Meinung, er wäre Montag wieder am Bord. Also schreibe ich eine ausführliche Mail mit Problemschilderung, Fragen, Lösungsansätzen, damit er sich damit Montag schon mal beschäftigen kann. Dann haben wir Dienstag vielleicht schnell eine Lösung. Meine Motivation und Konzentration sind heute nicht sonderlich gut ausgeprägt, weswegen ich überlegt hatte, zeitiger Feierabend zu machen. Aber dann brauchte ich für diese Mail bis um 4 rum und ab da hab ich dann Sonne am Schreibtisch. Und zwar nur am Schreibtisch, ins Wohnzimmer schafft sie es nicht mehr. Da sitzt man doch lieber am Schreibtisch. Und nutzt die Zeit natürlich sinnvoll und macht noch eine Revieweinladung fertig mit allem drum und dran. Das dauerte dann wieder bis nach 5, auch, weil ich zwischendurch den bombastischen Sonnenuntergang mit noch bombastischerer Nachröte bewundern mußte.

Eigentlich hatte ich überlegt, heute zur Bibliothek zu gehen nachdem ich in der Mittagspause gesehen hatte, daß sie zum Hamstern auffruft, weil sie demnächst für länger geschlossen wird wegen Umbau. Die hat aber nur bis 6 auf und wenn ich bis nach 5 arbeite und dann erstnoch drei Spekulatius esse und dann den Zettel mit den Büchern und ihren Signaturen suche, dann wird das alles viel zu knapp. Außerdem habe ich den Zettel nicht gefunden. Stattdessen habe ich mir den eReader vorgenommen, Paßwort für die AdobeID erneuert, damit ich die onleihe-Bücher drauf lesen kann und anschließend mal diverse der mitgelieferten Bücher gelöscht. Ich lese ja gern und viel und durchaus auch Sachen, auf die ich von allein vielleicht nicht unbedingt gekommen wäre, aber die Bücher sollten zumindest in einer Sprache sein, die ich beherrsche. Oder wenigstens mal gelernt habe – die russischen Bücher habe ich alle noch drauf gelassen. Schwedisch war nicht dabei, nur Dänisch, und Niederländisch, Polnisch, Slowakisch, Tschechisch, Ukrainisch, Belarussisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch. Gut, Spanisch ist auch drauf geblieben, das hab ich auch mal gelernt – und letztens erstaunt festgestellt, daß ich die Sprachkursbeschreibung im Programm der VHS komplett verstanden habe.

Danach dann Sport, heute mit Programm für den Rumpf. Das hab ich aber schon mal besser hinbekommen. Anschließend Abendbrot. Dann gelesen und dabei festgestellt, daß der eReader die Inhaltsverzeichnisse der onleihe-Bücher nicht erkennt. Überhaupt: ich hätte gern die Funktionalität des Readers in der onleihe-App (ohne den höchst merkwürdigen Umgang mit Seitenzahlen) kombiniert mit der deutlich besseren Lesbarkeit des Readers. Zwischendurch kurzes Telefonat mit den Eltern. Dann Bloggen. Noch mal ein kurzes Telefonat mit den Eltern um um Spanngurte zu bitten. Fertig bloggen. Es folgt: Bad und Bett.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

* Irgendwann am Nachmittag stellte ich fest, daß ich beim alten Stuhl vor allem vorn auf der Sitzkante sitze, weil die Rückenlehne ja eh nicht mehr hält. Beim neuen Stuhl hatte ich ordentlich mit Rücken an der Lehne gesessen, die hält ja. Aber vorn auf der Kante kann ich da natürlich auch sitzen wenn das dem Steißbein besser gefällt.

05.09.2020

Jeden 5. im Monat fragt Frau Brüllen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT) und wer will, antwortet.

Bei mir gibt es mal wieder die Urlaubsedition, oder viel mehr die Urlaubsende-Edition.

Ich befinde mich in Trutnov, einer Stadt in Tschechien am Fuße des Riesengebirges. Wegen zeitiger Abfahrt sollen wir um dreiviertel 8 mit Gepäck zum Früshstück erscheinen. Da ich am Vorabend schon angefangen hatte zu packen, reicht wecken um 7 aus, hatte ich beschlossen, bin dann aber schon vor 7 wach. Da auch die anderen beiden schon wach sind, stehe ich auf und gehe ins Bad sobald es frei ist. Das ist dann ganz kurz vor 7 der Fall, denn kurz danach geht mein Wecker los. Nunja. Ich packe zwar noch mal fast alles aus dem Rucksack aus, und mehrfach ein und aus, bin aber trotzdem kurz nach halb 8 schon fertig mit packen. Das ist heute ja aber auch relativ einfach: Die Fahrkarte sollte leicht erreichbar sein und die Mitbringsel nicht kaputt gehen, die restliche Ordnung ist egal. 20 vor 8 ist dann wirklich alle erledigt und wir gehen zum Frühstück. Außer uns sind noch zwei Mädchen-Sportmanschaften im Hotel, bei denen man sehr gut sieht, was das Alter ausmacht: die jüngeren sind schon wieder sehr munter und aktiv, obwohl sie gestern noch bis 11 auf den Gängen getobt haben, die Teenager sind noch nicht ganz wach. Viertel 9 dann Aufbruch bei uns. Ein letztes Foto vor dem Hotel, Verabschiedung von der Mitwanderin die mit einem späteren Zug nach Hause fahren wird, dann gehen wir zum Bahnhof. Die Sonne scheint und es ist relativ warm, aber das Licht sieht schon sehr nach Herbst aus.

Bahnhof Trutnov im Morgenlicht mit nebeligen Bergen im HIntergrund

Es folgen diverse Stunden Zugfahrt. Anfangs stehe ich noch am Fenster und sehe hinaus, irgendwann macht mich die Schuckelei aber müde und ich schlafe noch eine Runde. Umsteigen in Jaroměř, der andere Zug wartet schon an der anderen Bahnsteigseite. Inzwischen ist es richtig sonnig, und je später es wird, desto mehr Ausflügler sehe ich vom Zug aus. Auf der Jisera ist richtig was los, diverse Schlauch- und andere Boote sind unterwegs. Vor Liberec entdecke ich wieder den Jested im Bergpanorama, in dessen Hotel wir letztes Jahr übernachtet haben. In Liberec müssen wir beim Umsteigen den Bahnsteig wechseln, aber auch hier wartet der Zug schon und fährt kurz darauf ab.

Das Wetter wird schlechter, recht bald ist es ziemlich grau. Wir steigen in Zittau aus. Einige bleiben noch hier, andere fahren recht bald weiter. Mein nächster Zug fährt in 23 Minuten, die Zeit nutze ich für eine Mittagspause in Gesellschaft des Reiseleiters, dessen Bus noch etwas später fährt. Eigentlich wollen wir draußen sitzen, aber kaum fange ich an zu essen, setzt Regen mit unangenehm großen Tropfen ein, als Umzug nach drinnen.

Danach geht es weiter, jetzt eher Richtung Norden. Halb 2 reicht mir die Fahrerei und ich wäre gern schon da. Hilft aber nichts, da bin ich noch nicht mal in Görlitz. Nächster Umstieg in Cottbus, auch hier wartet der nächste Zug schon an der anderen Bahnsteigseite. Doppelstockzug, ich bekomme einen Sitzplatz oben am Fenster (und den daneben für den Rucksack, in die Gepäckablagen paßt ja nur ein Regenschirm). Gegen halb 5 bin ich am Alex und die Straßenbahn kommt auch kurz danach, gegen 5 bin ich dann zu Hause. (Ich habe inzwischen nachgesehen: es wäre mit weniger Umsteigen gegangen, hätte dann aber noch länger gedauert).

Zu Hause erst Verwirrung und dann Sorgen ums Schwesterherz. Die stellen sich dann aber als Kommunikationsprobleme heraus zwischen mir und den Eltern und ihr und so (zum Glück) und statt zu ihr zu stiefeln gehe ich einfach nur einkaufen und kann danach ganz entspannt mit den Eltern telefonieren, vom Urlaub berichten und mir von ihrem Ausflug berichten lassen. Anschließend Abendbrot, danach ruft mich das Schwesterherz zurück. Sie treibt sich auf der Ostsee rum und hatte dann gestern vor der Abfahrt (mal wieder) Zeitprobleme, weswegen sie es nicht mehr geschafft (und zum Teil auch vergessen) hatte, mir genauere Infos zu geben bzw. zu schreiben, daß sie doch nicht auf den Markt geht. Wir haben alle offenen Fragen geklärt und ich drücke ihr die Daumen, daß sie jetzt besseres Wetter hat als ich letzte Woche.

Danach noch ein bißchen Internet und dann um 11 ins Bett. Ich hab zwar eigentlich nichts gemacht den Tag über außer rumzusitzen, bin aber müde.

 

Die anderen Teilnehmer des WMDEDGT gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.06.2020

grün mit vielen kleinen weißen Blüten

Heute keine Morgenrunde, sondern das Schöner-Sport-Morgen-Workout bei offenem Fenster. Beim Wachwerden hatte ich Regen auf dem Fensterbrett gehört. Und überhaupt Abwechslung. Nach nun 10 Wochen, oder so, ist die Morgenrunde doch ziemlich langweilig geworden. Da passiert auch nichts mehr. Die Bäume sind alle grün, die Sträucher haben alle geblüht (oder sind seit Wochen dabei), das Gras – da wo es noch Meterhoch steht – blüht auch schon eine Weile. Ok, in den Vorgärten blühen jetzt die Rosen, das tun sie aber auch schon etliche Tage. Darum also heute Workout. Und ich bin tatsächlich wie versprochen gut gelaunt in den Tag gestartet.

Nachdem ich da ja gestern den ganzen Tag sinnlos gewartet hatte, habe ich überlegt, ob ich nicht hätte nachfragen sollen. Ich bin immer noch der Meinung, daß er mich von sich aus hätte ansprechen müssen, da er wußte, daß ich warte und nichts zu tun habe. Als ich vormittags in nem Chat mit ihm zu dem Eindruck kam, daß es auch heute noch länger dauern könnte, habe ich aber offensiv nachgefragt, ob ich richtig vermute, daß das  heute vor Mittag nichts werden wird, weil ich mir dann nämlich eine andere größere Aufgabe vornehmen würde. Erst lange keine Antwort, dann irgendwann die Antwort, daß ich das tun soll, wenn ich es für richtig halte. Ich habe dann angefangen, die Schulungsunterlagen zu erstellen. Es ist gar nicht so einfach wenn man selbst schon ewig in diesem Projekt steckt zu überlegen, was man als Neueinsteiger wissen muß, und wo da Fallstricke lauern.

Zum Mittag gab es Tiefkühlpizza (aufgebacken natürlich), danach habe ich direkt weitergearbeitet bis mir irgendwann auffiel, daß ich ja heute noch überhaupt gar nicht draußen war. Das hab ich dann nachgeholt und mit einem Einkauf im Drogeriemarkt verbunden. Schlechtes Timing, als ich kam, mußte ich anstehen, wenn auch nicht lange. Auch dort herrscht jetzt Einkaufswagenpflicht – das einfachste Mittel um die Anzahl der Personen im Markt zu ermitteln. Feierabend habe ich heute wieder etwas überzogen. Kurz vorher chattete mich nämlich ein Kollege an. Er hat drei Kinder zu Hause und zu normalen Zeiten schon viel zu viel Arbeit – wenn er mal Zeit zum quatschen hat, muß man das nutzen. Parallel habe ich noch Arbeitsstunden verbucht und die To-Do-Liste für nächsten Dienstag geschrieben. Nach dem Chat noch ein kurzes Videotelefonat mit dem anderen Lieblingskollegen für unser „Wochenende \o/“-Ritual, dann war Feierabend. Und das Dokument war immer noch nicht bei mir angekommen.

Mir war nach Tanzen oder Bewegung, das hab ich aber irgendwie nicht gemacht. Stattdessen Rhabarbercrumble gegessen, auf dem Tablet rumgedaddelt und überlegt, was ich jetzt noch mache. Die Entscheidung fiel dann gegen Putzen und für Lesen auf dem Balkon, nachdem dort längere Zeit die Sonne schien. Das hatte sie ja bis dahin den ganzen Tag nicht gemacht, das mußte man nutzen. Bewegung war dann auch noch, und zwar in Form von Abend-Yoga vom Schönen Sport. Da hab ich mal wieder die Schulter verflucht. Es gehen sehr viele Yogaübungen nicht, wenn man den Arm in der Schulter nicht richtig strecken kann. Ich muß mir unbedingt einen Termin beim Arzt besorgen, das geht so nicht weiter.

 

Nachtrag am 6.6.: Da habe ich zwar gestern noch dran gedacht, daß Marens Geburtstag ist, die ich beim Klassentreffen das letzte Mal sah und von der ich auch keine Kontaktdaten habe, aber daß ja auch der monatliche Tagebuchblogtag – auch bekannt als „WMDEDGT“ – ist, das hatte ich nicht auf dem Schirm. Nunja, Erklärung und Teilnehmer gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

05.05.2020

sieht aus wie rosa Pfeiffenputzer, ist aber ein Strauch

Spiegeldatum, wenn man es in der 7-Segment-Darstellung sieht. Und Monatsfünfter natürlich und damit Tag es Tagebuchbloggens, auch bekannt als WMDEDGT.

 

Ich mache ja morgens zum Wachwerden immer das Radio an. Heute kam dann ein Interview mit irgendeinem bayrischen Politiker, der erklärte, daß man natürlich die deutsche Automobilindustrie mit Zuschüssen oder ähnlichem unterstützen müsse wegen der ganzen Arbeitsplätze die daran hängen und daß es auch umweltfreundlich sei, Autos zu verschrotten um neue Autos mit (auf dem Papier – Anmerkung von mir) besseren Abgaswerten zu kaufen. Baaaah! Da war ich wach. Wenn mal das deutsche Gesundheitswesen so gepampert würde wie die Automobilindustrie!

Naja. Ich war wach, zeitiger als sonst und somit auch zeitiger zum Morgenspaziergang unterwegs – und habe quasi niemanden getroffen. Niemand mit Hund unterwegs. Der Jogger, den ich bisher jeden Morgen traf auch nicht. Sollten die 20 Minuten so viel ausmachen? Oder arbeiten sie wieder bzw. wieder im Büro, jetzt, wo die ersten Lockerungen greifen? Spaziergang noch in schönster Sonne, schon bald darauf zog es sich zu.

Zurück zu Hause habe ich Frühstück vorbereitet (Tee aufbrühen, Milch warm machen und übers Müsli kippen) und parallel dazu die Technik wieder umgebaut auf Heimbüro. Dann Frühstück und anschließend Arbeitsbeginn. Früher heute, weil ich ja schneller / zeitiger wach war und außerdem möglichst viel schaffen wollte, damit sich die Fahrt ins Büro bzw. Labor morgen lohnt. Denn: morgen wird tagsüber das Wasser abgestellt, da ist es ganz praktisch, wenn ich nicht zu Hause bin. Nunja. Arbeitstage beginnen bei mir ja immer mit dem Lesen der Mails, da hatte sich der Plan, morgen ins Büro zu fahren, ganz schnell erledigt. Nachdem es ja letzte Woche vom Standort die Mail gab, daß wir zwar noch zu 100% von zu Hause arbeiten dürfen, das aber nur in Notfällen (Risikogruppe, Kinderbetreuung) tun sollen, gab es diese Woche eine konzernweite Mail, daß wir auf gar keinen Fall ins Büro fahren sollen, es sei denn, es läßt sich wirklich nicht vermeiden. In dem Fall muß man das dann mindestens 48h vorher beantragen und bekommt eine Maske, die man immer tragen muß, wenn man das Büro verläßt. (Mir war letzte Woche schon aufgefallen, daß das mit dem Abstandhalten spannend wird, weil unsere Flure teilweise gerade so 2 Meter breit sind – da kommen also 2 nicht aneinander vorbei wenn wir 2 Meter Abstand halten sollen). Nuuunja. Bleib ich also morgen zu Hause (oder gehe zum Schwesterherz, denn sie ist nicht da, weil sie 1x die Woche ins Büro muß). Es war dann aber für den Rest des Vormittags schon ein eigenartiges Gefühl: insgesamt werden die Regeln überall gelockert, aber in dem Bereich, der mich am meisten betrifft (die Arbeit nämlich) gerade deutlich verschärft.

Dann waren da noch zwei Mails zum Kopfschütteln (eine davon sehr) und ein paar fachliche. (Nach 5 Tagen eine Mail zu beantworten mit „Für schnelle Beantwortung Verschlüsselung entfernen“ ist… seltsam in unserem Bereich in dem manchmal schon einen halben Tag später Mails hinfällig sind).

Angefangen, die Statistik vorzubereiten. Erste Telco. Per Mail nachgefragt, was mit dem einen Thema jetzt passiert. Zweite Telco. Da mußte ich heute nur zuhören und hab ein bißchen Fußgymnastik und -training dabei gemacht und Wäsche zusammengelegt. Erfreulicher Weise war das Meeting auch ziemlich kurz, also mehr Zeit für die Statistiik. Und Zeit, das Mittagessen vorzubereiten. Milchreis sollte es geben. Der macht sich ja fast von allein, man muß nur mal ausreichend lange bevor man essen will Zeit haben, ihn aufzusetzen. Die hatte ich nun. Weiter Statistik. Antwort bekommen: „Entscheide ich nicht, muß B entscheiden“. Das nervt mich ja kolossal. Allein schon, daß ich da permanent drängeln muß, damit überhaupt etwas passiert. Das wäre gar nicht meine Aufgabe, aber wir brauchen irgendwann das Ergebnis, und würde ich das nicht machen, täte es keiner und wir ständen dann irgendwann blöd da. B braucht man keine Mails zu schicken, die gehen unter, per Skype war er grad nicht erreichbar, also auf später verschoben. Statistik.

Mittagessen. Heute nicht auf dem Balkon, denn auch wenn es gerade sonnig war, so zeigte das Thermometer doch nur 12°C. Außerdem war es mächtig windig. Kein Mittagsspaziergang, weil Zeit bis zur nächsten Telco zu kurz. Dort meine Verwunderung bzw. das Kopfschütteln zur Sprache gebracht. Das konnte geklärt werden (u.a. etwas übereifrige Kollegin, der ich ans Herz gelegt habe, dabei die Sorgfalt nicht zu vergessen). Dann war auch diese Telco erfreulich schnell vorbei. Dann war B erreichbar. Der wollte zu dem Thema plötzlich mein Urteil, obwohl er das die ganze Zeit fachlich getrieben hat. Konnte ich ihm nicht geben, denn wir sind ja „nur“ Konsumenten. Fand er wohl nicht gut, die Mail, die er später schrieb begann mit einem passiv-aggressiven Seitenhieb. Statistik fertig gemacht und noch mit der fachlichen Aufgabe begonnen auf die ich mich schon am Morgen gefreut habe. Die war dann aber auch deutlich komplizierter als gedacht. Um 5 Feierabend.

Am privaten Rechner ein bißchen im Internet gedaddelt bis mich ich gegen halb 6 aufgerafft habe und noch eine Runde raus gegangen bin. Hatte ich ja Mittags nicht. Und weil ich Zeit hatte, wurde es auch eine große Runde. Bin auch fast gar nicht naß geworden. Das ist durchaus erwähnenswert, denn mindestens am Nachmittag hatten wir heute richtiges Aprilwetter. Und ein bißchen Regen hat mich unterwegs auch erwischt. Bei Sonnenschein. Leider regnete es nur bei mir und Richtung Sonne, nicht in die andere Richtung, so daß es keinen Regenbogen gab. Danach noch ein bißchen Internet und dann eine Runde Schöner Sport. Abendbrot. Danach stand ich dann in der Küche, mit der halbvollen Teetasse in der Hand, lutschte Schokolade, betrachtete den kitschig-schönen Nach-Sonnenuntergangshimmel mit viel Orange und Rot und Rosa und dunkelblau-grauen Wolken und hörte im Radio eine französischsprachige Ballade eines kanadischen Musikers. Das war schön. Voll kitschig, aber schön.

Danach noch mal was Internet, dann Bloggen, jetzt Bett.

 

Die anderen Teilnehmer des Tagebuchbloggens gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

 

05.04.2020

Taubnesselfeld

Mal wieder eine anstrengende Nacht. Ich habe anstrengend geträumt, bin diverse Male wach geworden, habe aber leider danach immer weiter geträumt. Kurz vor 9 war ich dann endgültig wach. Frühstück, lesen. Ab 12 sollte es bei RadioEins wieder einen Talk geben, den ich gern hören wollte. Ich war zu spät dran, um davor noch eine große Spaziergangsrunde unterzubringen. Außerdem hatte ich die Befürchtung, daß an einem Sonntag Vormittag mehr Menschen unterwegs sein würden als Sonnabends um die gleiche Zeit – da können sie ja nicht einkaufen. Stattdessen versuchte ich mal, endlich das Urlaubstagebuch zu Ende zu schreiben. Völlig überraschend fällt es nach mehr als drei Wochen sehr schwer sich zu erinnern, was da so los war. Erst Recht, wenn im Radio auch noch gequatscht wird. Versuch aufgegeben und weiter gelesen.

Den Talk habe ich dann genutzt, um auch in der Küche die Fenster zu putzen. Das geht sehr gut zusammen. Und die Küchenfenster waren von außen die dreckigsten von allen. Dann war Zeit, Mittag zu kochen. Da war mir gestern Mittag schon aufgefallen, daß ich überhaupt keine Idee hatte, was ich kochen könnte. Abends erzählte die Freundin im Chat, daß sie sich Risotto gemacht hätte. Risottoreis habe ich da, das wußte ich. Nur nichts von dem Gemüse, was so so dazu hatte. Dafür Chicoree. Also hatte ich mal die Suchmaschine befragt und mir ein Chicoree-Orangen-Risotto ausgesucht als Grundlage für meine Improvisation. Denn auch dafür hatte ich längst nicht alles zu Hause (Parmesan zum Beispiel nie). Aber: es schmeckte tatsächlich gut. Und sah gut aus.

Nach dem Essen war auch der Talk vorbei und ich startete noch mal einen Versuch in Sachen Urlaubstagebuch, diesmal mit Unterstützung meiner Fotos. So langsam waren auch ein paar Erinnerungen wieder gekommen. Ich bin es nur gar nicht mehr gewöhnt, so viel so klein mit Hand zu schreiben, darum hab ich nach einem Tag (und einer halben Stunde) wieder aufgehört. Stattdessen wollte ich lieber noch mal eben schnell Muffins backen. Die Idee trage ich jetzt auch schon zwei Wochen mit mir rum. „Mal eben schnell“ ist natürlich so eine Sache, wenn man das nicht allzu oft macht, aber um halb 5 konnte ich mich mit Tee und Muffin auf den Balkon setzen. Da hatte ich heute nur nicht allzuviel Ruhe, denn ich will auch schon seit Tagen den Balkon „frühlingsfein“ machen – also alles vertrocknete entfernen. Bisher hatte ich es auch noch als Frostschutz drauf gelassen, aber so richtig nach Frost sieht es erstmal nicht mehr aus und inzwischen nervte mit das Minipetuniengestrüpp doch sehr. Also war ich da eine ganze Weile beschäftigt. Dann noch fegen, und dann hatte ich auch die Ruhe, noch eine Zeitschrift zu lesen.

Inzwischen war es 7, eigentlich schon Abendbrotzeit, aber als Ausgleich für den nicht gemachten Spaziergang hatte ich mir Sport vorgenommen. Irgendwo im Internet hatte ich den Link zu einer Sportstunde (für Kinder) eines Leipziger Handballvereins gefunden. Der „Spaziergang durch den Zoo“ war schon ganz nett, reichte mir aber irgendwie noch nicht, also hab ich mich bei der Alba-Sportstunde noch mal umgesehen und eine Folge für Kitakinder gewählt. Die Alba Sportstunde für Kitakinder hat gegenüber allen Sportvideos die ich bisher gesehen hat einen großen Bonus: Da turnt ein Albatros mit. Das ist schon sehr lustig anzusehen.

Dann duschen, und dann drängelte das Schwesterherz schon, wo denn die Blogbeiträge blieben (gestern fehlte ja auch noch). Da wollte ich dann aber doch erstmal Abendbrot essen. Dann bloggen und jetzt Bett, vermutlich.

 

An jedem 5. eines Monats fragt Frau Brüllen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT). Das Internet antwortet per Tagebuchblogeinträgen und alle Teilnehmer findet man in der Liste bei Frau Brüllen.